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	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Amen&amp;diff=27536</id>
		<title>Amen</title>
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		<updated>2019-01-21T13:43:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Glossar]][[Kategorie:Terminologie in Arbeit]]&lt;br /&gt;
Diese Seite liefert einen einheitlichen Vorschlag für die Übersetzung des Wortes ἀμὴν. Außerdem eine Fußnote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. ἀμὴν als Bekräftigungsformel bei Jesus===&lt;br /&gt;
Ich schlage vor, das Wort in der Studienfassung mit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ja&#039;&#039;&#039; (Amen, Wahrlich)&#039;&#039; zu übersetzen. In der Lesefassung bietet sich die Umschreibung mit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;„Ich versichere euch...“&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; oder eine ähnliche, dem Kontext angemessene an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Fußnote entstammt Mk 8,12 und erscheint in leicht abgewandelter Form auch in Mk 3,28:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; D.h. „Ich versichere euch“. &#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich)&#039;&#039; Das Wort &#039;&#039;Amen&#039;&#039; stammt aus dem Hebräischen und bildet im AT häufig den bekräftigenden Abschluss von Doxologien. Die griechische Übersetzung lautet meist „So sei/geschehe es!“ Aus dem zeitgenössischen Judentum wie aus dem frühen Christentum ist es dann als liturgische Bekräftigungsformel bekannt, wie es auch heute in Gebrauch ist. Jesus ist der einzige, der es benutzt, um die zu bekräftigende Aussage einzuleiten. Mit ähnlicher Autorität wie bei Gottes Worten im Alten Testament will auch er keinen Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Aussage aufkommen lassen (France 2002, 174f.313; Guelich 1989, 177f.). Hier kommt es nach Mk 3,28 zum zweiten Mal im Markusevangelium vor. Matthäus benutzt es gerne doppelt. Die Übersetzung ist schwierig. Luther machte daraus das bekannte „Wahrlich (ich sage euch)“, dem bis heute etliche Übersetzungen folgen. EÜ, ZÜR einfach „Amen“; kommunikative Übersetzungen übersetzen die Phrase für gewöhnlich sinngemäß, etwa „Ich versichere euch...“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. ἀμὴν als Gebetsformel===&lt;br /&gt;
Ohne das geprüft zu haben: Hier bietet es sich an, auch im Deutschen das bekannte &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Amen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 1. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Amen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; als Gebetsformel/-abschluss bleibt unübersetzt: [https://offene-bibel.de/drupal/forum/wie_soll_%E2%80%9Eamen%E2%80%9C_lf_%C3%BCbersetzt_werden Vergleiche Diskussion im Forum] &lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Jan|Jan]] 14:43, 21. Jan. 2019 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25253</id>
		<title>Markus 1</title>
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		<updated>2017-03-19T11:21:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang der frohen Botschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort [[Evangelium]] (gr. εὐαγγέλιον) steht hier noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;frohe Botschaft von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus / das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen [[Hebraismus]], der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Anders als von Markus angeben ist das Zitat eine Zusammenstellung aus Jesaja (Jes 40,3 LXX) und Maleachi 3,1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25252</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25252"/>
		<updated>2017-03-19T11:20:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Fußnote aus Vers 3 in den Kommentar ausgelagert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang der frohen Botschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort [[Evangelium]] (gr. εὐαγγέλιον) steht hier noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;frohe Botschaft von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus / das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen [[Hebraismus]], der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Anders als von Markus angeben ist das Zitat eine Zusammenstellung aus Jesaja (Jes 40,3 LXX) und Maleachi 3,1.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25251</id>
		<title>Kommentar:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25251"/>
		<updated>2017-03-19T11:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Vers 3 */ weitere Teile aus der ursprünglichen Fußnote übernommen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vers 1===&lt;br /&gt;
Den Begriff [[Evangelium]] gebraucht Markus wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird [Vgl. dazu Art. [[Evangelium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften sowie Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ (also mit Artikel). NA28 setzt den Zusatz als unsicher in eckige Klammern. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen zudem einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Erst die stemmatische Analyse von Wasserman 2015 zeigt, dass die längere Lesart wohl ursprünglich ist. Die Variante scheint sich mehrfach unabhängig daraus entwickelt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
Die Formulierung τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugen {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“ (Plural) und lassen den Namen des Propheten weg. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine Korrektur (vgl. France 2002, 62), denn anders als von Markus angegeben stammt nur ein Teil des Zitats von Jesaja (s.u.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
===unbearbeitete Auslagerung===&lt;br /&gt;
*ursprünglich auf der Hauptseite*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Textkritik: Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit {{hebr}}א{{hebr ende}}, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen (A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844) sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst die Parallelstelle Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt und auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten. {{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
und Heuschrecken und wilden Honig zu essen.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
ihm die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“. 01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). Allerdings ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass eine andere Lösung vorzuziehen ist. Es ist einigermaßen vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und der Text dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher als die längere Formulierung, die an das „Evangelium der Herrschaft/des Reichs“ (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch von Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte {dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; An dieser Stelle weicht die Übersetzung vom anerkannten griechischen Text NA28 ab. Der folgt einigen Handschriften, die wie in der Klammer zusätzlich „begab er sich ... und“ enthalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes, was der hier gewählten Übersetzung entspricht. Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass manche Schreiber die Anordnung der beiden Verben als Problem empfanden und korrigierten. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann den Text von C erklären. Gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_ap|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Dabei haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in [[Markus 10#s10|Mk 10,10]]; [[Markus 13#s9|13,9]] (France 2002, 101). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn diese holprige Variante ursprünglich ist, dann hat man die im Laufe der Überlieferung verbessern wollen. Neben der geänderten Wortstellung kam εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die von NA28 vorgezogene Variante sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa).{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann verließen sie {aus} die Synagoge und gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett], und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff).&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie).{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging) von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort).{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen).“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (Dabei liest NA28 das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. &amp;quot;Anflehen und auf die Knie fallen&amp;quot; ist eine ziemlich redundante Formulierung, wäre aber typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
{dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039; ist zwar nur aus einzelnen antiken Handschriften bekannt, wäre aber rein logisch als unwahrscheinlichere Variante vorzuziehen (s.u.). Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und recht plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43 ebenso wie zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen nahmen die Abschreiber offensichtlich keinen Anstoß, wenn Jesus wütend wurde. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 beschreiben die Heilung mit beinahe identischen Worten, doch ganz ohne das fragliche Partizip. Dass die beiden anderen Evangelien Jesu Gefühlsregung ganz weglassen, könnte ebenfalls dafür sprechen, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Andererseits ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von Zeugen des westlichen Texttyps bekannt, der als etwas zweifelhaft gilt. Sie könnte darüber hinaus auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum streckte er seine Hand aus, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen), schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war).&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25250</id>
		<title>Kommentar:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25250"/>
		<updated>2017-03-19T11:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Fußnote aus Vers 3 in den Kommentar ausgelagert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vers 1===&lt;br /&gt;
Den Begriff [[Evangelium]] gebraucht Markus wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird [Vgl. dazu Art. [[Evangelium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften sowie Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ (also mit Artikel). NA28 setzt den Zusatz als unsicher in eckige Klammern. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen zudem einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Erst die stemmatische Analyse von Wasserman 2015 zeigt, dass die längere Lesart wohl ursprünglich ist. Die Variante scheint sich mehrfach unabhängig daraus entwickelt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
Die Formulierung τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugen {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“ (Plural) und lassen den Namen des Propheten weg. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine Korrektur (vgl. France 2002, 62), denn anders als von Markus angegeben stammt nur ein Teil des Zitats von Jesaja (s.u.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
===unbearbeitete Auslagerung===&lt;br /&gt;
*ursprünglich auf der Hauptseite*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Textkritik: Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit {{hebr}}א{{hebr ende}}, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen (A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844) sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst die Parallelstelle Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt und auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten. {{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
und Heuschrecken und wilden Honig zu essen.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
ihm die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“. 01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). Allerdings ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass eine andere Lösung vorzuziehen ist. Es ist einigermaßen vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und der Text dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher als die längere Formulierung, die an das „Evangelium der Herrschaft/des Reichs“ (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch von Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte {dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; An dieser Stelle weicht die Übersetzung vom anerkannten griechischen Text NA28 ab. Der folgt einigen Handschriften, die wie in der Klammer zusätzlich „begab er sich ... und“ enthalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes, was der hier gewählten Übersetzung entspricht. Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass manche Schreiber die Anordnung der beiden Verben als Problem empfanden und korrigierten. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann den Text von C erklären. Gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_ap|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Dabei haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in [[Markus 10#s10|Mk 10,10]]; [[Markus 13#s9|13,9]] (France 2002, 101). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn diese holprige Variante ursprünglich ist, dann hat man die im Laufe der Überlieferung verbessern wollen. Neben der geänderten Wortstellung kam εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die von NA28 vorgezogene Variante sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa).{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann verließen sie {aus} die Synagoge und gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett], und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff).&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie).{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging) von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort).{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen).“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (Dabei liest NA28 das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. &amp;quot;Anflehen und auf die Knie fallen&amp;quot; ist eine ziemlich redundante Formulierung, wäre aber typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
{dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039; ist zwar nur aus einzelnen antiken Handschriften bekannt, wäre aber rein logisch als unwahrscheinlichere Variante vorzuziehen (s.u.). Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und recht plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43 ebenso wie zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen nahmen die Abschreiber offensichtlich keinen Anstoß, wenn Jesus wütend wurde. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 beschreiben die Heilung mit beinahe identischen Worten, doch ganz ohne das fragliche Partizip. Dass die beiden anderen Evangelien Jesu Gefühlsregung ganz weglassen, könnte ebenfalls dafür sprechen, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Andererseits ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von Zeugen des westlichen Texttyps bekannt, der als etwas zweifelhaft gilt. Sie könnte darüber hinaus auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum streckte er seine Hand aus, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen), schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war).&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Hebraismus&amp;diff=25249</id>
		<title>Hebraismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Hebraismus&amp;diff=25249"/>
		<updated>2017-03-19T11:13:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: neu angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &amp;quot;Hebraismus&amp;quot; ist ein Wort oder ein anderer sprachlicher Ausdruck, der als Entlehnung aus  der hebräischen Sprachein einer andere Sprache entnommen wurde, z.B.  als Fremd- oder Lehnwort.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25248</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25248"/>
		<updated>2017-03-19T11:06:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Fußnote aus Vers 1 in den Kommentar ausgelagert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang der frohen Botschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort [[Evangelium]] (gr. εὐαγγέλιον) steht hier noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;frohe Botschaft von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus / das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25247</id>
		<title>Kommentar:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25247"/>
		<updated>2017-03-19T11:04:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Vers 1 */  Aufnahme einer ehemaligen Fußnote in den Kommentar&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vers 1===&lt;br /&gt;
Den Begriff [[Evangelium]] gebraucht Markus wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird [Vgl. dazu Art. [[Evangelium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften sowie Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ (also mit Artikel). NA28 setzt den Zusatz als unsicher in eckige Klammern. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen zudem einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Erst die stemmatische Analyse von Wasserman 2015 zeigt, dass die längere Lesart wohl ursprünglich ist. Die Variante scheint sich mehrfach unabhängig daraus entwickelt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
Die Formulierung τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugen {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“ (Plural) und lassen den Namen des Propheten weg. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine Korrektur (vgl. France 2002, 62), denn anders als von Markus angegeben stammt nur ein Teil des Zitats von Jesaja (s.u.). &lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
===unbearbeitete Auslagerung===&lt;br /&gt;
*ursprünglich auf der Hauptseite*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Textkritik: Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit {{hebr}}א{{hebr ende}}, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen (A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844) sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst die Parallelstelle Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt und auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten. {{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
und Heuschrecken und wilden Honig zu essen.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
ihm die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“. 01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). Allerdings ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass eine andere Lösung vorzuziehen ist. Es ist einigermaßen vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und der Text dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher als die längere Formulierung, die an das „Evangelium der Herrschaft/des Reichs“ (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch von Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte {dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; An dieser Stelle weicht die Übersetzung vom anerkannten griechischen Text NA28 ab. Der folgt einigen Handschriften, die wie in der Klammer zusätzlich „begab er sich ... und“ enthalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes, was der hier gewählten Übersetzung entspricht. Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass manche Schreiber die Anordnung der beiden Verben als Problem empfanden und korrigierten. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann den Text von C erklären. Gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_ap|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Dabei haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in [[Markus 10#s10|Mk 10,10]]; [[Markus 13#s9|13,9]] (France 2002, 101). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn diese holprige Variante ursprünglich ist, dann hat man die im Laufe der Überlieferung verbessern wollen. Neben der geänderten Wortstellung kam εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die von NA28 vorgezogene Variante sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa).{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann verließen sie {aus} die Synagoge und gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett], und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff).&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie).{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging) von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort).{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen).“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (Dabei liest NA28 das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. &amp;quot;Anflehen und auf die Knie fallen&amp;quot; ist eine ziemlich redundante Formulierung, wäre aber typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
{dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039; ist zwar nur aus einzelnen antiken Handschriften bekannt, wäre aber rein logisch als unwahrscheinlichere Variante vorzuziehen (s.u.). Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und recht plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43 ebenso wie zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen nahmen die Abschreiber offensichtlich keinen Anstoß, wenn Jesus wütend wurde. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 beschreiben die Heilung mit beinahe identischen Worten, doch ganz ohne das fragliche Partizip. Dass die beiden anderen Evangelien Jesu Gefühlsregung ganz weglassen, könnte ebenfalls dafür sprechen, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Andererseits ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von Zeugen des westlichen Texttyps bekannt, der als etwas zweifelhaft gilt. Sie könnte darüber hinaus auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum streckte er seine Hand aus, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen), schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war).&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25240</id>
		<title>Kommentar:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25240"/>
		<updated>2017-03-19T10:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Vers 1 */  Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vers 1===&lt;br /&gt;
Den Begriff [[Evangelium]] gebraucht Markus wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird [Vgl. dazu Art. [[Evangelium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften sowie Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ (also mit Artikel). NA28 setzt den Zusatz als unsicher in eckige Klammern. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen zudem einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Erst die stemmatische Analyse von Wasserman 2015 zeigt, dass die längere Lesart wohl ursprünglich ist. Die Variante scheint sich mehrfach unabhängig daraus entwickelt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
Die Formulierung τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugen {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“ (Plural) und lassen den Namen des Propheten weg. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine Korrektur (vgl. France 2002, 62), denn anders als von Markus angegeben stammt nur ein Teil des Zitats von Jesaja (s.u.). &lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
===unbearbeitete Auslagerung===&lt;br /&gt;
*ursprünglich auf der Hauptseite*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Textkritik: Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit {{hebr}}א{{hebr ende}}, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen (A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844) sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst die Parallelstelle Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt und auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten. {{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
und Heuschrecken und wilden Honig zu essen.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
ihm die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“. 01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). Allerdings ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass eine andere Lösung vorzuziehen ist. Es ist einigermaßen vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und der Text dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher als die längere Formulierung, die an das „Evangelium der Herrschaft/des Reichs“ (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch von Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte {dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; An dieser Stelle weicht die Übersetzung vom anerkannten griechischen Text NA28 ab. Der folgt einigen Handschriften, die wie in der Klammer zusätzlich „begab er sich ... und“ enthalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes, was der hier gewählten Übersetzung entspricht. Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass manche Schreiber die Anordnung der beiden Verben als Problem empfanden und korrigierten. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann den Text von C erklären. Gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_ap|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Dabei haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in [[Markus 10#s10|Mk 10,10]]; [[Markus 13#s9|13,9]] (France 2002, 101). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn diese holprige Variante ursprünglich ist, dann hat man die im Laufe der Überlieferung verbessern wollen. Neben der geänderten Wortstellung kam εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die von NA28 vorgezogene Variante sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa).{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann verließen sie {aus} die Synagoge und gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett], und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff).&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie).{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging) von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort).{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen).“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (Dabei liest NA28 das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. &amp;quot;Anflehen und auf die Knie fallen&amp;quot; ist eine ziemlich redundante Formulierung, wäre aber typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
{dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039; ist zwar nur aus einzelnen antiken Handschriften bekannt, wäre aber rein logisch als unwahrscheinlichere Variante vorzuziehen (s.u.). Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und recht plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43 ebenso wie zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen nahmen die Abschreiber offensichtlich keinen Anstoß, wenn Jesus wütend wurde. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 beschreiben die Heilung mit beinahe identischen Worten, doch ganz ohne das fragliche Partizip. Dass die beiden anderen Evangelien Jesu Gefühlsregung ganz weglassen, könnte ebenfalls dafür sprechen, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Andererseits ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von Zeugen des westlichen Texttyps bekannt, der als etwas zweifelhaft gilt. Sie könnte darüber hinaus auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum streckte er seine Hand aus, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen), schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war).&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25239</id>
		<title>Kommentar:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25239"/>
		<updated>2017-03-19T10:50:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Vers 1 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vers 1===&lt;br /&gt;
Den Begriff [[Evangelium]] gebraucht Markus wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird [Vgl. dazu Art. [[Evaneglium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften sowie Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ (also mit Artikel). NA28 setzt den Zusatz als unsicher in eckige Klammern. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen zudem einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Erst die stemmatische Analyse von Wasserman 2015 zeigt, dass die längere Lesart wohl ursprünglich ist. Die Variante scheint sich mehrfach unabhängig daraus entwickelt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
Die Formulierung τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugen {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“ (Plural) und lassen den Namen des Propheten weg. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine Korrektur (vgl. France 2002, 62), denn anders als von Markus angegeben stammt nur ein Teil des Zitats von Jesaja (s.u.). &lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
===unbearbeitete Auslagerung===&lt;br /&gt;
*ursprünglich auf der Hauptseite*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Textkritik: Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit {{hebr}}א{{hebr ende}}, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen (A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844) sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst die Parallelstelle Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt und auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten. {{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
und Heuschrecken und wilden Honig zu essen.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
ihm die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“. 01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). Allerdings ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass eine andere Lösung vorzuziehen ist. Es ist einigermaßen vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und der Text dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher als die längere Formulierung, die an das „Evangelium der Herrschaft/des Reichs“ (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch von Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte {dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; An dieser Stelle weicht die Übersetzung vom anerkannten griechischen Text NA28 ab. Der folgt einigen Handschriften, die wie in der Klammer zusätzlich „begab er sich ... und“ enthalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes, was der hier gewählten Übersetzung entspricht. Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass manche Schreiber die Anordnung der beiden Verben als Problem empfanden und korrigierten. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann den Text von C erklären. Gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_ap|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Dabei haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in [[Markus 10#s10|Mk 10,10]]; [[Markus 13#s9|13,9]] (France 2002, 101). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn diese holprige Variante ursprünglich ist, dann hat man die im Laufe der Überlieferung verbessern wollen. Neben der geänderten Wortstellung kam εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die von NA28 vorgezogene Variante sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa).{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann verließen sie {aus} die Synagoge und gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett], und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff).&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie).{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging) von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort).{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen).“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (Dabei liest NA28 das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. &amp;quot;Anflehen und auf die Knie fallen&amp;quot; ist eine ziemlich redundante Formulierung, wäre aber typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
{dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039; ist zwar nur aus einzelnen antiken Handschriften bekannt, wäre aber rein logisch als unwahrscheinlichere Variante vorzuziehen (s.u.). Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und recht plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43 ebenso wie zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen nahmen die Abschreiber offensichtlich keinen Anstoß, wenn Jesus wütend wurde. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 beschreiben die Heilung mit beinahe identischen Worten, doch ganz ohne das fragliche Partizip. Dass die beiden anderen Evangelien Jesu Gefühlsregung ganz weglassen, könnte ebenfalls dafür sprechen, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Andererseits ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von Zeugen des westlichen Texttyps bekannt, der als etwas zweifelhaft gilt. Sie könnte darüber hinaus auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum streckte er seine Hand aus, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen), schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war).&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25238</id>
		<title>Kommentar:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_1&amp;diff=25238"/>
		<updated>2017-03-19T10:50:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Beginn Überarbeitung des Kommentars&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Vers 1===&lt;br /&gt;
Den Begriff [[Evangelium]] gebraucht Markus wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird [Vgl. dazu Art. [[Evaneglium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textkritisch umstritten ist die längere Variante Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ „von Jesus Christus, dem Sohn Gottes“. υἱοῦ θεοῦ wird bezeugt von 011 B D W Γ sowie allen lateinischen, syrischen und koptischen Zeugen. Nur Ἰησοῦ Χριστοῦ lesen 01* Θ 28 l 2211, einige sahidische Handschriften sowie Origines; SBLGNT, Tischendorf und WH schließen sich an. Die byzantinischen Zeugen lesen υἱοῦ τοῦ θεοῦ (also mit Artikel). NA28 setzt den Zusatz als unsicher in eckige Klammern. Die Bezeugung bei den Kirchenvätern ist uneinheitlich, besonders da viele beide Varianten kennen (Willker 2013, 7f). Die kürzere ist bei ihnen jedoch etwas weiter verbreitet, wohingegen die längere nicht vor 400 n. Chr. bezeugt ist (Head 1991, 626). Offenbar sind beide sehr alt, wobei die längere Lesart – rechnet man die byzantinische Unterstützung mit ein – in den Handschriften etwas besser bezeugt ist. Wenn sie ursprünglich ist, hätte ein Abschreiber die beiden (damals im Text mit Anfangs- und Endbuchstaben abgekürzten) Wörter versehentlich weglassen müssen (Homoioteleuton): ...ΟΥΙ̅Υ̅Χ̅Υ̅(Υ̅Υ̅Θ̅Υ̅) (Guelich 1989, 6). Doch so ein Abschreibfehler wäre gerade am Anfang eines Buchs etwas schwerer vorstellbar. Für die kürzere Lesart sprechen zudem einige eindeutige Beispiele, wo im Laufe der Überlieferung Gottestitel ergänzt worden sind – gerade bei Markus ist Jesu Gottessohnschaft zentrales Thema, was zu der Hinzufügung verleiten könnte (Head 1991, 627; Collins 2007, 130; s.a. Pesch 1976, 74, dagegen Wasserman 2010). Dann könnte die kürzere Variante als die schwierigere gelten! Keine der beiden internen Erklärungen ist jedoch ganz befriedigend. So erklärt Metzger sowohl die interne als auch die externe Evidenz für so ausgewogen, dass die Herausgeber von NA keine Entscheidung für oder gegen die längere Variante treffen wollten (Metzger, Textual Commentary &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994, 62; vgl. France 2002, 49). Erst die stemmatische Analyse von Wasserman 2015 zeigt, dass die längere Lesart wohl ursprünglich ist. Die Variante scheint sich mehrfach unabhängig daraus entwickelt zu haben. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
Die Formulierung τῷ Ἠσαΐᾳ τῷ προφήτῃ steht u.a. in den Zeugen {{hebr}}א{{hebr ende}} B L Δ 33. Dagegen lesen A K P W Γ, der Mehrheitstext und einige andere Zeugen τοῖς προφήταις „den Propheten“ (Plural) und lassen den Namen des Propheten weg. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine Korrektur (vgl. France 2002, 62), denn anders als von Markus angegeben stammt nur ein Teil des Zitats von Jesaja (s.u.). &lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
===unbearbeitete Auslagerung===&lt;br /&gt;
*ursprünglich auf der Hauptseite*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039; Textkritik: Es gibt hier vier relevante Lesarten: Nestle-Aland 28 entscheidet sich mit {{hebr}}א{{hebr ende}}, L, Δ und der bohairischen Tradition für &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. B, 33 und einige bohairische Manuskripte bezeugen &amp;lt;u&amp;gt;ὁ&amp;lt;/u&amp;gt; βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ κηρύσσων. Meist byzantinische Zeugen (A K P W Γ f1.13 565. 579. 1241. 1424. 2563. l 844) sowie die syrische Übersetzung von Thomas von Heraklea und die sahidische Übersetzung enthalten βαπτίζων ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων. Einige westliche Handschriften weisen schließlich die glättende Variante ἐν τῇ ἐρήμῳ &amp;lt;u&amp;gt;βαπτίζων καὶ&amp;lt;/u&amp;gt; κηρύσσων auf. Die Varianten sind offensichtlich aus Unsicherheit darüber entstanden, wie das [[Partizip]] βαπτίζων zu verstehen sei. Mit Artikel ὁ wäre das Ptz. attributiv und ein relativ ungeläufiger Titel „der Täufer“ (Johannes wird häufiger ὁ βαπτιστής genannt) (2. Lesart). Ohne Artikel wäre es eine adverbiale Näherbestimmung von Johannes&#039; Aktivität und dann modal zu übersetzen, also mit „wobei“, „und“ oder als Relativsatz (3. Lesart). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die 1. Lesart könnte ursprünglich sein, weil aus ihr die beiden anderen hervorgegangen sein könnten. καὶ stellt darin mit dem Artikel auch das folgende Partizip κηρύσσων als attributiv dar (Übersetzung: „der taufte und predigte“), was wenig elegant formuliert ist. Der Leser würde zunächst vermuten, dass ὁ βαπτίζων den festen Beinamen „der Täufer“ bedeutet, anstatt seine taufende Tätigkeit zu beschreiben (so Willker z. St.). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus internen Erwägungen bietet sich jedoch eher Variante 2 an. Erstens liegt der Fokus hier auf Johannes&#039; Verkündigung, nicht auf seiner Tauftätigkeit (Pesch 1976, 74). Zweitens wäre es guter Stil, Johannes bei seiner ersten direkten Erwähnung mit seinem vollen Namen vorzustellen – ähnlich tut es Markus in V. 9 mit „Jesus aus Nazaret in Galiläa“. Auch später benutzt er zur Klarstellung „Johannes der Täufer“, wenn er die Figur erneut in die Handlung einführt (6,14; 8,28). Das Weglassen des Artikels sowie die Ergänzung von „und“ zeigen dann, dass Abschreiber den Titel ὁ βαπτίζων nicht kannten und den vermeintlich fehlerhaften Text korrigieren wollten (so Pesch; France 2002, 60f.64f.; Guelich 1989, 16 und SBLGNT). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lesart 3 hat zahlenmäßig externes Gewicht und findet sich nicht nur in byzanzinischen, sondern mit 1241 auch in einer „alexandrinischen“ sowie mehreren Handschriften, die zum hypothetischen cäsaräischen Texttyp gehören. Metzger 1994, 62 und Collins 2007, 133 halten sie für ursprünglich. Mit der Einfügung des Artikels hätte ein Abschreiber aus Ἰωάννης βαπτίζων den vollen Namen „Johannes der Täufer“ machen wollen. Obwohl Markus diese Version des Titels auch in 6,14 und 6,24 benutzt, fehlt in dieser Variante ein echtes Motiv, den unmissverständlich von einem taufenden und predigenden Johannes sprechenden Text der Lesart 3 zu korrigieren (France). Hatte der Abschreiber unbewusst die Parallelstelle Mt 3,1 im Ohr? Dort wird jedoch ähnlich formuliert, aber gerade wieder der andere Johannestitel verwendet! Das führt uns schließlich wieder zu Lesart 2 zurück, die zwar nicht häufig bezeugt ist, aber die Indizien am besten erklärt und auch unter den herangezogenen Forschern die meisten Fürsprecher hat. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten. {{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
und Heuschrecken und wilden Honig zu essen.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
ihm die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich, obwohl sie nur von B, 33 und der Handschriftenfamilie 13 bekannt ist. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX. Im Gegenzug bietet sich keine unmittelbare Erklärung für die Änderung zu εἰς αὐτόν an, sollte ἐπʼ αὐτόν ursprünglich sein. Das etwas wackelige Fundament der externen Bezeugung ist aber stabiler, als es zunächst scheint, weil B, 33 und &#039;&#039;f&#039;&#039;13 nicht miteinander verwandt sind und die Lesart also unabhängig voneinander bezeugen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“ (Lohmeyer 1951, 21; Mann 1986, 20). France warnt davor, εἰς zu wörtlich als „in (hinein)“ zu verstehen: „The apparent absurdity of the imagery whereby Jesus sees a bird descending into himself forms a more persuasive argument for taking εἰς here in the wider sense as roughly equivalent to ἐπί.“ Das passe zu Markus&#039; Stil, der εἰς häufig freier benutzt als üblich (France 2002, 78). Auch Pesch sieht an dieser Stelle keinen Gebrauchsunterschied zwischen εἰς „zu/in“ und ἐπʼ, „auf“ (Pesch 1976, 91f.). Dixon 2009, 771f. belegt jedoch, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (weshalb &#039;&#039;in&#039;&#039; in unserem Text vor der Klammer steht). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: Es gibt etliche Varianten mit unterschiedlichen Prädikaten: Θ, 28, 565 u.e.a. bezeugen ἠκούσθη „hörte“. 01*, D, ff² und ein halbes Dutzend weiterer Zeugen kennen kein Prädikat (wie Mk 1,3). Alle anderen wichtigen alexandrinischen und byzantinischen Zeugen überliefern ἐγένετο. Einzelne Handschriften kennen auch ἰδού vor &#039;&#039;Stimme&#039;&#039;, jeweils kombiniert mit einer der anderen Varianten (vgl. Mt 3,17). (Hier ein [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA62#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Überblick über die Bezeugung].) Es liegt nahe, dass alle Varianten als Korrekturen auf das Fehlen des Prädikats zurückzuführen sind, weshalb einzelne Ausleger die prädikatlose Lesart für die beste halten (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA64#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 64]). Allerdings ist ἐγένετο aber so gut verbreitet, dass eine andere Lösung vorzuziehen ist. Es ist einigermaßen vorstellbar, dass ἐγένετο in einem Teil der Überlieferung früh verlorenging (durch einen Abschreibfehler, eine Textverderbnis oder eine unbewusste Anpassung an eine ähnliche Formulierung) und der Text dann so verbreitet wurde. Die Alternativlesarten entstanden, um den Text auszubessern (so [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA63#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven 2005, 63]; Willker 2013, 24; Metzger 1994, 63; Collins 2007, 134). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Byzantinische und westliche Zeugen erweitern εὐαγγέλιον τοῦ θεοῦ &#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; zu εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας τοῦ θεοῦ „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“ (u.a. A D K W Γ Δ &#039;&#039;pm&#039;&#039; lat syp). Die kürzere Lesart ist jedoch vortrefflich bezeugt und viel ungewöhnlicher als die längere Formulierung, die an das „Evangelium der Herrschaft/des Reichs“ (εὐαγγέλιον τῆς βασιλείας) aus dem Matthäusevangelium erinnert. Die Variante ist wohl unter dem Einfluss des nächsten Verses oder auch von Mt 4,23; 9,35 zustande gekommen. Für eine Auslassung gibt es dagegen keine gute Erklärung (France 2002, 89; Willker 2013, 29). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte {dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; An dieser Stelle weicht die Übersetzung vom anerkannten griechischen Text NA28 ab. Der folgt einigen Handschriften, die wie in der Klammer zusätzlich „begab er sich ... und“ enthalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen (einschließlich B, A und Mehrheitstext) &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν wie 01 C L Δ &#039;&#039;f&#039;&#039;13, einige syrische und koptische Handschriften sowie Origenes, was der hier gewählten Übersetzung entspricht. Einige weitere geringe Abweichungen in anderen Handschriften deuten daraufhin, dass manche Schreiber die Anordnung der beiden Verben als Problem empfanden und korrigierten. So liest bspw. C ἐδίδασκεν noch vor „am Sabbat“ (und ohne εἰσελθὼν), während 33 &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν bezeugt. Nur die zweite Lesart kann den Text von C erklären. Gleichzeitig passt sie gut zu Markus&#039; Stil. In dieser Variante wird εἰς nämlich wie ἐν gebraucht, was uns in Markus schon mehrmals begegnet ist (vgl. die [[Markus_1#note_ap|Fußnote in V. 16]], aber auch εἰς τὸν Ἰορδάνην „im Jordan“ in V. 9). Dabei haben wir uns offenbar dazuzudenken, dass Jesus die Synagoge auch betrat; vgl. die ähnlichen Konstruktionen in [[Markus 10#s10|Mk 10,10]]; [[Markus 13#s9|13,9]] (France 2002, 101). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn diese holprige Variante ursprünglich ist, dann hat man die im Laufe der Überlieferung verbessern wollen. Neben der geänderten Wortstellung kam εἰσελθὼν hinzu, damit Jesus zunächst „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge &#039;&#039;hinein&#039;&#039;“ gehen konnte, anstatt quasi „&#039;&#039;in die&#039;&#039; Synagoge“ zu lehren. Als attizierende, stilistisch glättere Lesart wäre die von NA28 vorgezogene Variante sekundär (so Willker 2013, 32f.; Collins 2007, 161; France 2002, 99; Greeven ([http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA78#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Güting 2005, 78ff.])). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa).{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann verließen sie {aus} die Synagoge und gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett], und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff).&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie).{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging) von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort).{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen).“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;. (Dabei liest NA28 das eingeklammerte „und“, SBLGNT nicht.) Der byzantinische Text liefert die etwas längere Lesart καὶ γονυπετῶν αὐτὸν καὶ. Aus der längeren Variante (entweder von 01 oder von byz) könnten die kürzeren durch einen Auslasser wg. Homoioteleuton entstanden sein. &amp;quot;Anflehen und auf die Knie fallen&amp;quot; ist eine ziemlich redundante Formulierung, wäre aber typisch für Markus. Wenn die Berichte in Matthäus, Markus und Lukas auf einheitlichen Informationen beruhen, dann ist die längere Variante wahrscheinlich ursprünglich – es kommt auch keine spätere Angleichung in Frage, weil die Evangelisten unterschiedlich formulieren. Diese Übersetzung folgt SBLGNT, [http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA115#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Greeven/Güting 2005, 114ff.] und Willker 2013, 50ff., indem sie das zweite καὶ als sekundär versteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
{dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039; ist zwar nur aus einzelnen antiken Handschriften bekannt, wäre aber rein logisch als unwahrscheinlichere Variante vorzuziehen (s.u.). Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: In einigen wenigen Handschriften (D a ff&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; r&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;, auch SBLGNT) steht nicht σπλαγχνισθεὶς &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (so NA28), sondern ὀργισθείς „wurde zornig“. Diese Lesart ist zwar äußerst schwach bezeugt, aber schwieriger, und recht plausibel. Sie passt zu Jesu emotionaler Reaktion in V. 43 ebenso wie zu ähnlichen Reaktionen Jesu an anderer Stelle (Mk 3,5; 7,34; 10,14; Joh 9,19.23; 11,33.38). Die verbreitetere Lesart könnte zwar Ergebnis einer Abmilderung sein, doch an anderen Stellen nahmen die Abschreiber offensichtlich keinen Anstoß, wenn Jesus wütend wurde. Allerdings könnte die Änderung hier darauf zurückzuführen sein, dass eine Zornesäußerung schwer in die Geschichte passt. Mt 8,3 und Lk 5,13 beschreiben die Heilung mit beinahe identischen Worten, doch ganz ohne das fragliche Partizip. Dass die beiden anderen Evangelien Jesu Gefühlsregung ganz weglassen, könnte ebenfalls dafür sprechen, dass das unerklärliche „wurde zornig“ in ihrer Tradition enthalten war, sie es aber wegließen. So sprechen die internen Kriterien ganz für diese Lesart. Viele Ausleger akzeptieren sie daher als die schwierigere Lesart (Guelich 1989, 72; France 2002, 116; Güting 2005, 119-22). Andererseits ist die Lesart zwar alt, aber auch hauptsächlich von Zeugen des westlichen Texttyps bekannt, der als etwas zweifelhaft gilt. Sie könnte darüber hinaus auch als Angleichung an V. 43 entstanden sein. Wir behalten darum wie NA28 zunächst das deutlich besser überlieferte &#039;&#039;hatte Mitleid&#039;&#039; (vgl. Metzger 1994, 65; so die allermeisten Übersetzungen außer NIV). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum streckte er seine Hand aus, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen), schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war).&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
von überallher (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25235</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25235"/>
		<updated>2017-03-19T10:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: weitere Bearbeitung von Evaneglium/frohe Botschaft und dazugehöriger Fußnote&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang der frohen Botschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Das griechische εὐαγγέλιον steht hier noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Mehr dazu im Lexikonartikel [[Evangelium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Evangelium&amp;diff=25233</id>
		<title>Evangelium</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Evangelium&amp;diff=25233"/>
		<updated>2017-03-19T10:36:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: ein auf Markus 1,1 beezogener Abschnitt in den Kommentar zu Markus ausgelagert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Es steht entweder als literarische Bezeichnung oder bezeichnet die christliche Heilsbotschaft von Jesus insgesamt. Der Begriff &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; hat seinen Ursprung nicht im Alten Testament, obgleich dort schon von Boten die Rede ist, die eine &amp;quot;gute Nachricht&amp;quot; von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise in Jes 40,9; 52,7; 61,1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht vom oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. In der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; könnte einfach von den ersten christlichen Predigern als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche benutzt worden sein (Guelich 1989, 13f.).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Evangelium&amp;diff=25231</id>
		<title>Evangelium</title>
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		<updated>2017-03-19T10:01:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: neu angelegt aus dem Material von Fußnote a) in Mk1,1&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Es steht entweder als literarische Bezeichnung oder bezeichnet die christliche Heilsbotschaft von Jesus insgesamt. Der Begriff &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; hat seinen Ursprung nicht im Alten Testament, obgleich dort schon von Boten die Rede ist, die eine &amp;quot;gute Nachricht&amp;quot; von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise in Jes 40,9; 52,7; 61,1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht vom oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. In der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; könnte einfach von den ersten christlichen Predigern als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche benutzt worden sein (Guelich 1989, 13f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Markus&#039;&#039;&#039; gebraucht ihn in [[Markus 1,1]] wahrscheinlich bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25230</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25230"/>
		<updated>2017-03-19T09:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Fußnote a) &amp;quot;Evangelium&amp;quot; umformuliert und großteils ins Lexikon ausgelagert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[[Evangelium]] (Gr. εὐαγγέλιον) steht hier noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_4&amp;diff=25220</id>
		<title>Diskussion:Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_4&amp;diff=25220"/>
		<updated>2017-03-18T16:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = Ja. 1-2 (kmayse); 3–9 (Jan); 10–20 (Dymat); 21-25 (kmayse); 26–29 (Matthias H.); 30–32 (Jan); 33-41 (kmayse)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Gliederungsvorschlag (Grobgliederung): Das Gleichnis vom Schicksal der Saat (1-9), Jesus erklärt den Jüngern das Gleichnis (10-20), Weitere kurze Gleichnisse illustrieren Jesu Art zu lehren (21-34), Jesus stillt den Sturm (35-41)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert =1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-41: ja. Es fehlen allerdings noch Anmerkungen nach den neuen Kriterien zum Verständnis der Gleichnisse (10-12; 33-34) und zu den Jona-Parallelen bei der Sturmstillung (35-41) (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = Ja, alle Verse. Zum Stil s. die Anmerkungen zu Kap. 3. Das Griechisch ist gleichzeitig einfach und teils komplizierter formuliert, als man es für nötig halten würde. Teils rumpelige oder semitisch angehauchte Formulierungen bemerkt man immer wieder mal. Die Rahmenhandlung in Kap. 4,1-34 ist etwas kompliziert. 1-2 beschreiben Jesus, der öffentlich am See predigt. Ab 4,10 unterhält er sich jedoch privat mit seinen Jüngern - ob ein späterer Zeitpunkt gemeint ist oder ob man das schlampiger Redaktion zuschreiben möchte. In 33-34 und bes. ab V. 35 scheint wieder der öffentliche Schauplatz im Blick zu sein, ohne dass erkennbar ist, wo der Evangelist den Übergang einplant. Dennoch hängt das Kapitel inhaltlich und theologisch (Beschreibung von Gottes Reich, die Rede vom &amp;quot;Wort&amp;quot;, die Trennung von privater und öffentlicher Lehre in Gleichnissen) eng zusammen und ist kohärent. Weiteres in den Anmerkungen auf der Kapitelseite. (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;1-41&amp;lt;/u&amp;gt;: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wo zitiert&amp;lt;/u&amp;gt;: Robert Stein, Mark (BECNT), Grand Rapids 2008 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-41: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-41: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Erstübersetzer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für eure mühevolle Arbeit und euren Einsatz. Bitte gebt doch hier auf der Diskussionsseite Bescheid, falls es bei eurer Übersetzung noch etwas zu beachten gibt oder wenn ihr an der Revision gerne beteiligt werden würdet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:32, 24. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zur Erläuterung für Weiterübersetzer: Das Gleichnis von der Saat und die weitere Bedeutung von Jesu Predigt==&lt;br /&gt;
In der Predigt und den folgenden Erklärungen in Kap. 4 erklärt Markus durch Jesus, warum dessen Wirken in den vorigen Kapiteln so verschiedene Reaktion ausgelöst hat. Das Gleichnis von der Saat deutet Jesus ja selbst. Es geht dabei nur um diejenigen, die Jesu Botschaft (vom Reich Gottes) auch annehmen. (Noch fortzusetzen) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:11, 12. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiteres in den Anmerkungen auf der Kapitelseite. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:13, 20. Apr. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fragen auf lange Sicht==&lt;br /&gt;
Ohne dass dies den Status oder die Frage der Zuverlässigkeit betreffen muss, hält dieses Kapitel einige Fragen für die Zukunft bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens ist das letzte Wort bezüglich der eigentümlichen &#039;&#039;&#039;Imperfekt-Einleitungen (&amp;quot;ἔλεγεν&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; noch nicht gesprochen. Die Fußnote in V. 9 gibt eher Schätzungen wider. Nur ein Kommentar hat sich mit der Frage befasst. Hier wären weitere Forschungen nötig, und sei es nur für diese Fußnote.&lt;br /&gt;
: EDIT: Notiz: BDR §329 zum Imperfekt elegen als Einleitung und Fortsetzung von gehaltenen Reden. Siebenthal §195g; §198l (letzter Abs.): Imperfekt und erfolglose Forderungen oder Nachfragen (ähnlich BDR §328). Imperfekte noch einmal durchgehen und evtl. anpassen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:40, 6. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens, und das betrifft eher die Planung einer Terminologie, brauchen wir fundierte Untersuchungen und langfristige Lösungen für die Wiedergabe von&lt;br /&gt;
# ἡ βασιλεία τοῦ θεοῦ&lt;br /&gt;
# Gleichnis. In Kap. 2 und 3 hatte ich an zwei oder drei Stellen &amp;quot;bildhafter Vergleich&amp;quot; formuliert, ganz ähnlich wie ienige kommunikative Übersetzungen. In Kap. 4 spricht Jesus aber wirklich in Gleichnissen, und alle Übersetzungen formulieren das so. Irgendwann habe ich mich dem Druck gebeugt. &amp;quot;Gleichnis&amp;quot; ist an sich kein ganz unverständlicher Begriff. Die Frage ist, ob wir diesen (unklaren, etwas veralteten) Begriff verwenden wollen, weil es keinen besseren gibt und weil er seinen Dienst tut, oder ob wir uns je nach Kontext eine Lösung einfallen lassen wollen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:14, 30. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
Die Studienfassung ist soweit fertig korrigiert. Abgesehen von den obigen Fragen, die auf die tatsächliche Zuverlässigkeit keinen Einfluss haben (sondern eher auf die Interpretation), müsste soweit alles i.O. sein. Ich versuche, am Mo noch was zum Stil, besonders zum Aufbau des Kapitels in die Tabelle zu schreiben. Wie bei den vorigen Kapiteln gebe ich eine Woche Zeit für Rückfragen, bevor ich den Status der Studienfassung hochsetze. Nach einem erneuten Review in zwei Monaten würde ich den Status dann auf &amp;quot;fertig&amp;quot; setzen, sofern keine neuen Fragen aufkommen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:27, 31. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Status jetzt &amp;quot;fast fertig&amp;quot;. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 14:57, 7. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Das Gleichnis (3-9)===&lt;br /&gt;
Notiz für die Durchsicht: Prüfen, ob man euthys nicht schöner mit &amp;quot;gerade&amp;quot; (wie in 5,2) übersetzen könnte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:48, 3. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnote ag===&lt;br /&gt;
Ben und ich haben über diese Fußnote gechattet. Seine aktuelle Fußnote ist: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich poste hier mal einen kürzeren Alternativvorschlag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt)&#039;&#039; &amp;amp; &#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht (ohne, dass er selbst etwas davon weiß)&#039;&#039; Theoretisch möglich wäre auch die Deutung, dass hier nicht die Rede von einem Aussäen von Saatgut ist, sondern davon, dass ein Bauer (mutmaßlich schlecht gewordenes) Saatgut wegwirft und dieses dann wider Erwarten doch sprosst. In diese Richtung weist v.a. das eher ungewöhnliche βάλλω &#039;&#039;(weg)werfen&#039;&#039; (statt σπείρω &#039;&#039;säen&#039;&#039;). Zudem ist es möglich, ὡς οὐκ οἶδεν αὐτός zu übersetzen mit „ohne, dass er selbst etwas davon weiß“ (so z.B. MEN) statt „wie, das weiß er selbst nicht“ - und, so übersetzt, hätte der Bauer von der Aussaat bis zur Ernte nichts mit seinem Getreide zu tun.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vgl. ähnlich z.B. auch Lohmeyer 1957, S. 86f.:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;code&amp;gt;„Er senkt den Samen nicht in die Furchen des Ackers, sondern er „wirft ihn“ wie achtlos „auf das Land“; man würde es nicht bemerken, wenn nicht völlig unerwähnt bliebe, daß er vorher oder nachher den Acker hat pflügen, vielleicht auch düngen und jäten müssen. Hier „schläft“ der Landmann und „steht auf“, und das „durch Nacht und Tag“. Auch das dunkle Sätzchen ὡς οὐκ οἶδεν αὐτός sagt wohl nur seine Achtlosigkeit aus und verstärkt damit den Eindruck, daß alles Gedeihen von der Erde abhängt.“&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Aber soweit ich sehe, ist diese Deutung (a) allenfalls eine Minderheitenmeinung, (b) steht die Konnotation der Achtlosigkeit und noch mehr die Denotation des „auf-den-Müll-werfens“ an dieser Stelle recht fern - ist doch der Ort des βάλλω ganz regulär das Feld, von dem dann das Getreide auch ganz regulär abgeerntet wird (V. 29); (c) ist βάλλω ein Wort mit recht breitem Bedeutungsfeld, zu dem auch schlicht &#039;&#039;legen&#039;&#039; gehört (EWNT I, S. 458; s. auch [[Johannes 20#s25 | Joh 20,25]].[[Johannes 20#s27 |27]]; [[Jakobus 3#s3 |Jak 3,3]]; [[Offenbarung 2#s24 |Offb 2,24]]; [[Offenbarung 4#s10 |4,10]]); für die Bedeutung &#039;&#039;säen&#039;&#039; vgl. noch [[Lukas 23#s19 |Lk 23,19]] und - wenn auch metaphorisch - Nonnos, Dionysica 32,72.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:23, 13. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== zur Sprachlogik in den Versen 16, 18, 20: ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Gesäten&amp;quot; - können das wirklich Menschen sein, oder muss das nicht &amp;quot;das Gesäte&amp;quot;, also das Wort / die Botschaft sein? Menschen können in dieser Analogie doch nur durch den Boden vertreten sein oder durch Orte mit diesem Boden. Demnach müsste es besser heißen: &amp;quot;Die Menschen mit dem felsigen Boden sind diejenigen,...&amp;quot; - &amp;quot;Die mit den Dornengewächsen sind diejenigen,...&amp;quot; - &amp;quot;Und die, bei denen die Saat auf gute Erde fällt,...&amp;quot;[[Benutzer:Konstantin|Konstantin]] 10:55, 18. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr gute Frage! Es ist tatsächlich in diesem Gleichnis so, dass Jesus die Rollen nicht klar von einander abgrenzt. Im Gleichnis selbst sind die Menschen offenbar der Boden. In der Erklärung formuliert Jesus in V. 15 zunächst weiter so, allerdings schon sehr sinngemäß-unpräzise. Ab V. 16 geht es ihm endgültig nur noch darum, was an den verschiedenen Stellen passiert. War am Anfang das Wort die Saat, sind es nun die Menschen. Ein Kommmentar meinte: Um sich hier präzise auszudrücken, müsste Jesus relativ kompliziert formulieren. Offenbar opfert er diese präzise Formulierung der Prägnanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick in andere kommunikative Übersetzungen könnte für das weitere Vorgehen nützlich sein. Wenn du möchtest, schaue ich auch in den Kommentaren nach, ob da noch was steht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:44, 18. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verse 35 (&amp;quot;sagte&amp;quot;) 37 (&amp;quot;kam&amp;quot;) und 38 (&amp;quot;weckten&amp;quot;) Historisches Präsens&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS] 5.1.2017&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25219</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25219"/>
		<updated>2017-03-18T16:04:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Nur Wenige verstehen))&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Samen))&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Senfkorn))&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Botschaft braucht Erklärung))&lt;br /&gt;
{{L|33}}So verkündete er den Menschen mit vielen Gleichnissen seine Botschaft in dem Maße, wie sie es verstehen konnten.&lt;br /&gt;
{{L|34}}Er sprach zu ihnen nie ohne Gleichnis - seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen alleine war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Sturmstillung))&lt;br /&gt;
{{L|35}}Und als es Abend geworden war, an jenem Tag, sagte er zu ihnen: „Lasst uns an das andere Ufer fahren!“&lt;br /&gt;
{{L|36}}Sie schickten die Menschenmenge weg und nahmen ihn, wie er war, im Boot mit; auch andere Boote waren dabei.&lt;br /&gt;
{{L|37}}Da kam ein starker Sturmwind auf, und die Wogen schlugen so heftig in das Boot, dass es sich immer mehr mit Wasser füllte.&lt;br /&gt;
{{L|38}}Jesus aber schlief auf einem Kissen am Heck. Sie weckten ihn und riefen: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir hier umkommen?“&lt;br /&gt;
{{L|39}}Er wachte auf, fuhr den Wind an und rief dem Meer zu: „Sei still!“ Da ließ der Wind nach, und es trat eine völlige Stille ein.&lt;br /&gt;
{{L|40}}Jesus fragte die Jünger: „Warum seid ihr so ängstlich? Habt ihr noch keinen Glauben?“&lt;br /&gt;
{{L|41}}Da ergriff sie noch größere Furcht und sie sagten zueinander: „Wer ist dieser Mann, dass sogar der Wind und das Meer ihm gehorchen?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete sie aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}{{par|Markus|8|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen])&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht bringen, eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine gängige griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) oder unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist, geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße, wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte er (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt; alles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Er befand sich währenddessen am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten) {zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat eine große Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-9&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Gleichnis beschreibt mit einem komplexen Bild, dass in der Gegenwart die Königsherrschaft Gottes zahlreichen Mißerfolgen und Widerständen begegnet und zugleich drückt es die Zuversicht Jesu auf das kommende Heil aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;10-12&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Durch dieses Jeuswort betont Markus das Herausgehobensein der Nachfolger Jesu, vor allem in Bezug auf das Verstehen der neuen Lehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;13-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Hörer der Gleichnisdeutung soll dazu angereget werden, seine eigene Rolle als Glaubender zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-25&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse fügen inhatlich die beiden vorhergehenden Abschnitte zusammen: Das Geheimnis wird gelüftet werden und die Hörenden unter das Gericht gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;26-29&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Mit diesem Gleichnis macht Markus deutlich, dass die das von Jesus zugesagte Heil nicht erst in Endzeit zu erwarten ist, sondern in der Gegenwart zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;30-32&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Gleichnis illustriert erneut die Sicherheit, mit der das Reich Gottes kommt, auch wenn dessen Anfang zunächst unbedeutend wirkt. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;33-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Markus macht in diesen Versen deutlich, dass der Zeitpunkt der eigentlichen Offenbarung noch aussteht, allein die Nachfolger Jesu haben bereits mehr erfahren. Die aufgeschrieben Gleichnisse Jesu stellen lediglich eine vorläufige Erklärung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-41&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Mit der Situation der Jünger im Boot formuliert Markus ein facettenreiches Bild für den Glauben heraus. Einige dieser Themen, die Markus impliziert sind: Glaube muss gelernt werden, Glaube in Notsituationen ist schwer,  auf Jesus kann man sich verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25218</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25218"/>
		<updated>2017-03-18T16:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Kommentare auf eigenen Kommentarseite ausgelagert &amp;amp; Anliegen für die einzelnen Abschnitte formuliert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Nur Wenige verstehen))&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Samen))&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Senfkorn))&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Botschaft braucht Erklärung))&lt;br /&gt;
{{L|33}}So verkündete er den Menschen mit vielen Gleichnissen seine Botschaft in dem Maße, wie sie es verstehen konnten.&lt;br /&gt;
{{L|34}}Er sprach zu ihnen nie ohne Gleichnis - seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen alleine war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Sturmstillung))&lt;br /&gt;
{{L|35}}Und als es Abend geworden war, an jenem Tag, sagte er zu ihnen: „Lasst uns an das andere Ufer fahren!“&lt;br /&gt;
{{L|36}}Sie schickten die Menschenmenge weg und nahmen ihn, wie er war, im Boot mit; auch andere Boote waren dabei.&lt;br /&gt;
{{L|37}}Da kam ein starker Sturmwind auf, und die Wogen schlugen so heftig in das Boot, dass es sich immer mehr mit Wasser füllte.&lt;br /&gt;
{{L|38}}Jesus aber schlief auf einem Kissen am Heck. Sie weckten ihn und riefen: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir hier umkommen?“&lt;br /&gt;
{{L|39}}Er wachte auf, fuhr den Wind an und rief dem Meer zu: „Sei still!“ Da ließ der Wind nach, und es trat eine völlige Stille ein.&lt;br /&gt;
{{L|40}}Jesus fragte die Jünger: „Warum seid ihr so ängstlich? Habt ihr noch keinen Glauben?“&lt;br /&gt;
{{L|41}}Da ergriff sie noch größere Furcht und sie sagten zueinander: „Wer ist dieser Mann, dass sogar der Wind und das Meer ihm gehorchen?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete sie aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}{{par|Markus|8|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen])&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht bringen, eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine gängige griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) oder unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist, geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße, wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte er (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt; alles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Er befand sich währenddessen am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten) {zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat eine große Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-9&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Gleichnis beschreibt mit einem komplexen Bild, dass in der Gegenwart die Königsherrschaft Gottes zahlreichen Mißerfolgen und Widerständen begegnet und zugleich drückt es die Zuversicht Jesu auf das kommende Heil aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;10-12&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Durch dieses Jeuswort betont Markus das Herausgehobensein der Nachfolger Jesu, vor allem in Bezug auf das Verstehen der neuen Lehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;13-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Hörer der Gleichnisdeutung soll dazu angereget werden, seine eigene Rolle als Glaubender zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-25&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse fügen inhatlich die beiden vorhergehenden Abschnitte zusammen: Das Geheimnis wird gelüftet werden und die Hörenden unter das Gericht gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;26-29&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Mit diesem Gleichnis macht Markus deutlich, dass die das von Jesus zugesagte Heil nicht erst in Endzeit zu erwarten ist, sondern in der Gegenwart zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;30-32&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Gleichnis illustriert erneut, die Sicherheit mit der das Reich Gottes kommt und auch wenn dessen Anfang zunächst unbedeutend wirkt. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;33-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Markus macht in diesen Versen deutlich, dass der Zeitpunkt der eigentlichen Offenbarung noch aussteht, allein die Nachfolger Jesu haben bereits mehr erfahren. Die aufgeschrieben Gleichnisse Jesu stellen lediglich eine vorläufige Erklärung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-41&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Mit der Situation der Jünger im Boot formuliert Markus ein facettenreiches Bild für den Glauben heraus. Einige dieser Themen, die Markus impliziert sind: Glaube muss gelernt werden, Glaube in Notsituationen ist schwer,  auf Jesus kann man sich verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25217</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25217"/>
		<updated>2017-03-18T16:01:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Abschnitte in der Studienfassung markiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Nur Wenige verstehen))&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Samen))&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Senfkorn))&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Botschaft braucht Erklärung))&lt;br /&gt;
{{L|33}}So verkündete er den Menschen mit vielen Gleichnissen seine Botschaft in dem Maße, wie sie es verstehen konnten.&lt;br /&gt;
{{L|34}}Er sprach zu ihnen nie ohne Gleichnis - seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen alleine war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Sturmstillung))&lt;br /&gt;
{{L|35}}Und als es Abend geworden war, an jenem Tag, sagte er zu ihnen: „Lasst uns an das andere Ufer fahren!“&lt;br /&gt;
{{L|36}}Sie schickten die Menschenmenge weg und nahmen ihn, wie er war, im Boot mit; auch andere Boote waren dabei.&lt;br /&gt;
{{L|37}}Da kam ein starker Sturmwind auf, und die Wogen schlugen so heftig in das Boot, dass es sich immer mehr mit Wasser füllte.&lt;br /&gt;
{{L|38}}Jesus aber schlief auf einem Kissen am Heck. Sie weckten ihn und riefen: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir hier umkommen?“&lt;br /&gt;
{{L|39}}Er wachte auf, fuhr den Wind an und rief dem Meer zu: „Sei still!“ Da ließ der Wind nach, und es trat eine völlige Stille ein.&lt;br /&gt;
{{L|40}}Jesus fragte die Jünger: „Warum seid ihr so ängstlich? Habt ihr noch keinen Glauben?“&lt;br /&gt;
{{L|41}}Da ergriff sie noch größere Furcht und sie sagten zueinander: „Wer ist dieser Mann, dass sogar der Wind und das Meer ihm gehorchen?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete sie aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}{{par|Markus|8|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen])&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht bringen, eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine gängige griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) oder unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist, geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße, wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte er (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt; alles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Er befand sich währenddessen am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten) {zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat eine große Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Mk 4,1-34 stellt Markus als Predigt am Seeufer dar. Sie besteht aus mehreren Gleichnissen, wobei das Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung in den ersten 20 Versen den Löwenanteil ausmacht. 35-41 führen die Rahmenhandlung fort und erzählen von der Sturmstillung. Der erzählerische Rahmen der Predigt am See ist etwas „unordentlich“, weil Markus manchmal übergangslos die Szene wechselt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Verse 1-2 beschreiben Jesus, der öffentlich am See predigt. Ab 4,10 schiebt Markus eine private Unterhaltung von Jesus mit seinen Jüngern ein, um dem Leser das Gleichnis von der Saat zu erläutern. Nach der Erläuterung führt Markus offenbar übergangslos die Predigt weiter. Die Rahmenhandlung wird ab V. 35 fortgesetzt, als Jesus und die Jünger sich nach Jesu Predigt am See mit Booten auf den Weg machen. Obwohl die Predigt aus relativ lose zusammgefügten Einzelabschnitten besteht, hängt sie thematisch zusammen und ist inhaltlich und theologisch kohärent.  (Gemeinsame Themen: Beschreibung von Gottes Reich, die Rede vom „Wort“, die Trennung von privater und öffentlicher Lehre in Gleichnissen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Gleichnis von der Saat und seine Erklärung (1-20)===&lt;br /&gt;
Anhand der Predigt (3-9) und den folgenden Erklärungen (10-20) erklärt Markus, warum Jesu Wirken in den vorigen Kapiteln so verschiedene Reaktion ausgelöst hat. Das Gleichnis handelt nur von Menschen, die Jesu Botschaft (vom Reich Gottes) gehört und angenommen haben. Warum scheiden sich also die Geister an Jesus? Die Antwort: Weil nicht alle Menschen Jesu Botschaft auf die gleiche Weise annehmen. Im Hintergrund findet ein geistlicher Kampf statt zwischen der Botschaft vom Reich Gottes einerseits und dem Satan und der Welt andererseits (V. 15). Und so bringt die Saat des Evangeliums nicht überall Frucht, wo sie gesät ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erklärung identifiziert Jesus die Saat mit seiner Botschaft (V. 14). Die Menschen sind die verschiedenen Böden. Doch bei seiner Erklärung benutzt Jesus eher unpräzise Formulierungen. So sagt er in V. 16: „die auf den felsigen Boden Gesäten...“ Sind jetzt die Menschen etwa doch die Saat? Nein, er drückt sich einfach sehr gerafft aus. Um sich hier präzise auszudrücken, müsste Jesus weiter ausholen. Darauf verzichtet er. ([[Benutzer:Ben|Ben]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_4&amp;diff=25206</id>
		<title>Kommentar:Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Markus_4&amp;diff=25206"/>
		<updated>2017-03-18T14:57:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Die Seite wurde neu angelegt: „Mk 4,1-34 stellt Markus als Predigt am Seeufer dar. Sie besteht aus mehreren Gleichnissen, wobei das Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung in den ersten…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mk 4,1-34 stellt Markus als Predigt am Seeufer dar. Sie besteht aus mehreren Gleichnissen, wobei das Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung in den ersten 20 Versen den Löwenanteil ausmacht. 35-41 führen die Rahmenhandlung fort und erzählen von der Sturmstillung. Der erzählerische Rahmen der Predigt am See ist etwas „unordentlich“, weil Markus manchmal übergangslos die Szene wechselt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Verse 1-2 beschreiben Jesus, der öffentlich am See predigt. Ab 4,10 schiebt Markus eine private Unterhaltung von Jesus mit seinen Jüngern ein, um dem Leser das Gleichnis von der Saat zu erläutern. Nach der Erläuterung führt Markus offenbar übergangslos die Predigt weiter. Die Rahmenhandlung wird ab V. 35 fortgesetzt, als Jesus und die Jünger sich nach Jesu Predigt am See mit Booten auf den Weg machen. Obwohl die Predigt aus relativ lose zusammgefügten Einzelabschnitten besteht, hängt sie thematisch zusammen und ist inhaltlich und theologisch kohärent.  (Gemeinsame Themen: Beschreibung von Gottes Reich, die Rede vom „Wort“, die Trennung von privater und öffentlicher Lehre in Gleichnissen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Gleichnis von der Saat und seine Erklärung (1-20)===&lt;br /&gt;
Anhand der Predigt (3-9) und den folgenden Erklärungen (10-20) erklärt Markus, warum Jesu Wirken in den vorigen Kapiteln so verschiedene Reaktion ausgelöst hat. Das Gleichnis handelt nur von Menschen, die Jesu Botschaft (vom Reich Gottes) gehört und angenommen haben. Warum scheiden sich also die Geister an Jesus? Die Antwort: Weil nicht alle Menschen Jesu Botschaft auf die gleiche Weise annehmen. Im Hintergrund findet ein geistlicher Kampf statt zwischen der Botschaft vom Reich Gottes einerseits und dem Satan und der Welt andererseits (V. 15). Und so bringt die Saat des Evangeliums nicht überall Frucht, wo sie gesät ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erklärung identifiziert Jesus die Saat mit seiner Botschaft (V. 14). Die Menschen sind die verschiedenen Böden. Doch bei seiner Erklärung benutzt Jesus eher unpräzise Formulierungen. So sagt er in V. 16: „die auf den felsigen Boden Gesäten...“ Sind jetzt die Menschen etwa doch die Saat? Nein, er drückt sich einfach sehr gerafft aus. Um sich hier präzise auszudrücken, müsste Jesus weiter ausholen. Darauf verzichtet er. ([[Benutzer:Ben|Ben]])&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_3&amp;diff=25199</id>
		<title>Markus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_3&amp;diff=25199"/>
		<updated>2017-03-18T14:46:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Anliegen für die einzelnen Abschnitte formuliert &amp;amp; Abschnitte in der Studienfassung markiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt am Sabbat))&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als Jesus wieder einmal in die Synagoge ging und dort auf einen Mann mit einer verkrüppelten Hand stieß,&lt;br /&gt;
{{L|2}} wurde scharf beobachtet, was er tun würde. Denn wenn er ihn heilen würde, obwohl Sabbat war, könnte man ihn vor Gericht bringen.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Da sagte Jesus zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand: „Komm in die Mitte!“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Die Anderen aber fragte er: „Soll man an einem Sabbat Gutes oder Schlechtes tun? Soll man Leben retten - oder töten?“ Doch er bekam keine Antwort.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Zornig blickte Jesus in die Runde, und tief betrübt über ihre Hartherzigkeit bat er den Mann: „Streck deine Hand aus!“ Dieser streckte seine Hand aus - und sie war geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Da verließen die Pharisäer unverzüglich die Synagoge und berieten sich mit den Anhängern des Herodes, wie sie ihn umbringen könnten.&lt;br /&gt;
((Jesus heilt am See Gennesaret))&lt;br /&gt;
{{L|7}} Daraufhin wollte sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurückziehen. Doch eine große Menschenmenge aus Galiläa folgte ihm. Selbst aus Judäa,&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet östlich des Jordans, aus Tyrus und Sidon strömten die Menschen scharenweise zu ihm, weil sie von seinen Taten gehört hatten.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Um nicht von der Menschenmenge erdrückt zu werden, bat er seine Jünger, dafür zu sorgen, dass ihm ein kleines Boot bereitstehen würde.&lt;br /&gt;
{{L|10}} Denn weil er schon so viele geheilt hatte, drängten nun alle, die ein Leiden hatten, an ihn heran, um ihn zu berühren.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Und wann immer ihn ein unreiner Geist erblickte, fiel er vor ihm nieder und schrie: „Du bist der Sohn Gottes!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Aber Jesus verbot ihnen strengstens, bekannt zu machen, wer er war.&lt;br /&gt;
((Die Berufung der Apostel))&lt;br /&gt;
{{L|13}} Später stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Und sie kamen zu ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Von diesen berief er wiederum Zwölf: Sie sollten ihm folgen, sie wollte er zum Verkündigen aussenden {{L|15}} und ihnen wollte er die Macht geben, Dämonen auszutreiben.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Er berief also die Zwölf. Diese waren: Simon - ihm gab er den Namen „Petrus“ -,&lt;br /&gt;
{{L|17}} Jakobus (der Sohn des Zebedäus), sein Bruder Johannes - diesen beiden gab er den Namen „Boanerges“ (das heißt: „Donnersöhne“) -,&lt;br /&gt;
{{L|18}} Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus (der Sohn des Alphäus), Thaddäus, Simon, der Eiferer&lt;br /&gt;
{{L|19}} und Judas Iskariot, der ihn später verraten sollte. &lt;br /&gt;
((Jesus, seine Verwandten und die Schriftgelehrten))&lt;br /&gt;
{{L|20}} Dann zog Jesus sich in ein Haus zurück. Aber auch dort versammelte sich eine große Menschenmenge, so dass Jesus und die Jünger nicht einmal Zeit fanden, auch nur einen Bissen Brot zu sich zu nehmen.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Als seine Angehörigen davon erfuhren, machten sie sich auf den Weg, um ihn zurückzubringen. Sie sagten nämlich, er habe den Verstand verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Jerusalemer Schriftgelehrten dagegen verbreiteten, dass er vom Dämon Beelzebul besessen sei und nur deswegen Dämonen austreiben könne, weil er mit dem Höllenfürsten selbst im Bunde stehe.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Jesus rief sie zu sich und hielt ihnen folgenden Vergleich entgegen: „Wie soll denn der Satan sich selbst austreiben? {{L|24}} Wenn ein Königreich mit sich selbst entzweit ist, kann es nicht bestehen.&lt;br /&gt;
{{L|25}} Und wenn eine Familie mit sich selbst entzweit ist, kann auch sie nicht bestehen.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Würde also wirklich der Satan sich gegen sich selbst erheben und mit sich selbst entzweit sein - wie sollte dann er bestehen? Dann wäre es ja aus mit ihm. &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich ist das kein sinnvolles Gegenargument gegen die Schriftgelehrten. Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass man in der Tat Dämonen mithilfe anderer Dämonen austreiben könne. Noch dazu werden im Alten Testament Satan und Dämonen überhaupt nicht miteinander in Verbindung gebracht. Wenn Jesus also sagt, (1) man könne gar nicht Dämonen mit anderen Dämonen austreiben, (2) weil dann ja der Satan mit sich selbst im Streit liege, liegt dem gleich doppelt ein anderes Verständnis als das verbreitete zugrunde: In der Tat sind alle Dämonen als „Teufelsbrut“ zu betrachten, und gerade deshalb macht die Annahme keinen Sinn, dass man einen Dämon mithilfe eines anderen Dämons austreiben könne. Es ist schwer vorstellbar, dass gerade die Theologen - und besonders die Theologen aus der „theologischen Hauptstadt“ Jerusalem! - diese Argumentation akzeptiert haben sollten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|27}} Es ist doch umgekehrt: Unmöglich kann jemand bei einem starken Mann einbrechen und ihn ausrauben, wenn er nicht zuerst diesen starken Mann fesselt. Erst dann kann er ihn ausplündern.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Jede Verfehlung und jede Gotteslästerung kann vergeben werden - wie schlimm sie auch sei und wer sie auch begeht.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Aber wenn jemand gegen den &#039;&#039;Heiligen Geist&#039;&#039; lästert, wird ihm niemals vergeben werden. Auf ewig wird er diese Schuld zu tragen haben, das sage ich euch.“&lt;br /&gt;
{{L|30}} - Das sagte er, weil sie behaupteten, er sei von einem &#039;&#039;unheiligen&#039;&#039; Geist besessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|31}} Inzwischen waren seine Mutter und seine Geschwister angekommen. Weil die Menschen so dicht gedrängt um Jesus saßen, blieben sie vor dem Haus stehen und ließen ihm ausrichten, dass sie draußen seien.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Also gab man ihm die Nachricht weiter: „Da draußen sind deine Mutter und deine Geschwister und wollen dich sprechen!“ {{L|33}} Aber Jesus fragte zurück: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“&lt;br /&gt;
{{L|34}} Dann blickte er in die Runde und sprach: „Das hier sind meine Mutter und meine Geschwister! -&lt;br /&gt;
{{L|35}} Jeder, der tut, was Gott gefällt, ist mir Bruder, Schwester und Mutter.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Um die Radikalität dieses Ausspruchs verstehen zu können, muss man um die Rolle der Familie im Alten Israel wissen. Nur der Rahmen einer (möglichst großen) Familie konnte die Sicherheit der Familienmitglieder sicherstellen. Die Familie ist außerdem „Produktionsgemeinschaft“ und „Wirtschaftseinheit“ und so auch Garant für die soziale Sicherheit ihrer Mitglieder. Es ist daher so selbstverständlich, in (Groß-)Familien zusammenzuleben, dass man im Hebräischen für Familie einfach sagt: „Haus“; „eine Familie gründen“ heißt: „ein Haus bauen“. Innerhalb einer Familie konnte man voneinander Solidarität erwarten und forderte diese auch. Jesus widerspricht hier also so sehr den gesellschaftlichen Normen, dass es kein Wunder ist, wenn über ihn verbreitet wird, er habe „den Verstand verloren“ (V. 21).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und er ging wieder einmal in die Synagoge. Und dort war ein Mann, der eine verkrüppelte (gelähmte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkrüppelt&#039;&#039; W. „verdorrt“ (LUT, ELB, EÜ), „vertrocknet“, was den damaligen medizinischen Vorstellungen entsprach (Collins 2007, 206). GNB: „abgestorben“, ZÜR: „verkümmert“, MEN: „gelähmt“. Unsere Übersetzung wie NGÜ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hand hatte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der ... hatte&#039;&#039; [[Attributives Partizip]] Präsens. Als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und sie achteten (man achtete, sie lauerten) genau&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie achteten (man achtete, sie lauerten) genau&#039;&#039; Das Subjekt „sie“ bezeichnet sicherlich die Pharisäer aus 2,24 und 3,6. Mk lässt die Referenz aber bewusst offen und verwendet stattdessen einen impersonalen Plural - vielleicht auch als Passiversatz, also „wurde belauert“ –, um so den Eindruck einer allgemeinen feindlichen Atmosphäre zu erzeugen.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
darauf, ob er ihn [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[am] Sabbat&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heilen würde, um gegen ihn Anklage erheben (um ihn anzuklagen) [zu können].&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dem Mann mit der verkümmerten (gelähmten, verdorrten) Hand&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit der verkümmerten Hand&#039;&#039; [[Attr. Ptz.]] (vgl. V. 1), aus stilistischen Gründen nicht als Relativsatz, sondern als Präpositionalphrase übersetzt. &#039;&#039;verkümmert&#039;&#039; S. die [[#note_a|Fn zu „verkrüppelt“]] in V. 1. Hier benutzt Markus ein Adjektiv aus derselben Wurzel wie das Ptz. in V. 1, das sich in der Bedeutung nicht wesentlich unterscheidet.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Komm (Steh auf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Komm (Steh auf)&#039;&#039; W. „Steh auf“, aber ἐγείρω wird im Griechischen öfter auch – ähnlich wie hebr. {{hebr}}קוּם{{hebr ende}} – vergleichbar unserem deutschen „Auf!“, „Los!“ etc. verwendet („entsemantisierter Vorbereitungsimperativ“). Das ist vermutlich auch hier die Bedeutung (vgl. BDAG zu ἐγείρω). „Komm!“ ist die im Kontext stimmigste Übersetzung und wird so auch von BDAG emfpohlen. In der Übersetzung wird daraus: „Komm in die Mitte!“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
in die Mitte!“&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und er fragte (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie (zu ihnen): „Ist es richtig (erlaubt), [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[am] Sabbat&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gutes zu tun oder Schlechtes zu tun? Leben zu retten oder zu töten?“ Aber sie schwiegen (sagten nichts). &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) blickte (schaute) er sie voll Zorn (zornig)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll Zorn (zornig)&#039;&#039; Die Präposition μετά + [Gefühl] dient zur Angabe von Gemütszuständen (BDAG Bed. III.1).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
alle der Reihe nach (ringsum) an.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blickte … alle der Reihe nach (ringsum) an&#039;&#039; übersetzt das Prädikat. [[Ptz. conj.]] (Aor.), hier temporal gleichzeitig zu verstehen. V. 3 &#039;&#039;Komm (Steh auf) in die Mitte!&#039;&#039; legt nahe, dass Jesus den Mann mit der verkrüppelten Hand in die Mitte der Versammlung gestellt hatte. In Synagogen saß man auf Steinbänken an den Wänden oder auf Matten auf dem Fußboden (Guelich 1989, 134). Jetzt schaut er mit einem deutlich spürbaren Blick in die Runde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tief betrübt (voller Mitleid) über die Verstockung (Sturheit, Härte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief betrübt (voller Mitleid)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] Präsens (modal); in der Klammer als Präpositionalphrase aufgelöst. Andere Möglichkeiten: „Er war [tief] betrübt“, „weil er [tief] betrübt war, ...“ Die meisten verstehen die Beschreibung als Ausdruck der Trauer, nicht des Mitleids, obwohl jenes ebenso möglich wäre (vgl. NSS; France 2002, 151).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihrer Herzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihrer Herzen&#039;&#039; W. „ihres Herzens“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Mann: „Strecke die Hand aus!“ Und (Da) er streckte [sie] aus und seine Hand wurde wieder gesund (wiederhergestellt).&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und (Doch) sobald die Phärisäer hinausgegangen waren,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sobald … hinausgegangen waren&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (vorzeitig) als Nebensatz aufgelöst. Ebenfalls möglich: „Doch die Pharisäer gingen hinaus und...“ (gleichzeitig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fassten sie unverzüglich ihn betreffende (gegen/über ihn) Pläne (den Beschluss, berieten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fassten Pläne&#039;&#039; Gr. συμβούλιον ἐδίδουν Sonst unbekannte Formulierung, wörtlich: „Rat geben“. Übersetzungen: „einen Beschluss fassen“ (NSS, ZÜR, EÜ), „Rat halten“ (z.B. Elb, Lut), „beschließen“ (GNB), „beraten“ (Menge), NGÜ wie OfBi. Das Verb steht im Imperfekt. Daraus wird ersichtlich, dass sie über einen gewissen Zeitraum berieten oder Pläne schmiedeten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit den Herodianern (Anhängern von Herodes), wie sie ihn beseitigen (zerstören, töten, aus dem Weg räumen, loswerden) [könnten]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und (Daraufhin) Jesus zog sich mit seinen Jüngern zum Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Auch die gesonderte Erwähnung der Menschenmenge aus Galiläa weist darauf hin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zurück, und eine große Menge aus Galiläa folgte [ihnen], auch (und) aus Judäa,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auch (und) aus Judäa&#039;&#039; Markus beschreibt hier zwei getrennte Gruppen, eine in V. 7 und eine in V. 8. Die erste enthält mindestens Menschen aus Galiläa. Bei der Versabgrenzung verstand man offenbar auch Leute aus dem anderen großen jüdischen Gebiet, Judäa, als Teil dieser Menge, doch schloss Jerusalem (V. 8) etwas willkürlich aus. Sinnvoller erscheint eine Aufteilung nach geographischer Nähe: In Galiläa befindet sich Jesus gerade. Judäa, Jerusalem und Idumäa liegen südlich davon, das „Gebiet jenseits des Jordans“ östlich und Tyrus und Sidon nördlich. Die Aufzählung bedeutet schlicht: „Von nah und von überall her aus der Ferne (und auch aus Jerusalem)“. So verstehen es die herangezogenen Übersetzungen, nur ELB geht von nur einer Menge aus und muss dann in V. 8 noch einmal „eine große Menge“ ohne echte Funktion erwähnen. Ähnlich ging es bei Johannes zu, dessen Wirken sich auf Judäa beschränkte und der hauptsächlich die Menschen dieser Provinz erreichte (Mk 1,5), wobei auch Galiläer wie Jesus von ihm hörten und ihn aufsuchten (1,9).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|8}} {und aus} Jerusalem, {und aus} Idumäa und [dem Land] jenseits des Jordans, sowie der [Gegend] um Tyrus und Sidon kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; W. „kamen“ ([[Constructio ad sensum]]). Genauso das folgende Partizip „die hörten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine große Menge zu ihm, die (weil/als sie) hörten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die hörten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] Präsens, kausal oder temporal, hier als Relativsatz aufgelöst, der beide Aspekte vermitteln kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ([alles], das; wie viel) er tat. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Und er sprach zu seinen Jüngern, damit ihm wegen der Menschenmenge ein kleines Boot bereitstehen würde, damit sie ihn nicht erdrückten,&lt;br /&gt;
{{S|10}} denn er heilte (hatte geheilt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;heilte&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;hatte geheilt&#039;&#039; Das Aorist könnte hier gut die Vorvergangenheit bezeichnen (Grosvenor/Zerwick; Kleist 1937, S. 193; van Iersel 1998, S. 162; vgl. Zerwick §290). Gut GN, KAM: „Weil er schon so viele geheilt hatte, stürzten...“. „Weil“ auch ALB, B/N, HER, MEN, NGÜ; ähnlich BB.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
so viele, dass sich diejenigen ([alle], solche), die Leiden (Qualen) hatten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Leiden (Qualen)&#039;&#039; W. „Geißel“, übertragen „Plage“. Per Bedeutungserweiterung auch „Leiden“ oder „Gebrechen“ (vgl. LN 23.182). &#039;&#039;hatten&#039;&#039; Markus benutzt das [[Imperfekt]], um die anhaltende Situation zu beschreiben. Das setzt sich bis V. 12 fort.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich um ihn drängten (sich auf ihn stürzten), um ihn zu berühren.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und die unreinen Geister fielen vor ihm nieder, sobald sie ihn sahen, und schrien {und sagten}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist der Sohn Gottes!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und er drohte (befahl, wies an) ihnen nachdrücklich (streng), damit sie ihn nicht bekannt machten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;drohte (befahl, wies an) ihnen nachdrücklich&#039;&#039; W. etwa „wies sie viel zurecht“. Das Adverb πολλὰ „viel“ benutzt Markus hier intensivierend (ganz ähnlich wie „sehr“), daher die Übersetzung &#039;&#039;nachdrücklich&#039;&#039;. Wie in Mk 1,25 (s. Fn dort) kontrolliert Jesus hier Dämonen, denen er bindende Befehle erteilt. So heißt das Wort in diesem Kontext eher (indirekte Rede einleitend) &#039;&#039;befehlen&#039;&#039;. Guelich benutzt stattdessen die Übersetzung „seiner Kontrolle unterwerfen“ (engl. „subdue“), was im Kontext ebenfalls gut möglich ist (ders. 1989, 148f.). Die Übersetzung müsste man dann im Hinblick auf πολλὰ (dann iterativ) und den Nebensatz leicht anpassen: „Und er unterwarf sie immer wieder seiner Kontrolle, damit sie nicht öffentlich machten, [wer er war].“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;drohte ..., damit sie ihn nicht bekannt machten&#039;&#039; – Das Griechische drückt den indirekt geäußerten negativen Befehl durch einen finalen Nebensatz aus, das Deutsche mit einem Infinitivsatz. Stilistisch schöner mit „verbieten“: &#039;&#039;verbot … zu machen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Dann (Und) stieg er auf den Berg und rief&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg&#039;&#039; und &#039;&#039;rief&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
diejenigen zu sich, die er selbst sich ausgesucht hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die er selbst sich ausgesucht hatte&#039;&#039; W. „die er selbst wollte“. NSS schlägt sinngemäß „die er bei sich haben wollte“ vor (so NGÜ, ähnlich MEN, ZÜR). EÜ: „die er erwählt hatte“, GNB: „die er für eine besondere Aufgabe vorgesehen hatte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
und sie kamen zu ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen zu ihm&#039;&#039; W. „gingen/kamen weg zu ihm“ oder „verließen (hin) zu ihm“. Man hat sich das vielleicht bildlich so vorzustellen, dass sie sich auf seinen Ruf hin aus der Menge lösten und ihm kamen. Doch der Gebrauch des Worts in einer anderen Berufungssituation (Mk 1,20) zeigt, dass Markus mit dem Wort für seine Leser wieder auch eine Trennung vom alten Leben (oder von der Jesus nur aus Sensationslust folgenden Masse) ausdrücken möchte (vgl. Guelich 1989, 157).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und er bestimmte (berief, setzte ein)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bestimmte&#039;&#039; W. „machte“, ein Semitismus (Guelich 1989, 157).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwölf, die er bei sich haben und die er aussenden [wollte],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die er bei sich haben und die er aussenden [wollte]&#039;&#039; (vgl. EÜ, NGÜ, GNB) Der doppelte Relativsatz mit eingefügtem &#039;&#039;[wollte]&#039;&#039; übersetzt den griechischen doppelten finalen Nebensatz (mit zweifachem ἵνα „damit, um zu“). Diese Umformulierung ist notwendig, um die finalen Infinitivsätze (&#039;&#039;um zu predigen&#039;&#039; und V. 15), die die beiden finalen Nebensätze modifizieren, noch in vernünftigem Deutsch wiedergeben zu können. Als finaler Nebensatz könnte man sonst auch direkter übersetzen: „um bei ihm zu sein und um sie auszusenden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[um] zu predigen (verkündigen)&lt;br /&gt;
{{S|15}} und Macht (Vollmacht, Autorität, Ermächtigung) zum Austreiben [von] Dämonen zu haben.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und er bestimmte (berief, setzte ein)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwölf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Zwölf, und er gab Simon [den] Namen „Petrus“;&lt;br /&gt;
{{S|17}} und Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und Jakobus’ Bruder Johannes, und er gab ihnen [die] Namen „Boanerges“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Boanerges“&#039;&#039; kommt in der Bibel nur hier vor und ist offenbar die griechische Schreibung eines aramäischen oder hebräischen Titels. „Boane-“ steht dabei für „Söhne“, auch wenn diese Form des hebräischen/aramäischen {{hebr}}בני{{hebr ende}} sonst nicht bekannt ist und auch nicht der richtigen Aussprache entspricht. Es gibt verschiedene Vermutungen, welche anderen Begriffe dahinterstehen könnten, aber insgesamt liegt die Herkunft des Titels im Dunkeln (Collins 2007, 219-21). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das heißt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;heißt&#039;&#039; W. „ist“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Söhne des Donners“;&lt;br /&gt;
{{S|18}} weiter (und) Andreas, {und} Philippus, {und} Bartholomäus, {und} Matthäus, {und} Thomas, {und} Jakobus, den [Sohn] von Alphäus, sowie (und) Thaddäus, {und} Simon den Eiferer (Zeloten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simon den Eiferer (Zeloten)&#039;&#039; Während Lk 6,15 den Jünger als Zeloten ausweist (Σίμωνα τὸν καλούμενον ζηλωτὴν), nennen Mk 3,18 und Mt 10,4 ihn Σίμων ὁ Καναναῖος „Simon der Kananäus“. Das ist Aramäisch für „Eiferer“, was Lukas korrekt ins Griechische übertragen hat. Simon wird aber nicht zur politischen Bewegung der Zeloten gehört haben, die erst im Winter 67-68 entstand. Die wurden die Zeloten erst zur Zeit des jüdischen Kriegs (um 70 n. Chr.) zu einer Bewegung unter diesem Namen. Simon erhielt den Titel vielleicht, weil er besonders eifrig und fromm in der Wahrung des Gesetzes war (Collins 2007, 222f.; France 2002, 162f.). Andererseits hätten Markus&#039; Leser den Beinamen vielleicht schon so (und nicht anders) verstanden (ders., 163).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und Judas Iskariot&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Iskariot&#039;&#039; Dieser Beiname ist wohl die griechische Schreibweise für Hebr. {{hebr}}איש קריות{{hebr ende}} „Mann aus Keriot“, einem Dorf nahe Hebron in Juda. In Joh 6,71; 13,26 trägt schon sein Vater diesen Beinamen. Judas trug den Beinamen als Unterscheidungsmerkmal, weil der Name „Juda“ zu Jesu Zeit zusammen mit „Simeon“ (Simon) und „Jeshua“ (Jesus) einer der häufigsten jüdischen Namen überhaupt war. Nach anderen, jedoch problematischen Vorschlägen ist Iskariot entweder ein Beiname, den Judas erst nach seinem Verrat von den frühen Christen erhielt. Er leitet sich dann von Aramäisch {{hebr}}סכר{{hebr ende}}, &#039;&#039;sakar&#039;&#039; „Lügner, Falscher“ ab. Oder er stammt aus Judas&#039; angenommener Vergangenheit als jüdischer Freiheitskämpfer und leitet sich von Lat. &#039;&#039;sicarius&#039;&#039; „Meuchelmörder“ ab (ähnlich wie bei einem anderen Jünger, Simon dem Zeloten). Doch wenn schon Judas&#039; Vater den Beinamen trug, ist die erste Theorie die wahrscheinlichste. Judas wäre dann der einzige Jünger, der nicht aus Galiläa stammt (Collins 2007, 223; Guelich 1989, 163).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, der ihn dann (auch) auslieferte (verriet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auslieferte (verriet)&#039;&#039; Das Wort heißt „übergeben“ oder „ausliefern“ (hier zum ersten Mal für Jesus). In Mk 1,14 bezeichnet es (vielleicht absichtlich) die Verhaftung von Johannes dem Täufer. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung. Die Konnotation des Verrats ist dabei in vielen Fällen enthalten (z.B. Joh 13,2). Dasselbe Verb benutzt die LXX für den stellvertretenden Tod des leidenden Knechts in Jes 53,6.12 LXX. Nach der angekündigten Wegnahme des Bräutigams in 2,20 ist es schon die zweite Andeutung von Jesu späterem Schicksal (Collins 2007, 223f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Später (Und) ging [Jesus] nach Hause (in ein Haus).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in ein Haus&#039;&#039; Es wird sich wieder um Petrus&#039; Haus in Kafarnaum handeln, das Jesus offenbar bezogen hat (vgl. Mk 1,29; 2,1). Abgesehen von seinem Besuch in Levis Haus (2,15) ist es das einzige bisher identifizierte (France 2002, 164f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und wieder versammelte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging&#039;&#039; und &#039;&#039;versammelte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich die Menschenmenge, sodass sie nicht einmal dazu kamen, [etwas] Brot zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot essen&#039;&#039; Ein Semitismus für das Einnehmen einer Mahlzeit (Guelich 1989, 167). Entsprechend steht in den meisten Übersetzungen nur „essen“. Das Subjekt &#039;&#039;sie&#039;&#039; könnte sich auch auf die Menge beziehen, der Satz ergibt aber nur Sinn, wenn die Subjekte des vorigen Abschnitts (Jesus und die zwölf Jünger) wegen der aufdringlichen Menschenmenge nicht zum Essen kommen. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und als seine Angehörigen (Anhänger)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Angehörigen (Anhänger)&#039;&#039;, w. „die bei ihm“, bezieht sich nach traditioneller Auslegung auf Jesu direkte Familie. Die Handlung wird in den Versen 22-30 unterbrochen, um in V. 31 wieder aufgenommen zu werden. Dort steht als Subjekt „Seine Mutter und seine Brüder/Geschwister“; (France 2002, 165; Guelich 1989, 172). Nach G. Hartmann, BZ 11 (1913) 249–79 könnte es sich auch auf seine Anhänger (=die Jünger) beziehen, die außer Kontrolle geratene Menge beruhigen wollen. Dies ist jedoch aufgrund sprachlicher Beobachtungen unwahrscheinlich. Das Problem ist, dass die Phrase οἱ παρʼ αὐτοῦ „die bei ihm“ so allgemein ist, dass man sie zunächst auf die Jünger beziehen würde – das ist aber schon deshalb auszuschließen, weil die Jünger ja bei ihm sind und sich nicht erst auf den Weg zu ihm machen müssen. Erst mehrere Verse später klärt Markus uns darüber auf, wer genau hinter der Bezeichnung steckt (France 2002, 165f.). Luther: „die Seinen“, ZÜR: „seine Verwandten“, andere Übersetzungen wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[davon] erfuhren ([das] hörten), machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen (zurückzuhalten, festzuhalten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit Gewalt zurückzuholen&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;zurückzuhalten&#039;&#039; W. „ergreifen, festnehmen“ Das Verb lässt offen, ob seine Verwandten Jesus gegen seinen Willen nach Hause bringen, ihn im Haus festhalten oder ihn von der außer Kontrolle geratenen Menge fernhalten und beschützen wollten. Letzteres setzt freilich voraus, dass sie in der Nähe waren und nicht erst von Nazaret kommen mussten. Wenn mit Jesu Zuhause (V. 20) nicht Nazaret gemeint ist (unwahrscheinlich aufgrund der vagen Ausdrucksweise) oder Jesus aus anderen Gründen Verwandte in unmittelbarer Nähe hatte, ist nicht davon auszugehen, dass diese sich aufgrund der in V. 20 beschriebenen Lage zum Handeln entschieden. Eher werden sie von seinem Aufenthalt in Kafarnaum erfahren haben (Guelich 1989, 172).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie meinten (sagten) nämlich {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Er hat den Verstand verloren!“ (meinten nämlich, er habe den Verstand verloren.){{par|Psalm|69|9}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und (Dann) die Schriftgelehrten (Schreiber), die aus Jerusalem gekommen waren,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ... gekommen waren&#039;&#039; [[Attr. Ptz.]] Aor., als vorzeitiger Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verbreiteten (meinten, sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verbreiteten&#039;&#039; Gr. einfach &#039;&#039;sagten&#039;&#039;. Das durative [[Imperfekt]] zeigt hier aber an, dass es sich um die Position handelte, die die Schriftgelehrten vertraten – und verbreiteten. Das Bild der aufgeregten Menschenmenge aus V. 20 steht also nicht mehr direkt im Hintergrund. Ähnlich die Position von Jesu Angehörigen im vorigen Vers mit demselben Imperfekt: „Er hat den Verstand verloren!“ Besessenheit und Wahnsinn lagen im damaligen Denken sehr nah beieinander (vgl. France 2002, 169).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}: „Er ist von Beelzebul besessen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Er ist von Beelzebul besessen!“&#039;&#039; W. „Er hat Beelzebul!“ Diese Formulierung drückt (wie in Mk 5,15; 7,25; 9,17) Besessenheit aus. Bei Jesus könnte jedoch auch gemeint sein, ihm stehe für seine Wunder Beelzebuls Macht zur Verfügung, den er kontrolliert. Ein derartiger Pakt wäre ein klarer Verstoß gegen das Gesetz, den es unter die Todesstrafe stellt (Lev 19,31; 20,27). Der aus dem AT bekannte kanaanitische Gott Baal (nun mit einem sonst unbekannten Beinamen, {{hebr}}בעל זבל{{hebr ende}}, Baal Zabul → wohl „Fürst Baal“) war zur Zeit Jesu noch als mächtiger Dämon bekannt, wie aus dem zeitgenössischen Werk „Testament Salomos“ hervorgeht. Der Name „Baal“ bedeutet auf Hebräisch auch einfach „Herr, Meister“. Es ist leicht nachvollziehbar, wie dieser Name im Volksglauben schließlich dem Herrscher der Dämonen zugeschrieben wurde (Collins 2007, 228-31). Doch erst Markus (bzw. Jesus) setzt den Beelzebul mit dem im nächsten Vers eingeführten Satan gleich; bei den Zuhörern wird das als bekannt vorausgesetzt (France 2002, 170; Collins 2007, 231). Aus Beelzebul wurde über die lateinische Übersetzung Beelzebub das deutsche „Belzebub“.&amp;lt;/ref&amp;gt; und {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Er treibt die Dämonen mit (mithilfe) dem Fürsten (Herrscher, Obersten) der Dämonen aus!“&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er rief sie zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er rief sie zu sich und&#039;&#039; Temporales (gleichzeitig) [[Ptz. conj.]], mit „und“ beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
argumentierte (redete, sagte) mithilfe (in Form von) [einiger] bildhafter Vergleiche (in Gleichnissen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mithilfe [einiger] bildhafter Vergleiche&#039;&#039; Häufige Übersetzung: &#039;&#039;in Gleichnissen&#039;&#039; (wie Klammer), die klassische griechische Bedeutung ist aber „Vergleich“. Aristoteles bezeichnet den Vergleich als eine häufige rhetorische Beleg- oder Beweisform, eine übertragene Illustration, die eine klare argumentative Schlussfolgerung vermittelt (Collins 2007, 231). „Gleichnisse“ sind bei Markus bildhafte Analogien, Rätsel, Metaphern oder Allegorien, die Jesus als Illustrationen zu Hilfe nimmt, um seine Position in verständlicher, einprägsamer Form zu vermitteln (vgl. Guelich 1989, 175). Oft lässt er die Gleichnisse für sich sprechen und erklärt sie nicht, sodass sie den Zuhörern Rätsel aufgeben. NGÜ: „er gebrauchte dazu eine Reihe von Vergleichen“, GNB: „erklärte ihnen die Sache durch Bilder“, NEÜ: „gab ihnen durch einige Vergleiche Antwort“, EÜ: „belehrte sie in Form von Gleichnissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Wie kann Satan&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;satan&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Satan&#039;&#039; Graecisierte Version des hebräischen „Satan“. Das ist im AT kein Eigenname, sondern ein Titel, der je nach Kontext „Feind, Widersacher, Verleumder“ oder „Ankläger“ heißen kann (Gr. ὁ διἀβολος). In Ijob 1-2 und Sach 3,1-2 wird so ein „Ankläger“ am himmlischen Hof genannt (gewöhnlich mit dem Teufel identifiziert). Erst in den rabbinischen Schriften kommt &#039;&#039;Satan&#039;&#039; regelmäßig als Eigenname vor (Collins 2007, 231f.). Hier wird er mit Beelzebul gleichgesetzt, im NT ansonsten oft ὁ διἀβολος „der Teufel/Verleumder“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[den] Satan austreiben?&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und wenn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wenn&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;wenn&#039;&#039; / &#039;&#039;wenn [wirklich]&#039;&#039; - Jesus äußert im folgenden drei parallel aufgebaute Sätze: „Wenn X sich mit sich selbst verfeindet, dann kann jenes X nicht bestehen.“ Der dritte Satz aber unterscheidet sich ein wenig von den beiden vorherigen: Sätze 1 und 2 sind mit [ἐὰν + Konjunktiv] konstruiert (2 sog. „generelle Bedingungssätze“), Satz 3 dagegen mit [εἰ + Indikativ] (ein sog. „einfacher Bedingungssatz“) (vgl. dazu Hoffmann/Siebenthal §280c; Zerwick §303-5.320): Jesus macht zuerst zwei allgemeingültige Aussagen, die er dann auf die falsche Annahme der Schriftgelehrten überträgt. Grosvenor/Zerwick schlagen daher für Satz 3 gut vor: „Wenn [also] wirklich...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
ein Königreich (Reich, Staat) sich mit sich selbst verfeindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfeindet&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sich mit sich selbst verfeindet&#039;&#039; W. etwa „gegen sich selbst geteilt/gespalten wird“ bzw. „mit sich selbst im Streit liegt“ (so NSS, NGÜ, NEÜ). Die Wendung lässt sich nur schwer direkt übersetzen. Der Schwerpunkt scheint jedoch auf dem Beginn der Spaltung, Feindschaft oder des Streits zu liegen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [dann] kann jenes Königreich (Reich, Staat) nicht bestehen.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und wenn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wenn&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
eine Familie (Haus) sich mit sich selbst verfeindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfeindet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [dann] wird jene Familie (Haus) nicht bestehen können.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und wenn [wirklich]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wenn&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der Satan&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;satan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gegen sich selbst rebelliert (auflehnt, erhebt) und sich mit sich selbst verfeindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfeindet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [dann] kann er nicht bestehen bleiben, sondern es hat ein Ende [mit ihm]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;es hat ein Ende [mit ihm]&#039;&#039; W. „er hat ein Ende“. LUT: „es ist aus mit ihm.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Doch niemand kann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemand kann&#039;&#039; W. „niemand kann nicht“. Die doppelte Verneinung verstärkt die Aussage.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus des Starken eindringen (einbrechen, hineingehen) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eindringen und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Einrichtung (Besitztümer, Hausrat) plündern, wenn er den Starken nicht zuerst fesselt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;In V. 26 befindet sich (wie in 24 und 25) ein prospektiver Konditionalsatz, der anhand des gesunden Menschenverstands eine „Faustregel“ aufstellt (Siebenthal 2011, §280). Rein syntaktisch gehört der letzte Versteil (Prädikat im Futur, nicht Konj. Aor.) nicht mehr dazu.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann erst kann er sein Haus ausplündern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kann ausplündern&#039;&#039; Als modales Futur verstanden (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesaja|24|26}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; D.h. „Ich versichere euch“. &#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich)&#039;&#039; Das Wort &#039;&#039;Amen&#039;&#039; stammt aus dem Hebräischen und bildet im AT häufig den bekräftigenden Abschluss von Doxologien. Die griechische Übersetzung lautet meist „So sei/geschehe es!“ Aus dem zeitgenössischen Judentum wie aus dem frühen Christentum ist es dann als liturgische Bekräftigungsformel bekannt, wie es auch heute in Gebrauch ist. Jesus ist der einzige, der es benutzt, um die zu bekräftigende Aussage einzuleiten. Mit ähnlicher Autorität wie bei Gottes Worten im Alten Testament will auch er keinen Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Aussage aufkommen lassen (France 2002, 174f.; Guelich 1989, 177f.). Hier in Mk 3,28 kommt es zum ersten Mal im Markusevangelium vor. Matthäus benutzt es gerne doppelt. Die Übersetzung ist schwierig. Luther machte daraus das bekannte „Wahrlich (ich sage euch)“, dem bis heute etliche Übersetzungen folgen. EÜ, ZÜR einfach „Amen“; kommunikative Übersetzungen übersetzen die Phrase für gewöhnlich sinngemäß, etwa „Ich versichere euch...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Den Kindern (Söhnen) der Menschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kindern (Söhnen) der Menschen&#039;&#039; Semitische Formulierung, die einfach „Menschen“ oder „die Menschheit“ umschreibt. Kinder gibt den geschlechtlich unbestimmten Plural von „Sohn“ inklusiv wieder ([[Generisches Maskulinum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann (wird) alles vergeben werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kann (wird) vergeben werden&#039;&#039; Das Futur ist wohl modal (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
alle Sünden (Verfehlungen) und Gotteslästerungen, welche (wie viele) sie auch lästern (begehen, aussprechen) mögen.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Doch wer immer gegen den Heiligen Geist lästert, [für] den gibt es in {der} Ewigkeit (im kommenden Zeitalter)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in Ewigkeit&#039;&#039; Das griechische Wort bezeichnet in diesem Kontext ein heilsgeschichtliches „Zeitalter“, hier das prophetisch angekündigte kommende Zeitalter, die Ewigkeit. Die Aussage „für den gibt es in Ewigkeit keine Vergebung“ heißt also „für den wird es niemals Vergebung geben“ (Guelich 1989, 179). Jesus spricht hier eine Warnung für Leute aus, die Gottes Wirken als Dämonenwerk verunglimpfen wollen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
keine Vergebung, sondern er ist ewiger Sünde schuldig!“&lt;br /&gt;
{{S|30}} [Das fügte Jesus hinzu,] weil sie sagten: „Er ist [von] einem unreinen Geist besessen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;besessen&#039;&#039; W. „Er hat einen unreinen Geist!“ Dazu s. die Erklärung in der [[#note_aq|Fußnote zu V. 22]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|31}} Dann (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]], W. „kam“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Mutter und seine Geschwister (Brüder)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mask&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Geschwister (Brüder)&#039;&#039; [[Generisches Maskulinum]]. Es ist allerdings durchaus annehmbar, dass hier nur Jesu Brüder beteiligt waren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab dem vierten Jahrhundert hat die Rede von Jesu „Brüdern/Geschwistern“ den Kirchenvätern einige Schwierigkeiten bereitet. Problemlos vereinbar ist sie mit dem Glauben an die jungfräuliche Empfängnis; ab dem späten vierten Jahrhundert kam aber in der Theologie zusätzlich der Topos der „immerwährenden Jungfernschaft“ Mariens auf: Maria sei nicht nur zur Zeit der Empfängnis Jesu und nicht nur bis zur Geburt Jesu, sondern Zeit ihres Lebens Jungfrau gewesen. In der katholischen Kirche ist dies noch heute ein Dogma mit dem Status „de fide“ (also dem höchstmöglichem; wer anders glaubt, macht sich der Häresie schuldig), vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; [http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1R.HTM KKK 499f]. Auch die orthodoxe Kirche hat die Rede von Mariens immerwährender Jungfernschaft in ihre Liturgie aufgenommen, Luther und Calvin glaubten an diese Lehre und Zwingli hat sie sogar verfochten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Folge gab es einige Versuche, die Rede von den Brüdern/Geschwistern Jesu umzudeuten. Cranfield 1959, S. 144 unterscheidet gut (1) die „Epiphanische Position“ (nach Epiphanius), die Brüder/Geschwister Jesu seien als leibliche Kinder aus einer früheren Ehe Josephs nur Jesu Halbbrüder, und (2) die „Hieronymianische Position“ (nach Hieronymus), es handle sich sich bei den Brüdern/Geschwistern Jesu nur um Jesu Cousins (ähnlich immer noch gut: [http://www.gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k65416909/f277.image.r=Alexandrie.langES Lagrange 1929, S. 79f]); andere auch: Semitismus für „Verwandte im Allgemeinen“ (z.B. KAR zu [[Matthäus 1#s25 |Mt 1,25]]). Beide Deutungen lässt der griechische Text auch zu ((2) zumindest, wenn man den Ausdruck als Semitismus liest) und werden daher immer noch von einigen Exegeten vertreten, aber da der Text keine direkten Hinweise darauf enthält, dass er so zu verstehen sei, ist die heutige Mehrheitsmeinung, dass es sich doch um Jesu leibliche Geschwister und Mariens leibliche Kinder handle. Selbst NVul übersetzt: „fratres“.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{und} Sie blieben draußen stehen (standen) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie blieben stehen und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal oder modal, als mit „und“ beigeordneter Satz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schickten [jemanden] zu ihm (ließen ihm ausrichten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schickten [jemanden] zu ihm (ließen ihm ausrichten)&#039;&#039; - Zur Alternativübersetzung vgl. Louw/Nida 15.67 („send a message“). Das ist hier vorzuziehen, weil im Folgesatz ja nicht dieser nicht benannte „Jemand“, der auch gar nicht im Text steht, Jesus auf seine Verwandten hinweist, sondern „sie“ bzw. „man“ (s. übernächste FN).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
um (wobei sie) ihn zu rufen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um ihn zu rufen&#039;&#039; Wohl finales [[Ptz. conj.]], als finaler Nebensatz aufgelöst (vgl. NSS). Auch ein temporal-modales Verständnis ist möglich – in diesem Fall warten die Verwandten die Rückkehr ihres „Boten“ nicht ab, sondern rufen nach Jesus, noch während der Bote bei Jesus ist! Man sollte allerdings berücksichtigen, dass die Menge nach Mk 3,20 so dicht und aufdringlich war, dass Jesus und die Jünger nicht einmal zum Essen kamen. Kein Wunder, dass seine Familie nicht zu ihm durchkam.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|32}} {und} Eine Menschenmenge saß um ihn herum, und sie sagten (man sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Die Alternativübersetzung in der Klammer versteht das Prädikat unpersönlich (vgl. EÜ, NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Da draußen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da draußen&#039;&#039; - W. „Siehe, deine Mutter und deine Geschwister draußen suchen dich“. „°Siehe°“ hat hier die Funktion, Jesus auf etwas räumlich Nahes aufmerksam zu machen ([http://www.dare.ubvu.vu.nl/bitstream/handle/1871/15504/4727.pdf?sequence=4 Bailey 2009, S. 329]); sinnvoller daher statt wörtliche Üs.: „Da draußen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
fragen deine Mutter und deine Geschwister (Brüder) nach (suchen nach, wollen etwas von) dir!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und er antwortete ihnen {und sagte}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;antwortete ihnen {und sagte}&#039;&#039; Zu &#039;&#039;antwortete&#039;&#039;: [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), mit „und“ beigeordnet. &#039;&#039;{und sagte}&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Im Deutschen ist das doppelte Prädikat unnötig.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Wer sind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sind&#039;&#039; W. „ist“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
meine Mutter und meine Geschwister (Brüder)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mask&amp;quot; /&amp;gt;?“&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und während (indem, nachdem) er der Reihe nach [alle] anschaute,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während (indem, nachdem) er der Reihe nach anschaute&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal-modal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die [im] Kreis (rings)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[im] Kreis&#039;&#039; Erstarrter [[Lokaler Dativ|lokaler Dativ]] (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn saßen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[alle], die ... saßen&#039;&#039; [[Substantiviertes Partizip]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Siehe, (Das hier sind, Ihr hier seid)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Siehe, (Diese hier sind, Ihr hier seid)&#039;&#039; - W. °Siehe°, aber auch hier fungiert es „deiktisch“ - als würde Jesus mit dem Zeigefinger eben nicht auf seine Familie, sondern auf die im Kreis um ihn Sitzenden zeigen. Im Deutschen entspricht dem eher ein „Diese hier sind“ (so z.B. BB, B/H, EÜ, GN, HER, H-R, HfA, KAR, MEN, NeÜ, NGÜ, NL, R-S, Stier, WIL, Zink, ZÜR). Und weil diese „Diese hier“ natürlich die um ihn Sitzenden sind, eigentlich sogar eher „Ihr hier seid“ - aber so niemand.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
meine Mutter und meine Geschwister!&lt;br /&gt;
{{S|35}} Denn wer immer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und [meine] Schwester und [meine] Mutter.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-6&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Markus zeigt hier erneut Jesu Vollmacht im Hinblick auf die Bedeutung von Geboten auf, exemplarisch an der Frage des Sabbatgebots. Zugleich erlangt der bereits in Mk 2 thematisierte Konflikt zwischen Jesus und den Schriftgelehrten mit ihrem Plan Jesus umzubringen einen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7-12&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Mit der Aufzählung der verschiedenen Regionen beschreibt Markus den umfassenden Charakter des Wunderwirkens Jesu. Das Bild von Jesus umringt von Kranken und Dämonen unterstreicht dabei das Elend der Menschen und seine Rolle als Sohn Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;13-19&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Markus macht an dieser Stelle deutlich, dass Jesus seine Nachfolger dazu aufruft, sein Werk fortzuführen. Gleichzeitig wird deutlich, dass es einige gibt, die sich von den Massen im vorhergehenden und nachfolgenden Abschnitt abheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;20-35&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Durch diese Szene macht Markus deutlich, dass die Gemeinschaft, die mit Jesus entsteht,  einen eigenen und neuen Charakter hat, der sich von der Gemeinschaft der Familie unterscheidet. Deutlich wird dadurch auch, dass es selbst unter den eigenen Landsleuten und der eigene Familie Menschen gibt, die das nicht verstehen oder nachvollziehen können. &lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=25195</id>
		<title>Markus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=25195"/>
		<updated>2017-03-18T14:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Anliegen für die einzelnen Abschnitte formuliert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus vergibt Sünden und heilt))&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als er nach einigen Tagen wieder zurück nach Kafarnaum kam, wurde bekannt, dass er in einem bestimmten Haus war.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es kamen so viele Leute zusammen, dass es keinen Platz mehr gab; nicht einmal vor der Tür. Und er erklärte ihnen seine Botschaft. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Derweil kamen einige Leute und brachten einen Gelähmten zu ihm; der wurde von vier Männern getragen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Doch weil es ihnen wegen der Menschenmenge nicht gelang, ihn zu Jesus zu bringen, deckten sie über der Stelle, wo er war, das Hausdach ab und machten dort eine Öffnung. Dadurch ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte hinab.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Es saßen aber einige Schriftgelehrte dabei, die überlegten bei sich:&lt;br /&gt;
{{L|7}} „Warum redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?“&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jesus erkannte in seinem Geist sofort, dass sie so dachten. Darum sagte er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
{{L|9}} Was ist leichter: zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘?&lt;br /&gt;
{{L|10}} Aber damit ihr erkennt, dass der Menschensohn die Macht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben...“, sagte Jesus und wandte sich dann an den Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{L|11}} „Ich sage dir: Steh auf und nimm deine Matte und geh nach Hause!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Da stand der Mann auf, hob seine Matte auf und ging vor aller Augen davon, so dass alle fassungslos waren und Gott lobten. Sie riefen: „So etwas haben wir noch nie gesehen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus ist (auch) für die Sünder da))&lt;br /&gt;
{{L|13}} Danach ging Jesus wieder hinaus ans Meer. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie.  &lt;br /&gt;
{{L|14}} Im Vorbeigehen sah er Levi, den Sohn von Alphäus, an der Zollstelle sitzen und sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ Da stand Levi auf und folgte ihm nach. &lt;br /&gt;
{{L|15}} Als er später in seinem Haus zu Gast war, saßen auch viele Zolleinnehmer und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern am Tisch. Es gab nämlich viele, die ihm nachfolgten.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Doch als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen, dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst er mit Zolleinnehmern und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{L|17}} Aber als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: „Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Fastenfrage))&lt;br /&gt;
{{L|18}} Die Jünger des Johannes und die Pharisäer hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten. Einige Leute kamen zu Jesus und fragten ihn: „Weshalb fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, aber deine Jünger fasten nicht?“&lt;br /&gt;
{{L|19}} Da erwiderte Jesus: „Können die Hochzeitsgäste denn fasten, wenn der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie auf keinen Fall fasten.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Es wird jedoch die Zeit kommen, wenn der Bräutigam nicht mehr da ist. Dann werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Niemand näht einen Flicken aus neuem Stoff auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt der neue Flicken vom alten ab und es entsteht ein noch schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Und es füllt auch niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde der Wein die Schläuche zerreißen und der Wein geht ebenso verloren wie die Schläuche. Jungen Wein füllt man natürlich in neue Schläuche.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Sabbatgebot))&lt;br /&gt;
{{L|23}} Einmal, als Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder ging, da fingen seine Jünger an, unterwegs Ähren abzureißen.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Sieh doch, sie tun etwas, das am Sabbat nicht erlaubt ist!“&lt;br /&gt;
{{L|25}} Aber er sagte zu ihnen: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war, in der er und seine Gefährten Hunger hatten? &lt;br /&gt;
{{L|26}} wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes gegangen ist und die geweihten Brote verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf? Er gab auch seinen Gefährten etwas davon.“&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Also ist der Menschensohn auch Herr über den Sabbat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als er nach [einigen] Tagen wieder (zurück) nach Kafarnaum kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „als“) aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wurde bekannt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde bekannt&#039;&#039; W. „wurde gehört“ Oder: „als er wieder … kam, wurde nach einigen Tagen bekannt“ (Collins 2007, 184).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, dass er zuhause (in einem [bestimmten] Haus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zuhause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Die erste Bedeutung ist üblich und somit wahrscheinlicher, auch wenn die andere durchaus möglich ist (Collins 2007, 181; NSS). Denkbar, dass Simons Haus gemeint ist wie in 1,29-34 (Guelich 1989, 81). &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Im Deutschen wäre die etwas freiere Übersetzung „in welchem Haus er sich aufhielt“ besser verständlich. Es geht dann also darum, dass Jesu Aufenthaltsort bekannt wurde, ohne eine Aussage über das nämliche Haus zu machen. Um das zu vermitteln, wurde &#039;&#039;[bestimmten]&#039;&#039; ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war&#039;&#039; W. „ist“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es kamen (sammelten sich) so viele [Leute] zusammen, dass es keinen Platz mehr gab, auch nicht (nicht einmal) vor (bei) der Tür, und er erläuterte (verkündete, sagte) ihnen [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erläuterte [ihnen] seine Botschaft&#039;&#039; W. „sprach das Wort (zu) ihnen“ ([[Imperfekt]]). Ähnlich wie in 4,33 und 8,32 meint die Phrase wohl, dass Jesus ihnen seine &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; (=Wort) erklärte oder predigte (France 2002, 122, ähnlich GNB). In 1,45 meinte „Wort“ die &#039;&#039;Geschichte&#039;&#039; (oder Neuigkeit) des geheilten Aussätzigen. Das Wort steht meist für eine im Kontext bekannte Botschaft, für Redeinhalt. Bei Jesus ist das das Evangelium bzw. die Heilsbotschaft vom nahen Reich/Herrschaft Gottes (wie Mk 1,21; s.a. Mk 4,14 und die dortige Fußnote). Im NT bezeichnet es oft den Inhalt der Verkündigung von Jesus und den frühen Christen, z.B. Apg 6,4; Gal 6,6; Kol 4,3 (Guelich 1989, 84). &#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Duratives [[Imperfekt]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Derweil (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einige Leute] und brachten einen Gelähmten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gelähmter&#039;&#039; (Gr. παραλυτικός) Seine genaue Behinderung ist unbekannt. Wir erfahren nur, dass er nicht laufen konnte und offensichtlich behindert, vielleicht bettlägrig war (vgl. France 2002, 123).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm. Er wurde von vier [Männern] getragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er wurde getragen&#039;&#039; [[Attributives Partizip]], als unabhängiger Hauptsatz aufgelöst. Auch ein Relativsatz wäre möglich („der getragen wurde“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und (Doch) weil (als) es ihnen wegen die Menschenmenge nicht gelang (sie nicht konnten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) es ihnen nicht gelang&#039;&#039; Kausal oder temporal zu verstehendes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Präs.), als Nebensatz mit „weil“ aufgelöst. NSS, NGÜ: „weil sie nicht zu Jesus durchkamen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn zu [Jesus] zu bringen, deckten (entfernten) sie [über der Stelle], wo er war, das Hausdach ab, und ließen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Matte hinab, auf der der Gelähmte lag, nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „nachdem“) aufgelöst und aus stilistischen Gründen nachgestellt. W. etwa „deckten ab... und, eine Öffnung geschaffen habend/schaffend, ließen...“ Man kann es auch modal verstehen: „indem sie … schufen, ließen sie“ Gr. ἐξορύξαντες bedeutet „aufgraben, aufbrechen“. Die Männer gelangten wohl über eine Außentreppe auf das flache Dach. Palästinische Hausdächer bestanden aus Baumstämmen oder Balken, die mit Zweigen und festgetretenem Lehm abgedeckt waren (Lukas 5,17 berichtet auch von Ziegeln), die genaue Konstruktion konnte aber variieren. Auch die Ausleger sind sich nicht alle einig (vgl. die Übersicht bei Blight 2012, 99f.). Je nachdem, ob das Haus tatsächlich auch mit Dachziegeln bzw. einer Art von tönernen Platten belegt war (Lukas könnte die Geschichte für seine südeuropäischen Leser kontextualisiert haben), könnten die Männer das Dach fast gar nicht oder sogar sehr schwer beschädigt haben. Dementsprechend gibt es verschiedene Übersetzungsvorschläge. Der hier vorgezogene versteht das Partizip als temporale Umstandsangabe: 1. Die Männer deckten das Dach ab. 2. Sobald eine genügend große Öffnung da war, ließen sie den Mann herab (so Guelich 1989, 85 und die meisten Übersetzungen). Eine andere Deutung geht von drei Schritten aus: 1. Die Männer deckten das Dach, d.h. die äußere Schicht ab. 2. Dann brachen sie durch das Holz- und Lehmwerk, das sich darunter befand und die Decke bildete. 3. Anschließend ließen sie den Mann hinab (so GNB, ZÜR).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und als Jesus ihren Glauben (Vertrauen) sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sah&#039;&#039; Als temporaler NS aufgelöstes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.). Markus formuliert hier metonymisch (Wirkung für Ursache), denn Jesus sieht natürlich nicht die Gesinnung der Männer, sondern deren Ergebnis. Daher übersetzt ZÜR: „Als Jesus nun ihren Glauben erkannte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten: „[Mein] Sohn (Kind), deine Sünden sind vergeben!“&lt;br /&gt;
{{S|6}} Es waren {aber} einige Schriftgelehrte (Schreiber) da (dort), die  dabeisaßen und [alles miterlebten]. Sie setzten sich (kämpften, überlegten, erwogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dabeisaßen&#039;&#039; und &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; ἦσαν + Partizip umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Hier kommt durch den durativen [[Aspekt]] zum Ausdruck, dass die Schriftgelehrten die Geschehnisse miterlebten. Das ist der Grund für die Einfügung &#039;&#039;[alles miterlebten]&#039;&#039;. Möglich wäre auch eine Formulierung mit einem Adverb wie „unterdessen“, „derweil“, „dabei“. Aufgrund der Einfügung bildet &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; aus stilistischen Gründen nun einen eigenen Satz, wobei zur eleganten Wiedergabe in Verbindung mit &#039;&#039;in Gedanken&#039;&#039; die Ergänzung von &#039;&#039;[mit Jesu Worten]&#039;&#039; notwendig wurde. EÜ dagegen: „dachten im Stillen“, NGÜ: „lehnten sich innerlich dagegen auf “.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in Gedanken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in Gedanken W. „in ihren Herzen“. In der damaligen Kultur galt das Herz als der denkende und fühlende Körperteil. Noch schöner wäre die Formulierung „gedanklich“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[mit Jesu Worten] auseinander: &lt;br /&gt;
{{S|7}} „Warum redet der so?&lt;br /&gt;
Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott (einem – Gott)?“{{par|Deuteronomium|6|4}} &lt;br /&gt;
{{S|8}} Und Jesus erkannte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erkannte … darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-kausal), hier – mit sofort – gleichzeitig verstanden, wobei darum auf den kausalen Sinn hinweist. Vorzeitig: „Jesus hatte sofort erkannt“ (vgl. NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Geist&#039;&#039; Die Formulierung spielt vielleicht einfach auf den kognitiven Prozess an wie &#039;&#039;{bei sich}&#039;&#039; (V. 8) und „in ihren Herzen“ (siehe Fußnoten zu V. 6.8) (NSS). Es ist jedoch bemerkenswert, das im AT nur Gott die Gedanken der Menschen kennt (z.B. 1Kö 8,39; Jer 11,20, nach Pesch 1976, 159). Dass Jesus ihre Gedanken lesen kann, sollte ihn zusammen mit der folgenden Heilung gegenüber den Schriftgelehrten klar als von Gott gesandt auszeichnen – und den Vorwurf der Blasphemie so entkräften (Guelich 1989, 88).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sofort, dass sie so {bei sich} dachten, darum sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum habt ihr solche Gedanken?&#039;&#039; W. „Warum denkt/erwägt ihr dies/solche [Gedanken] in euren Herzen?“ Der wesentlich einfachere deutsche Satz scheint genau wiederzugeben, was der (wesentlich schwieriger wörtlich in gutes Deutsch zu übersetzende) griechische Satz meint. Zu „in euren Herzen“ s. die [[#note_n|Fußnote]] zu „in Gedanken“ in V. 6. Die Doppelung „in Gedanken denken“ hat schon dort zu der eleganteren Übersetzung „sie setzten sich in Gedanken [mit Jesu Worten] auseinander“ geführt (s. die entsprechende [[#note_o|Fußnote in V. 6]]), hier lässt sich dieselbe Formulierung aber nicht so übersetzen. NGÜ: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?“, GNB: „Was macht ihr euch da für Gedanken?“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was ist leichter (einfacher) – zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder {zu sagen}: ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘? &lt;br /&gt;
{{S|10}} Aber damit ihr erkennt (wisst), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&#039;&#039; ist Jesu häufige Selbstbezeichnung. Sie taucht hier zum ersten Mal in Mk auf und wird im zweiten Teil des Evangeliums (ab Mk 8) deutlich häufiger auftreten. Ihr Hintergrund ist komplex und ihre Verwendung noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Jesus sich damit nicht als gewöhnlicher Mensch bezeichnet (wie die Phrase in anderen Kontexten auf Hebräisch und Aramäisch zu verstehen ist), sondern sich von anderen abhebt. Nur er hat die außerordentliche Gewalt zur Vergebung der Sünden. In der Wahl der Bezeichnung dürfte der „Menschensohn“ (bzw. „Mann“) aus Dan 7,13-14 eine Rolle gespielt haben, der ewige messianische Macht erhält und dem alle Nationen dienen. Jesus scheint zu seiner Zeit dennoch der einzige gewesen zu sein, der diese Bezeichnung auch als Titel auch für den erwarteten Messias (nämlich sich selbst) benutzte. Der Titel bot wohl auch den Vorteil, dass er nicht dieselben politischen Erwartungen weckte wie andere, geläufigere Messiasbezeichnungen, so wie „Messias“ oder „Sohn Davids“ (France 2002, 127f.; Collins 2007, 187ff.). (Guelich 1989, 90 meint dagegen, dass Jesus wenigstens an dieser Stelle die Bezeichnung als rhetorische Alternative zu „ich“ benutzt.) Jesus gibt den Schriftgelehrten ein Rätsel auf. Wenn sie den alttestamentlichen Bezug seiner Aussage verstehen, erkennen sie auch seinen Anspruch (Collins 2007, 187).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[das] Recht (die Macht, Vollmacht, Entscheidungsgewalt) hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{S|11}} „— sage ich dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; Oder „in dein Haus“&amp;lt;/ref&amp;gt;!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) stand er auf, hob (nahm) umgehend seine Matte auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob auf&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos (erstaunt, außer sich) waren und Gott lobten. Sie riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie riefen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), vielleicht [[Pleonastisches Partizip|pleonastisch]]. Hier als separater Hauptsatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„So etwas haben wir noch nie erlebt (gesehen)!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Danach (Und) ging [Jesus] wieder hinaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging hinaus&#039;&#039; Jesus verließ das Haus und die Stadt Kafarnaum, wo er sich gerade aufhielt ([[Markus_2#s1|Mk 2,1]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, ans (an ... entlang) Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist der See Gennesaret (bei Markus: „Meer von Galiläa“, vgl. 1,16), an dessen Ufer Kafarnaum lag. Wer Markus von Anfang an liest, stellt diesen Bezug hier mühelos her.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm, und er lehrte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; und &#039;&#039;lehrte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] beschreibt passend die beiden andauernden Prozesse: Das Zusammenkommen einer Menschenmenge und Jesu Lehren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und im Vorbeigehen (als er vorbeiging/vorüberging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (temporal), hier als Präpositionalphrase übersetzt. Auch möglich: „als/während er vorbeiging“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Levi, den [Sohn] von Alphäus, an der Zollstelle (Zollhaus, Zoll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zollstelle&#039;&#039; Kafarnaum lag an der Grenze zwischen den Tetrarchien von Herodes Antipas und Herodes Philippus, weswegen man hier von den Händlern Warenzölle erhob. Die in den Evangelien erwähnten Zöllner (Gr. τελώνης) waren dafür zuständig. Auch Levi gehörte zu den Zollbeamten, die in Antipas’ Auftrag die auf Handelswaren anfallenden Gebühren einsammelten. Kopfsteuern erhob dagegen die römische Regierung (France 2002, 131f.; vgl. Guelich 1989, 100f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah … sitzen&#039;&#039; [[AcP]], mit Infinitiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Folge mir nach!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Folge mir nach!“&#039;&#039; Etwas freier vielleicht auch „Schließe dich mir an!“ Vgl. Mk 1,16-20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da (Und) stand [Levi] auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand auf&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] (Aorist). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und folgte ihm nach.{{par|Markus|1|16}}{{par|Markus|1|18}} &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und {es ereignete sich} [als] er [später]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{es ereignete sich}&#039;&#039; Im Deutschen umschreibt &#039;&#039;[als] er [später]...&#039;&#039; die griechische Satzeinleitung, die aus dem [[Historisches Präsens|historischen Präsens]] γίνεται und einem AcI besteht (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Haus&#039;&#039; Markus meint wohl Levis Haus, in das Jesus eingeladen ist (so auch Lk 5,29), doch es könnte sich aber auch um Jesu Haus (Mk 2,1) handeln, in dem Levi zu Gast ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tisch war (zu Gast war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bei Tisch war (zu Gast war)&#039;&#039; W. „[zu Tisch] lag“. Juden saßen zum Essen für gewöhnlich, doch zu besonderen Anlässen lag man nach dem Vorbild der griechischen Kultur zum Essen an niedrigen Tischen. Offenbar hielt Levi ein Festmahl ab (Guelich 1989, 101; France 2002, 132).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, nahmen auch (und) viele Zolleinnehmer (Zöllner) und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern an der Mahlzeit teil&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen an der Mahlzeit teil&#039;&#039; ist die Übersetzung des Prädikats (wie &#039;&#039;nachfolgten&#039;&#039; [[Imperfekt]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Es waren nämlich viele, die&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die&#039;&#039; Eigentlich „und“, καὶ kann aber auch in der Funktion eines Relativpronomens genutzt werden (BDR §442.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nachfolgten. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Doch (Und) als die Schriftgelehrten (Schreiber) der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Schriftgelehrten der Pharisäer&#039;&#039; ([[Gen. part.]]), der Genitiv zeigt Parteizugehörigkeit an. Nicht alle Pharisäer waren Schriftgelehrte, und nicht alle Schriftgelehrten waren Pharisäer – gemeint sind also die pharisäischen Schriftgelehrten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sahen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern (Zöllnern) aß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aß&#039;&#039; W. „isst“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum&#039;&#039; Die gering verbreitete, aber schwierigste erhaltene Variante ὅτι ist schwer zu deuten. 1. Es könnte eine Kontraktion von τί ὅτι „warum“ (BDR §300.2) sein. 2. Es könnte ein [[ὅτι recitativum]] sein, die Frage lautet dann nur: „Er ist mit Zolleinnehmern und Sündern?(!)“ 3. Schließlich könnte es sich auch um einen Teil der Frage bzw. des Ausrufs handeln: „Dass er mit Zolleinnehmern und Sündern isst!“ (France 2002, 134) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
isst er mit Zolleinnehmern (Zöllnern) und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Aber (Und) als Jesus [das] hörte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … hörte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal als Nebensatz mit „als“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Nicht die Gesunden haben einen Arzt nötig (brauchen), sondern die Kranken (die, denen es schlecht geht).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die, denen es schlecht geht&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst. &#039;&#039;die Kranken&#039;&#039; ist eine geläufige Übersetzung dieser Wendung, die wir auch Mk 1,32.34 und 6,55 verwenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin nicht gekommen, [um] die Gerechten zu rufen (berufen, zusammenzurufen, einzuladen), sondern die Sünder!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Nun (Und) hatten die Jünger von Johannes und die Pharisäer die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten (fasteten zu dieser Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten&#039;&#039; ἦσαν + Partizip präs. umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Die kursive Übersetzung versucht, das zu umschreiben. Das umschriebene Imperfekt bezeichnet hier entweder den als Angewohnheit gepflegten religiösen Brauch (so Luther, EÜ, ZÜR, NGÜ aü) oder beschreibt einen aktuell stattfindenden Vorgang: &#039;&#039;fasteten zu dieser Zeit&#039;&#039; (im Zusammenhang mit V. 15 dann gerade zu der Zeit, als bei Levi das Gastmahl stattfand), was dann Auslöser der folgenden Frage wäre (NGÜ, GNB, Menge). Allerdings macht Markus keine Angaben zum Anlass des Fastens, und die Kritiker scheinen eher eine grundsätzliche Anfrage zu stellen, als zu fragen, warum sich Jesu Jünger nicht an einem gleichzeitig stattfindenden Fasten beteiligen (Vgl. Collins 2007, 197). Johannes und seine Jünger führten einen spartanischen Lebensstil (Mk 1,6; siehe auch die ähnlichen Texte in Mt 11,16–19; Lk 7,31–35). Einige Pharisäer fasteten neben den jährlichen Fastenzeiten und verschiedenen anderen Anlässen (Trauer, Reue) auch montags und donnerstags (Lk 18,12; Guelich 1989, 109).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und [Leute] kamen und fragten (sagten zu)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; und &#039;&#039;fragten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn: „Weshalb fasten die Jünger von Johannes und die Jünger der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger der Pharisäer&#039;&#039; Da es bei den Pharisäern keine Jünger gab (die Formulierung aber aus rhetorischen Gründen zum Einsatz kommt; France 2002, 138), wäre in diesem Vers die durchgängige Übersetzung „Anhänger“ vielleicht passender.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, aber deine Jünger fasten nicht?“ &lt;br /&gt;
{{S|19}} Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Ja (etwa) können die Hochzeitsgäste des Bräutigams&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hochzeitsgäste des Bräutigams&#039;&#039; Wörtlich: „die Söhne des Hochzeitssaals/Brautgemachs“, eine semitische Bezeichnung für die &#039;&#039;Hochzeitsgäste&#039;&#039; bzw. die Gruppe von Gästen, die den Anhang des Bräutigams bilden und ihm nahe stehen (NSS; Collins 2007, 198f.). Wenn Jesus sich mit dem Bräutigam vergleicht, benutzt er ein Bild, das im AT Gott vorbehalten war (ebd. 199).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie unmöglich (nicht) fasten!&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es werden jedoch Tage kommen, wenn der Bräutigam {von} ihnen weggenommen wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weggenommen wurde&#039;&#039; Das Aorist funktioniert hier wie das Futur 2. Es wäre wohl zu viel in den Vers hineingelesen, wenn man hier einen direkten Bezug zu einem Fasten am Karfreitag (oder dessen eingedenk an allen Freitagen) ausgehen würde, wie das in der Vergangenheit geschehen ist (z.B. formuliert GNB: „dann werden sie fasten, immer an jenem Tag.“). Jesus spricht von einer Zeit, in der er &#039;&#039;schon nicht mehr&#039;&#039; da sein wird, nicht von dem einen Tag, an dem er fortgenommen werden wird (eine Beschreibung, die sich – als erste Todesvorhersage bei Markus – wohl tatsächlich auf seinen Tod bezieht)(Guelich 1989, 112ff.; France 2002, 140).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und dann, an diesem Tag&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tage/Tag&#039;&#039; Wie im AT häufig stehen hier &#039;&#039;Tage&#039;&#039;, wo man auf Deutsch „(eine) Zeit“ sagen würde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Niemand näht einen Flicken [aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&#039;&#039; Das benutzte griechische Adjektiv (im NT nur noch in Mt 9,16) wird meist einfach mit „neu“ übersetzt (Menge, NSS, BA: „ungewalkt“), im Englischen dagegen mit „unshrunken“=„noch nicht eingegangen“ wiedergegeben. Beim Walken wird der „rohe“ Wollstoff in Wasser mit Chemikalien behandelt und gekämmt, geknetet oder geschlagen, wobei man es in die gewünschte Form zieht. So verfilzt das Material, es läuft ein und wird fester und formstabiler. Ein Flicken aus ungewalktem Stoff wird beim Waschen also Einlaufen und so das geflickte Kleidungsstück lädieren (LBD wool; France 2002, 141). &#039;&#039;[aus]&#039;&#039; [[Gen. materiae]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt das eingesetzte Stück (der Flicken) von ihm ab – das Neue vom Alten – und es entsteht ein [noch] schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und niemand füllt jungen (neuen) Wein in alte Schläuche. Ansonsten wird der Wein die Schläuche zerreißen (sprengen) und der Wein ist verloren (geht verloren), wie auch die Schläuche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wein beginnt innerhalb weniger Stunden nach dem Pressen zu gären. Bis der Gärprozess abgeschlossen war, füllte man den Wein damals in Tongefäße oder Lederschläuche. Das bei der Gärung entstandene Kohlenstoffdioxid konnte entweichen, weil man die Gefäße zunächst nicht verschloss (vgl. Hiob 32,19). Neue Lederschläuche waren diesem Druck gewachsen und dehnten sich aus, während alte, brüchige Schläuche dadurch kaputt gehen konnten (LBD, Wine; France 2002, 141f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jungen (neuen) Wein [füllt man] doch (vielmehr) in neue Schläuche.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} {Und es ereignete sich} [Einmal, als]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{Und es ereignete sich} [Einmal, als]&#039;&#039; ἐγένετο „es ereignete sich“ + [[AcI]] versetzt den Leser oder Zuhörer hier wie in V. 15 mitten in einen neuen Handlungsstrang hinein. Καὶ – καὶ „und – und“ scheint semitisierend bzw. in volkstümlichem Griechisch als „als … da“ zu funktionieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er am Sabbat durch die Getreidefelder hindurchging (vorbeiging), da fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren abzureißen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren abzureißen&#039;&#039; Impliziert ist die weitere Information: „und zu essen“ (vgl. NGÜ), wie die Parallestellen Mt 12,1 und Lk 6,1 verdeutlichen. W. „fingen seine Jünger an, [sich] einen Weg zu bahnen, wobei (indem) sie Ähren abrissen.“ Was genau die Jünger taten, wird erst auf den zweiten Blick klar. Man erhält zunächst den Eindruck, dass die Jünger sich einen Weg durch das Feld bahnten, nicht indem sie die Halme flachtraten, sondern indem sie sie einzeln abrissen! Zu diesem Missverständnis tragen gleich zwei ungewöhnliche Phänomene bei. Erstens ist i.d.R. das adv. Ptz. Aor. eigentlich Umstandsangabe und das finite Verb Haupthandlung. Wer den Satz so liest, versteht ihn jedoch falsch. Besser ist es anzunehmen, dass die partizipiale und die finite Form in diesem Fall in einer sprachlichen Eigenheit vertauscht wurden (so BDR §339 Fn 5; NSS). Die wörtliche Übersetzung müsste also etwa so lauten: „während sie [sich] einen Weg bahnten, begannen sie, Ähren abzureißen.“ Das zweite Phänomen betrifft das Verständnis dieser Umstandsangabe, also dem mit „während“ eingeleiteten ersten Satzteil in der soeben zitierten wörtlichen Übersetzung. ὁδὸν ποιεῖν heißt hier nicht „einen Weg bahnen“, sondern ist zu verstehen wie klass. ὁδὸν ποιεῖσθαι „reisen, wandern“ (statt medial wird aktiv formuliert, BDR §310 Fn 3; NSS; Guelich 1989, 119), wie in Ri 17,8 LXX. Die Formulierung wird aus stilistischen Gründen meist adverbial übersetzt (&#039;&#039;unterwegs&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Schau (siehe), was sie [an] einem Sabbat tun: [etwas], das nicht erlaubt ist! (Warum tun sie [an] einem Sabbat, was nicht erlaubt ist?)“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Pharisäer werfen den Jüngern in dieser Episode vor, am Sabbat zu arbeiten, indem sie ernten. Das wäre am Sabbat verboten (Ex 20,8-11; Dtn 5,12-16; Ex 34,21). Die Verletzung der Sabbatruhe galt als einer der schlimmsten Verstöße gegen den Sinai-Bund (Watts 2007, 139). Eine so kleinliche Auslegung des Gesetzes war zu Jesu Zeit in frommen jüdischen Kreisen üblich. Nach dem Exil begannen die Juden, sehr detaillierte Auslegungen des Gesetzes zu erarbeiten, mit Detailregeln für jeden Bereich des Lebens. Indem man sich an sie hielt, sollte man ein unabsichtliches Brechen des Gesetzes oder Verunreinigung möglichst ausschließen können. So regelt das etwa in dieser Zeit entstandene sog. „Damaskus-Dokument“: „Niemand darf am Sabbat aus beruflichen Gründen auf dem (bzw. seinem) Feld unterwegs sein.“ (CD 10,20-21, sinngemäß nach einem engl. Zitat). Weiter heißt es: „Niemand darf am Sabbat essen außer dem, was schon zubereitet ist, weiter nichts, das auf den Feldern liegt“ (CD 10,22-23). Dtn 23,25 beschreibt den Unterschied zwischen dem Pflücken der Ähren und dem Ernten: Ersteres war auch in fremden Feldern erlaubt, Letzteres nicht. Andere Texte verbieten zwar auch das Pflücken am Sabbat, es geht dabei aber um gezielte Ernte. Die Jünger bewegen sich daher innerhalb einer umstrittenen Grauzone, denn streng genommen bereiten sie weder essen zu, noch ernten sie in geschäftlichem Ausmaß (Collins 2007, 201f.). Die Pharisäer sehen darin dennoch einen Bruch des Sabbats, während Jesus seine Jünger gewähren lässt, weil das Gesetz für ihn im Sinne des Menschen auszugelegen ist (V. 27). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Deuteronomium|23|25}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Aber (und) er erwiderte (sagte) {zu ihnen}: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&#039;&#039; W. „Mangel hatte/litt“. In heutigem Deutsch müssen wir entweder etwas allgemeiner (wie vor der Klammer) oder spezifischer (wie in der Klammer) formulieren. Zu unserer Übersetzung vgl. LUT, ELB, ZÜR, MEN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er und die bei ihm Hunger litten (Hunger hatten)? &lt;br /&gt;
{{S|26}} Wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abjatar&#039;&#039; In der herangezogenen Geschichte in 1Sam 21,2-7 ist es nicht Abjatar, sondern dessen Vater Ahimelech, der in Nob die Stiftshütte verwaltet und David aushilft. Erst später (in 1Sam 22,20) tritt Abjatar als dessen einziger überlebender Sohn in Erscheinung, der sich zu David flüchtet, nachdem Saul alle anderen Mitglieder von Ahimelechs Familie im Zorn hat massakrieren lassen. Allerdings war Ahimelech in der Geschichte nicht Hoherpriester, wohl aber später sein Sohn (Collins 2007, 202f.). Die beiden Namen sind schon in 2Sam 8,17 und 1Chr 24,6 vertauscht, was mit dem Bericht bei Markus zusammenhängen könnte. Es gibt verschiedene weitere Erklärungen: 1. Der Name des wichtigeren könnte sich in der Überlieferung der Geschichte von selbst durchgesetzt haben (Collins 2007, 202f.; Guelich 1989, 122). 2. Der Hohepriester Abjatar wird absichtlich erwähnt, entweder weil im Zusammenhang dieser Geschichte auch erzählt wird, wie er Hoherpriester wurde (Jesus benutzt seinen Namen dann als „Stellenangabe“ innerhalb 1. Samuel), oder weil er das Ereignis selbst miterlebte und für Davids Legitimation als König später eine wichtige Rolle spielte (Watts 2007, 141). 3. Aus den unterschiedlichen Versionen könnte zu entnehmen sein, dass beide Priester Doppelnamen hatten (vgl. NSS). 4. Möglicherweise hat Markus’ aramäische Quelle Abjatar nur als „großen Priester“ o.ä. bezeichnet, woraus Markus auf Griechisch unabsichtlich „Hoherpriester“ machte (vgl. France 2002, 146 Fn 52).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus Gottes ging und die geweihten Brote (Schaubrote, ausgestellten Brote)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geweihte Brote&#039;&#039; W. etwa „Brote der Ausstellung“ (appositiver Genitiv), also zu Deutsch „die ausgestellten Brote“. Jesus benutzt hier den Begriff aus der LXX für die aus dem AT bekannten „geweihten Brote“ oder „Schaubrote“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf,&lt;br /&gt;
{{par|Levitikus|24|5|9}}&lt;br /&gt;
und auch denen, die bei ihm waren, [etwas davon] gab?“{{par|1 Samuel|21|2|7}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und er fügte hinzu (sagte) {zu ihnen}: „Der Sabbat wurde für (um … willen) den Menschen geschaffen (gemacht) und nicht der Mensch für (um … willen) den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Also (Daher, sodass) ist der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; Zum Titel s. die [[#note_u|Fußnote zu V. 10]]. Der Titel bezieht sich wie überall im Neuen Testament als Selbstbezeichnung auf Jesus. Es wurde auch für V. 27-28 verschiedentlich vorgeschlagen, dass sowohl „Mensch“ (V. 27) als auch „Menschensohn“ (V. 28) beide dasselbe aramäische Wort übersetzen. In beiden Versen würde Jesus dann entweder von der Menschheit oder in stilistischer Variation von sich selbst sprechen. Oder die Formulierung „Mensch“/„Menschensohn“ ähnelt Ps 8,5, sodass V. 27 vom Menschen, und V. 28 entweder vom Menschen oder von Jesus spricht. Im letzten Fall wäre Jesu Aussage für die Pharisäer nachvollziehbar (so Guelich 1989, 126f.; Collins 2007, 204f.). Doch hätten die christlich denkenden Leser des Evangeliums die Formulierung wohl nicht anders denn als christologischen Titel verstanden – egal wie sie in ihrem ursprünglichen Kontext gemeint war. Es wäre zudem theologisch problematisch, wenn Jesus den von Gott verordneten Sabbat der Willkür des Menschen unterworfen hätte. Und letztlich hätte der Satz nach dieser Deutung lediglich wiederholt, was schon der vorige besagte (Edwards 2002, 96f.). Markus meint daher wohl: Weil Jesus (als der Menschensohn) größere Autorität hat als David, hat er auch die Autorität, den Sabbat zu definieren. Beide sind Gottes Auserwählte, die auf einer von Gott bestimmten Mission sind. So haben jedenfalls Matthäus (12,8) und Lukas (6,5) die Aussage verstanden (France 2002, 147f.; vgl. Collins 2007, 204f.; Edwards 2002, 96f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Herr sogar (selbst, auch) [über] den Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Herr sogar [über] den Sabbat&#039;&#039; κύριός &#039;&#039;Herr&#039;&#039; mit Genitiv heißt „Herr über“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-12&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Verpackt in eine anschauliche Szene stellt Markus dar, dass Jesus die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;13-17&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Abschnitt schließt inhaltlich an den vorhgergehenden Text an und macht deutlich, dass Jesus nicht nur Sünden vergibt , sondern Sünder auch in seine Gemeinschaft aufnimmt. Dadruch wächst sowohl die Zahl seiner Anhänger als auch der Widerstand seiner Gegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;18-22&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die bildreichen Worte Jesu haben im Zusammenhang des Evangeliums die Funktion, die neue Lehre Jesu, wie sie bereits mehrfach durch verschiedene Szenen vorher beschrieben wurde, nochmals zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25166</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25166"/>
		<updated>2017-03-18T10:40:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Anliegen für die einzelnen Abschnitte formuliert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Begriff &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; kommt nicht aus dem Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise in Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht vom oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. In der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; könnte einfach von den ersten christlichen Predigern als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche benutzt worden sein (Guelich 1989, 13f.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<title>Sadduzäer</title>
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		<updated>2016-06-18T20:52:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
Sadduzäer gelten als theologisch konservative Anhänger der Jerusalemer Oberschicht, ohne explizites theologisches Programm. Ihre Grundhaltung kommt vor allem darin zu Ausdruck, dass sie mündliche Gesetzesüberlieferungen ablehnten und allein die fünf Bücher Mose als heilige Schrift anerkannten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff der Saduzäer ist literatisch mit dem griechischen Σαδδουκαῖος erstmalig in [[Markus 12#s18|Mk 12,18]] belegbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Weiß: Sadduzäer, in: TRE Bd. 29, 1998.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
Sadduzäer gelten als theologisch konservative Anhänger der Jerusalemer Oberschicht, ohne explizites theologisches Programm. Ihre Grundhaltung kommt vor allem darin zu Ausdruck, dass sie mündliche Gesetzesüberlieferungen ablehnten und allein die fünf Bücher Mose als heilige Schrift anerkannten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff der Saduzäer ist literatisch mit dem griechischen Σαδδουκαῖος erstmalig in [[Markus 12#s18|Mk 12,18]]) belegbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Weiß: Sadduzäer, in: TRE Bd. 29, 1998.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2016-06-18T18:32:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
Sadduzäer gelten als theologisch konservative Anhänger der Jerusalemer Oberschicht, ohne explizites theologisches Programm. Ihre Grundhaltung kommt vor allem darin zu Ausdruck, dass sie mündliche Gesetzesüberlieferungen ablehnten und allein die fünf Bücher Mose als heilige Schrift anerkannten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff der Saduzäer ist literatisch mit dem griechischen Σαδδουκαῖος erstmalig in [[Markus 12,18|Mk 12,18]] belegbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Weiß: Sadduzäer, in: TRE Bd. 29, 1998.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2016-06-18T18:30:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Die Seite wurde neu angelegt: „Kategorie:Lexikon Sadduzäer gelten als theologisch konservative Anhänger der Jerusalemer Oberschicht, ohne explizites theologisches Programm. Ihre Grundh…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
Sadduzäer gelten als theologisch konservative Anhänger der Jerusalemer Oberschicht, ohne explizites theologisches Programm. Ihre Grundhaltung kommt vor allem darin zu Ausdruck, dass sie mündliche Gesetzesüberlieferungen ablehnten und allein die fünf Bücher Mose als heilige Schrift anerkannten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff der Saduzäer ist literatisch mit dem griechischen Σαδδουκαῖος erstmalig in [[Markus 12,18|Mk 12,18]] belegbar.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_12&amp;diff=24206</id>
		<title>Markus 12</title>
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		<updated>2016-06-18T18:21:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ungeprüfte Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung folgt später}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden|Vers 1-12}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
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{{L|25}}&lt;br /&gt;
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{{L|36}}&lt;br /&gt;
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{{L|38}}&lt;br /&gt;
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{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &amp;lt;ref&amp;gt;In dem folgenden allegorischen Gleichnis (Verse 1-11) sind starke Parallelen zu einem ähnlichen Gleichnis in Jes 5,1-7 zu finden, die Jesus mit seiner Einleitung, die die Anlage des Weinbergs beschreibt (vgl. Jes 5,1-2), bewusst hervorruft. In dem alttestamentlichen Gleichnis erklärt Gott durch den Propheten, wie er mit einem sorgfältig angelegten und gepflegten, doch fruchtlosen Weinstock verfahren wird. Jes 5,7 identifiziert den Weinberg mit dem Haus Israel und die Pflanzen mit den Männern Judas. Er will den Weinberg komplett verwüsten, von Dornen überwachsen und keinen Regen mehr darauf fallen lassen. Auch in Jesu Gleichnis steht der Weinberg für Israel (wie Kennern von Jes 5,7 bekannt wäre), der Erbauer und Besitzer ist Gott (ebenfalls aus Jes 5 und dem Kontext (vgl. V. 9) abzuleiten). Die Winzer repräsentieren die religiösen Führer des Volkes (vgl. V. 12). Der geliebte Sohn muss Jesus sein, der mit dem Gleichnis die in 11,27 gestellte Frage nach seiner Autorität oder Bevollmächtigung beantwortet (Evans 2001, 230). Zudem wurde Jesus schon zweimal in Mk als „geliebter Sohn“ bezeichnet (1,11; 9,7)(France 2002, 458; vgl. die Fn in V. 6). Die abgewiesenen und getöteten Sklaven sind die von Israel verschmähten Propheten, die das Volk immer wieder erfolglos zur Umkehr aufriefen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und er begann, mithilfe von (in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) mit ihnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit ihnen&#039;&#039; D.h. die Vertreter der jüdischen Führung aus dem vorigen Kapitel, die wegen der Tempelreinigung Streit mit Jesus gesucht hatten (vgl. V. 12) (vgl. France 2002, 458; Collins 2007, 544).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu reden: „Ein Mann legte (pflanzte) einen Weinberg an, {und} er errichtete eine Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mauer&#039;&#039; Alle Übersetzungen: „Zaun“. Doch bestand ein solcher Grenz- und Schutzwall eines Weinbergs aus Feldsteinen, die beim Anlegen des Weinbergs entfernt und zu einem Wall aufgeschüttet wurden. Im holzarmen Palästina wäre ein Zaun nach europäischem Verständnis undenkbar, und er hätte auch tierische oder menschliche Eindringlingen nicht so gut vom Weinberg fernhalten können wie ein Steinwall. Diese Mauern können bis zu 2m hoch und mit vertrockneten Dornen bewehrt sein, um Schakale und andere Tiere von den leckeren Trauben abzuschirmen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 316, 309, 334f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn herum, {und} hob ein Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Auffangbecken (Keltertrog) [für die Weinpresse]&#039;&#039; In diese Grube floss der in der Kelter aus den Trauben getretene Traubensaft ab. Ihre Größe hing von den Dimensionen der Kelter ab. ELB und NGÜ sachlich korrekt „Keltertrog“ bzw. „Grube zum Keltern des Weins“ (Dalman nennt diesen Behälter „Kufe“, BA „Keltertrog“). Viele Übersetzungen schreiben vereinfachend, aber etwas ungenau „Kelter“ (bezeichnet die gesamte Weingewinnungsanlage) oder wie GNB „Weinpresse“. Diese Auffanggrube galt als Hauptbestandteil der Kelter. Zu der Anlage gehörten aber auch ein abgeflachter, oft ebenfalls ausgegrabener Tretplatz und je nach Beschaffenheit verschiedene andere durch Graben angelegte Bereiche. Sie alle waren i.d.R. mit Holz, Ton oder Steinen eingefasst und häufig mit Pech abgedichtet. Vom Tretplatz liefen oft Rinnen zu mehreren Keltertrögen ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 356f., 359-63).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus und baute einen Wachtturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wachtturm&#039;&#039; und Schutzmauer waren nötig, um die reifenden Trauben vor Eindringlingen zu schützen. Der Turm konnte eine erhöhte Aussichtsplattform, ein einfaches Häuschen oder, recht häufig, ein gemauerter Steinturm sein, der dazu diente, den gesamten Weinberg zu überblicken ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-68738 Dalman 1935], 333, 316-19). Es musste ständig ein Wächter da sein, der in Hsl 8,11 ein Fünftel des Ertrags bekommt. Der Wächter sollte natürlich Diebstähle verhindern, aber in erster Linie Vögel und andere Tiere von den Trauben fernhalten. Zu den Schädlingen gehörten vor allem Schakale, Füchse, Vögel und Insekten (ebd. 297). Als Waffen dienten ihm dabei Stab, Bogen, Schleuder und wohl auch Falle und Netz (ebd. 332).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dann (und) verpachtete er ihn an Weingärtner (Bauern) und verreiste.{{par|Jesaja|5|1|2}} &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und zur [vereinbarten] Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zur [vereinbarten] Zeit&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]]. Gemeint ist die in der Pachtvereinbarung abgesprochene Zeit (Evans 2001, 233). Bei einem neuen Weinberg wären bis zur ersten Ernte wenigstens 4 Jahre vergangen (France 2002, 459).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sandte er einen Sklaven (Knecht) zu den Weingärtnern (Bauern), um von den Weingärtnern (Bauern) [seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[seinen Anteil] an den Erträgen (Früchten)&#039;&#039; Der [[partitive Genitiv]] macht im Deutschen die Ergänzung von &#039;&#039;[seinen Anteil]&#039;&#039; nötig. Der &#039;&#039;Ertrag&#039;&#039; bezeichnet wohl eher einen Geldwert aus dem Erlös der Ernte als einen tatsächlichen Anteil der Ernte (Evans 2001, 233).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Weinbergs zu erhalten (abzuholen),&lt;br /&gt;
{{S|3}} doch sie packten und schlugen (misshandelten, drangsalierten) ihn und schickten ihn mit leeren Händen [fort]. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Da (Und) sandte er noch einen Sklaven (Knecht) zu ihnen. Auch den schlugen sie auf den Kopf (schändeten/verwundeten sie am Kopf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen sie auf den Kopf (schändeten sie am Kopf)&#039;&#039; Die genaue Bedeutung dieses Verbs, das sich direkt von dem Wort für „Kopf“ ableitet (wie dt. „köpfen“), ist unbekannt. Es wird häufig als eine Anspielung auf Johannes dem Täufer gesehen, der zu den Propheten zählte und enthauptet worden war. Da der Sklave jedoch offensichtlich überlebt, heißt das Wort vermutlich entweder „auf den Kopf schlagen“ (BA) bzw. „am Kopf verletzen“ oder „am Kopf entehren“, wie es zwei von David gesandten Sklaven in 2Sam 10,2b-5 erging. Den beiden wurden die Bärte abrasiert. Vielleicht entblößen die Weingärtner auch das Haupt des Boten, indem sie seinen Turban wegnehmen (Evans 2001, 233f.). Jede Art von Schändung oder Gewalt gegen den Kopf wäre wohl höchst entehrend gewesen, wie auch aus dem zweiten Verb hervorgeht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und entehrten ihn. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) sandte er einen weiteren, und den brachten sie um, und viele andere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und viele andere&#039;&#039; D.h. wohl „und er schickte noch viele andere“. NGÜ (vgl. EÜ, GNB) formuliert etwas freier, aber elegant und treffend „So ging es noch vielen anderen“. Auf der übertragenen Ebene sind damit die von Israel missachteten Propheten des Alten Testaments gemeint (vgl. die Fn zu V. 1).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
manche verprügelten sie, andere brachten sie um&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verprügelten sie ... brachten sie um&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]] (2x), hier als Indikative aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|6}} Er hatte noch einen: [seinen] (noch [seinen] einzigen) geliebten Sohn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;noch einen: [seinen] geliebten Sohn&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;noch [seinen] einzigen geliebten Sohn&#039;&#039; Der &#039;&#039;geliebte Sohn&#039;&#039; ist Jesus, der in Mk schon zweimal als „geliebter Sohn“ bezeichnet worden ist (1,11; 9,7)(France 2002, 458). Das Word &#039;&#039;geliebt&#039;&#039; lässt sprachlich auch Abrahams Bereitschaft aus Gen 22,2 LXX anklingen, seinen geliebten Sohn Isaak Gottes Willen zu opfern. In der einflussreichen griechischen Übersetzung des AT übersetzt das gr. Wort „geliebt“ interessanterweise häufig das hebr. Wort für „einzig“, sodass man hier durchaus die Konnotation eines „einzigen geliebten Sohnes“ sehen kann, die durch das schon vorhandene &#039;&#039;einen/einzigen&#039;&#039; noch verstärkt wird (vgl. Evans 2001, 234f.). Daher übersetzt NET treffend: „He had one left, his one dear son.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er sandte ihn als letzten zu ihnen, weil er glaubte (dachte, sich sagte):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil er glaubte (dachte, sich sagte)&#039;&#039; Kausales (oder modales) [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Meinen Sohn werden sie respektieren (achten).‘ &lt;br /&gt;
{{S|7}} Aber jene Weingärtner (Bauern) sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um,{{par|Genesis|37|20}} dann wird das Erbe uns gehören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;uns gehören&#039;&#039; W. „unser sein“. &amp;lt;/ref&amp;gt;!‘{{par|1 Könige|21|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und sie packten ihn und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie packten ihn und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
brachten ihn um, danach (und) warfen sie ihn hinaus vor den Weinberg.{{par|1 Könige|21|16}} &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was wird nun der Besitzer (Herr) des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner (Bauern) ausmerzen (töten, vernichten), und den Weinberg wird er anderen geben.{{par|Jesaja|5|5}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Habt ihr nicht auch (nicht einmal) diese Schriftstelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diese Schriftstelle&#039;&#039; W. „diese Schrift“, d.h. „den folgenden Abschnitt der Schrift“. Viele Übersetzungen geben das Wort nach LUT mit „Schriftwort“ wieder, GNB: „die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;‚[Der] Stein&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein&#039;&#039; Obwohl im Griechischen kein Artikel steht, ist das Substantiv bestimmt. Das ist auf eine Eigenart der (hier auf Griechisch zitierten) hebräischen Poesie zurückzuführen (NSS). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, den die Bauleute abgelehnt (verworfen, zurückgewiesen) haben,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Stein, … , &amp;lt;u&amp;gt;der&amp;lt;/u&amp;gt; ist zum Eckstein geworden&#039;&#039; Die Konstruktion legt Gewicht auf den angesprochenen Gegensatz. Man könnte auch formulieren: „Gerade [der] Stein … ist geworden“. W. „[der] Stein … dieser ist geworden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zum Schlussstein (Kopfstein, Eckstein)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039;, &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; oder &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039;, Gr. κεφαλὴ γωνίας, w. „Haupt [der] Ecke“. Traditionell hat man das Wort als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; übersetzt, auch aufgrund von 1Petr 2,6-8, wo dieser „Kopfstein“ Menschen in übertragener Hinsicht zu Fall bringt. Dieser Deutung, genauer, als „Grundstein“, folgt heute noch Collins 2007, 548. Allerdings wäre das eine ungewöhnliche Verwendung des hebräischen und griechischen Wortes „Haupt/Kopf“ – man sollte meinen, ein Kopf wäre (auch im übertragenen Sinn) tendenziell oben am fraglichen Objekt zu finden. Die Bezeichnung „Haupt [der] Ecke“ ließe eher auf einen &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; schließen, der eine Ecke, aber auch einen Bogen, Dachgiebel oder eine Säule abschließt (Evans 2001, 238). Ein solcher Schlussstein könnte den Bau eines Gebäudes vollenden und durch Form und Verzierungen besonders ins Auge fallen (France 2002, 463). Das Argument aus 1Petr 2,6-8 für die Deutung als &#039;&#039;Eckstein&#039;&#039; lässt sich mit der Beobachtung entkräften, dass der Verfasser vermutlich mehrere Metaphern vermischt, wie er das schon in V. 5 tut (France 2002, 463 Fn 24). Die Übersetzung &#039;&#039;Kopfstein&#039;&#039; gibt zwar die zugrunde liegende Metapher wieder, könnte im Deutschen wegen der Assoziation mit „Kopfsteinpflaster“ zu Missverständnissen führen. Daher ist &#039;&#039;Schlussstein&#039;&#039; besser geeignet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem abgelehnten Stein, der zum Schlussstein wird, bezieht Jesus sich auf sich selbst – gerade vor dem Hintergrund des gewissermaßen unvollendet, ja unbeachtet gebliebenen Einritts in Jerusalem (Mk 11,1-11) und der fehlenden Anerkennung durch die religiösen Führer der Juden. Diese sind mit den &#039;&#039;Bauleuten&#039;&#039; gemeint. In der zeitgenössischen jüdischen Auslegung hatte man Ps 118,22f. noch auf den – zunächst als Königskandidaten ja „übersehenen“ – König David bezogen (Evans 2001, 238). Mit dem Zitat gibt Jesus gleichzeitig auch zu verstehen, dass er diese Ereignisse als Erfüllung seiner Vorhersage aus Mk 8,31 versteht. Dort hatte Jesus zum ersten Mal vorausgesagt, von den religiösen Führern abgelehnt zu werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworden;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das kommt vom Herrn,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das kommt vom Herrn&#039;&#039; Oder etwas freier, aber schöner: „Das geht auf das Wirken des Herrn zurück“. W. etwa „Dies ist vom/durch den Herrn entstanden/gekommen“. GNB: „Der Herr hat dieses Wunder vollbracht“, NGÜ schlicht „Das hat der Herr getan“. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das&#039;&#039; (Nom. Sg. fem.) könnte sich innerhalb des griechischen Satzes auch auf „Haupt/Kopf“ (V. 10) beziehen. Mehrere Übersetzungen weichen deshalb etwas von unserer Wiedergabe ab: „vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen“ (ELB, vgl. ZÜR, MEN). Wahrscheinlicher ist, dass das ungewöhnliche feminine Demonstrativpronomen einfach eine wörtliche Übersetzung des hebr. {{Hebr}}זֹּאת{{Hebr ende}} „dies“ darstellt (France 2002, 462 Fn 18). Das Zitat in Vv. 10-11 stammt aus der griechischen Übersetzung von Ps 118,22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und es ist wunderbar in unseren Augen.‘“{{par|Psalm|118|22|23}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (Und) wollten sie ihn gerne (suchten sie [nach einer Möglichkeit],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da wollten sie ihn gerne&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;suchten sie [nach einer Möglichkeit]&#039;&#039;, auch als [[inchoatives Imperfekt]] vorstellbar: „begannen [nach einer Möglichkeit zu suchen], ihn zu ergreifen“ (vgl. Collins 2007, 549). Vgl. dazu die parallele Formulierung [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] und Fußnote, sowie [[Markus 14#s1|14,1]] und [[Markus 14#s11|11]]. Anstatt mit „[nach einer Möglichkeit] suchen“ haben wir Gr. ζητέω etwas passender i.S.v. „(gerne) wollen, wünschen“ übersetzt. EÜ (vgl. GNB, NGÜ, MEN, ZÜR) formuliert elegant: „Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn...) festnehmen (verhaften), aber sie fürchteten die Menschenmenge, denn sie wussten (merkten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie wussten&#039;&#039; Diese Begründung fällt wegen der prägnanten Ausdrucksweise sehr schwammig aus. Wir erfahren nicht, ob mit &#039;&#039;sie&#039;&#039; die religiösen Führer oder das Publikum gemeint sind, oder warum die Führer gerade deshalb Angst vor dem Volk hatten, weil sie (oder das Volk) die wahre Bedeutung von Jesu Geschichte verstanden hatten. Das wahrscheinlichere Subjekt sind die Priester und Schriftgelehrten, von denen ja unmittelbar zuvor die Rede war, doch werden die meisten Zuschauer verstanden haben, was gemeint war (France 2002, 464). Nach France wäre die folgende sinngemäße Formulierung möglich: „Da suchten sie [nach einer Möglichkeit] ihn zu ergreifen, (konnten es aber noch nicht, weil) sie die Menschenmenge fürchteten, denn sie wussten (und waren sich bewusst, dass auch das Volk wusste), dass er das Gleichnis zu ihnen gesagt hatte (sodass die Menge sich womöglich auf seine Seite geschlagen hätte).“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
dass er das Gleichnis gegen sie gesprochen hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gegen sie gesprochen hatte&#039;&#039; Etwas freier formuliert, würde man in heutigem Deutsch sagen: „dass sie mit dem Gleichnis gemeint waren“ (vgl. NGÜ, EÜ). MEN: „gegen sie gerichtet hatte“, GNB: „dass das Gleichnis auf sie gemünzt war “.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Daher (und) sie ließen ihn zurück (ihn unbehelligt; von ihm ab) und gingen davon. &lt;br /&gt;
{{S|13}} Und (danach) sie schickten einige Pharisäer und Herodianer (Anhänger von Herodes) zu ihm, um {sie} ihn [in] einer Äußerung ([mit] einer Frage)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[in] einer Äußerung&#039;&#039; oder &#039;&#039;[mit] einer Frage&#039;&#039; W. etwa „[durch/anhand] eine Aussage/Wort“, wobei Markus nicht auflöst, ob λόγος „Wort/Aussage“ sich auf die Fangfrage oder auf die erhoffte unbedachte Äußerung bezieht. Die Präposition (hier in eckigen Klammern) ist im Deutschen zu ergänzen, im Griechischen übernimmt der [[instrumentaler Dativ|instrumentale Dativ]] deren Funktion (vgl. NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu fangen (ertappen).&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und als sie ankamen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als sie ankamen&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit temporalem Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie zu ihm: „Lehrer, wir wissen, dass du objektiv (aufrichtig) bist und auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auf niemanden besondere Rücksicht nimmst&#039;&#039; Gemeint ist, dass sich Jesus weder von den Meinungen anderer beeinflussen lässt noch auf menschliche Zustimmung aus ist. Übersetzungen wie „Du kümmerst dich um niemanden“ (ELB) oder, ähnlich OfBi, „Du nimmst auf niemanden Rücksicht“ (EÜ, MEN) sind insofern irreführend. Die doppelte Verneinung (W. „nimmst &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf &#039;&#039;niemanden&#039;&#039;...“) gibt der Verneinung besondere Ausdruckskraft (NSS), lässt sich aber nicht direkt übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Du schaust {eben} nicht auf [das] Äußere&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das Äußere&#039;&#039; W. „das Gesicht“ (Hebraismus). Bezeichnet hier als Metonymie (Konkretes für Abstraktes) die Person, insbesondere Ansehen und Stellung, so ähnlich wie in der deutschen Wendung „das Gesicht wahren“. Die Tugend der Unparteilichkeit war schon im Gesetz angemahnt (Lev 19,15). Ähnliche Wendungen in Gal 2,6; Jud 16 (vgl. France 2002, 467f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[der] Menschen, sondern lehrst wirklich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wirklich&#039;&#039; W. „in Wahrheit“. Die wörtliche Übersetzung hätte auf Deutsch jedoch nicht die gleiche Bedeutung. Es ist als Beteuerung zu verstehen wie „wahrlich, amen“, das Jesus häufig benutzt (TLNT I, 2; LN 70.4). Am besten daher &#039;&#039;wirklich&#039;&#039; (EÜ, NEÜ). NLB: „was du sagst, ist wahr“, LUT: „recht“, NGÜ: „lässt du dich allein von der Wahrheit leiten“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Weg Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Weg Gottes&#039;&#039; bezeichnet Gottes Willen für das menschliche Leben (vgl. France 2002, 468; NSS). Die gleiche Wendung findet sich in Apg 18,26 sowie Bar 3,13. Vgl. Apg 16,17; 18,25, aber auch Joh 14,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Darf man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Darf man&#039;&#039; Oder „Ist es richtig“ (NGÜ, NLB, NEÜ). Dem Kontext gemäß könnte man auch übersetzen: „Ist es nach Gottes Gesetz erlaubt“ (GNB, viele engl. Übers.; Bratcher 1993, 372) oder „ist es Gottes Wille“ (NSS, HfA). Diese Wendung hat im Markusevangelium jedes Mal wenigstens implizit mit dem Gesetz oder jüdischen Vorschriften zu tun (Mk 2,24.26; 3,4; 6,18; 10,2).   &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dem] Kaiser (Cäsar) Steuern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Steuer&#039;&#039; Eine Pauschalabgabe, die jede Person im römischen Herrschaftsgebiet als Kopf- und Eigentumssteuer entrichten musste. Als Galiläer war Jesus nicht betroffen. Anders als Judäa stand Galiläa nicht unter direkter römischer Verwaltung (France 2002, 465).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zahlen oder nicht? Sollen wir [sie] zahlen oder nicht zahlen?“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Doch er erkannte ihre Heuchelei und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erkannte … und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination aufgelöst. Auch die kausale Sinnrichtung wäre denkbar. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte zu ihnen: „Warum stellt ihr mir eine Falle (versucht ihr mich)?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum stellt ihr mir eine Falle?&#039;&#039; Die Pharisäer haben sich schon zweimal vorher an Fangfragen versucht (Mk 8,11; 10,2; vgl. Joh 8,6). Jetzt spricht Jesus den Vorwurf zum ersten Mal aus. Vorher benutzte nur Markus den Begriff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bringt mir einen Denar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt mir einen Denar&#039;&#039; Eine römische Silbermünze. Nach Mt 20,2 konnte ein Denar Lohn für die Arbeit eines Tages sein. Auf den Denaren, die hier im Mittelpunkt stehen und in denen die Kopfsteuer zu entrichten war, wurde der Kaiser als „Sohn des göttlichen Augustus“ und „Hoher Priester“ bezeichnet. Für die Juden wäre das eine Provokation gewesen. Das war zu dieser Zeit Tiberius (France 2002, 466.68). &#039;&#039;Bringt&#039;&#039; ist wörtlich übersetzt. Das Verb deutet vielleicht darauf hin, dass keiner der Anwesenden eine so wertvolle Münze einfach aus der Tasche ziehen konnte. Ansonsten hätte man das Verb „geben“ erwarten können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
damit ich [ihn] mir anschauen [kann].“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Da brachten sie [ihm einen]. Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift [ist das hier]?“ Sie {aber} antworteten (sagten) {ihm}: „[Des] Kaisers (Cäsars).“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Da sagte Jesus zu ihnen: „Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was [dem] Kaiser (Cäsar) gehört...&#039;&#039; Oder „Des Kaisers [Eigentum] gebt [dem] Kaiser“. W. etwa „was des Kaisers [ist], gebt...“. Ebenso bei &#039;&#039;was Gott gehört...&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gebt [dem] Kaiser (Cäsar) zurück, und was Gott [gehört], [gebt] Gott!“ Da (Und) waren sie sehr erstaunt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;waren sie sehr erstaunt&#039;&#039; Die Gute Nachricht trifft den Sinn am besten: „Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
über ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} {Und} es kamen zu ihm [[Sadduzäer]], welche sagen (der Meinung sind), dass es keine Auferstehung gibt, und fragten ihn {sagend}: &lt;br /&gt;
{{S|19}} „Lehrer, Mose hat uns geschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geschrieben&#039;&#039; gemeint ist in der Torah als Gesetz aufgeschrieben&amp;lt;/ref&amp;gt;: ,Wenn jemandes Bruder stirbt, und eine Frau zurücklässt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und eine Frau zurücklässt&#039;&#039; ist eine Ergänzung des Markus zu diesem Zitat aus dem Dtn.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kein Kind hinterlässt, dass dann sein Bruder dessen Frau nehmen und er für seinen Bruder Nachkommen (Samen) zeugen (aufrichten) soll‘. ([[Deuteronomium 25#s5 |Dtn 25,5]])&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es waren [einmal] sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterließ er keinen Nachkommen (Samen).&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und der zweite nahm sie, und er starb und hinterließ keinen Nachkommen (Samen). Und der dritte ebenso. &lt;br /&gt;
{{S|22}} {Und} die Sieben hinterließen [also alle] keinen Nachkommen. Zuletzt nach allen starb auch die Frau.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Bei der Auferstehung, wenn sie auferstehen: [Mit] wem von ihnen wird sie [dann als] Frau [verheiratet] sein? Denn diese sieben hatten sie [alle] zur Frau.“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Jesus sagte zu ihnen: „Irrt ihr euch nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt, und auch nicht Gottes Kraft?&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Hinsichtlich der Toten aber, dass sie auferweckt werden – habt ihr nicht im Buch des Mose gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm sprach {sagend}: ‚Ich [bin] der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? &lt;br /&gt;
{{S|27}} Er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt euch sehr.“&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und es kam einer von den Schriftgelehrten zu ihnen, der gehört hatte, wie sie diskutierten (ihre Diskussion, ihr Streiten). Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: „Was ist das höchste (erste) Gebot von allen?“&lt;br /&gt;
{{S|29}} Jesus antwortete: „Das höchste (erste) Gebot ist: ‚Höre Israel: Der Herr, unser Gott, ist Herr allein,&lt;br /&gt;
{{S|30}} und liebe (du sollst lieben) den Herrn, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand (Vernunft, Gesinnung) und aus deiner ganzen Kraft (Macht, Stärke).‘{{par|Deuteronomium|6|4|5}}{{par|Josua|22|5}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Das zweite (andere) ist dieses: ‚Liebe (und du sollst lieben) deinen Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) wie dich selbst!‘{{par|Levitikus|19|18}} Größer als diese ist kein anderes Gebot.“&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Gut, Lehrer, hast du von der Wahrheit geredet: ‚Er nur einer ist und kein (nicht ein) anderer außer ihm.‘&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und ‚ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzer Auffassungsgabe&amp;lt;ref&amp;gt;gr. συνέσεως&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus ganzer Kraft und den Mitmenschen (Nächsten, Nahestehenden, Nachbarn) zu lieben wie sich selbst‘, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“&lt;br /&gt;
{{S|34}} Als Jesus sah, dass er verständig antwortete, sagte er zu ihm: „Du bist nicht weit [entfernt] vom Reich Gottes (von der Gottesherrschaft).“ Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.&lt;br /&gt;
{{S|35}} {Und} Jesus sprach (antwortete) {und redete}, als er im Tempel lehrte: „Wie [können] die Schriftgelehrten sagen, dass der Gesalbte der Sohn Davids ist?&lt;br /&gt;
{{S|36}} David selbst sagte im heiligen Geist: ‚Der Herr sagte zu meinem Herrn. Setze [dich] zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße setze.‘&amp;lt;ref&amp;gt;Ps 110,1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} David selbst nennt ihn Herrn, und wie soll er [dann] Sohn sein?“ Und die große Menschenmenge hörte ihn gern. &lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte in seiner Lehre: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Roben umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen &lt;br /&gt;
{{S|39}} und Vorsitze in den Synagogen und erste Plätze bei den Festmählern [begehren].&lt;br /&gt;
{{S|40}} Diejenigen, die die Häuser der Witwen verschlingen und für den Anschein lange beten, sie werden ein umfangreicheres Urteil erhalten.“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er setzte sich gegenüber dem Opferkasten und beobachtete, wie die Menschenmenge Geld in den Opferkasten warf; und viele Reiche warfen viel ein.&lt;br /&gt;
{{S|42}} Da kam eine einzige arme Witwe und warf zwei Lepta ein, das entspricht einem Quadrans. &lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: „Ja (amen), ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten eingeworfen als alle [anderen], die [etwas] eingeworfen haben.&lt;br /&gt;
{{S|44}} Denn alle haben [etwas] aus ihrem Überfluss eingeworfen, aber sie warf aus ihrem Mangel alles ein, was sie hatte, ihren gesamten Lebensunterhalt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Hebr%C3%A4er_13&amp;diff=15370</id>
		<title>Hebräer 13</title>
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		<updated>2014-03-27T09:33:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: V 12+13 ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}&lt;br /&gt;
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{{S|4}}&lt;br /&gt;
{{S|5}}&lt;br /&gt;
{{S|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Jesus Christus [ist] derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtliche Beibehaltung der Wortstellung: „Jesus Christus gestern und heute, derselbe auch in alle Ewigkeit.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|9}}&lt;br /&gt;
{{S|10}}&lt;br /&gt;
{{S|11}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Darum hat auch Jesus, um das Volk zu heiligen durch sein eigenes Blut, gelitten außerhalb des Tores.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Deshalb lasst uns hinausgehen zu ihm, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Denn wir haben hier keine bleibende (fortbestehende) Stadt, sondern wir suchen nach der zukünftigen (begehren die zukünftige).&lt;br /&gt;
{{S|15}}&lt;br /&gt;
{{S|16}}&lt;br /&gt;
{{S|17}}&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} Der Gott aber des Friedens, der herausgeführt hat aus den Toten den großen Hirten der Schafe im (durch) Blut des ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus,&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
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{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<title>Johannes 10</title>
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		<updated>2013-06-26T16:28:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Rohübersetzung V11-16&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
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{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} „Wahrlich, wahrlich (Amen, amen), ich sage euch: Wer nicht durch den Eingang (die Tür) in das Gehege (den Hof) der Schafe gelangt (eintritt), sondern auf anderem Wege hineinsteigt,&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wer nicht gelangt … hineinsteigt&#039;&#039; Substantiviertes Ptz., als Relativsatz mit „wer“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; der ist ein Dieb und ein Räuber!&lt;br /&gt;
{{S|2}} Wer aber durch das Gatter (den Eingang, die Tür) eintritt (hineinkommt),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;derjenige, der … eintritt&#039;&#039; Substantiviertes Ptz., als Relativsatz mit „derjenige, der“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt; ist [der] Hirte der Schafe. &lt;br /&gt;
{{S|3}} Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie hinaus. &lt;br /&gt;
{{S|4}} Wenn er alle seine eigenen [Schafe] hinausgebracht (hinausgetrieben) hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, denn sie kennen seine Stimme. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Doch einem anderen würden (werden) sie niemals folgen, sondern ihm davonlaufen (fliehen, weichen), denn sie kennen die Stimmen&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Stimme“ (Sg.)&amp;lt;/ref&amp;gt; anderer [Menschen] nicht.“ &lt;br /&gt;
{{S|6}} Dieses Gleichnis (Sprachbild) erzählte ihnen Jesus, aber sie wussten nicht, was es war, über das er mit ihnen gesprochen hatte. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Darum sprach (redete, erzählte) Jesus weiter (noch einmal, erneut): „Wahrlich, wahrlich (Amen, amen), ich sage euch: {dass} Ich bin das Gatter (der Eingang, die Tür) [für] die Schafe (Schafgatter)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gatter [für] die Schafe&#039;&#039; W. „Gatter der Schafe“ (Appositiver Genitiv). &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|8}} Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe haben ihnen nicht zugehört. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Ich bin das Gatter (der Eingang, die Tür): Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden, und er wird ein- und ausgehen und Weideland finden. &lt;br /&gt;
{{S|10}} Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, {und} zu schlachten (töten) und zu zerstören. &#039;&#039;Ich&#039;&#039; bin gekommen, damit sie Leben haben, und Überfluss (Fülle, Mehr) haben.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte stellt (setzt, legt) seine Seele für die Schafe.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wer Lohnarbeiter und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht hat, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht - und der Wolf raubt und zerstreut [sie] -&lt;br /&gt;
{{S|13}} weil er ein Lohnarbeiter ist und sich nicht kümmert um die Schafe.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen, und mich kennen die Meinen,&lt;br /&gt;
{{S|15}} wie der Vater mich kennt, kenne auch ich den Vater und ich setze (stelle, lege) mein Leben für die Schafe.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und ich habe andere Schafe, die nicht von diesem Hof sind; auch diese muss ich (es ist mir nötig diese zu) bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte.&lt;br /&gt;
{{S|17}}&lt;br /&gt;
{{S|18}}&lt;br /&gt;
{{S|19}}&lt;br /&gt;
{{S|20}}&lt;br /&gt;
{{S|21}}&lt;br /&gt;
{{S|22}}&lt;br /&gt;
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{{S|26}}&lt;br /&gt;
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{{S|34}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<title>Jeremia 7</title>
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		<updated>2013-06-26T16:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Rohübersetzung V1-4&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das Wort, das an Jeremia von JHWH geschah:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Stell dich in das Tor des Hauses JHWHs und rufe dort dieses Wort und sage: Hört das Wort JHWHs, ganz Juda, die ihr kommt durch diese Tore, um JHWH anzubeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} So spricht JHWH, Herr der Heerschaaren, Gott Israel: Macht gut eure Wege und eure Taten, dann werde ich euch wohnen lassen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} Verlasst euch nicht auf Worte der Lüge, wenn sie sagen: Der Tempel JHWHs, der Tempel JHWHs, der Tempel JHWHs ist dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{S|32}} &lt;br /&gt;
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{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<title>Jesaja 40</title>
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		<updated>2013-06-19T16:51:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: V1-2 in Rohübersetzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. &lt;br /&gt;
{{S|2}} Redet zum Herzen Jerusalems und ruft zu ihm, dass sein Frondienst (Heeresdienst) vollendet (erfüllt) ist, dass seine Schuld abgetragen ist, dass es bekommen hat aus der Hand JHWH das Doppelte für alle seine Sünden. &lt;br /&gt;
{{S|3}} [Es erschallt] der Ruf (die Stimme) eines Rufenden:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Räumt in der Steppe (Wüste) den Weg JHWHs frei!&lt;br /&gt;
Ebnet in der Wüste (Steppe) eine Straße für unseren Gott!&lt;br /&gt;
{{S|4}} Jedes Tal soll (wird) sich erhöhen und jeder Berg und Hügel einsinken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominal-perfekt&amp;quot;&amp;gt;Nominalsatz (Perfekt): Vorausschau/Aufforderung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann wird das Zerklüftete (Höckerige, Unebene) zu einer Ebene werden und der steile Pass (der Bergsattel) zu einem weiten Tal (einer Talebene).&amp;lt;ref name=&amp;quot;konsekutivperfekt&amp;quot;&amp;gt;Konsekutivperfekt: Folgerung/Vorausschau&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|5}} Dann wird sich die Herrlichkeit (die Ehre, der Ruhm) JHWHs zeigen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;konsekutivperfekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und alles Sterbliche (alles Fleisch, jeder Mensch) wird ihn sehen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;konsekutivperfekt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn ja&amp;lt;ref&amp;gt;Das hebräische Wort {{Hebr}}כִּי{{Hebr ende}} markiert u.A. Bekräftigungen und Folgerungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Mund JHWHs hat [es] gesagt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}}&lt;br /&gt;
{{S|8}}&lt;br /&gt;
{{S|9}}&lt;br /&gt;
{{S|10}}&lt;br /&gt;
{{S|11}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Wer hat abgemessen in seiner hohlen Hand Wassermassen, und hat die Himmel mit dem Maß gemessen? Und ganz im Drittelmaß ist der Stab der Erde und er wiegt mit der Waage die Berge, und die Hügel mit Gewichten.&lt;br /&gt;
{{S|13}} Wer wird feststellen den Geist JHWHs, und [wer ist] ein Mann, den er (der ihn) seinen Beschluss wissen lassen wird?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Mit wem hat er sich beraten und er hat ihn (es) verstanden, und hat ihn gelehrt den Weg des Rechts (Gerichts, Urteils), und hat ihn Erkenntnis gelehrt und wird ihn erkennen lassen einen Weg der Einsichten?&lt;br /&gt;
{{S|15}} Da: Völker [sind] wie ein Tropfen aus einem Eimer, und wie Staubwolken [auf] der Waage werden sie gerechnet. Da: Inseln wird er wie Staubpartikel aufheben. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und der Libanon ist nicht genug zum Ausplündern (Niederbrennen), und seine Tiere &amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. Singular „Getier“&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht genug als Brandopfer.&lt;br /&gt;
{{S|17}} All die Völker sind wie nichts vor ihm, als Ende und Öde werden sie betrachtet von ihm.&lt;br /&gt;
{{S|18}} Mit wem wollt ihr Gott vergleichen? Und welches Abbild ihm zuordnen?&lt;br /&gt;
{{S|19}} Das Kultbild hat ein Handwerker gegossen, und ein Goldschmied &amp;lt;ref&amp;gt;wörtl. Brenner, Schmelzer&amp;lt;/ref&amp;gt; wird es mit Gold beschlagen, und [es hat] Silberketten (Silberdrähte) eines Goldschmieds.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Der Verarmte [gibt ein] Hebopfer&amp;lt;ref&amp;gt;Andere Deutung aufgrund der akkadischen Vokabel musukkannu: „Das Sissoo-Holz als Podest“ – Bei dem Holz der Dalbergia Sissoo handelt es sich um ein sehr wertvolles Material, das im Alten Orient u. a. für feine Schnitzereien und im Bereich der Medizin verwendet wurde und sich durch seine hohe Beständigkeit auszeichnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;: Er wird ein Holz auswählen, das nicht faulen wird, [und] einen geschickten Handwerker für sich suchen, um ein Kultbild aufzustellen, das nicht wackeln wird.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Erkennt ihr nicht? Hört (gehorcht) ihr nicht? Ist euch nicht von Beginn verkündet worden? Habt ihr nicht Einsicht erhalten von (seit) den Grundfesten der Erde?&lt;br /&gt;
{{S|22}} [Er ist] der, der auf dem Kreis der Erde sitzt – und die auf ihr sitzen, sind wie Heuschrecken –, der ausspannt wie einen Schleier den Himmel und hat ihn ausgebreitet wie ein Zelt zum Ausruhen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Der die Fürsten zu nichts macht, hat Richter der Erde zu Öde gemacht.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Noch werden sie nicht eingepflanzt, noch werden sie nicht ausgesät, noch hat keiner Wurzeln geschlagen im Land ihres Wurzelstammes, da hat er auf sie geblasen, und sie sind vertrocknet, und ein Sturm wird sie wie Strohhalme hochheben.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und mit wem wollt ihr mich vergleichen und ich wäre ähnlich? Es spricht der Heilige&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtl. „ein Heiliger“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|26}}&lt;br /&gt;
{{S|27}}&lt;br /&gt;
{{S|28}}&lt;br /&gt;
{{S|29}}&lt;br /&gt;
{{S|30}}&lt;br /&gt;
{{S|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Johannes_2&amp;diff=10178</id>
		<title>1 Johannes 2</title>
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		<updated>2013-06-19T16:28:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: V1-2 in Rohübersetzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Meine Kinder, dieses schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, haben wir einen Parakleten (Fürsprecher, Helfer, Beistand) bei dem Vater,Jesus Christus [den] gerechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht für die unseren allein, sondern auch für die ganze Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{S|27}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Johannes_1&amp;diff=10177</id>
		<title>1 Johannes 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=1_Johannes_1&amp;diff=10177"/>
		<updated>2013-06-19T16:21:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: V8-10 in Rohübersetzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}&lt;br /&gt;
{{S|2}}&lt;br /&gt;
{{S|3}}&lt;br /&gt;
{{S|4}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das ist die Botschaft (Nachricht), die wir gehört haben von ihm und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und überhaupt (absolut) keine Finsternis (Dunkel) in ihm ist.&lt;br /&gt;
{{S|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} Wenn wir sagen, dass wir Sünde nicht in uns haben, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenn wir unserer Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.&lt;br /&gt;
{{S|10}} Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner und sein Wort ist nicht in uns.&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie_Diskussion:Grammatik&amp;diff=9880</id>
		<title>Kategorie Diskussion:Grammatik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie_Diskussion:Grammatik&amp;diff=9880"/>
		<updated>2013-05-13T14:51:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Vorschlag Fließtext-Grammatik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer gelegentlich mal liest, was ich poste (ich weiß, dass das zu viel ist, als dass jemand alles lesen könnte :) ), weiß vielleicht, dass ich als Offene Grammatik lieber sozusagen eine Fließtext-ausgabe als eine Kategorien-seite anzielen würde. Ich weiß aber natürlich gleichzeitig, dass das vermutlich für die 5,6 regelmäßig angemeldeten User zu viel Arbeit wäre, selbst eine solche Grammatik zu verfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin aber zufällig auf [http://www.anelanguages.com/?page_id=22 diesen Post] auf ANE gestoßen (ich scheine irgend etwas Roboterhaftes an mir zu haben; ich mag ausführliche Linklisten fast genau so wie Übersetzungsvergleiche), wo unter Anderem Links zu 23 mittlerweile gemeinfreien Grammatiken gesammelt sind. Einige kenne ich; und so weiß ich denn auch, dass z.B. Davidson unwahrscheinlich gut ist; manchmal natürlich nicht mehr ganz aktuell, aber sehr verständlich, sehr strukturiert, sehr übersichtlich. Und da kam mir der naheliegende Gedanke, dass wir ja genau so gut eine dieser alten Grammatiken als Grundlage nehmen und die dann nach und nach mit den anderen 22 vergleichen und gleichzeitig wissenschaftlich auf einen neueren Stand bringen könnten. Auch das ist natürlich eine Sisyphos-Arbeit, die von 5,6 Usern fast nicht realisierbar ist - aber das gilt ja für die ganze Offene Bibel; die Offene Bibel insgesamt ist ja darauf ausgerichtet, dass nach und nach die Zahl der aktiven User steigen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde deshalb anbieten, mir einfach mal für den Anfang die Inhaltsverzeichnisse dieser Grammatiken anzusehen, das abzugleichen mit Arnold/Choi, BHRG, GKC, IBHS und Joüon und das dann alles zu einem Strukturvorschlag zu synthetisieren, der dann nach und nach gefüllt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bevor ich mir so eine Arbeit aufhalse, will ich natürlich erst mal wissen: (1) Wie ist denn eure Meinung zu Fließtext-Grammatik vs. Kategorien-Grammatik? und (2) Was haltet ihr von dem Vorschlag der &amp;quot;veralteten Grundlage&amp;quot; einer Fließtextgrammatik?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Liebe Grüße&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:04, 29. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar eher ungeordnete Gedanken, weil ich so müde bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Worin siehst du den Vorteil der Fließtext-Konzeption? Für mich halten sich die Vor- und Nachteile zwischen beiden - beim raschen Durchdenken - in etwa die Waage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Grundsätzlich mag ich den Gedanken sehr, alte Werke weiter zu verwenden. Ich glaube aber, dass man dabei mit der passenden Infrastruktur deutlich weiterkommt (z.B. wie bei Wikisource). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Und wenn, dann sollte man so ein Projekt auch richtig angehen.&lt;br /&gt;
* Gezielt eine gute Grundlage aussuchen (Expertenmeinungen einholen, Verfügbarkeit und Rechtsstatus prüfen)&lt;br /&gt;
(4) * Gute Scans samt OCR-Text besorgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) Der Zweck sollte im Hinterkopf bleiben. Meines Erachtens ist der Hauptzweck der einer Referenz für Leser. Übersetzer werden ihre eigenen, wohl besseren Wege haben. Daneben vielleicht auch noch als Konsens- und Beweismaterialsammlung in ermüdenden Diskussionen (Mir wollte mal jemand auf einer Diskussionsseite erzählen, man müsste die Waws in Satzfolgen beim Übersetzen am besten einfach immer ignorieren und getrennte Hauptsätze draus machen!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sollten wir solche Ambitionen klein halten. Ich würde mit einer Grammatik anfangen, anstatt es richtig eklektisch zu machen. Erstmal was Vernünftiges digitalisieren, und zwar gemessen am Nutzen. Wenn wir wieder irgendwo anfangen und es nicht fertig bekommen, ist der Nutzen begrenzt. Am Ende verbessern können wir es immer noch! Es kann übrigens vielleicht auch sinnvoller sein, verschiedene Teile aus verschiedenen Grammatiken zu übernehmen. Je nach dem, was gut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:31, 31. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mal wieder einzelne Aspekte in deinem Beitrag nummeriert, um einzeln darauf antworten zu können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) Zunächst mal zum Zweck: Eine eigene Grammatik wäre einfach ein Musterfall von Nebenprojekten, die Teil der OfBi sein können, weil sie den Text stärker machen. Das heißt, ein Stück weit hätte eine OfBi-Grammatik schon in sich selbst ihre Berechtigung, jenseits jeden Zwecks. Aber das ist natürlich als Begründung nicht ausreichend, also weiter: Eine solche Grammatik kann natürlich dem Leser als Referenz dienen. Aber ich glaube nicht, dass das schon der einzige Nutzen wäre, den so eine OfBi-Grammatik haben könnte. Selbst, wenn wir GK(C)als Grundlage verwenden würden und nur jeden 10. Paragraphen ein Stück erweitern, wäre die OfBi-Grammatik schon besser als GK(C), und das will was heißen. Und es gibt ja noch mehr Wege, wie eine Grammatik verbessert werden könnte. Zum Beispiel ist eine Grammatik immer ein eigenes, einzelnes, einstimmiges Werk. Aber es wäre sehr leicht, z.B. an jeden Teilparagraphen anzuhängen: vgl. auch: Joüon § 145a; IBHS § 65i; BHRG § 784e; Niccacci § 78f. Selbst eine derart angereicherte Version von GKC wäre wesentlich stärker als nur GKC.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das dritte und vierte ist noch längere Zeit Zukunftsmusik, aber man darf ja beim Planen von Nebenprojekten träumen (denn Planen ist ja nichts anderes als Vorausträumen). Nämlich ist (a) eine Grammatik (und, wo wir schon dabei sind, auch ein Wörterbuch) ja nie abgestimmt auf eine Übersetzung (vgl. nur mal z.B. GKC mit Dahoods Psalmenübersetzung), (b) die OfBi bisher sozusagen „zentrifugal“: Wir übersetzen den Bibeltext, den wir anderswo einsehen; belegen dies mit Quellen, die wir anderswo einsehen; vergleichen mit Übersetzungen, die wir anderswo einsehen und führen momentan Diskussionen zur Übersetzung, die noch relativ unverbunden sind mit der Übersetzung selbst. Dies (b) verschärft dann natürlich noch mal (a). In der OfBi steckt aber weit mehr Potential, und weil wir eine Community sind und als Community an einem Projekt ohne deadline arbeiten ist dieses Potential irgendwann durchaus realisierbar: Statt einer zentrifugalen Übersetzung könnten wir nämlich sozusagen eine allseits vernetzte Bibelumgebung schaffen, bei der die einzelnen Teile aufeinander abgestimmt sind. z.B.: Du liest etwas merkwürdiges in Ijob 12,4 und bekommst als Begründung in einer Fußnote angegeben: OBG (Offene Bibel-Grammatik) § 133a. Dort klickst du drauf, findest exakt die grammtische Analyse, nach der du gesucht hast, und zwar mit und zu exakt der Bibelübersetzung, von der du ausgegangen bist; außerdem wirst du von dort weiterverwiesen entweder auf andere, exakt mit der Grammatik zusammenstimmende Bibelstellen und kannst natürlich auch wieder direkt zurück zu deinem Text. Oder: Du stößt in OBW (Offene Bibel-Wörterbuch) 2662a auf die Aussage, dass Wort x innerhalb der grammatischen Konstruktion y die und die Bedeutung hat, vgl. z.B. Belegstelle z. Wenn du, sagen wir, arbeitest mit EÜ, ThWAT und Joüon hast du erstens drei verschiedene Werke vor dir liegen und kannst unter Umständen auf drei verschiedene Deutungen stoßen, obwohl aufeinander verwiesen wird. Bei OfBi wäre es potentiell möglich, dass du eben nur &#039;&#039;ein&#039;&#039; großes, exakt aufeinander abgestimmtes „Werk“ vor dir hast - und das ist mehr, als irgend ein anderes Projekt momentan bieten würde. Eine eigene Grammatik wäre ein einfacher und durchaus realisierbarer Schritt in diese Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) ist offensichtlich, denke ich. Wir könnten natürlich einfach grammatische Fragmente zusammentragen. Aber warum? Man würde ja trotzdem Vollständigkeit anstreben und nur die Abfassungs-reihenfolge abhängig machen vom Gang der Übersetzung (spätestens, wenn erst mal die Hälfte aller grammatischen Phänomene aus einer kommerziellen Grammatik behandelt wären, würde man sich denken - Oh? Die Hälfte haben wir ja schon; kommt schon, die andere Hälfte kriegen wir auch noch). Aber wenn man das erst mal vollständig hätte, dann könnte man das genau so gut auch zusammenfassen zu einem zusammenhängenden Text und hätte auf die Weise ohne irgendeinen Mehraufwand eben auch gleich statt einer Häppchensammlung eine komplette Grammatik. Die eigentliche Frage ist deshalb doch eher: Gibt es irgend einen Grund, warum wir statt einer Fließtextgrammatik grammatische Häppchen anzielen sollten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu (2) würde ich dir schon zustimmen, wenn der einzige Sinn wirklich wäre, nur alte Werke weiterzuverwenden. Aber wenn das der einzige Sinn wäre, müsste man das ja nicht auf OfBi stellen - denn dann gäbe es das ja schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu (3): Ich glaube, hier machst du es komplizierter, als die Sache wirklich ist. Die beste Grundlage ist doch ziemlich klar Gesenius-Kautzsch; dafür braucht es keine Expertenmeinung, oder?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abgesehen davon: Expertenmeinung? Warum? Man braucht man ja nicht zu glauben (wie das irrigerweise häufig in der Forschung geschieht), dass ältere Grammatiken schon passé wären, nur weil sie nicht vollständig aktuell sind. Wenn der Inhalt noch richtig ist, ist er nicht passé; wenn er nicht richtig ist, wird sich das spätestens beim Abgleich mit anderen Grammatiken herausstellen. Deshalb werden im obigen Referenzwerk z.B. immer noch referenziert Bauer / Leander; Beer; Bergsträsser; Davidson (die alle oben verlinkt sind); dazu kommen Fälle wie der, dass z.B. Gibson in seiner Revision von Davidsons Grammatik immer noch in die Bibliographie mit aufnimmt: Driver: A Treatise on the Use of Tenses in Hebrew; Ewald: Syntax; König: Syntactische Excurse zum Alten Testament. Dass Sasson regelmäßig Bewer, Driver, Ehrlich &amp;amp; Co. zitiert habe ich ja schon in meinem Blog berichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu (4): Scans habe ich ja schon verlinkt; ich bezweifle, dass man selbst das besser scannen könnte. Das einzige, was fehlt, ist OCR - und das ist ja das geringste Problem. [http://en.wikisource.org/wiki/Index:Gesenius&#039;_Hebrew_Grammar_(1910_Kautzsch-Cowley_edition).djvu Hier] z.B. ist GKC auf wikisource OCR-ed; aber das Problem sind natürlich die hebräischen Zeichen, weswegen sie da Arbeitsanweisungen neben den Link schreiben müssen nebst Warnung, dass das alles noch kontrolliert werden müsse. Den Status hat das schon seit Mai 2011. Dagegen: Wenn ich die hebräischen Zeichen einfach aus der oben verlinkten pdf copy-and-pasten dürfte, würde ich mir allein zutrauen, pro Tag md. 5, eher 10 neue Seiten einstellen zu können (wenn ich nichts anderes machen würde). Das ist momentan einfach noch der sinnvollste Weg, den man natürlich meiden wollen wird wegen dem Arbeitsaufwand, wo es aber gleichzeitig momentan einfach noch keinen Ausweg gibt. Und also: Wenn nicht wir (ich?), wer sonst?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gruß, --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:15, 1. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hätte viel lieber, dass du jeden Monat zwei Kapitel in den Status „fertig“ bekommst, als dass du deine Energie schon wieder auf ein neues ambitioniertes Projekt ausrichtest. Ich glaube, die einzige Möglichkeit, wie wir Fahrt und Community aufnehmen können, besteht in der Verbesserung, Nutzbarmachung und Verbreitung der Übersetzung. Wenn wir mal drei-vier Bücher in einer ordentlichen Übersetzung haben, können wir mehr Zeit auf die Nebenprojekte verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
That said, deine Vision hat durchaus Reiz! :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Klar gibt es Gründe, zuvorderst die Übersicht. Genau ein Artikel pro Thema klingt doch gut. Das würde auch das Verlinken erleichtern. Natürlich könnte man das auch mit einer Fließtextgrammatik erreichen, aber da wäre das Verlinken schwieriger. Dafür wäre die Verwaltung und Auffindbarkeit etwas einfacher. Deshalb halten sich beide die Waage. Selbst mit einer gemeinfreien Grundlage hat man sich ja noch nicht für ein Paradigma entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Nein, gibt es noch nicht, zumindest wenn wir von einer ordentlich aufbereiteten gemeinfreien Grammatik sprechen. Eben wegen der Skripte hat das noch niemand gemacht. Bisher gibt es nur Scans im Netz. (Ja, ich meine deutsche Werke.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Möglichkeit wäre natürlich zu prüfen, ob sich nicht jemand schonmal die Mühe einer Digitalisierung gemacht hat, ohne das aber kostenfrei zu veröffentlichen. Wäre eine gemeinfreie Grammatik wie GesK etwa in der SESB enthalten, wären wir theoretisch voll berechtigt, deren Text zu kopieren, denn die Digitalisierung alleine stellt noch keine urheberrechtlich relevante Handlung dar (zumindest nach meinem Verständnis, und ich habe das deutsche Urheberrecht gelesen und diese Ansicht auch von der DBG bezüglich deren Menge-Bibel bestätigt bekommen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Doch, brauche ich schon. Man könnte ja einfach mal 10-15 Dr.en nach ihren Empfehlungen fragen, einfach um auf Nr. Sicher zu gehen. Und du sprichst hier nur vom Hebräischen, aber wir haben in der Bibel ja drei Sprachen vor uns. Übrigens ist Gesenius-Kautzsch zwar ein (mittlerweile veralteter) Standard, aber das heißt nicht, dass es eine perfekte Grammatik wäre. So habe ich schon mehrmals die Kritik gehört, dass sie eine Tendenz dazu habe, immer neue Kategorien für verschiedene sprachliche Phänomene zu finden, die teils etwas künstlich wären. Eben wegen so etwas wäre es gut, Experten zu fragen, damit man auch weiß, worauf man sich einlässt, wenn man so ein Werk als Grundlage benutzt. Es ging mir übrigens kein bisschen darum zu behaupten, diese Grammatiken wären heute nichts mehr nütze. Ganz im Gegenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) Welchen Scan meinst du genau? Gesenius-Kautzsch? Bergsträsser? Oder den englischen GKC? Du beziehst dich hier häufig auf die englische Version, aber macht es wirklich Sinn, einen fremdsprachigen Text als Grundlage zu benutzen? Da musst du ja fast ganz von Null anfangen, zumindest wenn dein Ziel ein deutscher Text ist. Und der Bergsträsser dürfte erst im Januar 2014 gemeinfrei werden. Wahrscheinlich kräht kein Hahn mehr danach oder er ist längst vergriffen, deshalb ist er online. Aber da [http://de.wikipedia.org/wiki/Gotthelf_Bergstr%C3%A4%C3%9Fer Bergsträsser] erst 1933 starb, ist sein Werk erst ab 2014 gemeinfrei - sofern es sich nicht um eine wissenschaftliche Edition handelt, das bezweifle ich bei einer Neubearbeitung aber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, ich habe einfach noch nicht verstanden, wie genau du vorgehen möchtest. könntest du das mal skizzieren? Und welches &amp;quot;oben verlinkte PDF&amp;quot; meintest du?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Grüße in die Heimat, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:07, 1. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße aus der Heimat (wo bist du denn gerade?)!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(0) Ich muss gestehen, ich habe mich auch gerade v.a. deshalb so hinter die Grammatik geklemmt, weil ich schon wieder gehangen war beim Jonakommentar und auf eine ähnliche Intuition wie bei Jon 2,6 gewartet habe (rein sprachliches Problem; ich ziehe keine Deutungen aus dem Zauberhut). Aber wenn du sagst „ich hätte viel lieber, dass du jeden Monat zwei Kapitel in den Status „fertig“ bekommst, als dass du deine Energie schon wieder auf ein neues ambitioniertes Projekt ausrichtest“, dann ist gerade das Grammatik-projekt das naheliegenste - denn wenn man sich für eine gemeinfreie Grundlage entscheiden würde, dann hätte man mit der Digitalisierung einer gemeinfreien Grundlage gleich auf einen Schlag mehrere Arbeitsschritte komplettiert, &#039;&#039;hätte&#039;&#039; bereits eine vorläufige Offene Bibel-Grammatik und damit eine zitierfähige Grundlage und hätte vor Allem offenbar die erste Digitalisierung eines deutschen GesK, und das allein wäre schon etwas, womit man wieder User locken könnte. However:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Warum sollte das Verlinken da schwieriger sein? Auf einzelne Kapitel einer Seite kannst du genau so gut verlinken wie auf einzelne Seiten. Wenn Wolfgang das Anchor-template von Wikimedia nachinstallieren würde, könnte man sogar auf einzelne Abschnitte genau so gut verlinken wie auf einzelne Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das mit dem Paradigma ist natürlich eine berechtigte und schwierige, aber andere Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Hast du gehofft, dass wir was finden könnten, was wir einfach per Copy &amp;amp; Paste in OfBi übernehmen könnten? Wenn ich von „digitalisierter Grundlage“ spreche, dann denke ich da überhaupt nicht in handlicheren Formaten als solchen Scans; denn so eine Copy &amp;amp; Paste-Grundlage zu finden, das wage ich gar nicht zu hoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Wenn wir von „gemeinfreier Grundlage“ sprechen, dann ist Ges-K aber doch die erste Wahl - eben weil er „veralteter &#039;&#039;Standart&#039;&#039;“ ist. Das kannst du von keiner der anderen alten gemeinfreien Grammatiken (in dem Maße) sagen. Auch hier wieder: Mit Griechisch und Aramäisch hast du wieder recht und ich weiß nicht, was hier das klügste wäre. Aber mit GesK haben wir diese Option - dann könnten wir sie doch auch ausnutzen. Denke ich mir zumindest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass GesK im Laufe der Zeit erheblich modifiziert werden müsste, ist mir auch klar. Übrigens nicht nur wegen der Vielzahl an grammatischen Kategorien, sondern auch und v.a. wegen der grammatischen Terminologie; die nervt mich am Meisten am Gesenius. Aber das würde sich ja mit der schrittweisen Aktualisierung nach und nach ohnehin fast von selbst ergeben. Aber meinetwegen - fragen wir halt ein paar Dozenten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übrigens ist das aber ja auch ohnehin nicht so, als hätten wir, wenn wir GesK als Ausgangspunkt nehmen würden, damit dann am Ende nur eine 29. Auflage von GesK (30. - die Bergsträsser-Ausgabe ist ja die 29.), sondern &#039;&#039;am Ende&#039;&#039; wäre ja GesK für eine OBG nur ebenso Ausgangspunkt gewesen wie für alle anderen hebräischen Grammatiken, die heute geschrieben werden und das Ergebnis wäre etwas anderes - nur mit dem Unterschied, dass dieser Ausgangspunkt gleichzeitig auch noch Lückenfüller für die noch nicht bearbeiteten Kapitel ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) GesK. GKC zu wählen wäre Blödsinn (weil Deutsch=&amp;gt;Englisch=&amp;gt;Deutsch) und von Bergsträsser ist nur der erste Band online; egal wohin man sieht. Übrigens habe ich von Gesenius-Kautzsch jetzt eine andere Version verlinkt, die sich leichter OCR-en lassen würde.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:05, 2. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(0) Ich bin natürlich auch gewissermaßen von so einem Projekt fasziniert, deswegen beteilige ich mich ja auch an den Vorüberlegungen. Irgendwie ein bisschen Mithelfen würde ich wahrscheinlich auch. Es macht mir einfach Spaß, Sachen zu korrigieren. :-) Ich bemühe mich einfach, im Interesse des Projekts zu sprechen, wenn ich sage, dass eine benutzbare Übersetzung wohl mehr Bekanntheit erreichen würde als eine vorhandene Grammatik. Wenn wir allerdings Gesenius-Buhl digitalisieren würden, dann könnte das anders aussehen - ich glaube, da wäre das Interesse noch größer als bei seiner Grammatik. Nur ein Gedanke... :-) (Ach ja, kennst du eigentlich schon [http://www.offene-bibel.de/forum/gemeinfreie_werke_als_grundlage diesen Thread], wo ich schonmal einen ähnlichen Vorschlag gemacht hatte?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Natürlich nicht. Aber man muss sich ja am Ende definitiv für eine bestimmte Auflage entscheiden. Da wäre es günstig, wenn schon OCR-Texte in einigermaßen erträglicher Qualität (sowie ein brauchbarer Scan) vorliegen. Das war alles. Sorry, ich wollte nicht überbedenklich klingen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Klingt schlüssig!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) Gut, dann verstehen wir uns. Ich habe auch bei archive.org geschaut. Die von dir verlinkte Version ist definitiv die bessere von den beiden Exemplaren der 28. Auflage dort. Von der ist auch der [http://archive.org/stream/wilhelmgesenius00gese/wilhelmgesenius00gese_djvu.txt digitalisierte Text] deutlich besser. (Das hast du sicher auch gesehen, dass es dort schon OCR-Texte in einer gewissen Qualität gibt?) Den als Grundlage zu benutzen, wäre wohl das einfachste. Man müsste ganz sicher die &amp;quot;Schreibfehler&amp;quot; ausbessern und den hebräischen Text einfügen, aber das wäre ja nicht soo dramatisch. Mit etwas &amp;quot;team effort&amp;quot; könnte man da schon etwas erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Die Frage ist, wo man anfängt. Man könnte die Texte natürlich zunächst auf Google Docs oder schon direkt hier ins Wiki kopieren und dann gemeinsam bearbeiten. Schöne wäre es aber, wenn man gleich eine anständige Autokorrektur drüber laufen lassen könnte, und die Browser-Wörterbücher reichen dazu definitiv nicht aus (allein schon wegen der unbekannten linguistischen/theologischen Fachbegriffe und der veralteten Rechtschreibung). Wenigstens LibreOffice wäre da schön. Hast du eine Idee?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Ach bin ich blöd. Bergsträsser ist natürlich gemeinfrei! Die 70+1 Jahre waren ja schon am 1.1.2004 vorbei. Dann wäre der natürlich ideal - wenn man das Problem mit der Verfügbarkeit lösen könnte. ([http://archive.org/details/hebrischegramm00gese Diese Version] ist ja auch nur halb und hat einen schlechten OCR-Text.) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:06, 2. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe noch nie so nummeriert diskutiert. Interessant - das hindert mich am Abschweifen. Gefällt mir :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu (0): Ich habe ihn mit Sicherheit schon mal gelesen. An deine Ausführungen zum Urheberrecht erinnere ich mich noch; ich wusste aber nicht mehr, dass du sogar selbst GesK vorgeschlagen hast (wieso denn dann jetzt eigentlich die Bedenken?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu (4): Der OCR-te Text ist ja gigantisch! - Nö, ich habe das nicht gesehen. Ich schaue mir diese Textdateien prinzipiell nicht an, weil die Qualität in der Regel furchtbar ist. Aber das ist echt ne Grundlage, da hast du recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu (6): Die Rechtschreibprüfung von googledocs ist überraschend gut (meinst du das mit Autokorrektur?). Oder willst du mit Autokorrektur nur so was wie die Anführungszeichen korrigieren lassen? Was meinst du?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber wenn wir wirklich den archive-org-ocr-Text als Grundlage nehmen würden, würde ich die hauptsächliche Korrekturarbeit schon hier machen. Einfach, weil hebräische Zeichen hier so angenehm zu schreiben sind. Allerdings würde ich dann noch auf ein fünftes Feld mit Sonderzeichen zur Transkription hoffen. Allein so was wie Nif&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;al wird man ja nicht immer wieder schreiben wollen als &amp;lt;nowiki&amp;gt;Nif&amp;lt;sup&amp;gt;c&amp;lt;/sup&amp;gt;al&amp;lt;/nowiki&amp;gt;. (Das würde dann übrigens auch heißen, dass wir uns irgendwann mal auf eine Transkriptionsweise einigen müssten). Ich such noch mal, vielleicht finde ich eine schöne Umgebung.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:54, 2. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, die Nummerierung gefällt mir auch! Übrigens, mit Heimat meinte ich natürlich das schöne Frankenland. Auch wenn du nur Unterfranke bist. ;-) Ich bin Mittelfranke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(0) Ich hatte ja wiederum das Lexikon und nicht die Grammatik vorgeschlagen. Und Wolfgangs Einwände waren recht überzeugend - und nebenbei die einzige Reaktion. Recht hatte er ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Müsste man ausprobieren. Bei LibreOffice kannst du eine Rechtschreibkontrolle durchlaufen lassen und dann alle Fälle einzeln behandeln lassen - sie entweder (mit dem Korrekturvorschlag) automatisch korrigieren lassen, sie in ein Wörterbuch aufnehmen, oder sie ignorieren. Und das kannst du für alle Identischen im Dokument so machen. Hängt natürlich auch von der Qualität des Wörterbuchs ab, aber ich hab da schon ein recht umfangreiches theologisches zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn LO da die beste Möglichkeit bietet, könnte man die Sache ja in verschiedenen Schritten ablaufen lassen: Erst Korrektur des deutschen Texts, dann Einfügen der Zeichen im Wiki. Wenn Google Docs das auch kann, gut. Schön wäre natürlich eine von Anfang an kollaborative Möglichkeit. Aber dort kann man nur mit dem als falsch markierten Wort arbeiten und es entweder zum Wörterbuch hinzufügen oder es korrigieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Transkriptionsweise könnte man noch überlegen, ob man alle Teile übernimmt (damit meine ich Dinge wie das Vorwort), ob man sich gleich an die moderne Rechtschreibung anpasst oder 1:1 kopiert. Solche Dinge. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:07, 2. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt mal ein bisschen recherchiert nach OCR-Freeware mit Support für multiple character sets (Furchtbar, dass es, sobald es technisch wird, auch immer gleich englisch werden muss). Das Beste scheint Ocropus zu sein, aber ich habe auch noch ein paar andere ausprobiert - ich bringe irgendwie keins davon dazu, meine einzelnen pdf-pages zu erkennen. Entweder sieht so ein Programm die als leere pergamentfarbene oder leere schwarze Seiten. Irgendwie bin ich wohl zu doof dafür. Gerade habe ich auch noch mal die in google docs eingebaute OCR-Funktion ausprobiert, aber die ist ganz furchtbar. Entweder muss also jemand Klügeres ran oder man muss die hebräischen Zeichen tatsächlich alle von Hand nachtragen (oder per Copy &amp;amp; Paste, was komfortabler, aber auch nicht &#039;&#039;so&#039;&#039; sehr viel komfortabler wäre). Mist.--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:39, 6. Sep. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gerade zufällig auf diese ein paar Monate alte Diskussion gestoßen. Die Gesenius Gramamtik gibt es in verschiedenen Auflagen als Scans bei google books, dort auch mit OCR-Text, aber natrülich ohne hebräische Schriftzeichen. --[[Benutzer:Jan|Jan]] 16:51, 13. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Linkliste== &lt;br /&gt;
(Linkliste der potentiell für so etwas wie das obige verwendbaren Grammatiken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hebräische Grammatik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/historischegramm01baueuoft#page/n5/mode/2up Bauer, Hans / Pontus Leander (1922): Historische Grammatik der hebräischen Sprache des alten Testaments. Halle.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/1207637 Beer, G. (1915): Hebräische Grammatik. Erster Band: Einleitung. Schrift, Laut- und Formenlehre. Die Nomina. Berlin / Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/1207789 Beer, G. (1916): Hebräische Grammatik. Zweiter Band: Verba. Partikeln. Satzlehre, Paradigmen. Berlin / Leipzig.]&lt;br /&gt;
: [http://archive.org/stream/hebrischegrammat02beer#page/n3/mode/2up Alternativer Link.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://de.scribd.com/doc/50743924/Hebraische-Grammatik-bergstrasser Bergsträsser, G. (1918): Hebräische Grammatik mit Benutzung der von E. Kautzsch bearbeiteten 28. Auflage von Wilhelm Gesenius´ hebräischer Grammatik. 1. Teil: Einleitung, Schrift und Lautlehre. Leipzig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/outlinesofhebrew00davi#page/n3/mode/2up Davidson, A. B. (1861): Outlines of Hebrew Accentuation, Prose and Poetical. Edinburgh.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/introductoryhebr00daviuoft#page/n7/mode/2up Davidson, A. B. (1896): Introductory Hebrew Grammar. Hebrew Syntax. Edinburgh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/stream/introductoryhebr00davi#page/n5/mode/2up Davidson, A. B. (1907): An Introductory Hebrew Grammar with progressive Exercises in Reading and Writing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/treatiseonuseof00driv#page/n5/mode/2up Driver, S. R. (1892): A treatise on the use of tenses in Hebrew: and some other syntactical questions. Oxford.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=hvd.ah5k53 Ewald, H. (1928): Grammatik der hebräischen Sprache des A. T. in vollständiger Kürze neu bearbeitet. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=J3tFAAAAcAAJ&amp;amp;ots=O8b9T-AIK5&amp;amp;dq=Ewald%20Grammatik&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR3#v=onepage&amp;amp;q=Ewald%20Grammatik&amp;amp;f=false Ewald, H. (3 1838): Grammatik der hebräischen Sprache des Alten Testaments. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=F3tFAAAAcAAJ&amp;amp;ots=7GCnRYH82i&amp;amp;dq=Ewald%20Grammatik&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP7#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Ewald, D. G. H. A. (1827): Kritische Grammatik der hebräischen Sprache. Leipzig.]&lt;br /&gt;
: [http://archive.org/stream/syntaxofhebrewla00ewaluoft#page/n5/mode/2up Alternativer Link]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=hvd.ah5lwk Ewald, H. (7 1863): Ausführliches Lehrbuch der Hebräischen Sprache des Alten Bundes. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/syntaxofhebrewla00ewaluoft#page/n5/mode/2up Ewald, H. (1891): Syntax of the Hebrew Language of the Old Testament. Edinburgh.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/stream/grammarofhebrewl001892gree#page/n5/mode/2up Green, Henry William (1892): A Grammar of the Hebrew Language. New York.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/elementsofhebrew00harp#page/n5/mode/2up Harper, W. R. (7 1886): Elements of Hebrew by an Inductive Method. Chicago.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?view=image;size=100;id=uc1.%24b406556;page=root;seq=7;orient=0;num=1 Harper, W. R. (3 1895): Elements of Hebrew syntax by an inductive method. New York.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/grammarofhebrewl00hurwrich#page/n5/mode/2up Hurwitz, Hyman (2 1835): A Grammar of the Hebrew Language. London.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/ssg/content/pageview/688174 Kautzsch, E. (1884): Grammatik des Biblisch-Aramäischen. Mit einer kritischen Erörterung der aramäischen Wörter im Neuen Testament. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1109153 Kautzsch, E. (1909): Wilhelm Gesenius´ Hebräische Grammatik, völlig umgearbeitet. Acht und zwanzigste vielfach verbesserte und vermehrte Auflage. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: (für Copy &amp;amp; Paste d. Heb. Abschnitte: [http://www.davidcox.com.mx/library/G/Gesenius%20-%20Hebrew%20Grammar.pdf Kautzsch, E. (1909): Gesenius´ Hebrew Grammar revised in Accordance with the twenty-eigth german edition (1909) by A. E. Cowley. Oxford.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.scribd.com/doc/104134109/Marti-Kurzgefasste-Grammatik-dder-biblischaramaischen-Sprache-Literatur-Paradigmen-kritisch-berichtigte-Texte-und-Glossar-1896 Marti, D. K. (1896): Kurzgefasste Grammatik der biblisch-aramäischen Sprache. Litteratur, Paradigmen, kritisch berichtigte Texte und Glossar. Berlin.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/hebrewgrammar00meyrrich#page/n3/mode/2up Meyrowitz, A. (1877): Hebrew Grammar. New York.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=C5IDAAAAMAAJ&amp;amp;ots=zoFAkseMzs&amp;amp;dq=Hebr%C3%A4ische%20Grammatik&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR1#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Nägelsbach, C. W. E. (3 1869): Hebräische Grammatik als Leitfaden für den Gymnasial- und akademischen Unterricht. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordheimer, I. (2 1842): A Critical Grammar of the Hebrew Language&lt;br /&gt;
** [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=hvd.ah69gp Vol. 1]&lt;br /&gt;
** [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=hvd.ah69gq Vol. 2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/urn/urn:nbn:de:hebis:30:1-117228 Stade, Bernhard (1879): Lehrbuch der hebräischen Grammatik. Erster Theil: Schriftlehre, Lautlehre, Formenlehre. Leipzig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/ssg/content/pageview/686446 Strack, Hermann L. (4 1905): Grammatik des Biblisch-Aramäischen. Mit den nach Handschriften berichtigten Texten und einem Wörterbuch von Prof. D. Hermann L. Strack. Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=njp.32101073303479 Strack, Hermann L. (1907): Hebräische Grammatik. Mit Übungsbuch. Neute, sorgfältig verbesserte und vermehrte Ausgabe. München.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=TLoHr4esqlUC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR4#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stuart, Moses (4 1831): A Grammar of the Hebrew Language. Oxford.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/1103535 Thiersch, H. W. J. (1842): Grammatisches Lehrbuch für den ersten Unterricht in der Hebräischen Sprache auf Gymnasien und Universitäten. Erlangen.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/hebrischegramm00ungn#page/n5/mode/2up Ungnad, Arthur (1912): Hebräische Grammatik (=Hilfsbücher für den Hebräischen Unterricht 1). Tübingen.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/manualofhebrewgr00wijniala#page/n3/mode/2up Wijnkoop, J. D. (1898): Manual of Hebrew Grammar. London.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/stream/manualofhebrewsy00wijnuoft#page/n7/mode/2up Wijnkoop, J.D. (1887): Manual of Hebrew Syntax. London.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?view=image;size=100;id=njp.32101071974495;page=root;seq=7 Wilson, R. D. (1892): Notes on Hebrew Syntax.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Sonstiges&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015054091106;page=root;view=image;size=100;seq=9;orient=0;ii;num=iii Chomsky, William (1952): David Kimhi´s Hebrew grammar (Mikhlol) systematically presented and critically annotated.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://individual.utoronto.ca/holmstedt/textbook/BHSG2011.pdf Cook, J.A. / Robert D. Holmstedt (2009): Biblical Hebrew. A Student Grammar]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://fredputnam.org/?q=taxonomy/term/4 Putnam, F. C. (2006): Toward Reading &amp;amp; Understanding Biblical Hebrew]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://oi.uchicago.edu/OI/DEPT/RA/bibs/BH-Ugaritic.pdf Smith, Mark S. (2004): A Bibliography of Ugaritic Grammar and Biblical Hebrew Grammar in the Twentieth Century.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beer (s.o.) hat auch ein Hebräisches Übungsbuch verfasst:&lt;br /&gt;
: [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/997782 Beer, G. (1916): Hebräisches Übungsbuch. Berlin / Leipzig.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Griechische Grammatik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grammatische Themen cross-referenced==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hebräische Grammatik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Griechische Grammatik===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Julia&amp;diff=7660</id>
		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Julia</title>
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		<updated>2012-08-11T08:43:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Julia (20 Jahre; Studentin der Geschichtswissenschaften; besucht gerade einen Griechisch-Sprachkurs; ist von der Bibel wegen ihres Einflusses auf die europäische Kulturgeschichte fasziniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ins Auge fällt aber die Linzenz, auch wenn nicht sofort klar ist, was das ist.&lt;br /&gt;
* fühlt sich vorsichtig angesprochen von dem Aufruf an Menschen mit Sprachkenntnissen&lt;br /&gt;
* darüber hinaus keine weiteren Informationen zur Bibel an sich, ihrer Bedeutung und Entwicklung (z.B. im europäischen Kulturraum)&lt;br /&gt;
* möglicherweise interessante Nebenprojekte wie Artikel zum Nachschlagen, Kommentierungen zum Text, werden nicht über die Startseite erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frage: Wieviel Sprachkenntnisse und Übersetzungserfahrung brauche ich? - Bin ich überhaupt gut genug dafür?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind mglw.&lt;br /&gt;
* Die Quellen&lt;br /&gt;
* Übersetzung&lt;br /&gt;
** findet schnell erste übersetzte Texte.&lt;br /&gt;
** findet darin einen Link zum Kommentar, der aber keine Inhalte bietet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia ist aufgrund ihrer Sprachkenntnisse interessant für die Mitarbeit bei der Offenen Bibel. Andere mögliche Erwartungen von Julia betreffen &amp;quot;nur&amp;quot; die Nebenprojekte und gehen ggf. sogar darüber hinaus. In jedem Fall sollten die zur Verfügung stehenden Informationen der Offenen Bibel auch möglichst leicht erreichbar sein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<updated>2012-08-11T08:41:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Julia (20 Jahre; Studentin der Geschichtswissenschaften; besucht gerade einen Griechisch-Sprachkurs; ist von der Bibel wegen ihres Einflusses auf die europäische Kulturgeschichte fasziniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ins Auge fällt aber die Linzenz, auch wenn nicht sofort klar ist, was das ist.&lt;br /&gt;
* fühlt sich vorsichtig angesprochen von dem Aufruf an Menschen mit Sprachkenntnissen&lt;br /&gt;
* darüber hinaus keine weiteren Informationen zur Bibel an sich, ihrer Bedeutung und Entwicklung (z.B. im europäischen Kulturraum)&lt;br /&gt;
* möglicherweise interessante Nebenprojekte wie Artikel zum Nachschlagen, Kommentierungen zum Text, werden nicht über die Startseite erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frage: Wieviel Sprachkenntnisse und Übersetzungserfahrung brauche ich? - Bin ich überhaupt gut genug dafür?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind mglw.&lt;br /&gt;
* Die Quellen&lt;br /&gt;
* Übersetzung&lt;br /&gt;
** findet schnell erste übersetzte Texte.&lt;br /&gt;
** findet darin einen Link zum Kommentar, der aber keine Inhalte bietet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2012-08-11T08:40:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Julia (20 Jahre; Studentin der Geschichtswissenschaften; besucht gerade einen Griechisch-Sprachkurs; ist von der Bibel wegen ihres Einflusses auf die europäische Kulturgeschichte fasziniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ins Auge fällt aber die Linzenz, auch wenn nicht sofort klar ist, was das ist.&lt;br /&gt;
* fühlt sich vorsichtig angesprochen von dem Aufruf an Menschen mit Sprachkenntnissen&lt;br /&gt;
* darüber hinaus keine weiteren Informationen zur Bibel an sich, ihrer Bedeutung und Entwicklung (z.B. im europäischen Kulturraum)&lt;br /&gt;
* möglicherweise interessante Nebenprojekte wie Artikel zum Nachschlagen, Kommentierungen zum Text, werden nicht über die Startseite erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frage: Wieviel Sprachkenntnisse und Übersetzungserfahrung brauche ich? - Bin ich überhaupt gut genug dafür?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s.o.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<updated>2012-08-11T08:40:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Julia (20 Jahre; Studentin der Geschichtswissenschaften; besucht gerade einen Griechisch-Sprachkurs; ist von der Bibel wegen ihres Einflusses auf die europäische Kulturgeschichte fasziniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ins Auge fällt aber die Linzenz, auch wenn nicht sofort klar ist, was das ist.&lt;br /&gt;
* fühlt sich vorsichtig angesprochen von dem Aufruf an Menschen mit Sprachkenntnissen&lt;br /&gt;
* darüber hinaus keine weiteren Informationen zur Bibel an sich, ihrer Bedeutung und Entwicklung (z.B. im europäischen Kulturraum)&lt;br /&gt;
* möglicherweise interessante Nebenprojekte wie Artikel zum Nachschlagen, Kommentierungen zum Text, werden nicht über die Startseite erreicht. &lt;br /&gt;
* Interessant sind mglw.&lt;br /&gt;
** Die Quellen&lt;br /&gt;
** Übersetzung&lt;br /&gt;
*** findet schnell erste übersetzte Texte.&lt;br /&gt;
*** findet darin einen Link zum Kommentar, der aber keine Inhalte bietet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frage: Wieviel Sprachkenntnisse und Übersetzungserfahrung brauche ich? - Bin ich überhaupt gut genug dafür?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s.o.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<updated>2012-08-11T08:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Julia (20 Jahre; Studentin der Geschichtswissenschaften; besucht gerade einen Griechisch-Sprachkurs; ist von der Bibel wegen ihres Einflusses auf die europäische Kulturgeschichte fasziniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ins Auge fällt aber die Linzenz, auch wenn nicht sofort klar ist, was das ist.&lt;br /&gt;
* fühlt sich vorsichtig angesprochen von dem Aufruf an Menschen mit Sprachkenntnissen&lt;br /&gt;
* darüber hinaus keine weiteren Informationen zur Bibel an sich, ihrer Bedeutung und Entwicklung (z.B. im europäischen Kulturraum)&lt;br /&gt;
* möglicherweise interessante Nebenprojekte wie Artikel zum Nachschlagen, Kommentierungen zum Text, werden nicht über die Startseite erreicht. &lt;br /&gt;
* Interessant sind mglw.&lt;br /&gt;
** Die Quellen&lt;br /&gt;
** Übersetzung&lt;br /&gt;
*** findet schnell erste übersetzte Texte.&lt;br /&gt;
*** findet darin einen Link zum Kommentar, der aber keine Inhalte bietet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frage: Wieviel Sprachkenntnisse und Übersetzungserfahrung brauche ich? - Bin ich überhaupt gut genug dafür?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? ==&lt;br /&gt;
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== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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&lt;div&gt;Julia (20 Jahre; Studentin der Geschichtswissenschaften; besucht gerade einen Griechisch-Sprachkurs; ist von der Bibel wegen ihres Einflusses auf die europäische Kulturgeschichte fasziniert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Mitstudent aus dem Sprachkurs erzählt Julia von der Offenen Bibel. Sie besucht daraufhin www.offene-bibel.de und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihr oder ist für sie interessant? Was stört sie oder irritiert sie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ins Auge fällt aber die Linzenz, auch wenn nicht sofort klar ist, was das ist.&lt;br /&gt;
* fühlt sich vorsichtig angesprochen von dem Aufruf an Menschen mit Sprachkenntnissen&lt;br /&gt;
* darüber hinaus keine weiteren Informationen zur Bibel an sich, ihrer Bedeutung und Entwicklung (z.B. im europäischen Kulturraum)&lt;br /&gt;
* möglicherweise interessante Nebenprojekte wie Artikel zum Nachschlagen, Kommentierungen zum Text, werden nicht über die Startseite erreicht. &lt;br /&gt;
* Interessant sind mglw.&lt;br /&gt;
** Die Quellen&lt;br /&gt;
** Übersetzung&lt;br /&gt;
*** findet schnell erste übersetzte Texte.&lt;br /&gt;
*** findet darin einen Link zum Kommentar, der aber keine Inhalte bietet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Julia mag die Idee der Offenen Bibel, aber aus Sorge vor Fehlern ist sie unsicher, ob sie tatsächlich mitmachen sollte. Sie liest aufmerksam die Seite „Mitmachen!“. Was motiviert sie? Was schreckt sie ab? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Julia attraktiv sind? Entdeckt sie diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Julia zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
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		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Markus&amp;diff=7648</id>
		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Markus</title>
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		<updated>2012-08-11T08:20:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nicht ohne Weiteres möglich&lt;br /&gt;
* Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einige Bücher sind verlinkt&lt;br /&gt;
* einzelne Bibelstellen sind nicht verlinkt&lt;br /&gt;
* per copy&amp;amp;paste kann die Funktion &amp;quot;Bibelstelle aufschlagen&amp;quot; benutzt werden&lt;br /&gt;
* Bsp: Mt 1,12f --&amp;gt; funktioniert nicht in der Suche, da die Suchfunktion durch das &amp;quot;f&amp;quot; nur auf der Übersichtsseite zum Buch landet. Dies scheint ein Ausschlusskriterium für Nutzer ohne das Wissen zum Aufbau von Bibelstellen.&lt;br /&gt;
* Bsp: Neh 7,7 --&amp;gt; Es sind noch nicht alle Stellen übersetzt. Von der Seite &amp;quot;Serubbabel&amp;quot; aus, lässt sich allerdings nicht ersehen, welche Stellen aufrufbar sind und welche nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Diskussionsseite ist i.d.R. für Autoren der Seite.&lt;br /&gt;
* Das Forum (oberer Menüleiste) kommt als Ort der Nachfrage in Betracht.&lt;br /&gt;
** Erster Eindruck: alles tot! (letzter Beitrag mind. einige Wochen alt)&lt;br /&gt;
** mögliches Forum &amp;quot;Fragen&amp;quot;&lt;br /&gt;
*** Problem: Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator notwendig, keine Gastbeiträge möglich.&lt;br /&gt;
** Alternative: Suche im Forum, ob das Problem ggf. bereits diskutiert wurde&lt;br /&gt;
*** Das Suchfeld fehlt.&lt;br /&gt;
*** Möglicherweise kann das Suchfeld in der linken Seitenleiste benutzt werden. Ob dies auch für das Forum nutzbar ist, ist dem Nutzer nicht sofort offensichtlich. (gegen die Intuition).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Startseite&lt;br /&gt;
* aktuelle Neuigkeiten auf der Startseite (Newsbereich)&lt;br /&gt;
* aktuelle Beiträge (rechte Seite)&lt;br /&gt;
* Möglicherweise kommt die Frage auf: Ist das Forum die richtige Stelle meine Fragen loszuwerden, wenn es tot zu sein scheint, aber andere Bereich aktuell aktiv sind?&lt;br /&gt;
* Lizenz ist deutlich sichtbar im oberen Bereich der Startseite. Das ist als Wikipediaautor sicher interessant.&lt;br /&gt;
* Im Eingangstext wird nur auf die Möglichkeit zu Übersetzen hingewiesen (Sprachkenntnisse nötig), weitere Partizipationsmöglichkeiten werden nicht benannt.&lt;br /&gt;
* Der &amp;quot;mehr dazu&amp;quot; Button ist unscheinbar.&lt;br /&gt;
* linke Navigationsleiste fällt kaum auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung&lt;br /&gt;
* Als agnostischer Mensch ohne Bibelkenntnisse landet auf einer Seite, die ihm unbekannte &amp;quot;biblische Bücher&amp;quot; bietet, aber nicht den erwarteten übersetzten Bibeltext. --&amp;gt; Sind da etwa nur Bücher &#039;&#039;&#039;über&#039;&#039;&#039; die Bibel?&lt;br /&gt;
* Zwei Fassungen? Warum untereinander? Bezug zu einander? Müsste das nicht nebeneinander sein?&lt;br /&gt;
* Was sollen die ganzen Klammern in der sog. Studienfassung? Keine Informationen, wenn man mit der Maus darüber fährt oder darauf klickt.&lt;br /&gt;
* Erwischt man einen übersetzten Text, muss der Eindruck sein: qualitativ hochwertig, hier entsteht wirklich etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verein&lt;br /&gt;
* linkes Seitenmenü verändert sich hier, aber nur hier, fällt aber kaum auf&lt;br /&gt;
* im Text finden sich nur Einschränkungen, es fehlen Hinweise zu &lt;br /&gt;
** dass auch ohne Vereinskontakt alle mitarbeiten können&lt;br /&gt;
** was macht der Verein, wozu ist er gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quellen&lt;br /&gt;
* man sieht nicht, dass es hier (vor allem) externe Links gibt&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; wirken wie ein Übersetzungstechnisches Detail, bei dem sich die Frage stellt, warum es auf der Startseite als eigener Menüpunkt zu finden ist.&lt;br /&gt;
* Mitmachen: eine gute Seite &lt;br /&gt;
** knapp formuliert&lt;br /&gt;
** viele Zielgruppen angesprochen&lt;br /&gt;
** Aufruf zur Unterstützung in Technik/Programmierung fehlt&lt;br /&gt;
** Mitmachen ist ein zentrales Anliegen der OffenenBibel: dafür ist die Seite sehr unscheinbar verlinkt (zentrale Seite für Producer)&lt;br /&gt;
** zu wenige Links auf der Seite &amp;quot;Mitmachen&amp;quot;: wo kann ich mich an den hier erwähnten Punkte beteiligen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Aktivitäten&lt;br /&gt;
* redundant zu den Infos auf der Startseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mailingliste&lt;br /&gt;
* auch hier: zu versteckt in der linken Seitenleiste.&lt;br /&gt;
* hier wäre Platz für die oben genannte Frage gewesen.&lt;br /&gt;
* Zur Mailingliste über die Mitmachenseite?&lt;br /&gt;
* Spendenlink führt an eine unerwartete Stelle&lt;br /&gt;
* den Link hier braucht man nicht, wenn es den großen Spendenbutton unten Links gibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Artikel aus dem Bereich &amp;quot;Nachschlagen&amp;quot;, nicht verlinkt, sondern vor allem über Suchmaschienen erreichbar&lt;br /&gt;
* technische Unterstützung: auf der Mitmachenseite wird nicht dafür geworben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Markus&amp;diff=7646</id>
		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Markus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Markus&amp;diff=7646"/>
		<updated>2012-08-11T08:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nicht ohne Weiteres möglich&lt;br /&gt;
* Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einige Bücher sind verlinkt&lt;br /&gt;
* einzelne Bibelstellen sind nicht verlinkt&lt;br /&gt;
* per copy&amp;amp;paste kann die Funktion &amp;quot;Bibelstelle aufschlagen&amp;quot; benutzt werden&lt;br /&gt;
* Bsp: Mt 1,12f --&amp;gt; funktioniert nicht in der Suche, da die Suchfunktion durch das &amp;quot;f&amp;quot; nur auf der Übersichtsseite zum Buch landet. Dies scheint ein Ausschlusskriterium für Nutzer ohne das Wissen zum Aufbau von Bibelstellen.&lt;br /&gt;
* Bsp: Neh 7,7 --&amp;gt; Es sind noch nicht alle Stellen übersetzt. Von der Seite &amp;quot;Serubbabel&amp;quot; aus, lässt sich allerdings nicht ersehen, welche Stellen aufrufbar sind und welche nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Diskussionsseite ist i.d.R. für Autoren der Seite.&lt;br /&gt;
* Das Forum (oberer Menüleiste) kommt als Ort der Nachfrage in Betracht.&lt;br /&gt;
** Erster Eindruck: alles tot! (letzter Beitrag mind. einige Wochen alt)&lt;br /&gt;
** mögliches Forum &amp;quot;Fragen&amp;quot;&lt;br /&gt;
*** Problem: Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator notwendig, keine Gastbeiträge möglich.&lt;br /&gt;
** Alternative: Suche im Forum, ob das Problem ggf. bereits diskutiert wurde&lt;br /&gt;
*** Das Suchfeld fehlt.&lt;br /&gt;
*** Möglicherweise kann das Suchfeld in der linken Seitenleiste benutzt werden. Ob dies auch für das Forum nutzbar ist, ist dem Nutzer nicht sofort offensichtlich. (gegen die Intuition).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Startseite&lt;br /&gt;
* aktuelle Neuigkeiten auf der Startseite (Newsbereich)&lt;br /&gt;
* aktuelle Beiträge (rechte Seite)&lt;br /&gt;
* Möglicherweise kommt die Frage auf: Ist das Forum die richtige Stelle meine Fragen loszuwerden, wenn es tot zu sein scheint, aber andere Bereich aktuell aktiv sind?&lt;br /&gt;
* Lizenz ist deutlich sichtbar im oberen Bereich der Startseite. Das ist als Wikipediaautor sicher interessant.&lt;br /&gt;
* Im Eingangstext wird nur auf die Möglichkeit zu Übersetzen hingewiesen (Sprachkenntnisse nötig), weitere Partizipationsmöglichkeiten werden nicht benannt.&lt;br /&gt;
* Der &amp;quot;mehr dazu&amp;quot; Button ist unscheinbar.&lt;br /&gt;
* linke Navigationsleiste fällt kaum auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung&lt;br /&gt;
* Als agnostischer Mensch ohne Bibelkenntnisse landet auf einer Seite, die ihm unbekannte &amp;quot;biblische Bücher&amp;quot; bietet, aber nicht den erwarteten übersetzten Bibeltext. --&amp;gt; Sind da etwa nur Bücher &#039;&#039;&#039;über&#039;&#039;&#039; die Bibel?&lt;br /&gt;
* Zwei Fassungen? Warum untereinander? Bezug zu einander? Müsste das nicht nebeneinander sein?&lt;br /&gt;
* Was sollen die ganzen Klammern in der sog. Studienfassung? Keine Informationen, wenn man mit der Maus darüber fährt oder darauf klickt.&lt;br /&gt;
* Erwischt man einen übersetzten Text, muss der Eindruck sein: qualitativ hochwertig, hier entsteht wirklich etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verein&lt;br /&gt;
* linkes Seitenmenü verändert sich hier, aber nur hier, fällt aber kaum auf&lt;br /&gt;
* im Text finden sich nur Einschränkungen, es fehlen Hinweise zu &lt;br /&gt;
** dass auch ohne Vereinskontakt alle mitarbeiten können&lt;br /&gt;
** was macht der Verein, wozu ist er gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quellen&lt;br /&gt;
* man sieht nicht, dass es hier (vor allem) externe Links gibt&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Quellen&amp;quot; wirken wie ein Übersetzungstechnisches Detail, bei dem sich die Frage stellt, warum es auf der Startseite als eigener Menüpunkt zu finden ist.&lt;br /&gt;
* Mitmachen: eine gute Seite &lt;br /&gt;
** knapp formuliert&lt;br /&gt;
** viele Zielgruppen angesprochen&lt;br /&gt;
** Aufruf zur Unterstützung in Technik/Programmierung fehlt&lt;br /&gt;
** Mitmachen ist ein zentrales Anliegen der OffenenBibel: dafür ist die Seite sehr unscheinbar verlinkt (zentrale Seite für Producer)&lt;br /&gt;
** zu wenige Links auf der Seite &amp;quot;Mitmachen&amp;quot;: wo kann ich mich an den hier erwähnten Punkte beteiligen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Aktivitäten&lt;br /&gt;
* redundant zu den Infos auf der Startseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mailingliste&lt;br /&gt;
* auch hier: zu versteckt in der linken Seitenleiste.&lt;br /&gt;
* hier wäre Platz für die oben genannte Frage gewesen.&lt;br /&gt;
* Zur Mailingliste über die Mitmachenseite?&lt;br /&gt;
* Spendenlink führt an eine unerwartete Stelle&lt;br /&gt;
* den Link hier braucht man nicht, wenn es den großen Spendenbutton unten Links gibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Markus&amp;diff=7645</id>
		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Markus</title>
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		<updated>2012-08-11T08:02:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nicht ohne Weiteres möglich&lt;br /&gt;
* Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einige Bücher sind verlinkt&lt;br /&gt;
* einzelne Bibelstellen sind nicht verlinkt&lt;br /&gt;
* per copy&amp;amp;paste kann die Funktion &amp;quot;Bibelstelle aufschlagen&amp;quot; benutzt werden&lt;br /&gt;
* Bsp: Mt 1,12f --&amp;gt; funktioniert nicht in der Suche, da die Suchfunktion durch das &amp;quot;f&amp;quot; nur auf der Übersichtsseite zum Buch landet. Dies scheint ein Ausschlusskriterium für Nutzer ohne das Wissen zum Aufbau von Bibelstellen.&lt;br /&gt;
* Bsp: Neh 7,7 --&amp;gt; Es sind noch nicht alle Stellen übersetzt. Von der Seite &amp;quot;Serubbabel&amp;quot; aus, lässt sich allerdings nicht ersehen, welche Stellen aufrufbar sind und welche nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Diskussionsseite ist i.d.R. für Autoren der Seite.&lt;br /&gt;
* Das Forum (oberer Menüleiste) kommt als Ort der Nachfrage in Betracht.&lt;br /&gt;
** Erster Eindruck: alles tot! (letzter Beitrag mind. einige Wochen alt)&lt;br /&gt;
** mögliches Forum &amp;quot;Fragen&amp;quot;&lt;br /&gt;
*** Problem: Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator notwendig, keine Gastbeiträge möglich.&lt;br /&gt;
** Alternative: Suche im Forum, ob das Problem ggf. bereits diskutiert wurde&lt;br /&gt;
*** Das Suchfeld fehlt.&lt;br /&gt;
*** Möglicherweise kann das Suchfeld in der linken Seitenleiste benutzt werden. Ob dies auch für das Forum nutzbar ist, ist dem Nutzer nicht sofort offensichtlich. (gegen die Intuition).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Startseite&lt;br /&gt;
* aktuelle Neuigkeiten auf der Startseite (Newsbereich)&lt;br /&gt;
* aktuelle Beiträge (rechte Seite)&lt;br /&gt;
* Möglicherweise kommt die Frage auf: Ist das Forum die richtige Stelle meine Fragen loszuwerden, wenn es tot zu sein scheint, aber andere Bereich aktuell aktiv sind?&lt;br /&gt;
* Lizenz ist deutlich sichtbar im oberen Bereich der Startseite. Das ist als Wikipediaautor sicher interessant.&lt;br /&gt;
* Im Eingangstext wird nur auf die Möglichkeit zu Übersetzen hingewiesen (Sprachkenntnisse nötig), weitere Partizipationsmöglichkeiten werden nicht benannt.&lt;br /&gt;
* Der &amp;quot;mehr dazu&amp;quot; Button ist unscheinbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Übersetzung&lt;br /&gt;
* Als agnostischer Mensch ohne Bibelkenntnisse landet auf einer Seite, die ihm unbekannte &amp;quot;biblische Bücher&amp;quot; bietet, aber nicht den erwarteten übersetzten Bibeltext. --&amp;gt; Sind da etwa nur Bücher &#039;&#039;&#039;über&#039;&#039;&#039; die Bibel?&lt;br /&gt;
* Zwei Fassungen? Warum untereinander? Bezug zu einander? Müsste das nicht nebeneinander sein?&lt;br /&gt;
* Was sollen die ganzen Klammern in der sog. Studienfassung? Keine Informationen, wenn man mit der Maus darüber fährt oder darauf klickt.&lt;br /&gt;
* Erwischt man einen übersetzten Text, muss der Eindruck sein: qualitativ hochwertig, hier entsteht wirklich etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
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		<updated>2012-08-11T07:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nicht ohne Weiteres möglich&lt;br /&gt;
* Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einige Bücher sind verlinkt&lt;br /&gt;
* einzelne Bibelstellen sind nicht verlinkt&lt;br /&gt;
* per copy&amp;amp;paste kann die Funktion &amp;quot;Bibelstelle aufschlagen&amp;quot; benutzt werden&lt;br /&gt;
* Bsp: Mt 1,12f --&amp;gt; funktioniert nicht in der Suche, da die Suchfunktion durch das &amp;quot;f&amp;quot; nur auf der Übersichtsseite zum Buch landet. Dies scheint ein Ausschlusskriterium für Nutzer ohne das Wissen zum Aufbau von Bibelstellen.&lt;br /&gt;
* Bsp: Neh 7,7 --&amp;gt; Es sind noch nicht alle Stellen übersetzt. Von der Seite &amp;quot;Serubbabel&amp;quot; aus, lässt sich allerdings nicht ersehen, welche Stellen aufrufbar sind und welche nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Diskussionsseite ist i.d.R. für Autoren der Seite.&lt;br /&gt;
* Das Forum (oberer Menüleiste) kommt als Ort der Nachfrage in Betracht.&lt;br /&gt;
** Erster Eindruck: alles tot! (letzter Beitrag mind. einige Wochen alt)&lt;br /&gt;
** mögliches Forum &amp;quot;Fragen&amp;quot;&lt;br /&gt;
*** Problem: Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator notwendig, keine Gastbeiträge möglich.&lt;br /&gt;
** Alternative: Suche im Forum, ob das Problem ggf. bereits diskutiert wurde&lt;br /&gt;
*** Das Suchfeld fehlt.&lt;br /&gt;
*** Möglicherweise kann das Suchfeld in der linken Seitenleiste benutzt werden. Ob dies auch für das Forum nutzbar ist, ist dem Nutzer nicht sofort offensichtlich. (gegen die Intuition).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
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		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Markus</title>
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		<updated>2012-08-11T07:38:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nicht ohne Weiteres möglich&lt;br /&gt;
* Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einige Bücher sind verlinkt&lt;br /&gt;
* einzelne Bibelstellen sind nicht verlinkt&lt;br /&gt;
* per copy&amp;amp;paste kann die Funktion &amp;quot;Bibelstelle aufschlagen&amp;quot; benutzt werden&lt;br /&gt;
* Bsp: Mt 1,12f --&amp;gt; funktioniert nicht in der Suche, da die Suchfunktion durch das &amp;quot;f&amp;quot; nur auf der Übersichtsseite zum Buch landet. Dies scheint ein Ausschlusskriterium für Nutzer ohne das Wissen zum Aufbau von Bibelstellen.&lt;br /&gt;
* Bsp: Neh 7,7 --&amp;gt; Es sind noch nicht alle Stellen übersetzt. Von der Seite &amp;quot;Serubbabel&amp;quot; aus, lässt sich allerdings nicht ersehen, welche Stellen aufrufbar sind und welche nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Markus&amp;diff=7642</id>
		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Markus</title>
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		<updated>2012-08-11T07:32:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nicht ohne Weiteres möglich&lt;br /&gt;
* Registrierung und Freischaltung durch einen Administrator ist notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Die_Offene_Bibel:Beispielnutzer/Markus&amp;diff=7641</id>
		<title>Die Offene Bibel:Beispielnutzer/Markus</title>
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		<updated>2012-08-11T07:29:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: /* Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Markus (28 Jahre; agnostischer Open-Source-Programmierer und Fantasy-Fan; findet alte Kulturen spannend; Wikipedia-Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus liest in einem seiner Fantasy-Romane den Namen „Serubbabel“ und sucht diesen bei Google. Dabei kommt er auf die Lexikon-Seite der Offenen Bibel. Welchen Eindruck bekommt er von der Offenen Bibel? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vertrautheit durch WIKI-Software&lt;br /&gt;
* umfangreicher, professionell wirkender Artikel&lt;br /&gt;
* Frage: Was ist OffeneBibel? -&amp;gt; Wo finde ich einen &amp;quot;about&amp;quot; Button? &lt;br /&gt;
* Nach viel suchen: &amp;quot;über uns&amp;quot; (linke Seitenleiste)&lt;br /&gt;
*Über uns:&lt;br /&gt;
** sehr lang --&amp;gt; erster Absatz sollte die Frage nach dem &amp;quot;Was ist die OfBi?&amp;quot; klären. &lt;br /&gt;
** Strukturierung nicht klar für Neulinge.&lt;br /&gt;
** Wirkt sehr werbemäßig&lt;br /&gt;
* Wie komme ich wieder zum Lexikon, mit dem ich eingestiegen bin? (Kein Button dafür vorhanden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus findet einen Tippfehler im Artikel und möchte ihn melden oder selbst beheben. Wie einfach oder kompliziert ist das für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus möchte die im Artikel genannten Bibelstellen nachlesen. Welche Hindernisse gibt es für ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus entdeckt inhaltliche Unterschiede zum Wikipedia-Artikel und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat. Findet er einen für ihn passenden Weg? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markus betrachtet die Startseite, um sich ein Bild von der Offenen Bibel zu machen, und klickt dort auf einige der Links. Was gefällt ihm oder ist für ihn interessant? Was stört ihn  oder irritiert ihn? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gibt es bei der Offenen Bibel noch andere Angebote zum Lesen oder Mitmachen, die für Markus attraktiv sind? Entdeckt er diese? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche anderen Beobachtungen oder Überlegungen ergeben sich daraus, unsere Website aus der Perspektive von Markus zu betrachten? ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_4&amp;diff=7635</id>
		<title>Apostelgeschichte 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_4&amp;diff=7635"/>
		<updated>2012-08-10T15:14:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesefassung}} &amp;#039;&amp;#039;(kommt später)&amp;#039;&amp;#039;  {{Studienfassung}}  {{S|1}}   {{S|2}}   {{S|3}}   {{S|4}}   {{S|5}}   {{S|6}}   {{S|7}}   {{S|8}} Da sprach Petrus, erfüllt …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &#039;&#039;(kommt später)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} Da sprach Petrus, erfüllt mit heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen geprüft werden, durch welches er gerettet worden ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten - in diesem Namen steht er vor euch gesund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} Das ist der Stein, der, von euch, den Bauleuten, verachtet, zum Eckstein geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und es ist in gar keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, gegeben den Menschen, in den wir gerettet werden müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Als sie aber die Kühnheit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte Menschen seien und ungebildet, verwunderten sie sich und sie erkannten von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}}  Und als sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, hatten sie nichts dagegen zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|27}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|28}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|30}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|31}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|32}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|33}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|34}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|36}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|37}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_1&amp;diff=6841</id>
		<title>Apostelgeschichte 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Apostelgeschichte_1&amp;diff=6841"/>
		<updated>2012-07-04T18:01:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
{{L|13}}&lt;br /&gt;
{{L|14}}&lt;br /&gt;
{{L|15}}&lt;br /&gt;
{{L|16}}&lt;br /&gt;
{{L|17}}&lt;br /&gt;
{{L|18}}&lt;br /&gt;
{{L|19}}&lt;br /&gt;
{{L|20}}&lt;br /&gt;
{{L|21}}&lt;br /&gt;
{{L|22}}&lt;br /&gt;
{{L|23}}&lt;br /&gt;
{{L|24}}&lt;br /&gt;
{{L|25}}&lt;br /&gt;
{{L|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Das erste Wort habe ich gegeben von allem, oh Theophilos, was Jesus begann zu tun und zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|2}} Bis zum Tag, als er den Aposteln, die er ausgewählt hat, durch den heiligen Geist befahl, nachdem er aufgefahren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Ihnen zeigte er sich selbst als Lebender nach seinem Leiden in vielen Zeichen (Beweisen). Während vierzig Tagen erschien er ihnen und sprach mit ihnen über das Königreich Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|4}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|5}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|8}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|10}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|11}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|15}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|17}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|19}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}}  Es muss nun von allen den Männer, die mit uns gegangen sind in all der Zeit, in der ausging und einging bei uns der Herr Jesus, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|22}} angefangen von der Taufe des Johannes bis zu dem Tag als er von uns weg aufgenommen wurde, einer von diesen (muss) Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und sie stellen zwei, Joseph der Barnabas genannte, der den Beinamen Justus hat, und Matthias.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und nachdem sie gebetet hatten, sprachen sie: Du Herr, der Herzenskenner aller, zeige von diesen zweien einen, den du ausgewählt hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|25}} damit er in Empfang nimmt das Amt dieses Dienstes und das Apostelamt von dem Judas zur Seite getreten ist um zu seinem eigenen Ort zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und sie gaben ihnen Lose und das Los fiel auf Matthias und wurde inmitten der elf Apostel hinzugestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jan</name></author>
	</entry>
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