<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Wolfgang+Loest</id>
	<title>Die Offene Bibel - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Wolfgang+Loest"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Wolfgang_Loest"/>
	<updated>2026-07-17T19:59:20Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_6&amp;diff=25221</id>
		<title>Markus 6</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_6&amp;diff=25221"/>
		<updated>2017-03-18T16:06:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
((Jesus in seiner Heimat))&lt;br /&gt;
{{L|1}}Darauf ging er von dort in seine Heimatstadt und seine Jünger begleiteten ihn.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Und als es Sabbat war, begann er, in der Synagoge zu lehren. Viele, die zuhörten, waren überrascht und sagten: „Woher hat er das? Was ist die Weisheit, die ihm gegeben wurde? Und wie kommt es, dass er solche Wunderkräfte, die durch seine Hände geschehen, vollbringt?&lt;br /&gt;
{{L|3}}Ist das nicht der Handwerker, Marias Sohn und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Und leben seine Schwestern nicht hier bei uns?“ Und sie ärgerten sich über ihn.&lt;br /&gt;
{{L|4}}Und Jesus sagte zu ihnen: „Ein Prophet ist nirgends ohne Anerkennung, außer in seiner Heimatstadt, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.“&lt;br /&gt;
{{L|5}}So konnte er dort kein einziges Wunder (Wunderkraft) vollbringen, außer dass er einigen Kranken durch Handauflegen heilte.&lt;br /&gt;
{{L|6}}Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Dann zog er durch die Dörfer ringsum und lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Zwölf predigen und heilen))&lt;br /&gt;
{{L|7}}Und er rief die Zwölf zu sich und sandte sie zu zweit aus. Er gab ihnen Macht über die unreinen Geister&lt;br /&gt;
{{L|8}}und er gab ihnen die Anweisung, nichts außer einem Wanderstab auf den Weg mitzunehmen – kein Brot, keine Tasche, kein Geld am Gürtel - &lt;br /&gt;
{{L|9}}aber Sandalen zu tragen. „Und zieht keine zwei Unterhemden an!“ &lt;br /&gt;
{{L|10}}Und er sagte zu ihnen: „Wo ihr in ein Haus hineingeht, bleibt ihr, bis ihr wieder weggeht. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Und nimmt man euch an einem Ort nicht auf und hört euch auch nicht zu, dann geht von dort weg und schüttelt den Staub von euren Schuhsohlen ab, als Zeichen für sie!“ &lt;br /&gt;
{{L|12}}Und sie gingen los und predigten, dass die Menschen sollten umkehren sollten. &lt;br /&gt;
{{L|13}}Zudem trieben sie viele Dämonen aus. Sie salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer ist tot))&lt;br /&gt;
{{L|14}}Und König Herodes hörte von Jesus, denn sein Name war bekannt geworden, und die Leute meinten: „Johannes der Täufer ist von den Toten auferweckt worden. Das erklärt, warum diese Wunderkräfte in ihm wirken!“ &lt;br /&gt;
{{L|15}}Andere sagten dagegen: „Er ist Elija!“, und wieder andere meinten: „Er ist ein Prophet wie einer der vergangenen Propheten.“ &lt;br /&gt;
{{L|16}}Als Herodes das hörte, rief er: „Der, den ich enthauptet habe, Johannes, ist auferweckt worden!“&lt;br /&gt;
{{L|17}}Herodes selbst hatte Johannes nämlich gefangen nehmen und ihn im Gefängnis werfen lassen. Das tat er weil er Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, geheiratet hatte.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Denn Johannes hatte wiederholt zu Herodes gesagt: „Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben!“&lt;br /&gt;
{{L|19}}Aber Herodias nahm ihm das übel und wollte ihn töten. Aber es gelang ihr nicht. &lt;br /&gt;
{{L|20}}Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war. Also beschützte er ihn. Und wenn er ihm zuhörte, war er jedes Mal stark verwirrt, aber er hörte ihm gerne zu. &lt;br /&gt;
{{L|21}}Und als ein günstiger Tag kam, an dem Herodes anlässlich seines Geburtstages für seine Hofbeamten, die Offiziere und die angesehensten Bürger Galiläas ein Festmahl veranstaltete, &lt;br /&gt;
{{L|22}}und als die Tochter eben jener Herodias hereinkam und tanzte, gefiel sie Herodes und seinen Tischgästen. Der König sagte zu dem Mädchen: „Wünsche dir, was auch immer du willst, und ich werde es dir geben!“ &lt;br /&gt;
{{L|23}}Und er schwor ihr: „Worum du mich auch bittest, ich werde es dir geben, bis zur Hälfte meines Reiches!“ &lt;br /&gt;
{{L|24}}Und sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: „Was soll ich mir wünschen?“, und sie antwortete: „Den Kopf von Johannes dem Täufer!“ &lt;br /&gt;
{{L|25}}Und sofort ging sie eilig hinein zum König und sich von ihm: „Ich will, dass du mir umgehend den Kopf von Johannes dem Täufer auf einem Teller gibst!“ &lt;br /&gt;
{{L|26}}Und der König wurde sehr traurig, aber wegen seiner Schwüre und der Gäste wollte er sie nicht abweisen. &lt;br /&gt;
{{L|27}}Also schickte der König einen Henker und befahl, seinen Kopf herzubringen. Und er ging los und enthauptete ihn im Gefängnis. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Darauf brachte er seinen Kopf auf einem Teller herein und gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn ihrer Mutter. &lt;br /&gt;
{{L|29}}Und als seine Jünger davon hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam ab und legten ihn in ein Grab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|30}}Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. &lt;br /&gt;
{{L|31}}Und er sagte zu ihnen: „Kommt doch ganz allein mit mir an einen abgelegenen Ort und ruht euch ein wenig aus!“ Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen. &lt;br /&gt;
{{L|32}}Und sie fuhren in dem Boot an einen einsamen Ort, ganz allein.&lt;br /&gt;
{{L|33}}Allerdings sahen die Leute, wie sie losfuhren, und viele erfuhren davon. Zu Fuß liefen sie aus allen Städten zusammen und liefen voraus. &lt;br /&gt;
{{L|34}}Und als er ausstieg, sah er eine große Menschenmenge. Er empfand Mitleid mit ihnen, weil sie wie Schafe waren, die keinen Hirten haben. Und er begann, sie vieles zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|35}}Und weil es schon spät war, kamen seine Jünger zu ihm und sagten: „Der Ort ist weit weg und es ist schon dunkel.&lt;br /&gt;
{{L|36}}Schick die Leute nach Hause, damit sie sich etwas zu Essen holen können!“&lt;br /&gt;
{{L|37}}Doch er hat gesagt, gib ihnen etwas zu essen und sie haben geantwortet: „Sollen wir Ihnen für 200 Denare Brot kaufen?“&lt;br /&gt;
{{L|38}}Jesus antwortete: „Wie viel Brote habt ihr, schaut schnell nach.“ Nachdem sie gezählt hatten sagten sie: „Wir haben 5 Brote und zwei Fische“&lt;br /&gt;
{{L|39}}Er befahl, dass sie sich alle Menschen in Gruppen auf das grüne Gras setzen sollen.&lt;br /&gt;
{{L|40}}&lt;br /&gt;
{{L|41}}&lt;br /&gt;
{{L|42}}&lt;br /&gt;
{{L|43}}&lt;br /&gt;
{{L|44}}&lt;br /&gt;
{{L|45}}&lt;br /&gt;
{{L|46}}&lt;br /&gt;
{{L|47}}&lt;br /&gt;
{{L|48}}&lt;br /&gt;
{{L|49}}&lt;br /&gt;
{{L|50}}&lt;br /&gt;
{{L|51}}&lt;br /&gt;
{{L|52}}&lt;br /&gt;
{{L|53}}Nachdem Jesus und seine Jünger über den See gefahren waren, gingen sie bei Gennesaret an Land und zogen das Boot mit. &lt;br /&gt;
{{L|54}}Als sie aus dem Boot ausstiegen, erkannten ihn die Menschen sofort.&lt;br /&gt;
{{L|55}}Die Leute liefen durch die gesamte Gegend und trugen die Kranken und die, denen es schlecht ging zu Jesus.&lt;br /&gt;
{{L|56}}Sie gingen in die Dörfer, in die Städte oder zu den Bauernhöfen. Sie legten die Kranken auf die Marktplätze und baten ihn darum, die Quaste seines Gewandes anzupacken. Und alle, die ihn berührten waren geheilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und er ging von dort weg und begab sich (kam) in seine Heimat (Heimatstadt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Heimat&#039;&#039; Gemeint ist Nazaret (Mk 1,9.24). Die meisten Übersetzungen spezifizieren „Heimatstadt“ oder „Vaterstadt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei (und) seine Jünger ihn begleiteten (ihm folgten). &lt;br /&gt;
{{S|2}} Und als [der] Sabbat gekommen (geworden) war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … gekommen war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er, in der Synagoge zu lehren (lehrte er)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er, in der Synagoge zu lehren (lehrte er)&#039;&#039; Markus benutzt „beginnen“ gerne schwach und ohne echte Funktion. Viele Übersetzungen formulieren daher wie in der Klammer. Vgl. die [[Markus_5#af|Fußnote zu 5,17]].&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und viele, die zuhörten, waren überwältigt (überrascht, erstaunt, außer sich) und sagten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und sagten&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Wo [hat] er das her, und was [ist] die Weisheit, die ihm gegeben wurde – und (und [wie kommt es, dass]) solche Wunder (Wunderkräfte), die durch seine Hände geschehen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (und [wie kommt es, dass]) solche Wunder, die durch seine Hände geschehen&#039;&#039; Den Satz kann man entweder als überraschten Ausruf verstehen (wie die meisten Übersetzungen), oder als elliptische Frage (so NGÜ). Dabei wäre wie in der Klammer &#039;&#039;[wie kommt es, dass]&#039;&#039; sinngemäß zu ergänzen (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;! &lt;br /&gt;
{{S|3}} Ist das nicht der Zimmermann (Handwerker, Baumeister), der Sohn von Maria und der Bruder von Jakobus und Joses, {und} Judas und Simon? Und leben (sind) seine Schwestern nicht hier bei uns?“ Und sie lehnten ihn ab (ärgerten sich über, nahmen Anstoß an).&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Ein Prophet ist nirgends (nicht) ohne Ansehen (Ehre), außer in seiner Heimat (Heimatstadt), {und} bei seinen Verwandten und in seiner Familie (Haus, Haushalt).“&lt;br /&gt;
{{S|5}} So (Und) konnte er dort kein einziges Wunder (Wunderkraft) tun, außer dass (nur) er einigen Kranken die Hände auflegte und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auflegte und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], hier mit „und“ beigeordnet. Auch möglich: „indem er ihnen die Hände auflegte“ oder „durch Handauflegen“ (MEN)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie heilte,&lt;br /&gt;
{{S|6}} und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und (Dann) er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und lehrte&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er rief die Zwölf zu sich und sandte sie paarweise&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;paarweise&#039;&#039; W. „zwei zwei“. Die Formulierung war sowohl in der Volkssprache als auch in semitischen Sprachen gebräuchlich (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sandte aus&#039;&#039; W. „begann auszusenden“. Dazu s. die [[Markus_5#af|Fußnote zu 5,17]]. Ein ähnlicher Fall liegt auch in V. 2 vor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er gab ihnen Macht (Vollmacht) über die unreinen Geister, &lt;br /&gt;
{{S|8}} und er gab ihnen die Anweisung (bestimmte), {dass} nichts auf den Weg mitzunehmen als nur einen Wanderstab – kein Brot, keine Tasche, kein Geld&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Geld&#039;&#039; W. „Kupfer(münze)“ (oder „Bronze(münze)“). Das Wort wird hier metonymisch für Kupfermünzen, also Kleingeld benutzt. Die Parallelstelle Mt 10,19 führt aus: „weder Gold noch Silber noch Kupfer...“ &#039;&#039;im Gürtel&#039;&#039; Im Orient bewahrte man Geld lange in den Falten des Gürtels auf, einem breiten Tuch, das entsprechend um die Hüfte gebunden war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
im Gürtel,&lt;br /&gt;
{{S|9}} dabei jedoch (sondern) Sandalen zu tragen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dabei jedoch Sandalen zu tragen&#039;&#039; Mod. oder konz. [[Ptz. conj.]] Pf. &#039;&#039;zu tragen&#039;&#039; ist das resultative Äquivalent des griechischen [[Perfekt]]s, das man auch „Sandalen untergebunden/angezogen zu haben“ übersetzen könnte (vgl. NSS). Markus formuliert hier sinngemäß, indem er den mit ἵνα+Konjunktiv begonnenen Satz (V. 8) mit einer Akkusativform fortsetzt, als ob es sich um einen [[AcI]] handelte (NSS nach BDR §470.3). Collins versteht das Partizip als imperativisch (BDR 468.2), übersieht jedoch, dass es sich hier um einen Akkusativ, nicht wie andernfalls erforderlich um einen Nominativ handelt (Collins 2007, 299 Fn 25).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
„und zieht keine zwei Unterhemden an!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„und zieht keine zwei Unterhemden an!“&#039;&#039; Markus wechselt hier übergangslos von der dritten in die zweite Person Plural. Der verneinte Konjunktiv Aorist könnte dabei entweder imperativisch sein (direkte Rede, so NSS) oder sich an die fortlaufende, indirekt wiedergegebene Anweisung anschließen. Es handelt sich bei dem ganzen Vers um eine Stelle, an der besonders deutlich wird, wie umgangssprachlich Markus sich ausdrückt. Die Übersetzung &#039;&#039;Unterhemden&#039;&#039; (LUT u.a.: „Hemden“, ELB „Unterkleider“, ZÜR „Kleid“, MEN „Rock“) scheint die Funktion des Kleidungsstücks am besten wiederzugeben. Es handelt es sich um eine Tunika oder ein Hemd, das man unter dem langen Obergewand trug (vgl. LN 6.176). Wie die Übersetzung ausdrückt, geht es nicht um einen zweiten Satz Unterwäsche, sondern entweder um den Luxus, sich mit einem zweiten Unterhemd besser vor Kälte zu schützen (France 2002, 249), oder um die Gewohnheit der Bessergestellten, sich durch zwei Untergewänder, eine innere und eine äußere Tunika, von der Masse abzuheben (Collins 2007, 299).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und er sagte zu ihnen: „Wo ihr in ein Haus eintretet (einkehrt, hineingeht), [da] bleibt dort, bis ihr {von dort} [wieder] aufbrecht (weggeht).&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und nimmt man euch an einem Ort nicht auf und hört euch auch nicht zu,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nimmt man euch nicht auf und hört euch auch nicht zu&#039;&#039; Im Griechischen (καὶ ὃς ἂν τόπος, „und ein Ort, der auch immer...“) handelt es sich um einen Relativsatz mit konditionalem Nebensinn, in dem das Bezugswort (Ort) Teil des Relativsatzes ist (NSS). Solche Relativsätze gibt man am besten mit deutschen Relativsätzen wieder (Siebenthal 2011, §290e; so im vorigen Vers), hier war die Übersetzung durch einen (schwachen) deutschen Konditionalsatz jedoch passender. an einem Ort W. „nimmt euch ein Ort nicht auf und hören sie...“. Das erste Prädikat steht im Sg., das zweite im unpersönlichen Plural. Aus stilistischen Gründen bietet es sich an, beide (mit „man“ oder „die Leute“) auf die Bewohner zu beziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann schüttelt beim Aufbruch (geht von dort weg und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;beim Aufbruch&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;geht von dort weg und&#039;&#039; Modales [[Ptz. conj.]], als Präpositionalphrase (bzw. beigeordnete Konstruktion) übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Staub von euren Schuhsohlen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von euren Schuhsohlen&#039;&#039; W. „den Staub unter (d.h. an der Unterseite, LN 83.52) euren Füßen“. Die beschriebene Geste ist offensichtlich ein Zeichen der Abgrenzung, aber was genau damit signalisiert oder erreicht werden sollte, ist nicht mehr bekannt. Der folgende „Beweis gegen sie“ hat jedoch wahrscheinlich mit dem Endgericht zu tun (Guelich 1989, 322f.; Collins 2007, 300ff.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ab, als Zeugenaussage (Beweis, Zeichen, Zeugnis) [gegen (für)] sie!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als Zeugenaussage (Beweis, Zeichen, Zeugnis) [gegen (für)] sie&#039;&#039; Es handelt sich bei &#039;&#039;gegen&#039;&#039; um einen [[Dativus incommodi]] (oder [[Dativus commodi|commodi]] bei &#039;&#039;für&#039;&#039;). Aus den anderen Evangelien geht hervor, dass es sich wohl um eine Zeugenaussage oder einen Beweis im Endgericht handelt. Matthäus versteht die Geste des Staubabschüttelns so, dass sie sich auf das Ergehen der Betroffenen im Endgericht bezieht (10,15). Bei Lukas ist die Aussage ebenfalls adversativ gemeint, wie er mit einer Präposition deutlich macht (9,5). Beide Evangelisten halten das „Zeugnis“ also für eine Zeugenaussage oder einen Beweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; die Bewohner der entsprechenden Orte. In einem Schwur mit ganz ähnlicher Symbolik schüttelt Nehemia im AT den Staub von seinem Mantel, mit der Drohung, ebenso möge Gott mit jenen verfahren, die diesen Eid verletzen (Neh 5,13. Collins 2007, 300f.; Guelich 1989, 323). Dieselbe Formulierung haben wir in [[Markus 1#s44|Mk 1,44]] im Kontext übrigens anders gedeutet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und sie machten sich auf den Weg (gingen los)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;machten sich auf den Weg&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigten (verkündigten), {dass} [die Menschen sollten] umkehren (Buße tun).&lt;br /&gt;
{{S|13}} Zudem (Und) trieben sie viele Dämonen aus, und sie salbten viele Kranke [mit] Öl und heilten sie.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und König Herodes hörte [von Jesus]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hörte [von Jesus]&#039;&#039; Die nachgelieferte Begründung (ab denn) macht klar, dass Herodes von Jesus (möglicherweise im Zusammenhang mit den Taten seiner Jünger) hörte, nicht nur von deren Dienst. So drückt auch Matthäus klarer aus: „hörte von seinem Ansehen“ (Mt 14,1; France 2002, 252).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
denn sein Name (Ruf, Ansehen) war bekannt geworden, und [die Leute] meinten (sagten):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;meinten&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] leitet hier die (vielfach geäußerte) öffentliche Meinung ein. In V. 15 sind dagegen mit Aor. offenbar spezifische Einzelaussagen zu hören. ZÜR: „es hieß“+indirekte Rede.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Johannes der Täufer ist von [den] Toten auferweckt worden. Das erklärt, warum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Das erklärt, warum&#039;&#039; W. „und aus diesem Grund/deshalb“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Wunderkräfte durch ihn (in ihm) wirken!“&lt;br /&gt;
{{S|15}} Andere sagten dagegen (und): „Er ist Elija“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Elija&#039;&#039; Die Rückkehr des im Alten Testament entrückten Propheten wurde aufgrund von Mal 3,23-24 zu Jesu Zeit vielfach erwartet (France 2002, 253).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und wieder andere meinten (sagten): „Ein Prophet wie einer der [alten] Propheten.“&lt;br /&gt;
{{S|16}} Als Herodes [das] hörte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als … hörte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
glaubte (sagte, rief) er&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;glaubte er&#039;&#039; W. „sagte“ ([[Imperfekt]]), das wie in V. 14 eine (geäußerte) Meinung beschreibt. Vgl. GNB: „Herodes aber war überzeugt … er sagte“ Da das Wirken von Johannes und Jesus zeitlich überlappten, ist es unwahrscheinlich, dass Herodes diese Aussage wörtlich meinte. Er wird wohl die deutlichen Parallelen zwischen den beiden Männern vor Augen gehabt haben und auf dieses Déjà-vu entweder spöttisch („Kaum ist der eine weg, kommt schon wieder ein anderer!“) oder abergläubisch reagieren (vgl. die Betonung &#039;&#039;den&#039;&#039; &amp;lt;u&amp;gt;ich&amp;lt;/u&amp;gt; &#039;&#039;enthauptet habe&#039;&#039;, die anzeigen könnte, dass Herodes sich für Johannes&#039; Tod verantwortlich fühlt; so France 2002, 254; vgl. Collins 2007, 304).&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Der, den ich enthauptet habe, Johannes, ist auferweckt worden!“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Herodes selbst hatte Johannes nämlich gefangen nehmen und ihn im Gefängnis festgehalten (gefesselt ins Gefängnis [werfen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Gefängnis festhalten lassen&#039;&#039; Viele Übersetzungen „und er hatte ihn (gefesselt) ins Gefängnis geworfen/werfen lassen“ (nach BA). Für die gewählte Übersetzung von δέω „fesseln“ s. jedoch LN 37.144, wo zudem angemerkt ist, dass von der Einkerkerung häufig sehr idiomatisch gesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
lassen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lassen&#039;&#039; Oder: „[Soldaten] ausgesandt und“ (vgl. MEN). Das modale [[Ptz. conj.]] modifiziert hier kausativ zwei finite Verben und heißt dasselbe wie das Deutsche „lassen“ (BA ἀποστέλλω, 2.; vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[Das tat er]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[Das tat er]&#039;&#039; Die Einfügung verdeutlicht, dass der der folgende (mit wegen eingeleitete) Bericht den Anlass für die Festnahme liefert. So EÜ: „Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die“, NGÜ: „Der Anlass dazu war Herodias gewesen“, GNB: „Der Grund dafür war: …“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, weil er sie geheiratet hatte.{{par|Markus|10|11}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Johannes hatte nämlich [wiederholt] zu Herodes gesagt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte [wiederholt] gesagt&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] könnte hier einfach im Sinne eines Plusquamperfekt benutzt werden (NSS). Allerdings hebt es sich von den Aoristformen ab, die bisher ebenfalls die Vorvergangenheit vermittelt haben. Daher ist wohl auch der iterative Aspekt im Blick (vgl. France 2002, 257).&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben!“{{par|Levitikus|18|16}}{{par|Levitikus|20|21}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Aber Herodias nahm ihm [das] übel und plante (wollte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;plante (wollte)&#039;&#039; „wollen“ im durativen [[Imperfekt]] ist „über einen längeren Zeitraum wollen“ → „planen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
ihn zu töten, hatte aber (und) lange keine Gelegenheit dazu (es gelang ihr nicht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte lange keine Gelegenheit dazu&#039;&#039; W. es gelang ihr nicht oder „sie konnte nicht“ ([[Ipf.]]). NSS empfiehlt in diesem Kontext die angemessenere Übersetzung der NGÜ „Doch bot sich ihr zunächst keine Möglichkeit dazu“. Dass Herodias als Herrschergattin die Macht gehabt hätte, einen unliebsamen Prediger zu beseitigen, steht außer Frage. Doch hatte sie keine lange Gelegenheit dazu, weil ihr Mann den Prediger schätzte (V. 20). Die Gelegenheit ihn zu überlisten kommt in V. 21. EÜ vgl. GNB: „Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|20}} Denn Herodes respektierte (fürchtete) Johannes, weil er wusste,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;respektierte/fürchtete&#039;&#039; und &#039;&#039;weil er wusste&#039;&#039; (kausales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.) Sowohl Angst (die meisten Übersetzungen) als auch Erfurcht (NGÜ, MEN, GNB?) passen in den Kontext. Dass Herodes Johannes&#039; Charakter schätzt, weist darauf hin, dass Respekt und Ehrfurcht möglicherweise die Furcht vor Johannes&#039; politischem Einfluss übersteigen. NGÜ: „hatte Hochachtung“, MEN „hatte Scheu“, GNB lässt beides zu: „wagte er nicht, ihn anzutasten“, Collins 2007, 293: „Herodes respektierte Johannes“. Für ein anderes Verständnis s. die folgende Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[dass] er ein gerechter und heiliger Mann [war], und er beschützte ihn (hielt ihn in Haft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;beschützte ihn (hielt ihn in Haft)&#039;&#039; Das Wort lässt sich in anderen Kontexten mit „bewahren“ oder „einhalten, wahren“ übersetzen, die Bedeutung „beschützen“ fällt etwas aus der Reihe. Der NSS merkt jedoch an, das alternative Verständnis &#039;&#039;hielt ihn in Haft&#039;&#039; (LUT, GNB, ZÜR?) erscheine „lexikalisch kaum begründbar“. Nach diesem Verständnis hält Herodes Johannes gefangen, weil er ihn bzw. seinen Einfluss fürchtet (vgl. den Versbeginn). MEN: „er nahm ihn in seinen Schutz“, ZÜR lässt beide Deutungen zu: „er liess ihn bewachen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und wenn er ihm zuhörte (zugehört hatte),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn er ihm zuhörte&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. Die Klammer übersetzt vorzeitig, Sinn wäre „nach dem Zuhören“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war er immer wieder (jedes Mal) stark verunsichert (ratlos, verwirrt, verlegen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;immer wieder stark verunsichert&#039;&#039; Das Adverb πολλὰ kann sowohl intensivierend als auch wiederholend gemeint sein. Da das [[Imperfekt]] schon den wiederholenden Aspekt mitbringt, ist es wahrscheinlicher, dass es intensivieren soll. Einige Ausleger (nach G.D. Kilpatrick, Some notes on Markan usage, in: BT 7 (1956), 2-9; zitiert bei Willker 2013, 227) argumentieren, dass dieses Adverb immer dem modifizierten Verb folgen muss. Es müsse sich deshalb statt &#039;&#039;war verunsichert&#039;&#039; auf das vorhergehende Partizip ἀκούσας &#039;&#039;wenn er ihm zuhörte&#039;&#039; beziehen. In diesem ebenfalls gut denkbaren Fall wäre sicherlich iterativ (wiederholend) zu übersetzen: „immer wenn er ihm zuhörte“ (EÜ: „Sooft er mit ihm sprach“). Es gibt aber auch Beispiele, wo das Adverb dem modifizierten Verb vorausgeht (Mk 3,12; 9,26; Mt 27,19). Bei iterativer Deutung lässt sich der Übersetzung ohnehin kaum entnehmen, welchem Verb die Übersetzer das Adverb zugeordnet haben (vgl. GNB, MEN).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber (und) er hörte ihm gerne zu. &lt;br /&gt;
{{S|21}} Und als ein günstiger Tag kam,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als ein günstiger Zeitpunkt kam&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst. Der Hauptsatz kommt erst in V. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Herodes [anlässlich] seines Geburtstages&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[anlässlich] seines Geburtstages&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
für seine Würdenträger (Hofbeamten), {und} die Offiziere (Hauptleute) und Galiläas angesehenste Bürger&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Galiläas angesehenste Bürger&#039;&#039; W. „die Ersten Galiläas“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Festmahl veranstaltete, &lt;br /&gt;
{{S|22}} und als die Tochter eben jener Herodias (seine Tochter Herodias)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Tochter eben jener Herodias (seine Tochter Herodias)&#039;&#039; Die Überlieferung ist an dieser Stelle kompliziert, die Ausleger sind sich uneinig. NA28 bezeugt &#039;&#039;seine Tochter Herodias&#039;&#039;, SBLGNT wählt &#039;&#039;die Tochter eben jener Herodias&#039;&#039;. Zwar ist &#039;&#039;seine Tochter Herodias&#039;&#039; die schwierigste Lesart, passt aber nicht gut in den Kontext (der spricht deutlich davon, dass sie die Tochter von Herodias war). Auch historisch ist die Lesart schwierig, denn eine Tochter von Herodes und Herodias (die dann nicht älter als 10 Jahre wäre) ist nicht bekannt, wohl aber eine Tochter aus Herodias&#039; erster Ehe, die der Geschichtsschreiber Josephus unter dem Namen Salome kennt (Collins 2007, 308). Die Namensgleichheit zwischen Mutter und Tochter kommt noch dazu. Es könnte sich also um einen frühen Fehler handeln (France 2002, 254f.). Mit dem meisten deutschen Übersetzungen (außer ZÜR) sind wir vorerst bei der von NA28 abweichenden Lesart &#039;&#039;die Tochter eben jener Herodias&#039;&#039; geblieben. Die griechische Formulierung könnte man auch „ihre Tochter, Herodias,“ oder „die Tochter von Herodias selbst“ übersetzen; für die vorgezogene Übersetzung spricht BDR §288.3. Die Lesart &#039;&#039;seine Tochter Herodias&#039;&#039; könnte auch als „seine Tochter, die von Herodias“ (so ZÜR) gemeint sein, aber das wäre sehr unklar formuliert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hereinkam und tanzte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … hereinkam und tanzte&#039;&#039; [[Gen. abs.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst. Nach der generellen Zeitangabe (V. 21) bildet dieser Gen. abs. nun die spezifische. Als Herodes&#039; Aufforderung kam, wusste Herodias, dass dies der „günstige Tag“ (V. 21) war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gefiel [sie] Herodes und seinen Tischgästen (denen, die mit [ihm] aßen/[zu Tisch] lagen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;seinen Tischgästen (denen, die mit [ihm] aßen/[zu Tisch] lagen)&#039;&#039; Die meisten deutschen Übersetzungen übertragen das [[subst. Ptz.]] einfach als „seine Gäste“. Wie LUT, ELB kann man es auch als Relativsatz auflösen.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der König sagte zu dem Mädchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Mädchen&#039;&#039; Das gleiche Wort wie bei der Zwölfjährigen in Mk 5,42. Markus überlässt es der Vorstellung des Lesers, ob es sich dabei um einen unsittlichen Tanz einer minderjährigen Stieftochter handelte. Bei derartigen Festmählern waren sonst nur (als sittenlos geltende) Kurtisanen als Tänzerinnen zugegen. Ein Mädchen galt mit etwa 13 Jahren als heiratsfähig, und Salome war zu dieser Zeit wohl zwischen 9 und 19, nach einigen Schätzungen 12-14 Jahre alt (Collins 2007, 308f.). Ist die Formulierung „seine Tochter“ am Versanfang ursprünglich, dann hebt sie sicherlich diesen unsittlichen Aspekt hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Bitte (wünsche, verlange) mich, was auch immer du willst, und ich werde [es] dir geben!“&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er schwor ihr (schwor ihr mehrmals/eindringlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schwor ihr mehrmals/eindringlich&#039;&#039; Das Adverb πολλὰ, das wir hier als sekundär einstufen und nur in der Klammer übersetzen (s.u.), kann sowohl intensivierend als auch wiederholend gemeint sein (vgl. schon V. 20). Hier ist es wohl wiederholend, denn in V. 26 ist von Herodes&#039; Schwüren (Pl.) die Rede.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Worum du mich auch bittest (wünscht, verlangst), ich werde es dir geben, bis zur Hälfte meines Reiches!“&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und sie ging hinaus und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging hinaus und&#039;&#039; Modal-temporales [[beschreibendes Partizip]] Aor., mit „und“-Kombination übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fragte (sagte zu) ihre Mutter: „Was soll ich mir wünschen (bitten, verlangen)?“, und sie sagte: „Den Kopf von Johannes dem Täufer!“&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und sofort ging sie eilig&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eilig&#039;&#039; W. „mit Eile“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[wieder] hinein zum König und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging … hinein und&#039;&#039; Modal-temporales [[beschreibendes Partizip]] Aor., mit „und“-Kombination übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verlangte (bat [ihn]) {sagend}:&lt;br /&gt;
„Ich will, dass du mir umgehend den Kopf von Johannes dem Täufer auf einer Schale (Teller) gibst!“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und der König wurde sehr traurig,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde sehr traurig&#039;&#039; Konzessives [[Ptz. conj.]]., als gleichgeordneter Hauptsatz mit folgendem „aber“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber wegen seiner Schwüre und der Gäste ([zu Tisch] Liegenden)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Gäste ([zu Tisch] Liegenden)&#039;&#039; Die meisten deutschen Übersetzungen übertragen das [[subst. Ptz.]] einfach als „seine Gäste“. Wie LUT, ELB kann man es auch als Relativsatz auflösen. Vgl. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wollte er sie nicht abweisen.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Also&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Also&#039;&#039; W. „Und sofort“. Beide Wörter sind bei Markus typisch, „und“ als allgemeine Konjunktion, „sofort“, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Hier ist es schwach und heißt so etwas wie „da“, und weil V. 27 aus V. 26 folgt, kann man stilistisch schöner „also“ schreiben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schickte der König einen Henker und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schickte … und&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], mit „und“-Kombination übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ordnete an, seinen Kopf herzubringen. Und er ging los und enthauptete ihn im Gefängnis,&lt;br /&gt;
{{S|28}} dann (und) brachte er seinen Kopf auf einer Schale [herein] und gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn ihrer Mutter. &lt;br /&gt;
{{S|29}} Und als seine Jünger [davon] erfuhren (hörten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … erfuhren&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kamen sie, {und} holten seinen Leichnam ab und legten ihn in ein Grab.&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und die Apostel (ausgesandten [Jünger])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Apostel (ausgesandten [Jünger])&#039;&#039; Markus setzt hier den Bericht von der Aussendung der Jünger (Mk 6,7-13) mit deren Rückkehr fort. Den Begriff „Apostel“ verwendet er mit doppeltem Sinn: In der Geschichte bezeichnet er zunächst einmal die &#039;&#039;ausgesandten&#039;&#039; Jünger (so die Übersetzung von „Apostel“; vgl. das Verb „aussenden“ in 6,7), die zurückkehren. Für seine christlichen Leser spielt der Titel aber (sicherlich absichtsvoll) schon auf die spätere Rolle der Jünger als &#039;&#039;Apostel&#039;&#039; an (vgl. Guelich 1989, 338).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kamen bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Und er sagte zu ihnen: „Kommt &#039;&#039;ihr&#039;&#039; doch ganz allein [mit mir] an einen abgelegenen Ort und ruht euch ein wenig aus!“ Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen.&lt;br /&gt;
{{S|32}} Und sie fuhren (brachen auf) mit (in) dem Boot an einen einsamen Ort, ganz allein&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ganz allein&#039;&#039; NSS schlägt (wie es auch andere Übersetzungen verstehen) die sinngemäß wohl richtige Übersetzung „um für sich allein zu sein“ vor.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|33}} Allerdings (und) sahen [die Leute], wie sie losfuhren (aufbrachen), und viele erkannten [ihre Absicht (sie)] (erfuhren [davon])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;viele erkannten [ihre Absicht]&#039;&#039; W. &#039;&#039;viele erkannten sie&#039;&#039; (ELB; wenn man das Objekt sie vom Satzanfang miteinbezieht) oder &#039;&#039;viele erfuhren [davon]&#039;&#039; (ZÜR, EÜ, LUT). Oder wie ELB könnte man &#039;&#039;viele&#039;&#039; auch in den ersten Satzteil vorziehen, sodass es sich auf beide Verben bezieht: „Allerdings sahen &#039;&#039;viele&#039;&#039; [Leute], wie sie losfuhren, und erkannten [sie/ihre Absicht]“. Unsere Übersetzung wie MEN, NGÜ.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
und zu Fuß liefen sie aus allen Städten zusammen und kamen (liefen voraus) vor ihnen an ihrem Zielort (dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;an ihrem Zielort&#039;&#039; Sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;dort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an. &lt;br /&gt;
{{S|34}} Und als er ausstieg,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als er ausstieg&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er eine große Menschenmenge, und er empfand Mitleid mit ihnen,{{par|Markus|8|2}} weil sie wie Schafe waren, die keinen Hirten haben,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie Schafe waren, die keinen Hirten haben&#039;&#039; ist eine Wendung, die im AT mehrmals vorkommt (das Zitat selbst stammt aus Num 27,17). Es geht dabei immer um das Volk Israel und seinen König. Die Tatsache, dass sich hier plötzlich eine so große Menschenmenge im Nirgendwo versammelt, könnte darauf schließen lassen, dass Markus die Begebenheit stark vereinfacht darstellt. Joh 6,15 beschreibt in derselben Szene, dass die Menge Jesus zum König machen möchte. Jesus ist zwar der jüdische Messias, aber nicht der Anführer eines politischen Aufstands gegen die Herrschaft der Römer, auf den das Volk hofft. Die atl. Anspielung zeigt hier: Jesus erkennt seine Verantwortung als eschatologischer Führer dieses führerlosen Volkes. Auch Mose spricht in Num 27,17 im Zusammenhang seines Nachfolgers einmal von hirtenlosen Schafen. Jesus reagiert wie der in Dtn 18,15-18 angekündigte „Prophet wie Mose“, indem er die Menge durch ein Wunder mit Nahrung versorgt. Ebenso übernatürlich hatte Mose in der Wüste von Gott die Versorgung mit Manna und Wachteln erreicht. (Johannes stellt denselben Zusammenhang in Joh 6,31 her, wo er Ex 16,4 zitiert.) Jesus reiht sich auch neben die Propheten Elija und Elisa ein, die in den Königebüchern ebenfalls Nahrungswunder vollbrachten. Jesus ist der angekündigte Schafhirte, der in Eze 34 und Ps 78 mit einem neuen Auszug in Verbindung gebracht wird (vgl. Watts 2007, 158-61; France 2002, 260-63; Collins 2007, 319).&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Numeri|27|17}}{{par|1_Könige|22|17}}{{par|Ezechiel|34|5|6}}{{par|Sacharja|13|7}}{{par|Matthäus|9|36}}&lt;br /&gt;
und er begann, sie vieles (lange) zu lehren.{{par|Ezechiel|34|23}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und als (weil) die Stunde schon spät geworden war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als (weil) die Stunde schon spät geworden war&#039;&#039; Das schwer übersetzbare Idiom (auf Gr. ist die „Stunde“ so etwas wie „lang“ oder „viel“) heißt einfach „Es war schon spät“ oder „eine fortgeschrittene Tageszeit“. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um die gewöhnliche Zeit zum Abendessen am Spätnachmittag (France 2002, 265). Vgl. 11,11 sowie 15,33 für ähnliche Zeitangaben. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kamen seine Jünger zu ihm und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen … zu ihm und&#039;&#039; Temp. [[Ptz. conj.]], parataktisch aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten: „Diese Gegend (Ort) ist abgelegen und die Stunde ist schon spät –&lt;br /&gt;
{{S|36}} verabschiede (schick weg, entlasse) [die Leute] [doch], damit sie zu den umliegenden Bauernhöfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hof&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Bauernhöfe(n)&#039;&#039; (V. 36 und 56) W. „Felder“, eine Metonymie für „Höfe“ oder (nicht hier) „Dörfer“ (BA ἀγρός 2; LN 1.93; NSS). Ein anderes Verständnis der Metonymie wäre „das umliegende Land“ (BA ἀγρός 1; vgl. LN 1.87), wie wohl in Mk 5,14. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Dörfern gehen und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehen und&#039;&#039; W. „weggehen und“ [[Beschreibendes Partizip]], beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich etwas zu essen kaufen [können].“&lt;br /&gt;
{{S|37}} Doch (Und) er antwortete {und sagte}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;antwortete {und sagte}&#039;&#039; W. etwa „antwortend sagte er...“ Diese pleonastische Verbindung geben wir aus stilistischen Gründen mit nur einem Verb wieder. &#039;&#039;antwortete&#039;&#039; Mod. [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihnen: „Gebt ihr ihnen [doch] zu essen!“{{par|2 Könige|4|42|44}}&lt;br /&gt;
Und (Da) sie sagten zu ihm: „Sollen wir losgehen und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;losgehen und&#039;&#039; Oder „weggehen und“ [[Beschreibendes Partizip]], beigeordnet aufgelöst. Die Verblüffung der Jünger kommt zum Ausdruck, indem sie dieselben Wörter auf sich beziehen, die sie noch im Vers vorher im Zusammenhang mit den Menschen gebraucht hatten. Ihre Antwort besteht aus einer rhetorischen Frage (vgl. Guelich 1989, 341).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[für] zweihundert Denare&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für] zweihundert Denare&#039;&#039; [[Genitiv]] des Preises. Ein Denar entsprach einem Tagelohn (Guelich 1989, 341).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brote kaufen und ihnen zu essen geben?“&lt;br /&gt;
{{S|38}} Und er sagte zu ihnen: „Wie viele Brote habt ihr? Geht [und] schaut nach!“ Und nachdem sie [es] festgestellt hatten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie [es] festgestellt hatten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] Aor., temporal-vorzeitig als Nebensatz aufgelöst. Oder: „sie stellten es fest und“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagten sie: „Fünf, und zwei Fische.“{{par|Markus|8|5}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Daraufhin (Und) wies er sie an (veranlasste er), [dafür zu sorgen, dass] sich alle in Gruppen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in Gruppen&#039;&#039; W. „Symposia Symposia“, eine distributive Dopplung wie in V. 7, wo „zwei zwei“ „paarweise“ heißt. Ein Symposion war ein entspanntes, abendliches Gast- und Trinkmahl samt Tischgesellschaft und Unterhaltung (vgl. France 2002, 267). Hier bezeichnet es wohl einfach den Zweck der angestrebten Gruppen als „Essgruppen“ (vgl. LN 11.5). Zusammen mit dem Wort für „setzen“ bedeutet die Formulierung aber auch, dass Jesus hier quasi ein Gastmahl veranstaltet (Pesch 1976, 352). ELB, GNB, ZÜR: „nach/in/zu Tischgemeinschaften“, MEN „zu einzelnen Tischgenossenschaften“, LUT etwas rätselhaft „tischweise“. NGÜ „gruppenweise“, EÜ wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf das grüne Gras setzten.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und sie nahmen in Gruppen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in Gruppen&#039;&#039; Hier ein anderes Wort als in V. 39, doch ebenso eine distributive Dopplung: W. „Gruppen Gruppen“. Das Wort heißt eigentlich „Beet“ und bezieht sich im übertragenen Sinn auf dasselbe wie der Begriff im letzten Vers, nur dass hier nicht wie in V. 39 „Essgruppen“ konnotiert sind, sondern geordnete „Sitzgruppen“ (LN 11.6). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von hundert und von fünfzig [Personen] Platz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gruppen von hundert und von fünfzig [Personen]&#039;&#039; Einige Ausleger halten dies für einen weiteren sprachlichen Hinweis auf Jesus als eschatologischen Führer Israels. Mose teilte in Ex 18,21 einst das Volk in militärische Einheiten auf (und auch die Anhänger einer jüdischen Sekte, die Verfasser des Damaskus-Dokuments) (Collins 2007, 324f.; Guelich 1989, 341). Tatsächlich ist die Formulierung so komisch, dass man sich fragt, wie man sich das vorzustellen hat. Überspitzt ausgedrückt: Haben die Jünger Köpfe gezählt, um genaue Gruppengrößen zu erreichen? Und warum gerade Gruppen von 100 und der halben Anzahl? Doch bei Mose war von 1000, 100, 50 und 10 die Rede, sodass die Anspielung nicht gesichert ist. Viel eher bezeichnet die Formulierung wohl Gruppen zwischen 50 und 100 Personen (Stein 2008, 315; vgl. France 2002, 267). Diese Übersetzung wird für die Lesefassung empfohlen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er nahm&#039;&#039; und &#039;&#039;blickte auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]] (2x), beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zum Himmel und segnete [sie]. Dann (und) brach er die Brote auseinander und gab sie seinen Jüngern, um sie {ihnen} auszuteilen. Auch (und) die zwei Fische verteilte er an alle.{{par|Markus|8|6|7}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und alle aßen und wurden satt,{{par|Markus|8|8}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} und sie hoben zwölf große Körbe voller Brocken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voller Brocken&#039;&#039; Wie eine Präposition kommt hier ein Substantiv Pl. zum Einsatz (BA πλήρωμα 1a). &#039;&#039;zwölf große Körbe&#039;&#039;, wobei das Adjektiv &#039;&#039;große&#039;&#039; die Bedeutung des griechischen Worts wiedergeben helfen soll. Wozu die Krümel aufgehoben wurden oder wie in der abgelegenen Gegend große Tragekörbe zur Verfügung standen, erzählt uns Markus nicht. Bei den Körben könnte es sich einfach um die Schätzung handeln, dass man die Reste in zwölf Körbe füllen könnte, doch Mk 8,19 scheint dagegen zu sprechen. Die Körbe stammten vielleicht aus dem Boot, mit dem Jesus und seine Jünger gekommen waren (France 2002, 268).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, auch von den Fischen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auch von den Fischen&#039;&#039; Wohl zu verstehen im Sinne von GNB: „Auch von den Fischen wurden noch Reste eingesammelt.“ Es ist aber nicht klar, ob die Fischreste zum Inhalt der zwölf Körbe gehören oder nicht (vgl. Guelich 1989, 343). Einige Übersetzungen umschreiben den Vorgang deshalb so, dass diese Frage offen bleibt. So EÜ (vgl. NGÜ): „Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Markus|8|8}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} Und diejenigen, die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.{{par|Markus|8|9}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Und kurze Zeit später (gleich danach) nötigte er seine Jünger, in das Boot zu steigen und an das andere (gegenüberliegende) Ufer nach (Richtung) Betsaida vorauszufahren, während er selbst die Menschenmenge verabschieden wollte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verabschieden wollte&#039;&#039; Im Griechischen „verabschiedet“; es ist hier so formuliert, wie es die entsprechende wörtliche Rede wäre (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|46}} Und nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte&#039;&#039; Temporales [[Ptz. conj.]] Aor., vorzeitig aufgelöst. Das Wort ist ein anderes als das mit „(jdn.) verabschieden“ übersetzte in V. 45, das etwas schwächer ist. France glaubt, dass es sich eher auf die Jünger als auf die Menschenmenge bezieht. Diese ausdrückliche Erwähnung des Abschieds verstärkt dann noch den Schrecken, den die Jünger in V. 49 bekommen, weil sie Jesus ja hinter sich an Land vermuten (France 2002, 271). Die Übersetzung geht davon aus, dass das stimmt, lässt aber beide Möglichkeiten offen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging er weg auf den Berg, [um] zu beten. &lt;br /&gt;
{{S|47}} Und als es Abend geworden war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es … geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
befand sich (war) das Boot mitten auf dem Meer (See), und er allein an Land.&lt;br /&gt;
{{S|48}} Und weil (als) er sah, dass sie sich beim Vorwärtskommen (Rudern) quälten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) er sah&#039;&#039; Kausales oder temporales [[Ptz. conj.]], als Nebensatz aufgelöst. &#039;&#039;sah, dass sie sich quälten&#039;&#039; [[AcP]], mit „dass“ aufgelöst. &#039;&#039;sich quälten&#039;&#039; W. „gequält wurden“ (zur Übersetzung s. BA βασανίζω, 3; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn der Wind war {ihnen} widrig ([wehte] ihnen entgegen), da kam er um die vierte Nachtwache&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um die vierte Nachtwache&#039;&#039; W. „Wache der Nacht“. Die Römer teilten die Nacht in vier gleich lange Nachtwachen ein. Die letzte Nachtwache fiel etwa zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Das Speisungswunder hatte wohl spätnachmittags, zur Zeit des Abendessens stattgefunden. Später am Abend (V. 47) waren die Jünger bereits mitten auf dem See. Die Jünger hatten inzwischen offenbar so mit widrigen Winden zu kämpfen gehabt, dass sie über Stunden kaum Fortschritte machten (Collins 2007, 333f.; France 2002, 271).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in ihre Richtung, indem er auf dem Meer lief.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem … lief&#039;&#039; Modales [[Ptc. conj.]], als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei (und) wollte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wollte&#039;&#039; Die Verwendung des [[Imperfekt]]s zeigt wohl an, dass dies in dieser Szene seine Absicht war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er an ihnen vorbeigehen. &lt;br /&gt;
{{S|49}} Und als sie ihn auf dem Meer (See) laufen sahen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sahen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], als temporaler Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
meinten sie, dass es ein Gespenst sei, und schrien auf (fingen an zu schreien)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schrien auf (fingen an zu schreien)&#039;&#039; Wie in der Klammer kann man den Aorist auch [[ingressiver Aorist|ingressiv]] übersetzen, der den Anfang von etwas markiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|50}} Denn alle sahen ihn und erschraken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erschraken&#039;&#039; Eigentlich ein Passiv, w. also so etwas wie „sie wurden erschrocken“. Auf Deutsch wird daraus aktiv „sie erschraken“ (so auch viele andere Übersetzungen. Vgl. BA ταράσσω, 2, wo für das Passiv angegeben ist: „in Bestürzung, Schrecken geraten“).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Doch er begann sofort mit ihnen zu reden&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann … zu reden&#039;&#039; Der Aorist ist hier [[ingressiver Aorist|ingressiv]] übersetzt, der den Anfang von etwas markiert (vgl. NSS; EÜ). Ansonsten wäre die Übersetzung: „er redete sofort mit ihnen“, oder schöner: „er sprach sie sofort an“ (NGÜ, vgl. GNB).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{und} Er sagte zu ihnen: „Keine Angst! (Beruhigt euch!, Habt Vertrauen!)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Keine Angst! (Beruhigt euch!, Habt Vertrauen!)&#039;&#039; W. so etwas wie „Seid tapfer!“. Seit LUT gerne mit „Seid getrost“ übersetzt. Etwas moderner EÜ: „Habt Vertrauen“, GNB: „Fasst Mut!“ Auf Deutsch gibt man den Sinn dieser Aussage eigentlich eher mit einer negativen Formulierung wieder, wie unsere Übersetzung. Vgl. NGÜ: „Erschreckt nicht!“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin [es], fürchtet euch nicht!“&lt;br /&gt;
{{S|51}} Und er stieg zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich/flaute ab. Da (Und) innerlich selbst waren sie ganz (ganz außerordentlich) fassungslos (überwältigt, entgeistert, erschüttert, außer sich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ganz (ganz außerordentlich) fassungslos&#039;&#039; Die Übersetzung mit &#039;&#039;fassungslos&#039;&#039; schließt sich an unsere Übersetzung in Mk 2,12 und 5,42 an (vgl. NGÜ). Ist die NA28-Lesart mit gleich zwei intensivierenden Ausdrücken korrekt (hier in der Klammer zu finden, dann hat Markus wie schon in 5,42 dem überforderten Erstaunen der Jünger in sehr blumiger Ausdruck verliehen. LUT: „Und sie entsetzten sich über die Maßen“, GNB: „Da gerieten sie vor Entsetzen ganz außer sich.“, NGÜ: „Da waren sie erst recht fassungslos.“&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|52}} Sie verstanden (hatten verstanden) nämlich nicht, was es mit den Broten auf sich hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;was es mit den Broten auf sich hatte&#039;&#039; W. „hinsichtlich/angesichts/aufgrund der Brote“ Eine andere sinngemäße Übersetzung lautet: „Denn auch durch das Wunder mit den Broten waren sie nicht zur Einsicht gekommen“ (GNB, ähnlich NGÜ, ELB?, LUT?)&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sondern ihr Herz war verstockt (verhärtet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihr Herz war verstockt (verhärtet)&#039;&#039; D.h. die Jünger verstanden Jesu Macht und Anspruch nicht, auch nach den vergangenen Wundern. Damit rückt er die Jünger in die Nähe seiner Feinde, die ihn ebenfalls nicht verstanden (Mk 3,5). In Mk 8,14-21 kommt Jesus noch einmal mit demselben Wort auf die Brotvermehrung und die Verständnis­schwierigkeiten der Jünger zu sprechen. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|53}} Und nachdem sie übergesetzt hatten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie übergesetzt hatten&#039;&#039; Temp. [[Ptz. conj.]], als vorzeitiger Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen sie in Gennesaret an Land und landeten (legten an, ankerten, liefen in den Hafen, zogen [das Boot] an Land)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;landeten (legten an, ankerten, liefen in den Hafen, zogen [das Boot] an Land)&#039;&#039; Das Wort hat offenbar die Grundbedeutung, ein Boot zu sichern (also „zu verankern“; und implizit, danach an Land zu gehen). Der genaue Vorgang wird im Kontext nicht genauer vermerkt. Es könnte „anlegen“ heißen (so die meisten Übersetzungen); „(ver)ankern“ ([http://lsj.translatum.gr/wiki/προσορμίζω LSJ]), „an Land ziehen“ oder „(das Boot) festmachen“ (so einige englische Übersetzungen); „landen“ (GNB) oder „in den Hafen einlaufen“ (BA προσορμίζω, NSS) (vgl. LN 54.20; Blight 2012, 340f.). Pesch schließt aus der letztgenannten Definition, die Gruppe müsse in einem Hafen angelegt haben (ders. 1976, 375), aber Gennesaret war ein fruchtbarer und dicht bewohnter Küstenstreifen zwischen Tiberias und Kafarnaum. Ob es dort eine gleichnamige Ortschaft mit einem Hafen gab, ist unsicher (Guelich 1989, 356). Also bietet sich eine Übersetzung wie „landen“ an, die den Vorgang nicht näher beschreibt als nötig. „an Land kommen“ und „landen“ wäre dann ein (bei Markus schon öfter vorgefundener) Hendiadyoin. Um die Dopplung zu vermeiden, böte sich auch die Übersetzung „zogen das Boot an Land“ an.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|54}} Und als sie aus dem Boot stiegen, erkannten [die Leute] ihn sofort und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erkannten … und&#039;&#039; Kausales oder temporales [[Ptz. conj.]], hier beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|55}} eilten (liefen) durch die&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die&#039;&#039; W. „jene“, im Deutschen obsolet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gesamte Gegend, und sie trugen (fingen an zu tragen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trugen&#039;&#039; W. „fingen an zu tragen“, eine pleonastische Verbindung, die typisch für Markus ist. „Anfangen“ hat hier sehr abgeschwächte Bedeutung (Siebenthal 2011, §218e; NSS). Vgl. z.B. Mk 5,17, wo das Verb ebenfalls unübersetzt blieb.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
diejenigen, denen es schlecht ging (die Kranken)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;diejenigen, denen es schlecht ging&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst. Oder „die Kranken“, eine beliebte Übersetzung des subst. Ptz. (wie in Mk 1,32.34; 2,17 und alle Übersetzungen an dieser Stelle). Da im nächsten Vers das spezifische Wort für „Kranke“ vorkommt, scheinen hier oder Menschen mit allen möglichen Leiden und Gebrechen gemeint zu sein, die sie am eigenständigen Gehen hindern. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf [ihren] Matten [immer] dorthin, wo sie hörten, dass er war.&lt;br /&gt;
{{S|56}} Und wo er auch hinging, in Dörfer, {oder} in Städte oder in Bauernhöfe&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hof&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
legten sie die Kranken auf die Marktplätze und baten ihn darum, {dass} auch nur die Quaste (den Saum)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Quaste&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Saum&#039;&#039; Das Wort könnte sowohl einen Saum oder eine Quaste bezeichnen und steht hier wohl für die vier Quasten, die Juden nach dem Gesetz an ihren Kleidern tragen mussten (Num 15,38–39 LXX; vgl. Dtn 22,12). Die Quasten bestanden aus vier blauen und weißen Fäden, die den Träger daran erinnern sollten, die Gebote zu halten (Mt 23,5; Guelich 1989, 357f.; France 2002, 275).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seines Gewandes berühren [zu dürfen]. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25216</id>
		<title>Markus 4</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_4&amp;diff=25216"/>
		<updated>2017-03-18T15:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Überschriften in der Lesefassung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|1}}Und wieder begann er am See zu lehren. Eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und vom Wasser aus zu den Menschen am Ufer sprach.&lt;br /&gt;
{{L|2}}Er lehrte sie lange und gebrauchte dabei Gleichnisse (bildhafte Vergleiche). So sagte er: &lt;br /&gt;
{{L|3}}„Hört mir zu! Einmal machte sich ein Sämann auf, um zu säen. &lt;br /&gt;
{{L|4}}Und beim Säen passierte es, dass ein Teil der Samenkörner auf den Feldweg fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{L|5}}Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Saat ging zwar schnell auf, &lt;br /&gt;
{{L|6}}doch als die Sonne empor stieg und brannte, verdorrte die Saat, weil sie keine Wurzeln hatte. &lt;br /&gt;
{{L|7}}Ein weiterer Teil fiel zwischen Dornbüsche; die Dornbüsche überwucherten alles, und die Saat brachte auch dort keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{L|8}}Aber ein Teil der Körner fiel auch auf guten Boden. Dort ging die Saat auf, sie wuchs und brachte reichlich Frucht: teils dreißigmal, teils sechzigmal, teils sogar hundertmal so viele neue Körner.“ &lt;br /&gt;
{{L|9}}Dann sagte er: „Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Nur Wenige verstehen))&lt;br /&gt;
{{L|10}}Später, als er mit den Zwölfen und einigen anderen Leuten alleine war, fragten die ihn immer wieder nach den Gleichnissen. &lt;br /&gt;
{{L|11}}Darauf sagte er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königtum gegeben, aber denen draußen, den Außenstehenden, wird alles in Gleichnissen vermittelt,&lt;br /&gt;
{{L|12}}damit sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen, aber nicht erkennen, &lt;br /&gt;
und hören, aber nicht verstehen&lt;br /&gt;
– so dass sie nicht etwa sich bekehren und ihnen vergeben wird.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Hier gibt Markus eine direkte Weisung Gottes aus Jesaja 6,9f wieder, die manchmal auch noch deutlicher übersetzt wird mit „Sie &#039;&#039;sollen&#039;&#039; sehen, aber nicht erkennen...“. Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen - aber vielleicht etwas leichter zu verstehen, wenn man sie zusammen mit der Verkündigung Jesu in Mt 11,25 betrachtet: „Ich preise dich, Vater, [...] weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (EÜ){{par|Matthäus|11|25}}. Paulus spricht etwas ähnlich in 1 Kor 2, 6-9 von der „verborgenen Weisheit Gottes“ und von dem, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (EÜ){{par|1Korinther|2|6}}. &amp;lt;br /&amp;gt; In der Parallelstelle Mt 13,13f {{par|Matthäus|13|13}} heißt es (weniger weisend, mehr beschreibend): „Sie sehen - und erkennen doch nicht; sie hören - und verstehen doch nicht.“ Das (bzw. genauer den Vers Mt 13,15) übersetzt Martin Dreyer in seiner Volxbibel unübertrefflich einprägsam mit den Worten: „Sie sitzen auf ihren Ohren und haben Tomaten auf den Augen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; {{par|Jesaja|6|9|10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen))&lt;br /&gt;
{{L|13}}Dann ging er auf das Gleichnis ein und fragte sie: „Begreift ihr schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? &lt;br /&gt;
{{L|14}}Also: Der Sämann sät das Wort, die Botschaft.&lt;br /&gt;
{{L|15}}Der Feldweg, das sind diejenigen Menschen, die das Wort empfangen und hören, doch sobald sie es hören, kommt gleich der Satan und nimmt es ihnen weg. &lt;br /&gt;
{{L|16}}Die mit dem felsigen Boden sind diejenigen, die das Wort schnell mit Freuden annehmen, sobald sie es hören,&lt;br /&gt;
{{L|17}}doch sie haben keine Wurzeln und sind unbeständig. Wenn sie dann wegen der Botschaft in Schwierigkeiten geraten, geben sie auch schnell wieder auf.&lt;br /&gt;
{{L|18}}Andere sind die mit den Dornbüschen. Das sind diejenigen, die das Wort gehört und aufgenommen haben,&lt;br /&gt;
{{L|19}}doch wenn weltliche Sorgen, die Verlockung des Reichtums und das Verlangen nach allen möglichen anderen Dingen sich breit machen, dann ersticken diese das Wort und es wird fruchtlos.&lt;br /&gt;
{{L|20}}Die aber, bei denen die Saat auf gute Erde fällt, das sind jene, die das Wort, die Botschaft hören und annehmen und die dann auch Früchte bringen – manche dreißigfach, manche sechzigfach, manche eben hundertfach.“ &amp;lt;ref&amp;gt;In einem bemerkenswerten neuen geistlichen Lied hat Gregor Linßen dieses Gleichnis vertont: „Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt. Auf steinigem Grund wachse in mir! Sei keimender Same, sei sicherer Ort! Treib Knospen und blühe in mir!!“ Das Lied ist auch bekannt unter seinem Refrain: „Und ein neuer Morgen...“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|21}}Dann sagte er zu ihnen: „Bringt man etwa eine Lampe, um sie unter einem Eimer unter das Bett zu stellen? Oder nicht eher, um sie auf einen Lampenständer zu setzen?&lt;br /&gt;
{{L|22}}Es gibt nichts Geheimes, außer, damit es öffentlich gemacht wird, und es ist auch nichts verborgen worden, außer, damit es ans Tageslicht kommt.&lt;br /&gt;
{{L|23}}Wer Ohren hat zum Hören, soll hören!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}}Und er sagte zu ihnen: „Achtet auf das, was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr zuteilt, wird euch zugeteilt werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{L|25}}Denn wer hat, dem wird gegeben, und wer nicht hat, dem wird auch das, was er hat, weggenommen werden.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Samen))&lt;br /&gt;
{{L|26}}Und er sagte: „Gottes Königreich ist so, wie wenn ein Mann Samen auf das Ackerland streut.&lt;br /&gt;
{{L|27}}Während er schläft und erwacht, Nacht und Tag, sprießt und wächst die Saat - wie, das weiß er selbst nicht. &lt;br /&gt;
{{L|28}}Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann den voll ausgereiften Weizen in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{L|29}}Und sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Gleichnis vom Senfkorn))&lt;br /&gt;
{{L|30}}Dann sagte er: „Womit können wir Gottes Königreich vergleichen, mit welchem Bild können wir es darstellen? -&lt;br /&gt;
{{L|31}}Mit einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner ist, die man in die Erde sät,&lt;br /&gt;
{{L|32}}doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Botschaft braucht Erklärung))&lt;br /&gt;
{{L|33}}So verkündete er den Menschen mit vielen Gleichnissen seine Botschaft in dem Maße, wie sie es verstehen konnten.&lt;br /&gt;
{{L|34}}Er sprach zu ihnen nie ohne Gleichnis - seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen alleine war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Sturmstillung))&lt;br /&gt;
{{L|35}}Und als es Abend geworden war, an jenem Tag, sagte er zu ihnen: „Lasst uns an das andere Ufer fahren!“&lt;br /&gt;
{{L|36}}Sie schickten die Menschenmenge weg und nahmen ihn, wie er war, im Boot mit; auch andere Boote waren dabei.&lt;br /&gt;
{{L|37}}Da kam ein starker Sturmwind auf, und die Wogen schlugen so heftig in das Boot, dass es sich immer mehr mit Wasser füllte.&lt;br /&gt;
{{L|38}}Jesus aber schlief auf einem Kissen am Heck. Sie weckten ihn und riefen: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir hier umkommen?“&lt;br /&gt;
{{L|39}}Er wachte auf, fuhr den Wind an und rief dem Meer zu: „Sei still!“ Da ließ der Wind nach, und es trat eine völlige Stille ein.&lt;br /&gt;
{{L|40}}Jesus fragte die Jünger: „Warum seid ihr so ängstlich? Habt ihr noch keinen Glauben?“&lt;br /&gt;
{{L|41}}Da ergriff sie noch größere Furcht und sie sagten zueinander: „Wer ist dieser Mann, dass sogar der Wind und das Meer ihm gehorchen?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und wieder einmal (erneut) begann er am Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13; 3,7 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Bisher hat sich Jesus fast nur in Galiläa aufgehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren. Und eine so gewaltige Menschenmenge versammelte sich bei ihm, dass er in ein Boot stieg und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[darin] auf dem Meer (See) saß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[darin] auf dem Meer (See) saß&#039;&#039; Die Formulierung ist etwas plump. Luther missversteht offenbar den griechischen Satzbau und übersetzt bezüglich des Bootes „das im Wasser lag“. Guelich erwähnt den Vorschlag, dass „ins Boot steigen und sitzen“ ein Aramaismus ist, der einfach „an Bord gehen“ bedeutet. Doch Markus könnte uns auch bewusst darauf hinweisen, dass Jesus sich setzte, denn das war die normale Haltung eines Lehrers (Guelich 1989, 191).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und die ganze Menschenmenge blieb (war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blieb (war)&#039;&#039; W. „waren“ ([[Constructio ad sensum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
am Ufer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;am Ufer&#039;&#039; W. „(nah) am Meer“ oder „zum Meer hin gewandt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an Land.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und er lehrte sie mit (mithilfe, in) Gleichnissen (bildhaften Vergleichen) viele [Dinge] (lange) und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lehrte&#039;&#039; und &#039;&#039;sagte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], was für eine (fortdauernde) Predigt passend ist. πολλὰ könnte daher hier nicht nur &#039;&#039;viele Dinge&#039;&#039; heißen, sondern auch ein Adverb sein und dann &#039;&#039;lange&#039;&#039; bedeuten (NSS, so EÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen, während er lehrte (bei/in/während seiner Lehre)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während er lehrte&#039;&#039; LUT: „in seiner Predigt sprach er zu ihnen“, GNB, NGÜ: „Unter anderem sagte er“&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
{{S|3}} „Hört! Seht! (Einmal) Der Säende (Sämann) machte sich auf, [um] zu säen.&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und beim Säen kam es dazu (geschah es), [dass] ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein [Teil des Saatguts] ([Samenkorn])&#039;&#039; Gr. ὃ μὲν – ἄλλο „eins – ein anderes“ oder „ein [Teil] – ein anderer [Teil]“. Für viele Übersetzungen bedeutet das: „ein [Teil des Saatguts]“. Allerdings spricht V. 8 dann von „anderen“ (Plural), was darauf hindeuten könnte, dass Markus beispielhaft von einzelnen Körnern spricht. Eines fiel auf den Weg – andere fielen auf guten Boden (Guelich 1989, 193; France 2002, 191f.).Auch den Singular „Wurzel“ (V. 6) könnte man so verstehen. Allerdings handelt die Geschichte von Körnern, die mit der Hand ausgestreut werden. Da würde man eher erwarten, dass Jesus vom Schicksal mehrerer Körner als Kollektiv spricht. Weiter klingt es eher nach mehreren Körnern, die am Ende des Verses gleich von den Vögeln (Pl.) gefressen werden (vgl. [http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA197#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 197]). Schließlich benutzt Markus in V. 8 Zahlwörter („ein [Korn]“ usw.) für das Schicksal einzelner Körner, aber nicht hier. Es ist also wahrscheinlicher, dass erst ab V. 8 einzelne Körner in den Blick kommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
an den Wegesrand (auf den Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;an den Wegesrand (auf den Weg)&#039;&#039; Die griechische Präposition παρά lässt beide Möglichkeiten zu, wenn Markus mit semitischem Einschlag formuliert (Guelich 1989, 193), doch für &#039;&#039;auf&#039;&#039; hätte er ἐπί verwenden können (wie in V. 7, 8), παρά heißt eher „bei“ ([http://books.google.de/books?id=7rFZUSeOcd0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA198#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Stein 2008, 198]). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fiel, und die Vögel kamen und fraßen es auf. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und ein anderer [Teil] fiel auf felsigen Boden, wo er nicht viel Erde hatte, und [die Saat] ging schnell auf, weil sie keine tiefe Erde hatte.&lt;br /&gt;
{{S|6}} Doch (und) als (nachdem) die Sonne aufging (hochstieg), wurde [die Saat] versengt, und weil sie keine Wurzeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039; W. „Wurzel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
hatte, verdorrte sie (trocknete sie aus). &lt;br /&gt;
{{S|7}} Und ein anderer [Teil] fiel zwischen die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen), und die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) wuchsen auf (überwucherten) und erstickten [die Saat], und sie brachte keine Frucht.&lt;br /&gt;
{{S|8}} Und andere [Körner] ([Teile]) fielen auf {den} guten Boden (Erde) und brachten Frucht, indem (während, wobei) sie aufgingen (aufwuchsen) und wuchsen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem (während, wobei) er aufging und wuchs&#039;&#039; Zwei [[Ptz. conj.]], modal-temporal Nebensatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ein [Samenkorn] ([Teil der Saat]) brachte 30, {und} eins 60 und eins 100 [Körner] hervor ([das Saatgut] trug dreißig- {und}, sechzig- und hundertfach [Frucht])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;30, 60, 100 [Körner]&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;dreißig-, sechzig- und hundertfach [Frucht]&#039;&#039;. Gr. ἔφερεν ἓν τριάκοντα usw. Die Frage ist, wie ἓν „eines“ (Ntr. Sg. des Zahlworts ) zu verstehen ist. Man kann es als Subjekt verstehen: ein [Samenkorn]. Oder es könnte ein Aramaismus sein, der die Zahlen 30, 60 und 100 zu Vielfachen macht, also „mal“ oder „-fach“ bedeuten (wie in Dan 3,19; so die meisten Übersetzungen; nach Guelich 1989, 188). Da V. 8 von &#039;&#039;anderen&#039;&#039; im Plural spricht, sind nun vermutlich einzelne Körner als Teile des Saatguts gemeint (auch wenn der Satz genauso gut funktioniert, wenn man stattdessen von mehreren Teilen Saatgut ausgeht). Folglich ist es plausibel, ἓν als Subjekt zu verstehen. Die Annahme eines exotischen Aramaismus ist dann unnötig (so GNB nach NSS; Collins 2007, 239 Fn i; France 2002, 192f.). Die Parallelstellen sind unentschieden: Lukas formuliert freier und verwendet in Lk 8,8 ein Vielfaches. Matthäus folgt Markus sehr genau, ersetzt aber das gr. εν, εν, εν durch ὃ μὲν, ὃ δὲ, ὃ δὲ, die er deutlich auf einzelne Samenkörner bezieht. Diese Beobachtung und die Tatsache, dass der griechische Text sich auch natürlich und ohne Zuhilfenahme eines vermuteten Aramaismus erklären lässt, waren für die getroffene Entscheidung ausschlaggebend.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; (V. 9 sowie 21, 24, 26, 30) [[Imperfekt]] wie in V. 2, und 11. Signalisiert(e) es (ursprünglich) die Fortsetzung der Predigt aus V. 2? Oder führt Jesus seine Erklärung des Gleichnisses weiter (wie V. 11)(Guelich 1989, 228)? Zumindest in V. 9 ist beides denkbar. Markus benutzt diese Imperfektform häufig, um Sprichwörter oder markante Aussagen Jesu einzuleiten (ebd., 205), was besonders zum Gebrauch ab V. 21 passen würde. Ab V. 21 erscheint die Einleitung jedes Mal, um zwischen einzelnen Aussagen zu unterscheiden. Hier würde (wie in V. 11) die Interpretation funktionieren, dass es sich dabei um Aussagen handelte, die Jesus immer wieder machte, und die deshalb von seinen Anhängern mit dem Imperfekt bewart wurden („Jesus sagte immer...“, „Jesus pflegte zu sagen...“). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|10}} Und wenn (als) er für sich alleine war, fragten ihn [die Leute], die um ihn [waren], mit den Zwölfen [immer wieder&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragten … [immer wieder]&#039;&#039; Das Verb steht – genau wie &#039;&#039;sagte&#039;&#039; im nächsten Vers – im Imperfekt, was den kurzen Einschub der Verse 10-12 als (sich wiederholt ereignende) Anekdote kennzeichnet (vgl. France 2002, 194), oder dass Jesus auf solche Anfragen üblicherweise dieselbe Erklärung von sich gab. Markus hat Jesu Predigt auf dem Wasser (4,1-2) hier unterbrochen und diese Anekdote hier zwischen dem Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung als wichtige Kontextinformation untergebracht. Diese Unterbrechung erkennt man möglicherweise auch daran, dass es schwer vorstellbar ist, wie Jesus, der eben noch vom Boot aus zu einer gewaltigen Menge predigte, nun mit den Jüngern allein sein kann. Die Verse 33-34 scheinen diese Anekdote noch einmal aufzugreifen, während V. 35ff. die Haupthandlung wieder ein- und zum nächsten Ereignis überleiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach] den Gleichnissen (Vergleichen). &lt;br /&gt;
{{S|11}} Dann (und) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Imperfekt]], zur Erklärung siehe die vorige Fußnote.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen: „Euch ist das Geheimnis von Gottes Königreich (Königsherrschaft) gegeben, aber denen draußen (den Außenstehenden) wird alles in (mit, mit Hilfe von) Gleichnissen (Vergleichen, Rätseln) vermittelt,&lt;br /&gt;
{{S|12}} damit [sie]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
sehen und (obwohl sie sehen; beim Sehen) sehen und (aber) nicht erkennen,&lt;br /&gt;
und hören und (obwohl sie hören; beim Hören),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sehen und sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;hören und hören&#039;&#039; W. „sehend sehen“ und „hörend hören“ (wie ZÜR, ELB). Es handelt sich um zwei Partizipien, die eine hebräische Stilfigur wörtlich übertragen. Ihre Funktion ist es, die fragliche Aussage zu verstärken – im Deutschen kann man das nur umschreiben. Der zitierte Text aus Jes 6,9 ist allerdings eine Aufforderung (EÜ: „Hören sollt ihr, hören“, GNB: „Hört nur zu … seht hin, so viel ihr wollt“). Jesus dagegen zitiert den Vers recht frei und benutzt die dritte Person Plural. Zur Intensivierung zielen viele Übersetzungen auf wiederholtes und sehr genaues Hinsehen und Hinhören: „sehen sollen sie, sehen ... hören sollen sie, hören“ (EÜ), „Sie sollen hinsehen, so viel sie wollen ... sie sollen zuhören, so viel sie wollen “ (GNB), „immerfort sehen ... immerfort hören“ (MEN), „mit sehenden Augen sehen ... mit hörenden Ohren hören“ (Luther).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nimmt man das Zitat für sich, könnte man es auch nach den Regeln der griechischen Grammatik auflösen. &#039;&#039;obwohl sie sehen&#039;&#039; und &#039;&#039;obwohl sie hören&#039;&#039; wäre die Deutung als [[Ptz. conj.]], die hier konzessiv als Nebensätze aufgelöst sind (ähnlich NGÜ). &#039;&#039;beim Sehen ... beim Hören&#039;&#039; wäre modal. Auch die wörtliche Übersetzung sieht wohl eine modale Sinnrichtung (vgl. NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; hören und (aber) nicht verstehen,&lt;br /&gt;
damit sie nicht etwa umkehren (sich bekehren) und ihnen vergeben wird.“{{par|Jesaja|6|9|10}}{{par|Markus|8|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er sagte zu ihnen: „Begreift ihr dieses Gleichnis (Vergleich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dieses Gleichnis&#039;&#039; Jesus spricht nun wieder vom Gleichnis von der Saat (Mk 4,3-9). Die Beschreibung von Jesu (üblicher?) Antwort auf derartige Fragen nach seinen Gleichnissen (s. die [[#note_n|Fußnote in V. 10]]) endet in V. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht? Wie [wollt] ihr dann (und) überhaupt (all die [anderen])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;überhaupt (all die [anderen])&#039;&#039; W. „all die Gleichnisse“ (vgl. ELB). Unsere Übersetzung folgt MEN, NGÜ, ZÜR. „Überhaupt“ kann ebenso umfassend gemeint sein wie „alle“. Vgl. die Definition von πᾶς „jeder“ in LN 59.23: „the totality of any object, mass, collective, or extension—‘all, every, each, whole.’“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichnisse (Vergleiche) verstehen?&lt;br /&gt;
{{S|14}} Der Säende (Sämann) sät das Wort (die Botschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Wort&#039;&#039; (V. 14ff. und 33) bezeichnet den Inhalt von Jesu Verkündigung (vgl. Mk 2,2), die bisher sein Evangelium vom nahen Reich Gottes (1,15) und die Gleichnisse (v.a. ab Kap. 4) umfasst. In der Zeit, als das Evangelium in Umlauf kam, bezeichnete &#039;&#039;Wort&#039;&#039; in christlichen Kreisen das christliche Evangelium. Der Vergleich von Mk 1,15 und 2,2 scheint darauf hinzuweisen, dass auch Markus die beiden Begriffe austauschbar benutzt (France 2002, 204; Collins 2007, 251f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|15}} {und (aber)} Die am Wegesrand (auf dem Weg)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind diejenigen, in die (wo) das Wort (die Botschaft) gesät wird, und sobald sie [es] hören, kommt der Satan und nimmt das in (auf) sie hineingesäte Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich (schnell) wieder weg. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Und die auf den felsigen Boden Gesäten sind diejenigen, die das Wort (Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die das Wort gleich mit Freuden annehmen, sobald sie es hören&#039;&#039; W. „die, sobald sie das Wort hören, es gleich mit Freuden annehmen“&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
{{S|17}} aber (und) keine Wurzel in sich haben, sondern unbeständig sind. Wenn es dann wegen des Wortes (der Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; zu Leid (Bedrängnis, Schwierigkeiten) oder Verfolgung kommt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn es … zu … kommt&#039;&#039; Temporal aufgelöster [[Genitivus absolutus]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geben sie bald (schnell, gleich) auf (wenden sich/fallen ab, kommen zu Fall, ärgern sich). &lt;br /&gt;
{{S|18}} {und} Andere sind die unter die Dornengewächse (Dornbüsche, Dornen) Gesäten. Es sind diejenigen, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören (gehört haben),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … hören&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;gehört haben&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[substantiviertes Partizip]]. Man kann das Partizip Aorist sowohl vorzeitig wie gleichzeitig übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und (aber) wenn weltliche Sorgen (Sorgen der Gegenwart, Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weltliche Sorgen&#039;&#039; W. „Sorgen der Welt/Zeit/Gegenwart“, [[appositiver Genitiv]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, {und} die Verlockung (Täuschung) des Reichtums und das Verlangen (die Gier, Sehnsucht) nach allem anderen dazukommen (sich breit machen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wenn … dazukommen&#039;&#039; Temporal aufgelöstes [[Ptz. conj.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ersticken sie das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; und (sodass) es wird unfruchtbar. &lt;br /&gt;
{{S|20}} Und die auf die gute Erde gesät werden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die … gesät werden&#039;&#039; Als Relativsatz aufgelöstes [[subst. Ptz.]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sind jene, die das Wort (die Botschaft)&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt; hören und annehmen und Frucht bringen, eines 30, {und} eines 60 und eines 100 (dreißigfach, {und} sechzigfach und hundertfach)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eines 30, {und} eines 60 und eines 100&#039;&#039; S. die [[#note_m|Fußnote zur gleichen Formulierung]] in V. 8. Wenn nicht der dort von vielen gesehene Aramaismus vorliegt (dann wie Klammer), hat Jesus die Formulierung direkt aus der eigentlichen Parabel übernommen, er meint hier also weiter „ein [Samenkorn] bringt 30 [weitere] hervor“ usw. (NSS), wobei er die Metapher nicht extra ausdrücklich auf die Jüngerschaft anwenden muss.&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Bringt man&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Bringt man&#039;&#039; W. „kommt“, d.h. etwa „wird herbeigebracht“, eine gängige griechische Wendung (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
etwa [eine] Lampe, um sie unter [einen] Behälter (Scheffel, Gefäß, Schüssel, Eimer) oder unter das Bett (Liege, Sofa) zu stellen? Oder doch eher (Nein), um sie auf den Lampenständer (Leuchter) zu stellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu stellen&#039;&#039; (2x) Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gestellt wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;? &lt;br /&gt;
{{S|22}} Denn es gibt nichts Verborgenes (Verstecktes, Geheimes), außer um es öffentlich (offenbar, sichtbar) zu machen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um zu machen&#039;&#039; Oder etwas genauer an der griechischen Syntax orientiert: „damit … gemacht wird“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und es ist auch nichts geheim (verborgen) geworden (geschehen), außer um ins Tageslicht (Offene) zu kommen.&lt;br /&gt;
{{S|23}} Wer Ohren hat [zum] Hören, soll hören (höre)!“ &lt;br /&gt;
{{S|24}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Achtet auf [das], was ihr hört! Mit dem Maß, mit dem ihr messt (zuteilt), wird euch [euer Teil] zugemessen (zugeteilt) werden, und euch wird noch mehr gegeben werden.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Denn wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, {von} dem wird auch das, [was] er hat, weggenommen werden.“&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und (Dann) er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Gottes Königreich (Königsherrschaft) ist so, wie wenn ein Mann die Saat ([einen] Samen) auf das Ackerland (den Boden) streut (wirft, fallen lässt).&lt;br /&gt;
{{S|27}} Während (dann, und)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Während … {und}&#039;&#039; W. „und … und“. In Markus&#039; volkstümlichem Griechisch entspricht das wohl (ähnlich wie im Hebräischen) einer temporalen Verbindung (vgl. Mk 2,23), daher die Wiedergabe als temporaler Nebensatz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er schläft und erwacht, Nacht und Tag, {und} sprießt und wächst die Saat (der Same) – wie (während), [das] weiß er selbst nicht (ohne daß er selbst etwas davon weiß)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wie, [das] weiß er selbst nicht&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;ohne dass er selbst etwas davon weiß&#039;&#039; Das Gleichnis enthält einige Merkmale, die darauf hinweisen könnten, dass der Bauer unabsichtlich einen Samen hat fallen lassen (oder weggeworfen hat), der &#039;&#039;ohne sein Wissen&#039;&#039; (die Klammer folgt MEN) wächst und Frucht bringt. Dazu passt, dass der Mann sich – ganz untypisch – gar nicht mehr um die Pflanze kümmert, auch das eher harsche Wort βάλῃ (W. „wirft“) in V. 26 könnte dazu passen. Allerdings ist das Reich Gottes ja von Gott planvoll gepflanzt und angelegt, und auch das christliche Zeugnis von Gottes Reich ist eher bewusst und planvoll als unbewusst (wenn man annimmt, dass der unwissende Bauer hier noch für christliche Verkündiger steht; in V. 29 steht er für Gott). Doch das Gleichnis dreht sich eher um das passive Erleben des Bauern, was mit der Saat passiert, als um seine Identität (France 2002, 214). βάλῃ könnte hier auch einfach „fallen lassen, ausstreuen“ im Sinne des Säens heißen, es steht vielleicht, um seine Sorglosigkeit und passive Rolle bezüglich der Entwicklung des Getreides hervorzuheben (Guelich 1989, 245). Auch die Ernte (V. 29) deutet eher auf ein ganzes Feld hin. Und σπόρος heißt (wie NGÜ, GNB), wenigstens in diesem Kontext, eher „Saat(gut)“ als „Same“ (vgl. Lk 8,5.11; 2Kor 9,10). Der Gedanke, dass der Mann einen ganzen Haufen Saatgut einfach weggeworfen (oder versehentlich fallen lassen) haben könnte, ist unplausibler als mit einem einzelnen Samenkorn. Sein Unwissen deckt sich vielmehr mit dem der Jünger, die Jesu Gleichnis vom Reich Gottes nicht verstanden haben (4,13) und es trotzdem verbreiten werden (Guelich 1989, 241), ohne Einfluss auf den Erfolg zu haben. Dass der Bauer sein Feld nicht pflegt, ist eher ein Stilmittel, das das selbständige Wachstum von Gottes Reich noch unterstreicht und dabei vielleicht hervorhebt, dass menschliche Anstrengungen damit nichts zu tun haben (so z.B. France 2002, 214).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|28}} Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen Halm, dann eine Ähre, dann mit voll ausgereiftem Weizen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll ausgereiftem Weizen&#039;&#039; bezieht sich auf die Körner in der Ähre. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in der Ähre.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und (aber) sobald die Frucht es zulässt, setzt er gleich (bald) die Sichel an (sendet aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;setzt er die Sichel an (sendet aus)&#039;&#039; „Die Sichel aussenden“ ist ein Semitismus (Jesus lehnt seine Formulierung an Joel 4,13 an) und heißt sie zum Gebrauch einzusetzen oder anzulegen (LN 43.17; vgl. [[Offenbarung_14#s15|Offb 14,15]].[[Offenbarung_14#s18|18]]). Auf Hebräisch und Aramäisch „sendet“ man seine Hand aus, wenn man sie ausstreckt (z.B. Ps 138,7; Esr 6,12). Es handelt sich um eine Metonymie, denn der reale Bauer erntet nicht selbst, sondern &#039;&#039;sendet&#039;&#039; seine Schnitter aufs Feld (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, weil die Erntezeit gekommen ist.“{{par|Joel|4|13}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Und (Dann) sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;elegen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Womit können wir Gottes Königreich (Königsherrschaft) vergleichen, oder mit (in) welchem Bild (Gleichnis, Vergleich) können wir es darstellen?&lt;br /&gt;
{{S|31}} Mit einem Senfkorn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Senfkorn&#039;&#039; W. „Korn [des] Senfs“. Gemeint ist wohl der [http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Senf Schwarze Senf], der zwischen 30 cm und über 3 m groß werden kann. Ein schwarzes Senfkorn ist nur 1mm dick und wiegt weniger als 1/700 Gramm. Seine Kleinheit war damals in Palästina sprichwörtlich (France 2002, 216; NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das, wenn es in (auf) die Erde gesät wird, [das] kleinste (kleiner [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[das] kleinste&#039;&#039; W. „kleiner“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Samenkörner ist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ist&#039;&#039; Wohl konzessives [[Ptz. conj.]] (NSS), aus stilistischen Gründen einfach als Indikativ übersetzt. Eigentlich etwa: „das, wenn es in die Erde gesät wird, obwohl es das kleinste der Samenkörner ist, die man in die Erde sät, (V. 32) und wenn es gesät wird...“ Der unsaubere Satzbau ist wohl dem einfachen Griechisch geschuldet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, die [man] in (auf) die Erde [sät],&lt;br /&gt;
{{S|32}} und wenn es gesät ist, geht es auf (wächst es nach oben) und wird [die] größte (größer [als])&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[die] größte&#039;&#039; W. „größer“. Superlativisch gebrauchter Komparativ (NSS zu V. 31). Dabei handelt es sich (wie bei der ganzen Beschreibung der Senfpflanze als Baum) um eine rhetorische Ausschmückung, um den großen Gegensatz zwischen dem kleinen Senfkorn und der großen Senfpflanze zu beschreiben (Lk 13,19 und Mt 13,32 nennen sie tatsächlich „Baum“)(Guelich 1989, 250). Seltsamerweise geben die deutschen Übersetzungen den Komparativ in V. 31 durchgehend als Superlativ (bis auf ELB) wieder, den gleich aufgebauten hier jedoch als Komparativ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aller Gartenpflanzen, und es treibt so große Zweige, dass in seinem Schatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Schatten&#039;&#039; W. „unter seinem Schatten“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Vögel des Himmels nisten (Unterschlupf finden) können.“{{par|Ezechiel|17|23}}{{par|Daniel|4|9}}{{par|Daniel|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} So (Und) erläuterte (verkündete, sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Das Imperfekt drückt entweder eine grundsätzliche Gepflogenheit aus oder hat die Predigt von Mk 4,2 im Sinn. Zur Phrase &#039;&#039;erläuterte ihnen [seine] Botschaft&#039;&#039; s. die [[Markus_2#note_e|Fußnote zu Mk 2,2]] und die folgende Fußnote zu &#039;&#039;Wort&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er ihnen mit (in) vielen solchen Gleichnissen (Bildern, Vergleichen) [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wort&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so, wie (in einer Weise, dass; in dem Maße, wie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;so wie (in einer Weise, dass)&#039;&#039; Der Satz mit dieser Konjunktion lässt sich positiv und negativ auffassen. Die Konjunktion heißt dabei entweder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in einer Weise, dass&#039;&#039; (positiv, uneingeschränkt) oder &#039;&#039;so wie&#039;&#039; i.S.v. &#039;&#039;in dem Maße wie&#039;&#039; (negativ, mit Einschränkungen)(BA καθώς). Positiv gedeutet heißt das: Jesus benutzte die Gleichnisse als Hilfsmittel, damit ihn jeder verstehen und auf seine Botschaft reagieren konnte. Negativ verstanden bedeutet es: Jesus benutzte die Gleichnisse als nicht unmittelbar verständliche Mittel, die mehr als nur oberflächliches Hinhören, sondern eine persönliche Reaktion erforderten. Wer sich damit befasst, reagiert auch darauf und zählt zum Kreis der Leute „um ihn“, denen das wahre Verständnis von Gottes Reich/Herrschaft gegeben ist (4,10; vgl. 3,31-35). Auf das positive Verständnis deutet zunächst der Kontext des ersten Saatgleichnisses hin, denn in dessen Erklärung haben alle Gruppen die Botschaft gehört und in irgendeiner Form positiv darauf reagiert – erst an den Langzeitauswirkungen wird erkennbar, wie tief die Botschaft sie betroffen hat. (Das spricht übrigens gegen eine noch krassere Deutung: dass Jesus sie als Rätsel benutzte, sodass nur eingeweihte sie verstehen konnten.) Für das negative Verständnis spricht V. 34, der erneut zwischen Gleichnissen für die Außenstehenden und klaren Worten für den inneren Kreis unterscheidet. Bisher haben wir erfahren, dass alle die Gleichnisse hörten und zu einem gewissen Grad verstanden, aber nicht jeder gleich darauf reagierte. Es bildete sich ein „innerer Kreis“ um Jesus und die Zwölf, der positiv reagierte und mehr von Jesus erfahren wollte und Jesus folgte (4,10). Diesen Kreis bezeichnet das Wort „Jünger“ in V. 34. Dann gab es andere, die nicht zu Jesus kamen und draußen blieben (wie seine Familie in 3,31ff. oder offenbar ein guter Teil der Menschenmengen), und wieder andere, die zu seinen Feinden wurden (die Pharisäer und Schriftgelehrten aus Kap. 2 und 3). Diese unterschiedliche Reaktion hat Jesus mit dem Gleichnis von der Saat (4,3-20) erklärt. Hier scheint Markus also erneut darauf hinzuweisen, dass nicht jeder die Gleichnisse gleich aufnahm (Guelich 1989, 256; France 2002, 218).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie [sie] verstehen (hören) konnten.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Dabei sprach (verkündete) er nie ohne Gleichnis (Bild, Rätsel, Vergleich) mit (zu) ihnen, doch [wenn er] mit seinen Jüngern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger&#039;&#039; Gemeint sind hier nicht nur die Zwölf, sondern die größere Gruppe seiner Anhänger, die schon in V. 10 im Blick war (Collins 2007, 256).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
alleine [war], erklärte er (löste auf, legte aus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sprach&#039;&#039; und &#039;&#039;erklärte&#039;&#039; stehen im [[Imperfekt]], wie große Teile der Rahmenhandlung in Kap. 4. Dazu vgl. die Fußnoten zu [[#note_o|V. 10]] und [[#note_n|9]] sowie [[#note_ao|V. 33]].&amp;lt;/ref&amp;gt; alles. &lt;br /&gt;
{{S|35}} Und an jenem Tag sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen, als es Abend geworden war:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als es Abend geworden war&#039;&#039; [[Gen. abs.]], temporal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Fahren wir doch (lasst uns) ans andere Ufer.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ans andere Ufer&#039;&#039; Jesus und die Jünger hielten sich bei Kafarnaum am See Gennesaret auf (4,1-2). Das andere Ufer war also das von Nichtjuden bewohnte Ostufer (vgl. France 2002, 222), das sie in Mk 5,1 erreichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie die Menschenmenge weggeschickt hatten (wobei … zurückließen)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (oder modal) als Nebensatz aufgelöst. Deutsche Übersetzungen verwenden durchweg „wegschicken“, englische „zurücklassen“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
nahmen sie ihn im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Boot mit (zu sich ins Boot), wie er war&#039;&#039; Die alternative Übersetzung „nahmen ihn in dem Boot mit, in dem er schon war“, stützt sich darauf, die Konjunktion ὡς „wie/als“ kausal zu verstehen (France 2002, 223) oder frei als Relativsatz zu übersetzen. So steht zwar &#039;&#039;wie er war&#039;&#039; nicht bedeutungslos im Raum, aber diese Deutung ist wenig elegant (so ebd.) und sprachlich möglicherweise schwierig. Ihr folgen dennoch viele Übersetzungen. Dass Jesus noch im Boot war, ist andernfalls allerdings (auch von der Wortstellung her) ebenso wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und auch andere Boote waren bei ihm.&lt;br /&gt;
{{S|37}} Da (und) kam ein starker Sturmwind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;starker Sturmwind&#039;&#039; W. „großer Sturmwind [des] Windes“, eine Formulierung, die sich vielleicht an Jona 1,4 anlehnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf, und die Wogen schlugen [bald] so [heftig], [auch] in das Boot, dass das Boot sich schon [langsam] füllte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schlugen [bald]&#039;&#039; [[Imperfekt]], &#039;&#039;[langsam] füllte&#039;&#039; [[Infinitiv]] Präsens (im AcI). Beide Tempusformen suggerieren einen anhaltenden Vorgang, der durch die mit angegebenen Worteinfügungen kenntlich gemacht wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|38}} Er befand sich währenddessen am Heck, wo er auf dem Kissen schlief,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wo er auf dem Kissen schlief&#039;&#039; [[Periphrastisches Partizip]] (oder modales [[Ptz. conj.]]), das vielleicht den durativen Aspekt des dadurch umschriebenen Imperfekts noch verstärkt (daher die Ergänzung von &#039;&#039;[währenddessen]&#039;&#039;). Aus stilistischen Gründen ist es hier nicht einfach mit deutschem Imperfekt wiedergegeben, sondern mit „befand sich“+Nebensatz. &#039;&#039;auf dem Kissen&#039;&#039; könnte sich auf ein mutmaßliches Kissen beziehen, das damals bekanntermaßen (z.B. für Passagiere oder Ruderer) an Bord eines solchen Bootes zu finden war (Guelich 1989, 261). GNB: „auf dem Sitzkissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sie weckten ihn und riefen (sagten) {zu ihm}: „Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“&lt;br /&gt;
{{S|39}} Da (und) wachte er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wachte auf&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal, beigeordnet aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
unterwarf (fuhr an)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;unterwarf (fuhr an)&#039;&#039; Die meisten Übersetzungen: „(be)drohte“. Bei Markus benutzt Jesus das Wort sonst, um Dämonen göttliche Befehle zu erteilen, wie Gott das im Alten Testament mit seinen Feinden tat, daher ist die Übersetzung „(jmdn.)(mit einem Befehl) unterwerfen“, „(etw.) befehlen“ angemessen (France 2002, 224). In Ps 105,9 LXX wird mit den gleichen Worten berichtet, wie Gott sich das Schilfmeer unterwarf, um die Israeliten hindurchzuführen (Collins 2007, 262). Jesus beherrscht hier in göttlicher Manier das Wetter. Jona dagegen bleibt in Jon 1,7ff. lieber passiv und will dann lieber in den Fluten sterben, als sich Gott zu fügen. S.a. die Fußnoten zu [[Markus_1#note_blMk 1,25]] und [[Markus_3#note_t|3,12]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
den Wind und rief (sagte) dem Meer (See) zu: „Still, sei ruhig!“ Und der Wind ließ nach, und es trat eine große Stille ein.&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und er sagte zu ihnen: „Warum seid ihr [so] furchtsam (verzagt)? Habt ihr noch keinen Glauben (Vertrauen)?“&lt;br /&gt;
{{S|41}} Da (Und) fürchteten sie sich [mit] großer Furcht (Ehrfurcht)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fürchteten sie sich [mit] großer Furcht&#039;&#039; Wörtliche Übertragung einer hebräischen Stilfigur ([[figura etymologica]]). Im Unterschied zur Angst in V. 40 ist hier allerdings auch Ehrfurcht im Spiel (Guelich 1989, 269). Freier einfach „Da bekamen sie große Angst/Ehrfurcht“ oder „Da ergriff sie große Furcht“ (EÜ), „Sie aber fürchteten sich sehr“ (LUT), „Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt “ (NGÜ)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagten zueinander: „Wer ist denn dieser [Mann], dass sogar der Wind und das Meer (der See) ihm gehorchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gehorchen&#039;&#039; W. „gehorcht“&amp;lt;/ref&amp;gt;?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
Mk 4,1-34 stellt Markus als Predigt am Seeufer dar. Sie besteht aus mehreren Gleichnissen, wobei das Gleichnis von der Saat und dessen Erklärung in den ersten 20 Versen den Löwenanteil ausmacht. 35-41 führen die Rahmenhandlung fort und erzählen von der Sturmstillung. Der erzählerische Rahmen der Predigt am See ist etwas „unordentlich“, weil Markus manchmal übergangslos die Szene wechselt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Verse 1-2 beschreiben Jesus, der öffentlich am See predigt. Ab 4,10 schiebt Markus eine private Unterhaltung von Jesus mit seinen Jüngern ein, um dem Leser das Gleichnis von der Saat zu erläutern. Nach der Erläuterung führt Markus offenbar übergangslos die Predigt weiter. Die Rahmenhandlung wird ab V. 35 fortgesetzt, als Jesus und die Jünger sich nach Jesu Predigt am See mit Booten auf den Weg machen. Obwohl die Predigt aus relativ lose zusammgefügten Einzelabschnitten besteht, hängt sie thematisch zusammen und ist inhaltlich und theologisch kohärent.  (Gemeinsame Themen: Beschreibung von Gottes Reich, die Rede vom „Wort“, die Trennung von privater und öffentlicher Lehre in Gleichnissen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Gleichnis von der Saat und seine Erklärung (1-20)===&lt;br /&gt;
Anhand der Predigt (3-9) und den folgenden Erklärungen (10-20) erklärt Markus, warum Jesu Wirken in den vorigen Kapiteln so verschiedene Reaktion ausgelöst hat. Das Gleichnis handelt nur von Menschen, die Jesu Botschaft (vom Reich Gottes) gehört und angenommen haben. Warum scheiden sich also die Geister an Jesus? Die Antwort: Weil nicht alle Menschen Jesu Botschaft auf die gleiche Weise annehmen. Im Hintergrund findet ein geistlicher Kampf statt zwischen der Botschaft vom Reich Gottes einerseits und dem Satan und der Welt andererseits (V. 15). Und so bringt die Saat des Evangeliums nicht überall Frucht, wo sie gesät ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erklärung identifiziert Jesus die Saat mit seiner Botschaft (V. 14). Die Menschen sind die verschiedenen Böden. Doch bei seiner Erklärung benutzt Jesus eher unpräzise Formulierungen. So sagt er in V. 16: „die auf den felsigen Boden Gesäten...“ Sind jetzt die Menschen etwa doch die Saat? Nein, er drückt sich einfach sehr gerafft aus. Um sich hier präzise auszudrücken, müsste Jesus weiter ausholen. Darauf verzichtet er. ([[Benutzer:Ben|Ben]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_3&amp;diff=25200</id>
		<title>Markus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_3&amp;diff=25200"/>
		<updated>2017-03-18T14:49:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Änderung einer Überschrift: Apostel -&amp;gt; Zwölferkreis&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt am Sabbat))&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als Jesus wieder einmal in die Synagoge ging und dort auf einen Mann mit einer verkrüppelten Hand stieß,&lt;br /&gt;
{{L|2}} wurde scharf beobachtet, was er tun würde. Denn wenn er ihn heilen würde, obwohl Sabbat war, könnte man ihn vor Gericht bringen.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Da sagte Jesus zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand: „Komm in die Mitte!“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Die Anderen aber fragte er: „Soll man an einem Sabbat Gutes oder Schlechtes tun? Soll man Leben retten - oder töten?“ Doch er bekam keine Antwort.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Zornig blickte Jesus in die Runde, und tief betrübt über ihre Hartherzigkeit bat er den Mann: „Streck deine Hand aus!“ Dieser streckte seine Hand aus - und sie war geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Da verließen die Pharisäer unverzüglich die Synagoge und berieten sich mit den Anhängern des Herodes, wie sie ihn umbringen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt am See Gennesaret))&lt;br /&gt;
{{L|7}} Daraufhin wollte sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurückziehen. Doch eine große Menschenmenge aus Galiläa folgte ihm. Selbst aus Judäa,&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet östlich des Jordans, aus Tyrus und Sidon strömten die Menschen scharenweise zu ihm, weil sie von seinen Taten gehört hatten.&lt;br /&gt;
{{L|9}} Um nicht von der Menschenmenge erdrückt zu werden, bat er seine Jünger, dafür zu sorgen, dass ihm ein kleines Boot bereitstehen würde.&lt;br /&gt;
{{L|10}} Denn weil er schon so viele geheilt hatte, drängten nun alle, die ein Leiden hatten, an ihn heran, um ihn zu berühren.&lt;br /&gt;
{{L|11}} Und wann immer ihn ein unreiner Geist erblickte, fiel er vor ihm nieder und schrie: „Du bist der Sohn Gottes!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Aber Jesus verbot ihnen strengstens, bekannt zu machen, wer er war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung des Zwölferkreises))&lt;br /&gt;
{{L|13}} Später stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Und sie kamen zu ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Von diesen berief er wiederum Zwölf: Sie sollten ihm folgen, sie wollte er zum Verkündigen aussenden {{L|15}} und ihnen wollte er die Macht geben, Dämonen auszutreiben.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Er berief also die Zwölf. Diese waren: Simon - ihm gab er den Namen „Petrus“ -,&lt;br /&gt;
{{L|17}} Jakobus (der Sohn des Zebedäus), sein Bruder Johannes - diesen beiden gab er den Namen „Boanerges“ (das heißt: „Donnersöhne“) -,&lt;br /&gt;
{{L|18}} Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus (der Sohn des Alphäus), Thaddäus, Simon, der Eiferer&lt;br /&gt;
{{L|19}} und Judas Iskariot, der ihn später verraten sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus, seine Verwandten und die Schriftgelehrten))&lt;br /&gt;
{{L|20}} Dann zog Jesus sich in ein Haus zurück. Aber auch dort versammelte sich eine große Menschenmenge, so dass Jesus und die Jünger nicht einmal Zeit fanden, auch nur einen Bissen Brot zu sich zu nehmen.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Als seine Angehörigen davon erfuhren, machten sie sich auf den Weg, um ihn zurückzubringen. Sie sagten nämlich, er habe den Verstand verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Jerusalemer Schriftgelehrten dagegen verbreiteten, dass er vom Dämon Beelzebul besessen sei und nur deswegen Dämonen austreiben könne, weil er mit dem Höllenfürsten selbst im Bunde stehe.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Jesus rief sie zu sich und hielt ihnen folgenden Vergleich entgegen: „Wie soll denn der Satan sich selbst austreiben? {{L|24}} Wenn ein Königreich mit sich selbst entzweit ist, kann es nicht bestehen.&lt;br /&gt;
{{L|25}} Und wenn eine Familie mit sich selbst entzweit ist, kann auch sie nicht bestehen.&lt;br /&gt;
{{L|26}} Würde also wirklich der Satan sich gegen sich selbst erheben und mit sich selbst entzweit sein - wie sollte dann er bestehen? Dann wäre es ja aus mit ihm. &amp;lt;ref&amp;gt;Eigentlich ist das kein sinnvolles Gegenargument gegen die Schriftgelehrten. Im Alten Israel war der Glaube verbreitet, dass man in der Tat Dämonen mithilfe anderer Dämonen austreiben könne. Noch dazu werden im Alten Testament Satan und Dämonen überhaupt nicht miteinander in Verbindung gebracht. Wenn Jesus also sagt, (1) man könne gar nicht Dämonen mit anderen Dämonen austreiben, (2) weil dann ja der Satan mit sich selbst im Streit liege, liegt dem gleich doppelt ein anderes Verständnis als das verbreitete zugrunde: In der Tat sind alle Dämonen als „Teufelsbrut“ zu betrachten, und gerade deshalb macht die Annahme keinen Sinn, dass man einen Dämon mithilfe eines anderen Dämons austreiben könne. Es ist schwer vorstellbar, dass gerade die Theologen - und besonders die Theologen aus der „theologischen Hauptstadt“ Jerusalem! - diese Argumentation akzeptiert haben sollten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{L|27}} Es ist doch umgekehrt: Unmöglich kann jemand bei einem starken Mann einbrechen und ihn ausrauben, wenn er nicht zuerst diesen starken Mann fesselt. Erst dann kann er ihn ausplündern.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Jede Verfehlung und jede Gotteslästerung kann vergeben werden - wie schlimm sie auch sei und wer sie auch begeht.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Aber wenn jemand gegen den &#039;&#039;Heiligen Geist&#039;&#039; lästert, wird ihm niemals vergeben werden. Auf ewig wird er diese Schuld zu tragen haben, das sage ich euch.“&lt;br /&gt;
{{L|30}} - Das sagte er, weil sie behaupteten, er sei von einem &#039;&#039;unheiligen&#039;&#039; Geist besessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|31}} Inzwischen waren seine Mutter und seine Geschwister angekommen. Weil die Menschen so dicht gedrängt um Jesus saßen, blieben sie vor dem Haus stehen und ließen ihm ausrichten, dass sie draußen seien.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Also gab man ihm die Nachricht weiter: „Da draußen sind deine Mutter und deine Geschwister und wollen dich sprechen!“ {{L|33}} Aber Jesus fragte zurück: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“&lt;br /&gt;
{{L|34}} Dann blickte er in die Runde und sprach: „Das hier sind meine Mutter und meine Geschwister! -&lt;br /&gt;
{{L|35}} Jeder, der tut, was Gott gefällt, ist mir Bruder, Schwester und Mutter.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Um die Radikalität dieses Ausspruchs verstehen zu können, muss man um die Rolle der Familie im Alten Israel wissen. Nur der Rahmen einer (möglichst großen) Familie konnte die Sicherheit der Familienmitglieder sicherstellen. Die Familie ist außerdem „Produktionsgemeinschaft“ und „Wirtschaftseinheit“ und so auch Garant für die soziale Sicherheit ihrer Mitglieder. Es ist daher so selbstverständlich, in (Groß-)Familien zusammenzuleben, dass man im Hebräischen für Familie einfach sagt: „Haus“; „eine Familie gründen“ heißt: „ein Haus bauen“. Innerhalb einer Familie konnte man voneinander Solidarität erwarten und forderte diese auch. Jesus widerspricht hier also so sehr den gesellschaftlichen Normen, dass es kein Wunder ist, wenn über ihn verbreitet wird, er habe „den Verstand verloren“ (V. 21).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und er ging wieder einmal in die Synagoge. Und dort war ein Mann, der eine verkrüppelte (gelähmte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkrüppelt&#039;&#039; W. „verdorrt“ (LUT, ELB, EÜ), „vertrocknet“, was den damaligen medizinischen Vorstellungen entsprach (Collins 2007, 206). GNB: „abgestorben“, ZÜR: „verkümmert“, MEN: „gelähmt“. Unsere Übersetzung wie NGÜ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hand hatte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der ... hatte&#039;&#039; [[Attributives Partizip]] Präsens. Als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und sie achteten (man achtete, sie lauerten) genau&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sie achteten (man achtete, sie lauerten) genau&#039;&#039; Das Subjekt „sie“ bezeichnet sicherlich die Pharisäer aus 2,24 und 3,6. Mk lässt die Referenz aber bewusst offen und verwendet stattdessen einen impersonalen Plural - vielleicht auch als Passiversatz, also „wurde belauert“ –, um so den Eindruck einer allgemeinen feindlichen Atmosphäre zu erzeugen.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
darauf, ob er ihn [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[am] Sabbat&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
heilen würde, um gegen ihn Anklage erheben (um ihn anzuklagen) [zu können].&lt;br /&gt;
{{S|3}} Und er sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu dem Mann mit der verkümmerten (gelähmten, verdorrten) Hand&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit der verkümmerten Hand&#039;&#039; [[Attr. Ptz.]] (vgl. V. 1), aus stilistischen Gründen nicht als Relativsatz, sondern als Präpositionalphrase übersetzt. &#039;&#039;verkümmert&#039;&#039; S. die [[#note_a|Fn zu „verkrüppelt“]] in V. 1. Hier benutzt Markus ein Adjektiv aus derselben Wurzel wie das Ptz. in V. 1, das sich in der Bedeutung nicht wesentlich unterscheidet.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Komm (Steh auf)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Komm (Steh auf)&#039;&#039; W. „Steh auf“, aber ἐγείρω wird im Griechischen öfter auch – ähnlich wie hebr. {{hebr}}קוּם{{hebr ende}} – vergleichbar unserem deutschen „Auf!“, „Los!“ etc. verwendet („entsemantisierter Vorbereitungsimperativ“). Das ist vermutlich auch hier die Bedeutung (vgl. BDAG zu ἐγείρω). „Komm!“ ist die im Kontext stimmigste Übersetzung und wird so auch von BDAG emfpohlen. In der Übersetzung wird daraus: „Komm in die Mitte!“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
in die Mitte!“&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und er fragte (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fragte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie (zu ihnen): „Ist es richtig (erlaubt), [am] Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[am] Sabbat&#039;&#039; [[Temporaler Dativ]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gutes zu tun oder Schlechtes zu tun? Leben zu retten oder zu töten?“ Aber sie schwiegen (sagten nichts). &lt;br /&gt;
{{S|5}} Da (Und) blickte (schaute) er sie voll Zorn (zornig)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;voll Zorn (zornig)&#039;&#039; Die Präposition μετά + [Gefühl] dient zur Angabe von Gemütszuständen (BDAG Bed. III.1).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
alle der Reihe nach (ringsum) an.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;blickte … alle der Reihe nach (ringsum) an&#039;&#039; übersetzt das Prädikat. [[Ptz. conj.]] (Aor.), hier temporal gleichzeitig zu verstehen. V. 3 &#039;&#039;Komm (Steh auf) in die Mitte!&#039;&#039; legt nahe, dass Jesus den Mann mit der verkrüppelten Hand in die Mitte der Versammlung gestellt hatte. In Synagogen saß man auf Steinbänken an den Wänden oder auf Matten auf dem Fußboden (Guelich 1989, 134). Jetzt schaut er mit einem deutlich spürbaren Blick in die Runde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tief betrübt (voller Mitleid) über die Verstockung (Sturheit, Härte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief betrübt (voller Mitleid)&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] Präsens (modal); in der Klammer als Präpositionalphrase aufgelöst. Andere Möglichkeiten: „Er war [tief] betrübt“, „weil er [tief] betrübt war, ...“ Die meisten verstehen die Beschreibung als Ausdruck der Trauer, nicht des Mitleids, obwohl jenes ebenso möglich wäre (vgl. NSS; France 2002, 151).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihrer Herzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihrer Herzen&#039;&#039; W. „ihres Herzens“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Mann: „Strecke die Hand aus!“ Und (Da) er streckte [sie] aus und seine Hand wurde wieder gesund (wiederhergestellt).&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und (Doch) sobald die Phärisäer hinausgegangen waren,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sobald … hinausgegangen waren&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal (vorzeitig) als Nebensatz aufgelöst. Ebenfalls möglich: „Doch die Pharisäer gingen hinaus und...“ (gleichzeitig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
fassten sie unverzüglich ihn betreffende (gegen/über ihn) Pläne (den Beschluss, berieten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fassten Pläne&#039;&#039; Gr. συμβούλιον ἐδίδουν Sonst unbekannte Formulierung, wörtlich: „Rat geben“. Übersetzungen: „einen Beschluss fassen“ (NSS, ZÜR, EÜ), „Rat halten“ (z.B. Elb, Lut), „beschließen“ (GNB), „beraten“ (Menge), NGÜ wie OfBi. Das Verb steht im Imperfekt. Daraus wird ersichtlich, dass sie über einen gewissen Zeitraum berieten oder Pläne schmiedeten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit den Herodianern (Anhängern von Herodes), wie sie ihn beseitigen (zerstören, töten, aus dem Weg räumen, loswerden) [könnten]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und (Daraufhin) Jesus zog sich mit seinen Jüngern zum Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist wie schon in Mk 2,13 der See Gennesaret, das „Meer von Galiläa“. Auch die gesonderte Erwähnung der Menschenmenge aus Galiläa weist darauf hin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zurück, und eine große Menge aus Galiläa folgte [ihnen], auch (und) aus Judäa,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auch (und) aus Judäa&#039;&#039; Markus beschreibt hier zwei getrennte Gruppen, eine in V. 7 und eine in V. 8. Die erste enthält mindestens Menschen aus Galiläa. Bei der Versabgrenzung verstand man offenbar auch Leute aus dem anderen großen jüdischen Gebiet, Judäa, als Teil dieser Menge, doch schloss Jerusalem (V. 8) etwas willkürlich aus. Sinnvoller erscheint eine Aufteilung nach geographischer Nähe: In Galiläa befindet sich Jesus gerade. Judäa, Jerusalem und Idumäa liegen südlich davon, das „Gebiet jenseits des Jordans“ östlich und Tyrus und Sidon nördlich. Die Aufzählung bedeutet schlicht: „Von nah und von überall her aus der Ferne (und auch aus Jerusalem)“. So verstehen es die herangezogenen Übersetzungen, nur ELB geht von nur einer Menge aus und muss dann in V. 8 noch einmal „eine große Menge“ ohne echte Funktion erwähnen. Ähnlich ging es bei Johannes zu, dessen Wirken sich auf Judäa beschränkte und der hauptsächlich die Menschen dieser Provinz erreichte (Mk 1,5), wobei auch Galiläer wie Jesus von ihm hörten und ihn aufsuchten (1,9).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|8}} {und aus} Jerusalem, {und aus} Idumäa und [dem Land] jenseits des Jordans, sowie der [Gegend] um Tyrus und Sidon kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; W. „kamen“ ([[Constructio ad sensum]]). Genauso das folgende Partizip „die hörten“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine große Menge zu ihm, die (weil/als sie) hörten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die hörten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] Präsens, kausal oder temporal, hier als Relativsatz aufgelöst, der beide Aspekte vermitteln kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
was ([alles], das; wie viel) er tat. &lt;br /&gt;
{{S|9}} Und er sprach zu seinen Jüngern, damit ihm wegen der Menschenmenge ein kleines Boot bereitstehen würde, damit sie ihn nicht erdrückten,&lt;br /&gt;
{{S|10}} denn er heilte (hatte geheilt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;heilte&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;hatte geheilt&#039;&#039; Das Aorist könnte hier gut die Vorvergangenheit bezeichnen (Grosvenor/Zerwick; Kleist 1937, S. 193; van Iersel 1998, S. 162; vgl. Zerwick §290). Gut GN, KAM: „Weil er schon so viele geheilt hatte, stürzten...“. „Weil“ auch ALB, B/N, HER, MEN, NGÜ; ähnlich BB.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
so viele, dass sich diejenigen ([alle], solche), die Leiden (Qualen) hatten,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Leiden (Qualen)&#039;&#039; W. „Geißel“, übertragen „Plage“. Per Bedeutungserweiterung auch „Leiden“ oder „Gebrechen“ (vgl. LN 23.182). &#039;&#039;hatten&#039;&#039; Markus benutzt das [[Imperfekt]], um die anhaltende Situation zu beschreiben. Das setzt sich bis V. 12 fort.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich um ihn drängten (sich auf ihn stürzten), um ihn zu berühren.&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und die unreinen Geister fielen vor ihm nieder, sobald sie ihn sahen, und schrien {und sagten}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{und sagten}&#039;&#039; [[Pleonastisches Partizip]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}&#039;&#039; [[ὅτι recitativum]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist der Sohn Gottes!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und er drohte (befahl, wies an) ihnen nachdrücklich (streng), damit sie ihn nicht bekannt machten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;drohte (befahl, wies an) ihnen nachdrücklich&#039;&#039; W. etwa „wies sie viel zurecht“. Das Adverb πολλὰ „viel“ benutzt Markus hier intensivierend (ganz ähnlich wie „sehr“), daher die Übersetzung &#039;&#039;nachdrücklich&#039;&#039;. Wie in Mk 1,25 (s. Fn dort) kontrolliert Jesus hier Dämonen, denen er bindende Befehle erteilt. So heißt das Wort in diesem Kontext eher (indirekte Rede einleitend) &#039;&#039;befehlen&#039;&#039;. Guelich benutzt stattdessen die Übersetzung „seiner Kontrolle unterwerfen“ (engl. „subdue“), was im Kontext ebenfalls gut möglich ist (ders. 1989, 148f.). Die Übersetzung müsste man dann im Hinblick auf πολλὰ (dann iterativ) und den Nebensatz leicht anpassen: „Und er unterwarf sie immer wieder seiner Kontrolle, damit sie nicht öffentlich machten, [wer er war].“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;drohte ..., damit sie ihn nicht bekannt machten&#039;&#039; – Das Griechische drückt den indirekt geäußerten negativen Befehl durch einen finalen Nebensatz aus, das Deutsche mit einem Infinitivsatz. Stilistisch schöner mit „verbieten“: &#039;&#039;verbot … zu machen&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Dann (Und) stieg er auf den Berg und rief&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stieg&#039;&#039; und &#039;&#039;rief&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
diejenigen zu sich, die er selbst sich ausgesucht hatte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die er selbst sich ausgesucht hatte&#039;&#039; W. „die er selbst wollte“. NSS schlägt sinngemäß „die er bei sich haben wollte“ vor (so NGÜ, ähnlich MEN, ZÜR). EÜ: „die er erwählt hatte“, GNB: „die er für eine besondere Aufgabe vorgesehen hatte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;;&lt;br /&gt;
und sie kamen zu ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen zu ihm&#039;&#039; W. „gingen/kamen weg zu ihm“ oder „verließen (hin) zu ihm“. Man hat sich das vielleicht bildlich so vorzustellen, dass sie sich auf seinen Ruf hin aus der Menge lösten und ihm kamen. Doch der Gebrauch des Worts in einer anderen Berufungssituation (Mk 1,20) zeigt, dass Markus mit dem Wort für seine Leser wieder auch eine Trennung vom alten Leben (oder von der Jesus nur aus Sensationslust folgenden Masse) ausdrücken möchte (vgl. Guelich 1989, 157).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und er bestimmte (berief, setzte ein)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bestimmte&#039;&#039; W. „machte“, ein Semitismus (Guelich 1989, 157).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zwölf, die er bei sich haben und die er aussenden [wollte],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die er bei sich haben und die er aussenden [wollte]&#039;&#039; (vgl. EÜ, NGÜ, GNB) Der doppelte Relativsatz mit eingefügtem &#039;&#039;[wollte]&#039;&#039; übersetzt den griechischen doppelten finalen Nebensatz (mit zweifachem ἵνα „damit, um zu“). Diese Umformulierung ist notwendig, um die finalen Infinitivsätze (&#039;&#039;um zu predigen&#039;&#039; und V. 15), die die beiden finalen Nebensätze modifizieren, noch in vernünftigem Deutsch wiedergeben zu können. Als finaler Nebensatz könnte man sonst auch direkter übersetzen: „um bei ihm zu sein und um sie auszusenden“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[um] zu predigen (verkündigen)&lt;br /&gt;
{{S|15}} und Macht (Vollmacht, Autorität, Ermächtigung) zum Austreiben [von] Dämonen zu haben.&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und er bestimmte (berief, setzte ein)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwölf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Zwölf, und er gab Simon [den] Namen „Petrus“;&lt;br /&gt;
{{S|17}} und Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und Jakobus’ Bruder Johannes, und er gab ihnen [die] Namen „Boanerges“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Boanerges“&#039;&#039; kommt in der Bibel nur hier vor und ist offenbar die griechische Schreibung eines aramäischen oder hebräischen Titels. „Boane-“ steht dabei für „Söhne“, auch wenn diese Form des hebräischen/aramäischen {{hebr}}בני{{hebr ende}} sonst nicht bekannt ist und auch nicht der richtigen Aussprache entspricht. Es gibt verschiedene Vermutungen, welche anderen Begriffe dahinterstehen könnten, aber insgesamt liegt die Herkunft des Titels im Dunkeln (Collins 2007, 219-21). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, das heißt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;heißt&#039;&#039; W. „ist“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Söhne des Donners“;&lt;br /&gt;
{{S|18}} weiter (und) Andreas, {und} Philippus, {und} Bartholomäus, {und} Matthäus, {und} Thomas, {und} Jakobus, den [Sohn] von Alphäus, sowie (und) Thaddäus, {und} Simon den Eiferer (Zeloten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Simon den Eiferer (Zeloten)&#039;&#039; Während Lk 6,15 den Jünger als Zeloten ausweist (Σίμωνα τὸν καλούμενον ζηλωτὴν), nennen Mk 3,18 und Mt 10,4 ihn Σίμων ὁ Καναναῖος „Simon der Kananäus“. Das ist Aramäisch für „Eiferer“, was Lukas korrekt ins Griechische übertragen hat. Simon wird aber nicht zur politischen Bewegung der Zeloten gehört haben, die erst im Winter 67-68 entstand. Die wurden die Zeloten erst zur Zeit des jüdischen Kriegs (um 70 n. Chr.) zu einer Bewegung unter diesem Namen. Simon erhielt den Titel vielleicht, weil er besonders eifrig und fromm in der Wahrung des Gesetzes war (Collins 2007, 222f.; France 2002, 162f.). Andererseits hätten Markus&#039; Leser den Beinamen vielleicht schon so (und nicht anders) verstanden (ders., 163).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|19}} und Judas Iskariot&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Iskariot&#039;&#039; Dieser Beiname ist wohl die griechische Schreibweise für Hebr. {{hebr}}איש קריות{{hebr ende}} „Mann aus Keriot“, einem Dorf nahe Hebron in Juda. In Joh 6,71; 13,26 trägt schon sein Vater diesen Beinamen. Judas trug den Beinamen als Unterscheidungsmerkmal, weil der Name „Juda“ zu Jesu Zeit zusammen mit „Simeon“ (Simon) und „Jeshua“ (Jesus) einer der häufigsten jüdischen Namen überhaupt war. Nach anderen, jedoch problematischen Vorschlägen ist Iskariot entweder ein Beiname, den Judas erst nach seinem Verrat von den frühen Christen erhielt. Er leitet sich dann von Aramäisch {{hebr}}סכר{{hebr ende}}, &#039;&#039;sakar&#039;&#039; „Lügner, Falscher“ ab. Oder er stammt aus Judas&#039; angenommener Vergangenheit als jüdischer Freiheitskämpfer und leitet sich von Lat. &#039;&#039;sicarius&#039;&#039; „Meuchelmörder“ ab (ähnlich wie bei einem anderen Jünger, Simon dem Zeloten). Doch wenn schon Judas&#039; Vater den Beinamen trug, ist die erste Theorie die wahrscheinlichste. Judas wäre dann der einzige Jünger, der nicht aus Galiläa stammt (Collins 2007, 223; Guelich 1989, 163).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, der ihn dann (auch) auslieferte (verriet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;auslieferte (verriet)&#039;&#039; Das Wort heißt „übergeben“ oder „ausliefern“ (hier zum ersten Mal für Jesus). In Mk 1,14 bezeichnet es (vielleicht absichtlich) die Verhaftung von Johannes dem Täufer. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung. Die Konnotation des Verrats ist dabei in vielen Fällen enthalten (z.B. Joh 13,2). Dasselbe Verb benutzt die LXX für den stellvertretenden Tod des leidenden Knechts in Jes 53,6.12 LXX. Nach der angekündigten Wegnahme des Bräutigams in 2,20 ist es schon die zweite Andeutung von Jesu späterem Schicksal (Collins 2007, 223f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Später (Und) ging [Jesus] nach Hause (in ein Haus).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in ein Haus&#039;&#039; Es wird sich wieder um Petrus&#039; Haus in Kafarnaum handeln, das Jesus offenbar bezogen hat (vgl. Mk 1,29; 2,1). Abgesehen von seinem Besuch in Levis Haus (2,15) ist es das einzige bisher identifizierte (France 2002, 164f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und wieder versammelte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging&#039;&#039; und &#039;&#039;versammelte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sich die Menschenmenge, sodass sie nicht einmal dazu kamen, [etwas] Brot zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot essen&#039;&#039; Ein Semitismus für das Einnehmen einer Mahlzeit (Guelich 1989, 167). Entsprechend steht in den meisten Übersetzungen nur „essen“. Das Subjekt &#039;&#039;sie&#039;&#039; könnte sich auch auf die Menge beziehen, der Satz ergibt aber nur Sinn, wenn die Subjekte des vorigen Abschnitts (Jesus und die zwölf Jünger) wegen der aufdringlichen Menschenmenge nicht zum Essen kommen. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und als seine Angehörigen (Anhänger)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Angehörigen (Anhänger)&#039;&#039;, w. „die bei ihm“, bezieht sich nach traditioneller Auslegung auf Jesu direkte Familie. Die Handlung wird in den Versen 22-30 unterbrochen, um in V. 31 wieder aufgenommen zu werden. Dort steht als Subjekt „Seine Mutter und seine Brüder/Geschwister“; (France 2002, 165; Guelich 1989, 172). Nach G. Hartmann, BZ 11 (1913) 249–79 könnte es sich auch auf seine Anhänger (=die Jünger) beziehen, die außer Kontrolle geratene Menge beruhigen wollen. Dies ist jedoch aufgrund sprachlicher Beobachtungen unwahrscheinlich. Das Problem ist, dass die Phrase οἱ παρʼ αὐτοῦ „die bei ihm“ so allgemein ist, dass man sie zunächst auf die Jünger beziehen würde – das ist aber schon deshalb auszuschließen, weil die Jünger ja bei ihm sind und sich nicht erst auf den Weg zu ihm machen müssen. Erst mehrere Verse später klärt Markus uns darüber auf, wer genau hinter der Bezeichnung steckt (France 2002, 165f.). Luther: „die Seinen“, ZÜR: „seine Verwandten“, andere Übersetzungen wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[davon] erfuhren ([das] hörten), machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen (zurückzuhalten, festzuhalten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit Gewalt zurückzuholen&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;zurückzuhalten&#039;&#039; W. „ergreifen, festnehmen“ Das Verb lässt offen, ob seine Verwandten Jesus gegen seinen Willen nach Hause bringen, ihn im Haus festhalten oder ihn von der außer Kontrolle geratenen Menge fernhalten und beschützen wollten. Letzteres setzt freilich voraus, dass sie in der Nähe waren und nicht erst von Nazaret kommen mussten. Wenn mit Jesu Zuhause (V. 20) nicht Nazaret gemeint ist (unwahrscheinlich aufgrund der vagen Ausdrucksweise) oder Jesus aus anderen Gründen Verwandte in unmittelbarer Nähe hatte, ist nicht davon auszugehen, dass diese sich aufgrund der in V. 20 beschriebenen Lage zum Handeln entschieden. Eher werden sie von seinem Aufenthalt in Kafarnaum erfahren haben (Guelich 1989, 172).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Sie meinten (sagten) nämlich {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Er hat den Verstand verloren!“ (meinten nämlich, er habe den Verstand verloren.){{par|Psalm|69|9}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und (Dann) die Schriftgelehrten (Schreiber), die aus Jerusalem gekommen waren,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die ... gekommen waren&#039;&#039; [[Attr. Ptz.]] Aor., als vorzeitiger Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verbreiteten (meinten, sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verbreiteten&#039;&#039; Gr. einfach &#039;&#039;sagten&#039;&#039;. Das durative [[Imperfekt]] zeigt hier aber an, dass es sich um die Position handelte, die die Schriftgelehrten vertraten – und verbreiteten. Das Bild der aufgeregten Menschenmenge aus V. 20 steht also nicht mehr direkt im Hintergrund. Ähnlich die Position von Jesu Angehörigen im vorigen Vers mit demselben Imperfekt: „Er hat den Verstand verloren!“ Besessenheit und Wahnsinn lagen im damaligen Denken sehr nah beieinander (vgl. France 2002, 169).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}: „Er ist von Beelzebul besessen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Er ist von Beelzebul besessen!“&#039;&#039; W. „Er hat Beelzebul!“ Diese Formulierung drückt (wie in Mk 5,15; 7,25; 9,17) Besessenheit aus. Bei Jesus könnte jedoch auch gemeint sein, ihm stehe für seine Wunder Beelzebuls Macht zur Verfügung, den er kontrolliert. Ein derartiger Pakt wäre ein klarer Verstoß gegen das Gesetz, den es unter die Todesstrafe stellt (Lev 19,31; 20,27). Der aus dem AT bekannte kanaanitische Gott Baal (nun mit einem sonst unbekannten Beinamen, {{hebr}}בעל זבל{{hebr ende}}, Baal Zabul → wohl „Fürst Baal“) war zur Zeit Jesu noch als mächtiger Dämon bekannt, wie aus dem zeitgenössischen Werk „Testament Salomos“ hervorgeht. Der Name „Baal“ bedeutet auf Hebräisch auch einfach „Herr, Meister“. Es ist leicht nachvollziehbar, wie dieser Name im Volksglauben schließlich dem Herrscher der Dämonen zugeschrieben wurde (Collins 2007, 228-31). Doch erst Markus (bzw. Jesus) setzt den Beelzebul mit dem im nächsten Vers eingeführten Satan gleich; bei den Zuhörern wird das als bekannt vorausgesetzt (France 2002, 170; Collins 2007, 231). Aus Beelzebul wurde über die lateinische Übersetzung Beelzebub das deutsche „Belzebub“.&amp;lt;/ref&amp;gt; und {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Er treibt die Dämonen mit (mithilfe) dem Fürsten (Herrscher, Obersten) der Dämonen aus!“&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und er rief sie zu sich und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er rief sie zu sich und&#039;&#039; Temporales (gleichzeitig) [[Ptz. conj.]], mit „und“ beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
argumentierte (redete, sagte) mithilfe (in Form von) [einiger] bildhafter Vergleiche (in Gleichnissen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mithilfe [einiger] bildhafter Vergleiche&#039;&#039; Häufige Übersetzung: &#039;&#039;in Gleichnissen&#039;&#039; (wie Klammer), die klassische griechische Bedeutung ist aber „Vergleich“. Aristoteles bezeichnet den Vergleich als eine häufige rhetorische Beleg- oder Beweisform, eine übertragene Illustration, die eine klare argumentative Schlussfolgerung vermittelt (Collins 2007, 231). „Gleichnisse“ sind bei Markus bildhafte Analogien, Rätsel, Metaphern oder Allegorien, die Jesus als Illustrationen zu Hilfe nimmt, um seine Position in verständlicher, einprägsamer Form zu vermitteln (vgl. Guelich 1989, 175). Oft lässt er die Gleichnisse für sich sprechen und erklärt sie nicht, sodass sie den Zuhörern Rätsel aufgeben. NGÜ: „er gebrauchte dazu eine Reihe von Vergleichen“, GNB: „erklärte ihnen die Sache durch Bilder“, NEÜ: „gab ihnen durch einige Vergleiche Antwort“, EÜ: „belehrte sie in Form von Gleichnissen“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihnen: „Wie kann Satan&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;satan&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Satan&#039;&#039; Graecisierte Version des hebräischen „Satan“. Das ist im AT kein Eigenname, sondern ein Titel, der je nach Kontext „Feind, Widersacher, Verleumder“ oder „Ankläger“ heißen kann (Gr. ὁ διἀβολος). In Ijob 1-2 und Sach 3,1-2 wird so ein „Ankläger“ am himmlischen Hof genannt (gewöhnlich mit dem Teufel identifiziert). Erst in den rabbinischen Schriften kommt &#039;&#039;Satan&#039;&#039; regelmäßig als Eigenname vor (Collins 2007, 231f.). Hier wird er mit Beelzebul gleichgesetzt, im NT ansonsten oft ὁ διἀβολος „der Teufel/Verleumder“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[den] Satan austreiben?&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und wenn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wenn&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;wenn&#039;&#039; / &#039;&#039;wenn [wirklich]&#039;&#039; - Jesus äußert im folgenden drei parallel aufgebaute Sätze: „Wenn X sich mit sich selbst verfeindet, dann kann jenes X nicht bestehen.“ Der dritte Satz aber unterscheidet sich ein wenig von den beiden vorherigen: Sätze 1 und 2 sind mit [ἐὰν + Konjunktiv] konstruiert (2 sog. „generelle Bedingungssätze“), Satz 3 dagegen mit [εἰ + Indikativ] (ein sog. „einfacher Bedingungssatz“) (vgl. dazu Hoffmann/Siebenthal §280c; Zerwick §303-5.320): Jesus macht zuerst zwei allgemeingültige Aussagen, die er dann auf die falsche Annahme der Schriftgelehrten überträgt. Grosvenor/Zerwick schlagen daher für Satz 3 gut vor: „Wenn [also] wirklich...“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
ein Königreich (Reich, Staat) sich mit sich selbst verfeindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfeindet&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;sich mit sich selbst verfeindet&#039;&#039; W. etwa „gegen sich selbst geteilt/gespalten wird“ bzw. „mit sich selbst im Streit liegt“ (so NSS, NGÜ, NEÜ). Die Wendung lässt sich nur schwer direkt übersetzen. Der Schwerpunkt scheint jedoch auf dem Beginn der Spaltung, Feindschaft oder des Streits zu liegen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [dann] kann jenes Königreich (Reich, Staat) nicht bestehen.&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und wenn&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wenn&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
eine Familie (Haus) sich mit sich selbst verfeindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfeindet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [dann] wird jene Familie (Haus) nicht bestehen können.&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und wenn [wirklich]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;wenn&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der Satan&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;satan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gegen sich selbst rebelliert (auflehnt, erhebt) und sich mit sich selbst verfeindet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;verfeindet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [dann] kann er nicht bestehen bleiben, sondern es hat ein Ende [mit ihm]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;es hat ein Ende [mit ihm]&#039;&#039; W. „er hat ein Ende“. LUT: „es ist aus mit ihm.“&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|27}} Doch niemand kann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemand kann&#039;&#039; W. „niemand kann nicht“. Die doppelte Verneinung verstärkt die Aussage.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus des Starken eindringen (einbrechen, hineingehen) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;eindringen und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal, mit „und“ beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Einrichtung (Besitztümer, Hausrat) plündern, wenn er den Starken nicht zuerst fesselt,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;In V. 26 befindet sich (wie in 24 und 25) ein prospektiver Konditionalsatz, der anhand des gesunden Menschenverstands eine „Faustregel“ aufstellt (Siebenthal 2011, §280). Rein syntaktisch gehört der letzte Versteil (Prädikat im Futur, nicht Konj. Aor.) nicht mehr dazu.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann erst kann er sein Haus ausplündern&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kann ausplündern&#039;&#039; Als modales Futur verstanden (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Jesaja|24|26}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich), ich sage euch&#039;&#039; D.h. „Ich versichere euch“. &#039;&#039;Ja (Amen, Wahrlich)&#039;&#039; Das Wort &#039;&#039;Amen&#039;&#039; stammt aus dem Hebräischen und bildet im AT häufig den bekräftigenden Abschluss von Doxologien. Die griechische Übersetzung lautet meist „So sei/geschehe es!“ Aus dem zeitgenössischen Judentum wie aus dem frühen Christentum ist es dann als liturgische Bekräftigungsformel bekannt, wie es auch heute in Gebrauch ist. Jesus ist der einzige, der es benutzt, um die zu bekräftigende Aussage einzuleiten. Mit ähnlicher Autorität wie bei Gottes Worten im Alten Testament will auch er keinen Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Aussage aufkommen lassen (France 2002, 174f.; Guelich 1989, 177f.). Hier in Mk 3,28 kommt es zum ersten Mal im Markusevangelium vor. Matthäus benutzt es gerne doppelt. Die Übersetzung ist schwierig. Luther machte daraus das bekannte „Wahrlich (ich sage euch)“, dem bis heute etliche Übersetzungen folgen. EÜ, ZÜR einfach „Amen“; kommunikative Übersetzungen übersetzen die Phrase für gewöhnlich sinngemäß, etwa „Ich versichere euch...“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Den Kindern (Söhnen) der Menschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kindern (Söhnen) der Menschen&#039;&#039; Semitische Formulierung, die einfach „Menschen“ oder „die Menschheit“ umschreibt. Kinder gibt den geschlechtlich unbestimmten Plural von „Sohn“ inklusiv wieder ([[Generisches Maskulinum]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann (wird) alles vergeben werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kann (wird) vergeben werden&#039;&#039; Das Futur ist wohl modal (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt; –&lt;br /&gt;
alle Sünden (Verfehlungen) und Gotteslästerungen, welche (wie viele) sie auch lästern (begehen, aussprechen) mögen.&lt;br /&gt;
{{S|29}} Doch wer immer gegen den Heiligen Geist lästert, [für] den gibt es in {der} Ewigkeit (im kommenden Zeitalter)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in Ewigkeit&#039;&#039; Das griechische Wort bezeichnet in diesem Kontext ein heilsgeschichtliches „Zeitalter“, hier das prophetisch angekündigte kommende Zeitalter, die Ewigkeit. Die Aussage „für den gibt es in Ewigkeit keine Vergebung“ heißt also „für den wird es niemals Vergebung geben“ (Guelich 1989, 179). Jesus spricht hier eine Warnung für Leute aus, die Gottes Wirken als Dämonenwerk verunglimpfen wollen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
keine Vergebung, sondern er ist ewiger Sünde schuldig!“&lt;br /&gt;
{{S|30}} [Das fügte Jesus hinzu,] weil sie sagten: „Er ist [von] einem unreinen Geist besessen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;besessen&#039;&#039; W. „Er hat einen unreinen Geist!“ Dazu s. die Erklärung in der [[#note_aq|Fußnote zu V. 22]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|31}} Dann (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]], W. „kam“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
seine Mutter und seine Geschwister (Brüder)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mask&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Geschwister (Brüder)&#039;&#039; [[Generisches Maskulinum]]. Es ist allerdings durchaus annehmbar, dass hier nur Jesu Brüder beteiligt waren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab dem vierten Jahrhundert hat die Rede von Jesu „Brüdern/Geschwistern“ den Kirchenvätern einige Schwierigkeiten bereitet. Problemlos vereinbar ist sie mit dem Glauben an die jungfräuliche Empfängnis; ab dem späten vierten Jahrhundert kam aber in der Theologie zusätzlich der Topos der „immerwährenden Jungfernschaft“ Mariens auf: Maria sei nicht nur zur Zeit der Empfängnis Jesu und nicht nur bis zur Geburt Jesu, sondern Zeit ihres Lebens Jungfrau gewesen. In der katholischen Kirche ist dies noch heute ein Dogma mit dem Status „de fide“ (also dem höchstmöglichem; wer anders glaubt, macht sich der Häresie schuldig), vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; [http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P1R.HTM KKK 499f]. Auch die orthodoxe Kirche hat die Rede von Mariens immerwährender Jungfernschaft in ihre Liturgie aufgenommen, Luther und Calvin glaubten an diese Lehre und Zwingli hat sie sogar verfochten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Folge gab es einige Versuche, die Rede von den Brüdern/Geschwistern Jesu umzudeuten. Cranfield 1959, S. 144 unterscheidet gut (1) die „Epiphanische Position“ (nach Epiphanius), die Brüder/Geschwister Jesu seien als leibliche Kinder aus einer früheren Ehe Josephs nur Jesu Halbbrüder, und (2) die „Hieronymianische Position“ (nach Hieronymus), es handle sich sich bei den Brüdern/Geschwistern Jesu nur um Jesu Cousins (ähnlich immer noch gut: [http://www.gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k65416909/f277.image.r=Alexandrie.langES Lagrange 1929, S. 79f]); andere auch: Semitismus für „Verwandte im Allgemeinen“ (z.B. KAR zu [[Matthäus 1#s25 |Mt 1,25]]). Beide Deutungen lässt der griechische Text auch zu ((2) zumindest, wenn man den Ausdruck als Semitismus liest) und werden daher immer noch von einigen Exegeten vertreten, aber da der Text keine direkten Hinweise darauf enthält, dass er so zu verstehen sei, ist die heutige Mehrheitsmeinung, dass es sich doch um Jesu leibliche Geschwister und Mariens leibliche Kinder handle. Selbst NVul übersetzt: „fratres“.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{und} Sie blieben draußen stehen (standen) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie blieben stehen und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal oder modal, als mit „und“ beigeordneter Satz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
schickten [jemanden] zu ihm (ließen ihm ausrichten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;schickten [jemanden] zu ihm (ließen ihm ausrichten)&#039;&#039; - Zur Alternativübersetzung vgl. Louw/Nida 15.67 („send a message“). Das ist hier vorzuziehen, weil im Folgesatz ja nicht dieser nicht benannte „Jemand“, der auch gar nicht im Text steht, Jesus auf seine Verwandten hinweist, sondern „sie“ bzw. „man“ (s. übernächste FN).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
um (wobei sie) ihn zu rufen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;um ihn zu rufen&#039;&#039; Wohl finales [[Ptz. conj.]], als finaler Nebensatz aufgelöst (vgl. NSS). Auch ein temporal-modales Verständnis ist möglich – in diesem Fall warten die Verwandten die Rückkehr ihres „Boten“ nicht ab, sondern rufen nach Jesus, noch während der Bote bei Jesus ist! Man sollte allerdings berücksichtigen, dass die Menge nach Mk 3,20 so dicht und aufdringlich war, dass Jesus und die Jünger nicht einmal zum Essen kamen. Kein Wunder, dass seine Familie nicht zu ihm durchkam.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|32}} {und} Eine Menschenmenge saß um ihn herum, und sie sagten (man sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Die Alternativübersetzung in der Klammer versteht das Prädikat unpersönlich (vgl. EÜ, NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Da draußen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Da draußen&#039;&#039; - W. „Siehe, deine Mutter und deine Geschwister draußen suchen dich“. „°Siehe°“ hat hier die Funktion, Jesus auf etwas räumlich Nahes aufmerksam zu machen ([http://www.dare.ubvu.vu.nl/bitstream/handle/1871/15504/4727.pdf?sequence=4 Bailey 2009, S. 329]); sinnvoller daher statt wörtliche Üs.: „Da draußen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
fragen deine Mutter und deine Geschwister (Brüder) nach (suchen nach, wollen etwas von) dir!“&lt;br /&gt;
{{S|33}} Und er antwortete ihnen {und sagte}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;antwortete ihnen {und sagte}&#039;&#039; Zu &#039;&#039;antwortete&#039;&#039;: [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), mit „und“ beigeordnet. &#039;&#039;{und sagte}&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. Im Deutschen ist das doppelte Prädikat unnötig.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Wer sind&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sind&#039;&#039; W. „ist“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
meine Mutter und meine Geschwister (Brüder)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mask&amp;quot; /&amp;gt;?“&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und während (indem, nachdem) er der Reihe nach [alle] anschaute,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während (indem, nachdem) er der Reihe nach anschaute&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aor.), temporal-modal als Nebensatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die [im] Kreis (rings)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[im] Kreis&#039;&#039; Erstarrter [[Lokaler Dativ|lokaler Dativ]] (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
um ihn saßen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[alle], die ... saßen&#039;&#039; [[Substantiviertes Partizip]], als Relativsatz aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt; sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er: „Siehe, (Das hier sind, Ihr hier seid)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Siehe, (Diese hier sind, Ihr hier seid)&#039;&#039; - W. °Siehe°, aber auch hier fungiert es „deiktisch“ - als würde Jesus mit dem Zeigefinger eben nicht auf seine Familie, sondern auf die im Kreis um ihn Sitzenden zeigen. Im Deutschen entspricht dem eher ein „Diese hier sind“ (so z.B. BB, B/H, EÜ, GN, HER, H-R, HfA, KAR, MEN, NeÜ, NGÜ, NL, R-S, Stier, WIL, Zink, ZÜR). Und weil diese „Diese hier“ natürlich die um ihn Sitzenden sind, eigentlich sogar eher „Ihr hier seid“ - aber so niemand.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
meine Mutter und meine Geschwister!&lt;br /&gt;
{{S|35}} Denn wer immer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und [meine] Schwester und [meine] Mutter.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-6&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Markus zeigt hier erneut Jesu Vollmacht im Hinblick auf die Bedeutung von Geboten auf, exemplarisch an der Frage des Sabbatgebots. Zugleich erlangt der bereits in Mk 2 thematisierte Konflikt zwischen Jesus und den Schriftgelehrten mit ihrem Plan Jesus umzubringen einen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;7-12&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Mit der Aufzählung der verschiedenen Regionen beschreibt Markus den umfassenden Charakter des Wunderwirkens Jesu. Das Bild von Jesus umringt von Kranken und Dämonen unterstreicht dabei das Elend der Menschen und seine Rolle als Sohn Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;13-19&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Markus macht an dieser Stelle deutlich, dass Jesus seine Nachfolger dazu aufruft, sein Werk fortzuführen. Gleichzeitig wird deutlich, dass es einige gibt, die sich von den Massen im vorhergehenden und nachfolgenden Abschnitt abheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;20-35&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Durch diese Szene macht Markus deutlich, dass die Gemeinschaft, die mit Jesus entsteht,  einen eigenen und neuen Charakter hat, der sich von der Gemeinschaft der Familie unterscheidet. Deutlich wird dadurch auch, dass es selbst unter den eigenen Landsleuten und der eigene Familie Menschen gibt, die das nicht verstehen oder nachvollziehen können. &lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=25194</id>
		<title>Markus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=25194"/>
		<updated>2017-03-18T14:06:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus vergibt Sünden und heilt))&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als er nach einigen Tagen wieder zurück nach Kafarnaum kam, wurde bekannt, dass er in einem bestimmten Haus war.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es kamen so viele Leute zusammen, dass es keinen Platz mehr gab; nicht einmal vor der Tür. Und er erklärte ihnen seine Botschaft. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Derweil kamen einige Leute und brachten einen Gelähmten zu ihm; der wurde von vier Männern getragen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Doch weil es ihnen wegen der Menschenmenge nicht gelang, ihn zu Jesus zu bringen, deckten sie über der Stelle, wo er war, das Hausdach ab und machten dort eine Öffnung. Dadurch ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte hinab.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Es saßen aber einige Schriftgelehrte dabei, die überlegten bei sich:&lt;br /&gt;
{{L|7}} „Warum redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?“&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jesus erkannte in seinem Geist sofort, dass sie so dachten. Darum sagte er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
{{L|9}} Was ist leichter: zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘?&lt;br /&gt;
{{L|10}} Aber damit ihr erkennt, dass der Menschensohn die Macht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben...“, sagte Jesus und wandte sich dann an den Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{L|11}} „Ich sage dir: Steh auf und nimm deine Matte und geh nach Hause!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Da stand der Mann auf, hob seine Matte auf und ging vor aller Augen davon, so dass alle fassungslos waren und Gott lobten. Sie riefen: „So etwas haben wir noch nie gesehen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus ist (auch) für die Sünder da))&lt;br /&gt;
{{L|13}} Danach ging Jesus wieder hinaus ans Meer. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie.  &lt;br /&gt;
{{L|14}} Im Vorbeigehen sah er Levi, den Sohn von Alphäus, an der Zollstelle sitzen und sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ Da stand Levi auf und folgte ihm nach. &lt;br /&gt;
{{L|15}} Als er später in seinem Haus zu Gast war, saßen auch viele Zolleinnehmer und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern am Tisch. Es gab nämlich viele, die ihm nachfolgten.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Doch als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen, dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst er mit Zolleinnehmern und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{L|17}} Aber als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: „Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Fastenfrage))&lt;br /&gt;
{{L|18}} Die Jünger des Johannes und die Pharisäer hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten. Einige Leute kamen zu Jesus und fragten ihn: „Weshalb fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, aber deine Jünger fasten nicht?“&lt;br /&gt;
{{L|19}} Da erwiderte Jesus: „Können die Hochzeitsgäste denn fasten, wenn der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie auf keinen Fall fasten.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Es wird jedoch die Zeit kommen, wenn der Bräutigam nicht mehr da ist. Dann werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Niemand näht einen Flicken aus neuem Stoff auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt der neue Flicken vom alten ab und es entsteht ein noch schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Und es füllt auch niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde der Wein die Schläuche zerreißen und der Wein geht ebenso verloren wie die Schläuche. Jungen Wein füllt man natürlich in neue Schläuche.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Das Sabbatgebot))&lt;br /&gt;
{{L|23}} Einmal, als Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder ging, da fingen seine Jünger an, unterwegs Ähren abzureißen.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Sieh doch, sie tun etwas, das am Sabbat nicht erlaubt ist!“&lt;br /&gt;
{{L|25}} Aber er sagte zu ihnen: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war, in der er und seine Gefährten Hunger hatten? &lt;br /&gt;
{{L|26}} wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes gegangen ist und die geweihten Brote verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf? Er gab auch seinen Gefährten etwas davon.“&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Also ist der Menschensohn auch Herr über den Sabbat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als er nach [einigen] Tagen wieder (zurück) nach Kafarnaum kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „als“) aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wurde bekannt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde bekannt&#039;&#039; W. „wurde gehört“ Oder: „als er wieder … kam, wurde nach einigen Tagen bekannt“ (Collins 2007, 184).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, dass er zuhause (in einem [bestimmten] Haus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zuhause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Die erste Bedeutung ist üblich und somit wahrscheinlicher, auch wenn die andere durchaus möglich ist (Collins 2007, 181; NSS). Denkbar, dass Simons Haus gemeint ist wie in 1,29-34 (Guelich 1989, 81). &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Im Deutschen wäre die etwas freiere Übersetzung „in welchem Haus er sich aufhielt“ besser verständlich. Es geht dann also darum, dass Jesu Aufenthaltsort bekannt wurde, ohne eine Aussage über das nämliche Haus zu machen. Um das zu vermitteln, wurde &#039;&#039;[bestimmten]&#039;&#039; ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war&#039;&#039; W. „ist“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es kamen (sammelten sich) so viele [Leute] zusammen, dass es keinen Platz mehr gab, auch nicht (nicht einmal) vor (bei) der Tür, und er erläuterte (verkündete, sagte) ihnen [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erläuterte [ihnen] seine Botschaft&#039;&#039; W. „sprach das Wort (zu) ihnen“ ([[Imperfekt]]). Ähnlich wie in 4,33 und 8,32 meint die Phrase wohl, dass Jesus ihnen seine &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; (=Wort) erklärte oder predigte (France 2002, 122, ähnlich GNB). In 1,45 meinte „Wort“ die &#039;&#039;Geschichte&#039;&#039; (oder Neuigkeit) des geheilten Aussätzigen. Das Wort steht meist für eine im Kontext bekannte Botschaft, für Redeinhalt. Bei Jesus ist das das Evangelium bzw. die Heilsbotschaft vom nahen Reich/Herrschaft Gottes (wie Mk 1,21; s.a. Mk 4,14 und die dortige Fußnote). Im NT bezeichnet es oft den Inhalt der Verkündigung von Jesus und den frühen Christen, z.B. Apg 6,4; Gal 6,6; Kol 4,3 (Guelich 1989, 84). &#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Duratives [[Imperfekt]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Derweil (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einige Leute] und brachten einen Gelähmten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gelähmter&#039;&#039; (Gr. παραλυτικός) Seine genaue Behinderung ist unbekannt. Wir erfahren nur, dass er nicht laufen konnte und offensichtlich behindert, vielleicht bettlägrig war (vgl. France 2002, 123).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm. Er wurde von vier [Männern] getragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er wurde getragen&#039;&#039; [[Attributives Partizip]], als unabhängiger Hauptsatz aufgelöst. Auch ein Relativsatz wäre möglich („der getragen wurde“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und (Doch) weil (als) es ihnen wegen die Menschenmenge nicht gelang (sie nicht konnten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) es ihnen nicht gelang&#039;&#039; Kausal oder temporal zu verstehendes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Präs.), als Nebensatz mit „weil“ aufgelöst. NSS, NGÜ: „weil sie nicht zu Jesus durchkamen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn zu [Jesus] zu bringen, deckten (entfernten) sie [über der Stelle], wo er war, das Hausdach ab, und ließen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Matte hinab, auf der der Gelähmte lag, nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „nachdem“) aufgelöst und aus stilistischen Gründen nachgestellt. W. etwa „deckten ab... und, eine Öffnung geschaffen habend/schaffend, ließen...“ Man kann es auch modal verstehen: „indem sie … schufen, ließen sie“ Gr. ἐξορύξαντες bedeutet „aufgraben, aufbrechen“. Die Männer gelangten wohl über eine Außentreppe auf das flache Dach. Palästinische Hausdächer bestanden aus Baumstämmen oder Balken, die mit Zweigen und festgetretenem Lehm abgedeckt waren (Lukas 5,17 berichtet auch von Ziegeln), die genaue Konstruktion konnte aber variieren. Auch die Ausleger sind sich nicht alle einig (vgl. die Übersicht bei Blight 2012, 99f.). Je nachdem, ob das Haus tatsächlich auch mit Dachziegeln bzw. einer Art von tönernen Platten belegt war (Lukas könnte die Geschichte für seine südeuropäischen Leser kontextualisiert haben), könnten die Männer das Dach fast gar nicht oder sogar sehr schwer beschädigt haben. Dementsprechend gibt es verschiedene Übersetzungsvorschläge. Der hier vorgezogene versteht das Partizip als temporale Umstandsangabe: 1. Die Männer deckten das Dach ab. 2. Sobald eine genügend große Öffnung da war, ließen sie den Mann herab (so Guelich 1989, 85 und die meisten Übersetzungen). Eine andere Deutung geht von drei Schritten aus: 1. Die Männer deckten das Dach, d.h. die äußere Schicht ab. 2. Dann brachen sie durch das Holz- und Lehmwerk, das sich darunter befand und die Decke bildete. 3. Anschließend ließen sie den Mann hinab (so GNB, ZÜR).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und als Jesus ihren Glauben (Vertrauen) sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sah&#039;&#039; Als temporaler NS aufgelöstes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.). Markus formuliert hier metonymisch (Wirkung für Ursache), denn Jesus sieht natürlich nicht die Gesinnung der Männer, sondern deren Ergebnis. Daher übersetzt ZÜR: „Als Jesus nun ihren Glauben erkannte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten: „[Mein] Sohn (Kind), deine Sünden sind vergeben!“&lt;br /&gt;
{{S|6}} Es waren {aber} einige Schriftgelehrte (Schreiber) da (dort), die  dabeisaßen und [alles miterlebten]. Sie setzten sich (kämpften, überlegten, erwogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dabeisaßen&#039;&#039; und &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; ἦσαν + Partizip umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Hier kommt durch den durativen [[Aspekt]] zum Ausdruck, dass die Schriftgelehrten die Geschehnisse miterlebten. Das ist der Grund für die Einfügung &#039;&#039;[alles miterlebten]&#039;&#039;. Möglich wäre auch eine Formulierung mit einem Adverb wie „unterdessen“, „derweil“, „dabei“. Aufgrund der Einfügung bildet &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; aus stilistischen Gründen nun einen eigenen Satz, wobei zur eleganten Wiedergabe in Verbindung mit &#039;&#039;in Gedanken&#039;&#039; die Ergänzung von &#039;&#039;[mit Jesu Worten]&#039;&#039; notwendig wurde. EÜ dagegen: „dachten im Stillen“, NGÜ: „lehnten sich innerlich dagegen auf “.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in Gedanken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in Gedanken W. „in ihren Herzen“. In der damaligen Kultur galt das Herz als der denkende und fühlende Körperteil. Noch schöner wäre die Formulierung „gedanklich“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[mit Jesu Worten] auseinander: &lt;br /&gt;
{{S|7}} „Warum redet der so?&lt;br /&gt;
Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott (einem – Gott)?“{{par|Deuteronomium|6|4}} &lt;br /&gt;
{{S|8}} Und Jesus erkannte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erkannte … darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-kausal), hier – mit sofort – gleichzeitig verstanden, wobei darum auf den kausalen Sinn hinweist. Vorzeitig: „Jesus hatte sofort erkannt“ (vgl. NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Geist&#039;&#039; Die Formulierung spielt vielleicht einfach auf den kognitiven Prozess an wie &#039;&#039;{bei sich}&#039;&#039; (V. 8) und „in ihren Herzen“ (siehe Fußnoten zu V. 6.8) (NSS). Es ist jedoch bemerkenswert, das im AT nur Gott die Gedanken der Menschen kennt (z.B. 1Kö 8,39; Jer 11,20, nach Pesch 1976, 159). Dass Jesus ihre Gedanken lesen kann, sollte ihn zusammen mit der folgenden Heilung gegenüber den Schriftgelehrten klar als von Gott gesandt auszeichnen – und den Vorwurf der Blasphemie so entkräften (Guelich 1989, 88).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sofort, dass sie so {bei sich} dachten, darum sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum habt ihr solche Gedanken?&#039;&#039; W. „Warum denkt/erwägt ihr dies/solche [Gedanken] in euren Herzen?“ Der wesentlich einfachere deutsche Satz scheint genau wiederzugeben, was der (wesentlich schwieriger wörtlich in gutes Deutsch zu übersetzende) griechische Satz meint. Zu „in euren Herzen“ s. die [[#note_n|Fußnote]] zu „in Gedanken“ in V. 6. Die Doppelung „in Gedanken denken“ hat schon dort zu der eleganteren Übersetzung „sie setzten sich in Gedanken [mit Jesu Worten] auseinander“ geführt (s. die entsprechende [[#note_o|Fußnote in V. 6]]), hier lässt sich dieselbe Formulierung aber nicht so übersetzen. NGÜ: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?“, GNB: „Was macht ihr euch da für Gedanken?“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was ist leichter (einfacher) – zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder {zu sagen}: ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘? &lt;br /&gt;
{{S|10}} Aber damit ihr erkennt (wisst), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&#039;&#039; ist Jesu häufige Selbstbezeichnung. Sie taucht hier zum ersten Mal in Mk auf und wird im zweiten Teil des Evangeliums (ab Mk 8) deutlich häufiger auftreten. Ihr Hintergrund ist komplex und ihre Verwendung noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Jesus sich damit nicht als gewöhnlicher Mensch bezeichnet (wie die Phrase in anderen Kontexten auf Hebräisch und Aramäisch zu verstehen ist), sondern sich von anderen abhebt. Nur er hat die außerordentliche Gewalt zur Vergebung der Sünden. In der Wahl der Bezeichnung dürfte der „Menschensohn“ (bzw. „Mann“) aus Dan 7,13-14 eine Rolle gespielt haben, der ewige messianische Macht erhält und dem alle Nationen dienen. Jesus scheint zu seiner Zeit dennoch der einzige gewesen zu sein, der diese Bezeichnung auch als Titel auch für den erwarteten Messias (nämlich sich selbst) benutzte. Der Titel bot wohl auch den Vorteil, dass er nicht dieselben politischen Erwartungen weckte wie andere, geläufigere Messiasbezeichnungen, so wie „Messias“ oder „Sohn Davids“ (France 2002, 127f.; Collins 2007, 187ff.). (Guelich 1989, 90 meint dagegen, dass Jesus wenigstens an dieser Stelle die Bezeichnung als rhetorische Alternative zu „ich“ benutzt.) Jesus gibt den Schriftgelehrten ein Rätsel auf. Wenn sie den alttestamentlichen Bezug seiner Aussage verstehen, erkennen sie auch seinen Anspruch (Collins 2007, 187).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[das] Recht (die Macht, Vollmacht, Entscheidungsgewalt) hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{S|11}} „— sage ich dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; Oder „in dein Haus“&amp;lt;/ref&amp;gt;!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) stand er auf, hob (nahm) umgehend seine Matte auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob auf&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos (erstaunt, außer sich) waren und Gott lobten. Sie riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie riefen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), vielleicht [[Pleonastisches Partizip|pleonastisch]]. Hier als separater Hauptsatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„So etwas haben wir noch nie erlebt (gesehen)!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|13}} Danach (Und) ging [Jesus] wieder hinaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging hinaus&#039;&#039; Jesus verließ das Haus und die Stadt Kafarnaum, wo er sich gerade aufhielt ([[Markus_2#s1|Mk 2,1]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, ans (an ... entlang) Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist der See Gennesaret (bei Markus: „Meer von Galiläa“, vgl. 1,16), an dessen Ufer Kafarnaum lag. Wer Markus von Anfang an liest, stellt diesen Bezug hier mühelos her.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm, und er lehrte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; und &#039;&#039;lehrte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] beschreibt passend die beiden andauernden Prozesse: Das Zusammenkommen einer Menschenmenge und Jesu Lehren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und im Vorbeigehen (als er vorbeiging/vorüberging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (temporal), hier als Präpositionalphrase übersetzt. Auch möglich: „als/während er vorbeiging“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Levi, den [Sohn] von Alphäus, an der Zollstelle (Zollhaus, Zoll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zollstelle&#039;&#039; Kafarnaum lag an der Grenze zwischen den Tetrarchien von Herodes Antipas und Herodes Philippus, weswegen man hier von den Händlern Warenzölle erhob. Die in den Evangelien erwähnten Zöllner (Gr. τελώνης) waren dafür zuständig. Auch Levi gehörte zu den Zollbeamten, die in Antipas’ Auftrag die auf Handelswaren anfallenden Gebühren einsammelten. Kopfsteuern erhob dagegen die römische Regierung (France 2002, 131f.; vgl. Guelich 1989, 100f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah … sitzen&#039;&#039; [[AcP]], mit Infinitiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Folge mir nach!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Folge mir nach!“&#039;&#039; Etwas freier vielleicht auch „Schließe dich mir an!“ Vgl. Mk 1,16-20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da (Und) stand [Levi] auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand auf&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] (Aorist). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und folgte ihm nach.{{par|Markus|1|16}}{{par|Markus|1|18}} &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und {es ereignete sich} [als] er [später]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{es ereignete sich}&#039;&#039; Im Deutschen umschreibt &#039;&#039;[als] er [später]...&#039;&#039; die griechische Satzeinleitung, die aus dem [[Historisches Präsens|historischen Präsens]] γίνεται und einem AcI besteht (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Haus&#039;&#039; Markus meint wohl Levis Haus, in das Jesus eingeladen ist (so auch Lk 5,29), doch es könnte sich aber auch um Jesu Haus (Mk 2,1) handeln, in dem Levi zu Gast ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tisch war (zu Gast war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bei Tisch war (zu Gast war)&#039;&#039; W. „[zu Tisch] lag“. Juden saßen zum Essen für gewöhnlich, doch zu besonderen Anlässen lag man nach dem Vorbild der griechischen Kultur zum Essen an niedrigen Tischen. Offenbar hielt Levi ein Festmahl ab (Guelich 1989, 101; France 2002, 132).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, nahmen auch (und) viele Zolleinnehmer (Zöllner) und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern an der Mahlzeit teil&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen an der Mahlzeit teil&#039;&#039; ist die Übersetzung des Prädikats (wie &#039;&#039;nachfolgten&#039;&#039; [[Imperfekt]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Es waren nämlich viele, die&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die&#039;&#039; Eigentlich „und“, καὶ kann aber auch in der Funktion eines Relativpronomens genutzt werden (BDR §442.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nachfolgten. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Doch (Und) als die Schriftgelehrten (Schreiber) der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Schriftgelehrten der Pharisäer&#039;&#039; ([[Gen. part.]]), der Genitiv zeigt Parteizugehörigkeit an. Nicht alle Pharisäer waren Schriftgelehrte, und nicht alle Schriftgelehrten waren Pharisäer – gemeint sind also die pharisäischen Schriftgelehrten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sahen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern (Zöllnern) aß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aß&#039;&#039; W. „isst“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum&#039;&#039; Die gering verbreitete, aber schwierigste erhaltene Variante ὅτι ist schwer zu deuten. 1. Es könnte eine Kontraktion von τί ὅτι „warum“ (BDR §300.2) sein. 2. Es könnte ein [[ὅτι recitativum]] sein, die Frage lautet dann nur: „Er ist mit Zolleinnehmern und Sündern?(!)“ 3. Schließlich könnte es sich auch um einen Teil der Frage bzw. des Ausrufs handeln: „Dass er mit Zolleinnehmern und Sündern isst!“ (France 2002, 134) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
isst er mit Zolleinnehmern (Zöllnern) und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Aber (Und) als Jesus [das] hörte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … hörte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal als Nebensatz mit „als“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Nicht die Gesunden haben einen Arzt nötig (brauchen), sondern die Kranken (die, denen es schlecht geht).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die, denen es schlecht geht&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst. &#039;&#039;die Kranken&#039;&#039; ist eine geläufige Übersetzung dieser Wendung, die wir auch Mk 1,32.34 und 6,55 verwenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin nicht gekommen, [um] die Gerechten zu rufen (berufen, zusammenzurufen, einzuladen), sondern die Sünder!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|18}} Nun (Und) hatten die Jünger von Johannes und die Pharisäer die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten (fasteten zu dieser Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten&#039;&#039; ἦσαν + Partizip präs. umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Die kursive Übersetzung versucht, das zu umschreiben. Das umschriebene Imperfekt bezeichnet hier entweder den als Angewohnheit gepflegten religiösen Brauch (so Luther, EÜ, ZÜR, NGÜ aü) oder beschreibt einen aktuell stattfindenden Vorgang: &#039;&#039;fasteten zu dieser Zeit&#039;&#039; (im Zusammenhang mit V. 15 dann gerade zu der Zeit, als bei Levi das Gastmahl stattfand), was dann Auslöser der folgenden Frage wäre (NGÜ, GNB, Menge). Allerdings macht Markus keine Angaben zum Anlass des Fastens, und die Kritiker scheinen eher eine grundsätzliche Anfrage zu stellen, als zu fragen, warum sich Jesu Jünger nicht an einem gleichzeitig stattfindenden Fasten beteiligen (Vgl. Collins 2007, 197). Johannes und seine Jünger führten einen spartanischen Lebensstil (Mk 1,6; siehe auch die ähnlichen Texte in Mt 11,16–19; Lk 7,31–35). Einige Pharisäer fasteten neben den jährlichen Fastenzeiten und verschiedenen anderen Anlässen (Trauer, Reue) auch montags und donnerstags (Lk 18,12; Guelich 1989, 109).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und [Leute] kamen und fragten (sagten zu)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; und &#039;&#039;fragten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn: „Weshalb fasten die Jünger von Johannes und die Jünger der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger der Pharisäer&#039;&#039; Da es bei den Pharisäern keine Jünger gab (die Formulierung aber aus rhetorischen Gründen zum Einsatz kommt; France 2002, 138), wäre in diesem Vers die durchgängige Übersetzung „Anhänger“ vielleicht passender.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, aber deine Jünger fasten nicht?“ &lt;br /&gt;
{{S|19}} Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Ja (etwa) können die Hochzeitsgäste des Bräutigams&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hochzeitsgäste des Bräutigams&#039;&#039; Wörtlich: „die Söhne des Hochzeitssaals/Brautgemachs“, eine semitische Bezeichnung für die &#039;&#039;Hochzeitsgäste&#039;&#039; bzw. die Gruppe von Gästen, die den Anhang des Bräutigams bilden und ihm nahe stehen (NSS; Collins 2007, 198f.). Wenn Jesus sich mit dem Bräutigam vergleicht, benutzt er ein Bild, das im AT Gott vorbehalten war (ebd. 199).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie unmöglich (nicht) fasten!&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es werden jedoch Tage kommen, wenn der Bräutigam {von} ihnen weggenommen wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weggenommen wurde&#039;&#039; Das Aorist funktioniert hier wie das Futur 2. Es wäre wohl zu viel in den Vers hineingelesen, wenn man hier einen direkten Bezug zu einem Fasten am Karfreitag (oder dessen eingedenk an allen Freitagen) ausgehen würde, wie das in der Vergangenheit geschehen ist (z.B. formuliert GNB: „dann werden sie fasten, immer an jenem Tag.“). Jesus spricht von einer Zeit, in der er &#039;&#039;schon nicht mehr&#039;&#039; da sein wird, nicht von dem einen Tag, an dem er fortgenommen werden wird (eine Beschreibung, die sich – als erste Todesvorhersage bei Markus – wohl tatsächlich auf seinen Tod bezieht)(Guelich 1989, 112ff.; France 2002, 140).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und dann, an diesem Tag&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tage/Tag&#039;&#039; Wie im AT häufig stehen hier &#039;&#039;Tage&#039;&#039;, wo man auf Deutsch „(eine) Zeit“ sagen würde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Niemand näht einen Flicken [aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&#039;&#039; Das benutzte griechische Adjektiv (im NT nur noch in Mt 9,16) wird meist einfach mit „neu“ übersetzt (Menge, NSS, BA: „ungewalkt“), im Englischen dagegen mit „unshrunken“=„noch nicht eingegangen“ wiedergegeben. Beim Walken wird der „rohe“ Wollstoff in Wasser mit Chemikalien behandelt und gekämmt, geknetet oder geschlagen, wobei man es in die gewünschte Form zieht. So verfilzt das Material, es läuft ein und wird fester und formstabiler. Ein Flicken aus ungewalktem Stoff wird beim Waschen also Einlaufen und so das geflickte Kleidungsstück lädieren (LBD wool; France 2002, 141). &#039;&#039;[aus]&#039;&#039; [[Gen. materiae]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt das eingesetzte Stück (der Flicken) von ihm ab – das Neue vom Alten – und es entsteht ein [noch] schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und niemand füllt jungen (neuen) Wein in alte Schläuche. Ansonsten wird der Wein die Schläuche zerreißen (sprengen) und der Wein ist verloren (geht verloren), wie auch die Schläuche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wein beginnt innerhalb weniger Stunden nach dem Pressen zu gären. Bis der Gärprozess abgeschlossen war, füllte man den Wein damals in Tongefäße oder Lederschläuche. Das bei der Gärung entstandene Kohlenstoffdioxid konnte entweichen, weil man die Gefäße zunächst nicht verschloss (vgl. Hiob 32,19). Neue Lederschläuche waren diesem Druck gewachsen und dehnten sich aus, während alte, brüchige Schläuche dadurch kaputt gehen konnten (LBD, Wine; France 2002, 141f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jungen (neuen) Wein [füllt man] doch (vielmehr) in neue Schläuche.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|23}} {Und es ereignete sich} [Einmal, als]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{Und es ereignete sich} [Einmal, als]&#039;&#039; ἐγένετο „es ereignete sich“ + [[AcI]] versetzt den Leser oder Zuhörer hier wie in V. 15 mitten in einen neuen Handlungsstrang hinein. Καὶ – καὶ „und – und“ scheint semitisierend bzw. in volkstümlichem Griechisch als „als … da“ zu funktionieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er am Sabbat durch die Getreidefelder hindurchging (vorbeiging), da fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren abzureißen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren abzureißen&#039;&#039; Impliziert ist die weitere Information: „und zu essen“ (vgl. NGÜ), wie die Parallestellen Mt 12,1 und Lk 6,1 verdeutlichen. W. „fingen seine Jünger an, [sich] einen Weg zu bahnen, wobei (indem) sie Ähren abrissen.“ Was genau die Jünger taten, wird erst auf den zweiten Blick klar. Man erhält zunächst den Eindruck, dass die Jünger sich einen Weg durch das Feld bahnten, nicht indem sie die Halme flachtraten, sondern indem sie sie einzeln abrissen! Zu diesem Missverständnis tragen gleich zwei ungewöhnliche Phänomene bei. Erstens ist i.d.R. das adv. Ptz. Aor. eigentlich Umstandsangabe und das finite Verb Haupthandlung. Wer den Satz so liest, versteht ihn jedoch falsch. Besser ist es anzunehmen, dass die partizipiale und die finite Form in diesem Fall in einer sprachlichen Eigenheit vertauscht wurden (so BDR §339 Fn 5; NSS). Die wörtliche Übersetzung müsste also etwa so lauten: „während sie [sich] einen Weg bahnten, begannen sie, Ähren abzureißen.“ Das zweite Phänomen betrifft das Verständnis dieser Umstandsangabe, also dem mit „während“ eingeleiteten ersten Satzteil in der soeben zitierten wörtlichen Übersetzung. ὁδὸν ποιεῖν heißt hier nicht „einen Weg bahnen“, sondern ist zu verstehen wie klass. ὁδὸν ποιεῖσθαι „reisen, wandern“ (statt medial wird aktiv formuliert, BDR §310 Fn 3; NSS; Guelich 1989, 119), wie in Ri 17,8 LXX. Die Formulierung wird aus stilistischen Gründen meist adverbial übersetzt (&#039;&#039;unterwegs&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Schau (siehe), was sie [an] einem Sabbat tun: [etwas], das nicht erlaubt ist! (Warum tun sie [an] einem Sabbat, was nicht erlaubt ist?)“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Pharisäer werfen den Jüngern in dieser Episode vor, am Sabbat zu arbeiten, indem sie ernten. Das wäre am Sabbat verboten (Ex 20,8-11; Dtn 5,12-16; Ex 34,21). Die Verletzung der Sabbatruhe galt als einer der schlimmsten Verstöße gegen den Sinai-Bund (Watts 2007, 139). Eine so kleinliche Auslegung des Gesetzes war zu Jesu Zeit in frommen jüdischen Kreisen üblich. Nach dem Exil begannen die Juden, sehr detaillierte Auslegungen des Gesetzes zu erarbeiten, mit Detailregeln für jeden Bereich des Lebens. Indem man sich an sie hielt, sollte man ein unabsichtliches Brechen des Gesetzes oder Verunreinigung möglichst ausschließen können. So regelt das etwa in dieser Zeit entstandene sog. „Damaskus-Dokument“: „Niemand darf am Sabbat aus beruflichen Gründen auf dem (bzw. seinem) Feld unterwegs sein.“ (CD 10,20-21, sinngemäß nach einem engl. Zitat). Weiter heißt es: „Niemand darf am Sabbat essen außer dem, was schon zubereitet ist, weiter nichts, das auf den Feldern liegt“ (CD 10,22-23). Dtn 23,25 beschreibt den Unterschied zwischen dem Pflücken der Ähren und dem Ernten: Ersteres war auch in fremden Feldern erlaubt, Letzteres nicht. Andere Texte verbieten zwar auch das Pflücken am Sabbat, es geht dabei aber um gezielte Ernte. Die Jünger bewegen sich daher innerhalb einer umstrittenen Grauzone, denn streng genommen bereiten sie weder essen zu, noch ernten sie in geschäftlichem Ausmaß (Collins 2007, 201f.). Die Pharisäer sehen darin dennoch einen Bruch des Sabbats, während Jesus seine Jünger gewähren lässt, weil das Gesetz für ihn im Sinne des Menschen auszugelegen ist (V. 27). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Deuteronomium|23|25}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Aber (und) er erwiderte (sagte) {zu ihnen}: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&#039;&#039; W. „Mangel hatte/litt“. In heutigem Deutsch müssen wir entweder etwas allgemeiner (wie vor der Klammer) oder spezifischer (wie in der Klammer) formulieren. Zu unserer Übersetzung vgl. LUT, ELB, ZÜR, MEN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er und die bei ihm Hunger litten (Hunger hatten)? &lt;br /&gt;
{{S|26}} Wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abjatar&#039;&#039; In der herangezogenen Geschichte in 1Sam 21,2-7 ist es nicht Abjatar, sondern dessen Vater Ahimelech, der in Nob die Stiftshütte verwaltet und David aushilft. Erst später (in 1Sam 22,20) tritt Abjatar als dessen einziger überlebender Sohn in Erscheinung, der sich zu David flüchtet, nachdem Saul alle anderen Mitglieder von Ahimelechs Familie im Zorn hat massakrieren lassen. Allerdings war Ahimelech in der Geschichte nicht Hoherpriester, wohl aber später sein Sohn (Collins 2007, 202f.). Die beiden Namen sind schon in 2Sam 8,17 und 1Chr 24,6 vertauscht, was mit dem Bericht bei Markus zusammenhängen könnte. Es gibt verschiedene weitere Erklärungen: 1. Der Name des wichtigeren könnte sich in der Überlieferung der Geschichte von selbst durchgesetzt haben (Collins 2007, 202f.; Guelich 1989, 122). 2. Der Hohepriester Abjatar wird absichtlich erwähnt, entweder weil im Zusammenhang dieser Geschichte auch erzählt wird, wie er Hoherpriester wurde (Jesus benutzt seinen Namen dann als „Stellenangabe“ innerhalb 1. Samuel), oder weil er das Ereignis selbst miterlebte und für Davids Legitimation als König später eine wichtige Rolle spielte (Watts 2007, 141). 3. Aus den unterschiedlichen Versionen könnte zu entnehmen sein, dass beide Priester Doppelnamen hatten (vgl. NSS). 4. Möglicherweise hat Markus’ aramäische Quelle Abjatar nur als „großen Priester“ o.ä. bezeichnet, woraus Markus auf Griechisch unabsichtlich „Hoherpriester“ machte (vgl. France 2002, 146 Fn 52).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus Gottes ging und die geweihten Brote (Schaubrote, ausgestellten Brote)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geweihte Brote&#039;&#039; W. etwa „Brote der Ausstellung“ (appositiver Genitiv), also zu Deutsch „die ausgestellten Brote“. Jesus benutzt hier den Begriff aus der LXX für die aus dem AT bekannten „geweihten Brote“ oder „Schaubrote“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf,&lt;br /&gt;
{{par|Levitikus|24|5|9}}&lt;br /&gt;
und auch denen, die bei ihm waren, [etwas davon] gab?“{{par|1 Samuel|21|2|7}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und er fügte hinzu (sagte) {zu ihnen}: „Der Sabbat wurde für (um … willen) den Menschen geschaffen (gemacht) und nicht der Mensch für (um … willen) den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Also (Daher, sodass) ist der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; Zum Titel s. die [[#note_u|Fußnote zu V. 10]]. Der Titel bezieht sich wie überall im Neuen Testament als Selbstbezeichnung auf Jesus. Es wurde auch für V. 27-28 verschiedentlich vorgeschlagen, dass sowohl „Mensch“ (V. 27) als auch „Menschensohn“ (V. 28) beide dasselbe aramäische Wort übersetzen. In beiden Versen würde Jesus dann entweder von der Menschheit oder in stilistischer Variation von sich selbst sprechen. Oder die Formulierung „Mensch“/„Menschensohn“ ähnelt Ps 8,5, sodass V. 27 vom Menschen, und V. 28 entweder vom Menschen oder von Jesus spricht. Im letzten Fall wäre Jesu Aussage für die Pharisäer nachvollziehbar (so Guelich 1989, 126f.; Collins 2007, 204f.). Doch hätten die christlich denkenden Leser des Evangeliums die Formulierung wohl nicht anders denn als christologischen Titel verstanden – egal wie sie in ihrem ursprünglichen Kontext gemeint war. Es wäre zudem theologisch problematisch, wenn Jesus den von Gott verordneten Sabbat der Willkür des Menschen unterworfen hätte. Und letztlich hätte der Satz nach dieser Deutung lediglich wiederholt, was schon der vorige besagte (Edwards 2002, 96f.). Markus meint daher wohl: Weil Jesus (als der Menschensohn) größere Autorität hat als David, hat er auch die Autorität, den Sabbat zu definieren. Beide sind Gottes Auserwählte, die auf einer von Gott bestimmten Mission sind. So haben jedenfalls Matthäus (12,8) und Lukas (6,5) die Aussage verstanden (France 2002, 147f.; vgl. Collins 2007, 204f.; Edwards 2002, 96f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Herr sogar (selbst, auch) [über] den Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Herr sogar [über] den Sabbat&#039;&#039; κύριός &#039;&#039;Herr&#039;&#039; mit Genitiv heißt „Herr über“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Checkliste_Studienfassung&amp;diff=25179</id>
		<title>Vorlage:Checkliste Studienfassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Checkliste_Studienfassung&amp;diff=25179"/>
		<updated>2017-03-18T11:59:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: F wurde angepasst = keine Dopplung von kurzen Anliegen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;font-size:80%&amp;quot;&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; | [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste für die Studienfassung]]&lt;br /&gt;
! scope=&amp;quot;row&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot; | Erläuterung (Welche Verse durch wen?)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|A. Wer hat &#039;&#039;&#039;welche Verse&#039;&#039;&#039; aus dem Urtext &#039;&#039;&#039;übersetzt&#039;&#039;&#039;? Auf welche &#039;&#039;&#039;Quelle zur Einteilung in Sinnabschnitte&#039;&#039;&#039; wurde zurückgegriffen?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vers 1–12&amp;lt;/u&amp;gt;: Anton&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Einteilung&amp;lt;/u&amp;gt; nach Wolter 2007, S. 145 (Anton)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Übersetzte Verse|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|B. Wer hat &#039;&#039;&#039;welche Verse&#039;&#039;&#039; noch mal am Urtext &#039;&#039;&#039;überprüft&#039;&#039;&#039;?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-3&amp;lt;/u&amp;gt;: Philipp&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Überprüfte Verse|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|C. &#039;&#039;&#039;Alternativen&#039;&#039;&#039;: Häufig können Wörter in einem bestimmten Kontext mehrere denkbare Bedeutungen haben. Sind diese Übersetzungsalternativen möglichst vollständig berücksichtigt?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Daniel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Alternativen|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|D. Manchmal erlauben Textüberlieferung und Satzbau mehrere Übersetzungen,&amp;lt;ref&amp;gt;z.B. mehrdeutige Tempora oder Präpositionen, Aspekte,  manche Partizipien&amp;lt;/ref&amp;gt; oder sie sind nicht direkt übersetzbar.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B. Textkorruption, figurae etymologicae, Genitiv- und Dativverbindungen, historisches Präsens, Einleitungsformeln von Satzfolge&amp;lt;/ref&amp;gt; Sind solche &#039;&#039;&#039;Zweifelsfälle&#039;&#039;&#039; mit einer Fußnote &#039;&#039;&#039;dokumentiert&#039;&#039;&#039;, und steht die wahrscheinlichste Deutung im Haupttext?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-12&amp;lt;/u&amp;gt;: teilweise (Emil)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Zweifelsfälle dokumentiert|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|E. Ist der Studienfassungstext mit Anmerkungen und Fußnoten für die Zielgruppen &#039;&#039;&#039;verstehbar&#039;&#039;&#039;? Braucht es noch &#039;&#039;&#039;erläuternde Fußnoten/Anmerkungen&#039;&#039;&#039;?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;V. 6&amp;lt;/u&amp;gt;: „nach dem Fleisch“ ist noch unklar (Friedrich)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Studienfassung verstehbar|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|F. Für jeden Sinnabschnitt: Wurden &#039;&#039;&#039;zentralen Anliegen&#039;&#039;&#039; (bzw. Gattungen) unterhalb der Studienfassung dokumentiert? (Beispiel für Länge und Stil: [[Markus 1#Anliegen]] )Falls hilfreich, können sie hier kurz zusammengefasst eintragen werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-13&amp;lt;/u&amp;gt;: Ja (Vera)&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel mit sehr langem Anliegen: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-13&amp;lt;/u&amp;gt;: Hier soll die Vollmacht Jesu besonders eindrücklich dargestellt werden (Vera)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Anliegen dokumentiert|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|G. Welche wissenschaftlichen &#039;&#039;&#039;Kommentare&#039;&#039;&#039; wurden zur Kontrolle der Punkte A bis F &#039;&#039;&#039;eingesehen&#039;&#039;&#039;?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 13-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Bovon 1990 (Heinrich)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Kommentare eingesehen|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|H. Mit welchen anderen &#039;&#039;&#039;Übersetzungen&#039;&#039;&#039; wurde &#039;&#039;&#039;verglichen&#039;&#039;&#039;, um alternative Deutungen oder ggfs. Urheberrechtsprobleme zu finden?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: EÜ, NeÜ (Juliett)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Übersetzungsvergleich|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|I. Wann wurden die folgenden Punkte &#039;&#039;&#039;überprüft&#039;&#039;&#039;? - Rechtschreibung; Namen (Loccumer Richtlinien, Gottesname); [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungskriterien#Studienfassung übrige Kriterien]; [http://offene-bibel.de/wiki/%C3%9Cbersetzungs-F.A.Q. Detailregelungen]; Anführungszeichen; geschlechtergerechte Sprache&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Rechtschreibung&amp;lt;/u&amp;gt;: 1.1.2015 (Philipp)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Übrige Überprüfungen|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|J. Welche &#039;&#039;&#039;Arbeitsschritte, Verbesserungen oder Anmerkungen fehlen&#039;&#039;&#039; noch?&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Beispiel: &amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Anmerkung fehlt (Ludwig)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;p&amp;gt;{{{Was fehlt|}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;In dieser Tabelle bitte knapp den aktuellen Stand eintragen. Auf der übrigen Diskussionsseite kann bei Bedarf ausführlicher dokumentiert/diskutiert werden. Siehe auch: [[:Kategorie:Qualität|Qualität]]&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;hr/&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Siehe auch Informationen zu [[Qualitätskriterien]] und [[Hilfe:Status|Status]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick==&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient zur Dokumentation der [[Qualitätssicherung|Arbeitsschritte]], die zum Erfüllen der Übersetzungskriterien nötig sind. Zu jedem Kapitel sollte sie auf der jeweiligen Diskussionsseite eingefügt werden. Ein Kapitel ohne diese Checkliste kann keinen höheren [[Hilfe:Status|Status]] als [[Vorlage:Studienfassung_liegt_in_Rohübersetzung_vor|Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor]] erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erstellen einer Diskussionsseite seht ihr folgendes Wiki-Markup direkt am Anfang der Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = &lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen =&lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort kann die Liste dann weiter bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vers 1–12&amp;lt;/u&amp;gt;: Anton&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Einteilung&amp;lt;/u&amp;gt; nach Wolter 2007, S. 145 (Anton)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-3&amp;lt;/u&amp;gt;: Philipp&lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Daniel&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-12&amp;lt;/u&amp;gt;: teilweise (Emil)&#039;&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;V. 6&amp;lt;/u&amp;gt;: „nach dem Fleisch“ ist noch unklar (Friedrich)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;V. 5&amp;lt;/u&amp;gt;: Schwurformel (Vera)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 13-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Bovon 1990 (Heinrich)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: EÜ, NeÜ (Juliett)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen =&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Rechtschreibung&amp;lt;/u&amp;gt;: 1.1.2015 (Philipp)&lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Anmerkung fehlt (Ludwig)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ergibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vers 1–12&amp;lt;/u&amp;gt;: Anton&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Einteilung&amp;lt;/u&amp;gt; nach Wolter 2007, S. 145 (Anton)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-3&amp;lt;/u&amp;gt;: Philipp&lt;br /&gt;
|Alternativen = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Daniel&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-12&amp;lt;/u&amp;gt;: teilweise (Emil)&#039;&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;V. 6&amp;lt;/u&amp;gt;: „nach dem Fleisch“ ist noch unklar (Friedrich)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;V. 5&amp;lt;/u&amp;gt;: Schwurformel (Vera)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 13-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Bovon 1990 (Heinrich)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: EÜ, NeÜ (Juliett)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen =&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Rechtschreibung&amp;lt;/u&amp;gt;: 1.1.2015 (Philipp)&lt;br /&gt;
|Was fehlt = &lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Vv. 1-17&amp;lt;/u&amp;gt;: Anmerkung fehlt (Ludwig)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlagen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_3&amp;diff=25174</id>
		<title>Diskussion:Markus 3</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_3&amp;diff=25174"/>
		<updated>2017-03-18T11:07:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 1-6 (Hendrik), 7-35 (Thommy B). Perikopen: 1-6, 7-12, 13-19. 20-35 besteht aus mehreren lose vereinten Teilen, die man 20-21, 22-30, 31-35 unterteilen kann (s. die angegebenen Kommentare)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-35: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-35: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert =1-35: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-35: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = Markus&#039; unverkennbarer Stil setzt sich fort. Er benutzt häufig ungewöhnliches Griechisch, das volkstümlich ist. Guelich schreibt zu 7-12: &amp;quot;The question of style [zur Bestimmung traditionellen Materials] becomes moot in view of Mark’s clumsy constructions&amp;quot; (Guelich 1989, S. 142)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Liste der Jünger in 13-19 enthält einige unpassende oder eigenwillige Verbindungen, die auf traditionelles Material schließen lassen, wie den Satz zu Simons Beinamen in 16b, der sich syntaktisch nicht in die Aufzählung einpasst, oder die Jüngernamen im Akkusativ in den folgenden Versen. Die Namensliste wird auch nicht ausdrücklich eingeleitet. In der Studienfassung bleibt die eigenwillige Ausdrucksweise erhalten, in der Lesefassung könnte man vielleicht glätten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Vv. 20-35 benutzt Markus zum ersten Mal eine &amp;quot;sandwichartige&amp;quot; Erzählstruktur, die bei ihm häufiger zu beobachten ist. Das in 20-21 begonnene Ergeignis (die Aktionen von Jesu Verwandten) unterbricht er bis V. 31 mit einem thematisch verwandten Einschub (der Anschuldigung der Jerusalemer Schriftgelehrten, er sei ein Dämonenpaktierer). Die Rahmenhandlung beendet er in V. 31-35. (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;1-35&amp;lt;/u&amp;gt;: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989.&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Weitere zitierte Werke&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bruce Manning Metzger, A Textual Commentary on the Greek New Testament. A Companion Volume to the United Bible Societies’ Greek New Testament (4th rev. ed.), London &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994;&lt;br /&gt;
Wieland Willker, [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/TCG/ An Online Textual Commentary on the Greek Gospels: Mark], Bremen &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt;2013 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-35: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-35: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier dürfen Vorschläge, Rückfragen und andere Diskussionsbeiträge folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Erstübersetzer, kommt bei Fragen zur Überarbeitung gerne auf mich zu! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:20, 22. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status==&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Perikopen (1-6, 7-12) sind jetzt fertig gesichtet und überarbeitet. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:20, 22. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles fertig. Ich mache es wieder wie bei Kap. 1 und 2: Wenn ich innerhalb einer Frist nichts weiter höre, werde ich den Status &amp;quot;erfüllt die meisten Kriterien&amp;quot; setzen, nach einer letzten Lektüre Ende März dann &amp;quot;fertig&amp;quot;. Ich würde mich allerdings sehr freuen, wenn sich jemand an die Lektüre wagt. Die Frist beträgt diesmal eine Woche, nachdem die Rückmeldung kam, ich solle eine kürzere Frist setzen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:53, 24. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hochgesetzt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:07, 3. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==LF==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein zur LF: Ich habe das stellenweise recht frei übersetzt. Teilweise auch, weil ich die Grenzen dessen ausloten wollte, was nach den Kriterien geboten ist. Über Rückmeldung - auch kritische - würde ich mich sehr freuen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 01:38, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Anderen&amp;quot; ist klein zu schreiben!&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JS|JS]] 7. Januar 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht eigentlich. S. [http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/gross-oder-kleinschreibung-von-ein-andere-viel-wenig Duden]: Zulässig ist sowohl das Eine als auch das Andere. Was ich für grammatischen Unfug halte; das &amp;quot;Andere&amp;quot; hat in diesem Fall die syntaktische Rolle eines Substantivs (=&amp;gt; determiniert durch Artikel), Großschreibung ist also m.M.n. viel naheliegender. In Fällen, wo beides geht, schreibe ich daher immer groß (ich setze z.B. auch alle fakultativen Kommata); allein schon, weil&#039;s das Lesen für Nicht-Muttersprachler einfacher macht. Ist das störend? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 18:18, 7. Jan. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ausliefern V. 19===&lt;br /&gt;
für &amp;quot;ausliefern&amp;quot; brauchen wir eine einheitliche Regelung. Ist &amp;quot;ausliefern&amp;quot; allein verständlich? Ich finde nicht. Die meisten kommunikativen Üss haben &amp;quot;verraten&amp;quot;. Ist das allein verständlich genug? Ich bin nicht sicher. Zink zumindest: &amp;quot;Der ihn später an die Priester verkaufte&amp;quot;, vielleicht also nicht?  --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:39, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde je nach Kontext zwischen &amp;quot;ausliefern&amp;quot; und &amp;quot;verraten&amp;quot; wechseln. Hier käme m.E. in beiden Fassungen beides infrage. Der Verrat ist, meine ich, eben eher eine kontextspezifische Übersetzung als eine Denotation, daher habe ich &amp;quot;ausliefern&amp;quot; vorgezogen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:44, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War ja nicht die Frage :)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin mir v.a. unsicher, ob irgendeines von beiden überhaupt verständlich genug für unsere Kriterien ist. &amp;quot;Judas sollte später Jesus ausliefern&amp;quot; - weiß die LF-Zielgruppe dann schon, was gemeint ist? Nein, oder? Sicherer bin ich mir bei &amp;quot;verraten&amp;quot;, aber auch da noch nicht sicher genug. &amp;quot;Judas sollte später Jesus verraten&amp;quot; - was sagt ihr?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unabhängig davon: Kann man überhaupt &amp;quot;ausliefern&amp;quot; i.S.v. &amp;quot;überantworten&amp;quot; ohne Dativergänzung verwenden? Bei absolutem &amp;quot;Ausliefern&amp;quot; denke ich nur an Postboten (&amp;quot;X liefert Y aus&amp;quot;); auch [http://www.dwds.de/?qu=ausliefern DWDS] gibt mir nur aus: &amp;quot;jmdn jmdm/an jmdn ausliefern&amp;quot; (e-valbu hat das leider (noch?) nicht). Im NT wird es aber immer absolut verwendet (&#039;&#039;X liefert Y &amp;lt;s&amp;gt;(an) Z&amp;lt;/s&amp;gt; aus&#039;&#039;). Ist das schon Bibeldeutsch? Ein &amp;quot;Wortvalenz-Biblizismus&amp;quot;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:03, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist für mich gewöhnliches Hochdeutsch. Die Aussage nimmt bewusst einen späteren Abschnitt vorweg. Wenn der Leser sie sich merkt, wird er später verstehen, was gemeint ist. Ansonsten glaube ich, dass der Umstand, dass Judas Jesus verraten hat, in unserer Kultur noch zu den bekanntesten biblischen Fakten gehört. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:51, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 22 Schriftgelehrte===&lt;br /&gt;
bräuchte eine gemeinverständlichere Alternative. Wahlweise &amp;quot;Theologen&amp;quot; oder &amp;quot;Gesetzeslehrer&amp;quot;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:08, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob wir das Wort mit einem einzelnen Begriff wiedergeben könnten. Die Schriftgelehrten hatten nämlich auf dem Land eine andere Funktion als in Jerusalem, wo sie tatsächlich Gelehrte der Heiligen Schrift waren. Auf dem Land waren sie eher sowas wie Notare und Verwaltungsbeamte, soweit ich aus dem Gedächtnis noch weiß. Da würde sich ein einheitlicher Begriff vielleicht besser anbieten, um die Funktionen trotzdem noch in Verbindung zu bringen, so wie die Evangelien dies tun, quasi als t.t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir in diese Richtung (und das kann man ja diskutieren), dann wäre &amp;quot;Schreiber&amp;quot; vielleicht die beste Lösung - mit einem Tooltip oder einer Fußnote. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:51, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mh - ich glaub, bei Schreiber verstünde man als LF-Leser weder &amp;quot;Theologe&amp;quot; noch &amp;quot;Rechtsgelehrter&amp;quot; noch &amp;quot;Notar&amp;quot; (das mit der Notar-funktion ist mir übrigens neu; interesting). Aber wenn sie jeweils unterschiedliche Funktionen hätten, bräuchten wir so und so auch keine einheitliche Wiedergabe, oder? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:10, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Durchsicht===&lt;br /&gt;
* V. 7-8: Geographische Zuordnungen nochmal prüfen (s. Diskussion u.). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
* V. 10: Fußnote zum Imperfekt hinsichtlich der Diskussion unten ergänzen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:23, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
* V. 14: geht der voluntative Relativsatz als Ersatz für einen Finalsatz in Ordnung, oder ist das zu frei? Solche Fragen sind grundsätzlich zu klären. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:51, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Offene Fragen===&lt;br /&gt;
Weil das so viel ist unten, verlinke ich hier die Abschnitte, die aktuell noch geklärt werden müssten.&lt;br /&gt;
* [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Diskussion:Markus_3#V._6:_fassten_Pl.C3.A4ne V. 6: Pläne fassen]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;hina&#039;&#039; in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Diskussion:Markus_3#Jesu_Ma.C3.9Fnahme_in_V._9 V. 9] und [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Diskussion:Markus_3#V._12:_.E1.BC.90.CF.80.CE.B9.CF.84.CE.B9.CE.BC.CE.AC.CF.89_drohen_oder_anweisen.3F V. 12]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Eiferer&amp;quot; in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Diskussion:Markus_3#V._16 V. 16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 2-6===&lt;br /&gt;
====V. 2====&lt;br /&gt;
Hier würde ich mir als LF-Übersetzer eine Fußnote zu &amp;quot;sie&amp;quot; wünschen. In den meisten Bibelübersetzungen wird das frei übersetzt, weil ein Leser mit einem bloßen &amp;quot;sie&amp;quot; nichts anfangen kann (z.B.: B/N, GN: &amp;quot;Die Pharisäer&amp;quot;; HfA, NeÜ, NL: &amp;quot;Seine Gegner&amp;quot;, NGÜ: &amp;quot;Die, die einen Vorwand suchten, um Jesus anklagen zu können&amp;quot;; ALB + BB arbeiten mit einer Fußnote). Aktuell gibt die SF dazu keine Hilfestellung. Ich würde meinen, dass man die Stelle am Besten als impersonalen Plural erklären sollte: &amp;quot;Man beobachtete ihn genau&amp;quot;=&amp;quot;Er wurde scharf beobachtet&amp;quot;. Fußnotenvorschlag: &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;sie achteten genau&#039;&#039; - impersonaler Plural als Passiversatz. Markus identifiziert bewusst nicht &amp;quot;die, die Jesus belauern&amp;quot;, um so den Eindruck einer allgemeinen feindlichen Atmosphäre zu erzeugen. Übersetze: &amp;quot;[Als Jesus wieder einmal in die Synagoge ging und dort auf einen Mann mit einer verkrüppelten Hand stieß,] wurde scharf beobachtet, ob ...&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:24, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Vorschlag. Genau dasselbe habe ich eben erst für Mk 12,1 gemacht. Muss mir bei Mk 3 entgangen sein. Ohne in Kommentare geschaut zu haben: Ist es auch möglich, dass speziell die Pharisäer aus 2,24 und 3,6 gemeint sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein impersonaler Plural wäre durchaus plausibel, weil Markus den mag und häufig einsetzt. An anderen Stellen hat sie &amp;quot;[die Leute]&amp;quot; durchweg als die beste Lösung dafür präsentiert, aber &amp;quot;man&amp;quot; wäre hier auch passend und stilistisch schön. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind ziemlich sicher die Pharisäer, aber es hat ja wahrscheinlich einen Grund, dass Mk eben kein Subjekt namhaft macht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Analyse. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:44, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== V. 3 Steh auf====&lt;br /&gt;
ist doch bestimmt ein Vorbereitungsimperativ (wie hebr. {{hebr}}קוּם{{hebr ende}}, aber so auch bei Aristophanes und Euripides, cf. BDAG, Bed. 1b) wie in Mk 10,49 -&amp;gt; &amp;quot;Auf, [stell dich] in die Mitte!&amp;quot; (daher H-R, PAT, R-S, TAF, ZÜR: &amp;quot;Stell dich in die Mitte&amp;quot;; TEXT: &amp;quot;Auf, trete vor!&amp;quot;). Stand das in keinem Kommentar? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:01, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider nicht, dass ich wüsste. Du meinst, der Imperativ heißt im Effekt &amp;quot;Auf&amp;quot;, &amp;quot;Los&amp;quot;? Wie wäre es mit &amp;quot;Komm&amp;quot;? Das würde im Kontext gut passen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man müsste kein &amp;quot;Stell dich&amp;quot; mehr ergänzen. Finde ich gut. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Fußnote mit Quelle wäre dann m.M.n. aber nötig. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:44, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;Steh auf (Komm!)&#039;&#039; - ἐγείρω wird im Griechischen öfter auch - ähnlich wie hebr. {{hebr}}קוּם{{hebr ende}} - als entsemantisierter Vorbereitungsimperativ verwendet, vergleichbar unserem Deutschen „Auf!,...“, „Los!,...“ etc. Das ist vermutlich auch hier die Bedeutung; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; BDAG. Eine Übersetzung mit „Komm!“ entbindet von der Notwendigkeit, ein &#039;&#039;[Stell dich]&#039;&#039; ergänzen zu müssen und ist auch die von BDAG vorgeschlagene Üs: &#039;&#039;Komm, in die Mitte!&#039;&#039; oder einfach &#039;&#039;Komm in die Mitte!&#039;&#039;.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einverstanden? (Ist mir gar nicht aufgefallen, dass BDAG darunter Mk 3,3 sogar listen) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:52, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderbar! Hervorragend! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:38, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 6: fassten Pläne====&lt;br /&gt;
Da das Verb im Imperfekt steht und du selbst es damit kommentierst, dass das &amp;quot;Pläne schmieden&amp;quot; also vermutlich längere Zeit dauerte, würde ich eine andere Üs. als &amp;quot;Pläne fassen&amp;quot; vorschlagen. &amp;quot;Pläne fassen&amp;quot; ist punktuelle Aktionsart, du deutest aber als durativ. Besser: &amp;quot;beraten, Pläne schmieden&amp;quot;. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:39, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;quot;Fassen&amp;quot; steht eher das Ergebnis im Vordergrund, aber ich würde mir die Aktionsart nicht strikt punktuell vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Übersetzung sollten wie &amp;quot;euthys&amp;quot; (hier: unverzüglich) mit berücksichtigen. Vielleicht wäre eine inchoative Formulierung (&amp;quot;fingen an...&amp;quot;) hier sinnvoll. &amp;quot;Schmieden&amp;quot; würde mir mit einer inchoativen Formulierung dann auch besser gefallen. Ich werd mir die Stelle bei Gelegenheit nochmal anschauen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versteh ich nicht ganz - wg. euthys willst du als inchoativ deuten? Also &amp;quot;Nachdem sie die Synagoge verlassen hatten, begannen die Pharisäer unverzüglich, Pläne zu fassen...&amp;quot;? Versteh ich das richtig? Fände ich gut. Abgesehen wieder von dem &amp;quot;Pläne fassen&amp;quot; - nach meinem Sprachempfinden kann man nicht &amp;quot;damit beginnen, Pläne zu fassen&amp;quot;, weil das eben punktuelle Aktionsart hat. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja genau. :-) Dann sind wir uns einig. Wobei ich nach der Lektüre von France vielleicht doch lieber &amp;quot;Absicht&amp;quot; schreiben würde. Was meinst du?&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;It is not likely that we should take συμβούλιον ἐδίδουν (a unique idiom, for which most MSS substitute the more familiar ποιέω) too strictly as ‘adopting a plan’ in the sense of a formulated strategy for bringing Jesus to trial and death; the succeeding narrative does not suggest anything so definite at this stage, but rather last-minute measures by the Jerusalem authorities at the final Passover (14:1–2, 10–11), following a further resolution to ‘destroy’ Jesus in 11:18. Here we have an agreement in principle that Jesus is to be opposed and, when the time is ripe, silenced. If the agreement is that he is wilfully breaking the sabbath, capital punishment properly follows (Ex. 31:14–15; m. Sanh. 7:4).&#039;&#039; (France 2002, 152)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:54, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was, &amp;quot;Absicht&amp;quot;? Gibst du mal ne Beispielübersetzung? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:35, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielweise &amp;quot;fassten sie die Absicht&amp;quot;, um mit &amp;quot;Absicht&amp;quot; zu arbeiten. Oder wie wäre es mit einem Vorsatz? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:46, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann aber auch nicht &amp;quot;unverzüglich beginnen, eine Absicht/einen Vorsatz fassen&amp;quot;. Hätte ich jedenfalls gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:52, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig, dann müsste man das Imperfekt anders verstehen. Wir können gerne auch beim Pläneschmieden bleiben. Vielleicht fällt uns ja noch etwas besseres ein. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:55, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wäre der Imperfekt denn dann zu verstehen? Mir fällt nichts Gutes ein. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:54, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aspekt ist manchmal sehr schwach ausgeprägt und auch an anderen Stellen in Mk schwer zu erklären. Besser ist aber selbstverständlich eine Lösung, die ihn sinnvoll erklären kann. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:51, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 6: zerstören &amp;lt;-&amp;gt; aus dem Weg räumen====&lt;br /&gt;
Hier hatte ich formuliert:&lt;br /&gt;
: aus dem Weg räumen (umbringen, beseitigen, loswerden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian hat daraus gemacht:&lt;br /&gt;
: zerstören (töten, beseitigen, aus dem Weg räumen, loswerden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Formulierung kommt in Mk mindestens zweimal, ich glaube sogar 4 oder 5 Mal vor, glücklicherweise im selben Kontext und mit demselben Objekt (Jesus). Die Übersetzung müssen wir aber konzertiert in Angriff nehmen, daher will ich das jetzt mal auf den Plan bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Begriff: Nach LN ist dieses Gr. &amp;quot;zerstören&amp;quot; ein sehr allgemeiner Begriff, zu dem es in vielen Sprachen kein direktes Äquivalent gibt. Das Deutsche &amp;quot;zerstören&amp;quot; ist zwar hinsichtlich der Art und Weise oder des Objekts ebenfalls sehr allgemein, gehört meiner Meinung aber zu den Sprachen, wo man sich etwas anderes einfallen lassen muss. Menschen gehören nämlich im Deutschen nicht zu den Objekten, die man zerstört. Höchstens könnte man &amp;quot;vernichten&amp;quot; formulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Lösung (ergänzen könnte man noch &amp;quot;unschädlich machen&amp;quot;) hat mir aber (abgesehen von der Plastizität der Formulierung) sehr gut gefallen, weil sie wie das Griechische offen lässt, ob Jesus nur (etwa durch Rufmord oder Gefangennahme) unschädlich gemacht oder tatsächlich gemeuchelt werden soll (das stand m.W. explizit in mehr als einem Kommentar). &amp;quot;Zerstören&amp;quot; geht mir zu sehr in die letzte Richtung und ist für mich daher spezifischer als nötig. Ganz davon abgesehen ist &amp;quot;zerstören&amp;quot; auch nicht nur semantisch unpassend, sondern auch stilistisch weit unschöner als das, was vorher dastand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&amp;quot;töten&amp;quot; für &amp;quot;umbringen&amp;quot; in der Klammer finde ich gelungen.) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:09, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe das deshalb geändert, weil man jemanden auch &amp;quot;aus dem Weg räumen&amp;quot; kann, indem man ihn z.B. hinter Gittern bringt, apollymi aber ausgesprochen auf Vernichtung bezogen ist - vgl. eben Louw/Nida (das deshalb so allgemein gehalten ist, weil das kein Übersetzungsvorschlag, sondern eine semantische Beschreibung ist), auch BDAG: &amp;quot;Of pers.: Esp. kill, put to death&amp;quot; (darunter auch Mk 3,6 gelistet). Was stilistisch schöneres als &amp;quot;Zerstören&amp;quot; ist natürlich auch möglich; &amp;quot;vernichten&amp;quot; finde ich super, &amp;quot;töten&amp;quot; oder &amp;quot;umbringen&amp;quot; wäre aber auch schon angemessen, hätte ich gesagt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fürchte, ich muss mich geschlagen geben. Die vier Kommentare, in denen ich nochmal nachgeschaut habe, legen es alle klar als &amp;quot;töten&amp;quot; aus. Es ist Markus&#039; Fortführung von Jesu Frage: &amp;quot;Was ist besser, am Sabbat Leben zu retten - oder zu töten?&amp;quot; Zwei meinen sogar, es geht um die Todesstrafe, weil Jesus den Sabbat verletzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vernichten&amp;quot; ist dann für mich in Ordnung, auch wenn ich eine Formulierung mit relativ klarer diebezüglicher Bedeutung wie &amp;quot;beseitigen&amp;quot; eigentlich noch schöner finde. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:47, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;beseitigen&amp;quot; geändert -&amp;gt; erledigt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:36, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 7-12===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geographische Fn in V. 7(-8)====&lt;br /&gt;
Sebastian hat hier hilfreicherweise noch ergänzt, wo sich die entsprechenden Gebiete befanden. Aber kannst du erklären, warum dafür folgende Sätze gelöscht wurden? Die Informationen widersprechen sich ja nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Jesus befand sich in Galiläa, deshalb erscheint es sinnvoll, dass die erste Menge, die ihm direkt folgte, galiläisch war. Die Leute aus den anderen, etwas entfernteren Gebieten kamen erst, als sich die Kunde von Jesu Tätigkeit dorthin verbreitete (V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vers 7====&lt;br /&gt;
In Fußnote [[Markus_3#note_c|c]] ist die Rede davon, dass ELB die „große Menge“ zweimal, das zweite Mal ohne Funktion anführen muss. In der Offenen Bibel findet sich die „große Menge“ aber ebenfalls zwei Mal. --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 15:10, 20. Sep. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vers 8====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sowie der [Gegend]&#039;&#039; Evtl. „sowie aus der [Gegend]“, sofern im Griechischen zulässig und stilistisch sinnvoll. --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 15:10, 20. Sep. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:11, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das meiste gedoppelt gewesen wäre. Nicht gedoppelt wäre einzig &amp;quot;Die Leute aus den anderen [...] Gebieten kamen erst, als sich die Kunde von Jesu Tätigkeit dorthin verbreitete&amp;quot;, aber das steht ja nicht im Text und ich sehe auch nicht, wo er eine zeitliche Abfolge nahelegen würde. Kannsts ja wieder rein machen (aber dann würde ich mich über eine Erklärung freuen, wie du darauf kommst). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Sätze betrafen besonders die Identität und Herkunft der Menge, weil die Verse das nicht deutlich abgrenzen. Ich überlege mal, wie man das noch klarer anbringen kann. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:50, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Jesu Maßnahme in V. 9====&lt;br /&gt;
Meines Erachtens ist eine wörtliche Übersetzung von Jesu Maßnahme, ein Boot bereitzuhalten, nicht möglich. Daher hatte ich formuliert:&lt;br /&gt;
: Und er bat (sagte zu) seine Jünger [dafür zu sorgen], dass ihm wegen der Menschenmenge ein kleines Boot bereitstehen würde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wurde jetzt wörtlicher gemacht:&lt;br /&gt;
: Und er sprach zu seinen Jüngern, damit ihm wegen der Menschenmenge ein kleines Boot bereitstehen würde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Ganz offen gesagt, ich sehe den Vorteil dieser Änderung nicht. &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Sagen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ist im Gr. so neutral belegt, dass man ggfs. auch &amp;quot;bitten&amp;quot; daraus machen kann. Jesus drückt in Mk mehrmals damit Anordnungen aus (aus dem Gedächtnis fällt mir eine Anweisung nach der Heilung des todkranken Mädchens in Kap. 5 ein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. In der Einleitung einer Frage, Bitte, Anweisung oder anderer indirekter Rede ist Gr. ἵνα keine finale Konjunktion, sondern leitet diese ein wie im Deutschen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;dass&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Die Konjunktion auch hier mit &amp;quot;damit&amp;quot; zu übersetzen, ist m.E. ein Missverständnis ihrer Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;&#039;&amp;quot;[dafür zu sorgen]&amp;quot;&#039;&#039;&#039; halte ich für eine sinnvolle Einfügung, weil so ein Zusatz in der deutschen Wiedergabe erforderlich ist. Inhaltlich korrekt ist er auch. Dennoch sehe ich natürlich den Wunsch, möglichst ohne sinngemäße Ergänzungen auszukommen. An dieser Stelle ist mir jedoch keine Übersetzung gekommen, wo die Einfügung verzichtbar wäre. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:33, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 ist ja auch richtig. Aber die wörtlichere Übersetzung ist grammatisch genau so richtig (gegen 2. Vielleicht ist es sogar richtiger - in der Tat ist es ja so, dass diese Verwendung von hina wahlweise als Semitismus oder als Latinismus erklärt wird, weil es &#039;&#039;eigentlich&#039;&#039; keine Objektsätze einleitet. Hier ist es aber problemlos möglich, das &#039;&#039;hina&#039;&#039; als &amp;quot;ordentliches&amp;quot; Griechisch zu lesen.), kommt aber ohne die Einfügung in 3 aus und ist deshalb wörtlicher. Auch ist sie nicht mal (wesentlich) unschöner - &amp;quot;Ich schreibe dir das, damit du meine Änderung verstehst&amp;quot; ist ja stilistisch möglich. Trotzdem würde in einer LF daraus natürlich &amp;quot;bat sie, x zu tun&amp;quot; werden, deshalb sehe ich keinen Nachteil bei der wörtlicheren Wiedergabe. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben jetzt (im Chat, per Siebenthal §252,28 und dem folgenden Zitat von van Iersel) festgestellt, dass hina einen abhängigen Begehrsatz einleitet, sodass mein Punkt 2. korrekt ist. (Ich kopiere mal dein Zitat aus dem Chat:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;van Iersel 1998, S. 35: &amp;quot;The second [latinistic] phenomenon relates to places where the Greek hina is used in the non-final sense of the Latin ut after verbs of speaking, asking, commanding, and the like. Of the thirty-one occurrences of this Latinism in Mark only eight have been preserved in the parallels of Matthew and only four in those of Luke. Where the other synoptics have not left out the passage concerned, the authors of Matthew and Luke usually replace hina with an imperative in direct speech, an infinitive, or another paraphrase. In passages that have no parallel in Mark the hina construction occurs only twice in Matthew and four times in Luke.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siebenthal sagt, im NT und der Koine ist das nicht ungewöhnlich. NSS, A328 stellt fest, dass solche Sätze im NT praktisch nur in Mt, Mk und Joh zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem du mir mit der Funktion von &amp;quot;sagen&amp;quot; zugestimmt hast (die das deutsche &amp;quot;sagen&amp;quot; nicht erfüllt, und m.E. daher falsch übersetzen würde) und auch bei 3. die Lösung nicht schlecht fandest - was würde dann gegen einen natürlichen deutschen Satzbau sprechen? Gerne auch in im Detail anderer Formulierung? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, in Punkt 2 stimme ich dir nicht zu. Jedenfalls nicht ohne Weiteres. Wir hatten darüber übereingestimmt, dass es bei den Synoptikern öfters so verwendet wird. Gleichzeitig hast du zugegeben, dass das kein klassisches Griechisch ist (s. oben van Iersel, auch Turner). Das heißt, du hast hier entweder die Möglichkeit, das als Latinismus und damit als &amp;quot;schlechtes Griechisch&amp;quot; (&amp;quot;dass&amp;quot; zur Einleitung von Objektsätzen) zu bestimmen, oder aber als &amp;quot;ordentliches Griechisch&amp;quot; (&amp;quot;damit&amp;quot; + Finalsatz) zu lesen. Wenn du wieder zur alten Übersetzung zurückänderst, entscheidest du dich ohne Not dafür, das für schlechtes Griechisch halten zu müssen und bist auch noch gezwungen, eine Einfügung zu machen, die bei wörtlicherer Wiedergabe nicht nötig wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist aber so ein Fall, der davon abhängt, wie wir bei der Feinjustierung der SF-Kriterien das Verhältnis von Genauigkeit und Eleganz bestimmen; ich würde das zurückstellen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:33, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achso! Jetzt verstehe ich dein Problem. Du siehst da eine Dichotomie und ich nicht. Zunächst mal steht in Siebenthal gar nichts davon, dass es ein Latinismus ist. Vielmehr ordnet er es in die allgemeine Entwicklung der Koine ein. Das muss nix heißen, es kann immer noch einer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens würde ich eine lateinisch angehauchte Formulierung nicht als schlechtes Griechisch bezeichnen. Wenn ich einfach mal davon ausgehe, dass Markus in Rom entstanden ist, ist das ganz normal, und es handelt sich um eine lokale sprachliche Eigenart. Gut möglich, dass diese Eigenart sich in einer breiteren Entwicklung der Koine wiederspiegelt (um Siebenthal einzuordnen). Das wäre für mich kein Grund, den Satz nicht rein nach Funktion und ganz normal zu übersetzen. NSS empfiehlt zum Beispiel die Übersetzung &amp;quot;dass&amp;quot;. Andere Übersetzungen, die ich jetzt angeschaut habe, machen ausnahmslos einen abhängigen Begehrsatz daraus, entweder mit &amp;quot;dass&amp;quot; oder asyndetisch. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:46, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehst du das wirklich so? Stell dir mal eine kleine deutsche Enklave in, sagen wir, Brasilien vor. Dort sprechen sie alle Deutsch, aber grammatisch portugiesisch gefärbtes Deutsch. Zum Beispiel verwenden sie viel öfter &amp;quot;und&amp;quot; als im Deutschen üblich, oder sie sagen statt &amp;quot;dass&amp;quot; immer &amp;quot;damit&amp;quot;. Penelope zum Beispiel erzählt: &amp;quot;Und ich bin losgegangen und ins Haus gegangen und habe zu ihm gesagt, damit ich das nicht will.&amp;quot; - das wäre für dich kein schlechtes Deutsch? (Das Beispiel beißt sich natürlich insofern mit dem Griechischen, als das Griechische im Unterschied zum Brasilien-Deutschen genau so gut &amp;quot;ordentlich&amp;quot; sein könnte).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass das ins Deutsche natürlich stilistisch besser mit „dass“ zu formulieren ist, hat doch keinen Einfluss darauf, wie das &amp;quot;damit&amp;quot; im Brasilien-Deutschen / das &#039;&#039;hina&#039;&#039; im Griechischen syntaktisch zu bestimmen ist. Und das ist es doch, was die SF zugänglich machen will - jedenfalls, wenn wir das demnächst nicht radikal anders bestimmen. Mei, mei, mei - jetzt weiß ich nicht mal mehr bei der SF, woran ich bin, bis die Diskussion wenigstens mal angelaufen ist :)  --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:02, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf keinen Fall würde ich fehlerhaftes Deutsch formulieren, wenn der Urtext fehlerlos ist. Das gehört für mich in eine Fußnote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits habe ich auch schon im Urtext tatsächlich abgebrochene Sätze im Deutschen abgebrochen, oder in der Offenbarung an Stellen auffälliges Deutsch benutzt, wo etwa falsche grammatische Fälle zum Einsatz kamen (es gibt nämlich die These, dass das wenigstens in einigen Fällen Absicht ist). Doch der jetzige Fall ist ein anderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, du denkst zu sehr im Rahmen einer modernen Schriftkultur. Überleg dir mal, was vor Luther als korrektes Deutsch hätte gelten können! Die einzige mögliche Einschätzung wäre gewesen: Das sagt man in dieser oder jener Region so!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rom sprach man zu dieser Zeit nach meinen Informationen hauptsächlich Griechisch. Es ist für mich plausibel, dass man das Griechisch dort mit einem gewissen lateinischen Einschlag sprach, so ein Phänomen lässt sich noch heute beobachten. Das wäre dann Dialekt oder Lokalkolorit, aber nur weil es nicht attisch ist, heißt das nicht, dass man es als falsches oder schlechtes Griechisch wahrgenommen hätte. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 23:46, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das oben ist ja auch kein fehlerhaftes Deutsch (?). Oder, wovon redest du? - Wenn das kein schlechtes Griechisch ist, wie ist dann zu erklären, wie Mt und Lk mit diesen Stellen umgegangen sind? Selbst, wenn man das als dialektal deuten würde,  wäre es mindestens schlechter Stil (wenn ich auf einmal anfangen würde, in die LF meine bayerischen &amp;quot;gells&amp;quot; und &amp;quot;feis&amp;quot; einzubauen, würdest du das auch korrigieren), aber das ist an dieser Stelle einfach nicht nötig, das so zu deuten. Warum willst du es also so deuten? Denk dir einen deutschen Satz, der sonst einwandfrei ist, aber ein Wort X kannst du entweder (1) als dialektale Wendung Y mit der Bedeutung y oder (2) als standartdeutsche Wendung Z mit der Bedeutung z auslegen und beides funktioniert. Warum sollte man sich dann für (1) entscheiden? Und selbst das ist ja wahrscheinlich ein zu schwaches Beispiel, &amp;quot;nur dialektal&amp;quot; kommt ja von dir (während du gleichzeitig die Semitismen als &amp;quot;rumpeliges Griechisch&amp;quot; bezeichnest). Vermutlich eher der Wahrheit entspricht: &amp;quot;Denk dir einen deutschen Satz, der sonst einwandfrei ist, aber ein Wort X kannst du entweder so auslegen (1) dass es grammatisch falsch / stilistisch schlecht verwendet wird und y bedeutet, oder (2) dass es grammatisch richtig / stilistisch gut verwendet wird und z bedeutet.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:56, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab noch mal ein bisschen recherchiert; will das aus Gründen der Vollständigkeit noch ergänzen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Latinismus fassen es auch BDF §388, offenbar auch Robertson, S. 110f; sicher wieder Ullrich 1912 &amp;quot;Über die Latinismen des Dio Cassius, Nürnberg, S. 26-33 auf. Nach Moulton/Turner 1976: A Grammar of New Testament Greek, Vol IV: Style; S. 23 ist es dagegen ein Aramäismus oder Hebraismus; laut Robertson hielt es aber auch Moulton früher für einen Latinismus (oder vielleicht hat er seine Meinung ja gar nicht geändert; Vol. IV hat ja Turner verfasst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „abhängigen Begehrsätze“ in H/S §272.b scheinen eine andere Konstruktion zu sein, weil sie in anderen Grammatiken immer an andere Verben als (und auch in Hoffmann/Siebenthal nicht) an neutrale Verba dicendi gebunden werden (sondern an sog. „verba volendi“; Liste in [https://archive.org/stream/p1grammatikder02maysuoft#page/315/mode/1up Mayser, S. 315f.] (allerdings natürlich nicht zum NT)). Ich verstehe auch noch nicht ganz, warum das einen anderen syntaktischen Status haben soll als mit neutralen Verba dicendi, aber offenbar wird diese Verwendung von ἵνα als „borderline-phenomenon“ zwischen Einleitung von Ojbektsätzen und Einleitung von Finalsätzen betrachtet, s. z.B. BDF §392; auch Fritzsche, Mayser (Aufschlüsselungen auf S. 245, Link s.o.), Thayer, Winer; Robertson, S. 996 (dort auch: &amp;lt;code&amp;gt;With verbs of exhorting, beseeching, etc., the infinitive was the normal idiom in the ancient Greek. In the N.T. it still occurs twice as often as ἵνα and &#039;&#039;hopws&#039;&#039; together.&amp;lt;/code&amp;gt;). Moulton hält es dagegen für eine Mischung aus Objektsatz und &#039;&#039;Konsekutivsatz&#039;&#039;. Schöne Beispiele in [https://archive.org/stream/p1grammatikder02maysuoft#page/243/mode/1up Mayser, S. 243], natürlich wieder nicht aus dem NT.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Mk 3,9.14 musst du in H/S in §272e schauen. Aber wie gesagt, das funktioniert hier ja nicht, denn wenn das Objektsatz/indirekte Rede wäre, würde nicht προσκαρτερῇ &#039;&#039;bereitstehen&#039;&#039;, sondern ein griechisches Äquivalent für &#039;&#039;bereitstellen&#039;&#039; verwendet, außerdem stünde es nicht in 3. Pers. &#039;&#039;Sg.&#039;&#039;, sd. &#039;&#039;Plural&#039;&#039;. Daher eben z.B. MNT: „Er sprach zu seinen Schülern, damit ein Boot ihm bereitliege wegen der Volksmenge...“ So ist das m.M.n. syntaktisch zu analysieren; wie es zu übersetzen ist, ist eine andere Frage, und also sind wir wieder bei der Frage, wo die Linie zwischen wörtlich und elegant zu ziehen ist. Wird wirklich Zeit, dass wir uns an die SF-Diskussion machen - das ist jetzt schon die vierte Frage nur zu Mk 3, für die das nötig wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei H/S musst du ja außerdem noch zunächst §272a (die „Vorbemerkungen zum Gebrauch von ἵνα o.ä.“) berücksichtigen: &amp;lt;code&amp;gt;„Der Nebensatz mit ἵνα o.ä. hat auch in der Koine (und im NT) &#039;&#039;in erster Linie&#039;&#039; die klass. adverbiale, &#039;&#039;finale&#039;&#039; Bedeutung (&#039;&#039;damit, um - zu&#039;&#039;, §278) und steht schon so mit dem Inf. teilweise in Konkurrenz (§220). In der &#039;&#039;nachklassischen&#039;&#039; Zeit hat sich die Vertauschbarkeit der beiden Konstruktionen ständig ausgedehnt; der ἵνα-Satz hat dabei seine Bedeutung über seinen rein finalen Bereich hinaus erweitert (s. Konsekutivsatz, §279) und konnte in der Koine schliesslich den &#039;&#039;Inf.&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;AcI&#039;&#039; fast überall &#039;&#039;ersetzen&#039;&#039;, wo dessen Inhalt als &#039;&#039;beabsichtigte&#039;&#039; oder &#039;&#039;eintretende Folge&#039;&#039; [Also auch das: finale oder konsekutive Verwendung] aufgefasst werden konnte (§213c; bei Tatsachen dafür &#039;&#039;hoti dass&#039;&#039; o.ä., §271) [...].“&amp;lt;/code&amp;gt; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:10, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird jetzt etwas ungeordnet, weil ich gerade sehr zerstreut bin. Wappne dich. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das klarzustellen: Ich bin gegen deine Übersetzung, weil sie inhaltlich nicht besonders sinnvoll ist. Das ist auch den anderen Übersetzungen zu entnehmen (wie schon angeführt). Der NS ordnet den Satz übrigens in die gleiche Kategorie ein (oder korrekter: zumindest empfiehlt er die Übersetzung &amp;quot;dass&amp;quot;, aber m.W. mit Verweis darauf), und da Siebenthal meines Wissens den Evangelienteil des NSS verfasst hat, haben wir es mit dem gleichen Autoren zu tun wie in der Grammatik. &amp;quot;Sagen&amp;quot; ist zwar in sich ein neutraler Begriff, aber drückt hier doch klar einen Wunsch oder eine Aufforderung aus. Erinnern wir uns, dass solche Kategorien (wie &amp;quot;verbum dicendi&amp;quot; und &amp;quot;verbum volendi&amp;quot;) Hilfsmittel sind, um diese Verben in einer Gruppe zu behandeln. Wenn ein Wort im normalen Gebrauch zu beiden Zwecken verwendet wird, zeigt sie die Trennung als künstlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Griechisch muss ja weder rumpelig noch dialektal sein. Es ist einfach eine sprachliche Entwicklung, die (vielleicht aufgrund des Lateinischen) in Markus schon sichtbar ist. Die anderen Evangelisten finden das merkwürdig und ändern es. Die Übersetzung hängt für mich davon ab, ob das für den Autor und die unmittelbaren Leser normale Sprache war - und davon ist auszugehen. Sprachliche Besonderheiten wie Dialekte lassen sich ja allgemein schlecht in eine andere Sprache übertragen, diese Option würde hier daher ausfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist der Unterschied zwischen &amp;quot;bereitstehen&amp;quot; und &amp;quot;bereitstellen&amp;quot; auch aufgefallen. Ich würde den Nebensatz auch final verstehen, von daher verstehe ich deine Übersetzung - und jetzt auch, warum du den Satz anders einordnen möchtest. Du willst darauf hinaus, dass der Nebensatz keine indirekte Rede ist, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will zur Einordnung einfach mal keine Aussage treffen (wegen Zerstreuung) und behaupten, dass meine Übersetzung aus pragmatischen Gründen in jedem Fall richtig ist. Einfach weil &amp;quot;jemandem sagen, damit&amp;quot; kein richtiges Deutsch ist, zumindest wenn man es wie hier mit einer indirekt formulierten Aufforderung zu tun hat. Oder kannst du mir erklären, wie Jesus mit dem Ziel, ein Boot bereitstehen zu haben, mit den Jüngern sprechen sollte (die dafür sorgen könnten), ohne sie dazu aufzufordern? Oder verstehe ich hier deine Interpretation falsch? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:24, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen deine Übersetzung als Übersetzung würde ich auch nie was sagen, und dass sie den Sinn trifft, ist doch klar. Ebenso, dass sie für die LF definitiv vorzuziehen ist - &amp;quot;Zu jemandem sprechen, damit&amp;quot; (meine Version, nicht &amp;quot;jemandem sagen, damit&amp;quot; - denn das wäre wirklich falsch) ist zwar schon richtiges Deutsch, aber auch dafür würde ein heutiger Deutschsprecher tendenziell eher &amp;quot;sagen, dass&amp;quot; machen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber darum gehts doch nicht. Es geht darum, dass, wenn du das auch in der SF so übersetzt, du einfach unkommentiert die Satzsemantik ändern und aus einem Finalsatz einen Objektsatz machen würdest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du mal den entsprechenden NSS-Abschnitt hier einfügen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:19, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 10, FN r====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;heilte&#039;&#039; und &#039;&#039;hatten&#039;&#039; Markus benutzt das [[Imperfekt]], um die anhaltende Situation zu beschreiben. Das setzt sich bis V. 12 fort.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;heilte&amp;quot; ist nicht Imperfekt, sondern Aorist; &amp;quot;eichon&amp;quot; ist zwar Imperfekt, lässt sich aber nicht mit den Imperfekten in Vv. 11f in einen Topf schmeißen, weil es sich in V. 10 auf eine andere Zeitsphäre bezieht als V. 11f (V. 10: &amp;quot;[jene], die (fortwährend) Qualen hatten&amp;quot; = &amp;quot;jene, die (schon lange) unter Qualen litten&amp;quot;. Vv. 11f dagegen ist es progressiv/iterativ: &amp;quot;[Die ganze Zeit, wären der er das tat,] fielen die unreinen Geister vor ihm nieder ..., schrien ..., er verbot...&amp;quot;). Außerdem steht die FN am falschen Wort. Ich hätte gesagt, die gehört ganz raus, aber ich trau mich nicht, so viel in deiner Übersetzung rumzupfuschen, deswegen lasse ich sie einstweilen mal stehn. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:37, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mit &amp;quot;heilte&amp;quot; ist ein Fehler. Der Locus auch. Was habe ich da gemacht?? Aber warum verortest du V. 10 und 11 in anderen Zeitsphären? Sie beschreiben beide dieselbe Situation. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe &amp;quot;heilte&amp;quot; entfernt und die Fußnote verschoben. Eine Antwort würde mich trotzdem noch interessieren! Wenn sie sachlich falsch ist, sollte die Info hier schließlich nicht stehen bleiben. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:33, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe nicht gemeint, dass V. 10.11 in us. Zeitsphären stehen, sondern nur das &amp;quot;Qualen Leiden&amp;quot; einerseits und das &amp;quot;Niederfallen&amp;quot; + &amp;quot;Schreien&amp;quot; + &amp;quot;Verbieten&amp;quot;. Das &amp;quot;Qualen Leiden&amp;quot; hat schon begonnen, lange bevor Jesus mit seiner Heilaktion am See angefangen hat und dauert bis zur Heilung. Das &amp;quot;Niederfallen&amp;quot; + &amp;quot;Schreien&amp;quot; + &amp;quot;Verbieten&amp;quot; dauert nur für die Dauer seiner Heilaktion. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt. Dann müsste man die Fußnote präzisieren. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:23, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 11: fielen vor ihm nieder====&lt;br /&gt;
ist doch sicher konatives Imperfekt, sonst wäre Jesu Verbot in V. 12 vergebliche Liebesmüh. &amp;quot;Und wann immer ein unreiner Geist ihn erblickte, wollte er vor ihm niederfallen und ausrufen „Du bist der Sohn Gottes!“ - aber er verbat es ihnen.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:27, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr interessante Deutung. Dazu würde ich gerne nochmal recherchieren und den Kontext analysieren. Wenn es dann keine Einwände gibt, würde ich dir recht geben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:48, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 12: ἐπιτιμάω drohen oder anweisen?====&lt;br /&gt;
Wie die Fußnote eigentlich erklärt, droht Jesus den Dämonen nicht, sondern gibt ihnen bindende Anweisungen. Daher verstehe ich die Änderung von &amp;quot;verbieten/anweisen&amp;quot; zu &amp;quot;drohen&amp;quot; nicht. ἐπιτιμάω heißt im Mk eigentlich niemals &amp;quot;drohen&amp;quot;, zumindest soweit ich bisher gekommen bin (bis einschl. Kap. 11). Die Übersetzung wird auch entsprechend selten vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtiger ist aber, dass wir ἐπιτιμάω in Mk an mehreren Stellen gleich übersetzen und daher die Übersetzung absprechen sollten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 19:38, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist wahr, das habe ich nicht beachtet. Ich wollte nur die stilistische Änderung von Positiv nach Negativ vom Fließtext in die FN verschieben, um den Fließtext wörtlicher zu machen. Ich mache &amp;quot;befahl&amp;quot; draus. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:10, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach so. In V. 12 hatte ich deshalb nach &amp;quot;drohte&amp;quot; statt &amp;quot;befahl&amp;quot; geändert, weil man dann wieder &amp;quot;damit&amp;quot; wörtlich übersetzen kann und der eigentliche Sinn ja in der FN erläutert ist. Reicht die Erläuterung in der FN nicht? Wenn nicht: Fällt dir für den Fließtext was Passenderes ein, wo man &amp;quot;damit&amp;quot; beibehalten kann? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:25, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rolle von hina haben wir weiter oben (V. 9?) geklärt. Dann kann ich das rückgängig machen, oder? :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:05, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe dort. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:34, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber anders als oben ist hier der Fall doch klar. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:35, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso, ist doch der gleiche Fall? Hier würde zwar der Rest der Syntax mitspielen, wenn man hina als &#039;&#039;dass&#039;&#039; deuten will, aber genau so gut möglich wäre ja wieder, das als Finalsatz zu lesen (Du musst ja griechisch denken, im Griechischen ist es möglich, &amp;quot;befehlen&amp;quot; mit der &amp;quot;damit&amp;quot;-Partikel zu konstruieren). Also gleiches Problem: Entweder deutest du als Latinismus und also den NS als Objektsatz oder du deutest als &amp;quot;ordentliches Griechisch&amp;quot; und also als Finalsatz; wieder wäre es vom Sinn her das gleiche und würde wieder zur selben Übersetzung führen - einzig, wie &#039;&#039;hina&#039;&#039; zu analysieren ist, ist wieder die Frage. (Deshalb auch hier wieder MNT: „Und anfuhr er sie viel, damit sie nicht in offenbar machten.“) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:26, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Abschnitt von der Berufung der Jünger (13-19)===&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt war es stellenweise besonders schwierig, der griechischen Ausdrucksweise treu zu bleiben und gleichzeitig verständlich zu formulieren. Ich würde mich sehr über einige Rückmeldungen und auch Verbesserungsvorschläge zu dieser Perikope freuen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:23, 23. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 14====&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;die er bei sich haben und die er aussenden [wollte]&#039;&#039; (vgl. EÜ, NGÜ, GNB) Der doppelte Relativsatz mit eingefügtem [wollte] übersetzt den griechischen doppelten finalen Nebensatz (mit zweifachem ἵνα „damit, um zu“). Diese Umformulierung ist notwendig, um die finalen Infinitivsätze (um zu predigen und V. 15), die die beiden finalen Nebensätze modifizieren, noch in vernünftigem Deutsch wiedergeben zu können. Als finaler Nebensatz könnte man sonst auch direkter übersetzen: „um bei ihm zu sein und um sie auszusenden“ &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man doch relativ leicht wörtlich übersetzen? - &amp;quot;Diese machte er zu den (berief er als die) &amp;quot;Zwölf&amp;quot;, auf dass sie bei ihm seien und auf dass er sie zum Verkündigen aussenden könnte.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:41, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wenn man es nicht vermeiden möchte, mit einem an dieser Stelle fürchterlich veralteten Konjunktiv und dem ebenso veralteten &amp;quot;auf dass&amp;quot; zu arbeiten. Beides wären übrigens Fälle, die ich auf die Ersatzwörter-Liste stellen würde. So eine Formulierung gehört für mich zentral zu dem Antrieb, warum ich selbst bibelübersetze. Weil man es heutzutage besser machen kann. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:39, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, klar, ist alt und nichts für die LF. Für die SF würde es dein &amp;quot;wörtlich&amp;quot;-Problem lösen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:47, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich stellt sich die Frage, wie leicht verständlich es heute noch ist, dass &amp;quot;auf dass&amp;quot; final gemeint ist. (Aber man könnte in dem Fall doch auch einfach &amp;quot;damit&amp;quot; schreiben, oder?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Diskussion aber für beinahe müßig (nur um meine Position darzulegen, nicht um dir das Wort abzuschneiden!). Der voluntative Relativsatz drückt dieselbe finale Sinnrichtung ebenfalls in einem Nebensatz aus. Das ist für mich auf der gleichen Stufe, wie einen Genitiv als Präpositionalfrage &amp;quot;von xx&amp;quot; zu übersetzen (was im Englischen beispielsweise ganz normal ist: &amp;quot;basileia theou&amp;quot; wird zu &amp;quot;kingdom of God&amp;quot;, und auf Ungarisch muss man das Genitiv-Verhältnis mit Dat+Possessivsuffix ausdrücken, wie in deutschen Dialekten &amp;quot;dem Fritz sein Haus&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht mir wirklich nicht darum, die Diskussion zu unterdrücken, aber das ist der Grund, warum ich solche behutsamen Anpassungen in der Studienfassung vornehme. Ich habe in den letzten Monaten mehr als einmal gehört, dass die Studienfassung unpraktikabel und künstlich wäre, weil sie so genau sein möchte. Da sind sicherlich auch Missverständnisse mit eingeflossen, aber beim Lesen erhalte selbst ich als daran gewöhnter Übersetzer häufig das Gefühl, dass dieser Text mit allen seinen Klammern und Fußnoten schwer leserlich ist. Erfreulicherweise zerstreut sich der Eindruck dann beim Lesen einer gut gemachten Studienfassung doch. Aber diesen Eindruck, den müssen wir bekämpfen, wenn wir potenzielle Leser nicht abschrecken wollen. Möglichst natürliche Sprache bei größtmöglicher Präzision, und völlig ohne altbackene Elberfelderei, gehört für mich zu den größten Reizen unserer Studienfassung. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht steht es mal an, dass wir auf einer grundsätzlicheren Ebene klären, wie wir in solchen Fällen verfahren sollten. Wir haben das schlicht noch nie genau untersucht, wie weit wir es mit dem Wörtlichen nehmen wollen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:18, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;damit&amp;quot; wäre auf jeden Fall nicht so altbacken wie &amp;quot;auf dass&amp;quot;, aber auch die Konstruktion &amp;quot;damit + Konjunktiv&amp;quot; ist ja veraltend (Übrigens merke ich das gar nicht so, wenn ich veraltende Konstruktionen verwende, weil ich so viele alte Bücher lese. Ist gut, wenn du mich drauf stößt). Natürlich bedeutet die aktuelle Fassung sinngemäß das Gleiche, aber es ist eben anders konstruiert als der griechische Text. Und sinngemäße Wiedergabe ist Sache der LF. Von daher halte ich das nicht für müßig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber du hast Recht, auch das gehört zum Bereich &amp;quot;Feinjustierung der SF-Kriterien&amp;quot; - stellen wirs zurück (aktuell steht ja deine freie Üs. noch drin). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:45, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne, lass es uns zurückstellen. Danke für dein Verständnis. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:51, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fußnote [[Markus_3#note_ae|ae]]: „Als finaler Nebensatz“ oder „Als finalen Nebensatz“? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 15:10, 20. Sep. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 16====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. 16 habe ich die Diskussion aufgeteilt, bin aber nicht hundertprozentig sicher, ob sich Bens erster Antwort-abschnitt wirklich auf den ersten Vorschlags-abschnitt beziehen sollte. Wenn nicht, kannst dus ja wieder umschichten, hm? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:15, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====... Sohn des...=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde aus &amp;quot;Jakobus, den Sohn des Zebedäus&amp;quot; und &amp;quot;Jakobus, den Sohn des Alphäus&amp;quot; hier lieber wie NeÜ &amp;quot;Jakobus ben Zebedäus&amp;quot; und &amp;quot;Jakobus ben Alphäus&amp;quot; machen. Die Patronyme fungieren hier ähnlich wie Nachnamen und sollen die beiden Jakobusse eindeutig identifizierbar machen (ebenso wie der Beiname &amp;quot;der Eiferer&amp;quot;  den zweiten Simon von Simon Petrus abgrenzen soll). Weil man im Deutschen keine kai-Reihung machen kann wie im Griechischen, würde ein &amp;quot;der Sohn des X&amp;quot; zu einem weiteren Kommaglied führen (&amp;quot;Matthäus, Thomas, Jakobs, der Sohn des Alphäus, Taddäus&amp;quot; - das ist missverständlich). Vielleicht ist das aber eher was für die LF. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:25, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daran habe ich auch schon gedacht. Ich würde das Ganze besser zentral in der Terminologie diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:39, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Eiferer=====&lt;br /&gt;
Für &amp;quot;Eiferer&amp;quot; fände ich besser &amp;quot;der Eifrige&amp;quot;, wenn man der Deutung in deiner FN folgt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:25, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Eifrig&amp;quot; hat keine religiöse Konnotation. &amp;quot;Eiferer&amp;quot; schon eher. Ich gebe aber zu, dass ich mit &amp;quot;Eiferer&amp;quot; auch nicht wirklich glücklich bin. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:39, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Eiferer&amp;quot; vgl. Pfeifer, Etymologisches WB: &amp;lt;code&amp;gt;Das Substantiv &#039;&#039;Eifer&#039;&#039;, zuerst in der 2. Hälfte des 15. Jhs. für &#039;Eifersucht&#039; [...], findet durch Luthers Bibelübersetzung Eingang in die nhd. Literatursprache. Luther verwendet es mit der Bedeutung &#039;aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung&#039; zur Wiedergabe von griech.-lat. &#039;&#039;zelus&#039;&#039; und begründet diese Entscheidung ausdrücklich. Hieraus geht der heutige Gebrauch hervor, während der ursprüngliche Sinn &#039;Eifersucht&#039; im 18. Jh. zurücktritt.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt; Daher DWDS: &amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Eiferer&#039;&#039;&#039;: abwertend: jmd., der gegen, für etw., jmdn. eifert. Ein religiöser, frommer, fanatischer, finsterer, engstirniger, wilder Eiferer.&amp;lt;/code&amp;gt; Auch OpenThesaurus gibt als Oberbegriffe an: &amp;quot;Unsympath&amp;quot; und &amp;quot;unangenehme Person&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist erstens Bibeldeutsch, geht zweitens darauf zurück, dass man Simon wirklich als Zeloten deutete und trifft drittens nicht die Bedeutung, die du in der Fußnote bestimmst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
-&amp;gt; Ich bin gegen &amp;quot;Eiferer&amp;quot;. Wenn der Wortstamm beibehalten werden soll, fände ich &amp;quot;der Eifrige&amp;quot; wirklich besser, aber wenn es eine Wiedergabe dessen sein soll, was du in der FN schreibst, hätte ich eher zu etwas gegriffen wie &amp;quot;der Fromme&amp;quot;. Das ist aber wieder nur so ein Mini-Ding, kann man ruhig zurückstellen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:18, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oha! Die negative Konnotation war mir zwar bewusst, aber ich dachte, dass dem Leser klar wäre, dass sie hier nicht vorhanden ist. Dann gefällt mir &amp;quot;der Fromme&amp;quot; ebenfalls besser. Oder was hältst du von &amp;quot;der Ergebene&amp;quot; oder [http://synonyme.woxikon.de/synonyme/fromm.php etwas anderem]? Meinst du, uns fällt ein noch treffenderes Wort ein? (Mir sonst nur &amp;quot;religiös&amp;quot;, aber das wäre anachronistisch.) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:38, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist mir auch erst gar nicht aufgefallen. Das Problem bei jedem OfBi-bler ist halt, dass er in der Bibel &amp;quot;drin&amp;quot; ist und deshalb so was wie die Rede von &amp;quot;Simon, dem Eiferer&amp;quot; gut kennt, und deswegen leicht übersieht. Wir bräuchten eigentlich Testleser, die gar keinen Bock auf die Bibel haben...&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich hab jetzt vorsichtsheitshalber noch mal meine Schwester gebeten, mir &amp;quot;ein Eiferer&amp;quot; zu umschreiben - und dann kam &amp;quot;jemand, der sich ereifert&amp;quot;. Natürlich, das versteht man heute unter &amp;quot;Eiferer&amp;quot;, wenn man Simon nicht kennt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich finde &amp;quot;fromm&amp;quot; eigentlich ziemlich gut, aber vielleicht ist &amp;quot;fromm&amp;quot; ja falsch in meinem Kopf: Wenn ich &amp;quot;fromm&amp;quot; höre, denke ich &amp;quot;etwas frömmlerische religiöse Person&amp;quot;. Ähnlich DWDS; die ersten beiden Bed. da sind: (1) &amp;quot;Gott ganz ergeben, gottesfürchtig: ein frommer Mensch&amp;quot;; (2) &amp;quot;übertrieben gläubig, bigott: ein frommer Eifer&amp;quot;. Ist doch total das, was wir suchen - oder was stört dich? Dass es alt klingt? Und würde das nicht doch zu weit gehen für die SF? &amp;quot;Simon, der Fromme&amp;quot;? &amp;quot;Simon, der Ergebene&amp;quot;? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:40, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vers 18====&lt;br /&gt;
In Fußnote [[Markus_1#note_ai|ai]]: „Das ist Aramäisch“ oder „das ist aramäisch“? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 15:10, 20. Sep. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 19, FN ai====&lt;br /&gt;
Die sicarii stammen aus einer anderen Zeit als die Zeloten (40er-50er Jahre, wenn ich das richtig auswendig weiß). Die beiden Parteien darf man nicht so leicht in einen Topf werfen; Horsley/Hanson haben darüber kürzlich (1985) ne Monographie geschrieben. Ich würde die Klammer entfernen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:33, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fußnote wirft die beiden doch gar nicht in einen Topf, oder? Den Vorschlag mit dem sicarius habe ich ja auch als Problematisch bezeichnet. Sollte man das noch ausführen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:39, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Oder er stammt aus Judas&#039; angenommener Vergangenheit als jüdischer Freiheitskämpfer und leitet sich von Lat. &#039;&#039;sicarius&#039;&#039; &amp;quot;Mechelmörder&amp;quot; ab (ähnlich wie bei einem anderen Jünger, Simon dem Zeloten).&amp;quot; - das parallelisiert sie schon. Aber jetzt sehe ich auch, was du gemeint hast: Das ist natürlich zu Recht parallelisiert, wenn Simon wirklich als Zelot und Judas als Sicarius dargestellt werden soll. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:50, 1. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 21====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Grosvenor/Zerwick: Impersonaler Plural=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;akouein&#039;&#039; hat kein Objekt. Grosvenor/Zerwick analysieren deshalb so: &amp;quot;Gehört habend (oder mit BDAG: &amp;quot;Informiert worden seiend&amp;quot;) machten sich Jesu Angehörige auf den Weg, um ihn festzuhalten.&amp;quot;; dann deuten sie &#039;&#039;elegon&#039;&#039; als impersonalen Plural &#039;&#039;man sagte/erzählte sich&#039;&#039;, und &#039;&#039;gar&#039;&#039; zeige an, dass der Nachsatz erklären soll, warum sie ihn festsetzen wollen; sinngemäß also: &amp;quot;Nachdem sie informiert worden waren, machten sich seine Angehörigen auf, um ihn zurückzubringen, weil man sich erzählte/die Leute erzählten, Jesus sei verrückt geworden.&amp;quot;, oder freier: &amp;quot;Weil sie darüber informiert worden waren, dass man sich erzählte, Jesus sei verrückt geworden, machten sich...&amp;quot;, oder noch freier: &amp;quot;Weil ihnen zu Ohren gekommen war, Jesus sei verrückt geworden, machten sich...&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als impersonalen Plural deuten auch Kleist, Knabenbauer, Lagrange, Lohmeier, Streeter, Turner, van Iersel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alternativ müsste man &amp;quot;davon&amp;quot; einfügen, aber worauf soll dieses &amp;quot;davon&amp;quot; sich beziehen? Darauf, dass er in ein Haus gegangen ist, dass eine Menschenmenge sich bei ihm versammelt hat oder dass er nicht mal zum Essen kommt (dies letzte übrigens KAR: &amp;quot;Nach dem Zusammenhang war dies gut gemeint, etwa: &amp;quot;Es ist doch höchst unvernünftig, sich so auszugeben, daß man sich keine Zeit mehr zur Ruhe läßt!&amp;quot;&amp;quot;)? Warum sollten Jesu Verwandte daraus ableiten, er sei verrückt geworden? Noch dazu steht ein solches &amp;quot;davon&amp;quot; ja nicht mal im Text. Deshalb finde ich die Analyse von Grosvenor/Zerwick ein bisschen einleuchtender, aber das ist ein haarscharfes Ding - minimal einleuchtender, nur. Was sagst du dazu? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:34, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weiteres Indiz dafür listen sie im nächsten Vers die Wortfolge kai - Subjekt - Verb, die die Differenz der allgemeinen Meinung und dem, was die Gesetzeslehrer verbreiten, ausdrücken soll - &amp;quot;die Leute sagten, er habe den Verstand verloren. Die Jerusalemer Gesetzeslehrer dagegen...&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:18, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ok, es heißt also &amp;quot;man hörte...&amp;quot; -&amp;gt; &amp;quot;es wurde bekannt&amp;quot;? Meinetwegen. Der Satz wäre aber arg verrenkt formuliert, wenn es sich auf die Info am Versende bezöge, oder? Und wäre &amp;quot;sie meinten nämlich&amp;quot; dann auch unpersönlich zu verstehen? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:47, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nur das &amp;quot;sie meinten nämlich&amp;quot; wäre dann unpersönlich. Akouein bezieht sich nach wie vor auf die Verwandten - weiß nicht, wie die Bedeutungsentwicklung im Griechischen gewesen sein könnten, aber BDAG listen &amp;quot;informiert werden&amp;quot; als gewöhnliche Bedeutung von akouein. &amp;quot;Nachdem sie (=die Verwandten) informiert worden waren, machten sie sich auf den Weg, um Jesus festzusetzen, weil man (=die Leute, weil impersonal) sich erzählte, Jesus sei verrückt geworden.&amp;quot; Meine letzte Wiedergabe sollte nur schön sein :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:48, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====mit Gewalt zurückbringen=====&lt;br /&gt;
Die Lexika listen kein &amp;quot;zurückbringen&amp;quot; (jedenfalls nicht L/N, LSJ und Thayer. Weiter hab ich nicht geschaut). Deswegen denke ich auch nicht, dass das Verb &amp;quot;offen lässt, ob seine Verwandten Jesus gegen seinen Willen nach Hause bringen&amp;quot;. Wenn &#039;&#039;kratew&#039;&#039; lokale Bedeutung hat, beschreibt es ein &amp;quot;Fixieren&amp;quot;, keinen Transfer; primär meint es aber: &amp;quot;kontrollieren, sich jmdn unterwerfen&amp;quot;. &amp;quot;zurückbringen&amp;quot; haben allerdings so viele Üss., dass das Alternative wohl schon in Ordnung geht, aber als Primärübersetzung und auch noch verstärkt mit &amp;quot;mit Gewalt&amp;quot; ist ohne Beleg ein bisschen viel, finde ich. Näher am Wort scheint mir als Primärübersetzung eigentlich eher Bengel: &amp;quot;um ihm Einhalt zu gebieten&amp;quot;; ähnlich und freier B/N: &amp;quot;um ihn daran zu hindern, weiter aufzutreten&amp;quot;. Viele auch unschön: &amp;quot;um ihn zu (er)greifen/festzuhalten/sich seiner zu bemächtigen...&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:57, 2. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du triffst insofern den Punkt, als mir keine elegantere Lösung eingefallen ist. Ich wollte es mit irgendeiner Bedeutung füllen, denn die Aktion an sich wäre ohne Kontext schwer zu deuten. Die eigentliche Frage bei dem Verb ist, ob sie ihn schützen oder gewaltsam ergreifen (d.h. zu etw. zwingen oder ihn von etwas abhalten) wollen. Wie die Fußnote beschriebt, ist es am wahrscheinlichsten, dass sie ihn gewaltsam ergreifen wollen. Und was sonst wäre dann geplant, als ihn nach Hause zu bringen? Ich muss aber sagen, dass mir Bengels Übersetzung sehr gut gefällt, weil sie solche weiteren Fragen unnötig macht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:02, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ehrlich zu sein hat Bengel &amp;quot;ihm Einhalt zu tun&amp;quot;, aber ist ja das selbe in alt (ist halt doch schon von 1742) :) - Ja, das wars auch, was mir so dran gefallen hat. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:43, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 24-26: Wenn====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Hoffmann/Siebenthal-Verweis habe ich mit einer neuen Info von Grosvenor/Zerwick kombiniert und in eine neue Fußnote verschoben. Das dürfte unproblematisch sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gleichzeitig habe ich aber auch das &#039;&#039;[wohl]&#039;&#039; entfernt, weil &amp;quot;wohl&amp;quot; so konstruiert im Deutschen etwas gerade nicht als sicher geschehend markiert, sondern als Mutmaßung, das hat also gerade den gegenteiligen Effekt dessen, was du damit ausdrücken wolltest. Da könntest du was dagegen haben. Außerdem habe ich den irreführenden Verweis auf H/S&#039;s Ausführungen zum &amp;quot;indefiniten Fall (a. irreführend &#039;Realis&#039;)&amp;quot; entfernt, weil das vielleicht für die Koine zutrifft, aber nicht für das NT; vgl. Zerwick §304: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Very often (not to say always, for the NT) this form is used in cases where the fulfilment or non-fulfilment of the condition is in fact known or supposed; but this circumstance is to be gathered from the context; the grammatical form is indifferent to it, and means simply what it says, namely &amp;quot;&#039;&#039;if&#039;&#039;..., then...&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt; (Auch er natürlich aber (§305): &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;It is nevertheles obvious that in this form of condition the fulfilment of the condition (including that of a negative one) is in a certain sense &amp;quot;supposed&amp;quot; i.e. taken as basis of argument, in the sense that &amp;quot;If A, then B&amp;quot; may be paraphrased &amp;quot;let us suppose that A is true; it then follows that B is true&amp;quot;; hence the name &amp;quot;real&amp;quot; condition which is also given to the &amp;quot;simple&amp;quot; condition.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;)--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:47, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, das gefällt mir besser! Aber was meinst du mit der irreführenden Aussage? Ich gebe zu, dass die Fn zu V. 26 nicht einfach zu lesen war. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Könntest du bei deiner neuen Fußnote auch noch mal auf die Verständlichkeit schauen? (Evtl. versuche ich mich auch daran.) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:19, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hattest nur so betont, dass die der indefinite Konditionalsatz offenlässt, ob die Bedingung real oder hypothetisch sei (was halt unglücklicherweise auch H/S&#039;s einzige Ausführungen dazu sind. Ich finde die Grammatik total gut, aber die braucht definitiv mehr Fließtext...). Aber das fand ich hier irreführend, weil ja aus dem Kontext klar hervorgeht, welchen &amp;quot;Realitätsstatus&amp;quot; die Protasis hat. Also, eigentlich hab ich nur unnötiges gekürzt :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:48, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 28 Amen====&lt;br /&gt;
Ist mir gerade erst aufgefallen: Deine Standard-FN zu &amp;quot;Amen&amp;quot; ist falsch; Johannes (nicht Matthäus) benutzt es immer (nicht gerne) doppelt. Aber warum benutzt du nicht einfach den Shortcut °Amen° (kannst ihn ja auch abwandeln, wenn du mit was nicht einverstanden bist)? Dann könntest du im Rest der FN darauf eingehen, welche Funktion es genau hier hat (hier z.B. : mit Vollmacht geäußertes Drohwort). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 01:19, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arg, arg! Ich hatte den schleichenden Verdacht... Wie funktioniert der Shortcut °Amen°, seit wann gibt es den und welchen Text enthält er? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:03, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Shortcut&amp;quot; ist natürlich Unsinn, ich meine den Terminologieeintrag. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:49, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 34 Siehe====&lt;br /&gt;
Mein Versuch der Übersetzung von &amp;quot;Siehe&amp;quot; war das betonte, kursive &amp;quot;&#039;&#039;Das hier&#039;&#039;&amp;quot;. Sebastian hat jetzt zwar eine gelungene Fußnote ergänzt, aber die Übertragung entfernt. Was gab es daran auszusetzen, und sollten wir nicht irgendeine Form der sinngemäßen Wiedergabe finden? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:25, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übertragung inkl. des ergänzten &amp;quot;sind&amp;quot; steht doch als erste Alternative da. &amp;quot;Das hier sind&amp;quot; ist ja keine Übersetzung mehr, sondern schon Interpretation (wenn natürlich auch die naheliegenste). Aber das hab ich schon öfters beobachtet, dass du leichter als ich gewillt bist, solche Interpretationen in den Fließtext zu übernehmen und die wörtliche Übersetzung in die Klammern oder die FNn zu verschieben; das sind, glaub ich, einfach zwei Philosophien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon: Was sagst du zu &amp;quot;ihr (hier) seid&amp;quot;? Ist das LF-tauglich? (Weil das so naheliegend ist, aber trotzdem niemand das hat - da hab ich mich nicht getraut). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:53, 3. Apr. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwurf Anmerkungen (20-35)===&lt;br /&gt;
====(Struktur)====&lt;br /&gt;
In Vv. 20-35 benutzt Markus zum ersten Mal eine &amp;quot;sandwichartige&amp;quot; Erzählstruktur, die bei ihm häufiger zu beobachten ist. Das in 20-21 begonnene Geschehen (die Aktionen von Jesu Verwandten) unterbricht er bis V. 31 mit einem thematisch verwandten Einschub (der Anschuldigung der Jerusalemer Schriftgelehrten, er sei ein Dämonenpaktierer). Die Rahmenhandlung beendet er in V. 31-35. [Abs. noch zu überarbeiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sandwich stellt drei verschiedene Personengruppen miteinander und weckt im Leser die Frage, mit welcher davon er sich identifiziert: 1. Jesu Familie, die ihn nicht versteht und nach Hause holen will. 2. Die Schriftgelehrten, die ihn ebenfalls nicht verstehen und daher auch nicht begreifen, dass sein Wirken von Gott kommt. 3. Jesu &amp;quot;wahre Familie&amp;quot;, die den Willen Gottes tut: Menschen, die seine Botschaft gehört haben und sich ihm angeschlossen haben, um seine Lehre besser verstehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Anschuldigung und wie Jesus sie widerlegt====&lt;br /&gt;
Anschuldigung: Jesu übernatürliche Macht (er heilt und treibt Dämonen aus) kann nur zwei Quellen haben: Gott oder den Teufel. Da Jesus (vermeintlich) das Gesetz bricht, indem er beispielsweise am Sabbat heilt oder mit Unreinen Tischgemeinschaft hat, muss seine Macht vom Teufel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anschuldigungen weist Jesus mit seinen Analogien (=Gleichnissen) als unlogisch zurück. Der Teufel würde sich so ja selbst schwächen. Vielmehr kann die Macht des Teufels nur brechen und seine Dämonen austreiben, wer den Teufel bezwungen hat. Das meint Jesus mit dem Gleichnis in V. 27, in dem nur ein noch Stärkerer einen Starken unschädlich machen und dessen Besitz plündern kann. (Beleg?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Sünde gegen den Heiligen Geist (28-30)====&lt;br /&gt;
Diese Verse sind am besten von Vers 30 her zu verstehen: Jesus meint mit der Lästerung des Heiligen Geistes die besondere Sünde der Schriftgelehrten, die das offensichtliche Wirken des Heiligen Geistes durch Jesus dem einem unreinen Geist zugeschrieben haben. (Beleg) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 02:54, 20. Apr. 2015 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25171</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25171"/>
		<updated>2017-03-18T11:04:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Einteilung der Sinnabschnitte -&amp;gt; Absätze&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Begriff &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; kommt nicht aus dem Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise in Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht vom oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. In der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; könnte einfach von den ersten christlichen Predigern als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche benutzt worden sein (Guelich 1989, 13f.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anliegen}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1-15&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Markusevangelium versucht zu Beginn eine Traditionslinie herzustellen. Johannes der Täufer wird als der so genannte &amp;quot;Rufer in der Wüste&amp;quot; aus dem Buch des Propheten Jesaja dargestellt und so zu einer Art Vorläufer der irdischen Person Jesus von Nazareth.  Der Beginn des Buches stellt dar, dass Johannes vor allem Buße, d.h. Umkehr, predigte, die Predigt Jesu aber darüber hinaus geht: Er verkündet die &amp;quot;frohe Botschaft&amp;quot; (gr. Evangelium) Gottes. Dass das Markusevangelium Jesus als Überbietung von Johannes dem Täufer einführen will, wird darüber hinaus deutlich in der Verwendung des Sohn-Gottes-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;16-20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt tritt Jesus als beherrschende, beinahe gebieterische Figur auf. Hierbei wird die Kraft herausgestellt, die ein Ruf Jesu an die Menschen hat, sowie die Bedingungslosigkeit einer Nachfolge als Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;21-28&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Szene markiert den machtvollen Beginn des öffentlichem Auftretens Jesu mit seiner neuen Lehre. Sie steht in Opposition zu den Schrfitgelehrten, die hinter seiner Kraft zurückbleiben. Mit der Nennung der konkrete Synagogen von Kafernaum will Markus die Geschichte in einen historischen Zusammenhang stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;29-34&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Verse haben vor allem die Funktion Jesus als Wundertäter darzustellen, der die Macht besitzt, Krankheiten heilen kann und Dämonen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;35-39&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Drei Anliegen lassen sich in diesem Abschnitt erkennen: Jesu Verkündigung und seine machtvolledien Taten gehören zusammen. Der Ortswechsel macht deutlich, dass dies für das ganze Gebiet Galiläas gilt. Die Jünger Jesu verstehen Jesu Handeln nicht vollständig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;40-45&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass der Kranke zu Jesus kommt, verdeutlicht innerhalb des Markusevangeliums, dass die Bekanntheit Jesu bereits einen ersten Höhepunkt erfahren hat. Diese Bekanntheit wird außerdem weiter steigen, wenn der Kranke, wie beschrieben, die Wundertaten Jesu weiter erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_1&amp;diff=25169</id>
		<title>Diskussion:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_1&amp;diff=25169"/>
		<updated>2017-03-18T11:01:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Abschnitt vergessen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = Dymat &amp;lt;br /&amp;gt; Einteilung nach Gnilka 1978  (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1989): 1-15 (1-8, 9-11, 12-13, 14-15), 16-20, 21-28, 29-34, 35-39, 40-45 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-45 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-45: ja, s. jedoch den Abschnitt unten zu V. 3. Mom. fehlt eine Fn zu Gottes Königsherrschaft/Reich in V. 15. Textkritik wird ab V. 27 nicht mehr besprochen! (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1: Elliptischer Einleitungssatz, in dem etliche Artikel ausgelassen sind (was häufiger zu beobachten ist). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2-3: Eingeleitetes, kombiniertes Schriftzitat (vgl. Fußnoten), das Johannes und Jesus zueinander sowie zu atl. Prophezeiungen in Beziehung bringt und denen Markus im weiteren Verlauf des Evangeliums folgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4-13 formulieren „biblisch klingend“ (France): sehr semitisierend, wobei Sätze mit &amp;quot;und&amp;quot; beginnen und direkt durch das Prädikat eingeleitet werden. Verschränkter Satzbau, Hebraismen, &amp;quot;sein&amp;quot; und &amp;quot;werden/sich ereignen&amp;quot; als generische Prädikate. Die Satzeinleitungen mit kai und die kurzen Sätze könnten auch auf Markus&#039; volkstümlichen griechischen Erzählstil zurückzuführen sein (NSS zu Mk 1,12, beruft sich auf M. Reiser, Syntax und Stil des Markusevangeliums im Licht der hellenistischen Volksliteratur, 1984). Jede ungewöhnliche Formulierung, die in der SF noch vorhanden ist, ist diesem Stil geschuldet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1-45: Weiter formuliert Markus sehr gerafft (εὐθὺς in 10 und 12 usw.; kurze, schnell abgeschlossene Handlungsstränge), aber lebendig. kai &amp;quot;und&amp;quot; ist eine äußerst häufige koordinierende Konjunktion (sonst ist im Griechischen eher de &amp;quot;und/aber&amp;quot; üblich). Der Prolog (1-15) steckt voller wiederholter Schlüsselbegriffe und stellt Johannes und Jesus mit ihrem Wirken in Erfüllung des Schriftzitats in 2-3 nebeneinander. (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1 und wo zitiert: Rudolf Pesch, Das Markusevangelium. Erster Teil (HthKNT), Freiburg 1976.&lt;br /&gt;
Wo zitiert: &lt;br /&gt;
Richard C. Blight, An Exegetical Summary of Mark 1–8 (ES), Dallas 2012;&lt;br /&gt;
Ernst Lohmeyer, [http://digi20.digitale-sammlungen.de/en/fontsize.3/object/display/bsb00051832_00001.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;start=50&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;rows=10&amp;amp;mode=simple Das Evangelium des Markus] (KEKNT), Göttingen 1951;&lt;br /&gt;
C.S. Mann, Mark. A New Translation with Introduction and Commentary (AB), Garden City 1986.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1-45: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Weitere zitierte Werke&amp;lt;/u&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Heinrich Greeven/Eberhard W. Güting, [http://http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC Textkritik des Markusevangeliums], Münster 2005;&lt;br /&gt;
Peter Head, [https://app.box.com/shared/yvo5xg56nn A Text-Critical Study of Mark 1.1: &#039;The Beginning of the Gospel of Jesus Christ&#039;], in: NTS 37.4 (1991), S. 621-629;&lt;br /&gt;
Bruce Manning Metzger, A Textual Commentary on the Greek New Testament. A Companion Volume to the United Bible Societies’ Greek New Testament (4th rev. ed.), London &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994;&lt;br /&gt;
Tommy Wasserman, [http://evangelicaltextualcriticism.blogspot.com/2011/10/mark-11-handout.html Mark 1:1 Handout]. Zu dem Vortrag „The &amp;quot;Son of God&amp;quot; Was in the Beginning (Mark 1:1)“, den Wasserman auf der internationalen SBL-Konferenz 2010 hielt;&lt;br /&gt;
ebd., [http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Historical and Philological Correlations and the CBGM as Applied to Mark 1:1], in: TC 20 (2015);&lt;br /&gt;
Wieland Willker, [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/TCG/ An Online Textual Commentary on the Greek Gospels: Mark], Bremen &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt;2013&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AT-Zitate: Rikk E. Watts, Mark, in: Commentary on the New Testament Use of the Old Testament (Hg. Carson/Beale), Grand Rapids 2007, S. 111-250 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter: Gerhard Delling, πλήρης, πληρόω, πλήρωμα, ἀναπληρόω, ἀνταναπληρόω, ἐκπληρόω, ἐκπλήρωσις, συμπληρόω, πληροφορέω, πληροφορία, in: TDNT, 283-311; &lt;br /&gt;
Edward P. Dixon, Descending Spirit and Descending Gods: A “Greek” Interpretation of the Spirit’s “Descent as a Dove” in Mark 1:10, in: JBL 128/4 (2009), 759–780;&lt;br /&gt;
M. J. Selman, House, in: New Bible Dictionary (Hg. Wood/Marshall u.a.), Leicester 1996, S. 487-90 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-45: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
Die Verse 1-3 brauchen nur noch den Übersetzungsvergleich und können somit von mir aus als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markiert werden - wenn es keine Einsprüche gibt. Über Feedback zur Verständlichkeit und Relevanz der Fußnoten würde ich mich freuen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:11, 31. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1-8 erfüllen jetzt alle Kriterien (bis auf die fehlende Analyse der Constructus-Verbindung &amp;quot;Stimme eines Rufenden&amp;quot; in V. 3). Sie bilden auch eine abgrenzbare Untereinheit (z.B. France). Wer möchte, darf probe- und korrekturlesen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:52, 2. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: 1-15 (die &amp;quot;längere&amp;quot; Einleitung) sind jetzt fertig. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:11, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: 1-22. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:32, 7. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: Das ganze Kapitel! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:32, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Bei zwei Fragen würde ich mich besonders über Rückmeldungen freuen: a) die textkritische Argumentation und folgende Auslassung von &amp;quot;Sohn Gottes&amp;quot; in V. 1. b) die Übersetzung von eis auton in V. 11 samt Fußnote. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur möglichen späteren Revision: die Fn zu &amp;quot;aus Nazaret in Galiläa&amp;quot; (Titel oder Lokalangabe?) in V. 9. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Kapitel ist jetzt fertig korrigiert. Ich gebe 2 Wochen, dann werde ich es als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markieren, wenn es keinen Widerspruch gibt. Ende März plane ich, noch einmal meine ganze Arbeit gegenzulesen. Wenn das geschehen ist (oder wenn sich jemand anderes die Mühe macht), kann man sich über &amp;quot;fertige Studienfassung&amp;quot; unterhalten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:32, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, das Verfahren erscheint mir sinnvoll. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 13:12, 17. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Momentan haben wir bzgl. der Status die ungünstige Situation, dass die Studienfassung sowohl als fast fertig als auch (wg. des Status &amp;quot;Lesefassung in Arbeit&amp;quot;) als &amp;quot;final&amp;quot; eingeordnet ist (hier und bei [[Markus 2]]). Mein erster Gedanke wäre: Da das Statussystem noch nicht aktualisiert und die Lesefassung schon &amp;quot;anübersetzt&amp;quot; ist, lasst uns den LF-Status doch zunächst herausnehmen. Was meint ihr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht nutze ich das auch als Motivation, die Gegenlese doch noch schnell demnächst zu machen... --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:13, 30. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Treffen war vom zehnten bis zwölften Oktober und bis jetzt wurde das Statussystem nicht geändert. Ich würde es dringend ändern. Wäre dafür, den Status für die Lesefassung raus zu nehmen. Aber das Statussystem sollte so schnell wie möglich verbessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 23:44, 30. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Vorerst entfernt. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Status hochgesetzt! Es fehlen natürlich noch abschnittsweise Anmerkungen sowie die Ausgliederung textkritischer Fn i.S. der neuen SF-Kriterien, die wir so gut wie abgesegnet haben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 05:18, 14. Feb. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Für später===&lt;br /&gt;
* Die Möglichkeit einer Fußnote zur &amp;quot;Umkehr&amp;quot; in V. 15 wäre zu prüfen.&lt;br /&gt;
* Fn zu &amp;quot;Reich Gottes&amp;quot; in V. 15 fehlt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 06:10, 8. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
„Die Wortkette von ὰρχὴ bis τῷ προφήτῃ zu Beginn des Markusevangeliums bildet einen zusammenhängenden Satz, der folgendermaßen zu übersetzen ist: ‚Anfang des Evangeliums Jesu Christ wie er aufgeschrieben ist bei Jesaja, dem Propheten.“ (St. Alkier, Die Realität der Auferweckung in, nach und mit den Schriften des Neuen Testaments, Tübingen 2009, S. 89)&lt;br /&gt;
M.E. bleibt die Verknüpfung von Vers 2 mit Vers 1 oder mit den Versen 3 und 4 trotzdem unsicher. Ich würde eher im Sinne der Anmerkung c zu Vers 1 plädieren.&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nestle-Aland setzt hier die unsichere Lesart [des Sohnes Gottes] in Klammern, was bedeutet, dass man keine finale Entscheidung treffen wollte. Das müssen wir aber! Ich habe die Lesart mal in eine Fußnote verschoben. Sinnvoll ist evtl. zudem, beide Lesarten im Text zu listen (eine in der Klammer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ἀρχὴ können wir evtl. noch nachweisen, dass die Übersetzung mit bestimmtem Artikel richtig ist. Der NSS hat m.W. einen Beleg bei DBR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studienfassung sollte auch den Genitiv &amp;quot;Jesu Christi&amp;quot; bestimmen. M.M.n. ist er objektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Evangelium&amp;quot; brauchen wir eine Fußnote. Zudem sollten wir erklären, warum der Satz prädikatlos ist und welche Funktion er hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich überlasse das gerne einem Freiwilligen, werde das ansonsten aber selbst bald in Angriff nehmen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:15, 18. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Fußnoten sollten alle aufgeworfenen Fragen beantworten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:11, 31. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
Die Funktion der wörtlich ins Griechische übersetzten Konstruktus-Verbindung will ich noch genauer erforschen. Ich wüsste nicht, dass meine Kommentare dazu geschrieben hätten. Fast alle Übersetzungen umschreiben: &amp;quot;eine Stimme ruft&amp;quot; (Menge, EÜ, NGÜ). GNB: &amp;quot;In der Wüste ruft einer&amp;quot;, Luther: &amp;quot;Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste&amp;quot;. Zür übersetzt das Ptz. substantiviert: &amp;quot;Stimme eines Rufers&amp;quot;. Zumindest für die Lesefassung brauchen wir eine Vorstellung, wie wir das adequat wiedergeben wollen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:06, 1. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kurze Fußnote geschrieben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 06:10, 8. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ist mir entgangen, dass du hierüber nachgedacht hast, sry. Das ist ein nominaler Ausrufesatz. z.B. BrSynt §13a: &lt;br /&gt;
:: &amp;quot;&#039;&#039;Ausrufe, die die Aufmerksamkeit erregen sollen (§4) können auch als Satzäquivalente auftreten und bilden dann eingliedrige Nominalsätze, die lediglich die Existenz des Subjektes betonen, wie &#039;&#039;`ereb&#039;&#039; &amp;quot;es ist Abend&amp;quot; Ex 16,6; &#039;&#039;uboqer&#039;&#039; &amp;quot;es ist Morgen&amp;quot; ebd. 16,7 [...].&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Speziell zu &#039;&#039;qol&#039;&#039; als ein solcher Ausrufesatz vgl. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094691 Kön III §354] mit einigen Stellen. Schön deutlich z.B. Hld 2,8, wo ich gerade dran sitze: &amp;quot;Das Geräusch meines Geliebten! Sieh! Da! Er kommt!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Jes 40,3 und hier wäre dann entsprechend: &amp;quot;Die Stimme eines Rufers in der Wüste!&amp;quot;, also sinngemäß &amp;quot;Horch! Da ruft jemand in der Wüste!&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 13:48, 29. Jan. 2016 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klingt nach einer eleganten Lösung. Kann vielleicht sogar in die Übersetzung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] ([[Benutzer Diskussion:Ben|Diskussion]]) 15:49, 29. Jan. 2016 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 8===&lt;br /&gt;
Dymat setzt in seiner Erstübersetzung eine Fußnote: &amp;lt;code&amp;gt;Da das Wort βαπτίζω eintauchen bedeutet, ist die Übersetzung in heiligem Geist m.E. die bessere Variante.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich wird das Wort in der LXX (bei Naaman) so gebraucht, im Neuen Testament würde ich aber von einer Bedeutungsverschiebung ausgehen. Hier wird das Wort zum Terminus technicus für eine zeremonielle Handlung. Man müsste untersuchen, ob das Untertauchen tatsächlich dazugehörte, und ob αὐτὸς δὲ βαπτίσει ὑμᾶς ἐν πνεύματι ἁγίῳ das wirklich signalisieren soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Collins 2007, 140 bestätigt Johannes die Praxis des Eintauchens, die auch in Qumrans Ritualbädern praktiziert wurde, allerdings ohne Quellen- oder weitere Angaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ἐν instrumental gemeint ist, aber auch mit der lokalen Deutung kann ich mich anfreunden. Aber auch wenn von einer Taufe &amp;quot;im Heiligen Geist&amp;quot; die Rede ist, würde das ein Unter- oder Eintauchen in den Geist beinhalten, oder wäre das Konzept nicht doch eher übertragen zu verstehen? Wenn Dymats Beobachtung stimmt, würde ich mich sehr über Vorschläge freuen, wie man das auf Deutsch ausdrücken könnte! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:02, 1. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommentar von France 2002, 72 befasst sich mit der Frage. Er warnt davor, zu viele Bilder in das Konzept der Geistestaufe hineinzulesen. Seine Schlussfolgerung: &amp;lt;code&amp;gt;The antithesis focuses neither on the verb βαπτίζω nor on its syntactical links, but on the contrast between water and the Holy Spirit, and on the two different levels of efficacy in the ministries of John and his successor which they represent.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Guelich 1989, 25 schreibt: &amp;lt;code&amp;gt;John, focusing on his baptism as the trademark to his ministry, used baptism metaphorically to contrast his ministry with that of “the Greater One.” The bestowal of the Spirit expressed metaphorically as a baptism signified God’s eschatological act of salvation promised long ago by the prophets ... Therefore, the Baptist was declaring the dawn of a new day of salvation, not simply a new baptism. &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches schreibt auch Pesch 1976, 85f. zur Geistestaufe, auch wenn er pneuma gerne als &amp;quot;Sturm&amp;quot; (des göttlichen Gerichts) verstehen möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher werde ich die Fußnote entfernen und die instrumentale Übersetzung von en vorziehen. Über Rückfragen freue ich mich natürlich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:22, 2. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich glaube auch, mich erinnern zu können, mal gelesen zu haben, dass viele Ritualbäder in Qumran eigentlich zu klein waren, als dass da jemand wirklich hätte untertauchen können (gleiches gilt für die urchristlichen Taufstätten). Auch dann wäre es wohl wirklich sinnvoller, βαπτίζω als schon zu Qumran-Zeiten ritualisierte Handlung aufzufassen, die nur noch begriffsmäßig mit dem &amp;quot;Untertauchen&amp;quot; zusammenhängt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ἐν: Schwyzer II.B.V.2.b.7.1 (das sind geile Stellenangaben :) - ist S. 457f.) erwähnt noch, dass ἐν + Lebewesen auch &#039;&#039;sozial&#039;&#039; verorten kann: &amp;quot;in Gegenwart von X, vor X&amp;quot; (aber das ist hier wohl theoretisch möglich und eher unwahrscheinlich). Wallace S. 374 diskutiert Mk 1,8, übersetzt &amp;quot;but he shall baptize you &#039;&#039;&#039;with&#039;&#039;&#039; the Holy Spirit&amp;quot; und kommentiert: &amp;quot;Here it is obvious that Christ is the agent (since autós is the subject) and the Holy Spirit is the means (and perhaps sphere) that the Lord uses to baptize.&amp;quot;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Schützenhilfe und Belege! :-) Zu Qumran meine ich den etwas kurzen Besprechungen zu entnehmen, dass man dort von einer Untertauch-Taufe ausgeht. Eigentlich waren alle bekannten Ritualbäder aus dieser Zeit zum Tauchen. Gerade im Kontext von Markus 1 spricht sprachlich auch vieles für ein Untertauchen. Wenn man Johannes&#039; Taufe als eine Art Vollzug der levitischen Reinigungsbäder versteht, dann ist auch da Untertauchen nicht unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu en: Genau so habe ich es am Ende auch verstanden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 12===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote ac wird &#039;&#039;brachte&#039;&#039; und &#039;&#039;trieb&#039;&#039; gegenübergestellt, „führte“ findet hier keine Erwähnung mehr. Handelt es sich um eine weniger passende Formulierung, die nicht in den Fordergrund gestellt werden soll hinsichtlich des weiteren Fußnotentexts, oder soll „trieb“ auch „führte“ mitabdecken? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 11:36, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dienten (versorgten, warteten auf)&#039;&#039; – &#039;&#039;warteten auf&#039;&#039; bestimmt nicht im Sinne von „auf jemanden warten“, sondern von „Aufwartung machen“, Synonym für „dienen“, oder? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 11:36, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 16===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote al ist die Rede von einem hellenistischen Dialekt. Könnte dieser auch in Vers 10, Fußnote y anzutreffen sein? „Der Geist von oben auf ihn herabkam“ vs. „der Geist kam (sich in ihm befindend)“ analog zu „warfen Wurfnetze von außerhalb ins Meer hinein“ vs. „warfen Wurfnetze (sich) im Meer (befindend)“? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 11:59, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 21===&lt;br /&gt;
&amp;quot;gingen&amp;quot; ist Historisches Präsens &lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]5. Januar 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote av steht &#039;&#039;„in Bann geschlagen“&#039;&#039;. Müsste es nicht heißen „in den Bann geschlagen“? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:26, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 24===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote ax steht „Lasst das sein!“. Müsste es nicht heißen „Lass das sein“, oder ist die gegenwärtige Formulierung durch die angeführten Zitate vorgegeben? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:26, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 32===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote [[Markus_1#note_bm|bm]] steht „ELB“. Im Glossar ist ELB ungenau definiert und es gibt daneben noch REB. Welche Revision ist mit „ELB“ gemeint, oder sollen alle Elberfelder-Revisionen inkl. REB referenziert werden? Betrifft das ganze Markus-Evangelium. --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 14:48, 20. Sep. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für das griechische Wort Evangelium eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:28, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schlage sowohl für Lesefassung als auch für Studienfassung „Freudenbotschaft“ vor, dass ich in Mk16 verwendet habe. Es ist recht wörtlich übersetzt und passt zu Bens Fußnote. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar eine klangvolle Lösung, aber sie ist mir etwas zu spezifisch. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie nicht in allen Kontexten passen könnte. Zu spezifisch ist die Konnotation &amp;quot;Freude&amp;quot;, die in &amp;quot;Evangelium&amp;quot; so nicht direkt enthalten ist. Auch wenn von Nachrichten vom Kaiser scheinbar Freude als Reaktion erwartet wurde, wissen wir nicht, ob der Begriff als so technisch bekannt war, dass man diese Erwartung automatisch hineingelesen hätte. Es ist eben völlig unklar, ob die Parallelen bewusst oder zufällig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klopfen wir doch mal ab. &amp;quot;Evangelium&amp;quot; scheint mehrere Konnotationen zu enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I. Ethymologisch&#039;&#039;&#039; (und wohl auch kontextuell vorhanden, aber wie stark, ist die Frage) sind zwei Informationen:&lt;br /&gt;
# Eine (religiöse oder in den religiösen Bereich gerückte) Botschaft&lt;br /&gt;
# Als Botschaft, Nachricht oder Neuigkeit handelt es sich um eine Information, 1. die nicht jeder kennt, 2. die zur Weitergabe bestimmt ist (oder üblicherweise weitergegeben wird).&lt;br /&gt;
# Diese Botschaft ist positiv (man könnte sagen: ein Grund zur Freude, aber man muss nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;II. Aus dem NT&#039;&#039;&#039; haben wir weitere Informationen: &lt;br /&gt;
# Theologisch: Diese Botschaft kommt von Gott. Sie ist zumindest teilweise schon im AT angekündigt/enthalten. Diese Botschaft muss man im Glauben annehmen. Sie bringt allen Menschen, die das tun, Heil. Die Informationen &amp;quot;gut&amp;quot;, &amp;quot;Nachricht&amp;quot; und &amp;quot;Weitergabe&amp;quot; sind korrekt, weswegen das Wort wohl auch von den Christen angenommen wurde.&lt;br /&gt;
# Es gibt jedoch verschiedene Ausprägungen, nämlich&lt;br /&gt;
## vorchristliche (z.B. die Verkündigung Jesu)&lt;br /&gt;
## christliche (das christliche, heilsbringende Evangelium)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;III. Aus der frühen Kirche&#039;&#039;&#039; kommt der Wandel zur Gattungsbezeichnung, der sich möglicherweise zum ersten Mal in der Einleitung des Markusevangeliums findet, entweder (und da bin ich mir unsicher)&lt;br /&gt;
# für ein Werk, das diese Botschaft (mit ihrem Zentrum: Jesus) festhält und erklärt oder&lt;br /&gt;
# speziell als Bericht des Lebens, der Botschaft, Passion und Auferstehung Jesu (so der moderne technische Sinn)&lt;br /&gt;
oder beides.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der ideale deutsche Begriff/Formel&#039;&#039;&#039; wäre &#039;&#039;&#039;a) theologisch korrekt&#039;&#039;&#039; (d.h. nicht irreführend), &#039;&#039;&#039;b) weit&#039;&#039;&#039; genug, um nicht nur die christliche Verkündigung, sowie zudem den Gattungsbegriff zuzulassen und in jeden Kontext zu passen, und &#039;&#039;&#039;c)&#039;&#039;&#039; in seiner Zusammensetzung (das Deutsche ist wie das Griechische eine synthetische Sprache, in der in vielen Wörtern die Bestandteile direkt erkenntlich sind) &#039;&#039;&#039;genauso deutlich wie das griechische Wort&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich mehrere Erwägungen:&lt;br /&gt;
# Ist es möglich, einen Begriff/Formel zu finden, um das Wort einheitlich zu übersetzen? Wenn nicht, müssen wir entweder a) je nach Kontext unterschiedliche Lösungen finden oder b) bei &amp;quot;Evangelium&amp;quot; als theologischem Fachbegriff bleiben.&lt;br /&gt;
# Ist es angesichts der vielfältigen Verwendungen und dieser Anforderungen sinnvoller, den Begriff einheitlich ins Deutsche zu übertragen, oder ist &amp;quot;Evangelium&amp;quot; als terminus technicus (t.t.) ausreichend? Der größte Nachteil von dt. &amp;quot;Evangelium&amp;quot; ist die fehlende sprachliche Klarheit. Damit geht ihm nicht nur Aussagekraft, sondern auch eine gewisse emotionale Wirkung ab.&lt;br /&gt;
# Es könnte einen gewissen Wert haben, in beiden Fassungen gleich vorzugehen.&lt;br /&gt;
# Wie wichtig ist uns beispielsweise der Gattungsbegriff? Können wir ihn vernachlässigen?&lt;br /&gt;
# Welche Rolle spielt für uns das Übersetzungsziel der Akzeptabilität? Mit anderen Worten: Vielleicht sollten wir zu exotische oder komplexe Lösungen vermeiden. Gerade die Lesefassung soll (wohl gerade auch in Hinsicht auf solche Schlüsselwörter) aus sich selbst heraus verständlich sein. Es kommt also vermutlich keine Übersetzung in Frage, der man nicht auf den ersten Blick anmerkt, dass sie sich aus Sicht des Christen hauptsächlich auf die christliche Botschaft bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist nicht zu Ende gedacht, es könnte weiter Folgerungen geben. Ich glaube, eine einheitliche Übersetzung (zumindest für die christliche Botschaft etwas bei Paulus) wäre wünschenswert. Ob man durchweg einheitlich oder nur innerhalb eines Bezugsrahmens einheitlich bleiben möchte, hängt vermutlich davon ab, welche Optionen wir finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rest muss ein Brainstorming klären. Ich glaube nicht, dass wir auf eine Lösung kommen werden, die noch niemand vor uns angewandt hat. Helfen könnten uns auch Beobachtungen, welche anderen Wendungen die biblischen Autoren auf dasselbe Konzept beziehen. (In Mk ist das z.B. &amp;quot;Wort&amp;quot; oder besser &amp;quot;Botschaft&amp;quot;.) Ich setze mal das Brainstorming fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olafs erster Vorschlag war &amp;quot;Freudenbotschaft&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute allgemeine Begriffe wären &amp;quot;gute Nachricht&amp;quot; oder &amp;quot;Frohe /Frohbotschaft&amp;quot;. Theologisch und wirkungsgeschichtlich angemessen wäre &amp;quot;Heilsbotschaft&amp;quot;, aber auch das ist relativ spezifisch (mehr als nötig?). Diese Vorschläge haben wie &amp;quot;Freudenbotschaft&amp;quot; den Nachteil, dass wir sie nicht als Gattungsbezeichnung gewöhnt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige spezifische Übersetzungen könnten z.B. in Richtung &amp;quot;die christliche Botschaft&amp;quot;, &amp;quot;Gottes Botschaft&amp;quot; oder &amp;quot;Heilsbotschaft&amp;quot; gehen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:32, 12. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Umkehr zur Vergebung der Sünden eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:33, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt „Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ habe ich in Lk3 „Bußtaufe zur Sündenvergebung“ gewählt – in der dortigen Studienfassung habe ich außerdem Ersatzformulierungen zu den einzelnen Teilbegriffen. Ich halte aber sowohl „Bußtaufe“ als auch „Sündenvergebung“ für gut verständlich für unsere Zielgruppe. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den beiden letzten Begriffen könnte man vielleicht doch noch nach zugänglicheren Begriffen suchen. Oben hast du ja immerhin argumentiert, &amp;quot;Evangelium&amp;quot; müsste man durch einen verständlicheren Begriff ersetzen. &amp;quot;Buße&amp;quot; ist sehr speziell und &amp;quot;Sündenvergebung&amp;quot; klingt m.E. in schon fast abschreckender Weise theologisch. Hier können wir uns sicher weitere Stimmen anhören. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 06:10, 8. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 7===&lt;br /&gt;
  stärker ist, als ich - Das Komma ist zu streichen [[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen zu binden - &amp;quot;binden&amp;quot; weckt die Assiziation von &amp;quot;zubinden&amp;quot;, das gr. Wort meint aber &amp;quot;lösen, aufbinden&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 8=== &lt;br /&gt;
  mit dem Heiligen Geist taufen - &lt;br /&gt;
Im Griechischen steht kein Artikel, sollte dann nicht auch ohne Artikel „mit heiligem Geist“ übersetzt werden und damit die „Biblisch-theologische Fachsprache“ (Übersetzungskriterien!) vermieden werden (also heilig auch nicht großgeschrieben!)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers9===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geschah folgendes – Folgendes ist groß zu schreiben (Amtliche Regelung – deutsche Rechtschreibung)&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 14===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für das Evangelium Gottes eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:36, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe V. 1. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 17===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Kommt, folgt mir nach eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:39, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl „kommen“ als auch „nachfolgen“ ist aktuelle und allgemein übliches Hochdeutsch. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  der Vollmacht hat und nicht     - Nach &amp;quot;hat&amp;quot; fehlt ein Komma! &lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 23=== &lt;br /&gt;
  Mann mit einem unreinen Geist     - &lt;br /&gt;
im Griechischen steht ἄνθρωπος, warum also nicht – geschlechtergerecht – „Mensch“ übersetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 23-34===&lt;br /&gt;
Auf vielfachen Wunsch habe ich im Beispiel für die didaktische Variante zu Dämonen den Text editiert und nun unheilige Gedanken ersetzt durch unheilige Geister bzw. unheiligen Geist mit Ausnahme von zwei Stellen, wo der Begriff im Zusammenhang mit Besessenheit auftaucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier das Zitat aus der Verstehbibel. Man könnte überlegen, an welchen Stellen im Text von xobin Dämon ersetzt werden kann durch unheiliger Geist. Der Begriff unheilig ist mir deshalb wichtig, weil er einen sprachlichen Antagonismus darstellt zu heiligem Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich trat in ihrer Kirche ein Mann in Erscheinung. Der war besessen von einem unheiligen Gedanken. Er brüllte wild herum. Seine Sprüche waren dabei diese: Ha! Was willst du überhaupt bei uns, Jesus? Du bist doch aus Nazareth. Weshalb bist du gekommen? Willst du uns kaputt machen? Ich kenn dich nur zu gut. Du bist der Heilige von Gott! Jetzt fuhr Jesus ihm ins Wort: Lass die Sprüche! Mach dich weg von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Stelle bekam der Mann Schüttelkrämpfe. Der unheilige Geist schrie dabei lauthals. Dann verließ er den Mann. Tief erschüttert fragten sich alle untereinander: Was war das? Ist das die neue Art zu predigen? Der erteilt mit Vollmacht den unheiligen Geistern Befehle. Und die gehorchen ihm. Das sprach sich sofort überall herum. Das ganze Gebiet von Galiläa erfuhr davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie aber hatten die Kirche schon wieder verlassen. Jakobus und Johannes kamen mit. Gemeinsam gingen sie mit Simon und Andreas zu deren Elternhaus. Die Schwiegermutter von Simon lag nämlich mit Fieber krank im Bett. Umgehend gab man ihm Bericht über ihren Zustand. Schon trat er auf sie zu. Er nahm sie bei der Hand und zog sie hoch. Das Fieber verschwand auf der Stelle. Sie konnte nun ihre Gäste sogar bewirten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen war es Abend geworden. Die Sonne war schon am untergehen. Und doch brachte man noch zu ihm alle Elenden und alle von unheiligen Gedanken Besessenen. Ja, die ganze Stadt versammelte sich vor der Haustür. Dort heilte er viele Kranke und Elende. Auch verscheuchte er jede Menge unheiliger Geister. Er ließ diese Dämonen aber nicht zu Wort kommen. Sie kannten ihn nämlich nur zu gut. Schließlich war er ja der Christus.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 13:26, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wort zum sprachlichen Hintergrund. Wenn Markus von &amp;quot;unreinen Geistern&amp;quot; schreibt, steht das synonym für &amp;quot;Dämonen&amp;quot;. Er benutzt diese Wendung absichtlich, um hervorzuheben, was für die Juden unrein ist. Nämlich offenbar auch die erwähnten Dämonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin abgesehen davon noch immer nicht überzeugt, dass wir Dämon überhaupt durch einen modernen Begriff ersetzen müssen. Die einzige bedeutungsäquivalente Übersetzung wäre &amp;quot;böser Geist&amp;quot;, aber ich sehe nicht, dass sie besser geeignet wäre. &amp;quot;unheilig&amp;quot; hebt eine zu spezielle Nebenbedeutung hervor. Die beste Ersatzformulierung ist in dieser Hinsicht möglichst neutral. Beispielsweise schwingen bei &amp;quot;böser Geist&amp;quot; m.E. keine anderen Konnotationen mit als bei &amp;quot;Dämon&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;quot;unheiliger Geist&amp;quot; gäbe es zudem die Gefahr, das theologisch falsch zu verstehen. Es gibt &#039;&#039;einen&#039;&#039; Heiligen Geist. Wenn wir dann von einem &#039;&#039;unheiligen Geist&#039;&#039; sprechen, denken sich manche Leser vielleicht, dass der &amp;quot;unheilige Geist&amp;quot; der &#039;&#039;eine&#039;&#039; Widersacher des Heiligen Geistes ist wie der Teufel der Widersacher Gottes. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:18, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich bin außerdem nicht ganz davon überzeugt, dass der Begriff &amp;quot;Dämon&amp;quot; umschrieben werden muss, &amp;quot;unheilig&amp;quot; aber selbsterklärend sein soll. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:04, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dämon ist ein griechisches Wort, dessen Bedeutung man auch als normal gebildeter Mensch nicht unmittelbar verstehen kann; es sei denn, du gehst davon aus, dass ein gebildeter Mensch griechisch kann. OK, ich bin ungebildet! Unheilig ist das Gegenteil von heilig und für jemanden mit Allgemeinbildung imho leichter zu verstehen als Dämon. Im andern Fall bräuchte man gar nicht mehr zu übersetzen, sondern könnte einfach die eingedeutschten griechischen Begriffe benutzen.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 21:13, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dämonen sind eigentlich ein in unserer Kultur recht geläufiges Konzept. Doch mir fällt gerade auf: Es ist hier dreimal von unreinen Geistern die Rede, aber niemals von Dämonen. Die Frage stellt sich also eigentlich nicht. Was ein &amp;quot;unreiner Geist&amp;quot; ist, wird ja wohl auch aus dem Kontext klar: Nämlich ein böses übernatürliches Wesen, das 1. Besitz und Kontrolle von Menschen ergreift, 2. Jesus erkennt und 3. seiner Macht weichen muss. Wie viel mehr muss denn dem Leser noch klar gemacht werden? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:23, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_2&amp;diff=25168</id>
		<title>Diskussion:Markus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_2&amp;diff=25168"/>
		<updated>2017-03-18T10:55:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Sinnabschnitte&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = 1 (Wolfgang), 2-5 (Florian), 6-7 (Hendrik), 8-12 (Xobin), 13-26 (Hendrik), 27-28 (Wolfgang)&amp;lt;br&amp;gt; Einteilung nach Gnilka 1978 (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1989): 1-12, 13-17, 18-22, 23-28 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-28: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-28: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert =1-28: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-28: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1-28: Markus formuliert gewöhnlich sehr gerafft, auch wenn die Handlung nicht mehr so rasch (mit εὐθὺς) vorangetrieben wird wie in Kap. 1. Es dominieren weiter kurze, schnell abgeschlossene Handlungsstränge, die das Wesentliche lebendig schildern. kai &amp;quot;und&amp;quot; bleibt eine äußerst häufige koordinierende Konjunktion (sonst ist im Griechischen eher de &amp;quot;und/aber&amp;quot; üblich). Collins 2007, 183 beschreibt den Stil in Mk 2,1-3,6 als rhetorisch reichhaltiger und eleganter als anderswo im Evangelium (&amp;quot;the rhetorical richness and elegance of this section exceeds that of most of the literary structures elsewhere in the Gospel&amp;quot;). Komplizierte Sätze mit Partizipialangaben sind die Norm. Formulierungen sind gelegentlich unnötig kompliziert oder plump, Semitismen erscheinen weiter regelmäßig. (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;1-28&amp;lt;/u&amp;gt;: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wo zitiert&amp;lt;/u&amp;gt;: &lt;br /&gt;
Richard C. Blight, An Exegetical Summary of Mark 1–8 (ES), Dallas 2012;&lt;br /&gt;
Ernst Lohmeyer, [http://digi20.digitale-sammlungen.de/en/fontsize.3/object/display/bsb00051832_00001.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;start=50&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;rows=10&amp;amp;mode=simple Das Evangelium des Markus] (KEKNT), Göttingen 1951;&lt;br /&gt;
C.S. Mann, Mark. A New Translation with Introduction and Commentary (AB), Garden City 1986;&lt;br /&gt;
Rudolf Pesch, Das Markusevangelium. Erster Teil (HthKNT), Freiburg 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Weitere Literatur&amp;lt;/u&amp;gt;: Bartsch, Hans Werner (1980): [http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/thlz_105_1980/0058?sid=4d2a39a938bcf74cb5d91da9b80fb66e Zur Problematik eines Monopoltextes des Neuen Testaments. Das Beispiel Markus 2, Vers 15 und 16], in: ThLZ 105/2 (1980), S. 91-96 ;&lt;br /&gt;
zu 23-28: Rikk E. Watts, Mark, in: Commentary on the New Testament Use of the Old Testament (Hg. Carson/Beale), Grand Rapids 2007, S. 111-250|Übersetzungsvergleich = 1-28: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-28: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
Das ganze Kapitel ist jetzt fertig korrigiert. Wie bei Mk 1 gebe ich 2 Wochen, dann werde ich es als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markieren, wenn es keinen Widerspruch gibt. Ende März plane ich, noch einmal meine ganze Arbeit gegenzulesen. Wenn das geschehen ist (oder wenn sich jemand anderes die Mühe macht), kann man sich über &amp;quot;fertige Studienfassung&amp;quot; unterhalten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:20, 21. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Hochgesetzt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:04, 5. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anmerkungen zur Durchsicht===&lt;br /&gt;
Liebe Erstübersetzer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für eure mühevolle Arbeit und euren Einsatz. Bitte gebt doch hier auf der Diskussionsseite Bescheid, falls es bei eurer Übersetzung noch etwas zu beachten gibt oder wenn ihr an der Revision gerne beteiligt werden würdet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:00, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 13 formuliert Hendrik für &amp;quot;folge mir nach&amp;quot; etc. &amp;quot;Schließe dich mir an!&amp;quot;, was ich sehr nett formuliert finde. Da wir allerdings schon in Mk 1,16-20 &amp;quot;nachfolgen&amp;quot; haben und ich persönlich die Übersetzung auch nicht soo altmodisch finde, habe ich den Vorschlag in die Fußnote verlegt. Ich möchte nicht riskieren, nach 10 Versen, in denen die Übersetzung funktioniert, plötzlich im 11. auf Schwierigkeiten zu stoßen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:59, 16. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 18 habe ich die textkritische Fußnote zu &amp;quot;deine Jünger&amp;quot; entfernt, denn die Varianten sind unwesentlich und gering bezeugt. Auch die Variante &amp;quot;(Jünger) der Pharisäer&amp;quot; ist hauptsächlich byzantinisch und offenkundig sekundär. Auch sie trägt inhaltlich wenig aus. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:07, 17. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Vers 21 hatte Hendrik in einer Fußnote gefragt, ob man den nur implizierten Prozess (des Einlaufens beim ersten Waschen des ungewalkten Stoffs) in der Übersetzung nicht noch klarer zum Ausdruck bringen könnte. Ich würde dem fast zustimmen. Zur Art der Umsetzung würde ich mich über eure Vorschläge freuen. Beispielsweise könnte man in der SF mit einer Einfügung arbeiten, z.B. &amp;quot;[läuft beim Waschen ein und] reißt&amp;quot;, aber das ist recht lang. Vielleicht passt so ein Erweiterung eher in die Lesefassung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:11, 17. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mk 2,23b===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mal ein bisschen geforscht; ich biete hier mal eine alternative Lösung an, die, denke ich, einfacher und schöner ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) ἤρξαντο ὁδὸν ποιεῖν - Das ist von der Satzsemantik her merkwürdig. &amp;quot;Jesus ging durch die Felder. Und die Jünger begannen, sich einen Weg zu bahnen/zu wandern.&amp;quot; - Das beißt sich, denn wenn sie schon mit Jesus durch die Felder spazieren, müssen sie ja nicht erst noch mal extra anfangen, sich einen Weg zu bahnen. Sie tun&#039;s ja schon. Noch deutlicher ist das, wenn man, wie du vorschlägst, übersetzt mit &amp;quot;wandern&amp;quot;. Dazu schreibt schon Lohmeyer 1967: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Aber dann ergibt sich der Satz: Jesus wanderte, und seine Jünger begannen zu wandern. Man vermeidet diese Unmöglichkeit auch nicht, [sic] durch den Hinweis, daß Partizip und Infinitiv ihre Rollen hier vertauscht hätten, denn Mk und Lk haben Beide die Wendung, wenn sie sie lasen, neu geschrieben.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun ist aber das pleonastische ἄρχομαι eine häufige (26x) stilistische Eigenart des Markusevangeliums (Doudna 1961: The Greek of the Gospel of Mark. S. 51-53; Pryke 1978: Redactional Style in the Marcan Gospel. A Study of Syntax and Vocabulary as guides to Redaction in Mark. S. 79ff.); allerdings ist das kein Semitismus, sondern volkstümliches Griechisch (Reiser 1983: Syntax und Stil des Markusevangeliums. S. 45; Kleist 1936: The Gospel of Saint Mark, S. 205); es kann einfach ausgespart werden und der Infinitiv wie ein Vollverb übersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Das griechische Partizip kann vereinzelt ebenfalls als Vollverb verwendet werden - aber das sind Ausnahmefälle (nur 5x sicher in Mk, s. Pryke 1978, S. 67ff.)-, häufiger hat es aber auch telische Bedeutung (&amp;quot;um zu&amp;quot;) (vgl. z.B. Wallace, S. 635f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Das kai... kai als &amp;quot;als...da&amp;quot; hast du ja schon. Auch dieses temporale kai ist aber kein Semitismus, sondern auch im klassischen Griechisch gebräuchlich; vgl. z.B. Reiser 1983, S. 119. Vielleicht könnte man sogar überlegen, ob man nicht auch das kai in 24a hineinzieht: Als... und als...da.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das könnte man noch unterfüttern mit Literatur zu &amp;quot;Καὶ ἐγένετο&amp;quot;; das ist nämlich eine &amp;quot;stock phrase&amp;quot; zur Einleitung von temporalen Nebensätzen (also eben &amp;quot;als&amp;quot;); vgl. z.B. Bentein 2013: The Syntax of the Periphrastic Progressive in the Septuagint and the New Testament, S. 176; Beyer 1968: Semitische Syntax im Neuen Testament, S. 29; Levinsohn 2000: Discourse Features of New Testament Greek, S. 177-180.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; &lt;br /&gt;
* (Mgl.keit a): &amp;quot;Als Jesus einmal an einem Sabbat durch die Saatfelder wandelte, bahnten sich seine Jünger einen Weg /wanderten auch seine Jünger, um die Ähren abzustreifen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* (Mgl.keit b): &amp;quot;Als Jesus einmal an einem Sabbat durch die Saatfelder wandelte, bahnten sich seine Jünger einen Weg /wanderten auch seine Jünger und streiften die Ähren ab.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* (Mgl.keit c): &amp;quot;Als Jesus einmal an einem Sabbat durch die Saatfelder wandelte und seine Jünger sich einen Weg bahnten / wanderten, um die Ähren abzustreifen, (24) sprachen die Pharisäer zu ihm...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon: Eins noch zu Bens Anmerkungen in den Statustabellen unter Punkt E. Da fallen gelegentlich Worte wie &amp;quot;clumsy style&amp;quot;, &amp;quot;Vielzahl an Semitismen&amp;quot; usw. Aber sowohl Kleist 1936 als auch Doudna 1961 (mit Einschränkung) als auch Reiser 1983 vertreten die These, dass ein Großteil der syntaktischen Konstruktionen, die schon lange als Semitismen klassifiziert werden, in Wirklichkeit ganz normales volkstümliches Griechisch sind (z.B. Reiser 1983, S. 165: &amp;lt;code&amp;gt;Gerade bei den syntaktisch-stilistischen Erscheinungen, die unter den Semitismen dieses Evangeliums gewöhnlich an erster Stelle genannt werden und ihrer Häufigkeit wegen am meisten zum Eindruck des Semitischen daran beigetragen haben, weist nichts auf semitischen Einfluß hin.&amp;lt;/code&amp;gt;). Das heißt, diese obigen Klassifizierungen sind allenfalls umstritten. Ich würde die rausnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint ihr? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:55, 22. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin unterwegs hängen geblieben. Einige Rückfragen:&lt;br /&gt;
# Was versucht Lohmeyer anhand der Parallelstellen zu zeigen?&lt;br /&gt;
# Welche Funktion soll das pleonastische ἄρχομαι haben? Hast du Beispiele? &lt;br /&gt;
# Was soll es bewirken, wenn wir ἄρχομαι auslassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antworten helfen mir hoffentlich, deine Argumentation nachzuvollziehen. Meine gegenwärtige Lösung ist eine sehr breit vertretene, für die es Präzedenzfälle gibt, von daher halte ich sie für relativ solide. Ich freue mich aber über deine linguistisch gebildeten Vorschläge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu deiner letzten Bemerkung: Ich habe zumindest Reiser sehr wohl im Blick, aber (bisher) nicht zur Verfügung (gehabt). Und wenn ich dann in den Kommentaren etwas anderes lese - und gleichzeitig nicht weiß, was Reiser zu der entsprechenden Stelle sagen würde - verlasse ich mich auf die Einschätzungen, die ich habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon stehen meine Beobachtungen m.M.n. recht fest. Markus&#039; Stil ist nicht der schönste, und das volkstümliche Griechisch sehe ich gerade als den Grund dafür an, auch wenn ich es hier auf der Diskussionsseite nicht so explizit gemacht habe wie noch bei Kap. 1. Weiter glaube ich, dass sich manche der Konstruktionen möglicherweise sowohl durch volkstümliche als auch durch semitisch geprägte Sprache erklären lassen. Ich weiß nicht, ob wir in jedem Fall sicher sein können, wie Markus gedacht hat. Weiter kann ich mir gut vorstellen, dass der mutmaßliche Jude Markus (s. Einleitung bei Yarbro Collins) in Palästina ein volkstümliches Griechisch gelernt hat, das besondere semitische Einschläge hatte, und dass semitisch klingende Formulierungen dort eventuell beliebter waren als in anderen Gegenden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:49, 28. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1.: Ich denke, er will zeigen, dass die Stelle grammatisch problematisch ist und man daher besser nicht davon ausgehen sollte, dass hier (grammatisch regulär) Infinitiv und Partizip die Rollen vertauscht haben; und er folgert das daraus, dass sowohl Mt als auch Lk umformuliert haben (vgl Mt 12,1; Lk 6,1: Mt: ärxanto &#039;&#039;tillein&#039;&#039;; Lk: kai &#039;&#039;etillon&#039;&#039; hoi mathätai)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu 2.: Ich kann auch nur auf die angegebene Literatur verweisen, die ich dir ja zur Verfügung gestellt habe. Es ist pleonastisch, d.h. redundant. z.B. Doudna, S. 51: &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;Mark&#039;s extensive use of archomai with the infinitive where the two are equal to nothing more than the finite form of the verb with which the former appears [... also] in Xenophon and Aristophanes.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt; (so übrigens auch Moulton/Turner: A Grammar of New Testament Greek IV: Style. Edinburgh, 1976. S. 21, der die stilistischen Eigentümlichkeiten Mks aber auch für Aramäismen hält, hier aber unentschieden ist, ob das pleon. archomai erklärt werden muss als Aramäismus, Hebraismus oder Latinismus.)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu 3.: Die semantische Schwierigkeit des Textes, wie er aktuell da steht, ist, dass im zweiten Teilsatz die Jünger eingeführt zu werden scheinen als mit einer Tätigkeit beginnend, die Jesus schon tut; eben Lohmeyers &amp;quot;Jesus wanderte, und seine Jünger begannen zu wandern.&amp;quot; Wenn man das archomai als pleonastisch erklärt, streicht und den Infinitiv als Vollverb behandelt, verschwindet diese Schwierigkeit: &amp;quot;Jesus wandert, und auch seine Jünger wanderten&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Unabhängig davon&amp;quot; (nennen wirs künftig &amp;quot;4&amp;quot;, ok? :) ): Volkstümliches Griechisch ist aber doch etwas anderes als &amp;quot;durch Semitismen kontaminiertes Griechisch&amp;quot;. Und nicht-klassisches Griechisch (z.B. eben &amp;quot;volkstümliches Griechisch&amp;quot;) ist auch etwas anderes als &amp;quot;unschönes Griechisch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Sorry für meinen plötzlichen Rückgang an Mitarbeit, aber ich bin gerade im Prüfungsstress. Freitag ist der vorbei, aber dann gehts für mich erst mal auf Schweigeexerzitien. Ich werde also noch ein bisschen länger fast nichts von mir hören lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.P.S.: Fettgedruckte Stellen schauen bei mir seit Neuestem etwas unschön aus, mit nach außen verfließenden Rändern. Hat da jemand was an den Einstellungen geändert?&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:29, 3. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das ist eben nicht regulär. &amp;quot;Dokumentiert&amp;quot; heißt nicht regulär. Im NT gibt es nur 3-4 Stellen, wo das vermutet wird (einschl. Mk 2,23). Selten und vermutlich in irgendeiner Form &amp;quot;nicht hochsprachlich&amp;quot;, sodass die beiden anderen Glättungen darstellen. M.E. ist gerade das ein &amp;quot;volkstümliches&amp;quot; Phänomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ich kann nur von meiner Erfahrung sprechen, aber ich kann mich in den ersten 4 Kapiteln an keine einzige andere Stelle erinnern, wo das Verb überhaupt vorkommt. Von daher bin ich noch auf kein (anderes) Beispiel dieses vorgeblichen pleonastischen Gebrauchs gestoßen. Von daher müsste ich mir noch ein genaueres Bild davon machen und evtl. nach ein paar Wochen nochmal zur Stelle stoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Diese Schwierigkeit besteht doch nur, wenn man den Ptz.-Inf.-Tausch nicht gelten lassen will. Du hast allerdings recht, dass der Pleonasmus eine andere mögliche Erklärung wäre. Von deinen Möglichkeiten finde ich b) am besten, c) i.O. und a) unbefriedigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Ist mir klar, ändert aber nix. Markus schreibt rumpelig, das wird dir jeder (Kommentar) bestätigen. Seine Sprache ist nicht nur einfach, sondern auch kompliziert. Einige Semitismen kann man in jedem Kapitel fast sicher feststellen, und ich glaube weiter, dass manche Phänomene sich genauso plausibel als Semitismen erklären lassen. Ich will nicht sagen, dass Mk nicht volkstümlich schreibt, ich will nur sagen, dass er unzweifelhafte Semitismen enthält und dass andere Stellen unklarer sind. Das wird doch allein schon daran klar, dass diese Stellen jahrzehntelang plausibel als Semitismen einsortiert wurden. Übrigens: nicht-klassisches Griechisch ist nicht gleich volkstümliches Griechisch. Koine ist bspw. nicht-klassisch, aber nicht durchgehend so volkstümlich, wie man es bei Mk wahrnimmt. Erinnern wir uns: Auch Paulus spricht Koine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Du bist entschuldigt. ;-) Schön von dir zu hören. P.P.S.: KA. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:27, 4. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 1 und ad 3: Eben. Da wäre es doch besser, wenn sich die Stelle anders erklären ließe, oder nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 2: Deal. Die Literatur hast du ja :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 4: Ich persönlich traue mir da kein Urteil zu. SO gut ist mein Stilempfinden des Griechischen jetzt auch wieder nicht :) - ich weiß nur, es gibt da zwei konkurrierende Thesen. Die Semitismus-These hat mehr Rückhalt als die volkstümlich-These, aber das kann daran liegen, dass Letztere einfach noch nicht so alt ist und die entsprechenden Papyri noch nicht sehr lange im Umlauf sind. (Dafür finde ich persönlich sie sympathischer, weil sie Markus&#039; Griechisch &amp;quot;rettet&amp;quot; und dabei offenbar genau so plausibel Markus&#039; stilistische Besonderheiten erklären kann wie die Semitismus-These.) Soll heißen: Wissenschaftlich ist das wohl zulässig, Einzelstellen durch Semitismen zu erklären, aber Attribute wie &amp;quot;merkwürdiger&amp;quot; und &amp;quot;unnatürlicher&amp;quot; Stil würde ich trotzdem lieber nicht als Anleitung zur Erstellung der Lesefassung in die Qualitätstabelle setzen - das geht nach meinem Empfinden einen Schritt zu weit, steht zu krass auf der einen Seite der beiden Thesen und es würde ja auch nichts verloren, wenn man die entsprechenden Anmerkungen aus den Tabellen rauslässt, oder?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu &amp;lt;code&amp;gt;nicht-klassisches Griechisch ist nicht gleich volkstümliches Griechisch.&amp;lt;/code&amp;gt; - Ja...? Hab ich das irgendwo gesagt? Dann würde ich das zurückziehen. Aber ich kann das nirgends entdecken, dass ich das behauptet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich setz mich wieder an historische Christologie :/ - schönen Arbeitstag dir.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:56, 4. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Abjatar-Problem===&lt;br /&gt;
In letzter Zeit habe ich einige faszinierende Blogposts zum &amp;quot;Abjatar-Fehler&amp;quot; gelesen. Ich halte sie hier einfach mal fest:&lt;br /&gt;
* [http://www.thesacredpage.com/2014/12/did-jesus-deliberately-misquote-old.html Did Jesus deliberately misquote the Old Testament?] glaubt, Abjatars Erwähnung wäre eine Warnung an die Pharisäer, die für ihren Ungehorsam ebenso gerichtet würden wie Abjatar.&lt;br /&gt;
* Vier weitere Links habe ich [http://biblio-blog.de/lesetipps-andere-bibelblogs-november/ hier] festgehalten. Einer zeigt, dass es kein textkritisches Problem sein kann, die anderen drei bilden eine Serie, die ziemlich interessante Beobachtungen macht. Grundlegende These: In der Erzählung der Geschichte stecken so viele Fehler, dass es Absicht sein muss. Diese ist theologisch-literarischer Natur und wird erst aus dem markinischen Gesamtzusammenhang verständlich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:28, 5. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fußnote e wird auf „(Guelich 1989, 84)“ verwiesen, und zwar nach der Aufführung von Belegstellen. Bezieht sich dieser Verweis auf die Aussage vor den Belegstellen (und sollte dann dorthin verschoben werden), oder besteht der Beitrag von Guelich 1989 in der Nennung dieser Stellen (oder beides, wonach der Verweis an Ort und Stelle stehen bleiben kann)? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:08, 13. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 5===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fußnote l: Ist es Absicht, dass da steht „(Wirkung für Ursache)“? Ist nicht womöglich „Ursache einer Wirkung“ oder „Wirkung einer Ursache“ gemeint? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:08, 13. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 7===&lt;br /&gt;
&amp;quot;einen Gott&amp;quot;: Wäre es nicht sprachlich besser, mit &amp;quot;Gott allein&amp;quot; zu übersetzen? (So auch Bauer, Wörterbuch zum Neuen Testament, Spalte 466, zur Stelle.)&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JS|JS]]7. Januar 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Formulierung &amp;quot;der eine Gott&amp;quot; (&#039;&#039;heis ho theos&#039;&#039;) wird sicher auf das Schma Jisrael angespielt: &amp;quot;Höre, Israel: ... JHWH ist einer!&amp;quot; (&#039;&#039;JHWH ´echad&#039;&#039;, Dtn 6,4). Das würde bei der Üs. mit &amp;quot;Gott allein&amp;quot; wegfallen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 18:37, 7. Jan. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 10===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fußnote t, Diskussion zu „Menschensohn“: Wäre es auch möglich, mit „menschgewordene Sohn“ aufzulösen, oder wäre das nicht zulässig oder eine nicht anderswo belegte Sprachkonstruktion? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:08, 13. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 12===&lt;br /&gt;
&amp;quot;sodass&amp;quot; Die Schreibweise ist möglich, m.E. ist es jedoch gefälliger &amp;quot;so dass&amp;quot; zuschreiben (wie in Kapitel 3, Vers 20). Auf jeden Fall sollte die Schreibweise einheitlich sein.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JS|JS]] 7. Januar 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt. Solche kleinen Änderungen kannst du gern auch einfach selbst vornehmen :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 18:38, 7. Jan. 2017 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 18===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fußnote as: was ist denn die „kursive Übersetzung“? Was bedeutet die Abkürzung „aü“ in „Luther, EÜ, ZÜR, NGÜ, aü“, „andere Übersetzung(en)“? Dann entweder in das Terminologie-Verzeichnis oder ausschreiben. --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:08, 13. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
===Vers 5===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für deine Sünden sind vergeben eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:45, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 6===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Schriftgelehrte eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:47, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 7===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Sünden vergeben eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:50, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 9===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Deine Sünden sind dir vergeben eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:51, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 10===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Macht hat Sünden zu vergeben eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:54, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 14===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Folge mir nach eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:56, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 15===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Sünder und viele, die ihm nachfolgten eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:58, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 16===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Schriftgelehrte, Pharisäer und Sünder eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:01, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 17===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Gerechte und Sünder eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:03, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 18===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Jünger und Pharisäer eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:04, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 23===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Sabbat und Jünger eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:07, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 24===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Pharisäer und Sabbat eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:09, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
===Vers 26===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Hohepriester eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:11, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;wie&amp;quot; am Anfang ist groß zu schreiben!&lt;br /&gt;
[[Benutzer:JS|JS]] 7. Januar 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 27+28===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Sabbat eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:12, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_1&amp;diff=25165</id>
		<title>Diskussion:Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Markus_1&amp;diff=25165"/>
		<updated>2017-03-18T10:40:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Sinnabschnitte&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = Dymat &amp;lt;br /&amp;gt; Einteilung nach Gnilka 1978  (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1989): 1-15 (1-8, 9-11, 12-13, 14-15), 21-28, 29-34, 35-39, 40-45 (Wolfgang)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = 1-45 (Ben)&lt;br /&gt;
|Alternativen = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = 1-45: ja, s. jedoch den Abschnitt unten zu V. 3. Mom. fehlt eine Fn zu Gottes Königsherrschaft/Reich in V. 15. Textkritik wird ab V. 27 nicht mehr besprochen! (Ben)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = 1: Elliptischer Einleitungssatz, in dem etliche Artikel ausgelassen sind (was häufiger zu beobachten ist). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2-3: Eingeleitetes, kombiniertes Schriftzitat (vgl. Fußnoten), das Johannes und Jesus zueinander sowie zu atl. Prophezeiungen in Beziehung bringt und denen Markus im weiteren Verlauf des Evangeliums folgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4-13 formulieren „biblisch klingend“ (France): sehr semitisierend, wobei Sätze mit &amp;quot;und&amp;quot; beginnen und direkt durch das Prädikat eingeleitet werden. Verschränkter Satzbau, Hebraismen, &amp;quot;sein&amp;quot; und &amp;quot;werden/sich ereignen&amp;quot; als generische Prädikate. Die Satzeinleitungen mit kai und die kurzen Sätze könnten auch auf Markus&#039; volkstümlichen griechischen Erzählstil zurückzuführen sein (NSS zu Mk 1,12, beruft sich auf M. Reiser, Syntax und Stil des Markusevangeliums im Licht der hellenistischen Volksliteratur, 1984). Jede ungewöhnliche Formulierung, die in der SF noch vorhanden ist, ist diesem Stil geschuldet. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1-45: Weiter formuliert Markus sehr gerafft (εὐθὺς in 10 und 12 usw.; kurze, schnell abgeschlossene Handlungsstränge), aber lebendig. kai &amp;quot;und&amp;quot; ist eine äußerst häufige koordinierende Konjunktion (sonst ist im Griechischen eher de &amp;quot;und/aber&amp;quot; üblich). Der Prolog (1-15) steckt voller wiederholter Schlüsselbegriffe und stellt Johannes und Jesus mit ihrem Wirken in Erfüllung des Schriftzitats in 2-3 nebeneinander. (Ben)&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = &amp;lt;u&amp;gt;Kommentare&amp;lt;/u&amp;gt;: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1 und wo zitiert: Rudolf Pesch, Das Markusevangelium. Erster Teil (HthKNT), Freiburg 1976.&lt;br /&gt;
Wo zitiert: &lt;br /&gt;
Richard C. Blight, An Exegetical Summary of Mark 1–8 (ES), Dallas 2012;&lt;br /&gt;
Ernst Lohmeyer, [http://digi20.digitale-sammlungen.de/en/fontsize.3/object/display/bsb00051832_00001.html?prox=true&amp;amp;phone=true&amp;amp;start=50&amp;amp;ngram=true&amp;amp;hl=scan&amp;amp;rows=10&amp;amp;mode=simple Das Evangelium des Markus] (KEKNT), Göttingen 1951;&lt;br /&gt;
C.S. Mann, Mark. A New Translation with Introduction and Commentary (AB), Garden City 1986.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1-45: Adela Yarbro Collins, Mark. A Commentary (Hermeneia), Minneapolis 2007;&lt;br /&gt;
R. T. France, The Gospel of Mark: A Commentary on the Greek Text (NIGTC), Grand Rapids 2002;&lt;br /&gt;
Robert A. Guelich, Mark 1–8:26 (WBC), Dallas 1989&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Weitere zitierte Werke&amp;lt;/u&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Heinrich Greeven/Eberhard W. Güting, [http://http://books.google.com/books?id=fQfcYU2JsskC Textkritik des Markusevangeliums], Münster 2005;&lt;br /&gt;
Peter Head, [https://app.box.com/shared/yvo5xg56nn A Text-Critical Study of Mark 1.1: &#039;The Beginning of the Gospel of Jesus Christ&#039;], in: NTS 37.4 (1991), S. 621-629;&lt;br /&gt;
Bruce Manning Metzger, A Textual Commentary on the Greek New Testament. A Companion Volume to the United Bible Societies’ Greek New Testament (4th rev. ed.), London &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1994;&lt;br /&gt;
Tommy Wasserman, [http://evangelicaltextualcriticism.blogspot.com/2011/10/mark-11-handout.html Mark 1:1 Handout]. Zu dem Vortrag „The &amp;quot;Son of God&amp;quot; Was in the Beginning (Mark 1:1)“, den Wasserman auf der internationalen SBL-Konferenz 2010 hielt;&lt;br /&gt;
ebd., [http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Historical and Philological Correlations and the CBGM as Applied to Mark 1:1], in: TC 20 (2015);&lt;br /&gt;
Wieland Willker, [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/TCG/ An Online Textual Commentary on the Greek Gospels: Mark], Bremen &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt;2013&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AT-Zitate: Rikk E. Watts, Mark, in: Commentary on the New Testament Use of the Old Testament (Hg. Carson/Beale), Grand Rapids 2007, S. 111-250 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter: Gerhard Delling, πλήρης, πληρόω, πλήρωμα, ἀναπληρόω, ἀνταναπληρόω, ἐκπληρόω, ἐκπλήρωσις, συμπληρόω, πληροφορέω, πληροφορία, in: TDNT, 283-311; &lt;br /&gt;
Edward P. Dixon, Descending Spirit and Descending Gods: A “Greek” Interpretation of the Spirit’s “Descent as a Dove” in Mark 1:10, in: JBL 128/4 (2009), 759–780;&lt;br /&gt;
M. J. Selman, House, in: New Bible Dictionary (Hg. Wood/Marshall u.a.), Leicester 1996, S. 487-90 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = 1-45: EÜ, Lut, REB, NGÜ, GNB, Zür, Menge (Ben)&lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = 1-45: ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
Die Verse 1-3 brauchen nur noch den Übersetzungsvergleich und können somit von mir aus als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markiert werden - wenn es keine Einsprüche gibt. Über Feedback zur Verständlichkeit und Relevanz der Fußnoten würde ich mich freuen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:11, 31. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1-8 erfüllen jetzt alle Kriterien (bis auf die fehlende Analyse der Constructus-Verbindung &amp;quot;Stimme eines Rufenden&amp;quot; in V. 3). Sie bilden auch eine abgrenzbare Untereinheit (z.B. France). Wer möchte, darf probe- und korrekturlesen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:52, 2. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: 1-15 (die &amp;quot;längere&amp;quot; Einleitung) sind jetzt fertig. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:11, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: 1-22. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:32, 7. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
: Das ganze Kapitel! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:32, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Bei zwei Fragen würde ich mich besonders über Rückmeldungen freuen: a) die textkritische Argumentation und folgende Auslassung von &amp;quot;Sohn Gottes&amp;quot; in V. 1. b) die Übersetzung von eis auton in V. 11 samt Fußnote. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur möglichen späteren Revision: die Fn zu &amp;quot;aus Nazaret in Galiläa&amp;quot; (Titel oder Lokalangabe?) in V. 9. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Kapitel ist jetzt fertig korrigiert. Ich gebe 2 Wochen, dann werde ich es als &amp;quot;fast fertig&amp;quot; markieren, wenn es keinen Widerspruch gibt. Ende März plane ich, noch einmal meine ganze Arbeit gegenzulesen. Wenn das geschehen ist (oder wenn sich jemand anderes die Mühe macht), kann man sich über &amp;quot;fertige Studienfassung&amp;quot; unterhalten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:32, 15. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, das Verfahren erscheint mir sinnvoll. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 13:12, 17. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Momentan haben wir bzgl. der Status die ungünstige Situation, dass die Studienfassung sowohl als fast fertig als auch (wg. des Status &amp;quot;Lesefassung in Arbeit&amp;quot;) als &amp;quot;final&amp;quot; eingeordnet ist (hier und bei [[Markus 2]]). Mein erster Gedanke wäre: Da das Statussystem noch nicht aktualisiert und die Lesefassung schon &amp;quot;anübersetzt&amp;quot; ist, lasst uns den LF-Status doch zunächst herausnehmen. Was meint ihr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht nutze ich das auch als Motivation, die Gegenlese doch noch schnell demnächst zu machen... --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:13, 30. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Treffen war vom zehnten bis zwölften Oktober und bis jetzt wurde das Statussystem nicht geändert. Ich würde es dringend ändern. Wäre dafür, den Status für die Lesefassung raus zu nehmen. Aber das Statussystem sollte so schnell wie möglich verbessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Mongoose|Mongoose]] 23:44, 30. Dez. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Vorerst entfernt. --[[Benutzer:Ben|Ben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Status hochgesetzt! Es fehlen natürlich noch abschnittsweise Anmerkungen sowie die Ausgliederung textkritischer Fn i.S. der neuen SF-Kriterien, die wir so gut wie abgesegnet haben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 05:18, 14. Feb. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Für später===&lt;br /&gt;
* Die Möglichkeit einer Fußnote zur &amp;quot;Umkehr&amp;quot; in V. 15 wäre zu prüfen.&lt;br /&gt;
* Fn zu &amp;quot;Reich Gottes&amp;quot; in V. 15 fehlt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 06:10, 8. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
„Die Wortkette von ὰρχὴ bis τῷ προφήτῃ zu Beginn des Markusevangeliums bildet einen zusammenhängenden Satz, der folgendermaßen zu übersetzen ist: ‚Anfang des Evangeliums Jesu Christ wie er aufgeschrieben ist bei Jesaja, dem Propheten.“ (St. Alkier, Die Realität der Auferweckung in, nach und mit den Schriften des Neuen Testaments, Tübingen 2009, S. 89)&lt;br /&gt;
M.E. bleibt die Verknüpfung von Vers 2 mit Vers 1 oder mit den Versen 3 und 4 trotzdem unsicher. Ich würde eher im Sinne der Anmerkung c zu Vers 1 plädieren.&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nestle-Aland setzt hier die unsichere Lesart [des Sohnes Gottes] in Klammern, was bedeutet, dass man keine finale Entscheidung treffen wollte. Das müssen wir aber! Ich habe die Lesart mal in eine Fußnote verschoben. Sinnvoll ist evtl. zudem, beide Lesarten im Text zu listen (eine in der Klammer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ἀρχὴ können wir evtl. noch nachweisen, dass die Übersetzung mit bestimmtem Artikel richtig ist. Der NSS hat m.W. einen Beleg bei DBR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studienfassung sollte auch den Genitiv &amp;quot;Jesu Christi&amp;quot; bestimmen. M.M.n. ist er objektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Evangelium&amp;quot; brauchen wir eine Fußnote. Zudem sollten wir erklären, warum der Satz prädikatlos ist und welche Funktion er hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich überlasse das gerne einem Freiwilligen, werde das ansonsten aber selbst bald in Angriff nehmen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:15, 18. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Fußnoten sollten alle aufgeworfenen Fragen beantworten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:11, 31. Dez. 2013 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 3===&lt;br /&gt;
Die Funktion der wörtlich ins Griechische übersetzten Konstruktus-Verbindung will ich noch genauer erforschen. Ich wüsste nicht, dass meine Kommentare dazu geschrieben hätten. Fast alle Übersetzungen umschreiben: &amp;quot;eine Stimme ruft&amp;quot; (Menge, EÜ, NGÜ). GNB: &amp;quot;In der Wüste ruft einer&amp;quot;, Luther: &amp;quot;Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste&amp;quot;. Zür übersetzt das Ptz. substantiviert: &amp;quot;Stimme eines Rufers&amp;quot;. Zumindest für die Lesefassung brauchen wir eine Vorstellung, wie wir das adequat wiedergeben wollen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:06, 1. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kurze Fußnote geschrieben. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 06:10, 8. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ist mir entgangen, dass du hierüber nachgedacht hast, sry. Das ist ein nominaler Ausrufesatz. z.B. BrSynt §13a: &lt;br /&gt;
:: &amp;quot;&#039;&#039;Ausrufe, die die Aufmerksamkeit erregen sollen (§4) können auch als Satzäquivalente auftreten und bilden dann eingliedrige Nominalsätze, die lediglich die Existenz des Subjektes betonen, wie &#039;&#039;`ereb&#039;&#039; &amp;quot;es ist Abend&amp;quot; Ex 16,6; &#039;&#039;uboqer&#039;&#039; &amp;quot;es ist Morgen&amp;quot; ebd. 16,7 [...].&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
: Speziell zu &#039;&#039;qol&#039;&#039; als ein solcher Ausrufesatz vgl. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094691 Kön III §354] mit einigen Stellen. Schön deutlich z.B. Hld 2,8, wo ich gerade dran sitze: &amp;quot;Das Geräusch meines Geliebten! Sieh! Da! Er kommt!&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Jes 40,3 und hier wäre dann entsprechend: &amp;quot;Die Stimme eines Rufers in der Wüste!&amp;quot;, also sinngemäß &amp;quot;Horch! Da ruft jemand in der Wüste!&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 13:48, 29. Jan. 2016 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klingt nach einer eleganten Lösung. Kann vielleicht sogar in die Übersetzung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] ([[Benutzer Diskussion:Ben|Diskussion]]) 15:49, 29. Jan. 2016 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 8===&lt;br /&gt;
Dymat setzt in seiner Erstübersetzung eine Fußnote: &amp;lt;code&amp;gt;Da das Wort βαπτίζω eintauchen bedeutet, ist die Übersetzung in heiligem Geist m.E. die bessere Variante.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich wird das Wort in der LXX (bei Naaman) so gebraucht, im Neuen Testament würde ich aber von einer Bedeutungsverschiebung ausgehen. Hier wird das Wort zum Terminus technicus für eine zeremonielle Handlung. Man müsste untersuchen, ob das Untertauchen tatsächlich dazugehörte, und ob αὐτὸς δὲ βαπτίσει ὑμᾶς ἐν πνεύματι ἁγίῳ das wirklich signalisieren soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Collins 2007, 140 bestätigt Johannes die Praxis des Eintauchens, die auch in Qumrans Ritualbädern praktiziert wurde, allerdings ohne Quellen- oder weitere Angaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ἐν instrumental gemeint ist, aber auch mit der lokalen Deutung kann ich mich anfreunden. Aber auch wenn von einer Taufe &amp;quot;im Heiligen Geist&amp;quot; die Rede ist, würde das ein Unter- oder Eintauchen in den Geist beinhalten, oder wäre das Konzept nicht doch eher übertragen zu verstehen? Wenn Dymats Beobachtung stimmt, würde ich mich sehr über Vorschläge freuen, wie man das auf Deutsch ausdrücken könnte! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:02, 1. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommentar von France 2002, 72 befasst sich mit der Frage. Er warnt davor, zu viele Bilder in das Konzept der Geistestaufe hineinzulesen. Seine Schlussfolgerung: &amp;lt;code&amp;gt;The antithesis focuses neither on the verb βαπτίζω nor on its syntactical links, but on the contrast between water and the Holy Spirit, and on the two different levels of efficacy in the ministries of John and his successor which they represent.&amp;lt;/code&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Guelich 1989, 25 schreibt: &amp;lt;code&amp;gt;John, focusing on his baptism as the trademark to his ministry, used baptism metaphorically to contrast his ministry with that of “the Greater One.” The bestowal of the Spirit expressed metaphorically as a baptism signified God’s eschatological act of salvation promised long ago by the prophets ... Therefore, the Baptist was declaring the dawn of a new day of salvation, not simply a new baptism. &amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches schreibt auch Pesch 1976, 85f. zur Geistestaufe, auch wenn er pneuma gerne als &amp;quot;Sturm&amp;quot; (des göttlichen Gerichts) verstehen möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher werde ich die Fußnote entfernen und die instrumentale Übersetzung von en vorziehen. Über Rückfragen freue ich mich natürlich. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:22, 2. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich glaube auch, mich erinnern zu können, mal gelesen zu haben, dass viele Ritualbäder in Qumran eigentlich zu klein waren, als dass da jemand wirklich hätte untertauchen können (gleiches gilt für die urchristlichen Taufstätten). Auch dann wäre es wohl wirklich sinnvoller, βαπτίζω als schon zu Qumran-Zeiten ritualisierte Handlung aufzufassen, die nur noch begriffsmäßig mit dem &amp;quot;Untertauchen&amp;quot; zusammenhängt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ἐν: Schwyzer II.B.V.2.b.7.1 (das sind geile Stellenangaben :) - ist S. 457f.) erwähnt noch, dass ἐν + Lebewesen auch &#039;&#039;sozial&#039;&#039; verorten kann: &amp;quot;in Gegenwart von X, vor X&amp;quot; (aber das ist hier wohl theoretisch möglich und eher unwahrscheinlich). Wallace S. 374 diskutiert Mk 1,8, übersetzt &amp;quot;but he shall baptize you &#039;&#039;&#039;with&#039;&#039;&#039; the Holy Spirit&amp;quot; und kommentiert: &amp;quot;Here it is obvious that Christ is the agent (since autós is the subject) and the Holy Spirit is the means (and perhaps sphere) that the Lord uses to baptize.&amp;quot;--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:20, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Schützenhilfe und Belege! :-) Zu Qumran meine ich den etwas kurzen Besprechungen zu entnehmen, dass man dort von einer Untertauch-Taufe ausgeht. Eigentlich waren alle bekannten Ritualbäder aus dieser Zeit zum Tauchen. Gerade im Kontext von Markus 1 spricht sprachlich auch vieles für ein Untertauchen. Wenn man Johannes&#039; Taufe als eine Art Vollzug der levitischen Reinigungsbäder versteht, dann ist auch da Untertauchen nicht unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu en: Genau so habe ich es am Ende auch verstanden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:41, 3. Jan. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 12===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote ac wird &#039;&#039;brachte&#039;&#039; und &#039;&#039;trieb&#039;&#039; gegenübergestellt, „führte“ findet hier keine Erwähnung mehr. Handelt es sich um eine weniger passende Formulierung, die nicht in den Fordergrund gestellt werden soll hinsichtlich des weiteren Fußnotentexts, oder soll „trieb“ auch „führte“ mitabdecken? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 11:36, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 13===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dienten (versorgten, warteten auf)&#039;&#039; – &#039;&#039;warteten auf&#039;&#039; bestimmt nicht im Sinne von „auf jemanden warten“, sondern von „Aufwartung machen“, Synonym für „dienen“, oder? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 11:36, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 16===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote al ist die Rede von einem hellenistischen Dialekt. Könnte dieser auch in Vers 10, Fußnote y anzutreffen sein? „Der Geist von oben auf ihn herabkam“ vs. „der Geist kam (sich in ihm befindend)“ analog zu „warfen Wurfnetze von außerhalb ins Meer hinein“ vs. „warfen Wurfnetze (sich) im Meer (befindend)“? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 11:59, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 21===&lt;br /&gt;
&amp;quot;gingen&amp;quot; ist Historisches Präsens &lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]5. Januar 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote av steht &#039;&#039;„in Bann geschlagen“&#039;&#039;. Müsste es nicht heißen „in den Bann geschlagen“? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:26, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 24===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote ax steht „Lasst das sein!“. Müsste es nicht heißen „Lass das sein“, oder ist die gegenwärtige Formulierung durch die angeführten Zitate vorgegeben? --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 12:26, 4. Jun. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 32===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fußnote [[Markus_1#note_bm|bm]] steht „ELB“. Im Glossar ist ELB ungenau definiert und es gibt daneben noch REB. Welche Revision ist mit „ELB“ gemeint, oder sollen alle Elberfelder-Revisionen inkl. REB referenziert werden? Betrifft das ganze Markus-Evangelium. --[[Benutzer:Skreutzer|Skreutzer]] ([[Benutzer Diskussion:Skreutzer|Diskussion]]) 14:48, 20. Sep. 2015 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
===Status===&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für das griechische Wort Evangelium eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:28, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schlage sowohl für Lesefassung als auch für Studienfassung „Freudenbotschaft“ vor, dass ich in Mk16 verwendet habe. Es ist recht wörtlich übersetzt und passt zu Bens Fußnote. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar eine klangvolle Lösung, aber sie ist mir etwas zu spezifisch. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie nicht in allen Kontexten passen könnte. Zu spezifisch ist die Konnotation &amp;quot;Freude&amp;quot;, die in &amp;quot;Evangelium&amp;quot; so nicht direkt enthalten ist. Auch wenn von Nachrichten vom Kaiser scheinbar Freude als Reaktion erwartet wurde, wissen wir nicht, ob der Begriff als so technisch bekannt war, dass man diese Erwartung automatisch hineingelesen hätte. Es ist eben völlig unklar, ob die Parallelen bewusst oder zufällig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klopfen wir doch mal ab. &amp;quot;Evangelium&amp;quot; scheint mehrere Konnotationen zu enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I. Ethymologisch&#039;&#039;&#039; (und wohl auch kontextuell vorhanden, aber wie stark, ist die Frage) sind zwei Informationen:&lt;br /&gt;
# Eine (religiöse oder in den religiösen Bereich gerückte) Botschaft&lt;br /&gt;
# Als Botschaft, Nachricht oder Neuigkeit handelt es sich um eine Information, 1. die nicht jeder kennt, 2. die zur Weitergabe bestimmt ist (oder üblicherweise weitergegeben wird).&lt;br /&gt;
# Diese Botschaft ist positiv (man könnte sagen: ein Grund zur Freude, aber man muss nicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;II. Aus dem NT&#039;&#039;&#039; haben wir weitere Informationen: &lt;br /&gt;
# Theologisch: Diese Botschaft kommt von Gott. Sie ist zumindest teilweise schon im AT angekündigt/enthalten. Diese Botschaft muss man im Glauben annehmen. Sie bringt allen Menschen, die das tun, Heil. Die Informationen &amp;quot;gut&amp;quot;, &amp;quot;Nachricht&amp;quot; und &amp;quot;Weitergabe&amp;quot; sind korrekt, weswegen das Wort wohl auch von den Christen angenommen wurde.&lt;br /&gt;
# Es gibt jedoch verschiedene Ausprägungen, nämlich&lt;br /&gt;
## vorchristliche (z.B. die Verkündigung Jesu)&lt;br /&gt;
## christliche (das christliche, heilsbringende Evangelium)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;III. Aus der frühen Kirche&#039;&#039;&#039; kommt der Wandel zur Gattungsbezeichnung, der sich möglicherweise zum ersten Mal in der Einleitung des Markusevangeliums findet, entweder (und da bin ich mir unsicher)&lt;br /&gt;
# für ein Werk, das diese Botschaft (mit ihrem Zentrum: Jesus) festhält und erklärt oder&lt;br /&gt;
# speziell als Bericht des Lebens, der Botschaft, Passion und Auferstehung Jesu (so der moderne technische Sinn)&lt;br /&gt;
oder beides.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der ideale deutsche Begriff/Formel&#039;&#039;&#039; wäre &#039;&#039;&#039;a) theologisch korrekt&#039;&#039;&#039; (d.h. nicht irreführend), &#039;&#039;&#039;b) weit&#039;&#039;&#039; genug, um nicht nur die christliche Verkündigung, sowie zudem den Gattungsbegriff zuzulassen und in jeden Kontext zu passen, und &#039;&#039;&#039;c)&#039;&#039;&#039; in seiner Zusammensetzung (das Deutsche ist wie das Griechische eine synthetische Sprache, in der in vielen Wörtern die Bestandteile direkt erkenntlich sind) &#039;&#039;&#039;genauso deutlich wie das griechische Wort&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich mehrere Erwägungen:&lt;br /&gt;
# Ist es möglich, einen Begriff/Formel zu finden, um das Wort einheitlich zu übersetzen? Wenn nicht, müssen wir entweder a) je nach Kontext unterschiedliche Lösungen finden oder b) bei &amp;quot;Evangelium&amp;quot; als theologischem Fachbegriff bleiben.&lt;br /&gt;
# Ist es angesichts der vielfältigen Verwendungen und dieser Anforderungen sinnvoller, den Begriff einheitlich ins Deutsche zu übertragen, oder ist &amp;quot;Evangelium&amp;quot; als terminus technicus (t.t.) ausreichend? Der größte Nachteil von dt. &amp;quot;Evangelium&amp;quot; ist die fehlende sprachliche Klarheit. Damit geht ihm nicht nur Aussagekraft, sondern auch eine gewisse emotionale Wirkung ab.&lt;br /&gt;
# Es könnte einen gewissen Wert haben, in beiden Fassungen gleich vorzugehen.&lt;br /&gt;
# Wie wichtig ist uns beispielsweise der Gattungsbegriff? Können wir ihn vernachlässigen?&lt;br /&gt;
# Welche Rolle spielt für uns das Übersetzungsziel der Akzeptabilität? Mit anderen Worten: Vielleicht sollten wir zu exotische oder komplexe Lösungen vermeiden. Gerade die Lesefassung soll (wohl gerade auch in Hinsicht auf solche Schlüsselwörter) aus sich selbst heraus verständlich sein. Es kommt also vermutlich keine Übersetzung in Frage, der man nicht auf den ersten Blick anmerkt, dass sie sich aus Sicht des Christen hauptsächlich auf die christliche Botschaft bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist nicht zu Ende gedacht, es könnte weiter Folgerungen geben. Ich glaube, eine einheitliche Übersetzung (zumindest für die christliche Botschaft etwas bei Paulus) wäre wünschenswert. Ob man durchweg einheitlich oder nur innerhalb eines Bezugsrahmens einheitlich bleiben möchte, hängt vermutlich davon ab, welche Optionen wir finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Rest muss ein Brainstorming klären. Ich glaube nicht, dass wir auf eine Lösung kommen werden, die noch niemand vor uns angewandt hat. Helfen könnten uns auch Beobachtungen, welche anderen Wendungen die biblischen Autoren auf dasselbe Konzept beziehen. (In Mk ist das z.B. &amp;quot;Wort&amp;quot; oder besser &amp;quot;Botschaft&amp;quot;.) Ich setze mal das Brainstorming fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olafs erster Vorschlag war &amp;quot;Freudenbotschaft&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute allgemeine Begriffe wären &amp;quot;gute Nachricht&amp;quot; oder &amp;quot;Frohe /Frohbotschaft&amp;quot;. Theologisch und wirkungsgeschichtlich angemessen wäre &amp;quot;Heilsbotschaft&amp;quot;, aber auch das ist relativ spezifisch (mehr als nötig?). Diese Vorschläge haben wie &amp;quot;Freudenbotschaft&amp;quot; den Nachteil, dass wir sie nicht als Gattungsbezeichnung gewöhnt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige spezifische Übersetzungen könnten z.B. in Richtung &amp;quot;die christliche Botschaft&amp;quot;, &amp;quot;Gottes Botschaft&amp;quot; oder &amp;quot;Heilsbotschaft&amp;quot; gehen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:32, 12. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 4===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Umkehr zur Vergebung der Sünden eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:33, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt „Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ habe ich in Lk3 „Bußtaufe zur Sündenvergebung“ gewählt – in der dortigen Studienfassung habe ich außerdem Ersatzformulierungen zu den einzelnen Teilbegriffen. Ich halte aber sowohl „Bußtaufe“ als auch „Sündenvergebung“ für gut verständlich für unsere Zielgruppe. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den beiden letzten Begriffen könnte man vielleicht doch noch nach zugänglicheren Begriffen suchen. Oben hast du ja immerhin argumentiert, &amp;quot;Evangelium&amp;quot; müsste man durch einen verständlicheren Begriff ersetzen. &amp;quot;Buße&amp;quot; ist sehr speziell und &amp;quot;Sündenvergebung&amp;quot; klingt m.E. in schon fast abschreckender Weise theologisch. Hier können wir uns sicher weitere Stimmen anhören. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 06:10, 8. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 7===&lt;br /&gt;
  stärker ist, als ich - Das Komma ist zu streichen [[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen zu binden - &amp;quot;binden&amp;quot; weckt die Assiziation von &amp;quot;zubinden&amp;quot;, das gr. Wort meint aber &amp;quot;lösen, aufbinden&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 8=== &lt;br /&gt;
  mit dem Heiligen Geist taufen - &lt;br /&gt;
Im Griechischen steht kein Artikel, sollte dann nicht auch ohne Artikel „mit heiligem Geist“ übersetzt werden und damit die „Biblisch-theologische Fachsprache“ (Übersetzungskriterien!) vermieden werden (also heilig auch nicht großgeschrieben!)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers9===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geschah folgendes – Folgendes ist groß zu schreiben (Amtliche Regelung – deutsche Rechtschreibung)&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 14===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für das Evangelium Gottes eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:36, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe V. 1. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 17===&lt;br /&gt;
Hier wäre zu überlegen, ob es für Kommt, folgt mir nach eine Ersatzformulierung im Deutschen gibt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:39, 28. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl „kommen“ als auch „nachfolgen“ ist aktuelle und allgemein übliches Hochdeutsch. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:00, 9. Mär. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 22===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  der Vollmacht hat und nicht     - Nach &amp;quot;hat&amp;quot; fehlt ein Komma! &lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 23=== &lt;br /&gt;
  Mann mit einem unreinen Geist     - &lt;br /&gt;
im Griechischen steht ἄνθρωπος, warum also nicht – geschlechtergerecht – „Mensch“ übersetzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer: JS|JS]] 16.00, 15. Dezember 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 23-34===&lt;br /&gt;
Auf vielfachen Wunsch habe ich im Beispiel für die didaktische Variante zu Dämonen den Text editiert und nun unheilige Gedanken ersetzt durch unheilige Geister bzw. unheiligen Geist mit Ausnahme von zwei Stellen, wo der Begriff im Zusammenhang mit Besessenheit auftaucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier das Zitat aus der Verstehbibel. Man könnte überlegen, an welchen Stellen im Text von xobin Dämon ersetzt werden kann durch unheiliger Geist. Der Begriff unheilig ist mir deshalb wichtig, weil er einen sprachlichen Antagonismus darstellt zu heiligem Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich trat in ihrer Kirche ein Mann in Erscheinung. Der war besessen von einem unheiligen Gedanken. Er brüllte wild herum. Seine Sprüche waren dabei diese: Ha! Was willst du überhaupt bei uns, Jesus? Du bist doch aus Nazareth. Weshalb bist du gekommen? Willst du uns kaputt machen? Ich kenn dich nur zu gut. Du bist der Heilige von Gott! Jetzt fuhr Jesus ihm ins Wort: Lass die Sprüche! Mach dich weg von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Stelle bekam der Mann Schüttelkrämpfe. Der unheilige Geist schrie dabei lauthals. Dann verließ er den Mann. Tief erschüttert fragten sich alle untereinander: Was war das? Ist das die neue Art zu predigen? Der erteilt mit Vollmacht den unheiligen Geistern Befehle. Und die gehorchen ihm. Das sprach sich sofort überall herum. Das ganze Gebiet von Galiläa erfuhr davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie aber hatten die Kirche schon wieder verlassen. Jakobus und Johannes kamen mit. Gemeinsam gingen sie mit Simon und Andreas zu deren Elternhaus. Die Schwiegermutter von Simon lag nämlich mit Fieber krank im Bett. Umgehend gab man ihm Bericht über ihren Zustand. Schon trat er auf sie zu. Er nahm sie bei der Hand und zog sie hoch. Das Fieber verschwand auf der Stelle. Sie konnte nun ihre Gäste sogar bewirten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen war es Abend geworden. Die Sonne war schon am untergehen. Und doch brachte man noch zu ihm alle Elenden und alle von unheiligen Gedanken Besessenen. Ja, die ganze Stadt versammelte sich vor der Haustür. Dort heilte er viele Kranke und Elende. Auch verscheuchte er jede Menge unheiliger Geister. Er ließ diese Dämonen aber nicht zu Wort kommen. Sie kannten ihn nämlich nur zu gut. Schließlich war er ja der Christus.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 13:26, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wort zum sprachlichen Hintergrund. Wenn Markus von &amp;quot;unreinen Geistern&amp;quot; schreibt, steht das synonym für &amp;quot;Dämonen&amp;quot;. Er benutzt diese Wendung absichtlich, um hervorzuheben, was für die Juden unrein ist. Nämlich offenbar auch die erwähnten Dämonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin abgesehen davon noch immer nicht überzeugt, dass wir Dämon überhaupt durch einen modernen Begriff ersetzen müssen. Die einzige bedeutungsäquivalente Übersetzung wäre &amp;quot;böser Geist&amp;quot;, aber ich sehe nicht, dass sie besser geeignet wäre. &amp;quot;unheilig&amp;quot; hebt eine zu spezielle Nebenbedeutung hervor. Die beste Ersatzformulierung ist in dieser Hinsicht möglichst neutral. Beispielsweise schwingen bei &amp;quot;böser Geist&amp;quot; m.E. keine anderen Konnotationen mit als bei &amp;quot;Dämon&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;quot;unheiliger Geist&amp;quot; gäbe es zudem die Gefahr, das theologisch falsch zu verstehen. Es gibt &#039;&#039;einen&#039;&#039; Heiligen Geist. Wenn wir dann von einem &#039;&#039;unheiligen Geist&#039;&#039; sprechen, denken sich manche Leser vielleicht, dass der &amp;quot;unheilige Geist&amp;quot; der &#039;&#039;eine&#039;&#039; Widersacher des Heiligen Geistes ist wie der Teufel der Widersacher Gottes. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 16:18, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich bin außerdem nicht ganz davon überzeugt, dass der Begriff &amp;quot;Dämon&amp;quot; umschrieben werden muss, &amp;quot;unheilig&amp;quot; aber selbsterklärend sein soll. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:04, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dämon ist ein griechisches Wort, dessen Bedeutung man auch als normal gebildeter Mensch nicht unmittelbar verstehen kann; es sei denn, du gehst davon aus, dass ein gebildeter Mensch griechisch kann. OK, ich bin ungebildet! Unheilig ist das Gegenteil von heilig und für jemanden mit Allgemeinbildung imho leichter zu verstehen als Dämon. Im andern Fall bräuchte man gar nicht mehr zu übersetzen, sondern könnte einfach die eingedeutschten griechischen Begriffe benutzen.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 21:13, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dämonen sind eigentlich ein in unserer Kultur recht geläufiges Konzept. Doch mir fällt gerade auf: Es ist hier dreimal von unreinen Geistern die Rede, aber niemals von Dämonen. Die Frage stellt sich also eigentlich nicht. Was ein &amp;quot;unreiner Geist&amp;quot; ist, wird ja wohl auch aus dem Kontext klar: Nämlich ein böses übernatürliches Wesen, das 1. Besitz und Kontrolle von Menschen ergreift, 2. Jesus erkennt und 3. seiner Macht weichen muss. Wie viel mehr muss denn dem Leser noch klar gemacht werden? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:23, 27. Feb. 2014 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=25162</id>
		<title>Markus 2</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_2&amp;diff=25162"/>
		<updated>2017-03-18T10:05:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Überschriften in der Lesefassung + reißen statt rupfen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus vergibt Sünden und heilt))&lt;br /&gt;
{{L|1}} Und als er nach einigen Tagen wieder zurück nach Kafarnaum kam, wurde bekannt, dass er in einem bestimmten Haus war.&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es kamen so viele Leute zusammen, dass es keinen Platz mehr gab; nicht einmal vor der Tür. Und er erklärte ihnen seine Botschaft. &lt;br /&gt;
{{L|3}} Derweil kamen einige Leute und brachten einen Gelähmten zu ihm; der wurde von vier Männern getragen.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Doch weil es ihnen wegen der Menschenmenge nicht gelang, ihn zu Jesus zu bringen, deckten sie über der Stelle, wo er war, das Hausdach ab und machten dort eine Öffnung. Dadurch ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte hinab.&lt;br /&gt;
{{L|5}} Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“&lt;br /&gt;
{{L|6}} Es saßen aber einige Schriftgelehrte dabei, die überlegten bei sich:&lt;br /&gt;
{{L|7}} „Warum redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?“&lt;br /&gt;
{{L|8}} Jesus erkannte in seinem Geist sofort, dass sie so dachten. Darum sagte er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
{{L|9}} Was ist leichter: zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘?&lt;br /&gt;
{{L|10}} Aber damit ihr erkennt, dass der Menschensohn die Macht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben...“, sagte Jesus und wandte sich dann an den Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{L|11}} „Ich sage dir: Steh auf und nimm deine Matte und geh nach Hause!“&lt;br /&gt;
{{L|12}} Da stand der Mann auf, hob seine Matte auf und ging vor aller Augen davon, so dass alle fassungslos waren und Gott lobten. Sie riefen: „So etwas haben wir noch nie gesehen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus ist (auch) für die Sünder da))&lt;br /&gt;
{{L|13}} Danach ging Jesus wieder hinaus ans Meer. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie.  &lt;br /&gt;
{{L|14}} Im Vorbeigehen sah er Levi, den Sohn von Alphäus, an der Zollstelle sitzen und sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ Da stand Levi auf und folgte ihm nach. &lt;br /&gt;
{{L|15}} Als er später in seinem Haus zu Gast war, saßen auch viele Zolleinnehmer und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern am Tisch. Es gab nämlich viele, die ihm nachfolgten.&lt;br /&gt;
{{L|16}} Doch als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen, dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst er mit Zolleinnehmern und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{L|17}} Aber als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: „Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Fastenfrage))&lt;br /&gt;
{{L|18}} Die Jünger des Johannes und die Pharisäer hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten. Einige Leute kamen zu Jesus und fragten ihn: „Weshalb fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, aber deine Jünger fasten nicht?“&lt;br /&gt;
{{L|19}} Da erwiderte Jesus: „Können die Hochzeitsgäste denn fasten, wenn der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie auf keinen Fall fasten.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Es wird jedoch die Zeit kommen, wenn der Bräutigam nicht mehr da ist. Dann werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{L|21}} Niemand näht einen Flicken aus neuem Stoff auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt der neue Flicken vom alten ab und es entsteht ein noch schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Und es füllt auch niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde der Wein die Schläuche zerreißen und der Wein geht ebenso verloren wie die Schläuche. Jungen Wein füllt man natürlich in neue Schläuche.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Die Funktion von Geboten))&lt;br /&gt;
{{L|23}} Einmal, als Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder ging, da fingen seine Jünger an, unterwegs Ähren abzureißen.&lt;br /&gt;
{{L|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Sieh doch, sie tun etwas, das am Sabbat nicht erlaubt ist!“&lt;br /&gt;
{{L|25}} Aber er sagte zu ihnen: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war, in der er und seine Gefährten Hunger hatten? &lt;br /&gt;
{{L|26}} wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes gegangen ist und die geweihten Brote verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf? Er gab auch seinen Gefährten etwas davon.“&lt;br /&gt;
{{L|27}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Also ist der Menschensohn auch Herr über den Sabbat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Und als er nach [einigen] Tagen wieder (zurück) nach Kafarnaum kam&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „als“) aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wurde bekannt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wurde bekannt&#039;&#039; W. „wurde gehört“ Oder: „als er wieder … kam, wurde nach einigen Tagen bekannt“ (Collins 2007, 184).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, dass er zuhause (in einem [bestimmten] Haus)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;zuhause&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Die erste Bedeutung ist üblich und somit wahrscheinlicher, auch wenn die andere durchaus möglich ist (Collins 2007, 181; NSS). Denkbar, dass Simons Haus gemeint ist wie in 1,29-34 (Guelich 1989, 81). &#039;&#039;in einem [bestimmten] Haus&#039;&#039; Im Deutschen wäre die etwas freiere Übersetzung „in welchem Haus er sich aufhielt“ besser verständlich. Es geht dann also darum, dass Jesu Aufenthaltsort bekannt wurde, ohne eine Aussage über das nämliche Haus zu machen. Um das zu vermitteln, wurde &#039;&#039;[bestimmten]&#039;&#039; ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
war&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war&#039;&#039; W. „ist“. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|2}} Und es kamen (sammelten sich) so viele [Leute] zusammen, dass es keinen Platz mehr gab, auch nicht (nicht einmal) vor (bei) der Tür, und er erläuterte (verkündete, sagte) ihnen [seine] Botschaft (das Wort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;er erläuterte [ihnen] seine Botschaft&#039;&#039; W. „sprach das Wort (zu) ihnen“ ([[Imperfekt]]). Ähnlich wie in 4,33 und 8,32 meint die Phrase wohl, dass Jesus ihnen seine &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; (=Wort) erklärte oder predigte (France 2002, 122, ähnlich GNB). In 1,45 meinte „Wort“ die &#039;&#039;Geschichte&#039;&#039; (oder Neuigkeit) des geheilten Aussätzigen. Das Wort steht meist für eine im Kontext bekannte Botschaft, für Redeinhalt. Bei Jesus ist das das Evangelium bzw. die Heilsbotschaft vom nahen Reich/Herrschaft Gottes (wie Mk 1,21; s.a. Mk 4,14 und die dortige Fußnote). Im NT bezeichnet es oft den Inhalt der Verkündigung von Jesus und den frühen Christen, z.B. Apg 6,4; Gal 6,6; Kol 4,3 (Guelich 1989, 84). &#039;&#039;erläuterte&#039;&#039; Duratives [[Imperfekt]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|3}} Derweil (Und) kamen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[einige Leute] und brachten einen Gelähmten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Gelähmter&#039;&#039; (Gr. παραλυτικός) Seine genaue Behinderung ist unbekannt. Wir erfahren nur, dass er nicht laufen konnte und offensichtlich behindert, vielleicht bettlägrig war (vgl. France 2002, 123).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm. Er wurde von vier [Männern] getragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Er wurde getragen&#039;&#039; [[Attributives Partizip]], als unabhängiger Hauptsatz aufgelöst. Auch ein Relativsatz wäre möglich („der getragen wurde“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|4}} Und (Doch) weil (als) es ihnen wegen die Menschenmenge nicht gelang (sie nicht konnten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weil (als) es ihnen nicht gelang&#039;&#039; Kausal oder temporal zu verstehendes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Präs.), als Nebensatz mit „weil“ aufgelöst. NSS, NGÜ: „weil sie nicht zu Jesus durchkamen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn zu [Jesus] zu bringen, deckten (entfernten) sie [über der Stelle], wo er war, das Hausdach ab, und ließen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Matte hinab, auf der der Gelähmte lag, nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem sie eine [entsprechende] Öffnung geschaffen hatten&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.), als temporaler Nebensatz (mit „nachdem“) aufgelöst und aus stilistischen Gründen nachgestellt. W. etwa „deckten ab... und, eine Öffnung geschaffen habend/schaffend, ließen...“ Man kann es auch modal verstehen: „indem sie … schufen, ließen sie“ Gr. ἐξορύξαντες bedeutet „aufgraben, aufbrechen“. Die Männer gelangten wohl über eine Außentreppe auf das flache Dach. Palästinische Hausdächer bestanden aus Baumstämmen oder Balken, die mit Zweigen und festgetretenem Lehm abgedeckt waren (Lukas 5,17 berichtet auch von Ziegeln), die genaue Konstruktion konnte aber variieren. Auch die Ausleger sind sich nicht alle einig (vgl. die Übersicht bei Blight 2012, 99f.). Je nachdem, ob das Haus tatsächlich auch mit Dachziegeln bzw. einer Art von tönernen Platten belegt war (Lukas könnte die Geschichte für seine südeuropäischen Leser kontextualisiert haben), könnten die Männer das Dach fast gar nicht oder sogar sehr schwer beschädigt haben. Dementsprechend gibt es verschiedene Übersetzungsvorschläge. Der hier vorgezogene versteht das Partizip als temporale Umstandsangabe: 1. Die Männer deckten das Dach ab. 2. Sobald eine genügend große Öffnung da war, ließen sie den Mann herab (so Guelich 1989, 85 und die meisten Übersetzungen). Eine andere Deutung geht von drei Schritten aus: 1. Die Männer deckten das Dach, d.h. die äußere Schicht ab. 2. Dann brachen sie durch das Holz- und Lehmwerk, das sich darunter befand und die Decke bildete. 3. Anschließend ließen sie den Mann hinab (so GNB, ZÜR).&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Und als Jesus ihren Glauben (Vertrauen) sah,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sah&#039;&#039; Als temporaler NS aufgelöstes [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor.). Markus formuliert hier metonymisch (Wirkung für Ursache), denn Jesus sieht natürlich nicht die Gesinnung der Männer, sondern deren Ergebnis. Daher übersetzt ZÜR: „Als Jesus nun ihren Glauben erkannte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten: „[Mein] Sohn (Kind), deine Sünden sind vergeben!“&lt;br /&gt;
{{S|6}} Es waren {aber} einige Schriftgelehrte (Schreiber) da (dort), die  dabeisaßen und [alles miterlebten]. Sie setzten sich (kämpften, überlegten, erwogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dabeisaßen&#039;&#039; und &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; ἦσαν + Partizip umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Hier kommt durch den durativen [[Aspekt]] zum Ausdruck, dass die Schriftgelehrten die Geschehnisse miterlebten. Das ist der Grund für die Einfügung &#039;&#039;[alles miterlebten]&#039;&#039;. Möglich wäre auch eine Formulierung mit einem Adverb wie „unterdessen“, „derweil“, „dabei“. Aufgrund der Einfügung bildet &#039;&#039;setzten sich [mit Jesu Worten] auseinander&#039;&#039; aus stilistischen Gründen nun einen eigenen Satz, wobei zur eleganten Wiedergabe in Verbindung mit &#039;&#039;in Gedanken&#039;&#039; die Ergänzung von &#039;&#039;[mit Jesu Worten]&#039;&#039; notwendig wurde. EÜ dagegen: „dachten im Stillen“, NGÜ: „lehnten sich innerlich dagegen auf “.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in Gedanken&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;in Gedanken W. „in ihren Herzen“. In der damaligen Kultur galt das Herz als der denkende und fühlende Körperteil. Noch schöner wäre die Formulierung „gedanklich“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[mit Jesu Worten] auseinander: &lt;br /&gt;
{{S|7}} „Warum redet der so?&lt;br /&gt;
Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott (einem – Gott)?“{{par|Deuteronomium|6|4}} &lt;br /&gt;
{{S|8}} Und Jesus erkannte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;erkannte … darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-kausal), hier – mit sofort – gleichzeitig verstanden, wobei darum auf den kausalen Sinn hinweist. Vorzeitig: „Jesus hatte sofort erkannt“ (vgl. NGÜ).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Geist&#039;&#039; Die Formulierung spielt vielleicht einfach auf den kognitiven Prozess an wie &#039;&#039;{bei sich}&#039;&#039; (V. 8) und „in ihren Herzen“ (siehe Fußnoten zu V. 6.8) (NSS). Es ist jedoch bemerkenswert, das im AT nur Gott die Gedanken der Menschen kennt (z.B. 1Kö 8,39; Jer 11,20, nach Pesch 1976, 159). Dass Jesus ihre Gedanken lesen kann, sollte ihn zusammen mit der folgenden Heilung gegenüber den Schriftgelehrten klar als von Gott gesandt auszeichnen – und den Vorwurf der Blasphemie so entkräften (Guelich 1989, 88).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sofort, dass sie so {bei sich} dachten, darum sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; [[Historisches Präsens]]. &amp;lt;/ref&amp;gt; er zu ihnen: „Warum habt ihr solche Gedanken?&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum habt ihr solche Gedanken?&#039;&#039; W. „Warum denkt/erwägt ihr dies/solche [Gedanken] in euren Herzen?“ Der wesentlich einfachere deutsche Satz scheint genau wiederzugeben, was der (wesentlich schwieriger wörtlich in gutes Deutsch zu übersetzende) griechische Satz meint. Zu „in euren Herzen“ s. die [[#note_n|Fußnote]] zu „in Gedanken“ in V. 6. Die Doppelung „in Gedanken denken“ hat schon dort zu der eleganteren Übersetzung „sie setzten sich in Gedanken [mit Jesu Worten] auseinander“ geführt (s. die entsprechende [[#note_o|Fußnote in V. 6]]), hier lässt sich dieselbe Formulierung aber nicht so übersetzen. NGÜ: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?“, GNB: „Was macht ihr euch da für Gedanken?“&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|9}} Was ist leichter (einfacher) – zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘ oder {zu sagen}: ‚Steh auf und nimm deine Matte und laufe umher‘? &lt;br /&gt;
{{S|10}} Aber damit ihr erkennt (wisst), dass der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&#039;&#039; ist Jesu häufige Selbstbezeichnung. Sie taucht hier zum ersten Mal in Mk auf und wird im zweiten Teil des Evangeliums (ab Mk 8) deutlich häufiger auftreten. Ihr Hintergrund ist komplex und ihre Verwendung noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Jesus sich damit nicht als gewöhnlicher Mensch bezeichnet (wie die Phrase in anderen Kontexten auf Hebräisch und Aramäisch zu verstehen ist), sondern sich von anderen abhebt. Nur er hat die außerordentliche Gewalt zur Vergebung der Sünden. In der Wahl der Bezeichnung dürfte der „Menschensohn“ (bzw. „Mann“) aus Dan 7,13-14 eine Rolle gespielt haben, der ewige messianische Macht erhält und dem alle Nationen dienen. Jesus scheint zu seiner Zeit dennoch der einzige gewesen zu sein, der diese Bezeichnung auch als Titel auch für den erwarteten Messias (nämlich sich selbst) benutzte. Der Titel bot wohl auch den Vorteil, dass er nicht dieselben politischen Erwartungen weckte wie andere, geläufigere Messiasbezeichnungen, so wie „Messias“ oder „Sohn Davids“ (France 2002, 127f.; Collins 2007, 187ff.). (Guelich 1989, 90 meint dagegen, dass Jesus wenigstens an dieser Stelle die Bezeichnung als rhetorische Alternative zu „ich“ benutzt.) Jesus gibt den Schriftgelehrten ein Rätsel auf. Wenn sie den alttestamentlichen Bezug seiner Aussage verstehen, erkennen sie auch seinen Anspruch (Collins 2007, 187).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[das] Recht (die Macht, Vollmacht, Entscheidungsgewalt) hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu dem Gelähmten:&lt;br /&gt;
{{S|11}} „— sage ich dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nach Hause&#039;&#039; Oder „in dein Haus“&amp;lt;/ref&amp;gt;!“&lt;br /&gt;
{{S|12}} Da (und) stand er auf, hob (nahm) umgehend seine Matte auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hob auf&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]], beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ging vor aller Augen hinaus, sodass alle fassungslos (erstaunt, außer sich) waren und Gott lobten. Sie riefen (sagten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Sie riefen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), vielleicht [[Pleonastisches Partizip|pleonastisch]]. Hier als separater Hauptsatz übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„So etwas haben wir noch nie erlebt (gesehen)!“&lt;br /&gt;
{{S|13}} Danach (Und) ging [Jesus] wieder hinaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging hinaus&#039;&#039; Jesus verließ das Haus und die Stadt Kafarnaum, wo er sich gerade aufhielt ([[Markus_2#s1|Mk 2,1]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, ans (an ... entlang) Meer (See)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Meer&#039;&#039; Gemeint ist der See Gennesaret (bei Markus: „Meer von Galiläa“, vgl. 1,16), an dessen Ufer Kafarnaum lag. Wer Markus von Anfang an liest, stellt diesen Bezug hier mühelos her.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und die gesamte Menschenmenge kam zu ihm, und er lehrte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam&#039;&#039; und &#039;&#039;lehrte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] beschreibt passend die beiden andauernden Prozesse: Das Zusammenkommen einer Menschenmenge und Jesu Lehren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sie.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Und im Vorbeigehen (als er vorbeiging/vorüberging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;im Vorbeigehen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (temporal), hier als Präpositionalphrase übersetzt. Auch möglich: „als/während er vorbeiging“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Levi, den [Sohn] von Alphäus, an der Zollstelle (Zollhaus, Zoll)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Zollstelle&#039;&#039; Kafarnaum lag an der Grenze zwischen den Tetrarchien von Herodes Antipas und Herodes Philippus, weswegen man hier von den Händlern Warenzölle erhob. Die in den Evangelien erwähnten Zöllner (Gr. τελώνης) waren dafür zuständig. Auch Levi gehörte zu den Zollbeamten, die in Antipas’ Auftrag die auf Handelswaren anfallenden Gebühren einsammelten. Kopfsteuern erhob dagegen die römische Regierung (France 2002, 131f.; vgl. Guelich 1989, 100f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah … sitzen&#039;&#039; [[AcP]], mit Infinitiv aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu ihm: „Folge mir nach!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Folge mir nach!“&#039;&#039; Etwas freier vielleicht auch „Schließe dich mir an!“ Vgl. Mk 1,16-20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da (Und) stand [Levi] auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand auf&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] (Aorist). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und folgte ihm nach.{{par|Markus|1|16}}{{par|Markus|1|18}} &lt;br /&gt;
{{S|15}} Und {es ereignete sich} [als] er [später]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{es ereignete sich}&#039;&#039; Im Deutschen umschreibt &#039;&#039;[als] er [später]...&#039;&#039; die griechische Satzeinleitung, die aus dem [[Historisches Präsens|historischen Präsens]] γίνεται und einem AcI besteht (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in seinem Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in seinem Haus&#039;&#039; Markus meint wohl Levis Haus, in das Jesus eingeladen ist (so auch Lk 5,29), doch es könnte sich aber auch um Jesu Haus (Mk 2,1) handeln, in dem Levi zu Gast ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
bei Tisch war (zu Gast war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;bei Tisch war (zu Gast war)&#039;&#039; W. „[zu Tisch] lag“. Juden saßen zum Essen für gewöhnlich, doch zu besonderen Anlässen lag man nach dem Vorbild der griechischen Kultur zum Essen an niedrigen Tischen. Offenbar hielt Levi ein Festmahl ab (Guelich 1989, 101; France 2002, 132).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, nahmen auch (und) viele Zolleinnehmer (Zöllner) und Sünder zusammen mit Jesus und dessen Jüngern an der Mahlzeit teil&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nahmen an der Mahlzeit teil&#039;&#039; ist die Übersetzung des Prädikats (wie &#039;&#039;nachfolgten&#039;&#039; [[Imperfekt]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Es waren nämlich viele, die&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die&#039;&#039; Eigentlich „und“, καὶ kann aber auch in der Funktion eines Relativpronomens genutzt werden (BDR §442.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nachfolgten. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Doch (Und) als die Schriftgelehrten (Schreiber) der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die Schriftgelehrten der Pharisäer&#039;&#039; ([[Gen. part.]]), der Genitiv zeigt Parteizugehörigkeit an. Nicht alle Pharisäer waren Schriftgelehrte, und nicht alle Schriftgelehrten waren Pharisäer – gemeint sind also die pharisäischen Schriftgelehrten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sahen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … sahen&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass er mit den Sündern und Zolleinnehmern (Zöllnern) aß&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aß&#039;&#039; W. „isst“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Warum&#039;&#039; Die gering verbreitete, aber schwierigste erhaltene Variante ὅτι ist schwer zu deuten. 1. Es könnte eine Kontraktion von τί ὅτι „warum“ (BDR §300.2) sein. 2. Es könnte ein [[ὅτι recitativum]] sein, die Frage lautet dann nur: „Er ist mit Zolleinnehmern und Sündern?(!)“ 3. Schließlich könnte es sich auch um einen Teil der Frage bzw. des Ausrufs handeln: „Dass er mit Zolleinnehmern und Sündern isst!“ (France 2002, 134) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
isst er mit Zolleinnehmern (Zöllnern) und Sündern?“&lt;br /&gt;
{{S|17}} Aber (Und) als Jesus [das] hörte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … hörte&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal als Nebensatz mit „als“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
er zu ihnen {dass}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoti&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;{dass}:&#039;&#039; Das [[ὅτι recitativum]] übersetzt man am besten als Doppelpunkt.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Nicht die Gesunden haben einen Arzt nötig (brauchen), sondern die Kranken (die, denen es schlecht geht).&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;die, denen es schlecht geht&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]], als Relativsatz aufgelöst. &#039;&#039;die Kranken&#039;&#039; ist eine geläufige Übersetzung dieser Wendung, die wir auch Mk 1,32.34 und 6,55 verwenden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin nicht gekommen, [um] die Gerechten zu rufen (berufen, zusammenzurufen, einzuladen), sondern die Sünder!“ &lt;br /&gt;
{{S|18}} Nun (Und) hatten die Jünger von Johannes und die Pharisäer die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten (fasteten zu dieser Zeit)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatten die Angewohnheit, regelmäßig zu fasten&#039;&#039; ἦσαν + Partizip präs. umschreibt das Imperfekt ([[Umschreibende Konjugation]], Bauer zu ειμι, BDR §353). Die kursive Übersetzung versucht, das zu umschreiben. Das umschriebene Imperfekt bezeichnet hier entweder den als Angewohnheit gepflegten religiösen Brauch (so Luther, EÜ, ZÜR, NGÜ aü) oder beschreibt einen aktuell stattfindenden Vorgang: &#039;&#039;fasteten zu dieser Zeit&#039;&#039; (im Zusammenhang mit V. 15 dann gerade zu der Zeit, als bei Levi das Gastmahl stattfand), was dann Auslöser der folgenden Frage wäre (NGÜ, GNB, Menge). Allerdings macht Markus keine Angaben zum Anlass des Fastens, und die Kritiker scheinen eher eine grundsätzliche Anfrage zu stellen, als zu fragen, warum sich Jesu Jünger nicht an einem gleichzeitig stattfindenden Fasten beteiligen (Vgl. Collins 2007, 197). Johannes und seine Jünger führten einen spartanischen Lebensstil (Mk 1,6; siehe auch die ähnlichen Texte in Mt 11,16–19; Lk 7,31–35). Einige Pharisäer fasteten neben den jährlichen Fastenzeiten und verschiedenen anderen Anlässen (Trauer, Reue) auch montags und donnerstags (Lk 18,12; Guelich 1989, 109).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
. Und [Leute] kamen und fragten (sagten zu)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen&#039;&#039; und &#039;&#039;fragten&#039;&#039; [[Historisches Präsens]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihn: „Weshalb fasten die Jünger von Johannes und die Jünger der Pharisäer&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jünger der Pharisäer&#039;&#039; Da es bei den Pharisäern keine Jünger gab (die Formulierung aber aus rhetorischen Gründen zum Einsatz kommt; France 2002, 138), wäre in diesem Vers die durchgängige Übersetzung „Anhänger“ vielleicht passender.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, aber deine Jünger fasten nicht?“ &lt;br /&gt;
{{S|19}} Da (Und) erwiderte (sagte) Jesus {zu ihnen}: „Ja (etwa) können die Hochzeitsgäste des Bräutigams&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Hochzeitsgäste des Bräutigams&#039;&#039; Wörtlich: „die Söhne des Hochzeitssaals/Brautgemachs“, eine semitische Bezeichnung für die &#039;&#039;Hochzeitsgäste&#039;&#039; bzw. die Gruppe von Gästen, die den Anhang des Bräutigams bilden und ihm nahe stehen (NSS; Collins 2007, 198f.). Wenn Jesus sich mit dem Bräutigam vergleicht, benutzt er ein Bild, das im AT Gott vorbehalten war (ebd. 199).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie unmöglich (nicht) fasten!&lt;br /&gt;
{{S|20}} Es werden jedoch Tage kommen, wenn der Bräutigam {von} ihnen weggenommen wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;weggenommen wurde&#039;&#039; Das Aorist funktioniert hier wie das Futur 2. Es wäre wohl zu viel in den Vers hineingelesen, wenn man hier einen direkten Bezug zu einem Fasten am Karfreitag (oder dessen eingedenk an allen Freitagen) ausgehen würde, wie das in der Vergangenheit geschehen ist (z.B. formuliert GNB: „dann werden sie fasten, immer an jenem Tag.“). Jesus spricht von einer Zeit, in der er &#039;&#039;schon nicht mehr&#039;&#039; da sein wird, nicht von dem einen Tag, an dem er fortgenommen werden wird (eine Beschreibung, die sich – als erste Todesvorhersage bei Markus – wohl tatsächlich auf seinen Tod bezieht)(Guelich 1989, 112ff.; France 2002, 140).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und dann, an diesem Tag&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tage/Tag&#039;&#039; Wie im AT häufig stehen hier &#039;&#039;Tage&#039;&#039;, wo man auf Deutsch „(eine) Zeit“ sagen würde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, werden sie fasten.&lt;br /&gt;
{{S|21}} Niemand näht einen Flicken [aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[aus] neuem (ungewalktem, noch nicht eingelaufenem) Stoff&#039;&#039; Das benutzte griechische Adjektiv (im NT nur noch in Mt 9,16) wird meist einfach mit „neu“ übersetzt (Menge, NSS, BA: „ungewalkt“), im Englischen dagegen mit „unshrunken“=„noch nicht eingegangen“ wiedergegeben. Beim Walken wird der „rohe“ Wollstoff in Wasser mit Chemikalien behandelt und gekämmt, geknetet oder geschlagen, wobei man es in die gewünschte Form zieht. So verfilzt das Material, es läuft ein und wird fester und formstabiler. Ein Flicken aus ungewalktem Stoff wird beim Waschen also Einlaufen und so das geflickte Kleidungsstück lädieren (LBD wool; France 2002, 141). &#039;&#039;[aus]&#039;&#039; [[Gen. materiae]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
auf ein altes Kleidungsstück, sonst reißt das eingesetzte Stück (der Flicken) von ihm ab – das Neue vom Alten – und es entsteht ein [noch] schlimmerer Riss.&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und niemand füllt jungen (neuen) Wein in alte Schläuche. Ansonsten wird der Wein die Schläuche zerreißen (sprengen) und der Wein ist verloren (geht verloren), wie auch die Schläuche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wein beginnt innerhalb weniger Stunden nach dem Pressen zu gären. Bis der Gärprozess abgeschlossen war, füllte man den Wein damals in Tongefäße oder Lederschläuche. Das bei der Gärung entstandene Kohlenstoffdioxid konnte entweichen, weil man die Gefäße zunächst nicht verschloss (vgl. Hiob 32,19). Neue Lederschläuche waren diesem Druck gewachsen und dehnten sich aus, während alte, brüchige Schläuche dadurch kaputt gehen konnten (LBD, Wine; France 2002, 141f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jungen (neuen) Wein [füllt man] doch (vielmehr) in neue Schläuche.“ &lt;br /&gt;
{{S|23}} {Und es ereignete sich} [Einmal, als]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{Und es ereignete sich} [Einmal, als]&#039;&#039; ἐγένετο „es ereignete sich“ + [[AcI]] versetzt den Leser oder Zuhörer hier wie in V. 15 mitten in einen neuen Handlungsstrang hinein. Καὶ – καὶ „und – und“ scheint semitisierend bzw. in volkstümlichem Griechisch als „als … da“ zu funktionieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
er am Sabbat durch die Getreidefelder hindurchging (vorbeiging), da fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren abzureißen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;fingen seine Jünger an, unterwegs {die} Ähren abzureißen&#039;&#039; Impliziert ist die weitere Information: „und zu essen“ (vgl. NGÜ), wie die Parallestellen Mt 12,1 und Lk 6,1 verdeutlichen. W. „fingen seine Jünger an, [sich] einen Weg zu bahnen, wobei (indem) sie Ähren abrissen.“ Was genau die Jünger taten, wird erst auf den zweiten Blick klar. Man erhält zunächst den Eindruck, dass die Jünger sich einen Weg durch das Feld bahnten, nicht indem sie die Halme flachtraten, sondern indem sie sie einzeln abrissen! Zu diesem Missverständnis tragen gleich zwei ungewöhnliche Phänomene bei. Erstens ist i.d.R. das adv. Ptz. Aor. eigentlich Umstandsangabe und das finite Verb Haupthandlung. Wer den Satz so liest, versteht ihn jedoch falsch. Besser ist es anzunehmen, dass die partizipiale und die finite Form in diesem Fall in einer sprachlichen Eigenheit vertauscht wurden (so BDR §339 Fn 5; NSS). Die wörtliche Übersetzung müsste also etwa so lauten: „während sie [sich] einen Weg bahnten, begannen sie, Ähren abzureißen.“ Das zweite Phänomen betrifft das Verständnis dieser Umstandsangabe, also dem mit „während“ eingeleiteten ersten Satzteil in der soeben zitierten wörtlichen Übersetzung. ὁδὸν ποιεῖν heißt hier nicht „einen Weg bahnen“, sondern ist zu verstehen wie klass. ὁδὸν ποιεῖσθαι „reisen, wandern“ (statt medial wird aktiv formuliert, BDR §310 Fn 3; NSS; Guelich 1989, 119), wie in Ri 17,8 LXX. Die Formulierung wird aus stilistischen Gründen meist adverbial übersetzt (&#039;&#039;unterwegs&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|24}} Und die Pharisäer sagten zu ihm: „Schau (siehe), was sie [an] einem Sabbat tun: [etwas], das nicht erlaubt ist! (Warum tun sie [an] einem Sabbat, was nicht erlaubt ist?)“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Pharisäer werfen den Jüngern in dieser Episode vor, am Sabbat zu arbeiten, indem sie ernten. Das wäre am Sabbat verboten (Ex 20,8-11; Dtn 5,12-16; Ex 34,21). Die Verletzung der Sabbatruhe galt als einer der schlimmsten Verstöße gegen den Sinai-Bund (Watts 2007, 139). Eine so kleinliche Auslegung des Gesetzes war zu Jesu Zeit in frommen jüdischen Kreisen üblich. Nach dem Exil begannen die Juden, sehr detaillierte Auslegungen des Gesetzes zu erarbeiten, mit Detailregeln für jeden Bereich des Lebens. Indem man sich an sie hielt, sollte man ein unabsichtliches Brechen des Gesetzes oder Verunreinigung möglichst ausschließen können. So regelt das etwa in dieser Zeit entstandene sog. „Damaskus-Dokument“: „Niemand darf am Sabbat aus beruflichen Gründen auf dem (bzw. seinem) Feld unterwegs sein.“ (CD 10,20-21, sinngemäß nach einem engl. Zitat). Weiter heißt es: „Niemand darf am Sabbat essen außer dem, was schon zubereitet ist, weiter nichts, das auf den Feldern liegt“ (CD 10,22-23). Dtn 23,25 beschreibt den Unterschied zwischen dem Pflücken der Ähren und dem Ernten: Ersteres war auch in fremden Feldern erlaubt, Letzteres nicht. Andere Texte verbieten zwar auch das Pflücken am Sabbat, es geht dabei aber um gezielte Ernte. Die Jünger bewegen sich daher innerhalb einer umstrittenen Grauzone, denn streng genommen bereiten sie weder essen zu, noch ernten sie in geschäftlichem Ausmaß (Collins 2007, 201f.). Die Pharisäer sehen darin dennoch einen Bruch des Sabbats, während Jesus seine Jünger gewähren lässt, weil das Gesetz für ihn im Sinne des Menschen auszugelegen ist (V. 27). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Deuteronomium|23|25}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Aber (und) er erwiderte (sagte) {zu ihnen}: „Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in einer Notlage war ([nichts zu essen] hatte)&#039;&#039; W. „Mangel hatte/litt“. In heutigem Deutsch müssen wir entweder etwas allgemeiner (wie vor der Klammer) oder spezifischer (wie in der Klammer) formulieren. Zu unserer Übersetzung vgl. LUT, ELB, ZÜR, MEN.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er und die bei ihm Hunger litten (Hunger hatten)? &lt;br /&gt;
{{S|26}} Wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Abjatar&#039;&#039; In der herangezogenen Geschichte in 1Sam 21,2-7 ist es nicht Abjatar, sondern dessen Vater Ahimelech, der in Nob die Stiftshütte verwaltet und David aushilft. Erst später (in 1Sam 22,20) tritt Abjatar als dessen einziger überlebender Sohn in Erscheinung, der sich zu David flüchtet, nachdem Saul alle anderen Mitglieder von Ahimelechs Familie im Zorn hat massakrieren lassen. Allerdings war Ahimelech in der Geschichte nicht Hoherpriester, wohl aber später sein Sohn (Collins 2007, 202f.). Die beiden Namen sind schon in 2Sam 8,17 und 1Chr 24,6 vertauscht, was mit dem Bericht bei Markus zusammenhängen könnte. Es gibt verschiedene weitere Erklärungen: 1. Der Name des wichtigeren könnte sich in der Überlieferung der Geschichte von selbst durchgesetzt haben (Collins 2007, 202f.; Guelich 1989, 122). 2. Der Hohepriester Abjatar wird absichtlich erwähnt, entweder weil im Zusammenhang dieser Geschichte auch erzählt wird, wie er Hoherpriester wurde (Jesus benutzt seinen Namen dann als „Stellenangabe“ innerhalb 1. Samuel), oder weil er das Ereignis selbst miterlebte und für Davids Legitimation als König später eine wichtige Rolle spielte (Watts 2007, 141). 3. Aus den unterschiedlichen Versionen könnte zu entnehmen sein, dass beide Priester Doppelnamen hatten (vgl. NSS). 4. Möglicherweise hat Markus’ aramäische Quelle Abjatar nur als „großen Priester“ o.ä. bezeichnet, woraus Markus auf Griechisch unabsichtlich „Hoherpriester“ machte (vgl. France 2002, 146 Fn 52).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in das Haus Gottes ging und die geweihten Brote (Schaubrote, ausgestellten Brote)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;geweihte Brote&#039;&#039; W. etwa „Brote der Ausstellung“ (appositiver Genitiv), also zu Deutsch „die ausgestellten Brote“. Jesus benutzt hier den Begriff aus der LXX für die aus dem AT bekannten „geweihten Brote“ oder „Schaubrote“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verzehrte, die außer den Priestern niemand essen darf,&lt;br /&gt;
{{par|Levitikus|24|5|9}}&lt;br /&gt;
und auch denen, die bei ihm waren, [etwas davon] gab?“{{par|1 Samuel|21|2|7}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und er fügte hinzu (sagte) {zu ihnen}: „Der Sabbat wurde für (um … willen) den Menschen geschaffen (gemacht) und nicht der Mensch für (um … willen) den Sabbat.&lt;br /&gt;
{{S|28}} Also (Daher, sodass) ist der Menschensohn (Sohn des Menschen; Mensch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Menschensohn&#039;&#039; Zum Titel s. die [[#note_u|Fußnote zu V. 10]]. Der Titel bezieht sich wie überall im Neuen Testament als Selbstbezeichnung auf Jesus. Es wurde auch für V. 27-28 verschiedentlich vorgeschlagen, dass sowohl „Mensch“ (V. 27) als auch „Menschensohn“ (V. 28) beide dasselbe aramäische Wort übersetzen. In beiden Versen würde Jesus dann entweder von der Menschheit oder in stilistischer Variation von sich selbst sprechen. Oder die Formulierung „Mensch“/„Menschensohn“ ähnelt Ps 8,5, sodass V. 27 vom Menschen, und V. 28 entweder vom Menschen oder von Jesus spricht. Im letzten Fall wäre Jesu Aussage für die Pharisäer nachvollziehbar (so Guelich 1989, 126f.; Collins 2007, 204f.). Doch hätten die christlich denkenden Leser des Evangeliums die Formulierung wohl nicht anders denn als christologischen Titel verstanden – egal wie sie in ihrem ursprünglichen Kontext gemeint war. Es wäre zudem theologisch problematisch, wenn Jesus den von Gott verordneten Sabbat der Willkür des Menschen unterworfen hätte. Und letztlich hätte der Satz nach dieser Deutung lediglich wiederholt, was schon der vorige besagte (Edwards 2002, 96f.). Markus meint daher wohl: Weil Jesus (als der Menschensohn) größere Autorität hat als David, hat er auch die Autorität, den Sabbat zu definieren. Beide sind Gottes Auserwählte, die auf einer von Gott bestimmten Mission sind. So haben jedenfalls Matthäus (12,8) und Lukas (6,5) die Aussage verstanden (France 2002, 147f.; vgl. Collins 2007, 204f.; Edwards 2002, 96f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Herr sogar (selbst, auch) [über] den Sabbat&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Herr sogar [über] den Sabbat&#039;&#039; κύριός &#039;&#039;Herr&#039;&#039; mit Genitiv heißt „Herr über“ (NSS).&amp;lt;/ref&amp;gt;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25161</id>
		<title>Markus 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Markus_1&amp;diff=25161"/>
		<updated>2017-03-18T09:11:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Überschriften in der Lesefassung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes.&lt;br /&gt;
((Johannes der Täufer))&lt;br /&gt;
{{L|2}} Es steht geschrieben im Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg vorbereiten wird.“&lt;br /&gt;
{{L|3}} „Es ruft eine Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn vor; macht seine Pfade gerade.“&lt;br /&gt;
{{L|4}} Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und predigte von einer Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Menschen aus dem gesamten judäischen Gebiet und auch die Einwohner Jerusalems gingen zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen. Dabei bekannten sie ihre Sünden. &lt;br /&gt;
{{L|6}} Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel um die Hüfte. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. &lt;br /&gt;
{{L|7}} Und er predigte: Nach mir kommt einer, der stärker ist, als ich. Ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu binden. &lt;br /&gt;
{{L|8}} Ich habe euch mit Wasser getauft, er wird euch aber mit dem Heiligen Geist taufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesu Taufe))&lt;br /&gt;
{{L|9}} Zu dieser Zeit geschah folgendes: Jesus kam aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. &lt;br /&gt;
{{L|10}} In dem Moment, als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel geöffnet wurde und der Geist wie eine Taube zu ihm herab kam. &lt;br /&gt;
{{L|11}} Und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.&lt;br /&gt;
{{L|12}} Gleich danach führte der Geist ihn in die Wüste.&lt;br /&gt;
{{L|13}}  Und er lebte vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mitten unter den Tieren. Die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|14}} Nachdem Johannes verhaftet worden war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
{{L|15}} und sagte: Der richtige Zeitpunkt ist eingetreten und Gottes Königsherrschaft ist nah. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!&lt;br /&gt;
((Die Berufung der ersten vier Jünger))&lt;br /&gt;
{{L|16}} Während er am Meer von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die grade Netze ins Meer auswarfen. Sie waren nämlich Fischer. &lt;br /&gt;
{{L|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, dann werde ich euch zu Menschenfischern machen. &lt;br /&gt;
{{L|18}} Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.&lt;br /&gt;
{{L|19}} Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie saßen im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung.&lt;br /&gt;
{{L|20}} Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen ihm nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus lehrt mit Vollmacht))&lt;br /&gt;
{{L|21}} Daraufhin gingen sie nach Kafernaum. Am Sabbat begann er direkt in der Synagoge zu lehren.&lt;br /&gt;
{{L|22}} Die Leute waren tief beeindruckt von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.&lt;br /&gt;
{{L|23}} Doch dann war da in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist, der schrie: &lt;br /&gt;
{{L|24}} Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes. &lt;br /&gt;
{{L|25}} Und Jesus befahl ihm: Sei still und komm aus ihm heraus!&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und nachdem der unreine Geist ihn geschüttelt und laut geschrien hatte, kam er aus ihm heraus. &lt;br /&gt;
{{L|27}} Alle waren so erstaunt, dass sie einander fragten: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar den unreinen Geistern befiehlt er und sie hören auf ihn.&lt;br /&gt;
{{L|28}} Bald verbreitete sich Jesu Ruf überall in Galiläa und der ganzen Umgebung.&lt;br /&gt;
{{L|29}} Sie verließen die Synagoge und gingen zum Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus heilt viele Kranke))&lt;br /&gt;
{{L|30}} Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm gleich von ihr.&lt;br /&gt;
{{L|31}} Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und half ihr aufzustehen. Da ging das Fieber weg und sie bewirtete sie.&lt;br /&gt;
{{L|32}} Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und alle Besessenen zu ihm&lt;br /&gt;
{{L|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{L|34}} Er heilte viele Kranke von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus. Die Dämonen ließ er aber nicht zu Wort kommen, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Jesus predigt in ganz Galiläa))&lt;br /&gt;
{{L|35}}  Früh morgens, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, ging hinaus und zog sich an einen abgeschiedenen Ort zurück, wo er betete.&lt;br /&gt;
{{L|36}} Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach.&lt;br /&gt;
{{L|37}} Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie ihm: Alle fragen nach dir!&lt;br /&gt;
{{L|38}} Er entgegnete ihnen: Lasst uns lieber anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predigen kann. Zu diesem Zweck bin ich nämlich gekommen.&lt;br /&gt;
{{L|39}} Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
((Ein Geheilter bricht den Schweigebefehl))&lt;br /&gt;
{{L|40}} Ein Aussätziger kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel. Er rief ihm zu: Wenn du willst, kannst du mich heilen!&lt;br /&gt;
{{L|41}} Und Jesus hatte Mitleid. Darum streckte er seine Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: Ich will, also sei gesund!&lt;br /&gt;
{{L|42}} Sofort verschwand der Aussatz und er wurde geheilt.&lt;br /&gt;
{{L|43}} Jesus schickte ihn auf der Stelle fort und befahl ihm streng: &lt;br /&gt;
{{L|44}} Erzähle niemandem etwas hiervon, sondern geh und zeige dich dem Priester und bringe dann für deine Heilung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen für sie sein. &lt;br /&gt;
{{L|45}} Doch der Mann ging weg und fing an, überall davon zu erzählen und die Geschichte zu verbreiten, sodass Jesus nicht länger in der Lage war, unerkannt eine Stadt zu betreten. Stattdessen hielt er sich außerhalb in unbewohnten Gegenden auf. Dennoch kamen die Leute weiterhin von überall her zu ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} [Der] Anfang des Evangeliums&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; (Gr. εὐαγγέλιον) bedeutet etwa „(gute) Neuigkeit“. Hier steht es noch nicht als literarische Bezeichnung, sondern für die christliche Heilsbotschaft von Jesus. Der Begriff &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; kommt nicht aus dem Alten Testament, wo allerdings schon von Boten die Rede ist, die eine gute Nachricht von Gottes Eintreffen und Eingreifen bringen (beispielsweise in Jes 40,9; 52,7; 61,1). Wahrscheinlich gebraucht Markus ihn bewusst im direkten Kontext der in V. 2-3 folgenden Zitate, wo Johannes als der überbringende Bote und Jesus gewissermaßen als Inhalt der Botschaft dargestellt wird. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Neuen Testaments bedeutete jegliche Nachricht vom oder über den Kaiser ein &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. In der Ideologie des römischen Kaiserkults galt der Kaiser als übermenschlich, weshalb seine Verlautbarungen gute Nachrichten sein mussten, die Freude auslösten und Glück und Heil brachten. Auch Nachrichten von der Geburt oder Thronbesteigung des Kaisers waren &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;. Im Neuen Testament bezeichnet der Begriff im Kontrast dazu &#039;&#039;die&#039;&#039; frohe Botschaft über die angebrochene Herrschaft &#039;&#039;des einen&#039;&#039; Königs (Friedrich, εὐαγγελίζομαι, εὐαγγέλιον, προευαγγελίζομαι, εὐαγγελιστής, in: TDNT, 707-37; France 2002, 52f.). Allerdings ist unklar, wie groß der Einfluss des Kaiserkults (und damit diese bewusste Parallele) auf die Prägung des christlichen Begriffs war. &#039;&#039;Evangelium&#039;&#039; könnte einfach von den ersten christlichen Predigern als Bezeichnung für die Botschaft der Kirche benutzt worden sein (Guelich 1989, 13f.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium von Jesus Christus&#039;&#039; Im Griechischen steht hier ein Genitiv, den man sowohl objektiv (ein Evangelium &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus, das von Jesus handelt) oder subjektiv (ein Evangelium &#039;&#039;von&#039;&#039; Jesus, also eines, das von Jesus stammt oder von ihm verkündet wird) verstehen kann. Inhaltlich sind beide Deutungen nicht verkehrt (Jesus verkündet es selbst in V. 14-15). Markus meint aber wohl ein Evangelium, das Christus zum Inhalt hat, da Markus Begebenheiten &#039;&#039;über&#039;&#039; Jesus festhält (France 2002, 53). Die gewählte Übersetzung mit &#039;&#039;von&#039;&#039; lässt bewusst beide Deutungsmöglichkeiten offen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;[Der] Anfang&#039;&#039; Der determinierende Artikel kann bei abstrakten oder eindeutigen Substantiven (Siebenthal 2011, §133a) fehlen, in der Übersetzung wurde er ergänzt. &#039;&#039;Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes&#039;&#039; Hier zeigt der fehlende Artikel Förmlichkeit an, da er am Buchanfang und mit einem Gottestitel als Apposition steht (BDR §268.2). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von Jesus Christus, [dem] Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Dass dem einleitenden Satz eines Buchs ein Verb fehlt, ist nicht ganz ungewöhnlich, wie der Vergleich mit Mt 1,1; Offb 1,1 sowie mehreren atl. Schriften zeigt. Ganz ähnlich beginnt auch Hos 1,2 LXX, doch erst nach der Überschrift („Anfang von JHWHs Botschaft an Hosea“, Gr. ἀρχὴ λόγου κυρίου πρὸς Ωσηε)(France 2002, 51).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Jesus Christus, dem Sohn Gottes&#039;&#039; Der Zusatz „dem Sohn Gottes“ fehlt in einigen Handschriften und ist möglicherweise eine nachträgliche Einfügung. Wahrscheinlich gehören die beiden Wörter jedoch zum ursprünglichen Text. Wie diese Variante entstanden ist, lässt sich nicht sicher rekonstruieren. Viele Kommentare lassen die Frage daher offen oder tendieren eher zum kürzeren Text. Eine stemmatische Analyse hat jedoch ergeben, dass es der längere Text wahrscheinlich ursprünglich ist ([http://rosetta.reltech.org/TC/v20/TC-2015-CBGM-Wasserman.pdf Wasserman 2015]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|2}} wie es im [Buch] des Propheten Jesaja&lt;br /&gt;
heißt (geschrieben steht):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wie es ... heißt&#039;&#039; Diese Wendung verbindet V. 2-3 entweder mit V. 1 („Der Anfang..., wie es heißt“) oder mit V. 4 („Wie es heißt: ..., trat Johannes auf...“). Anderswo in der Bibel steht diese Zitatformel immer hinter der zu belegenden Aussage. Auch das gr. Wort für &#039;&#039;wie&#039;&#039;, καθώς, steht sonst nie am Anfang des Vergleichs (Guelich 1989, 7). Aber in diesem Fall bildet V. 1 einen elliptischen, überschriftartigen Einleitungssatz, der sich vom Rest abhebt. Das könnte der Grund für die Ausnahme sein. Es entspricht ganz Markus’ Stil, dass er nach der kurzen Einleitung rasch fortfährt, ohne noch einmal neu einzusetzen (France 2002, 51). &amp;lt;!-- Hier gibt es noch einzelne weitere Meinungen, die z.B. mit der Redaktion zu tun haben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;des Propheten Jesaja&#039;&#039; – andere Handschriften: „den Propheten“ (Plural)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;vor dir her&#039;&#039; Gr. πρὸ προσώπου σου, w. etwa „vor deiner Gegenwart“ (traditionell häufig: „vor deinem Angesicht“). Dabei handelt es sich um einen Hebraismus, der das Gleiche heißt wie „vor (...her)“ (NSS). &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
der dir den Weg bereiten (alles für dich vorbereiten) wird.“{{par|Exodus|23|20}}{{par|Maleachi|3|1}}{{par|Matthäus|11|10}}{{par|Lukas|7|27}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} „Stimme eines Rufenden in der Wüste (Wildnis):&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Stimme eines Rufenden in der Wüste&#039;&#039; Dass hier kein Verb steht, liegt daran, dass der griechische AT-Text sehr wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt ist, wo solche gerafften, verblosen Formulierungen nicht ungewöhnlich sind. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
‚Bereitet den Weg des Herrn vor, macht seine Pfade gerade‘“,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Markus schreibt zwar in V. 2, dieses Zitat aus dem AT stamme von dem Propheten Jesaja. Genau genommen stammt aber nur das Kernstück des Zitats in V. 3 von Jesaja (Jes 40,3 LXX). V. 2b zitiert stattdessen eine thematisch verwandte Prophetie aus Mal 3,1. Jesaja greift in dem zitierten Abschnitt auf die Auszugsgeschichte zurück, wenn er einen ähnlich von Gott geführten Auszug aus dem Exil in Aussicht stellt, der von einem Boten (dem „Rufenden“) angekündigt wird. Gerade die ersten Verse von [[Jesaja 40|Jes 40]] sind dabei eine Schlüsselstelle für die Hoffnungen der Juden auf die Wiederherstellung alter Größe. In der Wüste (am Sinai) liegen die Anfänge des alten Israel, und in der Wüste verorteten Jesu Zeitgenossen (beispielsweise die Qumran-Gemeinschaft) auch die Anfänge des neuen Israel. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus mischt die Botschaft von Jesaja jedoch mit der von Maleachi (V. 2b). Dieser Prophet geht auf die Enttäuschung ein, die sich in Juda verbreitete, als sich Jesajas Prophetie nach dem Ende des babylonischen Exils nicht verwirklichte. Er findet die Schuld im fortgesetzten Ungehorsam des Volks, der den neuen Exodus verhindert. Dabei spielt wohl schon [[Maleachi 3#s1|Mal 3,1]] in seiner Ausdrucksweise auf den sehr ähnlich formulierten Vers [[Exodus 23#s20|Ex 23,20]] an. Wie beim Auszug aus Ägypten ist auch nach dem Exil der Ungehorsam des Volkes dafür verantwortlich, dass JHWH nicht direkt heilbringend wirkt, sondern erst ein Bote sein Kommen ankündigen muss, damit das Volk Zeit zur Buße hat und so Gottes Gericht überleben kann. Markus hebt diesen Zusammenhang hervor, indem er in seinem sonst freien Zitat den Abschnitt „ich sende meinen Boten vor dir her“ aus Ex 23,20 LXX nimmt (Mal 3,1 LXX lautet: „Siehe, ich sende meinen Boten, und er wird vor mir den Weg überwachen, und plötzlich wird in seinen Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr wollt, ja/siehe, er kommt, spricht der Herr, der Allmächtige“). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markus sieht also den Zeitpunkt nun gekommen, an dem dieser Bote auftritt. Er identifiziert Johannes mit dem angekündigten Boten, der das Volk zur Umkehr bewegen soll. Jesus ist Gott, der in Mal 3,1 sein Kommen zum Gericht ankündigt hat. Seine Mission scheitert allerdings, was nach dem formalen Eintreffen Gottes in seinem Tempel zu Gericht führt (Mk 11). Am Ende wird Israel als Volk durch Gericht untergehen (Mk 13). Gott erfüllt seinen Plan stattdessen auf andere Weise (Mk 12,9-11), sodass die gute Nachricht von Gottes Kommen in Jesus (Mk 1,1) für die Erwählten, die auf Jesus und seinen Vorboten hören, tatsächlich eine gute ist (Watts 2007, 113-20; France 2002, 56ff.; Collins 2007, 135-38). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Jesaja|40|3}}{{par|Matthäus|3|3}}{{par|Lukas|3|4}}{{par|Johannes|1|23}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} trat Johannes der Täufer in der Wüste (Wildnis) auf&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;trat auf&#039;&#039; Gr. ἐγένετο, Grundform γίνομαι. Das Wort heißt eigentlich eher „werden/sein, entstehen“. Es funktioniert hier aber wie ein ähnliches hebräisches Verb; man kann es nur sinngemäß übersetzen. Als erstes Wort im Satz zeigt es einen Szenenwechsel an (France 2002, 64). Zudem verknüpft Markus damit das Wirken von Johannes dem Täufer direkt mit den zitierten Versen aus dem AT (Guelich 1989, 18). Ähnliche Stelle: Joh 1,6. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(trat Johannes auf, der in der Wüste taufte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Johannes der Täufer&#039;&#039; und &#039;&#039;Johannes, der in der Wüste taufte&#039;&#039;: Es gibt an dieser Stelle leicht verschiedene Lesarten in den Handschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und predigte (verkündete) eine Taufe der Umkehr (Buße; Umkehr-Taufe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Taufe der Umkehr&#039;&#039; Der Genitiv zeigt hier die Beschaffenheit der Taufe an (Gen. qualitätis): Die Taufe beinhaltete offensichtlich eine Umkehr. Bei Johannes gehörte beides zusammen, und die Taufe bedeutete offenbar die Anerkennung einer echten Umkehr (Guelich 1989, 19f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.{{par|Matthäus|3|1|2}}{{par|Lukas|3|2|3}}&lt;br /&gt;
{{S|5}} Und das gesamte judäische Gebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;das gesamte judäische Gebiet&#039;&#039; Hier sind zwei Stilmittel verflochten. Das &#039;&#039;judäische Gebiet&#039;&#039; steht für dessen Bewohner (Metonymie des Subjekts). Und dass es alle waren, ist natürlich eine Übertreibung (Hyperbel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Gegend, Land) und alle Jerusalemer begaben sich&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; Im Griechischen im Sg., als Prädikat zur „gesamten judäischen Region“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(gingen) hinaus zu ihm und ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Imperfekte &#039;&#039;begaben sich hinaus&#039;&#039; und &#039;&#039;ließen sich taufen&#039;&#039; bringen in V. 5 zum Ausdruck, dass Johannes über einen längeren Zeitraum hinweg Menschenmengen anzog. &amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei (und) sie ihre Sünden bekannten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei sie bekannten&#039;&#039; [[Ptz]]. coni., als modaler Nebensatz mit „wobei“ aufgelöst. Aus der Formulierung lässt sich allerdings nicht schlüssig ableiten, in welcher Weise das Bekenntnis geschah oder dass es unmittelbar während der Taufe stattfand. Wie Johannes’ Taufe vor sich ging, ist nicht überliefert. Die benutzten Formulierungen und zeitgenössische Beispiele lassen jedoch darauf schließen, dass die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht wurden oder tauchten. Eine Eigenart von Johannes ist, dass er bei der Taufe eine sehr aktive Rolle einzunehmen scheint, wogegen bei vergleichbaren Ritualbädern der Täufling sich selbst untertauchte (France 2002, 68; Collins 2007, 142). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|3|5|6}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Und Johannes pflegte [ein Gewand aus] Kamelhaar und einen Ledergürtel um seine Hüften (Taille) zu tragen{{par|2 Könige|1|18}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Kamelhaar&#039;&#039; und &#039;&#039;Ledergürtel&#039;&#039;, w. „Haare [des] Kamels“ bzw. „ledernen Gürtel“. Durch seine Kleidung gibt sich Johannes als Prophet (Sach 13,4 LXX) und der wiedergekehrte Elia zu erkennen (2Kö 1,8 LXX).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Heuschrecken und wilden Honig zu essen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;pflegte ... zu tragen … zu essen&#039;&#039; Die [[Partizip#Die umschreibende Konjugation|periphrastische]] („umschreibende“) Formulierung ἦν ... ἐνδεδυμένος ... ἐσθίων umschreibt hier wohl nicht nur das Plusquamperfekt Passiv und Imperfekt (NSS), sondern drückt auch eine Gewohnheit aus (Guelich 1989, 16). Unsere Übersetzung verdeutlicht das. Andere Übersetzer benutzen den Indikativ, der diese Konnotation nicht so deutlich vermittelt: „trug … aß“. &#039;&#039;tragen&#039;&#039; Das Wort ἐνδύω heißt aktiv „kleiden“, medial „sich ankleiden“. Der Perfekt-Aspekt drückt im Griechischen den Zustand nach der vollzogenen Handlung aus, also heißt das Perfekt Medium „angekleidet sein“ → „(Kleidung) tragen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
.{{par|Matthäus|3|4}}&lt;br /&gt;
{{S|7}} Und er predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass dies über einen längeren Zeitraum hinweg (bzw. immer wieder) geschah. Was Johannes hier predigt, ist also die Essenz seiner Botschaft zu Jesus. Er wird sie mehrmals oder zu einer besonderen Gelegenheit vorgetragen haben. Joh 1,27-28 ist ganz ähnlich: Dort spricht Johannes der Täufer von Jesus, weil Abgesandte der religiösen Führung in Jerusalem ihn in V. 19 gefragt haben, ob er selbst der Messias sei. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Es kommt nach mir [einer], der mächtiger (stärker) [ist] als ich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[einer], der mächtiger [ist] als ich&#039;&#039; Gr. ὁ ἰσχυρότερός μου, W. „der Mächtigere als ich“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich bin es nicht wert (gut genug, würdig), mich zu bücken und (gebückt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mich zu bücken und&#039;&#039; Adverbiales [[Partizip]] Aorist aktiv, hier einmal gleichzeitig übersetzt (modal; vgl. NSS). In der Klammer ist das griechische mit dem deutschen Partizip 2 übersetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ihm&#039;&#039; Eigentlich ein Relativpronomen („dem“), das den Satz vom vorigen abhängig macht: „dem ich nicht würdig bin...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Riemen seiner Sandalen aufzubinden!{{par|Johannes|1|27}}{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}&lt;br /&gt;
{{S|8}} &#039;&#039;Ich&#039;&#039; habe euch mit Wasser getauft, &#039;&#039;er&#039;&#039; aber wird euch mit [dem] (im) Heiligem Geist taufen.“{{par|Matthäus|3|11}}{{par|Lukas|3|16}}{{par|Johannes|1|26}}&lt;br /&gt;
{{S|9}} Und {es geschah}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Und {es geschah}&#039;&#039; Pleonastische (d.h. eigentlich funktionslose) Formulierung, die entweder hebräischem Erzählstil entspricht (Guelich 1989, 29f.; France 2002, 75) oder möglicherweise einfach griechischen Erzählkonventionen folgt (NSS). Auf Deutsch lässt sich dieses „zweite Prädikat“ schwer wiedergeben, ohne Verwirrung zu stiften. Luther versucht es dennoch (ähnlich Menge, Zür): „Und es begab sich zu der Zeit, dass...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
in jenen Tagen kam Jesus aus (von) Nazaret [in] Galiläa&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;von (aus) Nazaret&#039;&#039; Guelich vermutet, die Ortsangabe beziehe sich auf den Ursprungsort von Jesu Reise („aus Nazaret“) und sei hier nicht als Beiname („von Nazaret“) zu verstehen. Im letzteren Fall wäre die Verortung von Nazaret in Galiläa nicht nötig (1989, 31). Das ist zwar denkbar, aber die Identifikation Jesu mit seinem genauen Herkunftsort (in „Jesus von Nazaret“ wie ein Nachname gebraucht) passt dazu, wie Markus schon in in V. 4 den Täufer mit Beinamen eingeführt hat. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[in] Galiläa&#039;&#039; [[Genitivus partitivus]], also ein Genitiv, der besagt, dass Nazaret in Galiläa liegt. Johannes wirkte in Judäa und erreichte vornehmlich deren Bewohner (V. 5). Als Galiläer ist Jesus aus der Provinz am See Genezaret nach Süden zu Johannes gereist. Zwischen den Bewohnern der beiden räumlich getrennten Provinzen herrschte Misstrauen vor. Gerade in religiöser Hinsicht hatten die Judäer gegenüber den Galiläern Vorbehalte (Joh 1,46) und taten sich schwer, einen galiläischen Propheten zu akzeptieren. Umso merkwürdiger, dass hier einer aus Galiläa zu Johannes kommt und sich taufen lässt (der Vers ist genau gleich aufgebaut wie V. 5!), und ausgerechnet diesen Galiläer identifiziert Johannes nun als den Stärkeren, der nach ihm kommen soll! Diese Abneigung zwischen den beiden Regionen ist im Markusevangelium immer wieder unterschwellig zu spüren, das Jesu Wirken nur in Galiläa beschreibt. Jerusalem in Judäa ist der Einflussbereich von Jesu Widersachern und der Ort, an dem sie ihm schließlich das Handwerk legen konnten (France 2002, 75f.). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.{{par|Matthäus|3|13|15}}{{par|Lukas|3|21}}&lt;br /&gt;
{{S|10}} Und in dem Moment (gleich), als er aus dem Wasser stieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als … stieg&#039;&#039; [[Partizip]] Präsens aktiv (temporal übersetztes Ptz. conj.).&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
sah er, wie (dass) der Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Gr. im Pl. „die Himmel“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
geteilt (geöffnet) wurde&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er, wie … geöffnet wurde&#039;&#039; Die meisten Bibeln übersetzen das Passiv aus stilistischen Gründen reflexiv („öffnete sich“). Σχίζω „teilen, spalten“ ist in diesem Zusammenhang ein sehr ungewöhnliches Wort (Collins 2007, 148). Verbreiteter war in vergleichbaren Beschreibungen (wenn der Himmel sich in übernatürlicher Weise öffnet, so wie in den Parallelstellen Lk 3,21; Mt 3,16, aber auch Eze 1,1; Joh 1,51; Apg 7,56; 10,11; Offb 4,1; 19,11) das Wort ἀνοίγω „öffnen“. Vielleicht spielt Markus auf Jes 63,19 oder das Reißen des Tempelvorhangs in Mk 15,38 an (France 2002, 77). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und der Geist wie eine Taube in ihn (zu ihm; auf ihn)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in ihn (zu ihm; auf ihn)&#039;&#039; Die korrekte Übersetzung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst handelt es sich um eine textkritische Frage. Weiter ist zu klären, wie (und vor welchem kulturellen Hintergrund) man sich das Herabkommen des Geistes in Taubengestalt vorstellen sollte. Zur Textkritik: Alle modernen Textkritiker und die herangezogenen Kommentatoren halten die Lesart εἰς αὐτόν „zu ihm/in ihn hinein“ für ursprünglich. Die Alternative ἐπʼ αὐτόν „auf ihn“ ist zwar viel breiter bezeugt, aber fast sicher eine (bewusste oder unbewusste) Angleichung an die sehr ähnlich formulierten Parallelberichte in den anderen Evangelien (Mt 3,16; Lk 3,22; Joh 1,32) oder Jes 42,1/61,1 LXX.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun, ob εἰς αὐτόν signalisieren soll, dass der Geist &#039;&#039;in&#039;&#039; Jesus hineinfuhr oder nur &#039;&#039;zu&#039;&#039; ihm kam. Einige Exegeten meinen, εἰς signalisiere lediglich eine Bewegung „zu“ Jesus, nicht „in ihn hinein“. Andere vertreten die Position, dass die Bedeutung „auf“ oder „zu“ für Markus und das ganze NT unüblich wäre (so z.B. Dixon 2009, 771f). Diesem Argument folgen wir mit unserer Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dixon stellt weiter deutliche Parallelen vom Vergleich des Geists mit einer Taube zur damals weithin bekannten Ilias Homers (bspw. an der Stelle 15.237–38) und anderen griechischen Göttersagen her. Darin reisen Götter in der Gestalt von Vögeln (auch vom Olymp herab) und nehmen auch menschliche Gestalt an. Er schlägt vor, dass in griechischer Literatur gebildete Leser in Jesus gerade in dieser Szene deutliche Parallelen gesehen und Jesus als Gott in menschlicher Gestalt verstanden hätten (vgl. Collins 2007, 149). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
herabkam.{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|3|16}}{{par|Lukas|3|22}}{{par|Johannes|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|11}} Und eine Stimme kam (geschah)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kam (geschah)&#039;&#039; W. &#039;&#039;geschah&#039;&#039; Wieder drückt sich Markus sehr semitisch aus. Im Deutschen ist wieder eine sinngemäße Formulierung nötig. Textkritik: Andere Handschriften lesen „Und eine Stimme wurde gehört“ oder „Und eine Stimme“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus dem Himmel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dem Himmel&#039;&#039; Gr. Pl. „den Himmeln“&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude (Gefallen gefunden)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;habe ich Freude (Gefallen gefunden)&#039;&#039; Hier vielleicht auch mit der Bedeutung „auf dich bin ich stolz“. Das Verb steht hier zwar im Aorist, Markus gebraucht es aber wohl zeitlos wie das hebräische gnomische Perfekt (NSS). Vermutlich lässt die Aussage atl. Texte wie Ps 2,7 und Jes 42,1 anklingen. Markus würde Jesus in diesem Fall unterschwellig sowohl mit dem erwählten König Israels aus Psalms 2 als auch mit dem erwählten Knecht des Propheten aus Jesaja identifizieren (Guelich 1989, 33). Der Text ähnelt am meisten dem Wortlaut von Gen 22,2 LXX, wo von Abrahams Sohn Isaak die Rede ist (France 2002, 80). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!“{{par|Matthäus|3|17}}{{par|Lukas|3|22}}&lt;br /&gt;
{{S|12}} Und gleich danach brachte (führte; trieb)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; oder &#039;&#039;trieb&#039;&#039; An anderen Stellen wird das Wort ἐκβάλλω für Dämonenaustreibungen (z.B. Mk 6,13) oder das Hinauswerfen oder Vertreiben von unwillkommenen Anwesenden benutzt (z.B. Mk 12,8). Andere übersetzen es daher auch hier mit &#039;&#039;trieb&#039;&#039;, aber aus dem Kontext geht nicht hervor, dass Jesus dagegen war oder keine Kontrolle hatte (LN 15.174, vgl. Joh 10,4; Jak 2,25; auch Mt 9,38; 15,17; s.a. NIV). ἐκβάλλω ist jedenfalls kräftiger als Lukas’ ἄγω oder Matthäus’ ἀνάγω (beide „führen“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der Geist ihn in die Wüste (Wildnis).{{par|Matthäus|4|1}}{{par|Lukas|4|1}}&lt;br /&gt;
{{S|13}} Und er war (lebte, verbrachte) vierzig Tage in der Wüste (Wildnis) und (während, wobei) wurde vom Satan auf die Probe gestellt (versucht),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und (während/wobei) wurde auf die Probe gestellt&#039;&#039; [[Ptz. coni.]], temporal-modal, als Nebensatz aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und er war (lebte) unter (mit) den Tieren, und die Engel dienten (versorgten, warteten auf) ihm.{{par|Matthäus|4|1|11}}{{par|Lukas|4|1|13}}&lt;br /&gt;
{{S|14}} {Aber} Nachdem Johannes verhaftet&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verhaftet&#039;&#039; W. „ausgeliefert/übergeben“, was aber schlecht in den Kontext passt. Die Evangelien benutzen das Wort in verschiedenen Fällen für Jesu Verrat, Festnahme und Übergabe an die Autoritäten sowie zur Kreuzigung (zum ersten Mal in Mk 3,19). Markus wählt es hier vielleicht absichtlich, um Parallelen zu Jesu späterem Ergehen herzustellen (9:31; 10:33; 14:21, 41). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
worden war, begab sich (kam) Jesus nach Galiläa und predigte (verkündete)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verkündete&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), durch Beiordnung mit „und“ übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
das Evangelium Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Evangelium Gottes&#039;&#039; Wie in Mk 1,1 (s. die Fußnote dort) ist hier nicht klar zu trennen, ob das Evangelium von Gott initiiert ist oder von Gott handelt. Da der Kontext keine Hinweis zum Verständnis gibt, sind beide Möglichkeiten nicht auszuschließen (vgl. France 2002, 91). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textkritik: Andere Handschriften lesen „Evangelium von der Gottesherrschaft/vom Gottesreich“&amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|12}}{{par|Lukas|4|14}}{{par|Johannes|4|1|3}}&lt;br /&gt;
{{S|15}} und sagte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sagte&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptz. conj.]] (Partizip Präsens aktiv), das durch und mit dem Partizip &#039;&#039;predigte&#039;&#039; aus dem letzten Vers verbunden ist und auch so aufgelöst wurde. Die Konstruktion weist die folgende direkte Rede als die Kernbotschaft von Jesu Verkündigung aus. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{dass}:&lt;br /&gt;
„Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Zeit ist eingetreten (gekommen, erfüllt)&#039;&#039; Gemeint ist eine heilsgeschichtliche Erfüllung, also dass ein ganz bestimmter Zeitpunkt eingetreten ist (Guelich 1989, 43; vgl. Delling, πληρόω, 294f.). Vgl. GNB „Es ist so weit“, NLB, HfA „Jetzt ist die Zeit gekommen“ (ebenso NIV). Bei den beiden Verben &#039;&#039;eingetreten&#039;&#039; und &#039;&#039;nahegekommen&#039;&#039; handelt es sich um Perfekte. Das Perfekt betont den gegenwärtigen Zustand, man könnte betonen: „Die Zeit ist da, Gottes Herrschaft ist nahe.“ Die beiden Aussagen stehen parallel zueinander und erhellen einander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Gottes Königsherrschaft (Königreich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ergänzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist nahegekommen. Kehrt um (tut Buße) und glaubt an das Evangelium!“{{par|Jesaja|61|1|2}}{{par|Matthäus|4|17}}&lt;br /&gt;
{{S|16}} Und während (als) er am Meer von Galiläa entlangging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;während … entlangging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] mit temporaler Sinnrichtung (Partizip Präsens aktiv), als Nebensatz mit &#039;&#039;während&#039;&#039; übersetzt (ebenfalls möglich: „als, gerade“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, die gerade Wurfnetze (ein Wurfnetz) ins Meer warfen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Wurfnetze (ein Wurfnetz) werfen&#039;&#039; Das Verb spricht nur von der Tätigkeit, führt aber nicht aus, ob es sich um ein oder mehrere Netze handelt. Es wird auch nicht klar, ob die beiden von einem Boot aus oder zu Fuß im flachen Wasser fischten (allerdings wird in V. 19 ein Boot erwähnt). Damals gebräuchliche Wurfnetze waren rund und am Rand beschwert. Man warf sie nach Fischschwärmen (Guelich 1989, 50). Schöner wäre vielleicht die Übersetzung „mit Wurfnetzen fischen“, aber die Lokalangabe &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; erfordert ein Objekt. &#039;&#039;ins Meer&#039;&#039; Gr. ἐν τῇ θαλάσσῃ w. also „im Meer“. Nach Guelich 1989, 49 schreibt Markus hier in hellenistischem Dialekt, in dem die Präpositionen ἐν „in“ (wie darin) und εἰς „in (hinein)/zu (hin)“ austauschbar benutzt wurden. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sie waren nämlich Fischer.{{par|Matthäus|4|18}}&lt;br /&gt;
{{S|17}} Und Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, [folgt] mir nach, dann werde ich euch [zu] Menschenfischern {werden} machen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;W. ein [[AcI]], der sich übersetzen lässt als „dann werde ich machen, dass ihr Fischer [der] Menschen werdet“. Da die griechische Konstruktion kompliziert ist und sich ohnehin nicht direkt übersetzen lässt, haben wir die Übersetzung etwas vereinfacht. Daher wurde (wie in allen deutschen Übersetzungen) γενέσθαι „werden“ nicht übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|19}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|18}} Und sofort ließen sie [ihre] Netze [liegen] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ließen sie ... und&#039;&#039; Temporal-modales [[Ptc. coni.]], mit „und“ beigeordnet. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
folgten ihm.{{par|Matthäus|4|20}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|19}} Und nachdem (als) er ein wenig weitergegangen war,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem er weitergegangen war&#039;&#039; [[Ptc. coni.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal als Nebensatz mit &#039;&#039;nachdem&#039;&#039; übersetzt. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sah er Jakobus, den [Sohn] von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Auch sie [saßen] im Boot [und] brachten [ihre] Netze in Ordnung (setzten instand, besserten aus, flickten),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sah er …. Auch sie&#039;&#039; Oder: „sah er, wie auch Jakobus und Johannes im Boot ihre Netze in Ordnung brachten“, was aber irreführend formuliert ist. Es handelt sich wie schon in V. 16 um einen [[AcP]], der ähnlich formuliert ist wie dort. Die Ergänzung von &#039;&#039;[saßen]&#039;&#039; und &#039;&#039;[und]&#039;&#039; war notwendig, damit der Leser &#039;&#039;auch sie&#039;&#039; richtig versteht. Alles, was Markus als Gemeinsamkeit zwischen der ersten und der zweiten Gruppe Fischer ausmacht, ist, dass sich beide im Boot befanden (France 2002, 98). &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Ordnung bringen&#039;&#039; wird häufig mit „ausbessern“ wiedergegeben, könnte aber auch einfach „vorbereiten“ oder „zusammenlegen“ bedeuten (Guelich 1989, 52). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{par|Matthäus|4|21}}{{par|Lukas|5|10}}&lt;br /&gt;
{{S|20}} und er rief sie umgehend (sofort). Und sie ließen ihren Vater mit den bezahlten Arbeitern im Boot zurück und gingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;gingen&#039;&#039; W. „gingen weg“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihm nach.{{par|Matthäus|4|22}}{{par|Lukas|5|11}}&lt;br /&gt;
{{S|21}} Und (daraufhin) sie begaben sich nach Kafarnaum {hinein}. {Und} Dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, [am] Sabbat, begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begab er sich … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Ptz. Aor., temporal-modal), durch Beiordnung mit „und“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann er in der Synagoge (begab er sich in die Synagoge und begann) zu lehren&#039;&#039; Textkritik: Die Handschriften haben an dieser Stelle unterschiedliche Lesarten, und auch die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben bevorzugen verschiedene Varianten. NA28 liest zusammen mit den meisten Zeugen &amp;lt;u&amp;gt;εἰσελθὼν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγὴν &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; (die Übersetzung in der Klammer). SBLGNT liest dagegen &amp;lt;u&amp;gt;ἐδίδασκεν&amp;lt;/u&amp;gt; εἰς τὴν συναγωγήν, was der hier gewählten Übersetzung entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
zu lehren&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann ... zu lehren&#039;&#039; [[Inchoatives Imperfekt]] (Siebenthal 2011, §198e). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|31}}&lt;br /&gt;
{{S|22}} Und sie waren tief beeindruckt&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;tief beeindruckt&#039;&#039; Dieses Wort benutzen die Evangelisten meist, um die Reaktion der Zuhörer auf Jesu Lehre und Taten zu beschreiben. Sie scheinen verblüfft, ja baff zu sein über das, was sie sehen und hören, und müssen sich an Jesu Art erst gewöhnen (z.B. Mt 19,25; Mk 6,2; 7,37; 10,26). In Lk 2,48 sind seine Eltern verblüfft, Jesus nach langer Suche im Tempel zu finden. In Lk 9,43 beschreibt das Verb die Reaktion der Menge auf eine von Jesu Dämonenaustreibungen. In [[Markus 11#s18|Mk 11,18]] zeigt sich die Menge „fasziniert“ oder „in Bann geschlagen“ von Jesu Lehre. Zür: „überwältigt“, Menge, EÜ: „(sehr) betroffen“, Luther „sie entsetzten sich“, REB „sie erstaunten sehr“. NGÜ, GNB wie OfBi.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.{{par|Matthäus|7|28|29}}{{par|Matthäus|13|54}}{{par|Lukas|4|32}}&lt;br /&gt;
{{S|23}} Und dann (plötzlich)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gleich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war in der dortigen Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;mit einem unreinen Geist&#039;&#039; Gr. ἐν, instr. „mit“, gibt hier, semitisch formulierend, die Präposition {{hebr}}ב{{hebr ende}} wieder (Guelich 1989, 54). Markus benützt diese Formulierung für dämonische Besessenheit, aber auch den Einfluss des Heiligen Geistes (Mk 12,36; vgl. Lk 2,27) (France 2002, 103, der „unter dem Einfluss“ als Übersetzung vorschlägt). NSS, Lut, EÜ, GNB: „besessen von“, NGÜ: „der einen bösen Geist hatte“, REB, Zür, Menge: „mit“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und er schrie:{{par|Lukas|4|33}}&lt;br /&gt;
{{S|24}} {sagend} „Was willst du von uns,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Was willst du von uns?&#039;&#039; W. „Was uns und dir?“ In Mk 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28 greifen Besessene gegenüber Jesus zur selben Wendung. Die Frage ist häufig Ausdruck einer ablehnenden Haltung in einer für den Sprecher unangenehmen oder bedrohlichen Situation, in der er sich dennoch fügen muss. So unter dem Eindruck der Bedrohung: „Was habe ich dir angetan?“ (Ri 11,12; 1Kö 17,18; 2Chron 35,21 LXX) Sie kann auch Distanz zum Anliegen eines Bittstellers zum Ausdruck bringen: „Was soll das?“ oder „Lasst das sein!“ (2Sam 16,10; 19,23 LXX), sinngemäß: „Lass mich in Ruhe, finde einen anderen!“ (2Kö 3,13 LXX), oder gleichgültige Distanzierung (Hos 14,9 LXX). Auf der Hochzeit in Kana bittet Jesus seine Mutter Maria mit der gleichen Wendung, sich nicht in seinen messianischen Dienst einzumischen (Joh 2,4) (vgl. France 2002, 103f.; NET Mk 1,24 Fn 48; BA ἐγώ). Im Zusammenhang mit einem bösen Geist, der sich bedroht fühlt, ist (hier und 5,7; Mt 8,29; Lk 8,28) wohl auch das defensive Element vorhanden, sinngemäß könnte man also sagen: „Was haben wir dir getan? Lass uns in Ruhe!“ Zür, REB, GNB: „Was haben wir mit dir zu schaffen?“, Lut, Menge, NGÜ: „Was willst du von uns?“ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jesus von Nazaret&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Jesus von Nazaret&#039;&#039; W. „Jesus [der] Nazarener“. Hier wurde der bekanntere deutsche Name für die Übersetzung gewählt. &amp;lt;/ref&amp;gt;?&lt;br /&gt;
Bist du gekommen, [um] uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der Heilige Gottes&#039;&#039; ist kein Titel, der häufig für Jesus benutzt wird (sonst nur [[Johannes 6#s69|Joh 6,69]]). Im AT wird er lediglich auf Männer mit enger Gottesbeziehung angewandt (Aaron in Ps 106,16; Elisa in 2Kö 4,9; Simson in Ri 16,17), aber nicht auf den Messias. Der Titel stellt einen Kontrast her zwischen dem unreinen Geist und dem heiligen Jesus (France 2002, 104). An anderen Stellen nennen Dämonen Jesus den Sohn Gottes ([[Markus 3#s11|Mk 3,11]]; [[Markus 5#s7|5,7]]). Möglich, dass der Dämon hier ein Wortspiel zwischen dem hebräischen Wort für Nazaret und dem Wort {{hebr}}נזיר{{hebr ende}} „heilig“ macht, wie es bspw. in Ri 13,7 (LXX sowohl ναζιραῖος Θεοῦ als auch ἃγιος Θεοῦ) im Zusammenhang mit Simson vorkommt. Die beiden Wörter klingen ähnlich (Guelich 1989, 57; Pesch 1976, 122). &amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Lukas|4|34}}&lt;br /&gt;
{{S|25}} Und Jesus wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wies ihn an (unterwarf ihn seiner Kontrolle)&#039;&#039; Gr. ἐπιτιμάω wird häufig mit „wies ihn zurecht“ übersetzt, ist bei Markus aber ein Wort, das das Ausüben göttlicher Kontrolle, also einen unwiderstehlichen Befehl bezeichnet (France 2002, 104f.). Ähnlich verfährt Jesus mit mehreren Dämonen in [[Markus 3#s12|Mk 3,12]]. Guelich argumentiert für die Übersetzung &#039;&#039;seiner Kontrolle unterwerfen&#039;&#039; in der Klammer (engl. „subdue“; ders. 1989, 57f.). EÜ, NGÜ: „befahl“. Eher unpassend Zür: „schrie ihn an“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{sagend}: „Sei still (Schweig, Verstumme) und komm (verlass, fahre) aus ihm heraus!“{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|26}} Und nachdem (während) der unreine Geist ihn geschüttelt und [mit] lauter Stimme geschrien hatte,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;nachdem … geschüttelt … geschrien&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Partizip Aorist aktiv), temporal-modal, hier vorzeitig verstanden und als Nebensatz mit „nachdem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
kam (verließ, fuhr) er aus ihm heraus.{{par|Lukas|4|35}}&lt;br /&gt;
{{S|27}} Und alle waren so entgeistert (erstaunt, erschrocken), dass sie einander fragten&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;einander fragten&#039;&#039; Oder „miteinander diskutierten“ (vgl. France 2002, 105). Als elegantere deutsche Formulierung für die gesamte Reaktion der Zuhörer wäre „und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten“ eine Möglichkeit. &amp;lt;!-- Diese Fußnote ist überflüssig, sobald für die Lesefassung eine gute Möglichkeit gefunden wurde. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{wobei sie sagten}:&lt;br /&gt;
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar (selbst, und) den unreinen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“{{par|Lukas|4|36}}&lt;br /&gt;
{{S|28}} Und bald (rasch) verbreitete sich die Kunde von ihm (sein Ruf) überall in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;in der ganzen Umgebung, [in ganz] Galiläa (im ganzen Umland von Galiläa)&#039;&#039; Die Übersetzung hängt davon ab, wie man den Genitiv τῆς Γαλιλαίας versteht. Als epexegetischer [[Genitiv]] ist „die ganze Umgebung, also Galiläa“ gemeint (bzw. „das ganze Umland [von Kafarnaum], also Galiläa“). Ist der Genitiv attributiv gemeint, nimmt Markus das Umland von Galiläa, also die erweiterte Region, in den Blick (France 2002, 106; Guelich 1989, 54). &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|37}}&lt;br /&gt;
{{S|29}} Und dann&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;dann&#039;&#039; W. „gleich/sofort“, doch im Markusevangelium hat das Wort häufig den Sinn von „dann“. Es leitet also den nächsten Abschnitt der Handlung ein und soll die Spannung aufrecht erhalten (Guelich 1989, 54; France 2002, 103). Hier könnte das Wort auch das aufgelöste Partizip &#039;&#039;verließen&#039;&#039; modifizieren, dann könnte die Übersetzung bspw. lauten: „Und sie verließen die Synagoge gleich darauf und...“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
verließen sie {aus} die Synagoge und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;verließen … und&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (Aorist), als temporaler Nebensatz übersetzt. Alternativ mit „als“ oder „nachdem“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gingen (begaben sich, kamen) zum (in das) Haus von Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|30}} Simons Schwiegermutter {aber} lag mit Fieber [im Bett]&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;lag mit Fieber [im Bett]&#039;&#039; ist durativ ([[Imperfekt]]). &#039;&#039;Mit Fieber&#039;&#039; übersetzt das [[adv. Ptz.]] modal als Präpositionalphrase, alternativ „und hatte Fieber“ oder „fiebernd“, auch eine kausale Sinnrichtung wäre möglich: „lag im Bett, weil sie Fieber hatte“. &#039;&#039;[im Bett]&#039;&#039; wird von vielen Übersetzungen (EÜ, NGÜ, GNB) sinngemäß ergänzt, weil das Griechische ohne Lokalangabe auskommt. Das Bett könnte hier je nach Wohlstand auch aus einem Lager auf einer Binsenmatte bestanden haben (NBD, 489). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, und sie erzählten (berichteten) ihm gleich von ihr.{{par|Matthäus|8|14}}{{par|Lukas|4|38}}&lt;br /&gt;
{{S|31}} Da (Und) ging er zu [ihr] und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ging zu … und&#039;&#039; [[Beschreibendes Partizip]] modal-temporaler Sinnrichtung, mit „und“ aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
half ihr beim Aufstehen (richtete sie auf), indem er ihre Hand nahm (ergriff)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;indem er ihre Hand nahm&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], modal als Nebensatz mit „indem“ aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da (und) verließ das Fieber sie, und sie begann, sie zu bewirten (bedienen, dienen; bewirtete sie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;begann, sie zu bedienen&#039;&#039; Vermutlich [[Inchoatives Imperfekt|inchoatives Imperfekt]]. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Matthäus|8|15}}{{par|Lukas|4|39}}&lt;br /&gt;
{{S|32}} Als es Abend geworden (wurde) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Als es Abend geworden war … und&#039;&#039; Temporales [[Gen. abs.]] (Aorist), temporal-vorzeitig übersetzt, wobei der Nebensatz mit „und“ an den folgenden angeschlossen sowie dessen Konjunktion (als) vorgezogen wurde. Die Leute warteten bis zum Abend, um die Sabbatruhe (vgl. V. 21) zu wahren, die bei Sonnenuntergang endete. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Sonne untergegangen war (unterging), brachte&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;brachte&#039;&#039; (V. 32) / &#039;&#039;heilte&#039;&#039; / &#039;&#039;trieb aus&#039;&#039; / &#039;&#039;ließ&#039;&#039; (V. 34) Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass es an diesem Abend fortlaufend geschah. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
man alle Kranken (denen es schlecht ging)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;alle Kranke(n)&#039;&#039; [[Subst. Ptz.]]. Oder „alle, denen es schlecht ging“. ELB: „Leidenden“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und [alle] Besessenen zu ihm,{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40}}&lt;br /&gt;
{{S|33}} und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.&lt;br /&gt;
{{S|34}} Und er heilte viele Kranke (denen es schlecht ging)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krank&amp;quot; /&amp;gt; von verschiedenen Krankheiten und trieb viele Dämonen aus, aber (und) die Dämonen ließ&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ipf&amp;quot; /&amp;gt; er nicht sprechen, weil sie ihn kannten.{{par|Matthäus|8|16}}{{par|Lukas|4|40|41}}&lt;br /&gt;
{{S|35}} Und früh morgens, [als es noch] ganz dunkel [war],&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;früh morgens … ganz dunkel&#039;&#039; Oder: „sehr früh morgens, [als es noch] dunkel [war]“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
stand er auf,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;stand er auf&#039;&#039; Modal-temporales [[Ptz. conj.]], hier als Indikativ übersetzt und in die Satzkette eingereiht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ging hinaus (verließ [das Haus (die Stadt)]) und ging fort an einen abgeschiedenen Ort, wo er [eine Zeit lang] betete (und betete dort)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[eine Zeit lang] betete&#039;&#039; Das [[Imperfekt]] zeigt an, dass er eine Weile mit Beten verbrachte – daher die eingefügte Zeitangabe. &amp;lt;/ref&amp;gt;.{{par|Lukas|4|42}}{{par|Markus|6|46}}&lt;br /&gt;
{{S|36}} Und Simon und [jene], die bei ihm waren, spürten (eilten) ihm nach&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;spürten (eilten) ihm nach&#039;&#039; Das Wort heißt eigentlich meist „nachjagen, verfolgen“ und macht auch hier den Druck greifbar, den die vier Jünger ob der Menschenmenge empfanden (France 2002, 112). Sinngemäß formuliert: „versuchten hektisch/verzweifelt, ihn ausfindig zu machen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|37}} und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;und fanden ihn. {und} Sie teilten ihm mit (sagten) {dass}:&#039;&#039; Oder: „Als sie ihn fanden, teilten sie ihm mit“ (Lut, EÜ, NGÜ). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Alle fragen (suchen, forschen) nach dir!“&lt;br /&gt;
{{S|38}} {und} Er entgegnete (sagte) ihnen: „Gehen wir stattdessen (lasst uns gehen) anderswohin, in die benachbarten Ortschaften (Dörfer), damit ich auch dort predigen (verkündigen) [kann]. Zu diesem Zweck (Dazu) bin ich nämlich aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;aus [der Stadt] gekommen (bin gekommen, ausgezogen)&#039;&#039; Gr. ἐξῆλθον „(hin)ausgegangen, herausgekommen, verlassen“. Die Frage ist: Bezieht sich Jesus darauf, dass er die Stadt Kafarnaum &#039;&#039;verlassen&#039;&#039; hat (wie dasselbe Wort in V. 35 anzeigen kann – im Griechischen ist wie beim Synonym „hinausgehen“ kein Objekt nötig), oder dass er dazu &#039;&#039;vom Vater aus&#039;&#039; (bzw. &#039;&#039;aus&#039;&#039; dem Himmel) gekommen ist (wie es Lukas in der Parallelstelle Lk 4,43 meint)? Die meisten Übersetzer entscheiden sich für die zweite Option, die auch im Johannesevangelium eine große Rolle spielt (vgl. Joh 8,42; 13,3; 16,27-28). Vordergründig scheint Jesus sich auf seinen Dienst zu beziehen, der sich von hier an auf ganz Galiläa ausdehnt (so Pesch 1976, 138; Guelich 1989, 70, der die zweite Option daher ganz ausschließt). Eine Variante dieser Interpretation ist, dass Jesus zu diesem Zweck &#039;&#039;ausgezogen&#039;&#039; ist, das Predigen also als seine Mission versteht, ohne aber mit dieser Aussage eine Herkunft vom Vater im Sinn der Parallelstelle bei Lukas andeuten zu wollen (Option 3, so wohl Menge). Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass Markus bewusst zweideutig formuliert, sodass die Aussageabsicht, die Lukas ganz eindeutig macht, hier schon mitschwingt (France 2002, 113; Blight 2012, 81). Option 1 erhält hier den Vorzug, weil es sich um die aus dem Kontext offenkundige Bedeutung handelt. Die meisten Übersetzungen entscheiden sich jedoch für die eher sinngemäße Formulierung „dazu bin ich gekommen“, die auf Option 2 oder Option 3 hindeutet (EÜ, Lut, NGÜ, GNB, Zür, vgl. REB). &amp;lt;/ref&amp;gt;.“{{par|Lukas|4|43}}{{par|Markus|1|14}}{{par|Johannes|8|42}}&lt;br /&gt;
{{S|39}} Und er zog (kam; war) durch ganz Galiläa, predigte (verkündigte) in ihren Synagogen&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;durch ganz Galiläa … in ihren Synagogen&#039;&#039; In beiden Fällen kommt als Präposition εἰς „zu (hin), in (hinein)“ zum Einsatz. Zum flexiblen Gebrauch der Präposition bei Markus s. die Fußnoten in [[#note_ap|V. 16]] und [[#note_ax|V. 21]] (France 2002, 113). Wie schon in V. 21 haben Kopisten einiger Manuskripte versucht, den vermeintlich fehlerhaften Text zu korrigieren. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;predigte und trieb aus&#039;&#039; Temporal-modale [[Ptz. conj.]], als Indikative in einer Satzreihe aufgelöst. &amp;lt;/ref&amp;gt;{{par|Matthäus|4|25}}{{par|Lukas|4|44}}&lt;br /&gt;
{{S|40}} Und ein Aussätziger (Leprakranker) kam zu ihm, der ihn anflehte und auf die Knie fiel&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;der anflehte … auf die Knie fiel&#039;&#039; Zwei modal-temporale [[Ptz. conj.]], hier als Relativsatz aufgelöst. Textkritik: In einigen Handschriften (B, D u.a.) fehlt καὶ γονυπετῶν (καὶ) &#039;&#039;und auf die Knie fiel (und)&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, wobei er ihm zurief (sagte)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;wobei er ihm zurief&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], hier als modaler Nebensatz aufgelöst. Die Übersetzung hängt auch von der textkritischen Entscheidung ab, die in der vorigen Fußnote angesprochen wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; {dass}: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen (heilen)!“{{par|Matthäus|8|2}}{{par|Lukas|5|12}}&lt;br /&gt;
{{S|41}} Und [Jesus] hatte Mitleid (wurde zornig),&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid (wurde zornig)&#039;&#039; Die beiden möglichen Übersetzungen sind auf eine sehr schwierige Variante in der Überlieferung unserer Stelle zurückzuführen. Einzelne antike Handschriften haben die Variante &#039;&#039;wurde zornig&#039;&#039;. Der Grund für Jesu Zorn wäre dabei schwer auszumachen. Vermutlich richtet sich der Zorn nicht gegen den Aussätzigen (sonst würde Jesus anders reagieren), sondern am ehesten gegen seine Erkrankung, die die Gefallenheit der Welt und das Wirken des Bösen in ihr vor Augen führt (ebd. 117; Guelich 1989, 74). Eine ähnliche Erklärung bietet sich bspw. bei Mk 7,34 oder Joh 11,33 an.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wissenschaftlichen Urtext-Ausgaben folgen verschiedenen Varianten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
darum&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;hatte Mitleid, darum&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal oder kausal), hier kausal verstanden, weil dies die folgende Handlung Jesu begründet. Die Auflösung als Nebensatz mit „und“, „weil“ wäre alternativ ebenso möglich wie die Präpositionalphrase „voller Mitleid“. NGÜ: „Von tiefem Mitleid ergriffen“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
streckte er seine Hand aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;streckte aus&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal), hier als Indikativ übersetzt und beigeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, berührte [ihn] und sagte zu ihm: „Ich will, sei rein (gereinigt, geheilt)!“{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}&lt;br /&gt;
{{S|42}} Und sofort verschwand (ging weg) der Aussatz (die Lepra) von ihm, und er wurde rein (gereinigt, geheilt).{{par|Matthäus|8|3}}{{par|Lukas|5|13}}{{par|2 Könige|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|43}} Und er ermahnte ihn streng (fuhr ihn an, wies ihn zurecht; bedeutete ihm zu schweigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ermahnte streng&#039;&#039; [[Ptz. conj.]] (modal-temporal). Das Wort drückt bei Menschen meist wütende Erregung aus (z.B. Joh 11,33.38), allerdings wird hier keine Gemütserregung, sondern Kommunikation beschrieben. An anderen, vergleichbaren Stellen ist in dem Verb oft ein feindseliger Unterton zu spüren: In Dan 11,30 LXX scheint überlegene oder harsche Zurechtweisung oder Bedrohung mitzuschwingen. In [[Markus 14#s5|Mk 14,5]] kommt es vielleicht im Sinn von „jemdn. scharf zurechtweisen/schimpfen“ vor. Wie in Mt 9,30 scheint daher eher etwas im Sinne einer strengen Ermahnung gemeint zu sein (vgl. [http://lsj.translatum.gr/wiki/%E1%BC%90%CE%BC%CE%B2%CF%81%CE%B9%CE%BC%CE%AC%CE%BF%CE%BC%CE%B1%CE%B9 LSJ ἐμβριμάομαι], weil der Kontext nicht verrät, warum Jesus plötzlich so erregt sein sollte (vgl. Collins 2007, 179). Guelich versteht das Wort daher als Beschreibung einer orientalischen Geste, die Schweigen signalisiert (Guelich 1989, 75). Mt 8,4 und Lk 5,14 benutzen etwas mildere Worte. Lut: „drohte“, Zür: „fuhr an“, EÜ: „schärfte ein“, NGÜ: „ermahnte“, GNB: „befahl streng“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
, schickte ihn ohne Umschweife (sofort) weg (warf ihn hinaus){{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}&lt;br /&gt;
{{S|44}} und sagte zu ihm: „Sieh, dass du niemandem etwas&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;niemandem etwas&#039;&#039; Im Griechischen eine doppelte Verneinung, welche die Warnung noch schärfer macht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzählst (sagst), sondern geh [und] zeige dich dem Priester und dann bringe für deine Reinigung (Heilung) [das Opfer] dar, das Mose vorgeschrieben (festgelegt) hat, als Beweis (Nachweis, Zeugnis, Beleg) [für (gegen)] sie&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[für (gegen)] sie&#039;&#039; [[Dativus commodi]] (für) oder [[Dativus incommodi|incommodi]] (gegen), wobei &#039;&#039;sie&#039;&#039; im Plural steht. Ein Zeugnis oder Nachweis &#039;&#039;gegen&#039;&#039; entspräche dem griechischen Sprachgebrauch und würde sich dann vielleicht gegen Kritiker richten, die Jesu Treue zum Gesetz in Zweifel ziehen (so Guelich 1989, 77). Vgl. EÜ: „Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.“, GNB: „Die Verantwortlichen sollen wissen, dass ich das Gesetz ernst nehme.“ Eine andere Deutung: Jesus meint den Beweis &#039;&#039;für sie&#039;&#039;, nämlich die Führer des Volkes, dass er tatsächlich Wunder vollbringen kann und somit von Gott kommt (Collins 2007, 179). Die einfachste Interpretation ist freilich, dass es sich bei dem Durchlaufen der in Lev 14,1-32 vorgeschriebenen Reinigungshandlung samt Untersuchung durch einen Priester und Dankopfer um eine „Demonstration“ der Echtheit seiner Heilung gegenüber den Priestern (Pesch 1976, 146) oder dem Volk (France 2002, 120) handelt.&amp;lt;/ref&amp;gt;!“{{par|Matthäus|8|4}}{{par|Lukas|5|14}}{{par|Levitikus|14|1|32}}&lt;br /&gt;
{{S|45}} Doch als (nachdem) der [Mann] hinausging,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;als der [Mann] hinausging&#039;&#039; [[Ptz. conj.]], temporal-gleichzeitig übersetzt als Nebensatz mit „als“. Denkbar wäre auch „nachdem er hinausgegangen war“ (vorzeitig) oder „er ging hinaus und“. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
begann er eifrig (überall; viele Dinge) [davon] zu erzählen (predigen, verkündigen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[davon] zu erzählen/verkündigen&#039;&#039; Es geht im Kontext zunächst um die Geschichte seiner Heilung. Das Wort κηρύσσειν, das vorher für die Predigten Jesu benutzt wurde, könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass der Mann im Rahmen seiner Heilungsgeschichte auch über Jesus und dessen Evangelium predigte (Collins 2007, 179f.). So GNB: „Aber der Mann ging weg und fing überall an, von Jesus und seiner Botschaft zu erzählen und davon, wie er geheilt worden war.“ Ebenfalls möglich ist die Übersetzung „er begann, [über] vieles zu predigen“ (Guelich 1989, 77).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Geschichte (Nachricht, das Wort) zu verbreiten,{{par|Markus|5|20}} so dass [Jesus] nicht länger in der Lage war, offen (unerkannt, öffentlich, ohne Aufsehen) eine Stadt zu betreten, sondern sich außerhalb in unbewohnten (abgelegenen) Gegenden (Orten) aufhielt (blieb, war)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;sich aufhielt&#039;&#039; ist die sinngemäße Wiedergabe von &#039;&#039;war&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dennoch (doch, und) kamen [die Leute] weiter (begannen zu kommen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;kamen weiter (begannen zu kommen)&#039;&#039; Die Übersetzung gibt das [[Imperfekt]] durativ/iterativ wieder, die Klammer inchoativ. Beide Deutungen sind denkbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von überall her (aus allen Richtungen) zu ihm.{{par|Lukas|5|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Genesis_1&amp;diff=22646</id>
		<title>Diskussion:Genesis 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Diskussion:Genesis_1&amp;diff=22646"/>
		<updated>2015-12-04T09:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Frage von Norbert verschoben und geantwortet&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Checkliste Studienfassung&lt;br /&gt;
|Übersetzte Verse = ja (Ben)&lt;br /&gt;
|Überprüfte Verse = ja (Wolfgang+Sebastian)&lt;br /&gt;
|Alternativen = Soweit von mir gefunden, ja (Ben+Wolfgang+Sebastian)&lt;br /&gt;
|Zweifelsfälle dokumentiert = Soweit von mir gefunden, ja (Ben+Wolfgang+Sebastian)&lt;br /&gt;
|Studienfassung verstehbar = Soweit von mir gefunden, ja (Ben+Wolfgang+Sebastian)&lt;br /&gt;
|Anliegen dokumentiert = Schöpfungsmythos&lt;br /&gt;
|Kommentare eingesehen = Albright 1943 (Sebastian); Alter 1996 (Sebastian); Andersen 1995 (Sebastian); Arbez-Weisengoff 1948 (Sebastian); Atwell 2000 (Sebastian); Bandstra 2008 (Sebastian); Bauks 1997 (Sebastian); Beauchamp 1969 (Sebastian); [http://archive.org/stream/neueexegetischk00btgoog#page/n7/mode/2up Böttcher 1863] (Sebastian); Cassuto 2005 (Sebastian); [http://www.tyndalehouse.com/tynbul/library/TynBull_1968_19_03_Clines_ImageOfGodInMan.pdf Clines 1968] (Sebastian); [http://www.auss.info/auss_publication_file.php?pub_id=1048&amp;amp;journal=1&amp;amp;type=pdf Cole 2003] (Sebastian); [http://www.auss.info/auss_publication_file.php?pub_id=1186&amp;amp;journal=1&amp;amp;type=pdf Cole 2007] (Sebastian); [http://faculty.gordon.edu/hu/bi/ted_hildebrandt/otesources/01-genesis/text/articles-books/collins_gen2discourse_wtj.pdf Collins 1999] (Sebastian); Dantinne 1961 (Sebastian); [http://catalog.hathitrust.org/Record/008917798 Delitzsch 1887] (Sebastian); [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527387.pdf?acceptTC=true Driver 1885] (Sebastian) [http://archive.org/stream/bookofgenesisnot00drivuoft#page/n7/mode/2up Driver 1905] (Sebastian); Drouot et al. 2000 (Sebastian); [http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/crai_0065-0536_1982_num_126_3_13969 Duchesne-Guillemin 1982] (Sebastian); [http://archive.org/stream/randglossenzurh00ehrlgoog#page/n6/mode/2up Ehrlich 1908] (Sebastian); [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527612.pdf Ember 1905] (Sebastian); Fenton 1984 (Sebastian); Galling 1950 (Sebastian); Ginzberg 2003 (Sebastian); Good 2009 (Sebastian); Gross 1980 (Sebastian); [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527459.pdf Harper 1888] (Sebastian); [http://oi.uchicago.edu/pdf/misc_genesis.pdf Heidel 1951] (Sebastian); [http://www.academia.edu/676458/The_Restrictive_Syntax_of_Genesis_i_1 Holmstedt 2008] (Sebastian); Humbert 1964 (Sebastian); Jenni 1997 (Sebastian); Junker 1953 (Sebastian); Kaiser 1998 (Sebastian); [https://www.academia.edu/4855579/Once_upon_a_time_Gn_1_1_reconsidered._Some_remarks_on_an_incipit_problem Kerr 2013] (Sebastian); Koehler 1969 (Sebastian); [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/judaicaffm/content/titleinfo/3595589 König 1900] (Sebastian); König 1919 (Sebastian); Kselman 1978 (Sebastian); [http://www.sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/1043079 Lewysohn 1858] (Sebastian); [http://www.sil.org/resources/archives/41134 Lode 2002] (Sebastian); Meek 1938 (Sebastian); [http://www.academia.edu/493138/Alcune_note_sui_primi_versetti_della_Genesi_Gen_1_1-3_e_la_loro_ricezione_nel_prologo_giovanneo_-_in_FS_Penna_2008 Merlo 2008] (Sebastian); NET Bible (Ben); Neville 2011 (Sebastian); Orlinsky 1983 (Sebastian); [http://www.academia.edu/899362/Poetic_style_and_parallelism_in_the_creation_account_Genesis_1.1-2.3_ Polak 2002] (Sebastian); Rechenmacher 2002 (Sebastian); [http://www.academia.edu/492276/_Text_and_Temple_in_Haggai_2_5_Zeitschrift_fur_die_alttestamentliche_Wissenschaft_119.3_2007_410-415 Rogland 2007] (Sebastian); Rottzoll 1991 (Sebastian); [http://www.academia.edu/1622531/Festivals_in_Genesis_1_14 Rudolph 2003] (Sebastian); [http://discoverarchive.vanderbilt.edu/handle/1803/3892 Sasson 1992] (Sebastian); Scharbert 1990 (Sebastian); Schellenberg 2011 (Sebastian); [http://archive.org/stream/acriticalandexeg00skinuoft#page/n15/mode/2up Skinner 1910] (Sebastian); Smith 1928 (Sebastian); Smith 2010 (Sebastian); Soggin 1997 (Sebastian); [http://www.etsjets.org/files/JETS-PDFs/45/45-4/45-4-PP577-584_JETS.pdf Steinmann 2002] (Sebastian); Speiser 1964 (Sebastian); Tigchelaar 2005 (Sebastian); Vogels 2011 (Sebastian); von Rad (Wolfgang), [http://theolrel.unibas.ch/theologische-zeitschrift/fruehere-hefte-und-jahrgaenge/thz-60-2004/heft-thz-160-2004/ Weippert 2004] (Sebastian); Waltke 1975-6 (Sebastian); Wenham 1987 (Sebastian); Westermann 1983 (Sebastian + Wolfgang); [http://www.academia.edu/3311841/Why_the_Verb_bara_Does_Not_Mean_to_Create_in_Genesis_1.1-2.4a van Wolde 2009] (Sebastian); [http://www.jhsonline.org/Articles/article_156.pdf van Wolde/Rezetko 2011] (Sebastian); [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527520.pdf Wilson 1890] (Sebastian); [http://www.sil.org/resources/archives/8835 Winther-Nielsen 1992] (Sebastian); [http://archive.org/stream/bibliothecarabbi01wn#page/n7/mode/2up Wünsche 1880-1] (Sebastian); Zenger 1983 (Sebastian); Zewi 2007 (Sebastian)&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
1-2: Waltke, Genesis: A Commentary, Grand Rapids 2001 (Ben)&lt;br /&gt;
|Übersetzungsvergleich = BigS (Sebastian), Buber (Sebastian) ELB (Sebastian, Wolfgang), ESV (Ben), EU (Ben, Sebastian), FREE (Sebastian), GNB (Ben, Sebastian), Grünewalder (Sebastian), HfA (Sebastian), LUT1912 (Sebastian, Wolfgang), LUT84 (Ben, Sebastian), MEN (Sebastian), NET (Ben, Sebastian), NeÜ (Sebastian), NL (Ben, Sebastian), Paderborner (Sebastian), PAT (Sebastian), REB (Ben), SLT (Ben, Wolfgang, Sebastian), TAF (Sebastian), TEXT (Sebastian), van Ess (Sebastian), ZUR (Sebastian, Wolfgang), stellenweise HCSB (Ben) + NASB (Ben); &lt;br /&gt;
|Übrige Überprüfungen = Ja (Sebastian). Allerdings habe ich nicht alle Partizipien aufgelöst, da die Partizipialkonstruktion häufiger einen einfacheren Satzbau ergeben hat als deren Auflösung.&lt;br /&gt;
|Was fehlt =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Status ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was genau fehlt noch für eine sehr gute Studienfassung? Das sollten wir vollständig dokumentieren, um den Status „Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien“ vergeben zu können. (Ein paar zentrale Probleme nenne ich unter Vers 2, die eher darauf hindeuten, dass noch viel Arbeit aussteht.) --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:37, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Anfragen zu V. 1 und 30 sollten noch abgearbeitet werden. Wolfgang erwähnte auch noch den dritten Kommentar. Man könnte sich evtl. (aber vielleicht für „sehr gut“) auch nochmal die Struktur genau anschauen und dann überlegen, ob meine Interpretationen der Satzverbindungen geeignet sind. Eine Fußnote über die Lückentheorie wäre in V. 1 vielleicht noch interessant (immerhin kam es dazu hier ja zur Diskussion). Weiteres? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fehlt also zur &amp;quot;fertigen Studienfassung&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* Fußnote/Variante zu Tohu Wabohu&lt;br /&gt;
* uns für eine Variante von {{hebr}} וְר֣וּחַ אֱלֹהִ֔ים{{hebr ende}} entscheiden + Erweiterung der Fußnote/ Varianten um die von Olaf gefundene&lt;br /&gt;
* Verhältnis von Vers 1 und 2 (er)klären&lt;br /&gt;
* 3. Kommentar&lt;br /&gt;
* Endkorrektur (inkl. nochmals aller Kriterien)&lt;br /&gt;
(--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:52, 28. Mai 2012 (CEST))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Textkritik (Wenham 1987 erwähnt eine übersetzungsrelevante Frage in Vers 11; evt. Verweis auf Septuaginta-Varianten)&lt;br /&gt;
(--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:22, 28. Mai 2012 (CEST))&lt;br /&gt;
* Es fehlt m.E. auch noch eine Fußnote in V. 1 zu &amp;quot;war (wurde)&amp;quot;. Es gibt nämlich keinen Grund für die Übersetzung mit &amp;quot;wurde&amp;quot;, und wir wollen ja keiner Fehlinterpretation im Sinne der Lückenhypothese Vorschub leisten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 09:47, 6. Jun. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
@all: Ich habe mal angefangen, die ganzen Linguistik-FNn auszulagern. Ich würde aber gerne erst mal hören, ob ihr das von der Umsetzung so gut findet, bevor ich weiter mache - das dauert schon ein bisschen Zeit, das so umzustrukturieren, und ich will mir die Arbeit nicht umsonst machen. Ist das besser so? Soll ich lieber warten, bis wir entschieden haben, wie die Auslagerung der technischen FNn konkret gelöst werden soll? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:13, 19. Okt. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Norbert (Psalm 23) stellte [http://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_1&amp;amp;oldid=22644 folgende Frage]: &#039;&#039; Edit: Wie stimmt das überein mit der Statusmeldung: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld? &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: @Norbert: Das sind wohl Seiteneffekte der Umstellung auf das neue Statussystem, wir arbeiten daran. Danke für den Hinweis. Ich bitte dich für die Zukunft, jegliche Fragen und Diskussionsbeiträge auf Diskussionsseiten zu posten, nicht auf Kapitelseiten,  genau dafür sind Diskussionsseiten da. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] ([[Benutzer Diskussion:Wolfgang Loest|Diskussion]]) 10:09, 4. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Studienfassung==&lt;br /&gt;
===Entscheidungen für die Endkorrektur===&lt;br /&gt;
* Welches Verb in V. 2 (s. Diskussion) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:52, 19. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 1===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In V. 1 würde ich euch gerne fragen, wie sinnvoll ihr &amp;quot;brachte hervor&amp;quot; als Alternative zu &amp;quot;erschuf&amp;quot; findet. Für mich ist mit &amp;quot;erschuf&amp;quot; eigentlich alles gesagt und der Kontext und das Bedeutungsspektrum abgedeckt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:05, 23. Jul. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde inzwischen so umgesetzt. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Ausgelagert: [[Diskussion:Genesis_1/Lückentheorie]]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====V. 1 Beitrag Joe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe den folgenden Diskussionsstrang mal unter diese eigene Überschrift verschoben, weil er sehr, sehr lang ist und sich ohne Ergebnisse verlaufen hat. M.M.n. kann er beim Lesen getroßt übersprungen werden. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 19:05, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Er erschuf / er hatte erschaffen / erschaffend etc. (Imperfekt/Perfekt/Partizip/…)=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://archive.org/stream/hebrischesunda00geseuoft#page/112/mode/2up {{hebr}}בָרָא{{hebr ende}}]&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Im Masoretischen Text nach Ben Ascher als&amp;amp;#160; 3.&amp;amp;#160;Pers.&amp;amp;#160;&amp;lt;i&amp;gt;sg.&amp;amp;#160;masc.&amp;amp;#160;pf.&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;amp;#160; punktiert:&amp;amp;#160; „Er&amp;amp;#160;hatte&amp;amp;#160;…&amp;amp;#160;(gehabt)“, Vorgeschichte/Ausgangslage zu allen weiteren (gedanklichen) Kreationen&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;Imperfekt ab Gen&amp;amp;#160;1,3&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;und materiellen Werken (Gen&amp;amp;#160;2,3b&amp;lt;i&amp;gt;β&amp;lt;/i&amp;gt;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Würde nur bei Übersetzungsmöglichkeit&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;lt;b&amp;gt;B&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;(unten) auch eine [http://archive.org/stream/randglossenzurh00ehrlgoog#page/n10/mode/2up „creatio&amp;amp;#160;ex&amp;amp;#160;nihilo“] der (fast) alles enthaltenden „Urmaterie“ (Gen&amp;amp;#160;1,2&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}תהום{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;bzw.&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}המים{{hebr ende}})&amp;amp;#160; zum Ausdruck bringen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Autor der Genesis in der Septuaginta hatte sich (vermutlich wegen des schwierigen hebräischen Textes) eine völlig neue Geschichte ausgedacht, benutzte darin das Verb&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;[https://archive.org/stream/hebrischesunda00geseuoft#page/622/mode/2up {{hebr}}עשה{{hebr ende}}]&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;in der&amp;amp;#160; 3.&amp;amp;#160;Pers.&amp;amp;#160;&amp;lt;i&amp;gt;sg.&amp;amp;#160;masc.&amp;amp;#160;impf.&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;amp;#160; für ein handwerkliches Erschaffen unseres Himmels und unserer Erde im [http://www.bibelonline.de/media/products/dokument_5122.pdf#page=25&amp;amp;zoom=auto,0,672 Erzählstil].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Joe|Joe]] 09:51, 6. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Akkusativpartikel/Präposition in „die Himmel und die Erde“=====&lt;br /&gt;
Es heißt nahezu überall, dass das&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת{{hebr ende}} = eth&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;hier nur eine Akkusativpartikel sei, die nicht übersetzt/übertragen werden würde: Was (damals) ein Hebräer sich dazu dachte, wenn er eine Akkusativpartikel hörte oder las bzw. schrieb, ist leider nicht bekannt, ob er sie evtl. als „Artikel“ zu dem nachfolgenden Wort verstand, ein zusätzlicher Artikel vor diesem Objekt (wie hier in diesem Vers) als nähere Beschreibung bzw. konkreten Bezug des gemeinten Gegenstandes usw.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiele für eine Auslassung in der Übersetzung z.B.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hebräisch-Deutsch: [http://www.theologische-buchhandlung.de/interlin.htm Interlinear Übersetzung, Rita Maria Steurer (AT) Bd. 1, Hänssler Verlag] (Nur als Bookware)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hebräisch-Englisch: [http://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/OTpdf/gen1.pdf Online Interlinear] (PDF/online)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Umstand, dass sich fast alle Übersetzer diese Partikel als „Akkusativ“ dachten, dürfte in der Septuaginta seine Wurzeln haben, die sich zu dieser Interpretation (ihrer Übersetzung) aber etwas gedacht haben müsste.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gedruckte Konkordanzen zu dieser Partikel als&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;a) „Akkusativ“&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;und b) „Präposition“&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;sind äußerst rar, sowohl S.Mandelkern (Konkordanz zur Bombergiana) als auch G.Lisowski/L.Rost (Konkordanz zur BHK) bieten dazu nichts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mandelkern (Bd.&amp;amp;#160;I) verzeichnet jeweils zwei (identische) Schreibweisen&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;u.&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֶת־{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;für den Akkusativ und ebenso&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;u.&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֶת־{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;für die Präposition „mit“ - was zwar richtig wäre, aber nur hinsichtlich der dazu bereits erfolgten, individuellen subjektiven Übersetzungsversuche.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Nur auf den ersten Blick scheint Ben Ascher dabei nach Lust und Laune verfahren zu sein - damit meinte ich nicht die jeweils anderslautenden Abhandlungen in diversen Hebräisch-Grammatiken zum Verbindungsstrich „Makkef“ und die von diesem verlangte andere Vokalisation:&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Die Setzung von Makkef bei Ben Ascher ist &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; abhängig von dem Abstand der Trennungsakzente in einem Vers, d.h. der Anzahl der von einem solchen Abschnitt zusammengefassten Wörter. Sofern solche Grammatiken überhaupt weitere Auflagen erlebt hatten, dürften die dann evtl. darin vorgenommenen Berichtigungen nach Art von „…&amp;amp;#160;die Verwendung von Makkef aber nicht konsequent durchgeführt&amp;amp;#160;…“ oder „…&amp;amp;#160;oft auch ohne erkennbaren besonderen Grund&amp;amp;#160;…“ zutreffen. Stellenangaben mit dem Vorkommen der hier behandelten vier Wörter als alleinigen Text zwischen zwei Trennungsakzenten im folgenden Absatz von mir &amp;lt;b&amp;gt;fett&amp;lt;/b&amp;gt; hervorgehoben.)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Textgrundlage Cod. Leningradensis B19:&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Die Masora hält für die (punktierte) Formel&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת השמים ואֵת הארץ{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;ein nur einmaliges Vorkommen im Tanach fest (hier in &amp;lt;b&amp;gt;Gen 1,1b&amp;lt;/b&amp;gt;), die weiteren zwölf Vorkommen (als&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֶת־השמים ואֶת־הארץ{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;punktiert) befinden sich nach G.E.Weil („Massorah&amp;amp;#160;Gedolah“ zur BHS, Bd.&amp;amp;#160;I) in&amp;amp;#160; Ex&amp;amp;#160;20,11;&amp;amp;#160; Ex&amp;amp;#160;31,17;&amp;amp;#160; Dtn&amp;amp;#160;4,26;&amp;amp;#160; Dtn&amp;amp;#160;30,19;&amp;amp;#160; &amp;lt;b&amp;gt;Dtn&amp;amp;#160;31,28&amp;lt;/b&amp;gt;;&amp;amp;#160; &amp;lt;b&amp;gt;2&amp;amp;#160;Kön&amp;amp;#160;19,15&amp;lt;/b&amp;gt;;&amp;amp;#160; &amp;lt;b&amp;gt;Jes&amp;amp;#160;37,16&amp;lt;/b&amp;gt;;&amp;amp;#160; Jer&amp;amp;#160;23,24;&amp;amp;#160; Jer&amp;amp;#160;32,17;&amp;amp;#160; Hag&amp;amp;#160;2,6;&amp;amp;#160; &amp;lt;b&amp;gt;Hag&amp;amp;#160;2,21&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160; und&amp;amp;#160; &amp;lt;b&amp;gt;2&amp;amp;#160;Chr&amp;amp;#160;2,11&amp;lt;/b&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgehend von einer solchen grammatischen (angeblichen) „Egal-Regel“ (ausgenommen der Akkusativ mit Suffix) muss dann natürlich der jeweilige Kontext für eine Übersetzung (bzw. evtl. mehrere, gleichberechtigte Übersetzungen) herhalten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;A&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Die beiden Wörter „Die Himmel“ und „Die Erde“ sind im Hebräischen determiniert, d.h. mit Artikel geschrieben (was die LXX auch für ihre Zeit bezeugen würde), können daher etwas für den Leser Bekanntes bedeuten (Den blauen Himmel mit der Sonne bzw. den Nachthimmel mit Mond und Sternen), was eine Stütze fände u.a. im [[Genesis 2#S9|„Baum der Leben“]] (Gen&amp;amp;#160;2,9b&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt; - ein determinierter Plural), in einer alten Lehre auch von einer „physischen Wiedergeburt auf Erden“ bei Hiob [[Ijob 1#S21|„…&amp;amp;#160;aus dem Leib meiner Mutter und nackt kehre ich&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}שמה{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;lt;u&amp;gt;dorthin&amp;lt;/u&amp;gt; zurück.“]] (Hiob&amp;amp;#160;1,21a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt;) und&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;sogar wörtlich im Sinne von einem nahezu identischen Leben bzw. dessen Fortsetzung&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;in Jesus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Eine relativ unbekannte Lesung, da Juden, Christen und Araber mehrheitlich anderen, eigenen Weltanschauungen folgen - daher nicht selten absichtlich verbogen bzw. falsch „übersetzt“, z.B. von M.Luther und anderen Anhängern der Paulinischen Lehre von einer „Erbsünde“)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Falle einer solchen Wiedergabe genau nach dem geschriebenen Text müsste es im folgenden Vers dann natürlich heißen: „und/aber die Erde war/ist g&amp;lt;u&amp;gt;eworden&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;amp;#160;…“ (in Bezug auf den danach wiedergeborenen Menschen, auf den sich dann auch der „Anfang“ beziehen würde; die bekannten, sonst aber unlogischen Übersetzungen der einzelnen Abschnitte mit „Abend und Morgen“ und „Tag“ könnten in diesem Fall beibehalten werden, ebenso der „vertauschte“ dritte u. vierte „Tag“&amp;amp;#160;…&amp;amp;#160;als die geistige Entwicklung eines erst noch lernenden Kindes).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;B&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Die allgemein bekannte Lesung als extrem relativierten Akkusativ, verstanden als „Den (für den Leser jeweils aktuellen) Himmel“ und „Die (für den Leser jeweils aktuelle) Erde“, deren allein aber nur materielle (!) Bestandteile in der „Urmaterie“&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}המים{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;(Gen&amp;amp;#160;1,2b&amp;lt;i&amp;gt;β&amp;lt;/i&amp;gt; - determiniert! Ließe sich auf das „Tohuwabohu“ in Vers&amp;amp;#160;2a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt; beziehen) zwar formlos und ungeordnet aber dennoch bereits grundsätzlich enthalten gewesen sein sollen (so auch moderne Hypothesen von Wasserstoff + Energie = Urknall) fände spätestens nach Vers&amp;amp;#160;3 (hebräisch&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אור{{hebr ende}} = Feuer&amp;amp;#160;&amp;lt;i&amp;gt;masc&amp;lt;/i&amp;gt;. (!) / Licht&amp;amp;#160;&amp;lt;i&amp;gt;fem&amp;lt;/i&amp;gt;.) ihr Ende; eine weitere Übersetzung des Textes nach dem dortigen „Bausteinprinzip“ wäre als Geschichte von der Erschaffung der Welt ausgeschlossen, da der dritte und vierte „Tag“ vertauscht sind, das im Hebräischen (nicht in der Septuaginta!) verwendete Wort&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}ברא{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;ein „Konstruieren“ mit vorangegangenen bzw. einhergehenden Überlegungen ist und sich das Ganze nach Gen&amp;amp;#160;2,3b&amp;lt;i&amp;gt;β&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}לעשות{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;nicht abschnitt- oder stückweise, sondern relativ fließend entwickelt haben soll.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die in der Septuaginta dargebotene Erzählung und der hebräische Text lassen sich nicht harmonisch 1:1 gegenüberstellen, Letzterer dürfte schon damals nicht leicht gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wäre natürlich möglich, auch bei diesem Vorspann mit der Deutung der&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;als Akkusativ den nachfolgenden, im Imperfekt (Narrativ) gehaltenen Text von Gen 1,3 bis 2,2a mit dem ungefähren Werdegang von Himmel und Erde als das zu übersetzen, was er ist, nämlich als ein bloßes Gedankenspiel&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;was allerdings bislang noch keine Übersetzung zustande gebracht hat:&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Es dürfte dann nicht einfach heißen „Er sprach“, sondern müsste lauten „Er sprach (zu sich selbst)“ bzw. „Er dachte (sich)“ o.ä.&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Es gäbe dann natürlich auch kein „Abend und Morgen“, sondern nur ein „Ab und Auf“, den über den Wassern (hin und her) schwebenden Geist/Wind, und keine „Tage“, denn diese wurden sich erst im vierten Abschnitt ausgedacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem hierbei eine allgemeinverständliche Erklärung wie bei einer Übersetzung von&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;als Präposition „mit“ (zwangsläufig) fehlen würde, müssten die wenigen und über den ganzen Abschnitt verstreuten Schlüsselwörter dementsprechend absolut präzise und zielgerichtet übersetzt bzw. umschrieben werden&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;was ich nicht könnte und auch nie vorhatte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;C&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Von der Übersetzung Aquilas ist nach dem Verlust der Hexapla des Origenes nicht viel Material mehr vorhanden&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;die Mehrheit der Juden hatte den hebräischen Text für sich als allein ausschlaggebend erklärt (s. [https://archive.org/stream/corpusiuriscivil03krueuoft#page/714/mode/2up Novelle 146] Justinians), das griechische Ostrom hatte sich die Septuaginta angeeignet gehabt und Westrom sich eine eigene, lateinische Übersetzung anfertigen lassen&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;die Zitierungen der Lesarten Aquilas bei den Kirchenvätern sind unzuverlässig und bisweilen widersprüchlich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Gen 1,1-5 existiert aber ein [https://archive.org/stream/amherstpapyribei01grenuoft#page/34/mode/2up Aquila-Fragment] aus dem 3./4. Jh. (Rahlfs Nr. 912 = U&amp;amp;#8322; bei Brooke/McLean).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über Aquila bzw. dessen Übersetzung wird viel gespottet und auch viel Unsinn verbreitet - als wohl bekanntestes Beispiel dafür verweise ich hier nur auf das Vorwort der Septuaginta-Handausgabe von Rahlfs (gäb&#039;s in Russland nach dem dortigen Urheberrecht online, darf ich hier aber leider nicht verlinken).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Übersetzung der (vermeintlichen) Akkusativ-Partikel als Präposition „mit“ hatte Aquila (und zuvor sein Lehrer Rabbi Akiba) alle Ungereimtheiten und Stolpersteine in der „Schöpfungsgeschichte“ vom Tisch geräumt. Bei einer Wiedergabe von&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;{{hebr}}אֵת{{hebr ende}}&amp;amp;#160;=&amp;amp;#160;mit&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;wäre das „Tohuwabohu“ kein elementares „Chaos“ wie in Übersetzungsmöglichkeit&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;lt;b&amp;gt;B&amp;lt;/b&amp;gt;, sondern eben „Nichts“ &amp;amp; „Leere“, eine nur in der Vorstellung existierende Erde, und „Die Wasser“ in Vers&amp;amp;#160;2b&amp;lt;i&amp;gt;β&amp;lt;/i&amp;gt; müssten sich dann auf&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;[https://archive.org/stream/hebrischesunda00geseuoft#page/871/mode/1up {{hebr}}תהום{{hebr ende}}]&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;in Vers&amp;amp;#160;2a&amp;lt;i&amp;gt;β&amp;lt;/i&amp;gt; beziehen, was sogar noch besser passen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;D&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;„Himmel und Erde“ als Hehlerware:&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Mesopotamisches Schöpfungsepos „Als droben“ …&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://books.google.de/books?id=YvcG5VH-8zAC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA109#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
… zu Gen 15,18-21 &amp;amp; Ex 23,31 und dem damals in Mesopotamien üblichen Brauch bei der Einverleibung fremder Sachen: Die Übernahme auch der literarischen Werke des Gegners, abgeändert meistens nur auf die jeweilige/n Gottheit/en des Siegers.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;E&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;„Himmel und Erde“ als Merismus:&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Welt/Kosmos&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(War nicht mein Thema - wurde verschoben?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Joe|Joe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Zu &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039; (noch mal): Wie genau stellst du dir das vor? Ich verstehe nicht ganz, glaube ich. Wörtlich wäre ja: &amp;quot;Im Kopf schuf Gott mit Himmel und Erde&amp;quot; - inwiefern würde dieses &amp;quot;mit&amp;quot; irgendwelche Stolpersteine beseitigen? &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; ist übrigens [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Diskussion:Genesis_1#Himmel_und_Erde_--.3E_Welt hier]. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:18, 5. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Mit den „Stolpersteinen“ waren von mir (fast) alle Wörter in Vers 1-2 gemeint: In ihren jeweiligen Aussagen, so wie sie geschrieben stehen, mit dem Akkusativ „…&amp;amp;#160;den heutigen Himmel und die heutige Erde“ (Kismet? Benutzt auch Gott „den großen Aschenbecher“?)* nicht kompatibel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Landtiere beispielsweise wurden zwar nicht gesegnet, die ursprünglichen Vorstellungen von einer idealen, heilen Welt (in Vers&amp;amp;#160;31 nicht nur einfach als „gut“, sondern als „&amp;lt;u&amp;gt;sehr&amp;lt;/u&amp;gt; gut“ bezeichnet) sind aber ökologischer Humbug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Gen 2,1 schreibt „und es vervollständigten die Himmel und die Erde&amp;amp;#160;…“, nur von Ben Ascher als Passiv punktiert: „wurden vervollständigt“, ohne konkret einen Täter zu nennen. Dass Gott „den Himmel und die Erde“ geschaffen hätte ist eine irrige Vorstellung, die (in Hieronymus&#039; Vulgata) schon von Abraham (damals noch Abram) korrigiert worden war (Gen&amp;amp;#160;14,19.22) bzw. im Masoretischen Text dort gar nicht vorkommt, z.B. von Luther verbreitet wurde. Stolperstein #1&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: &amp;amp;#42; „Großer Aschenbecher“: Ist Dir wahrscheinlich unbekannt - gemeint ist auf dem Boden z.B. seine Zigarette auszudrücken (?) etc.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 09:51, 6. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Aha! Ich glaube, jetzt habe ich dich verstanden. Du glaubst wegen der abweichenden Lesart von Gen 2,1, dass Himmel und Erde nicht von Gott geschaffen wurden, sondern an der Schöpfung mitbeteiligt waren - &amp;quot;Am Anfang schuf Gott mit dem Himmel und der Erde&amp;quot;? Wie passt das deiner Meinung nach mit dem folgenden Text zusammen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:30, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: „&amp;lt;i&amp;gt;Du glaubst wegen der abweichenden Lesart von Gen 2,1, dass Himmel und Erde nicht von Gott geschaffen wurden, sondern an der Schöpfung mitbeteiligt waren&amp;lt;/i&amp;gt;“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Die Offene Bibel wollte eine Übersetzung eines &amp;lt;u&amp;gt;Masoretischen Textes&amp;lt;/u&amp;gt; anbieten, konkret des Masoretischen Textes von Aaron&amp;amp;#160;Ben&amp;amp;#160;Ascher aus dem&amp;amp;#160;10.&amp;amp;#160;Jh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Eigenart aller Masoretischen Texte (nachdem auch die Vulgata Hieronymus&#039; zur Stelle diese Eigenart liest, dürfte sie schon in vormasoretischen Texten bzw. Masoretischen Texten der ersten Generation ein relativ fester Bestandteil gewesen sein&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160oder es handelt sich bei ihr sogar um den ursprünglichen Wortlaut, der von Samaritanus und Septuaginta aus dogmatischen Gründen geändert wurde) ist, dass Gott im &amp;lt;u&amp;gt;siebenten&amp;lt;/u&amp;gt; Abschnitt alle seine Werke vollendete (indem er primär für Sich eine Pause bestimmte), nicht im sechsten Abschnitt, wie es Samaritanus, Septuaginta und Peschitta in Gen&amp;amp;#160;2,2 lesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Bei Samaritanus, Septuaginta und Peschitta könnte man Gen&amp;amp;#160;2,1 &amp;amp; Gen&amp;amp;#160;2,2 so verstehen, dass Gott auch alles andere, was nicht zu seinen friedlichen Ideen (Gen&amp;amp;#160;1,3 bis Gen&amp;amp;#160;1,31) gepasst hätte, kommentarlos nachträglich hinzufügte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Fische hatten von ihm nur den Auftrag bekommen, sich zu mehren, wurden bei den Speisevorschriften nicht mit Blümchen o.ä. belastet (Algen wären u.U. auch Tiere!); hätten sie auch diesbezüglich Regeln bekommen, hätte Gott sich statt einer Wasserflut wohl etwas anderes ausgedacht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Der Masoretische Text und die Christlichen Glaubensbekenntnisse sind nicht miteinander kompatibel - worauf ich bereits hingewiesen hatte: „Diese Glauensbekenntnisse waren entstanden aus dem vom Hebräischen Text abweichenden Wortlaut der Septuaginta bzw. aus deren Übersetzung durch Hieronymus, wurden bestätigt bzw. übernommen wegen der Übersetzung der Vulgata durch Luther, den unwissenden Menschen als direkte Übersetzung aus dem Hebräischen verkauft“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Wer der Überzeugung ist, dass Gott ihm diese Welt als Lebensraum zugewiesen hat, darf behaupten, dass Gott diese Erde (Erde als Merismus) geschaffen hatte; eine individuelle und ausschließlich persönliche Ansicht, die mit dem Masoretischen Text und dessen Aussage nichts zu tun hätte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: „… &amp;lt;i&amp;gt;Wie passt das deiner Meinung nach mit dem folgenden Text zusammen&amp;lt;/i&amp;gt;?“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Wenn Du meine Meinung zu einem bestimmten Text hören wolltest, müsstest Du schon diesen Text entweder posten oder irgendwie anders zugänglich machen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 21:49, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachtrag (I) zum Verständnis:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stolperstein #1 beträfe den Artikel&amp;amp;#160;&amp;amp;#160; {{hebr}}ה{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160; jeweils vor dem Wort Himmel und vor dem Wort Erde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denke, dass es notwendig sein könnte, für die Übersetzer aus der Griechisch-Fraktion die Regeln des Hebräischen Artikels kurz darzustellen, denn der Artikel im Hebräischen ist nicht mit dem Artikel im Griechischen oder Deutschen vergleichbar, wenn er fehlen würde (z.B. Gen&amp;amp;#160;1,1b und Gen&amp;amp;#160;2,4b), wäre das betroffene Wort nicht „unbestimmt“ oder gar etwas ganz Anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel im Hebräischen ist ein Demonstrativpronomen zur näheren Bestimmung der Bedeutung des damit ausgezeichneten Wortes:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a)&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Im vorangegangenen &amp;lt;u&amp;gt;Text&amp;lt;/u&amp;gt; bereits schon irgendwo mal erwähnt (auch mit einem ganz anderen Wort/Begriff, z.B. 2&amp;amp;#160;Kön&amp;amp;#160;2,18a/19a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;„Jericho“&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;/&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;„Die Stadt“), d.h. rückwärts-verweisend (anaphorisch); käme für Gen&amp;amp;#160;1,1b nicht in Betracht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b)&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Erst aus der aktuellen Situation sich ergebend (deiktisch), z.B. 1&amp;amp;#160;Sam&amp;amp;#160;14,1a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c)&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Im &amp;lt;u&amp;gt;Text&amp;lt;/u&amp;gt; vorwärts-verweisend, z.B. Gen&amp;amp;#160;13,3b&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt;  (kataphorisch).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Punkte b) und c) wären für Gen 1,1b (isoliert betrachtet, d.h. ohne die anderen Wörter im Vers) denkbar, würden sich als deutschsprachige Übertragung nur in Details unterscheiden; grob&amp;amp;#160;&amp;amp;&amp;amp;#160;zusammengefasst:&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Die Himmel und die Erde Gottes wären der hintergrundbeleuchtete Himmel mit den (Salat und Müsli essenden) gesegneten Vögeln, die Wasser mit den gesegneten Fischen aller Art, die feste Erde mit allen möglichen und unmöglichen Pflanzen, einer sich davon ernährenden Tierwelt, mit ihren manchmal auch tödlich verlaufenden Revier- und Rangstreitigkeiten, und den gesegneten, friedlichen (ebenfalls Salat und Müsli essenden) Menschen, die in demokratischer Weise über alles herrschen. Das wäre (isoliert) eine reine Feststellung von Tatsachen, die sich aus dem Text ergäben; warum auch nicht!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Joe|Joe]] 20:48, 7. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachtrag (II) zum Verständnis (Fortsetzung):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der Mehrdeutigkeit (fast - mir fallen momentan aber keine Ausnahmen ein) aller hebräischen Wörter können aus Satzteilen, Sätzen, Versen, sogar ganzen Abschnitten der Bibel nicht selten die unterschiedlichsten Aussagen herausgelesen werden, ohne dass diese grundsätzlich unrichtig wären; falsch wären sie nur, wenn der Kontext, die Semantik widersprechen würden. Das Spektrum reicht dabei von primitiv-schwachsinnig bis göttlich-genial, von unverschämt (?) bis witzig.&lt;br /&gt;
Das Verständnis von „den Himmeln“ und „der Erde“ jeweils als „Gesamtheit mit allem, was darin ist“ im vorangegangenen Abschnitt (oben) wäre nur eine Möglichkeit, die sich aus den Artikeln ergeben könnte (gem. Gen&amp;amp;#160;2,4b). Eine andere, theoretisch ebenfalls mögliche Lesung wären „Himmel“ und „Erde“ wie sie speziell in Gen&amp;amp;#160;1,8a und Gen&amp;amp;#160;1,10a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt; ganz frisch und ohne Inhalte erschaffen wurden. Letzterem würde die Aussage „Am Anfang“ nicht entgegenstehen, nur der fehlende Sinn und Zweck von solchem, auch die wichtigste Frage, ob Gott die Himmel und die Erde nicht nur in einer (seiner) Theorie, sondern auch in der Praxis, d.h. real geschaffen hätte, würde damit nicht beantwortet werden (Ex&amp;amp;#160;20,11a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt; ist nur ein Bedingungssatz ohne Relevanz).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d)&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Fehlt zu einem Wort mit Artikel eine näher bestimmende, ergänzende Information davor oder danach, so wird mit diesem Artikel auf eine allgemein bekannte Sache verwiesen, für die keine nähere Beschreibung notwendig ist, z.B. Gen&amp;amp;#160;37,9b&amp;lt;i&amp;gt;β&amp;lt;/i&amp;gt; (dort: „Die Sonne“ und „Der Mond“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei „Den Himmeln“ und „Der Erde“ wären Artikel mit einer solchen Bedeutung nur sehr schwer verständlich, denn über Himmel und Erde gäbe es viele unterschiedliche, individuelle Auffassungen entsprechend Bildung oder Herkunft: Von einem „Das Ding oben und das Ding unten“ bis zu einem „Himmel&amp;amp;#160;&amp;amp;&amp;amp;#160;Erde am Anfang“, wegen der mehrdeutigen, letztlich unklaren Geschichte mit der Vertreibung von Adam&amp;amp;#160;&amp;amp;&amp;amp;#160;Eva aus dem Garten enthaltend natürlich auch das Heilsversprechen Gottes an Abraham für alle Menschen (z.B. Mk&amp;amp;#160;12,26)&amp;amp;#160;…&amp;amp;#160;von einem unschuldig Inhaftierten in einem fensterlosen, mittelalterlichen Kellerloch, der am nächsten Tag mit dem Galgen hingerichtet werden soll bis zu einem $-Multimilliardär, der auf seiner Privatinsel aus Langeweile am Strand aus einem Eimerchen Sandkuchen hervorzaubert usw.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e)&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;&amp;amp;#160;Wenn es zu einer Sache mehrere unterschiedliche Ansichten geben könnte, kann mit einem Artikel auch nur die „Essenz“ des gewählten Wortes zum Ausdruck gebracht worden sein, z.B. Am&amp;amp;#160;5,19a. In diesem Falle wären „die Himmel und die Erde“ von den o.g. theoretischen Schöpfungen (Gen&amp;amp;#160;1,8a und Gen&amp;amp;#160;1,10a&amp;lt;i&amp;gt;α&amp;lt;/i&amp;gt;) verschieden, würden sich auf tatsächlich erschaffene Objekte beziehen, was als „Übersetzung“ des Masoretischen Textes aber ausgeschlossen werden müsste, denn dieser ließe die Frage nach dem Urheber grundsätzlich offen, ebenso die nach dem/einem Verantwortlichen für die/eine Urmaterie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Joe|Joe]] 21:16, 8. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kleine Zwischenfrage: Als was hattest Du denn die Artikel verstanden?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Joe|Joe]] 21:22, 8. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Wenn der &amp;quot;Du&amp;quot; ich sein soll: Ich habe mir da gar keine großen Gedanken gemacht, weil das Idiom &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; meist mit Artikeln steht. Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich wahrscheinlich entweder sagen, die Artikel gehören hier zum Idiom, oder (wohl eher), dass ich das Problem (d) nicht sehe - wenn ein Multimilliardär mit einem Inhaftierten über den Himmel spricht, wissen ja doch beide, was gemeint ist. Selbst wenn das ein Problem wäre: Ich kann mich mit dir über den &amp;quot;obersten Wert der Werte&amp;quot; unterhalten, und auch, wenn ich als diesen Wert die Freude sehe und du die Klugheit, können wir beide &amp;quot;&#039;&#039;der&#039;&#039; Wert der Werte&amp;quot; sagen. &amp;quot;Bekannt&amp;quot; meint ja nur: Eindeutig identifizierbar. Oder ich würde wieder einen auf Sprachwissenschaftler machen und sagen &amp;quot;singuläre Terme&amp;quot; (=Begriffe, die nur einen möglichen Referenten haben und deshalb stets eindeutig identifizierbar sind) stehen auch im Hebräischen meist mit Artikel. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:19, 8. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Genau das hatte ich befürchtet - dass Du den Masoretischen Text gar nicht übersetzt hattest, nur den Anfang bestimmter Glaubensbekenntnisse („&amp;lt;i&amp;gt;Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, &amp;lt;u&amp;gt;den Schö&amp;lt;/u&amp;gt;p&amp;lt;u&amp;gt;fer des Himmels und der Erde&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;amp;#160;…“ &amp;amp; „&amp;lt;i&amp;gt;Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, &amp;lt;u&amp;gt;der alles &amp;lt;/u&amp;gt;g&amp;lt;u&amp;gt;eschaffen hat&amp;lt;/u&amp;gt;,&amp;lt;u&amp;gt; Himmel und Erde&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;amp;#160;…“ unter Zuhilfenahme von Sekundärliteratur als den Hebräischen Text ausgeben wolltest. Um einen Satzteil evtl. als phraseologische Wortverbindung erkennen zu können, müsste man diesen erst und im Zusammenhang mit dem Kontext übersetzen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Diese Glauensbekenntnisse waren entstanden aus dem vom Hebräischen Text abweichenden Wortlaut der Septuaginta bzw. aus deren Übersetzung durch Hieronymus, wurden bestätigt bzw. übernommen wegen der Übersetzung der Vulgata durch Luther, den unwissenden Menschen als direkte Übersetzung aus dem Hebräischen verkauft:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: [http://books.google.de/books?id=BnFAAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA177#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false J.G.Eichhorn „Einleitung in das Alte Testament“, Band 2; Seite 177 (unten)]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Es wäre wirklich schön, hebräische Handschriften oder wenigstens Drucke zu haben, die mehr als jeweils nur einige wenige der unzähligen Abweichungen Hieronymus&#039; von dem ca. 500 Jahre jüngeren Masoretischen Text bewahrt haben bzw. böten; leider ist die angeblich von Luther für seine Übersetzung benutzte Ausgabe von Brescia&amp;amp;#160;1494 in Wirklichkeit nichts Besonderes&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;wie alle anderen auch. Der Hebräische Text der Ausgabe von Brescia&amp;amp;#160;1494:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: [https://ia600606.us.archive.org/7/items/HebrewBiblesBibliaHebraicaBeerKittelHooghtLeeserDelitzsch/15BibHeb.Pentat.OT.v1.TNK.OldTest.JbChayimTxt.DiligRevJuxMassorAtqEdPrincVarLect.MssAtqAntVersColl.GinsburgCD.Lond.SBB.1908..pdf#page=13&amp;amp;zoom=auto,0,756 C.D.Ginsburg „Pentateuchus“, Ed. 1908]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Ich kann Dir daher nur wenig helfen; als „Stolperstein #2“ hätte ich mit dem ersten Wort des Verses angefangen, zu den Übersetzungen als Akkusativ nach b) und c) wäre es ein anderer Aspekt („Am Anfang“&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;eher eine Zirkusnummer mit einem Clown als ein Schöpfungsakt eines Gottes: „…&amp;amp;#160;eigentlich&amp;amp;#160;…&amp;amp;#160;aber am Ende hatte es dann doch nicht so funktioniert“) als zu einer Übersetzung nach e) beispielsweise („Am Anfang“ hatte Gott einen Plan gemacht, nicht andersherum).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Wenn hier jemand den hebräischen Text übersetzen wollte, werde ich natürlich helfen&amp;amp;#160;-&amp;amp;#160;falls nötig (auch wenn mir nur sehr, sehr wenig Zeit dafür zur Verfügung steht)!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 10:56, 9. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: ? - Woraus genau hast du jetzt abgeleitet, dass ich nicht selbst übersetzt hätte? (Die &amp;quot;Ur-Übersetzung&amp;quot; stammt aber ja ohnehin von Ben)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Ich spreche vom &#039;&#039;hebräischen&#039;&#039; Idiom &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot;. {{hebr}}הַשָּׁמַיִם ‏וְהָאָרֶץ{{hebr ende}}. Das steht im Hebräischen regelmäßig mit Artikel, und das lässt sich linguistisch erklären. Z.B. mit einem stehenden Idiom, z.B. damit, dass es singuläre Terme sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Vgl. (ich mach jetzt mal nur Pentateuch und lasse Cstr-Verbindungen außer acht): Gen 1,1; 2,1.4 [Hast du die beiden eigentlich als Beispiele für &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; &#039;&#039;ohne&#039;&#039; Artikel genannt (in &amp;quot;Nachtrag I&amp;quot;)?]; Ex 20,11; 31,17; Dtn 3,24; 4,26; (10,14;) 30,19; 31,28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::: Aber hilf nur weiter. Vielleicht wird mir dann auch irgendwann klar, was genau du eigentlich gerade machst - ich höre immer nur &amp;quot;Kismet&amp;quot;, &amp;quot;Aschenbecher&amp;quot;, &amp;quot;Urknall&amp;quot; und &amp;quot;Müsli&amp;quot; :) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: Um den Urtext müssen wir uns hier zum Glück keine so großen Gedanken machen; wir folgen ja der Ausgabe der BHS (s. z.B. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Einf%C3%BChrung#.C3.9Cbersetzen_aus_dem_Urtext hier]) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:24, 9. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Woraus ich abgeleitet habe, dass Du den Text gar nicht übersetzt hattest? Weil Du (u.a. unter G. der Checkliste) die Übersetzung am Urtext überprüft haben wolltest und Dir die fortlaufenden Abweichungen der Übersetzung vom Hebräischen Text (Konsonanten, Punktation und Masora des Leningradensis B19) dabei aber nicht aufgefallen waren, Du mich fragtest, inwiefern das „mit“ irgendwelche Stolpersteine beseitigen würde: Die Steine, über die jeder Übersetzer (nicht Abschreiber!) des Hebräischen Textes zwangsläufig gestolpert wäre, hätte er versucht diese Stelle anders als durch „mit“ zu übersetzen und Du letztlich zugegeben hast, dass Du Dir da gar keine großen Gedanken gemacht, andere Literatur statt der BHS herangezogen hattest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Die Sache mit dem Idiom ist nur Idiotismus. Man kann ziemlich genau feststellen, welcher Text vor ca. 3000 Jahren in der Thora gestanden hatte, was wo eine Auslassung und was wo ein Zusatz ist, aber mit Behauptungen darüber, was vor eben dieser Zeit die Menschen sich dachten, als sie bestimmte Wörter verwendeten, hörten oder lasen, wäre ich sehr vorsichtig. Wovon liest Du ab, dass in Ex&amp;amp;#160;20,11 ein Merismus vorliegt?&lt;br /&gt;
:::: Ich hatte Gen 1,1b und Gen 2,4b als Beispiele dafür genannt, dass im Falle eines Fehlens des Artikels vor einem Wort dieses Wort nicht „unbestimmt“ oder gar etwas ganz Anderes bedeuten würde. Hatte ich glaube ich geschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::: Momentan lese ich „Beavis and Butt-Head“ und blase auf einer leeren Bierflasche bis eine volle kommt.&lt;br /&gt;
:::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 16:06, 9. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::: Für solche Abweichungen ist ja die Diskussionsseite da. Musst sie nur nennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::: Auf eine Erklärung, inwiefern die Interpretation als &amp;quot;mit&amp;quot; irgendwelche Stolpersteine (welche? Auch hier ist mir nicht klar, wovon du überhaupt sprichst) löst, warte ich immer noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::: Wenn &amp;quot;die Sache mit dem Idiom ein Idiotismus&amp;quot; ist, ist sie immerhin einer, über den mow. Konsens in der Exegese besteht (s. FN c). Wenn du Argumente dafür hast, warum das kein Merismus sein sollte, musst du sie nur hier auf der Diskussionsseite anmerken, dann können die Argumente diskutiert werden. Ex 20,11 könnte wohl wirklich auch nicht als Merismus gedeutet werden, da hast du wohl recht. Der Text macht aber einen Einschnitt zwischen &amp;quot;Erde&amp;quot; und &amp;quot;Meer&amp;quot; (masoretische Akzentuation, fehlende Konjunktion) und weist damit dahin, als Paare zu lesen (1) &amp;quot;den Himmel und die Erde&amp;quot; und (2) &amp;quot;das Meer und alles darin&amp;quot;. Ich würde meinen, dass deshalb die Deutung als Merismus schon näher liegt, aber da bilde ich mir keine Meinung, bevor ich nicht in ein paar Kommentare geschaut habe.&lt;br /&gt;
::::: Viel Spaß beim Lesen noch. Ich habe hier leider weder Beavis and Butthead noch Bier bei mir; nur ein paar Bibelkommentare. Und alles beginnt mit B! Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt... --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:05, 9. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::: Werde wohl besser erst mal Deine in Aussicht gestellten „Kriterien der Studienfassung“ abwarten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::: Wenn Du diese Deiner Übersetzung (?) anpasst, werde ich natürlich schieben müssen: „Am Anfang des Schaffens&amp;amp;#42; Gottes (die Welt) &#039;Himmel und Erde&#039; die Erde war Null und Nichts&amp;amp;#160;…“ ist wirklich eine gelungene Idee und ein Akkusativ ganz ohne Stolperstein; wenn Du aber gar nicht aus der BHS oder wenigstens irgendeinem zusammenhängenden hebräischen Text übersetzt, ist es auch nicht verwunderlich, dass Du mit meinen „Stolpersteinen“ nichts anfangen kannst. Deine Sache!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::: &amp;amp;#42; Wie ich jetzt erst bemerkt habe, hatte ich einige Kommentare (zu „bara“, „bero“ und „bore“) durcheinandergebracht, werde die betreffende Stelle daher erst mal löschen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::: Wenn Du Deine neuen „Kriterien der Studienfassung“ den bereits bestehenden Regeln anpasst, müsstest Du entweder mögliche Ausnahmen von den vier Textbestandteilen (Konsonanten, Vokalisation, Kantillation, Masora) festlegen (müsstest Du ohnehin, denn alle vier enthalten auch unbeabsichtigte Abnormitäten), damit Du Deinen v.g. Text nicht ändern müsstest, oder diesen eben nach Deinen Kriterien ausrichten, womit sich ein weiterer Kommentar meinerseits dazu erübrigen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::: Der Leningradensis B19 wäre als Textgrundlage für Übersetzungen insofern interessant, da er zwar den Konsonantentext, die Vokalisation, die Kantillation und die Masora nach Aaron Ben Ascher (so gut es ging) wiederholt bzw. präsentiert, gleichzeitig all dieses aber von dem Auftraggeber des Kodex&#039; abgelehnt, zurückgewiesen wird. Dieser Leningradensis&amp;amp;#160;B19 wäre etwas anderes als die „BHS“ oder der „WLC“. Ebenso könnte man als Übersetzungsgrundlage irgendeinen beliebigen Hebräischen Text erlauben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 00:58, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Dann lass uns abwarten, hm? Aber noch zwei Anmerkungen, um Misserverständnissen vorzubeugen: Erstens werden das weder &amp;quot;meine&amp;quot; Kriterien, noch ist das hier &amp;quot;meine&amp;quot; Übersetzung. Die Offene Bibel ist ein Gemeinschaftsprojekt und die Übersetzungen sind Gemeinschaftsübersetzungen; und in dieser Gemeinschaft bin ich nicht mal Qualitätsmoderator. An den Kriterien sollte idealiter möglichst jeder mitarbeiten, ebenso an der Übersetzung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::::: Und zweitens: Wenn du den Verdacht hast, dass irgendjemand nicht aus der BHS übersetzt, kann ich dich beruhigen. Das ist ganz klar in unseren Regeln vorgeschrieben, dass die Übersetzung aus dem Text der BHS (bzw. mittlerweile auch BHQ) Pflicht ist (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Einf%C3%BChrung#.C3.9Cbersetzen_aus_dem_Urtext hier] und [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Die_Quellen hier]); da brauchst du bei keinem Kapitel Angst zu haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::::: Zur Textgestalt und Textkritik soll irgendwann [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Textkritik hier] die Position der OfBi präsentiert werden (auch noch in Arbeit :) ); der Ansprechpartner für diese Seite ist am Besten Ben (triffst du auch fast immer abends im Chat). Kannst ja dort Vorschläge einfließen lassen o.Ä. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 08:37, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::: Zu „zweitens“: Hier vergleichst Du (?) Äpfel mit Birnen. Dass in den Regeln die BHS bzw. der Tanach im Leningradensis&amp;amp;#160;B19 für eine Übersetzung vorgeschrieben sind, würde daran nichts ändern, dass sich darüber hinweggesetzt werden könnte. Hinsichtlich Gen&amp;amp;#160;1,1-2 wäre es meinerseits nicht nur ein Verdacht, es wurde Eurerseits offen zugegeben, dass z.B. die Kantillation Ben Aschers dort unter den Tisch gekehrt wurde, und das ohne textkritische Notwendigkeit und ohne verständliche Begründung (werde jetzt nicht extra im Keller suchen und nachlesen, ob die Fehler in den dazu angegebenen Kommentaren aufgetischt oder dem/n Autor/en hier zuzuschreiben wären).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::: Mit der BHQ kann ich nicht dienen, bin schon seit Jahren (!) für das Deuteronomium vorgemerkt, bislang aber nicht bedient worden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 10:36, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::::::: Hoffe, du redest nicht vom Tifcha (dazu vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1&amp;amp;section=8#Zu_einigen_Gegenargumenten hier]). Wo sonst wäre das &amp;quot;offen zugegeben&amp;quot; worden? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:51, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::::: {{hebr}}טפחא{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160; in Gen 1,1 beträfe dort den Punkt 1. und&amp;amp;#160;&amp;amp;#160; {{hebr}}סוף פסוק{{hebr ende}}&amp;amp;#160;&amp;amp;#160; den Punkt 2. (in der „Lesefassung“ wäre&#039;s wohl egal).&lt;br /&gt;
:::::::::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 11:36, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::::::::: Sof Pasuq lässt sich nicht einfach mit einem Punkt gleichsetzen (obwohl das gerne gemacht wird); dass er einen Haupt- und einen Nebensatz voneinander abtrennt, gibt&#039;s häufiger (deswegen ist der Sof Pasuq m.W. auch noch nie gegen die Nebensatzdeutung eingewandt worden). Vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; Bandstra 2008, S. 44: „The end of a verse does not necessarily coincide with the end of a clause, and not every verse consists of one and only one clause, as the next verse illustrates.“ (ohnehin ist ja immer noch nicht ganz sicher, was die Kantillationszeichen genau sollen - die Mehrheit denkt ja m.W., dass sie die Vortragsweise markieren sollen und deshalb nur meist mit der Syntax zusammenfällt, aber keineswegs immer). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:00, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::::::: … und wieder vergleichst Du „Äpfel mit Birnen“ (sowohl die Äpfel wären ein Merismus für sich, als auch die Birnen): Der Hebräische Text Aaron Ben Aschers ist der Hebräische Text Aaron Ben Aschers, eine Übersetzung (ohne Übersetzungskriterien) ist eine Übertragung. Wenn hier einerseits die (finanziell!) nicht ganz billige BHS/BHQ (wird die Offene Bibel etwa von der DBG gesponsert?) zur Übersetzungsgrundlage erklärt wird, kann man bei Abweichungen davon andererseits nicht einfach darauf verweisen, dass die Existenz von einem Sof Pasuq im Hebräischen anderswo noch nie gegen die Nebensatzdeutung in einer Übersetzung eingewandt worden sei.&lt;br /&gt;
:::::::::::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 12:49, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::::::::::: Doch, natürlich. Weil &amp;quot;konsequente Berücksichtigung des wissenschaftlichen Arbeitsstandes&amp;quot; (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=%C3%9Cber_uns#Zug.C3.A4nglichkeit_wissenschaftlicher_Erkenntnisse hier]) genau so zur Arbeitsweise der OfBi gehört. Aber wie gesagt, wir reden ja hier nicht mal von Abweichungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::::::::::::: Ja, das wär schön, wenn die DBG uns sponsern würde :) - Aber nein. Wenn die HUB und die OHB etwas weiter gediehen sind, müssen wir da wahrscheinlich noch mal drüber reden. Aber bis dahin ist BHS/Q einfach wissenschaftlicher Standard (und die BHS-Taschenbuch-Ausgabe ist so teuer ja nicht. Was wird sie mittlerweile kosten - 19 €?). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:11, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::::::::: Im Absatz darüber („Genauigkeit trifft Verständlichkeit“) stünde etwas ganz anderes: „&amp;lt;i&amp;gt;Die erste Übersetzung, die Studienfassung, wird direkt aus dem Urtext übersetzt. Sie soll den biblischen Text möglichst genau übertragen. Sie enthält Klammern mit Übersetzungsvarianten und Fußnoten mit weiteren Informationen&amp;lt;/i&amp;gt;.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::::::::: Wenn die „Offene Bibel“ nun doch keine Übersetzung eines bestimmten, des heute mehrheitlich akzeptierten Masoretischen Textes von Aaron Ben Ascher (ca. 10. Jh.) sein soll, sondern eine Bibel wie jede andere auch (von der man nicht genau weiß, woher sie kommt, wohin sie den Leser führen will), wäre ich hier fehl am Platz!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::::::::::::: Da bin ich aber gespannt! Uuups, hier liegt ein Tifcha - wo kommt das denn her? &lt;br /&gt;
:::::::::::::: --[[Benutzer:Joe|Joe]] 13:48, 10. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 1–2: Überschrift, Temporalangabe, Erzählung?===&lt;br /&gt;
In Vers 1 gibt es eine Alternative, die in der neueren Forschung offenbar eine gewisse Verbreitung gefunden hat, nämlich die Deutung des ganzen Verses als Temporalangabe (und nicht als eigenständigen Hauptsatz): &amp;quot;Am Anfang, als Gott den Himmel und die Erde erschuf, 2 war die Erde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorangebracht wurde das Argument offenbar durch oder maßgeblich mit Robert Holmstedt, der sie in seinem [http://ancienthebrewgrammar.wordpress.com/ Blog] erklärt, wo man sie gut nachlesen kann. Die Argumentation fußt vor allem auf grammatischen Beobachtungen und scheint sehr überzeugend zu sein. Die traditionelle Deutung verliert dabei aber nicht ihre Gültigkeit. Ich würde mich mit der Frage gerne noch etwas befassen (besonders mit der wissenschaftlichen Rezeption), aber vorschlagen, das alternative Verständnis als Klammer aufzunehmen, sobald wir/und es mit einer Fußnote (zu) erklären können. Wie Olaf zu V. 2 schon angesprochen hat, könnte man davon auch den Status abhängig machen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage betrifft auch Vers 2. Gordon W. Wenham (WBC, 1987) nennt vier verschiedene grammatikalische Deutungen (S. 11fff):&lt;br /&gt;
1. „In the beginning when God created …, the earth was without form …“&lt;br /&gt;
2. „In the beginning when God created … (now the earth was formless) God said …“&lt;br /&gt;
3. Vers 1 als Überschrift: „In the God was the creator of heaven and earth.“ Danach setzt in Vers 2 die eigentliche Erzählung ein.&lt;br /&gt;
4. Vers 1 erzählt den ersten Akt der Schöpfung. Vers 2 und Vers 3 erzählen weitere Schritte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt sich der vierten Deutung an und übersetzt Vers 2 mit „Now the earth …“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls passt die Übersetzung „Und“ nicht so recht zur hebräischen Wortstellung. Falls wir uns dazu entscheiden, Vers 1 nicht als Temporalangabe zu verstehen, dann wäre mein Vorschlag für Vers 2: „Die Erde: Sie war nämlich …“ plus eine erläuternde Fußnote. Diese Übersetzung wäre sowohl für Deutung 3 als auch für Deutung 4 offen, d.h. sie bewahrt die Mehrdeutigkeit des Urtextes zumindest teilweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:37, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waltke vertritt Interpretation 3. Interessant, dass die Deutung als Temporalangabe schon so alt ist. Ich dachte, Holmstedt hätte sie entdeckt, weil er darüber promoviert hat. Ich weiß es aus dem Gedächtnis nicht mehr, aber es ist möglich, dass er die Deutung modifiziert hat, sodass er 1 &#039;&#039;und 2&#039;&#039; für die Zeitangabe hält und erst 3 für den Hauptsatzbeginn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin von deinem Vorschlag noch nicht überzeugt. Eine Übersetzung mit &amp;quot;nämlich&amp;quot; würde V. 2 in der Satzfolge als Interpolation (ergänzender Einschub) interpretieren - und damit eigentlich nur Variante 2 gerecht werden. Gleichzeitig wäre es aber eine kausale Wiedergabe - die also das Vorhergehende erklären möchte. Das leuchtet mir noch nicht so ganz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir Variante 3 folgen, dann können wir &amp;quot;und&amp;quot; einfach ausklammern. Dann ist es zwar da und könnte auch übersetzt werden, wäre aber unserem Stilempfinden nach unpassend. Wenn wir 4 folgen, könnten wir es aus stilistischen Gründen ebenfalls einfach ausklammern, obwohl wir es dann eher erwarten würden. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:54, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sollten ruhig die 4 Möglichkeiten auflisten, aber es bringt mMn nicht viel ein da groß Energie reinzustecken, weil wir heute in anderen Kategorien (Materie, Nichts,...) denken, was den Autoren fremd war. Natürlich können wir da weiter arbeiten, aber das ist eher etwas für [[kommentar:genesis 1]] und nicht für eine Fußnote.--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:52, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OK, ich stimme zu, dass das „nämlich“ weniger allgemein ist als gewollt, auch wenn es die wörtlichste Übersetzung ist. Meine Überlegung ging von Folgendem aus: Vers 2 ist ein zusammengesetzer Nominalsatz (w x qatal). Ein solcher ZNS unterscheidet sich inhaltlich von einem Satz mit Konsekutiv-Tempus. Ein ZNS mit Perfekt hat normalerweise eine Perspektive der Rückschau, d.h. „war nämlich“ ist die wörtlichste Übersetzung. Sie lässt sich aber – da hast Du mich überzeugt – nur bei einigen der Deutungen durchhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Am Anfang, als Gott den Himmel und die Erde schuf, war die Erde ungeformt und leer, und […]. Da sprach Gott: […]“&lt;br /&gt;
# „Am Anfang, als Gott den Himmel und die Erde schuf – die Erde war nämlich [damals] ungeformt und leer, und […] – da sprach Gott: […]“&lt;br /&gt;
# „Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war nämlich  [zunächst] ungeformt und leer, und […]. Da sprach Gott: […]“&lt;br /&gt;
# „Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war aber [danach] ungeformt und leer, und […]. Da sprach Gott: […]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Variante ignoriert, dass hier ein ZNS vorliegt, und bei der vierten Variante hätte man eigentlich Imperfekt statt Perfekt erwarten müssen. Natürlich kann man sich aus theologischen Gründen trotzdem dazu entscheiden, der vierten Deutung zu folgen. Aber da diese Stelle exegetisch stark umstritten ist, geht es mir gegen den Strich, den Urtext einfach pseudo-genau und obendrein glättend zu übersetzen. Gute Gründe für eine Übersetzung als  Konsekutiv-Tempus habe ich – unabhängig davon – bisher nicht gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: Zusätzlich zu einer guten Fußnote hätte ich gerne eine Formulierung, die dem Urtext relativ dicht folgt, ohne Variante 4 inhaltlich auszuschließen oder all zu stark nahezulegen.  Mein letzter Versuch ist: „Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde: Die Erde war {aber, nämlich} ungeformt und leer, und […]. Da sprach Gott: […]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:17, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir uns auch in der Übersetzung für eine Variante entscheiden. Eine Entscheidung müssen wir spätestens im Kommentar treffen. Dennoch spricht ja nichts gegen eine &amp;quot;inklusive&amp;quot; Formulierung. Bis wir eine nuanciertere Entscheidung treffen können, können wir das Problem vielleicht vertragen und inzwischen mit einer neutralen Fußnote arbeiten. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 09:47, 6. Jun. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die FN ja sehr lang ist: Würdet ihr meinen, dass folgende FN ausreicht, wenn dabei gleichzeitig auf die ausführliche Version im Kommentar verwiesen wird?:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Die Syntax von Gen 1,1-3 ist eine der meistdiskutierten bibelexegetischen Fragen überhaupt. Eine vollständige Diskussion würde daher den Raum einer Fußnote bei weitem sprengen; wir beschränken uns daher hier darauf, die fünf wichtigsten Positionen aufzulisten; für eine Diskussion der einzelnen Positionen und die Argumentation sei auf den Kommentar verwiesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Vorgeschlagen wurden als Übersetzungsmöglichkeiten:&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;code&amp;gt;„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (die häufigste Übersetzung)&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;code&amp;gt;„Am Anfang davon, dass Gott die Welt schuf...“, oder „deutscher“: „Als Gott begann, die Welt zu schaffen...“ (die zweithäufigste; unsere Deutung)&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;code&amp;gt;„An jenem Anfang, an dem Gott die Welt schuf, war die Erde...“&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;code&amp;gt;„In jener sehr frühen Zeit, in der Gott die Welt schuf, war die Erde...“&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Für alles weitere vergleiche wie gesagt den Kommentar.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem würde ich das gerne mal hier festhalten: Olaf hat ja zwischendurch auch die zweite Möglichkeit vertreten. Darf ich daraus ableiten, dass die Mehrheit damit einverstanden ist, dass OfBi dieser Deutung folgt, oder besteht hier noch Diskussionsbedarf? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:24, 1. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mit dieser Syntax einverstanden, weil ich in ihr eine von mehreren plausiblen Möglichkeiten sehe. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:25, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich ebenfalls! Allerdings glaube ich, dass man die Einleitung auch in unter 20 Wörtern abhandeln könnte. Bevor wir jetzt aber Vorschläge diskutieren: Als Arbeitslösung funktioniert der Vorschlag allemal. Danke! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 00:13, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe folgenden Vorschlag von Maddes8cht mal hierher verschoben, weil er mir hier am richtigen Ort zu sein schien (zuvor stand er unter &amp;quot;alte Diskussion&amp;quot;). Ich hoffe, du hast nichts dagegen, Maddes8cht.  --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:24, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ansonsten noch ein Vorschlag für die Formulierung von Vers 1, nach Berücksichtigung der Diskussion:&lt;br /&gt;
:: Im Anfang von Gottes Schöpfung des Himmels und der Erde &lt;br /&gt;
:: war die Erde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:bzw.:&lt;br /&gt;
::Im Anfang von Gottes Schöpfung des Himmels und der Erde &lt;br /&gt;
::war die Erde nicht und nichts, Dunkelheit war über der Tiefe&lt;br /&gt;
::und göttlicher Sturmwind wogte über dem Antlitz der Wasser.&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 03:54, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hi, Maddes8cht, herzlich willkommen bei der Offenen Bibel!&amp;lt;br /&amp;gt;Mir gefällt dein Vorschlag &amp;quot;Im Anfang von Gottes Schöpfung des Himmels und der Erde&amp;quot; sehr gut (zu den weiteren s.u.). Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich diese Übersetzung auch mal erwogen, dann aber verworfen, weil ich befürchtet hatte, Menschen, die sich bei der Interpretation von Gen 1 eingelesen haben, könnten bei dieser Übersetzung zunächst vermuten, dass wir zu denen gehören, die den Text &#039;&#039;bara´&#039;&#039; (&amp;quot;es schuf&amp;quot;) korrigieren nach &#039;&#039;bero´&#039;&#039; (&amp;quot;das Schaffen&amp;quot;). Wo ich jetzt nach deinem Vorschlag noch mal von Neuem darüber nachdenke, scheinen mir mir diese Bedenken unsinnig zu sein und ich bin sehr geneigt, deinen Vorschlag zu übernehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich will mal anderen die Gelegenheit geben, ihre Meinung kundzutun; wenn wir in den nächsten Tagen nichts hören, würde ich sagen: Gekauft, nehmen wir. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:24, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2: Gottessturm===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fasse auch diese Diskussion (unten als &amp;quot;alte Diskussion&amp;quot; angehängt) mal zusammen, dann kann einfacher weiterdiskutiert und einfacher in die Diskussion eingestiegen werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frage nach der Übersetzung von &#039;&#039;ruach ha´elohim merachefet&#039;&#039; wurde schon vor meiner Überarbeitung diskutiert. Zu berücksichtigen sind die Wörter &#039;&#039;ruach&#039;&#039; = (1) Geist, Wind, Atem (2) &#039;&#039;elohim&#039;&#039; = Gottes, Superlativ-marker, (3) &#039;&#039;rachaf&#039;&#039; = unsicher; in der Exegese meist: &amp;quot;schnelle Bewegung&amp;quot;, in den meisten Üss.: &amp;quot;schwebte&amp;quot;, früher gelegentlich: &amp;quot;brütete&amp;quot;. Möglich ist daher theoretisch jede Kombination von &amp;lt;code&amp;gt;Der [göttliche/starke] [Geist/Wind/Atem] [schwebte/stürmte/(brütete)]&amp;lt;/code&amp;gt;, es ergeben sich also die möglichen Übersetzungen (ich ignoriere jetzt mal &amp;quot;brütete&amp;quot;, weil das in der Exegese mow. erledigt zu sein scheint und auch hier niemand dafür argumentiert hat):&lt;br /&gt;
* (1) Der Geist Gottes schwebte &lt;br /&gt;
* (2) Der Atem Gottes schwebte&lt;br /&gt;
* (3) Ein göttlicher Wind schwebte&lt;br /&gt;
* (4) Ein göttlicher Wind stürmte&lt;br /&gt;
* (5) Ein starker Wind stürmte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgangs Position habe ich nicht völlig verstanden. Ich &#039;&#039;glaube&#039;&#039;, er war für (4). Ben scheint hauptsächlich Kommentare referiert zu haben und keine eigene Meinung geäußert zu haben, wenn ich das richtig sehe, hat aber mit (1) übersetzt. Und Olafs war ursprünglich für (2). Dann habe ich die SF überarbeitet und mit (5) übersetzt; und daran entzündete sich dann die Diskussion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgebracht wurden zwei textinterne Argumente (a-b), ein textexternes (c), ein - hm... &amp;quot;textlogisches&amp;quot;, vielleicht (d) und ein konzeptuelles (e):&lt;br /&gt;
* (a) &#039;&#039;elohim&#039;&#039; kommt sehr häufig in Gen 1 vor; sonst stets in der Bedeutung &amp;quot;Gott&amp;quot;. Das spricht für (1)-(4) und gegen (5)&lt;br /&gt;
* (b) &#039;&#039;rachaf&#039;&#039; wird in der neueren Exegese, die sich gezielt mit diesem Wort befasst, meist als &amp;quot;schnelle Bewegung&amp;quot; gelesen (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_h FN h], was für (4)+(5) und gegen (1)-(3) spricht.&lt;br /&gt;
* (c) In vielen altorientalischen Schöpfungsmythen steht am Anfang der Schöpfung ein Urzustand der Welt, der gekennzeichnet ist durch &amp;quot;Wässrigkeit&amp;quot;, &amp;quot;Dunkelheit&amp;quot; und &amp;quot;Sturm&amp;quot;. Die ersten beiden Elemente stehen auch hier in V. 2 und legen daher nahe, dass V. 2 insgesamt eine Schilderung dieses Zustands ist und also &#039;&#039;ruach ha´elohim merachefet&#039;&#039; dieses Element des Sturms ausdrücken soll. Das spricht für (5) und gegen (1)-(4). &lt;br /&gt;
* (d) Exegeten, die (1)-(4) vertreten, konnten bisher noch keine überzeugende Erklärung bringen, welche Rolle der göttliche Geist/Wind/Atem in V. 2 spielt und warum er danach überhaupt keine Rolle mehr spielt. Als &amp;quot;starker Sturm&amp;quot; wäre es ein Chaoselement und hätte daher hier eine erklärbare Funktion. Das spricht für (5) und gegen (1)-(4). &lt;br /&gt;
* (e) Gegen (1) spricht, dass die Vorstellung vom &amp;quot;Geist Gottes&amp;quot; als einem selbständigen Schöpfungsprinzip, wie er hier vorgestellt zu sein scheint, im AT ganz singulär wäre (so viele Exegeten). In dem Zhg. sollte man sich wohl auch noch mal das Konzept des &amp;quot;Atems Gottes&amp;quot; näher ansehen; es ist nämlich gut möglich, dass das selbe für (2) gilt - aber das Konzept von &amp;quot;Gottes Atem&amp;quot; habe ich mir &#039;&#039;so&#039;&#039; genau noch nicht angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest gegen die ersten drei Argumente lässt sich aber je auch ein Gegenargument bringen:&lt;br /&gt;
* (a’) Es wäre kein Einzelfall, dass in der Bibel an einer Stelle ein Wort häufiger in einer Bedeutung A vorkommt, aber nur einmal in einer Bedeutung B. Ein gutes Beispiel ist Num 15, wo &#039;&#039;qrb&#039;&#039; oft die Bedeutung &amp;quot;opfern&amp;quot; hat, bei seinem letzten Vorkommen aber &amp;quot;bringen&amp;quot;: &amp;quot;Opfern&amp;quot; in Num 15,4.7.9.10.13.25.27 (z.B. Num 15,4: &amp;quot;Der ein &#039;&#039;&#039;Opfer&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Opfernde&#039;&#039;&#039; soll JHWH ein Fleischopfer &#039;&#039;&#039;opfern&#039;&#039;&#039;&amp;quot; (o.Ä.)); Num 15,33 dagegen &amp;quot;bringen&amp;quot; (&amp;quot;Man &#039;&#039;&#039;brachte&#039;&#039;&#039; ihn (=Den Holzsammler) zu Mose&amp;quot;). Martin Buber bringt diese Stelle als Beispiel für den im Pentateuch typischen Leitwortstil (s. [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2905721 Buber 1936]). Sogar noch besser gefällt mir eigentlich der Ijob-Prolog, wo &#039;&#039;barak&#039;&#039; &#039;&#039;segnen&#039;&#039; 5x (Ijob 1,5.10.11; 2,5.9) euphemistisch für &amp;quot;fluchen&amp;quot; und einmal im Wortsinn (Ijob 1,21) verwendet wird. Trotz (a) ist es also nicht nur nicht unmöglich, dass hier &#039;&#039;elohim&#039;&#039; eine andere Bedeutung hat als sonst in Gen 1; es wäre sogar möglich, dass der Autor von Gen 1 gerade deshalb hier &#039;&#039;elohim&#039;&#039; in einer anderen Bedeutung verwendet hat, um noch einmal die Vokabel &#039;&#039;elohim&#039;&#039; setzen zu können, weil das nach dem biblischen Leitwortstil stilistisch besser war.&lt;br /&gt;
* (b’) Die Mehrheit übersetzt trotzdem noch mit &amp;quot;schweben&amp;quot;; diese Übersetzung ist also immer noch wenigstens &amp;quot;vertretbar&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* (c’) Gen 1 muss nicht streng nach dem Muster anderer altorientalischer Schöpfungserzählungen verfasst sein; außerdem wäre es ja möglich, dass V. 2c nicht das selbe thematisiert wie V. 2ab (und also 2ab zur Chaosschilderung gehört, 2c aber nicht mehr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin nicht ganz sicher, wie wir jetzt hier weiterdiskutieren können. Ich persönlich bin nach wie vor der Meinung, dass beim zweiten Argument (b) stärker ist als (b’), dass (d) das größte Problem von (1)-(4) ist und dass wegen (e) zumindest (1) wirklich keine gute Lösung ist. Gegen (d) und (e) sind mir außerdem noch keine Gegenargumente untergekommen. Deswegen bin ich auch nach wie vor der Meinung, dass (5) die plausibelste und kohärenteste Deutung ist. Aber andererseits scheint auch (a) stärker zu sein als (a’), und insgesamt sind angesichts der Gegenargumente all die obigen Argumente wohl eher nur als &amp;quot;Indizien&amp;quot; zu werten und wissenschaftlich vertretbar ist vielleicht (?) nach wie vor jede der obigen Übersetzungen. Vielleicht lässt sich diese SF-Frage wirklich nur mit einer Abstimmung entscheiden (?). So oder so - wir sollten diese leidige Frage jetzt mal erledigen, dann stünde nur noch &#039;&#039;tohuwabohu&#039;&#039; im Weg, um Gen 1 wieder hochzusetzen.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:59, 1. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch ein vier weitere Argumente:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (f) Die Bedeutung „starker Sturm“ für „Ruach Elohim“ ist in keinem anderen Text belegt. Umgekehrt gibt es zahlreiche Bibelstellen, wo diese Wortfolge vermutlich „Gottes Geist“ oder etwas Ähnliches bedeutet (Gen 41,38; Ex 31,3; 35,31; Num 24,2; 1 Sam 10,10; 11,6; 16,15.16.23; 18,10; 19,20.23; Ez 11,24; 2 Chr 15,1; 24,20; außerdem sehr viele neutestamentliche Stellen mit den entsprechenden griechischen Wörtern). Das schließt nicht aus, dass eine Übersetzung als „starker Sturm“ sprachlich möglich ist, aber es macht diese Übersetzung unwahrscheinlicher. Dies spricht für (1) und sehr stark gegen (5).&lt;br /&gt;
* (g) Es ist davon auszugehen, dass die Autor·inn·en keinen verwirrenden Text produzieren wollten. Bei einer angestrebten Bedeutung „starker Wind“ hätten sie ohne Probleme anders formulieren können ({{Hebr}}סוּפָֽה{{Hebr ende}} und/oder {{Hebr}}גַדְּל{{Hebr ende}}). Wenn hier nun trotzdem ein Wort steht, dass unmittelbar zuvor noch in der Bedeutung „Gott“ verwendet worden ist, dann ist das also als bewusste sprachliche Entscheidung der Autor·inn·en zu sehen. Dies spricht für (1) – aber:&lt;br /&gt;
* (c’’ und zugleich d’ und f’) Genesis 1 unterscheidet sich an mehreren Stellen ganz entscheidend von anderen Ur-Mythen und wandelt bekannte Motive stark ab. So werden z.B. Sonne und Mond nicht als erhabene Götter geschildert, die das Schicksal der Menschen lenken, sondern als Lampen, die eine praktische Zweck-Funktion für den Menschen haben. Es ist also damit zu rechnen, dass Genesis 1 mit dem Motiv „Sturm“ ähnlich verfährt. Ein Wortspiel „starker Sturm / göttlicher Sturm“ würde deutlich machen, dass das Gott von Anhang an der einzige Handelnde in dieser Geschichte ist und dass keine anderen Mächte irgendeine echte Bedeutung haben. Dies entkräftet c, d und f, was (4) betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt würde ich daher jetzt folgende Reihenfolge nennen: (4) ist am plausibelsten, dann folgen (1), (3), (2) und (5).&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 22:42, 7. Jun. 2014 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen g ließe sich auch schon a´ einwenden. c´´ &amp;quot;entkräftet&amp;quot; weder c noch f, weil das &amp;lt;s&amp;gt;nur&amp;lt;/s&amp;gt; eine Interpretation  ist (wie z.B. auch a´) und also &amp;lt;s&amp;gt;nur&amp;lt;/s&amp;gt; eine von vielen Perspektiven auf den Text bietet (wie z.B. auch c). Auf d ist es eine gute Antwort, obwohl ich die Interpretation nicht sehr überzeugend finde. Wenn es dem Autor um Entmythisierung gegangen wäre, hätte er einfach die Chaoselemente Dunkelheit und Sturm weglassen können. Vertretbar ist sie aber auf jeden Fall.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deiner Fazit-Gewichtung schließe ich mich deshalb nicht an, aber wir werden uns in dieser Frage sicher nicht einig werden, deswegen schreibe ich jetzt einfach &amp;quot;Wind Gottes&amp;quot; in SF und LF (wäre auch meine 2. Wahl). Dann ist auch das gegessen. Schaust du noch mal auf [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_h FN h] - ist die so ok? Noch zu lang? Wo kann man kürzen?&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:01, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke. Die Fußnote finde ich gut so. Mir fällt auf, dass ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt habe, deshalb noch ein kleiner Nachtrag für andere, die sich eventuell noch eine Meinung dazu bilden wollen:&lt;br /&gt;
Die Deutung als Wortspiel (c’’) mit der Doppelbedeutung „Gottes Geist“ und „Gottes Sturm“ erklärt, wie sich die Verwendung von &#039;&#039;Ruach Elohim&#039;&#039; an dieser Stelle zu den anderen Bibelstellen verhält. Deshalb antwortet sie auf das Argument in (f), man kann also nicht mehr sagen, dass (f) notwendigerweise gegen (4) spricht. Auch ist mit der Deutung als Wortspiel nicht mehr klar, dass die (d) geschilderte Beobachtung notwendigerweise gegen (4) sprechen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei (g) wiederum ist die Kernfrage nicht, ob man „starker Sturm“ übersetzen könnte, sondern warum die Autor·inn·en des Textes ausgerechnet diese Formulierung hätten wählen wollen. So, wie Argument (d) von den Befürwortern von (1) bis (4) eine Erklärung verlangt, so verlangt (g) von den Befürworten von (5) eine Begründung für die hebräische Wortwahl und nicht nur einen Nachweis, das man die Worte ja so deuten &#039;&#039;könnte&#039;&#039;. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:10, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Lob an Sebastian für die akribische Forschungsarbeit und die tolle Zusammenfassung! Ich habe mich in den letzten beiden Tagen hier noch einmal durchgearbeitet. Die Fußnote ist tatsächlich gut gelungen! Bisher hatte ich mich von Lösung 4 vor allem deshalb distanziert, weil sie mir unbekannt war und ich keine Lösung wollte, die in keiner anderen Bibel zu finden ist und dabei nur eine von mehreren ist. Aber du hast mich argumentativ fast völlig überzeugt, und bei den zitierten Auslegern (u.a. Westermann und Wenham) hätte ich keine Bedenken mehr gegenüber dieser Übersetzung. (Leider komme ich gerade nicht zum Fertigschreiben, werde meine Vorschläge später ergänzen.) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 04:03, 11. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19184/ WibiLex-Artikel „Geist (AT)“] nennt mehrere Gründe gegen die Übersetzung als „Wind“. Müssen wir also doch zu „Geist“  ändern? Ben und Sebastian – wie lest ihr den Artikel? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 23:53, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Artikel kenne ich; ich habe auch ihre Monographie gelesen. Meistens finde ich die wibilex-Artikel ziemlich gut; diesen aber nicht so sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo siehst du denn die vielen Gründe gegen &amp;quot;Wind&amp;quot;? Ich sehe nur, dass sie aus dem Femininum abgeleitet, dass es nicht Sturm bedeuten kann. Warum auch immer - &#039;&#039;ruach&#039;&#039; findet sich 378x in der Bibel; nur 14x (ohne erkennbaren Grund) im Maskulinum, hat aber auch im Femininum oft die Bedeutung &amp;quot;Wind&amp;quot;. Aus dem Fem. lässt sich nichts ableiten. Sie zieht dann ja auch selbst das Fazit &amp;lt;code&amp;gt;Die Bedeutung von &#039;&#039;ruach&#039;&#039; lässt sich nur aus dem Kontext bestimmen.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste ist aber, dass sich unter Schüngel-Straumanns Punkten kein einziger findet, der für die Übersetzung als &amp;quot;Geist&amp;quot; sprechen würde - im Ps 104-Abschnitt argumentiert sie nicht für &amp;quot;Geist&amp;quot;, sondern für &amp;quot;Schöpferkraft&amp;quot;, in Gen 1,2-Abschnitt bringt sie ihr Femininum-Argument und legt sonst nur ihre Deutung vor (und, also wirklich - daraus, dass &#039;&#039;ruach haelohim&#039;&#039; direkt auf die Chaosschilderung folgt, abzuleiten, dass das &#039;&#039;deswegen&#039;&#039; eine &amp;lt;code&amp;gt;eindeutig positiv zu fassende Aussage&amp;lt;/code&amp;gt; sei, ist doch sehr gewollt). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 03:04, 29. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke. Das hilft mir, den Artikel einzuordnen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 07:59, 29. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wibilex-Abschnitt habe ich gerade gelesen und fand auch ihn sehr anregend. Besonders die denkbare Variante &amp;quot;Gottes Schöpfungskraft&amp;quot; haben wir noch nicht wirklich thematisiert. Diese Variante leitet die Verfasserin ja aus Parallelstellen ab. Sebastian, was würdest du dazu sagen, da du das Wort ja studiert hast?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Anregungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Ist die Formulierung bestimmt oder unbestimmt? Der Constructus lässt beides zu. Diese Frage ist m.E. gar nicht so unwesentlich. Momentan lautet sie &amp;quot;und Sturm Gottes&amp;quot;, ganz ohne Artikel. Das ist m.E. keine dauerhafte Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Ich würde die gegenwärtige Formulierung gerne verschönern. Das Verb &amp;quot;wehen&amp;quot; passt nicht ganz zu einem Sturm. Viel schöner fände ich &amp;quot;fahren&amp;quot; oder &amp;quot;fegen&amp;quot;. Das hätte auch eine größere sprachliche Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Einen großen Eindruck hinterlassen hat bei mir die [[Diskussion:Genesis_1/WenhamV2|Besprechung von Gen 1,2 bei Wenham]]. Er argumentiert, dass die Ambiguität der Formulierung so stark ist, dass weder Geist noch Wind als Übersetzung auszuschließen sind – eher scheinen beide direkt mitzuschwingen. Ähnlich argumentiert ja auch [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/19184/ Schüngel-Straumann] am Ende des Wibilex-Abschnitts.&amp;lt;br /&amp;gt;Wäre es nicht schön, wenn wir die Zweideutigkeit von &amp;quot;elohim&amp;quot; in der Übersetzung transportieren könnten? Ich denke an eine Formulierung wie &amp;quot;ein göttlicher Sturmwind&amp;quot;. (Man könnte sogar noch weitergehen und auch Geist / Wind zwiefach wiedergeben. Reizvoll wäre z.B. etwas nach der Art von &amp;quot;Gottes Geist fuhr/fegte&amp;quot;. Vielleicht wäre das aber besser für die Lesefassung geeignet.) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:32, 15. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schöpferkraft&amp;quot; hat fast alles gegen sich, was auch gegen &amp;quot;Geist&amp;quot; spricht und zusätzlich noch, dass es eine Sondermeinung ist, deren Vertreterin nicht einmal sonderlich gut dafür argumentiert. Was findest du denn so anregend an dem Artikel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wenn es bei der Übersetzung &amp;quot;Sturm&amp;quot; bleibt - wofür ich stark wäre -, wahrscheinlich unbestimmt. Sonst müsste es sich ja einen einzigen, eindeutig identifizierbaren Referenten handeln, der deshalb dann ohne vorherige Einführung gleich determiniert in den Text gebracht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Richtig, ich passe es an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Wie gesagt: Ich glaube nicht, dass es Grund zur Annahme gibt, dass hier sinnvollerweise die Rede vom &amp;quot;&#039;&#039;Geist&#039;&#039; Gottes&amp;quot; sein könne (s.o. unter (e)). Auch prinzipiell ist ja Zweideutigkeit kein Selbstwert, sondern sogar der Feind einer kommunikativen Übersetzung (weshalb z.B. B/N die &amp;quot;inhaltliche Entschiedenheit&amp;quot; zu einem der Grundpfeiler ihrer Übersetzung machen), wenn nicht Grund zur Annahme besteht, der Autor des Textes habe diese Zweideutigkeit ganz bewusst eingebaut. Mindestens den letzten Vorschlag, auch &amp;quot;Geist / Wind zwiefach wiederzugeben&amp;quot;, finde ich daher nicht so gut. &amp;quot;Göttlicher Sturmwind&amp;quot; - meinetwegen. Vielleicht ist das sogar stiltreuer, weil das die gehobene Variante zu &amp;quot;Sturm&amp;quot; ist. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:40, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schöpferkraft&amp;quot; hätte eine im Kontext interessante Bedeutung. Oberflächlich schien es so, als sprächen die Parallelstellen dafür, dass das zumindest eine erwägbare Lösung wäre. Es wäre weder eine spezifisch christliche Deutung wie &amp;quot;Geist&amp;quot;, noch wäre es eine, die man einfach aufgrund lexikalischer Erwägungen und nicht aufgrund des Kontexts wählt, weil sie sich eben in den Kontext fügen würde. Daher frage ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ambiguität in der Übersetzung spricht ja, dass zumindest Wenham, aber auch Schüngel-Straumann (denk dran, die einzigen, die ich dazu wirklich gelesen habe) beide sagen: Selbst wenn man für &amp;quot;Wind/Sturm&amp;quot; argumentiert, ist es fast unmöglich, nicht auch &amp;quot;Gott&amp;quot; hineinzulesen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:01, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, ehrlich gesagt: Ich habe einfach keine Lust mehr auf die Diskussion; wir sprechen jetzt schon seit Mai 2012 über diese drei Worte. Ich nehme deshalb jetzt noch mal Stellung, aber ich weiß nicht, ob ich danach noch mal mit-diskutiere. Denn wenn wir wollten, könnten wir das locker noch mal zwei weitere Jahre so weitermachen, ohne zu einer abschließenden Lösung zu kommen. Oder 20 Jahre. Oder 200. Und das will ich wirklich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, Schüngel-Straumann. Ich finde ihre Argumentation wirklich nicht gut:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(1) &amp;lt;code&amp;gt;V. 2c, der Satzteil mit {{hebr}}רוח אלהים{{hebr ende}} rûaḥ ’älohîm, fehlt aber in den altorientalischen Schilderungen&amp;lt;/code&amp;gt;. Das ist nicht so, s. oben, Argument (c) (so auch andere Exegeten).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Sie erwägt dann ja auch selbst, ob es hier &amp;quot;starker Sturm&amp;quot; heißen könne, und weist das dann zurück, weil &amp;lt;code&amp;gt;{{hebr}}רוח{{hebr ende}} rûaḥ, wenn es „starker / zerstörerischer Sturm“ bedeutet, grammatisch immer Maskulinum ist, hier jedoch steht ein feminines Partizip dabei: {{hebr}}מרחפת{{hebr ende}} məraḥæfæt„schwebend / flatternd“.&amp;lt;/code&amp;gt; Auch das ist schlicht falsch; wie gesagt; {{hebr}}רוח{{hebr ende}} findet sich 378x in der Bibel; nur 14x (ohne erkennbaren Grund) im Maskulinum, hat aber auch im Femininum oft die Bedeutung &amp;quot;Wind&amp;quot; &amp;lt;small&amp;gt;(s. z.B. [[Exodus 14#s21 |14,21]] (!); ([[Exodus 15#s8 |15,8]] - wirklich &amp;quot;Schnauben deiner Nase&amp;quot;? Nicht vielleicht besser &amp;quot;deinem zornigen Sturm&amp;quot; oder &amp;quot;Sturm deines Zorns&amp;quot;, s. V. 10; s. 2Sam 22,16? Wenn wirklich die Vorstellung dahinterstünde, dass der Sturmgott JHWH auf das Wasser atmet und so das Wasser aufwühlt, wäre doch eher &amp;quot;Blasen deines Munds&amp;quot; zu erwarten, oder?); [[Exdodus 15#s10 |15,10]]; [[2Samuel 22#s11 |2Sam 22,11]]; [[2Samuel 22#s16 |22,16]] (dies sicher nicht &amp;quot;Schnauben seiner Nase&amp;quot;, s. V. 11.15); [[1Könige 18#s45 |1Kön 18,45]]; [[1Könige 19#s11 |19,11]] (!) u.ö.)&amp;lt;/small&amp;gt;; auch als Maskulinum heißt es nicht einheitlich &amp;quot;Wind&amp;quot; &amp;lt;small&amp;gt;(s. [[Psalm 51#s12 |Ps 51,12]]; ([[Ijob 4#s15 |Ijob 4,15]]); [[Ijob 20#s3 |20,3]]; [[Koheleth 3#s19 |Pred 3,19]]; [[Jesaja 57#s16 |Jes 57,16]])&amp;lt;/small&amp;gt; - es existiert einfach kein Zhg. zw. Genus und Bedeutung von &#039;&#039;rwch&#039;&#039;. Ich weiß nicht wie sie darauf kommt; irgendwas muss sie da durcheinander gehaut haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(3) Dann fährt sie fort: &amp;lt;code&amp;gt;Das Verb, das vom Flattern eines Vogels ausgesagt werden kann (vgl. Dtn 32.11), zeigt eine starke Bewegung. Die auch früher vorgeschlagene Übersetzung mit „brüten“ schließt sich von daher aus. Die Bedeutung von {{hebr}}רוח{{hebr ende}} rûaḥ lässt sich nur im Kontext bestimmen.&amp;lt;/code&amp;gt; - Das ist richtig, und also ist der kontextuelle Indikator Nr. 1, dass {{hebr}}רוח{{hebr ende}} hier vereinbar sein muss mit einem Verb, das eine starke Bewegung ausdrückt. Das ignoriert sie dann aber einfach und übersetzt im Folgenden mit &amp;quot;schwebte&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(4) Das sind ihre Ausgangspunkte, und &#039;&#039;daraus&#039;&#039; leitet sie dann ab, dass &amp;lt;code&amp;gt;doch alles für die Übersetzung mit Gottes Geist / Schöpferkraft [spricht]&amp;lt;/code&amp;gt;. Ich frage mich, woraus sie das denn ableiten will - im Vorfeld fiel doch überhaupt kein Argument, das dahin weisen würde?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(5) Sie stützt das dann aber nachträglich mit ihrer Strukturierung von Vv. 1.2: 2a ist für sie eine Parenthese zwischen V. 1 und V. 2b. Aber das ist ja gerade die zu diskutierende Frage, und selbst wenn ich zugeben würde, dass die Struktur der drei Teilsätze so ist (wofür sie keine Argumente bringt! Stattdessen sagt sie: &amp;quot;Ich strukturiere das mal so.&amp;quot;) und wenn ich weiterhin zugeben würde, dass {{hebr}}אלהים{{hebr ende}} hier notwendig für &amp;quot;Gott&amp;quot; stehen müsse, folgt daraus, dass im ersten und dritten Satz {{hebr}}אלהים{{hebr ende}} steht, ja noch lange nicht, dass &#039;&#039;deswegen&#039;&#039; {{hebr}}רוח{{hebr ende}} hier für die &amp;lt;code&amp;gt;potenziert vorgestellte Schöpferkraft Gottes&amp;lt;/code&amp;gt; steht. Zwischen diesen beiden Aussagen gibt es keine logische Verknüpfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(6) Aber auch da bleibt sie nicht stehen, sondern sie fährt fort und zieht das Fazit: &amp;lt;code&amp;gt;Die Entscheidung für einen einzelnen deutschen Begriff ist natürlich zwiespältig, hört doch der semitische Mensch alles mit: Wind / Atem Gottes, seine Schöpferkraft und Vitalität, Energie, auch Gottes beschützende Lebensmacht...&amp;lt;/code&amp;gt;, und auch das ist schlicht falsch. Das ist wieder ein &#039;&#039;illegitimate totality transfer&#039;&#039; (Übrigens hat Tyler Williams hierfür ein ganz wunderbares Beispiel gefunden, s. [http://biblical-studies.ca/blog/2007/08/13/how-to-mis-use-hebrew-in-the-name-of-selfish-christianity/ hier], ab 1:01): Dass deshalb, weil ein Wort mehrere Bedeutungen hat, ein muttersprachlicher Leser in einem Text, in dem dieses Wort vorkommt, alle Bedeutungen mitlesen würde, ist rezeptionspsychologisch gesehen unhaltbar. Bei einem gewöhnlichen Leseakt wird im Leser eine der vielen theoretisch möglichen Wortbedeutungen aktiviert und die anderen &#039;&#039;ausgeschlossen&#039;&#039;. Dass mehrere Wortbedeutungen gleichzeitig aktiv bleiben, &#039;&#039;gibt&#039;&#039; es im Normalfall einfach nicht, das ist rezeptionspsychologisch ganz unbezweifelbar erwiesen und das ist ja gerade der Gag beim Janus-parallelismus. Es gibt sogar Studien, die untersuchen, wie viele Millisekunden ein Leser für so eine Bedeutungszuweisung braucht (aber ich habe noch keine davon gelesen). James Barr wars, der diese Erkenntnis 1961 in die Bibelexegese eingebracht hat - und dass sich solche Aussagen wie die obige dennoch - über 50 Jahre danach! - immer noch so häufig in der Exegese finden, ist eigentlich traurig. However: Das &amp;lt;code&amp;gt;der semitische Mensch doch alles mithört: Wind / Atem Gottes, seine Schöpferkraft und Vitalität, Energie, auch Gottes beschützende Lebensmacht...&amp;lt;/code&amp;gt; ist eine exegetische Fantasterei, mehr nicht. (Das soll keine Polemik sein, sondern das ist wirklich so).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenham sagt dann ja auch was anderes als Schüngel-Straumann: Er sagt nicht, dass das Wort hier gleichzeitig alle Bedeutungen hat, sondern dass eine endgültige Entscheidung zwischen den Wortbedeutungen hier unmöglich ist, insgesamt aber mehr für &amp;quot;Wind&amp;quot; als &amp;quot;Geist&amp;quot; spricht: &amp;lt;code&amp;gt;It is impossible to make a firm choice between “wind,” “breath,” and “spirit” as translations of {{hebr}}רוח{{hebr ende}} in this case, but the verb “hovering,” used in conjunction with it, does perhaps fit “wind” better than either “spirit” or “breath.”&amp;lt;/code&amp;gt; - und das ist ja auch ungefähr, was wir aktuell stehen haben. &#039;&#039;Hiervon&#039;&#039; ausgehend spricht aber nichts für eine mehrdeutige Übertragung. Übrigens sind mir jetzt einige Stellen aufgefallen, die JHWH ansprechen und von &amp;quot;deinem Sturm&amp;quot; sprechen - das ist eine ganz ähnliche Formulierung wie an unserer Stelle der &amp;quot;Sturm Gottes&amp;quot;, in der &#039;&#039;über&#039;&#039; Gott gesprochen wird. Und ich habe [http://books.google.de/books?id=9XFeKX1w50sC&amp;amp;lpg=PA41&amp;amp;ots=42FI78-F69&amp;amp;dq=%22Gen%201%3A2%22%20%2B%20%22the%20wind%20of%20God%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA41#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false eine faszinierende Stelle im Midrasch Tanḥuma] gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles spricht natürlich noch nicht gegen den Übersetzungsvorschlag „Schöpfungskraft“ an sich, denn den leitet sie ja nicht aus Gen 1,2 ab, sondern aus Ps 104. Ps 104 habe ich nicht gründlich genug ausgelegt, um mir hier wirklich ein Urteil zuzutrauen, aber wenn diese Übersetzung tatsächlich zur Verfügung stünde, würde ich dennoch für Gen 1,2 sagen: Gegen eine Übersetzung mit &amp;quot;Schöpfungskraft&amp;quot; spricht ebenso wie gegen &amp;quot;Geist&amp;quot; das &#039;&#039;merachepeth&#039;&#039; und außerdem die Tatsache, dass es eine Sondermeinung ist. Ich meine, das reicht als Gegenargument; ansonsten müssten wir uns Ps 104 noch mal genauer ansehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Wind Gottes stürmte&amp;quot; ist schon eine Kompromisslösung - ich hätte gehofft, dass wir das jetzt wenigstens vorerst mal so stehen lassen könnten, wenn nicht neue Argumente in die Diskussion eingebracht werden. Sonst blockiert das (1) den Status von Gen 1 und (2) unsere Zeit, die wir in andere Kapitel stecken könnten (an dieser Antwort war ich jetzt wieder 2 h gesessen). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:34, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, dass du dir trotzdem nochmal die Zeit genommen hast. So eine ausführliche Antwort hätte ich nicht erwartet! Ich habe mich auch deshalb nochmal gemeldet, weil ich der Meinung bin, dass man gerade Gen 1 in aller Gründlichkeit diskutieren sollte. (Deshalb solltest du dich schonmal darauf gefasst machen, dass ich mir deine Argumentation zur tohu wabohu durchlese und gegebenenfalls nachfrage.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist aber sehr hilfreich, dass du die linguistischen Aspekte nochmal beleuchtest. Ich kenne Barr natürlich und habe 2013 in einer Hausaufgabe z.B. auch schon mal einen Sammelband von Bernd Janowski wegen linguistischer Probleme zerpflückt, hätte aber nicht erwartet, dass es gar nicht möglich ist, dass eine solche Ambiguität bestehen kann. (Die von dir kritisierte Aussage ist aber natürlich unhaltbar, da gebe ich dir völlig recht. &amp;quot;Alles&amp;quot; schwingt niemals mit.) Mit etwas Nachdenken würden uns sicherlich im Deutschen Wortspiele einfallen, die gezielt doppeldeutig sind; im Hebräischen hätte ich das auch für möglich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Hinsicht wäre jetzt vielleicht noch ein Einvernehmen zu erreichen, ob wir die Ambiguität in der Studienfassung im Fließtext transportieren wollen oder nicht. Mein Vorschlag war als Anregung gedacht, nicht als Diktat. Wenn du das fachlich wirklich unangemessen findest, beuge ich mich gerne deinem Urteil. Vermeiden möchte ich einen halbgaren Kompromiss in der Übersetzung; ich möchte eine solide, gut argumentierte Lösung, und wenn es (wie hier) Jahre dauert, dann sei es so. Das ist der Fluch der Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Wind Gottes stürmte&amp;quot; klingt nach meinem Empfinden aber doch noch etwas halbgar. Mein Einwand gegen das Verb: Ich würde &amp;quot;stürmen&amp;quot; mit spezifischem Subjekt für stilistisch unsauber halten. Mit &amp;quot;stürmen&amp;quot; funktioniert m.M.n. nach nur das Subjekt &amp;quot;es&amp;quot;. ;-) Klingt wortklauberisch, aber wie gesagt: Ich will eine solide Formulierung. Und bei dieser Übersetzung noch mehr als bei anderen kann man auch fragen: Wenn der Wind schon gezielt als &amp;quot;Wind Gottes&amp;quot; qualifiziert ist, würde das nicht eher für eine Übersetzung mit bestimmtem Artikel sprechen? Ich will hier nicht beharren oder resistent wirken, sondern wirklich einfach nur mal alle Möglichkeiten abklopfen. Danke für dein Verständnis! :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:18, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tja, wahrscheinlich gehört das einfach zur Bibelübersetzung dazu, dass man theoretisch ewig diskutieren könnte. Ich frage mich, wie das Übersetzungs-komitees von kommerziellen Bibeln machen; Gen 1,1-3 ist ja beileibe nicht die einzige Crux. Die machen garantiert auch irgendwann einen Cut, und ich beschließe jetzt für mich, dass ich den hier auch mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;unhaltbar&amp;quot;: Wie gesagt: &amp;quot;Normalerweise&amp;quot;. In der modernen und v.a. postmodernen Poesie werden ja häufiger bewusst solche Mehrdeutigkeiten eingebaut, und auch in der neueren Exegese ist es gerade ein bisschen en vogue, solche Ambiguitäten auch in der Bibel aufzuweisen &amp;lt;small&amp;gt;(Aaron hat z.B. 2001 ein Buch darüber geschrieben: &amp;quot;Biblical Ambiguities. Metaphor, Semantics and Divine Imagery&amp;quot; (in der es aber v.a. um die Ambiguität zwischen wörtlicher und metaphorischer Bedeutung geht). Oder Olaf stürzt sich ja bei seiner Jes 53-Auslegung v.a. auf Clines und Schmidt, die auch das Gottesknechtslied als bewusst mehrdeutig gedichteten Text lesen)&amp;lt;/small&amp;gt;. Aber sicher ist: (1) Solche Mehrdeutigkeiten sind auch in der Bibel mindestens selten und (2) deshalb sollte man nur die Stellen als ambig &#039;&#039;interpretieren&#039;&#039;, bei denen deutliche Gründe zur Annahme bestehen, dass davon auszugehen ist, dass der Autor &#039;&#039;bewusst diese Ambiguität eingebaut hat&#039;&#039;. Schüngel-Straumanns Argumente sind für mich keine deutlichen Gründe zu dieser Annahme (s.o.); Wenham sagt das überhaupt nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu &#039;&#039;&#039;Wind stürmte&#039;&#039;&#039;: s. [https://www.google.de/search?q=%22Wind+st%C3%BCrmte%22&amp;amp;oq=%22Wind+st%C3%BCrmte%22&amp;amp;aqs=chrome..69i57j0l5.3074j0j4&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;es_sm=122&amp;amp;ie=UTF-8 hier]; 1800 Ergebnisse bei google. Zu &amp;quot;ein Wind&amp;quot; vs. &amp;quot;der Wind&amp;quot; kann ich nur sagen, dass rein sprachlich betrachtet die Tatsache, dass das hier ein Genitiv ist, ganz unabhängig davon ist, ob das als determiniert oder nicht determiniert aufzufassen ist (aber das weißt du ja selber und hast du ja auch selber schon geschrieben). Und dass die Tatsache, dass im abs. danach &amp;quot;Gott&amp;quot; kommt, auch ohne Einfluss darauf ist. Wir können z.B. über &amp;quot;Ein Buch von Olaf&amp;quot; sprechen und damit allgemein eines der Bücher Olafs meinen, oder über &amp;quot;das Buch von Olaf&amp;quot; und damit ein bestimmtes meinen - dass es jeweils &amp;quot;Olafs&amp;quot; Buch ist, macht keinen Unterschied. Und ich kann sagen, dass von den mir gerade zugänglichen Übersetzungen, die so übersetzen, nur Good und Wenham determiniert übersetzen: Good: &amp;quot;Elohims wind&amp;quot;; Wenham: &amp;quot;the Wind of God&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dagegen: Bandstra: &amp;quot;a wind of deity&amp;quot;; Drouot et. al: &amp;quot;un vent de Dieu&amp;quot;; Merlo: &amp;quot;un vento di Dio&amp;quot;;  GNB: &amp;quot;a wind from God&amp;quot;; JPS: &amp;quot;a wind from God&amp;quot;; NAB: &amp;quot;a wind of God&amp;quot;; NJB: &amp;quot;a divine wind&amp;quot;; NRSV: &amp;quot;a wind from God&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Westermann verwirrt mich: &amp;quot;Gottessturm bewegte sich&amp;quot; - vielleicht sollte mit dieser Formulierung v.a. diese Schwierigkeit umgangen werden. Dafür ist es nicht schön. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Wie ich jetzt sehe, übersetzen die [http://www.jw.org/de/publikationen/bibel/nwt/bibelbuecher/1-mose/1/ Zeugen Jehovas]: &amp;quot;Gottes wirksame Kraft&amp;quot;. Ob Schüngel-Straumann die Übersetzung wohl kennt? BigS hat &amp;quot;Geistkraft&amp;quot; - was immer das sein soll - und VOLX übersetzt &amp;quot;Gottes Geist, seine besondere Kraft&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wieder 3h mit Gen 1,2 verbracht... :/&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:45, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber: Argumentiere bei Stilfragen nie mit Google-Ergebnissen. ;-) Ein Wind stürmt nicht, das kann nur ein Sturm. Ein Wind kann dann auch nur wehen o.ä. ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Beispiel mit Olafs Buch weiterzudenken: Sagen wir aber (ziemlich analog zu unserer Stelle) &amp;quot;Olafs Buch&amp;quot;, ensteht doch der Eindruck, dass es ein bestimmtes ist. Das hat dieser qualifizierende (?) Genitiv eben so an sich. Es hängt auch davon ab, wie der Genitiv angeordnet ist, welche Assoziationen er weckt. &amp;quot;Geist Gottes&amp;quot; klingt z.B. bestimmt. &amp;quot;Göttlicher Wind&amp;quot; wäre in dieser Hinsicht dagegen unbelegt (ohne dass ich das jetzt als Alternative vorschlagen möchte). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:06, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen habe ich auch Good&#039;s &amp;quot;Elohim&#039;s wind&amp;quot; unter &amp;quot;bestimmt&amp;quot; gelistet. Das liegt daran, dass in dieser Konstruktion &amp;quot;Gottes&amp;quot; bzw. &amp;quot;Elohim&#039;s&amp;quot; den bestimmten Artikel ersetzt; man kann das daher gar nicht mehr mit einem Artikel versehen: &amp;quot;*Ein Gottes Wind&amp;quot;, &amp;quot;*Das Olafs Buch&amp;quot;. &amp;quot;Göttlicher Wind&amp;quot; ist in dieser Hinsicht in der Tat gut, sonst aber schlecht, weil in dieser Bestimmung ja der Wind vergöttlicht würde, nicht Gott zugeordnet. Mit der richtigen Bedeutung wäre das &amp;quot;Wind Gottes stürmte&amp;quot; oder Westermanns &amp;quot;Gotteswind stürmte&amp;quot;; beides geht aber im Deutschen schlecht ohne Artikel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau so wenig kann nur ein Sturm stürmen, wie nur ein Koch kochen kann. Aber wenn du google nicht traust, dann vielleicht dem deutschen Verlagswesen (haha, das war ein Witz :) - aber trotzdem, s. [https://www.google.de/search?q=%22Wind+st%C3%BCrmte%22&amp;amp;oq=%22Wind+st%C3%BCrmte%22&amp;amp;aqs=chrome..69i57j0l5.3074j0j4&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;es_sm=122&amp;amp;ie=UTF-8#q=%22Wind+st%C3%BCrmte%22&amp;amp;start=0&amp;amp;tbm=bks&amp;amp;tbs=sbd:1 hier]). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:20, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir diese Diskussion. Natürlich kann man &amp;quot;Wind stürmte&amp;quot; sagen oder schreiben, wenn man das unbedingt möchte, ich habe ja auch gesagt, dass es stilistisch nicht ganz schön ist. Und was spricht eigentlich gegen &amp;quot;fahren&amp;quot; oder &amp;quot;fegen&amp;quot;? :-) Beide sind m.E. poetischer, ausdrucksstärker und stilistisch zumindest besser als ein stürmender Wind. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:27, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiß nicht. Das sind metaphorische Ausdrücke. Deswegen sind sie ja &amp;quot;poetisch&amp;quot;, &amp;quot;ausdrucksstark&amp;quot; und &amp;quot;stilistisch gut&amp;quot; - aber das werden ja recht sicher nicht die Leitwerte der SF, sondern Wörtlichkeit. Aber da will ich keine abschließende Meinung äußern; warten wir die SF-Diskussion ab, k? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:42, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgemacht! Das ist am sinnvollsten! --[[Benutzer:Ben|Ben]] 21:43, 16. Aug. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe folgenden Vorschlag von Maddes8cht mal hierher verschoben, weil er mir hierher zu gehören schien (zuvor stand er unter &amp;quot;alte Diskussion&amp;quot;). Ich hoffe, du hast nichts dagegen, Maddesacht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:24, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Habe die Diskussion im Wesentlichen durchgelesen und empfinde die gegenwärtige Fomulierung immmer noch als mäßigen Kompromiss.&lt;br /&gt;
: Mein Vorschlag statt &amp;quot;schwebte&amp;quot;, &amp;quot;stürmte&amp;quot; &amp;quot;Wehte&amp;quot; oder &amp;quot;fegte&amp;quot; wäre das Wort &amp;quot;&#039;&#039;&#039;wogte&#039;&#039;&#039;&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: und ein göttlicher Sturmwind  &#039;&#039;&#039;wogte&#039;&#039;&#039; über den Fluten.&lt;br /&gt;
: Nach Lesen der Diskussion erscheint mir &amp;quot;schwebte&amp;quot; als zu statisch: Ein Vogel, der übers Wasser schwebt, bewegt sich zwar,  aber auch ein Blatt oder eine Feder, vom Wind getrieben, &amp;quot;schwebt&amp;quot; übers Wasser, und auch ein Ballon oder eine Wolke &amp;quot;schwebt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das &amp;quot;fegen&amp;quot; oder &amp;quot;stürmen&amp;quot; gefällt mir sprachlich nicht und erscheint mir auch nicht wirklich passend im Zusammenhang.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wogen&amp;quot; enthält in jedem Fall die Bewegung , ist aber &amp;quot;unbestimmter&amp;quot; als das &amp;quot;fegen&amp;quot;oder &amp;quot;stürmen&amp;quot;und gefällt mir sprachlich viel besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: --[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 03:54, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hi Maddes8cht!&amp;lt;br /&amp;gt;Du hast dich durch die ganze Diskussion gekämpft? Großen Respekt! Ich habe schon länger überlegt, ob man die nicht vielleicht ein wenig zusammenfassen könnte; hier in die Diskussion einzusteigen, ist wegen der schieren Textmasse ja nur noch sehr schwer möglich.&amp;lt;br /&amp;gt;Zu deinem Vorschlag: Ich denke bei &amp;quot;wogen&amp;quot;, wenn es nicht vom Wasser gesagt wird, an eine langsame, periodische Hin-und-Her-Bewegung. Das &amp;quot;langsam&amp;quot; wäre ein Problem; es kann aber sein, dass mich mein Sprachgefühl da täuscht. Was sagst du? Sagen andere was? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:24, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::: Hallo,&lt;br /&gt;
::: erst mal bin ich begeistert, dass von meinen Vorschlägen gleich mehrere auf Anhieb auf sehr positives Echo stoßen. Das ist für mich als eigentlich fachfremden ziemlich eindrucksvoll. Ich kann wie gesagt vor allem über mein Sprachgefühl argumentieren, daher:&lt;br /&gt;
::: Ich empfinde jedenfalls &amp;quot;schweben&amp;quot; in keinem Fall als &amp;quot;schneller&amp;quot; als &amp;quot;Wogen&amp;quot;. Meine Assoziationen zu den im Spiel befindlichen Begriffen:&lt;br /&gt;
::: Wogen ist nicht unbedingt &amp;quot;langsam&amp;quot;, aber jedenfalls nicht überwiegend &amp;quot;schnell&amp;quot;. Wogen ist vor allem &amp;quot;machtvoll&amp;quot;, in einem Sinn, dass da nichts leichtgewichtiges passiert wie beim schweben. Bei wogendem Wasser werden enorme Massen bewegt. Das kann auf gewisse Art etwas langsam erscheinendes haben, dennoch ist in kürzester Zeit eine geradezu unbändige Menge an Bewegung damit verbunden.&lt;br /&gt;
::: Wogen ist nach meinem Verständnis nicht unbedingt &amp;quot;langsamer&amp;quot; als stürmen, sondern vor allem ruhiger/gleichmäßiger. &lt;br /&gt;
::: Mit &amp;quot;stürmen&amp;quot; verbinde ich zudem etwas latent zerstörerisches oder gewalttätiges. Ich glaube, das ist es, das mich am meisten an der Verwendung von &amp;quot;stürmen&amp;quot; irritiert.&lt;br /&gt;
::: schweben empfinde ich als etwas geradezu statisches. Es hat mir in verschiedenen Übersetzungen zwar immer gefallen, aber nach der Diskussion, wie der Begriff wohl gemeint sein müsste, empfinde ich ihn eher unpassend.&lt;br /&gt;
::: Die Buber-Rosenzweig Übersetzung schreibt &amp;quot;Finsternis über Urwirbels Antlitz. Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::: Er verwendet &amp;quot;schwingend&amp;quot;. Auch ein interessantes Wort, das ich als inhaltlich sehr verwandt mit &amp;quot;wogen&amp;quot; sehe: beide haben diese periodische Bewegung. Wogen assoziiert dabei mehr mit etwas flüssigem. Aber es ist ja nicht Gott, der da &amp;quot;flüssig&amp;quot; wäre, sondern Gott schwingt/wogt/stürmt/schwebt über den Wassern.&lt;br /&gt;
::: Intuitiv neige ich dazu, &amp;quot;wogen&amp;quot; für passender zu halten als &amp;quot;schwingen&amp;quot;, vielleicht auch, weil es meine Idee war und schwingen eben von Buber ;), oder eben wegen dem Gedanken des &amp;quot;machtvollen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
::: Über Ruach Elohim wurde schon viel gesagt. Beim jetzigen überlegen angesichts Bubers &amp;quot;Braus Gottes&amp;quot; fällt mir ein:&lt;br /&gt;
::: Windrausch Gottes oder göttlicher Windrausch. &amp;quot;ruach&amp;quot; hat etwas lautmalerisches als Wort für einen Wind oder Sturm, das durch &amp;quot;rauschen&amp;quot; sehr gut wiedergespiegelt wird - wenn nicht sogar von diesem Wort abgeleitet, so ähnlich wie es klingt. Man könnte &amp;quot;Rausch Gottes&amp;quot; fast alleine vorschlagen, hätte Rausch nicht den zusätzlichen Anklang von Alkoholisiert.&lt;br /&gt;
:::--[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 23:28, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Hi Maddes8cht,&amp;lt;br /&amp;gt;Gell? Das finde ich auch so schön an der Offenen Bibel - die Möglichkeit zum Austausch und die Tatsache, dass sich Menschen mit ganz unterschiedliche Talenten gegenseitig befruchten können.&amp;lt;br /&amp;gt;Zu &amp;quot;Wogen&amp;quot; wäre ich sehr froh, wenn jemand anderes was dazu sagen könnte; ich fürchte, mein Sprachgefühl täuscht mich da. Wenn ich über &amp;quot;Wogen&amp;quot; nachdenke, habe ich immer (1) Eichendorffs &amp;quot;die Ähren wogten sacht&amp;quot; und (2) das &amp;quot;wogende Wellen wiegen ihn&amp;quot; aus dem Kinderlied &amp;quot;Mobo Djudju&amp;quot; im Ohr :) Vielleicht ist das der Grund, warum ich da immer Langsamkeit mithöre.&amp;lt;br /&amp;gt;Bei &amp;quot;Windrausch&amp;quot; (ebenso wie &amp;quot;Braus&amp;quot;) glaube ich, dass &amp;quot;der Rausch&amp;quot; statt &amp;quot;das Rauschen&amp;quot; eher für einen &amp;quot;Wind&#039;&#039;stoß&#039;&#039;&amp;quot; als für kontinuierlichen Winden verwendet würde, bei &amp;quot;Windrauschen&amp;quot; (und ebenso &amp;quot;Braus&amp;quot;) scheint mir die akustische Komponente stärker betont zu sein als die schlechthinnige Tatsache des Windens (&amp;quot;Schlechthinnig&amp;quot; - das wollte ich schon immer mal schreiben, seit ich Heidegger gelesen habe :) ). Oder? Was sagst du? Übrigens würde ich das dann aber eher als einen Vorschlag für die Lesefassung empfinden; bei einer SF ziehe ich gerne das schlichtmöglichste Wort vor, damit sich ein LF-Übersetzer bei der Übersetzung nicht durch ein zu spezifisches Wort gebunden fühlt. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 08:49, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Ich kann Deine Gedanken zu &amp;quot;wogen&amp;quot; ganz gut nachvollziehen, da ist was dran. Insofern ist mein Vorschlag natürlich auch eine Frage an die Fachleute, ob oder wie gut es das originalwort denn trifft. Je nachdem wäre Bubers &amp;quot;schwingen&amp;quot; die bessere Alternative, aber dieses &amp;quot;regelmäßige&amp;quot; scheint ja im Ursprungswort ein bisschen enthalten zu sein, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich würde also auch darauf warten, was andere dazu sagen. &lt;br /&gt;
::::: Dass Windrausch mehr ein WIndstoß oder eine Böe sein sollte, kann ich so nicht nachvollziehen - jedenfalls für mich ist das im Wort eher nicht enthalten, ist doch grade rauschen etwas eher gleichmäßiges, bestenfalls an-und wieder abschwellendes, aber insgesamt grade eher das stetige daran. Sowas kann natürlich auch immer von regional unterschiedlichen Gewichtungen solcher Wörter abhängen (ich bin aus dem Südwesten Deutschlands).&lt;br /&gt;
::::: Bzgl. dem, was in der SF und der LF stehen soll: Ich hätte angenommen, dass die SF möglichst umfangreich alle denkbaren &amp;quot;Angebote&amp;quot; an die LF enthalten sollte? Oder sehe ich das falsch? &lt;br /&gt;
:::::--[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::Hi, Maddes8cht,&amp;lt;br /&amp;gt;Bist du dann wohl gar ein Franke?&amp;lt;br /&amp;gt;Dass irgendwo die Rede vom &amp;quot;Regelmäßigen&amp;quot; war, wäre mir entgangen (aber wenn das so ist, hättest du das wahrscheinlich aus &amp;quot;Flattern&amp;quot; und &amp;quot;Zittern&amp;quot; in der FN herausgelesen).&amp;lt;br /&amp;gt;Nur eben noch schnell zur SF-Frage: Das wird ein bisschen unterschiedlich gehandhabt. Ich mache es mittlerweile so, dass ich nur noch bei unterschiedlichen möglichen &#039;&#039;Deutungen&#039;&#039; eine Alternative setze. Erstens, weil nach einem gewissen Maß an Exegese schon damit die SF unübersichtlich genug wird, zweitens, weil sonst ja der SF-Übersetzer sämtliche Denkarbeit eines LF-Übersetzers mitübernehmen müsste - und damit wäre der klare Vorteil der Offenen Bibel, dass Menschen mit us. Kompetenzen das machen können, was ihren Kompetenzen am besten entspricht, wieder zunichte. Es gibt aber auch Übersetzer, die in der Tat zu jeden Substantiv eine ganze Reihe von Synonymen als Alternativen setzen. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:02, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Nein, Badener. Regelmäßig hab ich u.a.aus dem was Du erwähnst, aber auch aus &amp;quot;(schnelles) hin und her&amp;quot; &lt;br /&gt;
::::::: Ich frag mich natürlich auch ein bessele, ab wann man es sich &amp;quot;erlauben&amp;quot; kann, tatsächlich in der SF herumzueditieren - oder gar in der LF. Da die LF ohnehin auf &amp;quot;folgt später&amp;quot; steht, könnte man natürlich denken, dass es wenig ausmacht, da einfach mal was drin zu ändern. So, wie es jetzt dort steht, ist es schon mal ohnehin kein Konsens mit dem, was hier diskutiert wird, also insbes. der Anfang, so dass ich mich frage, ob ich einfach mal den Anfang mit einer in meinen Augen &amp;quot;guten&amp;quot; Version, die mit der Diskussion weitgehend übereinstimmt, ersetzen kann, oder ob ich damit Leuten auf den Fuß trete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: --[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 22:25, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::: Uh, ab jetzt wirds schwer, die Einrück-doppelpunkte zu zählen.&amp;lt;br /&amp;gt;Hallo, du Badener! Obwohl wir Franken meines Wissens die Badener ja nicht so mögen dürfen, kann das sein?&amp;lt;br /&amp;gt;In der LF könntest du gerade relativ problemlos editieren, solange es nicht einem etwaigen Konsens auf der Diskussionsseite hier widerspricht (z.B. solltest du nicht &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; wieder nach &amp;quot;Welt&amp;quot; ändern, weil sich da zu viele gegen ausgesprochen haben. Dafür müsstest du idealiter erst die Diskussion zu diesem Punkt wieder eröffnen. Eine kleine Orientierungshilfe zu dieser Frage findest du übrigens am Ende [http://offene-bibel.de/wiki/Einf%C3%BChrung#Eigenschaften_einer_guten_Studienfassung dieses Abschnittes] in der Einführung). Bei der SF wäre es lieb, wenn du erst mal hier posten könntest, womit konkret du jetzt einfach mal den Anfang machen würdest - einfach nur, weil ich wahrscheinlich besser im Blick habe, was schon alles dazu diskutiert worden ist auf dieser wunderbar unübersichtlichen Seite. (Aber heute werde ich vermutlich nicht noch mal reinschauen; bin jetzt ein bisschen kaputt.)&amp;lt;br /&amp;gt;Liebe Grüße und eine gute Nacht, --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 23:22, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::::: Ach weißt Du, wir Badener sind so sonnige gemüter (von der Sonne verwöhnt) uns kann man nur mögen.&lt;br /&gt;
::::::::: Und solange Du nicht ausgerechnet ein Schwabe bist, ist für einen Badener alles in Ordnung.&lt;br /&gt;
::::::::: ;)&lt;br /&gt;
::::::::: Die Doppelpunkte kopier ich mir übrigens und füge dann einen hinzu, ich fauler Strick ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====alte Diskussion====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache gerade einen Kommentarabgleich und habe hier G.V.Rad und Westermann vorliegen. Hat zufällig jemand einen neueren Kommentar und kann mir sagen, ob der Gottessturm, der über die Urflut zittert auch in neueren Kommentaren vorkommt und präferiert wird? Bis jetzt halte ich das für ganz plausibel. Im Übrigen wird in beiden Kommentaren gesagt, dass das &amp;quot;Brüten&amp;quot; lange vertreten wurde, aber mittlerweile überholt sei. Der dritte Kommentar (und genau diese Frage) ist der einzige Punkt der mMn zum nächsthöheren Status und zur Lesefassung fehlt. /cc @Ben und Achim --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 19:30, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben den Kommentar von Gordon J. Wenham (WBC, 1987). Ich bin aber noch nicht dazu gekommen,u ihn auszuwerten für Gen 1. Bei Vers 2 betrifft das nicht nur die von Wolfgang angesprochene Frage, sondern auch den Satzbau. Der Zusammenhang von Vers 1 und Vers 2 wird schließlich sehr unterschiedlich gedeutet. Da diese zentrale Frage bisher noch nicht einmal ansatzweise im Blick ist, bin ich mir unsicher, ob der Status „erfüllt die meisten Kriterien“ tatsächlich bereits angemessen ist. Zumindest bräuchte es eine vollständigere Übersicht oben auf der Seite, was genau noch fehlt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:02, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde mich dir (Wolfgang) in Sachen „Brüten“ anschließen! Nur hab ich das in der Fußnote nicht ausdrücklich gesagt. Dass es am Ende nur noch als weitere Möglichkeit angeführt wurde, sollte das aber andeuten. Fühl dich frei, das auch abgesehen von deiner bisherigen Ergänzung noch abzurunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist ja heute allgemein davon abgekommen, zu viele Bedeutungen von verwandten semitischen Wurzeln abzuleiten. (Inzwischen hat man mit dem Ugaritischen auch eine näher verwandte Sprache mit vielen Textbeispielen, die bessere Schlüsse zulässt.) Von daher würde ich auf eine Herleitung vom Syrischen nicht allzu viel geben. (V. Rad ist ja nach deiner Zusammenfassung eher aus interpretatorischen Gründen dagegen.) Waltke ist leider in Kap 1 nicht sehr ausführlich und geht auf die Frage nicht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gottessturm: Ich habe Waltke (2001), der Folgendes schreibt:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Spirit of God [rûaḥ ʾelōhîm]. Since the word rendered “Spirit” (rûaḥ) can also mean “wind,”24 some argue that this should be translated “wind of God” or “mighty wind.” A good case can be made for either “Spirit” or “wind.” In the re-creation after the Flood, God again sends a rûaḥ—there clearly a wind—over the waters (8:1). Here, however, the rûaḥ is modified by ʾelōhîm, which in the rest of this chapter always means “God,” not “mighty.” Thus, Spirit better fits the context.25 Hovering eaglelike over the primordial abyss, the almighty Spirit prepares the earth for human habitation.&amp;quot; (Die Fußnoten sind nicht wichtig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was argumentieren denn Westermann und v. Rad genau? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/details/quelle/WIBI/referenz/19184 Wikilex-Artikel zu Ruach] diskutiert die Übersetzungsfrage in Gen 1,2 sehr ausführlich und kommt zu dem Schluss, dass hier mehrere Bedeutungen gleichzeitig im Blick sind. Gordon C. Wenham (WBC, 1987, S. 2.14–15) argumentiert ähnlich. Er grenzt sich sowohl von „Spirit of God“ als auch von „a mighty wind“ ab und verwendet die Übersetzung „the Wind of God hovered“. Mindestens für die deutsche Sprache schließe ich mich der Deutung an, dass ein alternativloses „Gottes Geist“ wichtige Aspekte des hebräischen Textes unübersetzt lässt. Wenn wir sowohl die theologische Dimension als auch die Bedeutung Wind/Atem im Blick haben wollen, dann sollten wir darum z.B. „Gottes Lebensatem (Gottes Geist, Gottessturm, starker Wind) schwebte (zitterte, bewegte sich, brütete)” übersetzen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:37, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Ben: Bei Deiner letzten Bearbeitung hast Du das meiste von meinem vorangehenden Kommentar gelöscht. Ich habe es jetzt alles wiederhergestellt und dabei sprachlich inhaltlich verbessert. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 22:50, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tut mir wirklich Leid. Ich hatte mehrmals geprüft, ob ich alles erfasst hatte. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olaf, dein Link funktioniert wohl nur, wenn man schon auf der Seite ist. In mehreren Browsern hat dieser hier funktioniert: [http://www.bibelwissenschaft.de/nc/wibilex/das-bibellexikon/details/quelle/WIBI/zeichen/g/referenz/19184/cache/31ccfd3ab7b42b9872d7063cf52586b6/#h16 Artikel „Geist (AT)“] Aber dort scheint der Autor ja vor allem in Richtung „Gottes Geist bzw. Schöpferkraft“ zu tendieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Obwohl die Diskussion hierzu noch nicht abgeschlossen ist (so Tengström, 405) – vielleicht ist sie auch gar nicht abzuschließen –, spricht doch alles für die Übersetzung mit Gottes Geist / Schöpferkraft.&amp;quot;--[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:54, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Ben: v.Rad bindet das in die mir plausibel vorkommende These ein, dass Vers 2 komplett das Chaos beschreibt, inkl. &amp;quot;großer Sturm&amp;quot;. Denn jegliche Übersetzung durch Gottes Geist in Verbindung mit Schweben würde schon eine direkte Vorbereitung auf Schöpfung/Ordnung sein. Das sagt Westermann ebenfalls, führt weiterhin an, dass mit einer anderen Deutung der 3. Satz des zweiten Verses von den anderen beiden getrennt würde und ihm eine irgendwie geartete positive Wirkung Gottes gegen das Chaos zuschreiben würden. Zudem verweist er auf die beiden anderen Stellen (Jer 23,9 und Dtn 32,11 &amp;quot;zitternd/flattern schweben&amp;quot; o.ä.). Zusätzlich kommt hinzu, dass LXX und Vulgata das Verb mit einer Bewegung assoziieren. Weiter: wenn man dann Geist Gottes übersetzt, kann es aber nur &amp;quot;Schweben sein&amp;quot;, wohingegen die eigentlich zitternde/vibrierende Bewegung eben nur der Wind sein kann. Soweit in Kürze (hatte nur gestern für Gen 1 eingeplant und mit weniger Reaktion gerechnet;)). --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 14:52, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Wolfgang: Da die Verse vorher und hinterher das Wort &#039;&#039;Elohim&#039;&#039; in der Bedeutung &#039;&#039;Gott&#039;&#039; verwenden, finde ich es problematisch, es hier plötzlich anders zu übersetzen. Wenn der hebräische Text keine Assoziation mit Gott hätte haben wollen, dann hätte es jede Menge Ausweichformulierungen gegeben. Wir sollten also davon ausgehen, dass hier bewusst ein Wort gewählt wurde, dass fast immer die Bedeutung &#039;&#039;Gott&#039;&#039; hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Ben: Dein Link geht auf den richtigen Artikel. Wichtig ist für mich vor allem, dass sich der WibiLex-Artikel nicht für „Geist“ als einziges Wort entscheidet, sondern gezielt die Kombination „Geist / Lebenskraft“ entscheidet und dies begründet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Die Entscheidung für einen einzelnen deutschen Begriff ist natürlich zwiespältig, hört doch der semitische Mensch alles mit: Wind / Atem Gottes, seine Schöpferkraft und Vitalität, Energie, auch Gottes beschützende Lebensmacht, die am Anfang, vor Beginn der einzelnen Werke, als geballte Bereitschaft zur Aktivität in Erscheinung tritt. Sie ist die positive Antriebskraft für alles Leben, die in den folgenden Einzelwerken dann in Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:33, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Olaf: Da hast du was falsch verstanden, ich rezipiere hier die Argumentation von v.Rad und Westermann für Ben, der danach gefragt hat. Aber auch die beiden sagen nicht gegen eine Übersetzung von Elohim als Gott - nur übersetzen sie beide statt Geist Gottes Gottessturm. &lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 16:05, 28. Mai 2012 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sieht es so aus, als sind wir bei Elohim einer Meinung. Wenn ich das richtig verstehe, sind die Hauptargumente für &amp;quot;Sturm&amp;quot; der negative Kontext, in den ein Sturm besser passen würde, und die Bedeutung von &amp;quot;schweben&amp;quot;, die auf einen Wind eher passt. Ich schlage vor, dass wir (Sturm) ergänzen, vielleicht eine Fußnote formulieren. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 09:47, 6. Jun. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian hat das „Elohim“ inzwischen abgeändert, obwohl der Konsens hier dagegen war. Ich schlage vor, diese Änderung rückgängig zu machen, zumal Fußnote und und Kommentar keine inhaltliche Antwort auf meine oben angeführten Beobachtungen enthalten. Wenn es dennoch eine gute Widerlegung meiner Position gibt, dann lass ich mich gerne überzeugen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:27, 25. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt, mit dem Konsens habe ich gebrochen, wenn er denn tatsächlich bestanden hat (Wolfgang z.B. hat ja explizit zurückgewiesen, dass das, was er oben geschrieben hat, seine Meinung ist. Was seine Meinung ist, weiß ich nicht - Wolfgang?). Wie ist das denn eigentlich? Wie hoch gewichtest du denn einen vorläufigen Konsens auf der Diskussionsseite? Wirklich höher als Stimmen aus der Forschung? Oder hab ich dich da jetzt falsch verstanden?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Egal; zur Sache: Das war einer der Fälle, bei dem ich den Eindruck hatte, die Exegeten höher gewichten zu müssen als dich und Ben. Ein Teil der Argumente, der in der Forschung wiederholt gegen die Deutung von &#039;&#039;elohim&#039;&#039; als &amp;quot;Gottes&amp;quot; vorgebracht worden ist, steht ja sogar schon hier auf der Diskussionsseite - nämlich der Kontext, in dem die beiden Wörter stehen (=&amp;gt;Chaosschilderung). Das ist eines der meistgenannten Argumente gegen die Deutung als &amp;quot;Gottes&amp;quot;, und dieses Argument ist auch der Grund, aus dem sie zurückgewiesen wird von Albright, Arbez/Weisengoff, Galling, Haag, May, McClellan, Orlinsky, Peters, von Rad, Rechenmacher, Rottzoll, Schmidt, Smith, Soggin, Westermann (s. S. 149 - warum er dann trotzdem als Gottessturm übersetzt, erklärt er gar nicht, wenn ich das richtig sehe); außerdem offenbar schon Ibn Ezra.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das waren mir einfach zu viele mit den selben Argumenten (und besseren Argumenten als denen der Vertreter der Gegenposition), als dass ich da eine Möglichkeit gesehen hätte, deiner Nase zu folgen (öh - das war jetzt falsch, oder? Heißt das so - &amp;quot;Ich hab so ein Gefühl in der Nase?&amp;quot;). Ich glaube ohnehin nicht, dass man dein Argument wirklich als Argument werten kann (obwohl ich auch das schon öfters gelesen hab). Ich glaub, Westermann hat das sogar im diesem Kontext geschrieben: &amp;quot;Niemals darf man Statistik mit Exegese verwechseln&amp;quot;. Dass &#039;&#039;elohim&#039;&#039; superlativisch verwendet werden kann, ist sicher, und dass es in Gen 1 sonst nicht so verwendet wird, kann ein Indiz sein - als Argument lässt es sich aber wohl nicht verwenden (im Jonabuch z.B. hat &#039;&#039;raa&#039;&#039; z.B. auch am Anfang ein paar Mal die Bedeutung &amp;quot;böse&amp;quot;, und dann tauchen auf einmal vier weitere Bedeutungsnuancen auf. Da machte es dann auch keinen Sinn, zu sagen: &amp;quot;Aber bisher hieß es immer was anderes&amp;quot;). Dazu kommt noch (was auch häufig gegen diese Interpretation genannt wird), dass jedes &amp;quot;X Gottes&amp;quot; - sei das nun Geist, Atem oder Wind - in dem Kapitel ganz funktionslos (und offenbar auch parallelenlos) wäre. Dagegen die Rede von einem Sturm am Anfangsstadium der Schöpfung macht vor dem Hintergrund anderer altorientalischer Schöpfungsmythen Sinn (und das steht in der Fußnote). Da bräuchte es schon stärkere Argumente als eine partielle Wortstatistik, bevor ich dem zustimmen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich füg noch ein Zitat aus Soggin an, denn du müsstest ja nicht gegen mich argumentieren, sondern gegen die Exegeten da oben und mich so überzeugen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Soggin 1997, S. 28:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;quot;[...] Vom grammatikalischen Standpunkt aus ist es möglich, sowohl mit &amp;quot;Geist Gottes&amp;quot; als auch mit &amp;quot;ein Wind von Gott&amp;quot; zu übersetzen; doch seine Aufzählung unter den Bestandteilen des Chaos macht eine rein atmosphärische Deutung oder die Bezugnahme auf den Geist Gottes unwahrscheinlich; diese letzte Deutung, die immerhin die traditionelle ist, zwingt den Exegeten, den Ausdruck aus dem chaotischen Zusammenhang herauszulösen, und läßt das Problem offen, wieso die Gegenwart des Geistes Gottes hier überhaupt keine Wirkung verursacht, was im Widerspruch steht zu allen anderen Bibelstellen, in denen er erwähnt wird. [...] Wenn man am Zusammenhang festhält und den &amp;quot;Wind&amp;quot; als chaotisches Element betrachtet, dann hat ´elohîm den besonderen, auch anderswo bezeugten Sinn eines Superlativs [...]. Somit handelt es sich um einen &amp;quot;starken, ungestümen Wind&amp;quot;.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber stimmt schon, das muss noch in die Fußnote rein. Ich füg einfach auch da das Soggin-Zitat ein, ok?&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:38, 25. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Sebastian, danke für die sehr schnelle Antwort, und Entschuldigung für mein langes Zögern beim Schreiben einer Antwort. Die Verzögerung liegt an der folgenden Aussage:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich glaube ohnehin nicht, dass man dein Argument wirklich als Argument werten kann (obwohl ich auch das schon öfters gelesen hab). Ich glaub, Westermann hat das sogar im diesem Kontext geschrieben: &amp;quot;Niemals darf man Statistik mit Exegese verwechseln&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn du tatsächlich der Meinung bist, dass meine Argumente „keine Argumente“ sind, dann fehlt die Basis für ein weiteres Gespräch. Und dann macht es dann auch keinen Sinn, dass ich noch einmal inhaltlich antworte. Dennoch will ich eine Versuxch wagen. Ich verstehe dich so, dass du drei Argumente bringst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;&#039;„Die Exegese“ ist deiner Meinung.&#039;&#039;&#039; Dass das nicht stimmt, kann du selbst sehr einfach sehen, wenn du das von mir oben geschriebene noch einmal liest. Du kannst sagen, dass ein Teil der Exegeten deiner Meinung ist, und ein anderer Teil deiner Meinung widerspricht. (Nebenbemerkung: Sehr viele Exegeten behaupten mehr oder weniger versteckt, nur ihre eigene Meinung lasse sich wissenschaftlich vertreten, oder nur „unwesentliche“ Leute seien anderer Meinung. Nach meiner Beobachtung haben die wirklich guten Exegeten eine solch unredliche Darstellung der Forschungslage weder nötig, noch verfallen sie unbemerkt in dieses Muster. Bitte verbau dir nicht die Schlüssigkeit deiner Argumentation, indem du dich dieser „Tradition“ anschließt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;&#039;Statistik ist kein Argument.&#039;&#039;&#039; Statistik kann zwar sehr wohl Teil einer sorgfältigen exegetischen Analyse sein, und ist besser als linguistische Spekulation. Aber ich habe nie nie von Statistik gesprochen, sondern den unmittelbaren Text-Zusammenhang betrachtet. Das Wort &#039;&#039;Elohim&#039;&#039; kommt in den ersten vier Versen vier mal vor. Dreimal ist eindeutig „Gott“ zu übersetzten. Nur das zweite Mal kommt außerdem auch die elativische Bedeutung in Frage. Um nun zu behaupten, dass ein Leser des Textes die Bedeutung „Gott“ in Vers 2 nicht vor Augen hat, braucht es extrem starke Argumente. Wenn es nun stimmt, dass &#039;&#039;Ruach Elohim&#039;&#039; eine feststehende Wendung ist, dann müsste man zu dem Schluss kommen, dass der Leser die Doppel-Bedeutung „starker Wind“ und „Gottes Wind“ als Wortspiel wahrnimmt und daher inhaltlich so etwas wie „göttlicher Sturm“ hört. Die These einer feststehenden Wendung müsste man aber mit Hilfe einer sauberen Wort-Statistik belegen, weil man den textimmanenten Bezügen sonst auf jeden Fall den Vorrang geben müsste.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;&#039;Chaos kann in Gottes Gegenwart nicht existieren.&#039;&#039;&#039; Dies ist ein dogmatisches Argument, dass sich durch andere Bibelstellen stützen lässt. Bei dieser Art von Argumentation ist höchste Vorsicht geboten, denn die Dogmatik folgt aus der Exegese, und nicht umgekehrt. Der Vergleich mit anderen Bibelstellen ist legitim, aber eine harmonisierende Lesweise der Bibel lehne ich (in Abwesenheit anderer wichtiger Gründe) aus methodischen Gründen ab.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ich zu den beiden anderen Themen auch noch antworte, weiß ich noch nicht. Dort fand ich deine Position überzeugender, weshalb ich mir inhaltlich noch unschlüssig bin. (Abgesehen von dem parallelen Argument der textimmanenten Bezüge bei „Erde“.) Ob es sich für mich lohnt, mich da noch einmal ausführlich „hineinzugraben“, hängt davon ab, welche Chancen ich für eine Diskussion auf Augenhöhe sehe. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:36, 30. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hey,&lt;br /&gt;
ich bin grad im schwarzwald und kann nur mit handy so schreiben,daher erst mal so viel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„1. die exegese ist meiner meinung.” - würd ich niemals behaupten, die mehrheit übersetzt „geist gottes”. Aber ich behaupte, dass es eine große zahl an exegeten gibt, die stets mit ähnlichen argumenten dagegen argumentieren. Die argumente sind das entscheidende;die zahl der vertreter ist zumindest indiz für die stichhaltigkeit dieser argumente. Das totschlagargument dieser exegeten ist i.d.R., dass die, die übersetzen wollen mit wind/geist gottes, bisher noch nicht erklären konnten, was dieser wind/geist gottes denn nun hier soll. Und das gegenargument der wind/geist-gottes-leute ist dann fast stets: sonst heißt elohim hier ja auch immer „gott”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Da müssen wir,glaub ich, gar nicht über sinnhaftigkeit und sinnlosigkeit von statistik an sich diskutieren (ich geb zu,das westermann-zitat war ws. Zu stark in dem zhg.), sondern nur darüber,wie sinnvoll ein solches argument in unserem kontext ist. Denn was du (und wieder,zugegeben,auch viele andere) zu sagen scheinen, ist, dass, wenn ein wort, das X und Y heißen kann und 10x in einem gegebenem kontext vorkommt, in diesem kontext DANN nicht mehr Y heißen kann, wenn schon 9x X bedeutet hat. Das ist aber ja ganz offensichtlich nicht so und das würdest du wohl auch gar nicht sagen wollen. Aber an welchem prinzip sollte denn dann festgemacht werden, dass es hier nicht superlativische bedeutung haben kann, wenn gleichzeitig diese in unserem kontext auch noch mehr sinn machen würde? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ws.  meinst du,dass von einem hebräischen leser automatisch die bedeutung „gottes” wahrgenommen würde, weil vorher schon einmal elohim in dieser bedeutung verwendet wird. Aber auch das ist ja nicht so. Wenn ein deutscher liest „ein läufer lief auf einem läufer, fand dort einen läufer und stellte ihn zurück auf das schachbrett.” - dann weiß der deutsche gleich: 1. bezieht sich auf den sportler, 2. auf den Teppich und 3. auf die Schachfigur. Die selbe Sprachkompetenz wird wohl auch ein hebräischer leser haben. Und da elohim als Superlativ ja nicht ein Wortspiel o.Ä. ist, sondern eine ganz gewöhnliche superlativkonstruktion (wie man im deutschen z.B. „Mordsspaß” auch nicht zuerst rekonstruieren  muss als „ein spaß,, der so groß ist, dass er töten kann” (oder so)), muss man dabei auch nicht davon ausgehen, dass  bei einem heb. Leser bei dieser Bedeutungszuweisung die Bedeutung „Gott” auch nur mitschwang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir einfach ein X vor, das sowohl „Gott” als auch „stark” bedeuten kann, und einen Text, der enthält: „Als X begann, Himmel und Erde zu schaffen, herrschte Finsternis über dem Wasser und ein X Wind brauste über dem Meer.” Aus welchem Grund würdest du da denn dann X einsetzen, wenn bisher noch nicht mal erklärt werden konnte, welchen sinn hier ein „Gotteswind” machen soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo du raus ließt,dass ich (3) für ein sinnvolles Argument halten würde, weiß ich aber wirklich nicht.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 06:05, 1. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stört euch sicher nicht, wenn ich mich doch noch beteilige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Argumentation mit dem Kontext (Argument 2) könnten die folgenden Fragen helfen:&lt;br /&gt;
# Wie gut belegt ist die Bedeutung &amp;quot;stark&amp;quot; für elohim? Ist sie unsicher oder hypothetisch, könnte dies das Argument schon ins Wanken bringen.&lt;br /&gt;
# Welche anderen Formulierungen wären denkbar, und warum sollte der Verfasser ausgerechnet eine so mehrdeutige benutzen, wenn er auch eindeutiger formulieren könnte, wenn er wirklich &amp;quot;starker Wind/Sturm&amp;quot; sagen wollte? Konkret: a) Warum benutzt er keine Adjektiv-Substantiv-Verbindung, sondern eine Constructus-Verbindung? b) Warum z.B. nicht etwas mit gadol o.ä.?&lt;br /&gt;
# Mir fallen nur zwei Situationen ein, in denen eine solche doppeldeutige Referenz klar wäre. Vielleicht findet ihr ja noch mehr.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
a) in einem Kontext mit Spezialvokabular, das auf eine Sonderverwendung hinweist - wie in deinem Schach-Beispiel. Die Referenz auf den Läufer auf dem Läufer wird ja erst dadurch verständlich, dass du am Ende das Schachbrett einführst. Das Lexem &amp;quot;Läufer&amp;quot; wird so in einen Kontext gesetzt, in dem der Referent gegen alle üblichen Konventionen als Bezeichnung einer Schachfigur klar wird. Umgekehrtes Beispiel: Es wäre absurd, ohne Schafkopf-Kontext zu behaupten, dass das Lexem &amp;quot;blau&amp;quot; auch den Referenten &amp;quot;rot&amp;quot; haben kann, nur weil man im Schafkopf die roten Herz-Karten &amp;quot;blau&amp;quot; nennt. Kannst du einen solchen Sonder-Kontext in Gen 1 belegen? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) In einer festen Redewendung, die sonst noch anderswo belegen lässt. Ohne Belege können wir eine feste Redewendung auch nicht nachweisen. Hier wäre eine Wortstudie interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. müsste man erfassen, was der Verfasser mit jeder möglichen Deutung aussagen wollen würde, also erstens mit &amp;quot;Geist Gottes&amp;quot;, zweitens mit &amp;quot;Wind/Sturm Gottes&amp;quot; und drittens mit &amp;quot;starker Wind/Sturm&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Grüße, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 10:02, 1. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Fragen. &lt;br /&gt;
# Nein, die Bedeutung ist nicht umstritten. Also, bestimmt gibts ein paar Exoten, die sie bezweifeln, aber mir ist noch keiner untergekommen, auch nicht unter der X-Gottes-partei.&amp;lt;br /&amp;gt;Aber ich weiß jetzt, glaub ich, woher die Verwirrung kommt. Ihr habt wohl entweder von Rad („{{hebr}}רוּחַ אֱלֹהִים{{hebr ende}} (L: &amp;quot;Geist Gottes&amp;quot;) ist besser mit &amp;quot;Gottessturm&amp;quot; = furchtbarer Sturm [...] wiederzugeben.“) oder TWAT („Der Bedeutungsumfang von &#039;&#039;´elohim&#039;&#039; reicht weiter als &amp;quot;Gott&amp;quot; [- bis zum] abgeblaßten Sinn eines Superlativs.“) gelesen, wie?&amp;lt;br /&amp;gt;[X (st.c) - &#039;&#039;elohim&#039;&#039; (st.a)] ist keine Konstruktion, die zuerst bedeuten würde &amp;quot;göttliches X, Gottes X&amp;quot; und erst sekundär &amp;quot;mächtiges X&amp;quot;. Die superlativische Bedeutung gehört zur Grundbedeutung des Wortes; von Rad und TWAT gehen zu stark von der deutschen Übersetzung „Gott“ für &#039;&#039;elohim&#039;&#039; aus. &#039;&#039;el&#039;&#039; und &#039;&#039;elohim&#039;&#039; leitet sich ursprünglich her von &#039;&#039;´alah&#039;&#039; „mächtig sein“ und heißt dann selbst etwas wie „Macht“ (so zunächst Ewald §146d; ad. loc. auch Dillmann 1886, S. 18; s. z.B. auch ThWAT I, S. 299 („Dagegen widerspricht nichts im vorliegenden Sprachgebrauch der Annahme einer Grundbedeutung &#039;Macht, Kraft&#039;.“) vgl. z.B. weiterhin die gute Übersicht über ältere alternative Positionen in der [http://www.newadvent.org/cathen/05393a.htm Catholic Encyclopedia] &amp;lt;!--; einige Ugaritisten (Pardee, Pope und Smith) haben mittlerweile wiederum andere Vorschläge versucht; der Versuch von Smith zumindest, der dabei Pardee und Pope folgt, ist aber definitiv seltsam; siehe [http://books.google.de/books?id=S1tQ5Larst0C&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA7#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false hier] - er verwendet eine Rekonstruktion als Ausgangspunkt, die er dann selbst zurückweist, redet danach ein bisschen über das Ugaritische, zweifelt auch das dann wieder selbst an - und verwendet das alles dann als Gegenargument)--&amp;gt;. Selbst im QH ist es noch nicht ganz zum Appellativ Gottes geworden, sondern kann auch dort z.B. für Engelwesen verwendet werden und bezeichnet „die abstrakte Qualität der Göttlichkeit“ (ThWQ I, S. 177). Das ist auch der Grund, warum das Wort im AT z.B. schlicht superlativisch verwendet werden kann (auch zu finden in KBL&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, S. 52; Zorell, S. 54; z.B. auch JM §141k) oder auch für Geistwesen (s. z.&#039;B. 1Sam 28,13 vom Gespenst Samuels) oder Potentaten (Ps 45,7 vom König). Der wichtigste Aufsatz für die superlativische Verwendunt ist übrigens Winton Thomas (1953): A consideration of some unusual ways of expressing the superlative in Hebrew, in: VT 3. S. 209-224, der aber m.M.n. ein paar Beispiele zu viel bringt.&lt;br /&gt;
# a) weil „Attribuierung” eine der vielen Standart-funktionen der Constuctus-Verbindung ist. So eine Verwendung ist insgesamt weder ungewöhnlich noch selten, in unserem Fall hat der Autor sie halt angewandt, um die Konstruktion „X elohim”=„starkes/großes... X” zu konstruieren. (Wahrscheinlich ist Frage 2 aber ohnehin schon damit erledigt, dass ich Frage 1 beantwortet habe mit „Das ist eine nicht umstrittene und häufige Konstruktion”, oder?)&amp;lt;br /&amp;gt;b) Wer weiß? Zumindest kann ich aber dazu sagen, dass &amp;quot;Wind&amp;quot; häufig näher bestimmt wird als &amp;quot;stark&amp;quot; oder &amp;quot;mächtig&amp;quot;, und auch häufiger mittels Constructus-Verbindung (=&amp;gt; z.B. Ez 1,4+Ps 107,25+Ps 148,8; Ez 13,11.13 („eine Verbindung, die &#039;&#039;auch&#039;&#039; adjektivisch ausgedrückt werden kann“ (ThWAT I, S. 395))). Das ist daher nicht etwas ungewöhnliches, das erst rechtfertigt werden müsste, sondern wieder ganz gewöhnlich.&lt;br /&gt;
# a) Etwas ähnliches. Der Kontext ist „Schilderung des Urzustands der Schöpfung (meist umschrieben mit: Chaosschilderung)”. In diesem Kontext ist im AO öfters die Rede von einem dunklen, nassen, windigen Zustand (ich weiß, ich wiederhole mich). Auch in V. 2 ist die rede von Dunkelheit, nässe - und eben von Wind, und dieser Wind als „Urwind” ist eben gerade nicht der göttliche, sondern sozusagen geradezu der vor-göttliche Wind. Dieser Kontext legt dann nicht eine „Sonderbedeutung”, sondern eine der vielen normalen bedeutungen von &#039;&#039;elohim&#039;&#039; nahe - nämlich die superlativische.&lt;br /&gt;
# Genau. Das ist der Knackpunkt. Und da ist die X- Gottes-partei bisher eben noch in der Beweispflicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Bzw., es gibt da schon auch Erklärungsversuche. Die Geist-Gottes-partei ist noch deutlich von der Deutung als „brüten” geprägt und mutmaßt, dass der geist hier als lebensspendende Kraft genannt sei, vermöge der die Wasser dann Leben hervorbringen können. Das passt aber nicht zur Textstruktur und geht von einer Wirkungsweise des Geistes Gottes aus, die sonst im AT nicht bezeugt ist (s. Z.B. Ridderbos, S. weiß ich nicht auswendig; auch ThWAT.) Ein Wind-Gottes-Vertretern (weiß nicht mehr, wer - der Aufsatz war so schwach, dass ich mir davon keinen Strich exzerpiert habe, deswegen finde ich ihn nicht mehr) meinte, dass der Wind die selbe Funktion habe wie beim Durchzug durchs Meer und dazu da sei, die Wasser zu teilen. Aber das passt ja noch weniger zur Textstruktur und an der entsprechenden Stelle wird ja von einem ganz anderen Trenn-mechanismus berichtet. Häufiger untergekommen ist mir bei früheren Exegeten die Chaoskampf-theorie, die aber heute zum Glück mow. tot zu sein scheint: Der Wind ist Gottes Waffe gegen das Chaos. Hier ist nicht einzusehen, warum von diesem Kampf dann aber doch nicht die Rede ist, sondern Gott einfach nur zu sagen braucht:&amp;quot;Fort, Wasser!” und „Fort, Finsternis!”, und gut ist. Gen 1 bietet ja ein ganz anderes Schöpfungsmodell. Die Wortfügung &#039;&#039;ruach elohim&#039;&#039; allein ist sicher nicht Indiz genug, um auf dieser Basis ein ganz anderes Schöpfungsgeschehen anzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;Und weil andere Erklärungsmodelle, die für &amp;quot;Geist/Wind Gottes&amp;quot; sprechen würden und gleichzeitig auch nur annähernd so gut auf den Text passen wie die, die ich die ganze Zeit verteidigen muss, bisher ausgeblieben sind, können Exegeten wie Soggin usw. dann generalisieren: Es gibt momentan einfach keine andere zufriedenstellende Erklärung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Soggin-Zitat übrigens nicht Sondermeinung ist, belege ich abschließend noch mal mit einem Zitat Fabry´s im ThWAT, der selbst zwar offenbar der Chaos-Deutung anhängt, dennoch aber schreiben muss: „Über die Rolle der &#039;&#039;rûach&#039;&#039; bei der Weltschöpfung ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen [...]. Entscheidend ist die Frage, ob die Cstr.-Verbindung als Genitiv &amp;quot;Gottes Wind/Hauch&amp;quot; oder als Superlativ &amp;quot;mächtiger Wind&amp;quot; zu deuten ist. Ein Hauptargument für die letztere Annahme ist, daß in Gen 1 das Schöpfungswort die aktive Rolle hat, die &#039;&#039;rûach ´elôhîm&#039;&#039; dagegen mit Gottes schöpferischer Aktivität nichts zu tun hat und deshalb mit dem Urozean zum vorschöpferischen Chaos gehört.“&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:36, 1. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 2: Tohuwabohu===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Sprachspiel „Tohu wa Bohu“ fehlt eine Fußnote. Es handelt sich sowohl um einen Binnenreim als auch um ein Hendiadyion. Wie Gordon J. Wenham bemerkt (WBC, 1987, S. 15), lässt es sich inhaltlich als „nothingness“ oder als „chaos, disorder“ deuten. Er selbst übersetzt es mit „total chaos“. Die Frage, wie man sich hier entscheiden soll, hänt natürlich auch von der grammatikalischen Deutung von Vers 1–2 zusammen. Was haben hier andere Kommentare? Wenn wir uns für „nothingness“ entscheiden, dann könnte man das Wortspiel schön mit „Nichts als Nichtigkeit“ nachzubauen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:37, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Waltke bezeichnet das nur als [http://de.wikipedia.org/wiki/Syntagma Syntagma]. Soweit ich das verstehe, handelt es sich dabei um gruppierte, einander entsprechende Elemente.) Guter Ansatz, interessanter Lösungsvorschlag. Die Frage ist, ob wir jedes Stilmittel mit Fußnote festzuhalten brauchen? Ansonsten würde ich diese Überlegung rein vom Gefühl her eher in der Lesefassung einordnen. Was meint ihr? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:54, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stimmt, dass „Nichts als Nichtigkeit“ eher etwas für die Lesefassung und/oder eine Fußnote ist. Zumindest, solange wir inhaltlich „nothingness“ übersetzen wollen und nicht „total chaos“. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:27, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian hat jetzt „Null und Nichts“ übersetzt. Das nimmt die Überlegungen hier schon ganz gut auf. Ich frage mich aber, ob es nicht zu eindeutig in Richtung Nicht-Existenz geht bei einem Urtext-Wort, das auch Konnotationen von Nichtigkeit und Chaos hat. Die philosophische Frage „Nicht-Existenz oder chaotische Existenz?“ scheint mir dem hebräischen Denken eher fremd zu sein und ist hier vermutlich gar nicht so im Blick. Wie wäre es mit „nichtig und formlos“? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:35, 25. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Indizien dafür, dass &#039;&#039;tohuwabohu&#039;&#039; irgendeine Bedeutung hätte, die mit &amp;quot;chaotisch&amp;quot; o.Ä. (wie z.B. &amp;quot;formlos&amp;quot;) zusammenhängen würde (wenn man nicht &amp;quot;verwüstet&amp;quot; mit &amp;quot;Chaos&amp;quot; geichsetzen will); siehe die Fußnote. Wenn in den Kommentaren und Aufsätzen, die ich gelesen habe, jemand in Richtung &amp;quot;chaotisch&amp;quot; argumentiert hat, dann ging das immer etwa &amp;quot;along the lines&amp;quot; von Sasson 1992, S. 188: &amp;quot;It should be understood as a &#039;&#039;farrago&#039;&#039;, wherein two usually alliterative words combine to give a meaning other than their constituent parts.&amp;quot; - Natürlich kann man so argumentieren und natürlich ist das theoretisch möglich, nur können wir, wenn wir das erst mal annehmen, gleich vergessen, hinter die Wortbedeutung zu kommen. Denn dann könnte ich auch einfach behaupten, weil das ein &#039;&#039;farrago&#039;&#039; ist, habe es hier die Bedeutung &amp;quot;wunderschön&amp;quot;: &amp;quot;Als Gott mit der Schöpfung der Welt begann, war die Erde wunderschön: Die Nacht stand mild über den Wasserfluten und Gottes Atem säuselte sanft über dem Meer.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Man wirft sich mit so einer Argumentation sozusagen selbst aus der Exegese raus. Wenn Chaos in den Wörterbüchern stehen würde, könnte es dort getrost gestrichen werden. Aber es steht ja nicht mal in den Wörterbüchern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{anchor|nichtig}}Dein ursprünglicher Vorschlag gefällt mir wesentlich besser als dein neuerer, nur fand ich, dass &amp;quot;Nichtig&amp;quot; im Deutschen eine zu starke Konnotation von &amp;quot;nutzlos&amp;quot; hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aber das interessiert mich jetzt: Wie kommst du zu der Annahme, dass das hebräische Denken nicht zwischen „Chaos“ und „Nichts“ unterscheidet? Und was hat dich jetzt dazu gebracht, gegen deinen eigenen Vorschlag argumentieren zu müssen, um gegen den aktuellen argumentieren zu können?&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:11, 25. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Olaf - nachdem ich seiner ursprünglichen Deutung als &amp;quot;null und nichtig&amp;quot; weitestgehend gefolgt bin - ja danach für &amp;quot;nichtig und formlos&amp;quot; plädiert hat, würde ich das jetzt gerne mal festhalten: Geht die aktuelle Deutung in Ordnung, oder besteht noch Diskussionbedarf? Ich fasse gleich noch mal die wichtigsten Punkte der Lexikon-Seite zusammen (für die, die sie nicht gelesen haben):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenfassung Lexikonseite&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
Die richtige Übersetzung von &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; ist fraglich; sowohl für &#039;&#039;tohu&#039;&#039; als auch &#039;&#039;bohu&#039;&#039; wird regelmäßig entweder &#039;&#039;nichtig, nicht-existent&#039;&#039; als auch &#039;&#039;formlos, chaotisch&#039;&#039; vertreten, so dass mögliche Übersetzungen wären:&lt;br /&gt;
* nicht-existent und nicht-existent&lt;br /&gt;
* nicht-existent und chaotisch&lt;br /&gt;
* chaotisch und nicht-existent&lt;br /&gt;
* chaotisch und chaotisch&lt;br /&gt;
Die Hauptschwierigkeit ist, dass &#039;&#039;bohu&#039;&#039; nur in der Kombination &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; vorkommt und seine Bedeutung also unsicher ist; gefragt werden kann sinnvollerweise also nur danach, was &#039;&#039;hier&#039;&#039; die Bedeutung von &#039;&#039;tohu&#039;&#039; und was &#039;&#039;hier&#039;&#039; am wahrscheinlichsten (demzufolge) die Bedeutung der Kombination &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;tohu&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## Als erstes Indiz kann uns gelten, dass in den 22 Lexika, die ich durchsucht habe, &#039;&#039;tohu&#039;&#039; 12x mit den Bedeutungen &amp;quot;nicht-existent&amp;quot; &#039;&#039;und&#039;&#039; &amp;quot;chaotisch&amp;quot; gelistet wird, 10x dagegen nur mit &amp;quot;nicht-existent&amp;quot; und ohne &amp;quot;chaotisch&amp;quot;. &amp;quot;&#039;&#039;tohu&#039;&#039;=chaotisch&amp;quot; ist also schon lexikologisch alles andere als gesichert.&lt;br /&gt;
## Ein zweites Indiz ist, dass viele Lexika schon zeigen, wie wenig &amp;quot;chaotisch&amp;quot; zu den anderen Wortbedeutungen passt. Fürst/Davidson zum Beispiel listen „primitives Chaos“ als Synonym zu „zerstört“; König setzt doch tatsächlich „Wüste“ gleich mit „eine der Ausgestaltung und Organisation entbehrende Masse“, um die Bedeutung in seinem Lexikon unterbringen zu können und SDBH bestimmt die Semantik von {{hebr}}תֹּהוּ{{hebr ende}} als „Nichtexistenz“, und umschreibt dann „Nichtexistenz“ mit „Ort, an dem es kein Leben gibt und der struktur- und ordnungslos ist“.&lt;br /&gt;
## Auch mit den Kognaten beißt sich diese Bedeutung. Angeführt werden i.d.R. das QH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} „Nichtigkeit, Nichts, Ödnis“, das MH {{hebr}}תּוֹהוּ{{hebr ende}} „Erstarrung, Ödnis“, das arabische &#039;&#039;tîh&#039;&#039; „Wüste“ und das ugaritische &#039;&#039;thw&#039;&#039; „Wüste“ - von „formlos“ keine Spur.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## Kontext Gen 1,2: &lt;br /&gt;
### Der nächste Kontext ist zunächst einmal V. 2. In diesem ist davon die Rede, dass (a) die Erde X ist, (b) dass es finster über dem Wasser ist und (c) dass ein starker Wind über dem Wasser weht. Es wird also offenbar etwas von der Erde ausgesagt, das es sinnvoll macht, im selben Vers ansonsten nur noch vom Wasser zu sprechen.&lt;br /&gt;
### Der weitere Kontext ist Gen 1. Dort wird der Ausgangszustand der Welt offenbar so vorgestellt, dass die Welt aus Wasser besteht und Gott zunächst einmal das Wasser in zwei Teile trennen muss, um einen Himmel schaffen zu können (V. 6-8) und dann das restliche Wasser verlagern muss, damit überhaupt trockenes Land (das Gott dann als „Erde“ benennt) sichtbar werden kann (V. 9-10). Vor Vers 9 gibt es also offenbar noch gar keine „Erde“.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;code&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Edit von Aaron&#039;&#039;&#039;: Der Hinweis, dass aus dem Kontext hervorgehen soll, dass es am Anfang nur Wasser gab ist physikalisch und chemisch falsch. Damit man Wasser von Festem trennen kann, muss es vorher in dem heterogenen Stoffgemisch enthalten sein. Je nach Grad der Vermischung würde man auch von einer Suspension sprechen (ist mir geläufig durch meine Tätigkeit in der Altenpflege). Von oben betrachtet sieht das ganze dann aus wie Wasser. In Wirklichkeit setzen sich aber die festen Bestandteile der Erde am Boden ab. Von daher trifft vom Kontext her meine Formulierung in der ursprünglichen Lesefassung &amp;quot;Schlammwüste&amp;quot; dieses heterogene Stoffgemisch bzw. diese Suspension des Anfangs ziemlich genau. Eigentlich sind wir demnach in unseren Schlussfolgerungen gar nicht so weit auseinander. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass du von Wasser ausgehst und ich von einer Schlammwüste, also von einem heterogenen Stoffgemisch bzw. einer Suspension. Ich schlage von daher für deine Lesefassung vor, mindestens &amp;quot;war die Erde noch nicht sichtbar&amp;quot; anstatt &amp;quot;gab es noch keine Erde&amp;quot; zu formulieren. Für meine Lesefassung würde ich bei Schlammwüste bleiben, weil das den physikalisch-chemischen Zustand m.u.M.n. kommunikativer abbildet.  &#039;&#039;&#039;Edit Ende&#039;&#039;&#039; [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 09:20, 5. Jun. 2014 (CEST)&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
### Dafür spricht weiterhin die Tatsache, dass es mehrere mit Gen 1 vergleichbare Kosmogonien gibt, in denen ebenfalls das häufige Motiv zu finden ist, dass die Schöpfung ihren Anfang nimmt mit einer Urflut, aus der heraus dann entweder erst Götter oder aber die Erde entstehen muss (so in der akkadischen, der ägyptischen und der phönizischen)&lt;br /&gt;
## Alte Übersetzungen + Kommentare: nur LXX hat etwas wie &amp;quot;chaotisch&amp;quot;, übersetzt aber klar interpretativ (&amp;quot;unsichtbar und ungeformt&amp;quot;). Die anderen Üss. haben etwas ähnliches wie &amp;quot;nichts und nichts&amp;quot;: &lt;br /&gt;
### VUL: „leer und leer“&lt;br /&gt;
### Aq: „leer/nichts (κένωμα kann beides bedeuten) und nichts“&lt;br /&gt;
### Th: „nichts und nichts“&lt;br /&gt;
## Kontext Jer 4,23; Jes 34,11: Die anderen beiden Stellen mit &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; sind recht dunkel; an sie wird i.d.R. daher die Bedeutung von Gen 1,2 herangetragen. Machen wir den Test und sehen, ob sich auch hier die Bedeutung &amp;quot;nichts und nichts&amp;quot; in den Kontext fügt, ergibt sich, dass dem so ist:&lt;br /&gt;
### Jer 4,23: „Ich blickte zur Erde - sie war nicht da! Ich blickte zum Himmel - da war kein Licht! (V. 25: Ich blickte mich um - kein Mensch war mehr da! Selbst die Vögel waren verschwunden!)“&lt;br /&gt;
### Jes 34,11: „Nur noch Pelikan und Igel werden dort [=in Edom] wohnen; Eule und Rabe werden dort hausen! Die Messschnur des Nichts wird er darüber ausspannen und das Senkblei der Nichtigkeit. (V. 12: Kein Adeliger wird mehr da sein, den man zum Königtum berufen könnte; ihre Fürsten werden nicht mehr sein.)“ (vgl. z. beiden Stellen ähnlich Galling 1950, S. 150f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&amp;gt; Aus diesen Gründen sollte man hier der Deutung von Galling 1950 (&amp;quot;in der Existenz einer Nicht-existenz&amp;quot;) und Rottzoll 1992 (&amp;quot;ein Nichts und Gar-Nichts&amp;quot;) folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss noch mal meine Frage: Geht die aktuelle Deutung in Ordnung, oder besteht noch Diskussionbedarf? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:57, 1. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall besteht da nach wie vor Diskussionsbedarf. Du gehst einseitig davon aus, dass der Text sagen will, dass es gar keine Erde gab. So steht es ja dann auch in deiner Lesefassung: gab es noch gar keine „Erde“. Ich halte das für eine Interpretation im Sinne einer Übertragung, wie das z.B. bei den Übersetzungen von Jörg Zink der Fall ist. Aus der bisher hier lesbaren Diskussion geht auch nicht hervor, dass diese Interpretation eine Mehrheitsmeinung darstellt. Wenn ich jetzt du wäre, würde ich diese Formulierung in der Lesefassung -gab es noch gar keine Erde- löschen und durch eine Formulierung ersetzen, die der Mehrheitsmeinung entspricht. Aber ich bin ja nicht du!&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 11:06, 4. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edit: Ich will damit sagen, dass ich deine ureigene Interpretation akzeptiere. Wäre es da aber nicht besser, deine Fassung als persönliche Fassung von Sebastian Walter auf der Seite zu verlinken, damit dort Platz ist für eine offizielle Lesefassung, die die Mehrheitsmeinung als Ergebnis der Diskussion repräsentiert. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 11:33, 4. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die obige Deutung nicht als die &#039;&#039;plausibelste&#039;&#039; erscheinen würde, dann müsste ich das machen, ja. Deshalb ja die Frage. Wenn ich ich wäre, würde ich das deshalb aktuell nicht tun; denn bisher hat ja noch niemand etwas gegen die obigen Indizien vorgebracht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:40, 5. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist mir schon klar, dass ich in deinen Augen ein niemand bin. Ich zitiere deshalb mal Olaf von weiter oben in diesem Abschnitt&lt;br /&gt;
Zitat Olaf: Ich frage mich aber, ob es nicht zu eindeutig in Richtung Nicht-Existenz geht bei einem Urtext-Wort, das auch Konnotationen von Nichtigkeit und Chaos hat. Zitat Ende [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 11:41, 5. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hatte ich nicht gesehen, als ich geantwortet habe. Hast ja zeitgleich mit mir mitten in meinen Beitrag reingeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Würdest du also auch &#039;&#039;adamah&#039;&#039; mit &amp;quot;Fleisch und Blut&amp;quot; übersetzen, weil der Mensch ja nicht aus Erde, sondern Fleisch und Blut besteht und alles andere also physikalisch und chemisch unhaltbar wäre? Oder &#039;&#039;raqia&#039;&#039; mit &amp;quot;Luft&amp;quot;, weil der Himmel ja nur Luft ist und Gen 1 sonst kosmologisch unhaltbar wäre? Etc.? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 13:11, 5. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versteh nicht ganz dein Anliegen. du hast doch selbst den in deinen Beitrag reingeschriebenen Text editiert, indem du ihn durch br code von deinem Text deutlich unterschieden hast. Weißt du das noch? Wenn nicht, hier der link zu deinem posting:&lt;br /&gt;
http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Diskussion:Genesis_1&amp;amp;diff=16522&amp;amp;oldid=prev&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einwand von Olaf gegen die eindeutige Interpretation in Richtung Nicht-Existenz ist im übrigen auch im Einklang mit der Neufassung der Kriterien für die Lesefassung. Die willst du ja selbst als gültig veröffentlichen. Das Folgende aus den Kriterien würde dann doch auch für Texte von dir gelten oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Genauigkeit: Die Lesefassung soll die Anliegen des Urtextes möglichst genau kommunizieren.&lt;br /&gt;
Hierbei folgen Lesefassung und Studienfassung gemeinsam der plausibelsten wissenschaftlichen Deutung. [Fußnote: Besagt diese plausibelste wissenschaftliche Deutung, dass das Anliegen des Urtextes unklar ist, verwenden wir eine unauffällige und gut etablierte Übersetzung. Bei mehreren ungefähr gleich plausiblen Deutungen bevorzugen wir tendenziell eher die vorsichtigere Deutung vor einer inhaltlich zugespitzten Interpretation. In beiden Fällen setzen wir eine allgemeinverständliche Fußnote mit einem kurzen Hinweis auf das Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage dazu: In welcher gut etablierten Übersetzung wird deine Interpretation geteilt, dass die Erde am Anfang der Schöpfungsgeschichte nichtexistent war?  [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 13:32, 5. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn du dir das Posting davor ansiehst, wirst du sehen, dass ich zuerst geantwortet habe und dann erst deinen Post entdeckt habe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf Olafs Einwand habe ich bereits geantwortet und warte seitdem auf seine Antwort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inwiefern soll das hier greifen? Die Reihenfolge ist doch klar &amp;lt;code&amp;gt;plausibel -&amp;gt; Wenn unentscheidbar: gut etabliert.&amp;lt;/code&amp;gt; Darum hier die Frage nach Plausibilität. Denn wenn man den obigen Indizien folgen würde, wäre das klar die plausibelste Deutung. Wenn nicht, nicht. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:31, 5. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann lass uns also abwarten, was Olaf dazu meint. Auch ein Statement von Wolfgang und Ben wäre nützlich. Immerhin ist es ein Vers ganz am Anfang der Offenen Bibel und der steht besonders im Mittelpunkt. Wenn da eine radikale Interpretation zu lesen ist, die in keiner sonst bekannten Bibelübersetzung zu finden ist, dann müsste das schon äußerst gut begründet und durch breite Mehrheit legitimiert sein. Im andern Fall liefe es doch auf eine persönliche Fassung von Sebastian Walter hinaus. Zum Glück hast du ja in Joe schon mal einen sicheren Mitstreiter, der wie du der Meinung ist, dass es eine irrige Vorstellung ist zu glauben, dass Gott laut Genesis 1;1-2 einen Himmel und eine Erde geschaffen hat. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 11:18, 6. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, mit meinen Äußerungen wollte ich vor allem Fragen stellen, die mir noch unklar waren, und nicht bereits eine eindeutige Position beziehen. Nachdem ich nun darüber nachgedacht habe, folge ich an dieser Stelle Sebastians Zusammenfassung der wissenschaftlichen Diskussion voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Norbert:  Meisten Kommentare gehen davon aus, dass es vor der Schöpfung Himmel und Erde noch nicht gab. Etwas anderes ist die Frage, ob da vorher (in „Genesis 0“ sozusagen) ein Vakuum anzunehmen ist oder die Abwedenheit von Raum und Zeit oder aber eine völlig ungeordnete Materie/Energie („Urchaos“). Diese Frage ist philosophisch hoch interessant, aber noch nicht im Blick dieses Textes. Es gibt keine explizite Aussage zur Metaphysik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommuniziert werden soll mit diesem Text: Alles, was existiert, ist von Gott gemacht – und zwar als eine gute Schöpfung für den Menschen. Der Text nimmt also eine deutliche Gegenposition zu anderen Urzeit-Mythen ein, bei denen die Welt voll von göttlichen Mächten ist, die  für den Menschen bedrohlich sind. Demgegenüber sind Sonne und Mond in Genesis 1 nur Lampen und keine Haupt-Götter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nun die Frage der Übersetzung angeht: Mir geht es vor allem darum, keine metaphysischen begriffe einzutragen, die der Text überhaupt nicht im Blick hat. Also weder „Vakuum“ noch „metaphysisches Nichts“ noch „Urchaos“ oder „Schlammwüste“. Aus diesem Grund mag ich das Wort „nichtig“, weil es eben anders als „Nichts“ nicht mit einr metaphysichen kategorie verwechselt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wäre es daher mit „null und nichtig“ (in der Studienfassung)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:40, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Olaf, danke für die Antwort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit &amp;quot;Null und Nichts&amp;quot; (großgeschrieben) habe ich versucht, die beiden adjektivisch verwendeten Substantive im Hebräischen nachzuahmen und gleichzeitig natürlicher zu klingen als Rottzoll mit &amp;quot;ein Nichts und ein Gar-Nichts&amp;quot;. Dass man das dann aber als metaphysische Eintragungen lesen könnte, ist mir gar nicht gekommen. Wenn du meinst, dass das so ist, kannst du&#039;s gern ändern (sonst mach ich&#039;s). --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 16:19, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich habe noch einmal nachgedacht. Bei „null und nichtig“ sehe ich das Problem, dass es im Deutschen für ein die-Bedeutung-verlieren verwendet wird und nicht für ein Noch-Nicht-richtig-da sein. Kannst du noch einmal sagen, was für dich gegen „Nichts als Nichtigkeit“ spricht, wenn man es in der Studienfassung mit einer Fußnote versieht? Oder gegen eine Verwendung in der Lesefassung? --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 23:22, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Nichtig&amp;quot; bedeutet im Deutschen primär &amp;quot;bedeutungslos&amp;quot; und &amp;quot;ungültig&amp;quot;; vgl. [http://www.dwds.de/?qu=Nichtigkeit DWDS]. &amp;quot;Nichts als Nichtigkeit&amp;quot; ist davon noch einmal die Steigerung. Ich glaube, das geht an &amp;quot;Nichts und Nichts&amp;quot; schon ein wenig vorbei. Bei &amp;quot;null und nichtig&amp;quot; gebe ich dir recht. &amp;quot;Null und Nicht&amp;lt;s&amp;gt;s&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;quot;?--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:19, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Olaf Irgendwie redet man immer tendenziell aneinander vorbei. Mit gegenseitigem guten Willen lässt sich das aber überwinden. Meine Bemerkungen zu der Interpretation von tohuwabohu bezog sich auf die Schlussfolgerungen für die Lesefassung und nicht auf die Studienfassung selbst. Insofern trifft es nicht das Problem, wenn du nun &amp;quot;null und nichtig&amp;quot; der &amp;quot;Schlammwüste&amp;quot; entgegensetzt. Die sachlich korrekten Antipoden wären da die Erde als Schlammwüste vs gar keine Erde, jeweils aus der Lesefassung von Sebastian und mir. Sebastian begründet seine Entscheidung mit den Ergebnissen seiner Forschung über das Wort tohuwabohu und kommt zu dem Schluss, dass es zu Beginn der Schöpfung nur Wasser gab. Ich nun habe dazu angemerkt, dass ehe -wie später im Text beschrieben- das Erdige von dem Wässrigen getrennt werden kann, es vorher im Wasser enthalten sein muss. Gemeinhin nennt man eine solche Mischung aus Wasser und Erde Schlamm. In diesem Zustand sehe ich kontextuell die Erde im Vers 2. Sebastian dagegen geht davon aus, dass es im Vers 2 laut Lesefassung noch gar keine Erde gibt, bleibt aber die Erklärung schuldig, wo ohne weiteren Schöpfungsakt plötzlich im Verlauf des Textes die Erde herkommen soll. Aus reinem Wasser kann jedenfalls keine Erde entstehen. Das geht chemisch und physikalisch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es steht mir zwar nicht zu, mich über Ergebnisse zur Studienfassung zu äußern. Zu den Schlussfolgerungen für die Lesefassung möchte ich aber anmerken, dass die nun für die offizielle Lesefassung gewählte Übersetzung von Vers 2 &amp;quot;gab es die Erde noch gar nicht&amp;quot; als Minderheitsmeinung von mir abgelehnt wird. Eine solche Interpretation widerspricht allen bekannten Übersetzungsentscheidungen. Außerdem steht sie auch im Gegensatz zur jahrtausendalten kirchlichen Tradition, die den ersten Artikel des Glaubensbekenntnisses auch auf diesen Vers bezieht wenn es heißt: Ich glaube ... an den Schöpfer des Himmels und der Erde. Dieser Zusammenhang geht auch aus der Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche hervor. Zitat: &amp;quot;Der berühmte Satz &amp;quot;Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde&amp;quot; (Gen 1,1) muss als Überschrift über das ganze Schöpfungsgeschehen, dem sich der Kosmos, die Biosphäre, das organische Leben und schließlich der Mensch verdanken, gelesen werden.&amp;quot; Zitat Ende  hier der link dazu: http://www.ekd.de/EKD-Texte/ekdtext_94_02.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erwarte nun durchaus nicht, dass meine Einwände berücksichtigt werden. Es ist mir aber wichtig, meine Minderheitsmeinung zur offiziellen Lesefassung, dass es durchaus im Vers 2 der Schöfungsgeschichte eine - wenn auch m.u.M.n. unter der schlammigen Wasseroberfläche verborgene- Erde gab und dass eine Übersetzung des Verses 2 gleich zu Anfang der Bibel und der Offenen Bibel als &amp;quot;gab es die Erde noch gar nicht&amp;quot;, die im Gegensatz zu allen anderen bekannten Bibelübersetzungen und offiziellen kirchlichen Orientierungshilfen zum Schöpfungsglaube steht, ein gewagtes Unterfangen ist. &lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:32, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{anchor|nach_der_Schöpfung}}Hi Norbert, bist du sicher, dass du Sebastian und die EKD jeweils korrekt verstanden hast? Sebastian versteht Genesis 1 nämlich durchaus so, dass Gott den Himmel und die Erde geschaffen hat, was ja auch die EKD sagt. Er wollte es nur sprachlich anders formulieren, was missverständlich war und was er inzwischen geändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten stützt der EKD-Text die Auffassung von Sebastian, dass Gen 1,1 nicht als erster Schöpfungsakt zu verstehen ist. Dort wird der Vers als Überschrift verstanden, und bei Sebastian als Nebensatz. In beiden Fällen beschreibt Gen 1,2 den Zustand zu Beginn der Schöpfung und nicht &#039;&#039;nach Beginn&#039;&#039;. Das „Material“ der Erde ist also noch gar nicht  geschaffen. (Übrigens denkt Genesis 1 nicht naturwissenschaftlich. Moderne Chemie war unbekannt. Daher kann man daraus auch nichts folgern. Das Wort „Wasser“ steht jedenfalls im Text und wird auch von allen so übersetzt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie man Gen 1,2 inhaltlich versteht, halte ich auch die Formulierung „Schlammwüste“ für stark missverständlich, weil ich dabei eher an Regenwetter oder Mülldeponien denke als an einen gemeinsamen Ursprung von Wasser und Land. Andererseits wäre ich aber auch froh, wenn wir statt Sebastians „die Erde war noch nicht da“ etwas hätten, was sprachlich dichter am Urtext ist. (Einen Vorschlag hierzu habe ich ja mehrfach gemacht und oben noch einmal wiederholt.)&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 23:22, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verstehe Sebastian so, wie er selbst schreibt: Zitat: Vor Vers 9 gibt es also offenbar noch gar keine „Erde“ Zitat Ende Ich verstehe die EKD so, dass sie von der Existenz der Erde von Anfang der Schöpfung, also von Vers 1 ab, ausgeht. Sebastian und ich ziehen unsere Formulierungen der Lesefassung im Vers 2 aus dem weiteren Kontext. Sebastian kommt dabei zu dem Schluss, dass Gott im Vers 9 die Erde geschaffen hat. Ich dagegen gehe aus von der Existenz der Erde von Anfang der Schöpfung an, wobei ihr Zustand am Anfang ein einziges Tohuwabohu ist. Dieses Tohuwabohu interpretiere ich aus dem Kontext von Vers 9, genauso wie Sebastian nur mit anderen Erkenntnissen als ein Gemisch von Wasser und Erde, wobei das Wasser als der leichtere Bestandteil sich oben befindet. Im Vers 9 dann geschieht die Trennung der Suppe hin zu einerseits in etwa reinem Wasser, Meer genannt, und trockenem Land, Erde genannt. Gewiss denke ich dabei nicht naturwisenschaftlich, sondern nur vom Text und Kontext her, wie ja auch Sebastian. Im Gegenteil wäre, wollte man die Erkenntnisse der Naturwissenschaft berücksichtigen, die Interpretation von Sebastian als Erschaffung der Erde erst zu einem viel späteren Zeitpunkt bei Vers 9 mehr im Einklang mit der Astronomie als die Aussage der EKD und aller anderen Übersetzungen von Genesis 1, dass die Erde von Anfang der Schöpfung an da war. Aber naturwissenschaftliche Weltentstehungstheorien sollten für die Übersetzung des biblischen Schöpfungsberichtes als sachfremd außen vor bleiben. Noch ein Vorschlag zur Güte: Wenn es so schwierig ist, den genauen und eindeutigen Sinn von Tohuwabohu in der Lesefassung herausarbeiten zu können, würde sich empfehlen, dort das Wort Tohuwabohu, das ja Teil des gehobenen deutschen Wortschatzes ist, so stehen zu lassen: &amp;quot;herrschte auf der Erde ein großes Tohuwabohu&amp;quot; oder ähnlich. Auf keinen Fall würde man m.u.M.n. mit einer solchen direkten Verwendung von Tohuwabohu etwas falsch machen.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 10:35, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Nein Norbert, so ist das nicht. Wir reden hier &#039;&#039;überhaupt nicht&#039;&#039; von der Lesefassung. Wir sind hier unter der Überschrift &amp;quot;Studienfassung&amp;quot;, und &#039;&#039;nur um die&#039;&#039; geht es hier erst mal. Es geht darum, was ein &#039;&#039;hebräisches Wort wortwörtlich&#039;&#039; bedeutet. Und dem soll die obige Liste dienen; das ist das gewöhnliche Vorgehen bei einer solchen Bedeutungsklärung: (1) wissenschaftliche Deutungen + Kognate in verwandten Sprachen, (2) Kontext, (3) alte Deutungen und Übersetzungen + moderne Auslegungen. Logik spielt hier nur als &#039;&#039;Textlogik&#039;&#039; hinein: Wie stellt &#039;&#039;der Text&#039;&#039; sich X vor? Wie &#039;&#039;wir&#039;&#039; uns heute X vorstellen würden, ist ganz irrelevant. Und &#039;&#039;dass&#039;&#039; ein Altorientale sich die Welt in ihrem Schöpfungszustand als reine Wassermasse vorstellen konnte, ist aus verwandten Mythen hinlänglich belegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Also noch mal. Hier geht es um die &#039;&#039;Studienfassung&#039;&#039;, und wenn das geklärt ist, &#039;&#039;dann&#039;&#039; können wir uns wieder an die LF machen. Und die wird dann der SF in der Deutung folgen müssen - das ist die Regel bei OfBi.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Tohuwabohu&amp;quot; ist Umgangssprache für &amp;quot;chaotisch&amp;quot;. Genau dagegen spricht die obige Liste. &lt;br /&gt;
: P.S.: Was ich mich schon lang frage: Wofür steht eigentlich das Kürzel &amp;quot;m.u.M.n.&amp;quot;?--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:16, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da du es dir angewöhnt hast, immer gleich in einem Guss Studien- und Lesefassung, unabhängig davon, ob es beides schon gibt -wie hier bei Genesis 1 oder bei Jesaja 53- zu erstellen bzw. zu ersetzen, ist es schwierig. das eine von dem anderen zu trennen. Mein Eindruck ist der, dass du schon ein Ergebnis für die Lesefassung im Kopf hast und dann die Studienfassung dahingehend bearbeitest. So ist es natürlich für dich einfach, deine Interpretation durchzusetzen und für andere entsprechend schwer, in diesen Prozess in irgendeiner Weise korrigierend eingreifen zu können. Allerdings widerspricht das der Idee des Gemeinschaftsprojekts. Das Kürzel m.u.M.n. steht für &amp;quot;meiner unmaßgeblichen Meinung nach&amp;quot;. Ich habe realistischerweise sehr wohl registriert, dass es bei OfBi maßgebliche und unmaßgebliche Meinungen gibt. Ich nun für meinen Teil rechne mich in aller Demut den unmaßgeblichen zu. &lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 16:33, 8. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ich fasse mal zusammen, was ich als wichtigste Formulierungsvorschläge empfinde:&lt;br /&gt;
* nichts und nichtig&lt;br /&gt;
* nichts und nichts&lt;br /&gt;
* Null und Nichts&lt;br /&gt;
* leer und leer&lt;br /&gt;
* leer und nichts bzw nichts und leer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:oder andere Kombinationen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gegen nichts und nichtig spricht die Bedeutung von Nichtig als Wert- oder Nutzlos, &lt;br /&gt;
:gegen dopplungen des selben Wortes spricht, das tohu und bohu nun mal nicht die selben Worte sind, sondern nur Klangähnlich.&lt;br /&gt;
:gegen Leer und nichts entsprechend, dass es diese Klangähnlichkeit nicht mitbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mein Vorschlag wäre daher &amp;quot;nicht und nichts&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Was zudem die Idee der nichtexistenz der Erde denkbar, aber nicht zwingend macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zusammen mit meinem Vorschlag im Absatz &amp;quot;Gottessturm&amp;quot; wird das dann zu&lt;br /&gt;
:: Im Anfang von Gottes Schöpfung des Himmels und der Erde &lt;br /&gt;
:: war die Erde nicht und nichts, Dunkelheit war über der Tiefe&lt;br /&gt;
:: und göttlicher Sturmwind wogte über dem Antlitz der Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Meiner Meinung nach enthält dies praktisch alles wesentliche, worum in der Diskussion bislang gerungen wurde, und ist zudem sprachlich ausdrucksstark und schön.  &lt;br /&gt;
:Eine Frage wäre an die Stelle in Vers 2:&lt;br /&gt;
:: Dunkelheit [war] auf der Oberfläche (dem Gesicht) der Tiefe (Urtiefe, Wasser) und ein Wind Gottes stürmte (der Atem Gottes wehte, ein starker Wind stürmte, der Geist Gottes schwebte) über der Oberfläche (dem Gesicht) des Wassers (der Wasser).&lt;br /&gt;
: Also: &amp;quot;Dunkelheit [war] auf der Oberfläche (dem Gesicht) der Tiefe (Urtiefe, Wasser)&amp;quot; und &amp;quot; der Geist Gottes schwebte) über der Oberfläche (dem Gesicht) des Wassers (der Wasser)&amp;quot;  findet sich diese dopplung mit &amp;quot;der Oberfläche (dem Gesicht) der Wasser&amp;quot; so im Text? Wobei in dr Studienpbersetzung jetzt einmal &amp;quot;der Tiefe (Urtiefe, Wasser) steht, beim zweiten Mal nur &amp;quot;des Wassers (der Wasser).  Was ist im Original doppelt, was nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bin sehr gespannt auf Eure Meinungen....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. ich bin nicht-übersetzer und arbeite hier nur aufgrund der geschriebenen kommentare und meines eigenen Sprachgefühls für die deutsche Sprache.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 03:55, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Hi Maddes8cht,&amp;lt;br /&amp;gt;Ich fange mal mit deiner Frage an, ja? Im Heb. lautet V. 2: &amp;quot;&#039;&#039;choschek&#039;&#039; (Finsternis) &#039;&#039;`al&#039;&#039; (über) &#039;&#039;pene&#039;&#039; (Gesicht) &#039;&#039;tehom&#039;&#039; (der-Tiefe, der-Urflut) &#039;&#039;weruach&#039;&#039; (und Geist/Wind) &#039;&#039;´elohim&#039;&#039; (Gottes/stark) &#039;&#039;merachefet&#039;&#039; (stürmte, wehte,...) &#039;&#039;`al&#039;&#039; (über) &#039;&#039;pene&#039;&#039; (Gesicht) &#039;&#039;hamajim&#039;&#039; (der-Wasser).&amp;lt;br /&amp;gt;Beide Sätze haben also die selbe, hm, ich nenn&#039;s mal &amp;quot;komplexe Präposition&amp;quot;, nämlich &#039;&#039;`al pene&#039;&#039; (&amp;quot;über dem Gesicht von&amp;quot;): (1) &amp;quot;&#039;&#039;Finsternis&#039;&#039; über dem Gesicht der &#039;&#039;Tiefe&#039;&#039;, (2) &#039;&#039;Geist/Wind Gottes/stark stürmte/...&#039;&#039; über dem Gesicht der &#039;&#039;Wasser&#039;&#039;&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;(Wo ich das schreibe, fällt mir auf, dass es ziemlich unsinnig ist, dass wir im einen Fall mit &amp;quot;auf&amp;quot; und im anderen mit &amp;quot;über&amp;quot; übersetzt haben; das ändere ich gleich mal.)&amp;lt;br /&amp;gt;Zu deinem Vorschlag: Auch das gefällt mir gut. Mein &amp;quot;Null und Nichts&amp;quot; gefällt mir deshalb besser, weil es sich bei &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; um eine geprägte Wendung zu handeln scheint wie eben auch &amp;quot;Null und Nichts&amp;quot;; der Sinn käme bei &amp;quot;nicht und nichts&amp;quot; aber wahrscheinlich sogar besser durch. Ich will mal noch anderen die Gelegenheit zum Antworten geben, ja? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:24, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Danke für die Antwort.&lt;br /&gt;
:: Dazu fallen mir neue Gedanken ein:&lt;br /&gt;
:: Dass tohu wabohu eine geprägte Wendung zu sein scheint, wird das wirklich passend mit &amp;quot;null und nichts&amp;quot; wiedergegeben?&lt;br /&gt;
:: Es gibt &amp;quot;flapsige&amp;quot; stehende Begriffe und eher gehobenere. &amp;quot;Null und nichts&amp;quot; gehört mir eher zu den flapsigeren. Es passt nicht so recht hier her. Als stehenden Begriff könnte man ansonsten auch das berühmte Wort Tohuwabohu nehmen....&lt;br /&gt;
:: nicht und nichts erscheint mir als sprachlich gehobener, weil noch nicht verbraucht - und das jetzt mal inklusive der überlegung, hier möglichst genau zu übersetzen, finde ich die Zugehörigkeit von Begriffen zu gehobener oder zu bspw. Slangsprache durchaus bedeutsam.&lt;br /&gt;
:: Ein weiterer Gedanke kommt mir zu dem &amp;quot;al&amp;quot;: Du schreibst &amp;quot;Beide Sätze haben also die selbe, hm, ich nenn&#039;s mal &amp;quot;komplexe Präposition&amp;quot;, nämlich &#039;&#039;`al pene&#039;&#039; (&amp;quot;über dem Gesicht von&amp;quot;)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:: Ich hab wie gesagt keinen Schimmer von hebräisch, aber in diesem Grundwortschatz http://www.kreuzer-siegfried.de/hilfsmittel/hebr-500.pdf finde ich:&lt;br /&gt;
::  ‛al: auf, über, gegen&lt;br /&gt;
:: In Anbetracht des Umstandes, dass Gott später ein Gewölbe inmitten des Wassers errichtet, um die Wasser unterhalb der Erde von den Wassern oberhalb zu trennen, stellt sich die Frage, was mit &amp;quot;über&amp;quot; oder &amp;quot;auf&amp;quot; den Wassern eigentlich gemeint sein soll. &lt;br /&gt;
:: ist nicht vielleicht &amp;quot;gegen&amp;quot; oder &amp;quot;gegenüber&amp;quot; der Tiefe bzw. den Wassern richtiger?&lt;br /&gt;
:: Was dann meiner Meinung sehr direkt (um nicht zu sagen zwangsläufig) zu folgender eleganter Formulierung führt, zusammen mit meinem sonstigen Beitrag:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::: Im Anfang von Gottes Schöpfung des Himmels und der Erde&lt;br /&gt;
::: war die Erde nicht und nichts, Dunkel (heit) im Angesicht der Tiefe,&lt;br /&gt;
::: göttlicher Windrausch wogte (schwang) im Angesicht der Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: hier gefällt mir nun &amp;quot;schwang&amp;quot; doch besser. &lt;br /&gt;
:: Mit der Konstruktion des &amp;quot;im Anfang&amp;quot; bleibt dieser Anfang sehr offen in der Schwebe, mit dem &amp;quot;war die Erde nicht und nichts&amp;quot; wird der nicht-zustand des nicht geschaffenen beschrieben, der eben auch nicht &amp;quot;chaos&amp;quot; ist, sondern eben &amp;quot;nicht&amp;quot;, und mit &amp;quot;im angesicht der...&amp;quot; wird auch jede räumliche Orientierung aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die Dopplung von &amp;quot;im Angesicht&amp;quot; sollte in jedem Fall in der Übersetzung erhalten bleiben und nicht durch Verwendung zweier verschiedener Wörter &amp;quot;geglättet&amp;quot; werden.&lt;br /&gt;
::Diese Dopplungen sind ausgesprochen charakteristisch für den Text (Da sprach Gott: „es werde Hell, und es wurde Hell). Johannes nimmt diese charakteristische Dopplung zu einer Vervielfachung im Johannesprolog wieder auf: &amp;quot;Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::: Hi Maddes8cht,&amp;lt;br /&amp;gt;Schön, dass du antwortest :) Zu &amp;quot;Angesicht&amp;quot;: Das wäre eine sozusagen &amp;quot;abergläubige&amp;quot; Übersetzung, weil sie sich zu sehr an der &amp;quot;Grundbedeutung&amp;quot; von &#039;&#039;panim&#039;&#039; orientiert: &#039;&#039;panim&#039;&#039; hat zwar oft die Bedeutung &amp;quot;Gesicht&amp;quot;, ist aber dort, wo es als Präposition verwendet wird, fast völlig dieser Bedeutung entleert. Zwei Bspp. (die ich jetzt nur schnell runter-übersetze; können Flüchtigkeitsfehler drin sein): [[Genesis 7#s18 |Gen 7,18]]: &amp;quot;Das Wasser wurde schnell mehr und stärker auf der Erde, aber der Kasten (=die Arche) fuhr &#039;&#039;`al-pene hammajim&#039;&#039; (&amp;quot;auf dem Gesicht der Wasser&amp;quot; = auf dem Wasser).&amp;quot;; [[Exodus 32#s20 |Ex 32,20]]: &amp;quot;Mose nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer, zermalmte es, bis es [nur noch] Brösel [waren], verteilte es &#039;&#039;`ál-pene hammajim&#039;&#039; (&amp;quot;auf dem Gesicht der Wasser&amp;quot;, d.h. einfach &amp;quot;streute es auf das Wasser&amp;quot; oder &amp;quot;verteilte es im Wasser&amp;quot;) und tränkte [damit] die Söhne Israels.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;Zu &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039;: Die Übersetzung &amp;quot;Tohuwabohu&amp;quot; hat auch Norbert schon mal vorgeschlagen. Das ist meines Erachtens ausgeschlossen, weil das eben wieder nicht &amp;quot;nichts&amp;quot; bedeutet, sondern &amp;quot;chaotisch&amp;quot;. Damit, dass &amp;quot;Null und Nichts&amp;quot; etwas flapsig klingt, hast du recht. Es steht aber ja auch ohnehin nur noch so lange da, bis wir uns auf eine bessere Antwort geeinigt haben (s.o.). Was du oben übrigens als Formulierungsvorschläge gesammelt hast (z.B. &amp;quot;leer und leer&amp;quot;), sind übrigens zu einem großen Teil nicht Formulierungsvorschläge, sondern Deutungsvorschläge. Die Deutung, der die SF aktuell folgt, ist &amp;quot;nichts und nichts&amp;quot;, und hierfür braucht es eine gute Formulierung. &amp;quot;nichts als Nichtigkeit&amp;quot; ist daher (m.M.n.?) schon rausgeflogen; &amp;quot;Null und nichts&amp;quot; ist eine Notlösung, &amp;quot;nicht und nichts&amp;quot; gefällt mir ziemlich gut, ist aber keine geprägte Wendung, was aber wahrscheinlich gar nicht schlimm ist. Eigentlich gefällt es mir mittlerweile sogar besser als &amp;quot;Null und Nichts&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Notiz an mich&#039;&#039;&#039;: Wo ich mir die Stellen so anschaue, wird mir das übrigens ein wenig zweifelhaft. &#039;&#039;`al pene hammajim&#039;&#039; findet sich neben Gen 1,2; 7,18 und Ex 32,20 noch in Pred 11,1; bei den letzten 3 Stellen heißt es ziemlich offensichtlich &amp;quot;auf die/der Wasser&#039;&#039;oberfläche&#039;&#039;&amp;quot;. Auch &#039;&#039;`al pene-majim&#039;&#039;: Ijob 24,18 verstehe ich noch nicht, aber Jes 18,2; 19,8 ist es wider die Oberfläche. Hos 10,7 wahrscheinlich auch; zu vergleichen ist wohl Neh 9,11 und Offb 18,21. Wird also der &#039;&#039;ruach ha´elohim&#039;&#039; &#039;&#039;auf&#039;&#039; die Wasseroberfläche verortet? Ich muss mir noch mal Parallelstellen ansehen. Aber: &#039;&#039;`al pene tehom&#039;&#039; findet sich nur noch im Spr 8,27, und dort ist es offensichtlich &amp;quot;&#039;&#039;über&#039;&#039; der Tiefe&amp;quot;; also wahrscheinlich nicht (?). Dann auch Ijob 26,10. &#039;&#039;&#039;Notiz Ende&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Lg, --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 08:02, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Aha. Sozusagen &amp;quot;abergläubige&amp;quot; Übersetzung ;)&lt;br /&gt;
:::: Das wäre in jedem Fall so, wenn &amp;quot;im Angesicht&amp;quot; nicht diese starke metaphorische Komponente hätte, und im Deutschen eben auch meist durchaus nicht ein &amp;quot;Angesicht&amp;quot; eines Wesens bezeichnet. So hab ich noch meine Zweifel, ob ich die Argumentation so stringent finde.&lt;br /&gt;
:::: Das eine ist, dass Du Beispiele belegen kannst, wo die Konstruktion &amp;quot;al panim&amp;quot; fast vollständig der Bedeutung von Gesicht &amp;quot;entleert&amp;quot; sei. Gleiches würde ein unabhängiger Beobachter allerdings auch vom deutschen &amp;quot;im Angesicht&amp;quot; feststellen - mit dem Unterschied, dass es kaum jemals &amp;quot;Oberfläche&amp;quot; bedeutet. Im Angesicht des Todes, im Angesicht einer Erwartung, bzw. Angesichts einer Erwartung, eines Ereignisses ... Aber &amp;quot;auf dem Antlitz der Erde&amp;quot; oder der Wasser wird schon als &amp;quot;Oberfläche&amp;quot; verstanden. Das ist mit der Wortbedeutung durchaus verknüpft und geläufig.&lt;br /&gt;
:::: Die Frage ist insofern eher, ob es denn Gegenbeispiele gibt, wo &amp;quot;al panim&amp;quot; nicht &amp;quot;auf der Oberfläche&amp;quot; oder gar &amp;quot;über der Oberfläche&amp;quot; ist, sondern ein eher unbestimmtes Gegenüber sein kann. Mit Einzelbeispielen zu argumentieren ist immer wie: 3, 5, 7 sind Primzahlen - also sind alle ungeraden Zahlen Primzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: mir ist schon klar, dass ich möglicherweise zu &amp;quot;logisch&amp;quot; argumentiere, aber mein Gedanke war ursprünglich ja gewesen, was das &amp;quot;über dem Wasser&amp;quot; überhaupt sein soll, wenn später ein Gewölbe &amp;quot;im Wasser&amp;quot; errichtet wird, das die Wasser ober und unterhalb trennt. Denn es ist in dieser Vorstellung nicht so recht enthalten, dass es ein oberhalb über den oberen Wassern, eine Oberfläche über den Wassern des Himmels irgendwo geben sollte, denn dort, über diesen Wassern des Himmels, müsste Gott dann im Anfang geschwebt haben. Es ging mir also nicht unbedingt um das &amp;quot;Gesicht&amp;quot;, sondern das allgemeinere gegenüber statt des über ( auch ein über dem Wasser schwebender wäre dem Wasser &amp;quot;gegenüber&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:::: Also ein&lt;br /&gt;
::::: Dunkel (heit) war (stand) der Tiefe gegenüber,&lt;br /&gt;
::::: göttlicher Windrausch wogte (schwang) den Wassern gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::: Nach dem verlinkten Grundwortschatz scheint &amp;quot;al&amp;quot; das herzugeben, vielleicht liege ich falsch. Finden sich irgendwelche Beispiele für diese Bedeutung &amp;quot;gegen&amp;quot;, &amp;quot;gegenüber&amp;quot;? Mit oder ohne den Zusammenhang mit Panim?&lt;br /&gt;
::::--[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 18:07, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Noch mal über Deine Notitz an Dich selbst nachgedacht.&lt;br /&gt;
:::::Wenn man mal von diesem &amp;quot;Oberfläche&amp;quot; wegkommt und einfach nur &amp;quot;auf dem Wasser&amp;quot; annimmt?&lt;br /&gt;
:::::Also&lt;br /&gt;
:::::: Dunkel (heit) war (stand) auf der Tiefe,&lt;br /&gt;
:::::: göttlicher Sturmwind wogte (schwang) auf den Wassern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Dann kann man schon wieder überlegen, wie das mit dem Sturmwind überhaupt ist. ist das wirklich ein Sturmwind, also etwas &amp;quot;in Luft&amp;quot;, &amp;quot;über&amp;quot; dem Wasser?&lt;br /&gt;
:::::Oder vielleicht gar ein &amp;quot;Wirbel (wogen, schwingen) auf dem Wasser&amp;quot;? Eine &amp;quot;göttliche Bewegung auf dem Wasser&amp;quot;, die schon ein bisschen als &amp;quot;im Wasser&amp;quot; denkbar ist? Oder (der Gedanke kommt jetzt beim nochmal drüberlesen, daher hänge ich das jeweils an das spätere dran, vielleicht klingt das an manchenStellen komisch) etwa eine Bedeutung &amp;quot;mit&amp;quot; dem Wasser?&lt;br /&gt;
:::::Also gerade die genannten Beispiele:&lt;br /&gt;
:::::&amp;quot;Das Wasser wurde schnell mehr und stärker auf der Erde, aber der Kasten (=die Arche) fuhr &#039;&#039;`al-pene hammajim&#039;&#039; (&amp;quot;auf dem Gesicht der Wasser&amp;quot; = auf dem Wasser) =&amp;gt; auf dem Wasser, wenn nicht geradezu durch das Wasser. Gerade bei der Vorstellung der hereinbrechenden ungestümen Wassermassen fährt die Arche so &amp;quot;auf dem Wasser&amp;quot;, dass sie halt nicht untergeht, aber dass sie gewissermaßen &amp;quot;auf der oberfläche&amp;quot; dahingleitet ist da eher nicht die Vorstellung. Tatsächlich gefällt mir hier &amp;quot;aber der Kasten fuhr mit dem Wasser&amp;quot; am besten.&lt;br /&gt;
:::::&amp;quot;Mose nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer, zermalmte es, bis es [nur noch] Brösel [waren], verteilte es &#039;&#039;`ál-pene hammajim&#039;&#039; (&amp;quot;auf dem Gesicht der Wasser&amp;quot;, doch eher &amp;quot;verteilte es im Wasser&amp;quot;) und tränkte [damit] die Söhne Israels.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::::: Was ist das für ein &amp;quot;verteilte&amp;quot;? Danach &amp;quot;tränkte&amp;quot; er damit die Söhne Israels. Er &amp;quot;füttert&amp;quot; sie nicht, sondern tränkt sie, es geht also mehr ums Wasser als ums Brot, mit dem er das Wasser aufnimmt. Tunkt er die Bröselmassse da eher ein, also &amp;quot;ins Wasser?&amp;quot; Oder ist &amp;quot;verteilte mit dem Wasser&amp;quot; eine arte &amp;quot;vermengte/vermische mit dem Wasser&amp;quot;? Auch hier gefällt mir die Variante des &amp;quot;vermengte mit dem Wasser&amp;quot; am besten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: Prediger 11,1 Schlachter:   Sende dein Brot übers Wasser, so wirst du es nach langer Zeit wiederfinden&lt;br /&gt;
::::: Luther  Lass dein Brot über das Wasser fahren; denn du wirst es finden nach langer Zeit.&lt;br /&gt;
::::: &amp;quot;neues Leben&amp;quot; Wirf dein Brot hin aufs Wasser! Denn nach einiger Zeit wird es wieder zu dir zurückkommen.&lt;br /&gt;
::::: Einheitsübers  Leg dein Brot auf die Wasserfläche, denn noch nach vielen Tagen wirst du es wieder finden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::Da geht das Verständnis aber sehr weit auseinander.&lt;br /&gt;
:::::Im Abschnit auf offene Bibel steht ein Hinweis auf einen artikel, der Mutmaßt, dass hier auf Bierbrauen abgehoben wird. http://offene-bibel.de/wiki/Kohelet_11#note_a&lt;br /&gt;
::::: Das wäre sinngemäß ein: Bring Brot bzw. das die Vorstufe Korn ins (vielleicht auch durch das) Wasser, und nach einiger zeit findet sich darin was interessantes. Oder eben: vermenge Brot mit Wasser, und nach langer Zeit findest du es als Wasserbrot wieder. Gefällt mir wieder mit Abstand am besten. Und die Wendung oder das Verständnis &amp;quot;findest du es wieder&amp;quot; macht als Gemenge &amp;quot;mit&amp;quot; einander als beschreibung für die Entstehung von Bier erst richtig Sinn.&lt;br /&gt;
::::: Macht sinn im Kontext des Absatzes. &amp;quot;Wie du den Weg des Windes nicht kennst, noch das Werden des Kindes im Leib der Schwangeren, so kennst du auch das Werk Gottes nicht, der alles bewirkt. 6 Am Morgen säe deinen Samen und lass am Abend deine Hand nicht ruhn, denn du weißt nicht, was gedeihen wird, ob dies oder jenes oder beides zugleich.&amp;quot; Das Gären von Bier ist ein perfektes Beispiel für ein Wirken Gottes, der eine Veränderung bewirkt.&lt;br /&gt;
::::: Gerade hier wäre es &amp;quot;im Wasser&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: Also&lt;br /&gt;
:::::: Dunkel (heit) war (stand) mit (auf, in) der Tiefe&lt;br /&gt;
:::::: und Gottes ( ein göttliches) Wogen (schwingen) mit (auf, in) den Wassern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: Irgendwo heißt es hier immer, es wäre eine schnelle, aber auch irgendwie wiederkehrende Bewegung gemeint. Flattern wurde genannt, was beim über dem Wasser flatternden Gott sowas von unpassend klingt..  Wenn wir nicht mehr über, sondern im Wasser sind, dann könnte es auch eine Art Vibrieren oder Beben im Wasser sein.&lt;br /&gt;
:::::: und Gottes ( ein göttliches) Beben/Zittern/erzittern/vibrieren/erbeben/schwingen mit (auf, in) den Wassern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: Fazit: Alle Beispiele, die Du zufällig gefunden hast, harmonieren bestens mit der Idee &amp;quot;auf&amp;quot;oder &amp;quot;in&amp;quot; und noch besser mit &amp;quot;mit&amp;quot;. Und es wäre eine geradezu genialische Idee der Schreiber des Schöpfungstext gewesen, das so auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: --[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 18:07, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::: &amp;lt;code&amp;gt;Dann kann man schon wieder überlegen, wie das mit dem Sturmwind überhaupt ist. ist das wirklich ein Sturmwind, also etwas &amp;quot;in Luft&amp;quot;, &amp;quot;über&amp;quot; dem Wasser? Oder vielleicht gar ein &amp;quot;Wirbel (wogen, schwingen) auf dem Wasser&amp;quot;?&amp;lt;/code&amp;gt; - Das habe ich mir nämlich auch überlegt, als ich die Parallelstellen gesehen habe. Es gibt in [[Jona 1#s4 |Jon 1,4.12]] eine Stelle, wo Gott einen &amp;quot;großen &#039;&#039;ruach&#039;&#039;&amp;quot; auf das Meer wirft, so dass ein &amp;quot;großer &#039;&#039;sa`ar&#039;&#039;&amp;quot; im/über dem Meer entsteht. Und mit Wolff deutet man dies &#039;&#039;sa`ar&#039;&#039;, das eigentlich &amp;quot;Wirbelsturm&amp;quot; bedeutet, manchmal als &amp;quot;hoher Seegang&amp;quot;. Vgl. mit Mt 8,24; Joh 6,18. Vgl. dann noch [[Psalm 107#s25 |107,25.29]]. Aber sehr wahrscheinlich würde bei einem Hohen Seegang nicht &#039;&#039;`al&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;b&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039; verwendet, also nicht &#039;&#039;`al-hammajim&#039;&#039;, sondern &#039;&#039;bamajim&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;`al&#039;&#039; heißt sogar oft &amp;quot;wider, gegen&amp;quot;. Ich dachte eigentlich, auch mit &#039;&#039;panim&#039;&#039; - aber ich finde jetzt leider keine guten Beispiele und muss noch ein Referat zu Ende machen. Vielleicht [[Ijob 1#s11 |Ijob 1,11]]: &amp;quot;...ob er nicht &#039;&#039;wider dein Gesicht&#039;&#039; fluchen wird?&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;Pred 11,1 legt man meines Wissens heute meist in Richtung &amp;quot;Handel&amp;quot; aus: &amp;lt;code&amp;gt;Verteile durch Seehandel dein Guthaben auf der ganzen Erde, dann kommt es auch wieder zurück. Teile (dabei?) dein Hab und Gut in 7 und 8 Teile, denn du weißt nicht, was auf Erden Böses geschehen wird&amp;lt;/code&amp;gt;. Ist aber keine leichte Stelle und ich habe noch nicht viel zu Kohelet gelesen.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Verb in Ex 32,20 ist &#039;&#039;zarah&#039;&#039;, &amp;quot;wegwerfen, zerstreuen&amp;quot;. Das heißt ziemlich sicher nicht &amp;quot;mit Wasser vermengen&amp;quot;, obwohl das das Ergebnis der Handlung ist.&amp;lt;br /&amp;gt;Sorry, dass ich gerade ein bisschen kurz angebunden bin, aber ich muss weiterschaffen :)&amp;lt;br /&amp;gt;P.S.: Übrigens geht bei der obigen &amp;quot;Brösel&amp;quot;-Stelle um das goldene Kalb, gell? Da ist von Brot keine Rede. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:54, 3. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Oh, wie peinlich.. bei der Stelle mit dem goldenen Kalb hab ich so gar nicht auf den Kontext geachtet...&lt;br /&gt;
::::::: Aber interessant, was Du da noch schreibst. Das passt ja eigentlich alles superbestens zu meinen Gedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Also, bei Jona 1, 4 wirft gott einen ruach auf (al?) das Meer, so dass ein großer Sa&#039;ar im oder über dem Meer entsteht.&lt;br /&gt;
::::::: Banale Frage: Warum wirft Gott einen Wind auf das Meer, damit ein Wind über dem Meer entsteht?&lt;br /&gt;
::::::: Wenn ich ruach in dem Sinne betrachte wie ich den ruach in gen1,2 betrachtet hab, dann wirft Gott einen &amp;quot;rausch&amp;quot; auf das Meer - und mit meinen neueren Gedanken ist der ruach kein Windrausch über dem Meer mehr, sondern ein rausch &amp;quot;auf&amp;quot;, im oder mit dem Meer. Anstatt &amp;quot;warf einen rausch auf des Meer&amp;quot; würde man im deutschen die Wendung benutzen: Er ließ das Meer aufrauschen bzw. aufbrausen. Dann wird die Gesamtaussage zu : Gott ließ das Meer aufrauschen, und ein großer Wind entstand über dem Meer. (ist dieses &amp;quot;über&amp;quot; auch &#039;al? Das wäre bislang das einzige, bei dem ich deutlich für &amp;quot;über&amp;quot; plädieren würde. ) Die alternative wäre, dass auch der sa&#039;ar kein wirbelsturm ist, sondern ein Wirbel - ein Wirbel &amp;quot;im&amp;quot; Meer, also ein Strudel. Was mindestens so bedrohlich wäre wie ein Wirbelsturm. Also etwa: Jona 1,4: Aber der Herr ließ das Meer aufrauschen, so dass ein gewaltiger Wirbel (strudel) auf dem / im / mitten im Meer entstand und das Schiff zu zerbrechen drohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Ich nehm mal noch die anderen Stellen, die Du weiter oben benannt hast dazu: Ijob 24,18 heißt in versch übersetzungen: &lt;br /&gt;
:::::::: Luther : Er fährt leicht wie auf dem Wasser dahin, verflucht wird sein Acker im Lande, und man wendet sich seinem Weinberg nicht zu. &lt;br /&gt;
:::::::: Schlachter: Schnell treibt er auf der Oberfläche des Wassers dahin. Verflucht ist sein Erbteil auf Erden; sein Weg führt nicht durch Weingärten&lt;br /&gt;
:::::::: Einheitsüb:  Schnell reißt ihn das Wasser fort; verflucht ist ihr Anteil auf Erden; nicht wendet er den Weg den Weinbergen zu&lt;br /&gt;
::::::: Ich kann mir fast bildlich vorstellen, wie die Übersetzer da an dem &amp;quot;auf/über der Wasseroberfläche&amp;quot; kleben und einen Sinn in der Aussage suchen. IMHO ist Einheitsüb am nähesten dran, denn bei den bisherigen Beispielen passt zu  &#039;al pene (ist es doch hier wieder, oder?) immer am besten ein &amp;quot;mit dem Wasser&amp;quot;. Die Arche &amp;quot;treibt&amp;quot;,  sie fährt nicht über das Wasser sondern mit dem Wasser. Und auch der Frevler bei Hiob treibt &amp;quot;mit&amp;quot; dem Wasser davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::: Jes 18,2: Luther: das Boten über das Meer sendet und in leichten Schiffen auf den Wassern fährt!&lt;br /&gt;
:::::::: Schlachter: das seine Boten aufs Meer entsendet und in Rohrschiffen über die Wasserfläche:&lt;br /&gt;
:::::::: EinheitsÜ: Es schickt seine Boten aus auf dem Nil, in Papyruskähnen über das Wasser.&lt;br /&gt;
:::::::: Hoffnung f alle: Du schickst deine Gesandten nilabwärts; in leichten Booten aus Papyrusrohr schießen sie über das Wasser.&lt;br /&gt;
:::::::: Gute Nachricht: Dieses Land schickt seine Abgesandten den Strom hinab, in Papyrusbooten gleiten sie über das Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Bezüglich des Nils bin ich als nicht Originalsprache lesender natürlich wieder aufgeschmissen. Ich nehm mal an, dass &amp;quot;Stromabwärts&amp;quot; von manchen mit dem Nil übersetzt wird, von manchen &amp;quot;zum Meer&amp;quot;? Jedenfalls: Natürlich werden die Boten &amp;quot;mit&amp;quot; dem Nil gesandt, möglicherweise sogar mal &amp;quot;gegen&amp;quot; den Nil. Dass das Fahren mit Schiffen angesichts damaliger Technik durchaus vor allem als Fahren &amp;quot;mit&amp;quot; dem Wasser empfunden wurde, unter Ausnutzung dessen, wo das Wasser einen hinträgt, lässt sich jedenfalls nachvollziehen, oder? Der andere Gedanke ist sonst &amp;quot;in &amp;quot; der Oberfläche. Also nicht &amp;quot;über&amp;quot; dem Wasser, sondern &amp;quot;in&amp;quot; der Oberfläche, Das Schiff ist ja kein Hooverboot, sondern steckt in der Obefläche, dem &amp;quot;Gesicht&amp;quot; des Wassers, durchbricht diese Oberfläche - um dann mit der Oberfläche zusammen irgendwo hin zu fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: In Hos 10,7 treibt wieder mal jemand mit dem Wasser fort, diesmal wie ein abgebrochener Zweig.  Treibt der mehr &amp;quot;auf&amp;quot; oder mehr &amp;quot;mit&amp;quot; dem Wasser? Imho passt &amp;quot;mit&amp;quot; besser.&lt;br /&gt;
::::::: Wo ist in Neh 9,11 und Offb 18,21 das al panim? oder gehts da um einen ruach, oder das ins meer werfen? Hier wäre jedenfalls &amp;quot;in&amp;quot; das einzig sinnvolle, obwohl ein &amp;quot;mit den Wassern&amp;quot; oder &amp;quot;mit den Fluten&amp;quot; zumindest denkbar erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::::: Sprüche 8,27: Buber Rosenzweig:  Als er den Himmel bereitete, war ich dabei, als er den Umkreis schränkte über dem Wirbel&lt;br /&gt;
:::::::: Einheitsü:  Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abmaß über den Wassern&lt;br /&gt;
:::::::: Luther: Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über den Fluten der Tiefe&lt;br /&gt;
:::::::: Schlachter: als er den Himmel gründete, war ich dabei; als er einen Kreis abmaß auf der Oberfläche der Meerestiefe&lt;br /&gt;
:::::::: Hoffnung f alle: Ich war dabei, als Gott den Himmel formte, als er den Horizont aufspannte über dem Ozean&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: &amp;quot;schränkte über dem Wirbel&amp;quot;, &amp;quot;Erdkreis abmaß über den Wassern&amp;quot;, &amp;quot;Kreis abmaß auf der Oberfläche der Meerestiefe&amp;quot;, &amp;quot;den Horizont aufspannte über dem Ozean&amp;quot;. Das &amp;quot;al pene tehom&amp;quot; ist mir da klar, wo das steckt. Interessant ist das, was da mit schränkte, abmaß oder aufspannte übersetzt wird. Laut Gen 1 errichtet Gott nämlich das Gewölbe inmitten der Wasser und trennt Wasser von Wasser. Das mit &amp;quot;aufspannen&amp;quot; zu umschreiben ist sehr adäquat. Dieses &amp;quot;aufspannen&amp;quot; ist aber nicht &amp;quot;über&amp;quot; dem Wasser, sondern inmitten der Wasser bzw der Tiefe (!! eineinself) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Fazit wieder mal: Bislang habe kein einziges Beispiel gesehen, bei dem &amp;quot;über&amp;quot; sinnvoller oder auch nur genauso sinnvoll erscheint wie ein &amp;quot;mit&amp;quot; oder &amp;quot;in&amp;quot;, gerade in Bezug auf Wasser. Bestenfalls ist es ein &amp;quot;auf&amp;quot;, aber dann immer ein &amp;quot;auf&amp;quot; der Oberfläche in einem Sinn, dass man auch &amp;quot;in&amp;quot; der Oberfläche drin steckt und sie durchbricht, jedenfalls niemals wirklich &amp;quot;über&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::::: Somit warte ich also auf ein überzeugendes Beispiel, dass dieses &#039;al überhaupt überzeugend als &amp;quot;über&amp;quot; gesehen werden kann??? Ein Beispiel, bei dem man nicht auf Anhieb eine mindestens ebenso überzeugende oder überzeugendere Alternative mit &amp;quot;in&amp;quot; oder &amp;quot;mit&amp;quot; liefern kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===V. 3 Licht===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ja häufig angemerkt worden, dass es merkwürdig sei, dass Gott am ersten Tag Licht erschafft, aber erst am vierten Tag die Leuchtkörper. Mir ist heute aufgefallen, dass das wahrscheinlich gar nicht so ist: Die FN j erläutert ja schon, wie dieses &#039;&#039;or&#039;&#039; in das Muster von Gen 1 passt: &amp;lt;code&amp;gt;Gott ruft ein nur abstrakt bezeichnetes Etwas ins Sein, anschließend gibt er ihm einen Namen, unter dem es auch heute bekannt ist (etwa: „Helligkeit“ für „Tag“ und „Finsternis“ für „Nacht“; „etwas Schalenförmiges“ für „Himmel“, „etwas Trockenes“ für „Erde“ usw.; vgl. Good 2009, S. 12).&amp;lt;/code&amp;gt; Wenn das richtig ist, dann sagt Gott doch wohl nur: &amp;quot;Es werde &#039;&#039;Helles&#039;&#039;&amp;quot;, und dieses &amp;quot;Helle&amp;quot; nennt er dann &amp;quot;Tag&amp;quot; und scheidet es von dem &amp;quot;Dunklen&amp;quot;, das er &amp;quot;Nacht&amp;quot; nennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich so aber in noch keinem Kommentar gefunden. Gibt es Meinungen? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:30, 3. Nov. 2014 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Du schreibst &amp;quot;Gott ruft ein nur abstrakt bezeichnetes Etwas ins Sein, anschließend gibt er ihm einen Namen, unter dem es auch heute bekannt ist &amp;quot;. Das trifft mMn für den Begriff &amp;quot;Licht&amp;quot; in gleicher Weise zu wie für &amp;quot;helligkeit&amp;quot;. abgesehen davon dass &amp;quot;helligkeit&amp;quot; von einem substantivierten adjektiv &amp;quot;hell&amp;quot; stammt und irgendwie - hm, wie soll ich sagen - &amp;quot;bürokratisch&amp;quot; klingt in einem Satz &amp;quot;es werde Helligkeit&amp;quot;. Schöner wäre dann immerhin, nur zu sagen, es werde hell.&lt;br /&gt;
:Aber &amp;quot;es werde Licht&amp;quot; ist demgegenüber einerseits ebenso ein &amp;quot;abstraktes&amp;quot; Licht (ohne Leuchtkörper), und zudem auch ausdrucksstärker.&lt;br /&gt;
:--[[Benutzer:Maddes8cht|Maddes8cht]] ([[Benutzer Diskussion:Maddes8cht|Diskussion]]) 03:16, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Hi Maddes8cht,&amp;lt;br /&amp;gt;Das Rote ist ein Zitat aus der aktuellen Studienfassung. In meinem neuen Vorschlag dagegen habe ich bewusst nicht meh von &amp;quot;Helligkeit&amp;quot;, sondern von &amp;quot;Hellem&amp;quot; gesprochen. Weil ich mittlerweile nämlich glaube, dass mit diesem &#039;&#039;´or&#039;&#039; gar nicht die Helligkeit gemeint ist, sondern dass damit abstrakt die Zeitspanne &amp;quot;Tag&amp;quot; bezeichnet werden soll, bevor er diesen seinen Namen bekommen hat: Der Tag ist &amp;quot;das Helle&amp;quot;, nicht &amp;quot;die Helligkeit&amp;quot; - und deshalb auch eher nicht &amp;quot;das Licht&amp;quot;. Und Gott würde dann rufen: &amp;quot;Es werde etwas Helles&amp;quot;, also &amp;quot;etwas Helles soll entstehen! - Und dann nannte Gott dieses Helle: &amp;quot;Tag&amp;quot;.&amp;quot; --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] ([[Benutzer Diskussion:Sebastian Walter|Diskussion]]) 20:37, 2. Dez. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 9===&lt;br /&gt;
Mich stört das &amp;quot;Festland&amp;quot;, denn es geht hier nicht um den Gegensatz von Festland und Insel, sondern um Land und Wasser. Ich würde bei der Grundbedeutung trocken bleiben. Ob nun trockener Boden oder Trockenes als Hauptbedeutung da ist, ist mir egal. Denn dann muss man das auch nicht {{hebr}}אֶ֔רֶץ{{hebr ende}} auch nicht mit dem im deutschen missverständlichen &amp;quot;Erde&amp;quot; übersetzen, sondern kann &amp;quot;Land&amp;quot; nehmen (das führt freilich wieder zu Problemen in Vers 11-13) --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 19:30, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mach nur! Klingt logisch. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 28===&lt;br /&gt;
@Ben: Warum hast du diesen seltsamen Satzbau in 28a genommen? --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 19:30, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, um den Aufbau im Urtext nachzustellen? {{hebr}}וַיְבָרֶךְ אֹתָם אֱלֹהִים וַיֹּאמֶר לָהֶם אֱלֹהִים{{hebr ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist eher unglücklich. Normalisieren wir das doch. Mich würde zwischendurch aber interessieren, welche Deutungen es zwecks der Dopplung des Subjekts gibt - zeitlicher Abstand? Was geben die Kommentare her? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====kabasch====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prof. Schmitz aus Würzburg denkt mit Neumann-Gorsolke 2004: Herrschen in den Grenzen der Schöpfung, dass kabasch nicht &amp;quot;unterwerfen&amp;quot;, sd. &amp;quot;in Besitz nehmen&amp;quot; heißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergründe: Das Etymon von &#039;&#039;kabasch&#039;&#039; ist wohl ein protosemitisches &#039;&#039;kabas&#039;&#039; (&amp;quot;treten, pressen&amp;quot;); daraus hat sich dann entwickelt (1) ug. &#039;&#039;kabas&#039;&#039;, heb. &#039;&#039;kabas&#039;&#039; = &amp;quot;walken, pressen&amp;quot; und (2) heb. &#039;&#039;kabasch&#039;&#039; (&amp;quot;zertreten, treten, unterwerfen/in Besitz nehmen&amp;quot;); auch arab. &#039;&#039;kabasa&#039;&#039; un akk. &#039;&#039;kabasu&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etymologisch wäre da wohl beides möglich: (a) Man geht von der Bedeutungsentwicklung &amp;quot;treten&amp;quot; =&amp;gt; &amp;quot;auf etwas treten&amp;quot; (heb. Gestus der In-Besitz-Nahme&amp;quot;) =&amp;gt; &amp;quot;in Besitz nehmen&amp;quot; aus; (b) Man geht von der Bedeutungsentwicklung &amp;quot;treten&amp;quot; =&amp;gt; &amp;quot;niedertreten&amp;quot; =&amp;gt; &amp;quot;unterjochen&amp;quot; aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fände das sehr schön, wenn &#039;&#039;kabasch&#039;&#039; auch einfach &amp;quot;in-Besitz-nehmen&amp;quot; bedeuten könnte. Wg. Mic 7,19; Sach 9,15; Est 7,8 und weil Rezipient der &#039;&#039;kabasch&#039;&#039;-Handlung genau so oft Menschen wie Landstriche sind und weil arab. &#039;&#039;kabasa&#039;&#039; klar auch &amp;quot;angreifen, plündern&amp;quot; heißt, glaube ich eigentlich, dass die Bedeutungsentwicklung (b) wahrscheinlicher ist, aber es könnte ja sein, dass die heb. Bed. gar nicht so distinkt ist und das wirklich beides sein könnte. Muss noch mal bei Neumann-Gorsolke nachlesen; aber wenn mir jemand zuvorkommt, wäre ich da auch froh drüber :) --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:58, 27. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vers 30===&lt;br /&gt;
In V. 30 sollte die Stelle mit dem &amp;quot;lebenden Leben&amp;quot; noch mal genauer untersucht werden. Ich habe es nicht geschafft, den hebräischen Text an dieser Stelle ganz zu verstehen und kann deshalb auch nicht für die Richtigkeit der Übersetzung garantieren. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:01, 23. Jul. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lesefassung==&lt;br /&gt;
Anmerkung von [[Benutzer:Ben|Ben]]: habe diese Bemerkung, die eigentlich bei den Übersetzungsbemerkungen zur SF stand, mal hierher kopiert, weil wir in der Zwischenzeit festgelegt haben, dass Tipps für die Übertragung in die LF auf die Diskussionsseite kommen. Außerdem liegt noch nicht fest, was genau in den Bemerkungen erscheinen soll. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 18:01, 23. Jul. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*V1: Erst jetzt ist mir die die Dopplung der Konsonanten der beiden ersten Wörter aufgefallen Beth Resch Aleph (Bereschit Bara {{Hebr}}בְּרֵאשִׁ֖ית בָּרָ֣א{{Hebr ende}}). Eine gelungene Aliteration. Vielleicht sollte man das nachmachen mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;m &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;nfang. (Anmerkung für die Lesefassung) --[[Benutzer:Wolfgang_Loest|Wolfgang_Loest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hinweis auf die Alliteration könnte immerhin in den Kommentar. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 22:00, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Wolfgang, ich habe mal den Gedanken der Alliteration aufgenommen im 2. Vers der Lesefassung. Der Vers ist dadurch etwas lyrisch geworden und ist ein Stimmungsbild über den Zustand der Erde vor Beginn des gestalterischen Wirken unseres Gottes. &lt;br /&gt;
@Sebastian, @Olaf OT.: Überhaupt habe ich manchmal so wie ihr auch lyrische Anwandlungen. So erscheint ein Gedicht von mir in der kommenden Adventszeit in der Edition der Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts. Aus dem Schreiben der Redaktion geht hervor, dass die Frankfurter Bibliothek ein Standardwerk neuer Lyrik ist und weltweit in den bedeutendsten Bibliotheken eingestellt wird (z.B. Wiener Staatsbibliothek, Schweizer Nationalbibliothek, Französische Nationalbibliothek, National Library of Congress Washington). Das freut mich natürlich. Andererseits ist das Dichten nur ein Nebenableger meines sonstigen kompositorischen Schaffens. So ist auch das nun zur Veröffentlichung anstehende Gedicht usprünglich der Text zu einer Vokalkomposition. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 13:22, 6. Nov. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mal Überschriften eingefügt. Sie sollen deutlich machen, dass die Tage unseres Gottes eine andere Zeitrechnung voraussetzen als das unsere irdischen Tage sind. Das geht zum einen daraus hervor, dass unsere irdischen Tage mit der 24 Stunden Dauer erst am vierten Tag der Zeitrechnung unseres Gottes geschaffen wurden. Die vorhergehenden Tage eins bis drei können von daher schon logischerweise nicht 24 Stunden irdische Zeit gedauert haben. Zweitens geht die Voraussetzung der göttlichen Zeitrechnung zurück auf Psalm 90, wobei die Aussage: 1000 Jahre = 1Tag m.u.M.n. nicht mathematisch zu verstehen ist sondern eine Aussage darüber ist, dass Gottes Zeitrechnung in ganz anderen Dimensionen angesiedelt ist als unsere kleine irdische Lebensspanne. Mit unendlich großen Zeitspannen rechnet auch die dafür sinnvolle Wissenschaft: die Astronomie.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 12:35, 25. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich änder die Überschriften ab in der Fassung, die jetzt als persönliche Fassung auf der Seite verlinkt ist, weil dadurch besser beschrieben ist, was Joe hier so formuliert hat: &amp;quot;keine „Tage“, denn diese wurden sich erst im vierten Abschnitt ausgedacht&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 09:23, 2. Jun. 2014 (CEST) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Himmel und Erde --&amp;gt; Welt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe diesen Abschnitt mal nach &amp;quot;Lesefassung&amp;quot; verschoben (wo er hingehört) und fasse einfach mal schnell zusammen, dann muss man nicht die unten als &amp;quot;alte Diskussion&amp;quot; angehängte Diskussion noch mal komplett lesen. Die erledigten Punkte kennzeichne ich mit dem &amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;s&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;-Tag. @Ben + Olaf: Wenn euch die Zfsg. ungenau scheint, dann ändert am besten gleich in der Zfsg und hängt nicht erst noch eine Kritik der Zfsg an; dann könnten wir diesen Diskussionsabschnitt &amp;quot;räumlich klein&amp;quot; halten :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe in der aktuellen LF die Wendung &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; mit &amp;quot;Welt&amp;quot; wiedergegeben. Ben und Olaf sind der Meinung, dass das zu frei sei, weil es eine Redewendung vernichte, die im hebräischen Text enthalten sei:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sebastian&#039;&#039;&#039;: &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; ist im Hebräischen ein stehender Ausdruck für &amp;quot;Welt, Kosmos&amp;quot;; vgl. Arbez/Weisengoff 1948, S. 146; Sasson 1992, S. 184; Scharbert 1990, S. 39; Soggin 1997, S. 23f.; Waltke 1975-6, S. 218; Wenham 1987; Westermann 1983, S. 140f u.a. Deswegen und weil &amp;quot;Als Gott mit der Schöpfung von Himmel und Erde begann, gab es noch keine Erde&amp;quot; ungeschickt klingen würde, ist die bessere Übersetzung &amp;quot;Welt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ben&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;s&amp;gt;(1) &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; sind ein Merismus, und weil solche Stilmittel wörtlich übersetzt werden sollen, ist &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; zu übersetzen.&amp;lt;/s&amp;gt; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Olaf&#039;&#039;&#039;: (2) Dass &amp;quot;Erde&amp;quot; sowohl in V. 1 und V. 2 steht, ist ebenfalls ein Stilmittel, das &amp;quot;nicht um seiner selbst willen&amp;quot; steht, sondern es ist ein &amp;quot;Stilmittel mit inhaltlicher Aussage&amp;quot;. Deswegen ist in der LF wörtlich zu übersetzen. (3) &amp;quot;Welt&amp;quot; hat viele Bedeutungen, die das hebräische &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; nicht treffen; s. [http://www.duden.de/rechtschreibung/Welt Duden:Welt]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sebastian Antworten&#039;&#039;&#039;: &amp;lt;s&amp;gt;(1) bezog sich eigentlich auf die SF und auch Ben hat das schon als erledigt erklärt.&amp;lt;/s&amp;gt; Bei (2) müsste erst noch gesagt werden, (a) was für ein Stilmittel das sein soll und (b) welche inhaltliche Aussage da drin stecken soll [&amp;lt;=Die Antwort ist neu und steht nicht unten in der Diskussion]. (3) Doch, die Duden-Bedeutung 5a (&amp;quot;Weltall, Universum&amp;quot;) trifft ziemlich genau das, was laut den obigen Exegeten auch das hebräische &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; bedeutet. Ein deutsches &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; dagegen würde für einen deutschen Leser nur &amp;quot;Himmel + Erde&amp;quot; nahelegen, wäre also eine inhaltliche Änderung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Olaf Antwort (zu (3))&#039;&#039;&#039; - die habe ich nicht ganz verstanden, ich hänge sie daher hier mal an:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;code&amp;gt;Inhaltlich ist es sicher richtig, dass der Bibeltext mit „Himmel und Erde“ hier die gesamte Schöpfung meint. Wichtig ist mir aber, dass der Bibeltext von einem völlig anderen Weltbild ausgeht. „Himmel und Erde“ ist ein ganz anderer Blick als „Weltall und unser Planet“ oder „Planet Erde plus Atmosphäre“. Diese Perspektive klar zu benennen hilft dabei, die folgenden Verse richtig einzuordnen.&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Ich verstehe Olaf hier so, dass er zwar bestätigt, dass das hebräische &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; das deutsche &amp;quot;Welt&amp;quot; bedeutet, aber im hebräischen Weltbild die &amp;quot;Welt&amp;quot; nur aus &amp;quot;Himmel + Erde&amp;quot; besteht und daher &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; inhaltlich richtiger ist. Habe ich dich da richtig verstanden?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann wären die drei Fragen, die ausdiskutiert werden müssten, diese:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Macht die Wiederholung von &amp;quot;Erde&amp;quot; in Vv. 1.2 eine inhaltliche Aussage, die in einer Übersetzung mit &amp;quot;Welt&amp;quot; in V. 1 nicht zum Ausdruck käme?&lt;br /&gt;
# Die biblische Kosmologie ist in etwa [http://wp.patheos.com.s3.amazonaws.com/blogs/exploringourmatrix/files/2013/09/wpid-Photo-Sep-9-2013-827-AM.jpg so] konzipiert (&amp;lt;= die beste Grafik davon, die ich kenne). Das hebräische &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; meint dieses Gesamt; darin sind wir uns einig. Treffen wir inhaltlich dieses Gesamt besser, wenn wir in der LF &amp;quot;Welt&amp;quot; schreiben oder &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; (wohl mit einer FN in der LF)?&lt;br /&gt;
# Ist &amp;quot;Welt&amp;quot; oder &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; stilistisch besser? (zur Gewichtung von Inhaltlichkeit vs. Stilistik s. die [http://www.offene-bibel.de/blog/olaf/neue_kriterien_für_lesefassung LF-Kriterien])&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:31, 1. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigung für die späte Antwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu 1: Die Antwort auf deine Frage hängt sehr stark davon ab, wie man die Worte „Welt“ und „Himmel“ inhaltlich versteht. Das [http://www.duden.de/rechtschreibung/Welt Duden-Stichwort zu Welt] nennt nämlich als erste Bedeutung: „Erde, Lebensraum des Menschen“. Es kann also leicht der Eindruck entstehen, dass wir eine Schöpfung des Himmels verneinen wollen mit unserer Übersetzung. Dies gilt besonders, da man ja andere Übersetzungen im Ohr hat. Dann vermisst man den „Himmel“ und hört „Welt“ als synonym zu „Erde“. Eine vermeintliche Schwierigkeit ist nun, dass das Wort „Himmel“ ja ebenfalls mehrdeutig ist (&#039;&#039;sky&#039;&#039; und &#039;&#039;heaven&#039;&#039;). Glücklicherweise decken sich die beiden ersten Bedeutungen im [http://www.duden.de/rechtschreibung/Himmel Duden-Stichwort zu Himmel] aber mit den möglichen hebräischen Wortbedeutungen – und die Kombination „Himmel und Erde“ klingt im Deutschen wie im Hebräischen nach „die ganze geschaffene Welt inklusive &#039;&#039;sky&#039;&#039;“. Zwischenfazit: „Himmel und Erde“ ist inhaltlich weniger missverständlich als „Welt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu 2: Wenn man die biblische Kosmologie explizit machen möchte, dann könnte man von „Himmelsgewölbe und Erde“ sprechen. Das halte ich aber für nicht zwingend – eine informative Fußnote zum biblische Weltbild tut es auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu 3:  „Welt“ ist schöner als  „Himmel und Erde“, was wiederum schöner ist als „Himmelsgewölbe und Erde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: Nach unseren Kriterien läuft es ingesamt auf „Himmel und Erde“ hinaus. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 14:09, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin bei (1) und (2) anderer Meinung*. Aber weil auch in meinen Augen ein &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; in der LF nicht inakzeptabel wäre (halt nicht so gut wie &amp;quot;Welt&amp;quot;), ändere ich das jetzt mal. Wäre eine Diskussionsfrage weniger; bei Bedarf können wir die Diskussion ja wiederaufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;(1) Ich bin mir recht sicher, dass man &amp;quot;Welt&amp;quot; nicht als &amp;quot;Erde&amp;quot; missverstehen kann, wenn direkt darauf &amp;quot;Erde&amp;quot; folgt (&amp;quot;Als Gott mit der Schöpfung der &#039;&#039;&#039;Welt&#039;&#039;&#039; begann, gab es noch keine &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039;&amp;quot;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Hier hat Olaf mich missverstanden, glaube ich. Ich finde die Frage deshalb wichtig, weil  ich fürchte, dass im deutschen &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; die anderen Bestandteile der Welt, die im hebräischen &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; mitgemeint sind (siehe eben die Grafik: Das Firmament, die Tiefe, die Pfeiler der Erde, die Säulen der Berge etc.), als nicht-inbegriffen wahrgenommen werden (also inhaltlich falsch - was ein klares Ausschluss-kriterium für diese Übersetzung wäre). Ich bin mir nicht sicher, ob das so ist, aber ich fürchte es nach wie vor. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 17:11, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Leute, die einerseits alle Details des biblischen Weltbildes auswendig kennen und andererseits nicht bereits mit der Vorstellung einer umfassenden Schöpfung sozialisiert sind, dürfte wohl extrem klein sein. Daher sehe ich die von dir befürchtete Missverständnisgefahr nicht. Aber ich fände es sehr gut, wenn du eine informierende Fußnote zum biblischen Weltbild erstellen könntest. Dort kannst du dann auch auf die Vollständigkeit eingehen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:21, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre mir dann doch zu akribisch. Außerdem ist mir eingefallen: (1) &amp;quot;Himmel und Erde müssen vergehn, aber die Musici bleibet bestehen.&amp;quot; - Offenbar gibt es das Idiom auch im Deutschen (?).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
... - also schön. Dann können wir den Punkt ja mal abhaken. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 22:13, 7. Jun. 2014 (CEST) &lt;br /&gt;
====alte Diskussion====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Himmel und Erde=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian hat den vertrauten Merismus &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; inhaltlich wohl richtig zu &amp;quot;Welt&amp;quot; abgewandelt (vorher war wörtlich übersetzt). Ich halte das aber für eine Abweichung von unseren Übersetzungskriterien, wo wir festgehalten haben, dass Stilmittel, wo immer möglich, wörtlich übersetzt werden. Auch hier gibt es m.M.n. keinen schlüssigen Grund, den Merismus aufzuschlüsseln. Man könnte weiter fragen, ob &amp;quot;Welt&amp;quot; dem überhaupt ganz gerecht wird. Die anderen Fassungen sind von diesem Einwand zunächst ausgenommen, mir geht es nur um die Kriterien der Studienfassung. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:26, 21. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist wahr, das könnte den Übersetzungskriterien widersprechen. Ich bin mir aber nicht ganz sicher. Wenn die Exegeten, die ich zitiert habe, recht haben, dann ist „Himmel und Erde“ nicht einfach nur ein Merismus, sondern schlicht der hebräische Ausdruck für „Welt“, und dann würde man mit einer wörtlichen Übersetzung diese Bedeutung verstellen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist aber gar nicht direkt der Grund, warum ich das gemacht habe, sondern: Im Folgenden wird &amp;quot;Tohuwabohu&amp;quot; als &amp;quot;nicht-vorhanden&amp;quot; gedeutet: &amp;quot;Die Erde war nicht&amp;quot;. Wenn man das dann wörtlich übersetzen würde - &amp;quot;Als Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen, war die Erde nicht (da)&amp;quot; - würde das im Deutschen zu einem absurden Text führen, der auf den Hebräer aber gar nicht absurd gewirkt haben muss, wenn &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; für ihn wirklich nur der übliche Ausdruck für &amp;quot;Kosmos&amp;quot; war: &amp;quot;Als Gott begann, die Welt zu schaffen, gab es noch gar keine &amp;quot;Erde&amp;quot;.&amp;quot; - das funktioniert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht... wäre dir trotzdem &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; lieber?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:28, 24. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde Bens Einwand sehr berechtigt und vertrete darüber hinaus die These, dass „Welt“ auch für die Lesefassung problematisch ist. Dass „Himmel und Erde“ inhaltlich als Synonym für „Welt“ verstanden wird, ändert nichts an dem sprachlich-inhaltlichen Bezug von Vers 2 auf Vers 1. Die sprachliche Doppelung ist nicht nur ein Stilmittel um seiner selbst willen, sondern ein Stilmittel mit inhaltlicher Aussage. Diesen Bezug unkenntlich zu machen, würde den Sinn des Textes verändern. Das von Sebastian genannte logische Problem mit der Übersetzung „Als Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen, war die Erde nicht (da)“, sehe ich auch – aber das Problem existiert ja nur dann, wenn man Vers 2 als zweiten Satzteil von Vers 1 versteht. Diese Deutung der Syntax erscheint mir aber sowieso sehr unplausibel, da mir kein anderer Fall eines Satzes mit der Struktur „Be+Zeitangabe Waw - X - Qatal“ bekannt ist. Das „Waw - X - Qatal“ markiert, wenn ich mich nicht völlig irre, sehr deutlich den Beginn eines neuen Satzes mit Hintergrundinformationen. Nun gibt es ja viele Exegeten, die Vers 1 als Überschrift deuten. Kombiniert mit der Constructus-These ergäbe sich folgende Übersetzung: „Wie Gott die Schöpfung von Himmel und Erde begann. Die Erde war nichts als Nichtigkeit, und Dunkelheit …“ --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:18, 25. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kombiniert mit der Constructus-These&amp;quot;??? - Wie soll denn das funktionieren? Wie würdest du denn dann die Überschrift wörtlich übersetzen? So?:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Am Anfang davon, dass Gott Himmel und Erde schuf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde war nichts als Nichtigkeit...&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaub nicht, dass das eine sinnvolle Überschrift ist. Und selbst wenn es eine sinnvolle Überschrift wäre, würde man damit einen ganz neuen Vorschlag machen. Die aktuelle Übersetzung hat wenigstens eine Vielzahl von Exegeten als Basis. Außerdem ist „Hintergrund“ keine semantische Kategorie, dass du einfach background-sätze wie gewöhnliche Hauptsätze übersetzen könntest und dann hinzufügen könntest &amp;quot;Das ist jetzt eine Hintergrundinformation&amp;quot;. Das ist eine grammatische Kategorie, die mit einem semantischen Begriff bezeichnet wird, weil sie eine semantische Funktion hat. background-clauses drücken z.B. andere Tempi aus als die mainline der Handlung (z.B. Plusquamperfekt, Habituelle Handlungen) oder geben andere Umstände an, die als Umstände nicht zur mainline gehören, z.B. Gründe, Zwecke usw. Wenn du also als &amp;quot;Hintergrund&amp;quot; interpretieren willst, müsstest du etwas übersetzen wie &amp;quot;Als/Bevor/Nachdem/Weil/Obwohl/Damit/usw. die Erde nichts als Nichtigkeit war und ..., sprach Gott: Licht soll entstehen.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist außerdem unnötig: Der logische Wiederspruch ist ja gar nicht da, hab ich gemerkt. Wenn ich beginne, eine Mütze zu stricken, ist am Anfang auch noch keine Mütze da. Ich werde das daher jetzt in der Studienfassung wieder zu &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; zurückändern - da hat Ben schon recht -, aber ich bin trotzdem der Meinung, das &amp;quot;Welt&amp;quot; die bessere Alternative für die Lesefassung ist (einfach, weil &amp;quot;inhaltliches Synonym&amp;quot; schon nicht richtig ist. &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; &#039;&#039;ist&#039;&#039; &amp;quot;Welt&amp;quot; auf Hebräisch. Der einzige, den ich gelesen habe und der versucht haben, dagegen zu argumentieren, war Kline (aber der glaubt auch, dass Gott in Gen 1 als Vogel dargestellt wird).)&amp;lt;!-- vorher hatte ich falscher weise hier noch Soggin angeführt, aber Soggin vertritt das Gegenteil: „„Himmel und Erde“ bezeichnen somit das geordnete, in all seinen Teilen vollständige Weltall.“ (S. 24)--&amp;gt;). Aber das gehört nicht hier her, sondern in die Diskussion zur Lesefassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;[Zeitangabe] ... Waw-X-Qatal&amp;quot; ist sogar recht häufig. Zu Bspp siehe unten; soviel sei schon hier gesagt: Die Funktion von &#039;&#039;Waw&#039;&#039; zur Verknüpfung einer Zeitangabe mit dem nachfolgenden Satzteil findest du in Ges&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;, S. 289; JM §176g; KBL&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, S. 248; SS, S. 165; Zorell, S. 201 (Niccacci glaubt außerdem, dass es sich um ein &#039;&#039;Waw apodoseos&#039;&#039; handle, was auch möglich wäre - damit hättest du sogar zwei Möglichkeiten (Ich frag mich aber sowieso, warum nicht das Waw zur Verknüpfung von Zeitangaben und Sätzen einfach als Spezialfall des Waw apodoseos gelistet wird.)); und ein Satz, der mit &#039;&#039;Waw&#039;&#039; beginnt und danach mit der Wortstellung Nomen - Verb fortfährt, hat natürlich nicht immer die Funktion der Konstruktion [&#039;&#039;Waw-X-Qatal&#039;&#039;=background-Marker]; das findest du nicht nur bei Konkurrenten der Diskursgrammatiker, sondern auch bei Dawson, Longacre, Niccacci etc. selbst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf die Wortstellung Nomen - Verb bin ich sogar schon, bevor du die Anfrage geschickt hast, nämlich im Kommentar (hast du das also immer noch nicht gelesen?):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein anderes Gegenargument lautet, dass, wenn Gen 1,1 so wie oben dargelegt gelesen wird, es ja ein Satzgefüge entweder mit Gen 1,2 oder Gen 1,3 bildet; man dann aber dort eine andere Wortstellung erwarten würde. Z.B. im Falle davon, dass Gen 1,1 Vordersatz zu Gen 1,2 ist (wie es hier gelesen wird) sollte eigentlich die Worstellung &#039;&#039;Wayyiqtol - X&#039;&#039; oder &#039;&#039;Qatal - X&#039;&#039; erwartet werden, was aber steht, ist &#039;&#039;Waw - X - Qatal&#039;&#039; - so z.B. Cassuto 2005, S. 19f.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Wortstellung kann aber ganz verschiedene Gründe haben und ist damit keineswegs ein gültiges Gegenargument; z.B. könnte damit Emphase ausgedrückt werden, es könnte eine Topikalisierungsstrategie sein (unsere Deutung; so auch schon König 1919, S. 135f.; Waltke 1975, S. 225) und so weiter.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Topikalisierung“ ist ein Begriff aus der funktionalen Grammatik und bedeutet unter anderem, dass ein Begriff aus einem vorangehenden Diskursabschnitt, der wieder aufgegriffen wird, an die Satzspitze gestellt wird. Z.B. auf die Frage „Welche Antwort ist besser - Antwort X oder Antwort Y?“ könnte man antworten „Ich finde Antwort X besser.“, oder aber man könnte antworten „Antwort X finde ich besser, weil...“ und damit „Antwort X“ topikalisieren. Merkwürdigerweise deutet Cassuto im Folgenden die Wortstellung offenbar selbst als Topikalisierungsstrategie und kommentiert: „It is as though Scripture said: [...] &#039;As for the earth alluded to in the first verse, I must tell you that at the beginning of its creation, it was without form or life,&#039; etc.“ (S. 21)“&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 00:26, 26. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab jetzt doch mal nachgeschaut (ich mag keine losen Fäden :) ). Ich geb dir mal 5 Beispiele aus der WIVU-Database (Das „es begab sich“ musst du einfach ignorieren; ich wollte damit nur den Diskursmarker {{hebr}}וַיְהִי{{hebr ende}} wörtlich übersetzen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 6em&amp;quot; |  Vers || style=&amp;quot;width: 18em&amp;quot; | Hebräisch || Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 6em&amp;quot; |  Gen 7,10 || {{hebr}} וַיְהִי, לְשִׁבְעַת הַיָּמִים &amp;lt;br /&amp;gt;וּמֵי הַמַּבּוּל הָיוּ עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Es begab sich: Nach sieben Tagen &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;waren die Wasser der Flut auf Erden&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gen 22,1 || {{hebr}} וַיְהִי, אַחַר הַדְּבָרִים הָאֵלֶּה&amp;lt;br /&amp;gt; וְהָאֱלֹהִים נִסָּה אֶת-אַבְרָהָם {{hebr ende}}|| Es begab sich: Nach diesen Geschichten/Dingen &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;versuchte Gott den Abraham&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1Sam 30,1 || {{hebr}}בְּבֹא דָוִד וַאֲנָשָׁיו צִקְלַג בַּיּוֹם הַשְּׁלִישִׁי&amp;lt;br /&amp;gt; וַעֲמָלֵקִי פָשְׁטוּ אֶל-נֶגֶב וְאֶל-צִקְלַג {{hebr ende}}|| Als [... sie] am dritten Tag nach Ziklag kamen, &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;waren die Amalekiter eingefallen in Negeb und Ziklag.&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2Sam 24,11 || {{hebr}}וַיָּקָם דָּוִד בַּבֹּקֶר&amp;lt;br /&amp;gt; וּדְבַר-יְהוָה הָיָה אֶל-גָּד הַנָּבִיא חֹזֵה דָוִד{{hebr ende}}|| Als David am folgenden Morgen aufstand, &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;erging das Wort des Herrn an Gad, den Propheten Davids&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1Kön 18,1 || {{hebr}} וַיְהִי, יָמִים רַבִּים&amp;lt;br /&amp;gt; וּדְבַר-יְהוָה הָיָה אֶל-אֵלִיָּהוּ{{hebr ende}} || Es begab sich: Nach langer Zeit &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;erging das Wort Jahwes an Elija&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:10, 26. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian, zunächst mal vielen Dank für die detaillierten Nachweise. Du nimmst Gegenargumente wirklich ernst, und das ist schön zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fürchte aber, dass die Diskussion auf Olafs syntaktischen Einwand hin doch deutlich aus der Bahn geraten ist. Syntaxfragen würde ich eher in die Diskussion ans (gegenwärtige) Seitenende verlagern, hier geht es um eine eher lexikalische Frage. Neben Sebastians Beispielen zur Syntax will ich noch auf einen [http://ancienthebrewgrammar.wordpress.com/2011/11/14/genesis-1-1-and-topic-fronting-before-a-wayyiqtol/ Blogeintrag des schon genannten Holmstedt] verweisen, der ebenfalls nachweist, dass diese Konstruktion Sinn ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zur eigentlichen Argumentation: Es mag sein, dass &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; das fehlende Lexem für den Referenten &amp;quot;Welt&amp;quot; ersetzt. Das ändert aber nichts daran, dass wir es mit einem Idiom (ist das das richtige Wort?) und nicht mit einem echten Lexem zu tun haben. So etwas übersetzen wir nach den Übersetzungsregeln wenn möglich wörtlich. Weil darin sind die Wort-Bestandteile deutlich sichtbar sind, stellt das auch keinen semantischen Fehler dar. Die Regel dient ja gerade dazu, die Formulierung des Urtexts ins Deutsche zu übertragen, und nicht, semantische Äquivalente zu finden. Gerade wenn im Hebräischen dann innerhalb von zwei Sätzen dasselbe Wort gebraucht wird, könnte man dahinter dann auch Absicht vermuten, was auf eine absichtsvolle Formulierung und vermutlich denselben Referenten schließen lässt. Das ohne Not aufzubrechen, fände ich schade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Fußnote gehört dann die Erklärung, dass das Hebräische den Merismus als Ersatz für das fehlende Lexem für &amp;quot;Welt&amp;quot; gebraucht. Diese Funktion ist dem Stilmittel Merismus offenbar inhärent: Es drückt mit zwei einander ergänzenden Begriffen Umfassendheit aus, wohl entweder aus stilistischen Gründen, oder zur Hervorhebung der beiden Begriffe, oder weil der nötige &amp;quot;ersetzte&amp;quot; Begriff in der Sprache nicht existiert. Wie der Merismus hier funktioniert und welchen Referenten er hat, hat die Fußnote zu erklären. Was die Bestimmung des Stilmittels aber noch nicht automatisch beinhaltet, ist dass der &amp;quot;ersetzte&amp;quot; Begriff nicht existiert, und dieser Beweis wäre m.E. zu führen. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:00, 26. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uah. Mittlerweile braucht man ja echt lang, um da nach oben zu scrollen - sry, aber Olafs Antwort hat irgendwie schon wieder so ne Monsterantwort erforderlich gemacht :)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ja, du hast schon recht - deswegen stehts ja jetzt auch so in der Studienfassung drin (?). Idiom wird wohl passen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:19, 26. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Sebastian richtig verstehe, dann ist sein Haupt-Argument, dass es im Hebräischen kein Wort für &amp;quot;Welt&amp;quot; gibt und daher eine Umschreibung nötig ist. Nun hat das deutsche Wort &amp;quot;Welt&amp;quot; das Problem, eine Vielzahl unterschiedlicher Bedeutungen zu haben, die fast alle entweder hier klar nicht gemeint sind, oder aber sogar anachronistisch wären: [http://www.duden.de/rechtschreibung/Welt http://www.duden.de/rechtschreibung/Welt]. Wäre es da nicht besser, das hebräische Welt-Bild ebenfalls zu umschreiben? Ich schlage z.B, die Formulierung &amp;quot;Himmel und Erde&amp;quot; vor. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 08:31, 7. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;g&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (uh. ganz schön kompliziert, ein einfaches „&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;g&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;“ in ein Wiki einzufügen...).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum „anachronistisch“? Auch denke ich, dass (1) und (5a) auf der Duden-Seite ziemlich genau das trifft, was hier gemeint ist. Aber eigentlich spricht ja nichts gegen „Himmel und Erde“, außer, dass ich „Welt“ stilistisch schöner fände - den Textsinn treffen würde beides. Kann sein, dass in dem Fall mein stilistisches Empfinden danebenliegt; wenn euch das so scheint und ihr „Als Gott mit der Schöpfung von Himmel und Erde begann, gab es noch gar keine „Erde“:...“ genau so schön findet, dann ändert das nur.´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. @Olaf: Ich hab gemerkt, dass ich ein bisschen wenig Kompromissbereitschaft gezeigt habe auf der Diskussion dieser Seite. Ich stehe immer noch genau so hinter dem, was ich geschrieben habe; aber wie so oft wäre das wohl auch hier versöhnlicher gegangen. Das tut mir leid; ich habe nur echt viel Arbeit in dieses Kapitel gesteckt - vielleicht kam das daher...&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:03, 7. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meinem Verständnis ist diese Frage ohnehin geklärt, seit Sebastian seine Änderung rückgängig gemacht hat (und mir im Chat verraten hat, dass wir recht haben ;-) ). --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:45, 7. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach so? - Olaf, du hast jetzt schon von der Lesefassung gesprochen, oder?&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 15:09, 7. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich hatte auch von der Lesefassung gesprochen. Inhaltlich ist es sicher richtig, dass der Bibeltext mit „Himmel und Erde“ hier die gesamte Schöpfung meint. Wichtig ist mir aber, dass der Bibeltext von einem völlig anderen Weltbild ausgeht. „Himmel und Erde“ ist ein ganz anderer Blick als „Weltall und unser Planet“ oder „Planet Erde plus Atmosphäre“. Diese Perspektive klar zu benennen hilft dabei, die folgenden Verse richtig einzuordnen. Dass die Doppelung von „Erde“ nicht komisch klingt, lässt sich durch andere Formulierungen sicherstellen. Ich verstehe den Urtext inhaltlich wie folgt: „Bevor Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen, war die Erde noch formlos und nichtig, und Gottes stürmischer Atem wehte über die Erde. Dann sprach Gott …“ (Die einzelnen Unterschiede sollten wir nach und nach an den relevanten Stellen auf der Diskussionsseite besprechen, bitte nicht alles gleichzeitig hier.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Welt-Bedeutungen aus dem Duden: Wenn „Erde, Lebensraum des Menschen“ gemeint gewesen wäre, dann hätte der „Himmel“ nicht erwähnt werden müssen. Außerdem wird ja nicht nur der unmittelbare Lebensraum der Menschen geschaffen  – sondern auch Sterne und (für die Landratten-Hebräer extrem exotische) Meeresungeheuer geschaffen. Die Welt-Bedeutung „Weltall, Universum“ wiederum setzt ein modernes, naturwissenschaftlich geprägtes Weltbild voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian, ich bin, wie gesagt, von deiner Arbeit sehr beeindruckt. Dass du so viel Zeit investiert hast und so viel Schlaues geschrieben hast, macht es mir etwas schwierig, immer „mitzuhalten“. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die ich gerne in die Diskussion einbringen möchte. Dabei ist mir nicht wichtig, dass ich mich durchsetze, sondern nur, dass mein Argument verstanden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 06:51, 10. Okt. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lesefassung: Tohuwabohu===&lt;br /&gt;
[Die nächsten 3 Kommentare habe ich aus der Diskussion zum Sprachspiel in der Studienfassung hierher kopiert (--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:56, 11. Jul. 2013 (CEST)):]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Sprachspiel „Tohu wa Bohu“ fehlt eine Fußnote. Es handelt sich sowohl um einen Binnenreim als auch um ein Hendiadyion. Wie Gordon J. Wenham bemerkt (WBC, 1987, S. 15), lässt es sich inhaltlich als „nothingness“ oder als „chaos, disorder“ deuten. Er selbst übersetzt es mit „total chaos“. Die Frage, wie man sich hier entscheiden soll, hänt natürlich auch von der grammatikalischen Deutung von Vers 1–2 zusammen. Was haben hier andere Kommentare? Wenn wir uns für „nothingness“ entscheiden, dann könnte man das Wortspiel schön mit „Nichts als Nichtigkeit“ nachzubauen. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 21:37, 27. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Waltke bezeichnet das nur als [http://de.wikipedia.org/wiki/Syntagma Syntagma]. Soweit ich das verstehe, handelt es sich dabei um gruppierte, einander entsprechende Elemente.) Guter Ansatz, interessanter Lösungsvorschlag. Die Frage ist, ob wir jedes Stilmittel mit Fußnote festzuhalten brauchen? Ansonsten würde ich diese Überlegung rein vom Gefühl her eher in der Lesefassung einordnen. Was meint ihr? --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:54, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stimmt, dass „Nichts als Nichtigkeit“ eher etwas für die Lesefassung und/oder eine Fußnote ist. Zumindest, solange wir inhaltlich „nothingness“ übersetzen wollen und nicht „total chaos“. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:27, 28. Mai 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war denn an meiner Version so schlecht, dass sie gelöscht wurde??? --[[Benutzer:Drafi|Drafi]] 18:48, 10. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Drafi, grundsätzlich ist die Lesefassung ja bisher nur Versuch und Ideensammlung, aber du hast Alternativen in die Lesefassung eingefügt! :-) Alternativen in Klammern bietet aber nur die Studienfassung. Andere Änderungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Du kannst mir gerne erklären, warum du z.B. &amp;quot;schlammig&amp;quot; eingefügt hast. Der Rest waren ja eher Kleinigkeiten, die nicht viel ausgetragen haben. Wenn du einen begründeten Änderungsvorschlag hast, diskutiere ich den aber gerne mit dir. Gruß, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 20:45, 10. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schlammig&amp;quot; war aber, wenn ich mich recht entsinne, von Aaron. Ironischerweise hat Ben jetzt wegen diesem Formfehler die ziemlich sicher passendere Version entfernt (kürzlich hat z.B. Tsumura ein ganzes Buch darüber veröffentlicht, warum seiner Meinung nach &amp;lt;code&amp;gt;&amp;quot;both the biblical context and extra-biblical parallels suggest that the phrase &#039;&#039;tohû wabohû&#039;&#039; in Gen 1,2 has nothing to do with &amp;quot;chaos&amp;quot; and simply means &amp;quot;emptiness&amp;quot; and refers to the earth which is an empty place, i.e. &amp;quot;an unproductive and uninhabited place.&amp;quot;&amp;lt;/code&amp;gt;) und &amp;quot;inhaltslos&amp;quot; wieder nach &amp;quot;schlammig&amp;quot; zurückgeändert. Das nur so zwischenrein. Ansonsten hatte Ben aber recht mit seiner Änderung - über Alternativen, Klammern und Fußnoten in der Lesefassung haben wir mal einige Zeit diskutiert und uns bis auf die Fußnoten dagegen entschieden.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:17, 10. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, mein Fehler! Dann war diese Korrektur angebracht. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 09:07, 11. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Glück habe ich in weiser Voraussicht die Originalversion hier vor Verwicklungen geschützt festgehalten: &lt;br /&gt;
http://feiertagsinfo.at/53601.html  Ich änder das dann wieder in diesem Sinne. Es sei denn, es gäbe gute Gründe gegen schwammig und für leer. Wenn ich Sebastian richtig verstehe gibt es die aber nicht. Bei der Gelegenheit änder ich gleich auch noch mein gut gemeintes aber im nachhinein nicht gelungenes Wortspiel von tiefe und Tiefe ab. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 14:45, 11. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Aaron: Die gibt es schon, doch - da hast du mich falsch verstanden. (1) Allem voran gibt es jedenfalls überhaupt keinen Grund, der für &amp;quot;schlammig&amp;quot; spräche. Die Bedeutungen, die aktuell in der Forschung diskutiert werden (vgl. allein die Diskussionsgeschichte oben) schwanken zwischen „chaotisch“ und „leer“ (zu obigen Wenham: &amp;quot;total chaos&amp;quot; kann ich noch beitragen: LXX: &amp;quot;unsichtbar und ungeformt&amp;quot;; Aq: &amp;quot;Leere und Nichts&amp;quot;, Sym: ungefähr &amp;quot;Trägheit und Vermassung&amp;quot;, Th. &amp;quot;Leere / Nichts und Nichts&amp;quot; (es gibt beide Versionen), VUL: &amp;quot;nichtig und leer&amp;quot;; TgO: &amp;quot;öd und leer&amp;quot;, TgPsJ: &amp;quot;formlos und wüst&amp;quot;, Midrasch BR (R. Jehuda bar Simon): &amp;quot;Nichtigkeit und Leere&amp;quot;, Arbez/Weisengoff: ungefähr &amp;quot;wüste Wirre&amp;quot;, Bandstra: &amp;quot;Leere und Nichtigkeit&amp;quot;, Delitzsch: &amp;quot;Wüste und Starrheit&amp;quot;, Driver: &amp;quot;wüst und nichtig&amp;quot;, Good: &amp;quot;formlos und leer&amp;quot;, Hershon: &amp;quot;leer und nichtig&amp;quot;, Hoberg: &amp;quot;Wüste und Leere&amp;quot;, Junker: &amp;quot;wüst und leer&amp;quot;; König: &amp;quot;Wüstheit und Leerheit&amp;quot;, Scharbert: &amp;quot;Wüste und Öde&amp;quot;, Schedl: 2x &amp;quot;Finsternis&amp;quot; (?), Skinner: &amp;quot;Formlosigkeit und Leere&amp;quot;, Speiser: &amp;quot;formlose Wüste&amp;quot;, Tsumura: &amp;quot;unfruchtbar und unbewohnt&amp;quot;, Westermann: &amp;quot;öde Wüste&amp;quot;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Drafi fand &amp;quot;schlammig&amp;quot; nicht angemessen. Ben hat es aus Versehen zurückgeändert, dann aber, weil er es ebenfalls nicht angemessen fand und weil er einen Kommentar von mir las, in dem auch ich schrieb, dass ich das für keine angemessene Übersetzung halte, wieder zurückgeändert. Wieso hast du das denn jetzt doch wieder zurückgeändert - trotz dreimaliger Korrektur?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich werde es jetzt jedenfalls ein viertes Mal korrigieren, bin aber gern bereit, es ein fünftes Mal zu re-korrigieren, wenn du mir deine Entscheidung für &amp;quot;schlammig&amp;quot; einsichtig machen könntest :)&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 20:56, 11. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorab halte ich die Vorgehensweise, im Wiki an einem literarischen Text durch Löschbattles zu schreiben für einen Unsinn. Hier werden Arbeitsformen, die bei der Studienbibel sich bewährt haben, einfach 1 zu 1 für die Lesefassung übernommen. Ich werde mich in der Form gewiss nicht weiter an Offene Bibel beteiligen mit Texten für die Lesefassung. Falls das ein gewolltes Ergebnis der beckmesserischen Änderungen einer einzelnen Formulierung ist, dann darf ich gratulieren zum Erfolg. Was ich nicht kritisiere, ist die Vorgehensweise von Olaf, wenn er eine Vorlage von mir bearbeitet bei erkennbarer Wertschätzung dessen, was ich vorgearbeitet habe. Umgekehrt empfinde ich dieselbe Wertschätzung für die Vorlagen in der Studienbibel. Ohne die dort erfolgte genaueste Textanalyse wäre keine Lesefassung möglich. Das gilt auch für das im Deutschen sprichwörtliche Tohuwabohu von Vers 2. Bei der Lesefassung kommt es nun, abgesehen von einem nötigen literarischen Anspruch, wesentlich stärker auf den Kontext an als bei der Studienfassung und diesen Kontext muss ich berücksichtigen und in den Text einarbeiten. Aus diesem Kontext heraus ist es zumindest für mich eindeutig, dass die Erde am ersten Tag schlammig war. Die Trennung des Schlamms hin zu Wasser einerseits und trockenes Land andererseits geschah ja erst am dritten Tag dieses Textes. Dennoch akzeptiere ich um des Friedens willen die hartnäckige Abänderung meiner wohlüberlegten Intention als Autor und werde sie sicherlich nicht zum wiederholten Male ändern. Ich veröffentliche ja hier in einem Projekt, wo jeder die Texte -rein rechtlich zumindest- verändern darf, der Lust dazu hat. Um desselben Friedens willen werde ich mich aber weiter nicht mehr mit Texten für die Lesefassung beteiligen, weil ich keinen gesteigerten Sinn darin sehe, mich für einzelne Formulierungen, die ich für die Lesefassung aus gutem Grund gewählt habe, rechtfertigen und verteidigen zu müssen. Wäre das Standard, müsste ich tausende von Stunden damit verbringen. Im Übrigen nehme ich ja auch keinerlei Veränderungen an Texten anderer Autoren hier im Wiki vor. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 07:53, 12. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum bist du denn jetzt schon wieder beleidigt? Das ist doch einfach das Prinzip der Arbeitsweise bei OfBi: Gemeinsames Erstellen von Texten. Zu Gen 1 hast du eine erste  Version erstellt, und von drei Seiten kamen an (nur!) einem Wort Änderungen oder Änderungsempfehlungen. Dann ist es doch beim Arbeitsprinzip der OfBi klar, dass es geändert werden muss (vgl. unter [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Mitmachen!#Eindeutschen.2F.C3.9Cbertragen Mitmachen!]: „Für den Fall, dass es schon eine Lesefassung gibt, können alle Interessierten diese bei Bedarf verbessern bzw. kommentieren, oder selbst die Lesefassung aus der Studienfassung erstellen.“). Abgesehen davon hast du die Änderung ja wieder rückgängig gemacht unter der Prämisse, dass du mich richtig verstanden hättest. Aber die Prämisse war ja falsch, ich bin daher eigentlich sogar davon ausgegangen, dass ich in deinem Sinn handle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vielleicht weiß ich aber, warum du beleidigt bist: Du sprichst von „ich veröffentliche“, von „meinen Texten“, von „Originalversionen“ und „Abänderungen“. Ist das denn das richtige Verständnis? -&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich verstehe die Arbeit bei OfBi so: Die Texte der OfBi sind Gemeinschaftsprojekte und jeder ist daher maximal &#039;&#039;Ko&#039;&#039;-Autor. Der erste Ko-Autor erstellt daher auch keine „&#039;&#039;Original&#039;&#039;versionen“, sondern „&#039;&#039;erste&#039;&#039; Versionen“, die als offizielle OfBi-Fassungen daher auch nicht &#039;&#039;seine&#039;&#039; Texte sind, sondern vorläufige &#039;&#039;OfBi&#039;&#039;-Texte. Und solche ersten / vorläufigen OfBi-Fassungen werden im Verlauf der Arbeit nicht „abgeändert“ (zumindest nicht im Sinne von „verfälscht“), sondern &#039;&#039;verbessert&#039;&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn ich da irgendetwas falsch verstanden hätte und daher z.B. meine letzte Änderung falsch gewesen sein sollte, tut mir das leid - aber dann würde ich hiermit jemanden bitten, mir zu erklären, inwiefern ich das „Arbeitsprinzip OfBi“ falsch verstanden hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Eine Bitte noch: Bitte, bitte: Lass doch deinem Unmut nicht immer gleich da freien Lauf, wo du dich gerade befindest. Wenn du unzufrieden bist mit meinem Vorgehen, dann schicke doch lieber eine PN an mich; wenn du mit irgendwelchen Zuständen so unzufrieden bist, dass du unter diesen Vorraussetzungen keine Lesefassungen einstellen willst, dann schreibe das entweder auf deine Diskussionsseite oder einen Änderungsantrag auf die Lesefassungsseiten-diskussion. So, wie du das aktuell machst, wirkt das sehr wenig gut auf jemanden Außenstehenden, der aus Interesse z.B. auf diese Diskussionsseite schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.P.S.: Mir ist gerade aufgefallen, dass das schon wieder so scharf klingt. Dabei hatte ich eigentlich sogar versucht, das &amp;quot;sanft&amp;quot; zu formulieren, weil ich glaube, dass zwischen uns häufig Missverständnisse darauf zurückzuführen sind, dass du meine Kommentare schärfer auffasst, als sie gemeint sind...&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Du musst dir das da oben einfacher &amp;quot;sanfter formuliert&amp;quot; vorstellen :)&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 09:55, 12. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Internet-Kommunikation passiert es leider sehr häufig, dass Aussagen anders klingen bzw. anders gelesen werden, als sie eigentlich gemeint waren. Da braucht es – von allen Seiten – immer wieder aktives Gegensteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der inhaltlichen Frage: Ich hatte noch nicht die Zeit, mir den sprachlichen Gesamtrhythmus von Norberts Fassung genauer anzuschauen, deshalb habe ich noch keinen Lösungsvorschlag. Mein inhaltliches Verständnis geht eher in die Richtung „Da war nichts als Nichtigkeit“ (was auch das Wortspiel Tohu-Wabohu ind Deutsche übertragen würde). Man müsste aber noch schauen, wie sich das in den Sprachduktus einfügt. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 12:33, 12. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Sebastian Ich sehe in der Vorgehensweise einen entscheidenden Unterschied zwischen deiner und Olafs Vorgehensweise. Er bearbeitet meinen Text und macht ihn dadurch zu einem Gemeinschaftstext im Sinne der Philosophie dieses Projektes. Außerdem verlinkt er meinen ursprünglichen Text auf der Kapitelseite, so dass er auf einfache Weise dokumentiert bleibt. Das war bei deiner Vorgehensweise, Worte zu löschen und durch andere zu ersetzen, aber nicht gegeben; vielmehr gab es zusätzliche Anmerkungen in belehrendem Ton. Ob es deshalb eine generelle Diskussion braucht über die Arbeitsweise an der Lesefassung oder einfache Anwendung der im Netz und besonders unter Christen üblichen Netiquette bleibt dir überlassen. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 13:28, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian hat nicht einfach Text gelöscht, sondern er weiß, dass jede einzelne Version rechts oben unter &amp;quot;Versionen/Autoren&amp;quot; gespeichert ist und sogar sehr leicht wiederhergestellt werden kann. Es gibt also keinen Grund zur Sorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens hat er m.E. klar Rechenschaft über seine Änderung abgelegt: Erstens waren drei von uns der Meinung, dass die Änderung sinnvoll war. Zweitens hast du die Diskussion falsch verstanden und unsere im Konsens gemachte Änderung wieder rückgängig gemacht. Deshalb war er der Meinung, in deinem Sinn zu handeln. Ihr seid beide relativ direkte Menschen. Ich bin sicher, das müsst ihr einander nicht &#039;&#039;per se&#039;&#039; übel nehmen, oder? :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der grundlegenden Eigenschaften der Lesefassung ist ihre inhaltliche Texttreue. &amp;quot;Die Lesefassung ist inhaltlich so nah wie möglich an den Aussagen des Urtextes.&amp;quot; &amp;quot;Schlammig&amp;quot; ist nur ein Beispiel einer weit ausholenden intepretierenden Übersetzung. Dafür gibt es weder im unmittelbaren Bedeutungsspektrum noch im Kontext einen unmittelbaren Anhaltspunkt. Erst durch deine Erklärung habe ich verstanden, wie du darauf kamst. Unter diesen Umständen darf es passieren, dass andere das zur Diskussion stellen und ändern. Es gab ein Missverständnis, aber das muss uns doch nicht vom gemeinsamen Arbeiten abhalten, oder? Schönen Sonntag, --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:27, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden hier grundsätzliche Unterschiede deutlich über die Prioritätensetzung von formaler und funktionaler Äquivalenz in der Lesefassung. Die angefangene Diskussion darüber ist mehrmals teils durch Dekret beendet worden. Ich vertrete in der Diskussion noch nicht mal einen eigenen Standpunkt sondern unterstütze die 2 Cents von VBecher http://www.offene-bibel.de/forum/kriterien_f%C3%BCr_lesefassung#comment-790 Auch hier gilt wie bei der Fassung in Leichter Sprache, dass das Votum von Fachleuten eigentlich ernst genommen werden müsste. Oder sind wir aus uns selbst heraus schon so klug und brauchen deshalb keinerlei Rat von Fachleuten? Dass diese Diskussion nicht zu Ende geführt wurde, die Vorschläge für eine Konkretisierung und Klärung in den Kriterien der Lesefassung, die aus dem Votum eines Fachmanns gewonnen wurden, gelöscht wurden, stattdessen empfohlen wurde, die Diskussion auf die Kapitelseiten zu verschieben, hat auch hier bei Gen 1 postwendend für unnötigen Streit gesorgt. Ich für meine Person habe aber überhaupt keine Lust an solchem Streit, der die versäumte Diskussion über die Prioritätensetzung der Kriterien in Form von Löschschlachten weiterführt, was, wenn ich dich richtig verstehe, von dir begrüßt wird, solange man über die einzelnen Löschhits nachträglich Rechenschaft ablegen kann. Tut mir leid, aber ich werde bei solcher Vorgehensweise eindeutig von gemeinsamem Arbeiten abgehalten und warte mal lieber den Abschluss der Diskussion über die Prioritätensetzung der Lesefassung ab, vorausgesetzt dass es da jemals zu einer klaren Konkretisierung kommt.. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:01, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich habe ich direkt aus den Kriterien zitiert, weil es mir eben nicht darum ging, eine neue Dose Würmer aufzumachen. Was Viktor damals geschrieben hat, ist nicht gerade Geheimwissen, sondern relativ klar, wenn man sich ein bisschen eingelesen oder auf andere Weise mit Übersetzungstheorie befasst hat. Das haben sowohl Olaf als auch ich, und Sebastian wird als (sowas wie?) ehemaliger Linguistik-Student auch eine Meinung haben dürfen. Ich gebe dir aber recht: Es wäre schön, wenn wir genauere Richtlinien hätten. Nur: Dazu brauchen wir die Praxiserfahrung. Der Zweck bestimmt die Methode und damit letztendlich den Erfolg. Unser Zweck ist ein sehr besonderer, wir können also nicht einfach die Erkenntnisse anderer übernehmen (aber natürlich von ihnen lernen). Deshalb können wir nicht einfach von vornherein genaue Kriterien festlegen, sondern müssen uns schrittweise daranarbeiten. Übersetzen ist eben keine empirische Wissenschaft, sondern eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde es schade, dass du so schnell dabei bist, andere Leute über ihre vermeintliche Meinung aufzuklären. Wir sind doch nicht gegen dich! Ich habe nur versucht zu vermitteln, weil ich das Gefühl hatte, dass ihr beide die besten Absichten habt, aber nicht gut kommuniziert. Auch Sebastian wollte keine Löschschlacht, sondern wollte dein Missverständnis korrigieren. Er war sicher, dass du derselben Meinung wärst. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 17:21, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu kurz gegriffen, das Problem auf einen persönlichen Streit zwischen Sebastian und mir zu reduzieren. Hier liegt vielmehr ein Problem aufgrund einer nicht geklärten Sachfrage über konkrete Prioritäten in Texten der Lesefassung vor. Gerade, um zu vermeiden, dass über dieser Sachfrage ein ausartender persönlicher Streit entsteht, möchte ich gerne zukünftig Abstand nehmen von Aktionen wie das Einstellen von Texten als Vorlage für die Lesefassung. Ich wiederhole die bereits an anderer Stelle formulierte Feststellung, dass die von mir eingestellten Texte im Sinne des Gemeinschaftsprojektes von Offene Bibel bearbeitet, verändert, verbessert, verwissenschtlicht oder ähnliches werden können. Für diesen Fall wäre mir aber eine Vorgehensweise wichtig, wie sie Olaf praktiziert, nämlich den Text gründlich zu betrachten, eigene Ideen einzuarbeiten, ihn dann auf der Kapitelseite als bearbeitete Lesefassung einzustellen und die bisherige Fassung als Link zu Vergleichszwecken zugänglich zu machen. Ein Nachforschen von x mal veränderten Formulierungen in der Versionsgeschichte des Kapitels kann m.u.M.n. diesen Zweck aber für die Lesefassung nicht praktikabel erfüllen. Das ist bei der Studienfassung zwar sinnvoll aber kontraproduktiv für die Lesefassung. Was du selbst schreibst, dass Übersetzen keine Wissenschaft sond Kunst ist, gilt nämlich besonders für die Lesefassung. Deshalb plädiere ich für eine Vorgehensweise, wie sie Olaf praktiziert. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:53, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also versteh ich dich jetzt richtig? Dein Hauptproblem (neben den Kriterien der Lesefassung, schon klar - aber das wird ja beim nächsten OfBi-Treffen Thema sein) ist, dass bei Änderungen deine ursprüngliche Version nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form erkennbar ist, und das Problem wäre dann kein Problem mehr, wenn eine persönliche Aaron-Fassung erstellt würde, auf die von der Leseseite verlinkt wird?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du davon die ganze Zeit geredet? Dann habe ich das wirklich einfach nicht gecheckt... Aber das musst du meinen, nicht? Ansonsten seh ich nämlich keinen Unterschied an der Bearbeitungs-vorgehensweise, die Olaf praktiziert und der, die ich an diesem einen Wort praktiziert habe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum machst du´s denn dann nicht einfach so, dass du prinzipiell gleich beim Erstellen einer Lesefassung deinen Lesefassungstext zusätzlich in eine persönliche Fassungs-seite reinkopierst? Wenn ich dich richtig verstehe, könnten doch dann andere OfBi-Autoren wieder an der offiziellen Lesefassung rumdoktorn, wie sie wollen (und die Möglichkeit muss ja gegeben sein), oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu deiner Begründung: Nur, um auch das richtig zu verstehen: Wäre es für dich dann z.B. auch in Ordnung, bei Ps 23 nach &amp;quot;Der Herr ist mein Hirte&amp;quot; einzufügen &amp;quot;und ich bin sein Schaf&amp;quot;, weil sich das sein-Schaf-sein ja ganz logisch aus Jahwes mein-Hirte-sein ergibt? Oder, um die beiden Fälle noch ähnlicher zu machen: Würdest du es in Ordnung finden, statt &amp;quot;Der Herr ist mein Hirte / nichts wird mir fehlen&amp;quot; zu schreiben &amp;quot;Der Herr ist mein Hirte / &amp;lt;s&amp;gt;nichts wird mir fehlen&amp;lt;/s&amp;gt; und ich bin sein Schaf&amp;quot;, weil das ja ganz logisch ist? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn das machst du ja in Gen 1,2: &amp;quot;Die Erde war wüst und leer&amp;quot; =&amp;gt; &amp;quot;Die Erde war wüst und &amp;lt;s&amp;gt;leer&amp;lt;/s&amp;gt; schlammig&amp;quot; =&amp;gt; &amp;quot;Die Erde war &amp;lt;s&amp;gt;wüst und&amp;lt;/s&amp;gt;&#039;&#039;eine einzige Schlammwüste&#039;&#039;&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich will das gar nicht ad absurdum führen - Jörg Zink übersetzt manchmal z.B. auch ein bisschen so. Aber ich würde gern verstehen, ob die Lesefassung, die du dir wünschen würdest, wirklich so ein noch-mehr-als-Jörg-Zink´sches Paraphrasieren praktizieren soll, oder ob du dir doch was anderes vorstellst.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 19:51, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir geht es 1. darum, ob die ganz praktischen Vorschläge, die VBecher hier macht http://www.offene-bibel.de/forum/kriterien_f%C3%BCr_lesefassung#comment-790 konkret und nicht nur oberflächlich Grundlage für eine Überarbeitung der Kriterien der Lesefassung sein können. Das ist für mich deshalb von Bedeutung, weil ich mich selber bei meinen Texten an seinen Vorschlägen orientiere. Konkret wichtig wäre die Frage, ob funktionale oder formale Äquivalenz bei der Lesefassung Vorrang haben sollte. 2. darum, ob die Vorgehensweise von Olaf in der Bearbeitung von vorläufigen Lesefassungen Standard sein sollte oder Löschbattles im Kampf um einzelne Wörter, wie sie anhand von tohuwabohu in eben dieses ausgeartet war, so dass zum Schluss unklar war, was die ursprüngliche Fassung ist (nachzulesen in der Versionsgeschichte). Nach wie vor scheinen nämlich Löschbattles um einzelne Wörter und nicht ganzheitliche Bearbeitung als Standardvorgehen akzeptiert zu sein. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 20:17, 14. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hat Sebastian die Fassung von Norbert auf eine eigene Seite verschoben. Ich halte das für die beste Lösung: So ist klar, dass es sich um einen Text handelt, der ohne Absprache mit dem Autor nicht verändert werden soll. Bei der Lesefassung (die ja keine Autorenangabe hat) muss das nach dem Wiki-Prinzip anders sein. Dort ist gemeinsame Arbeit am besten Text explizit erwünscht. --[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:19, 20. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wie vor lese ich regelmäßig die Beiträge im Wiki mit und dabei bin ich bei der Diskussion auf den Beitrag von Olaf gestoßen. In der Tat zeigt sich darin für mich ein deutlicher Unterschied der Einschätzung, wie eine einheitliche, sprachlich gelungene und dem zeitgemäßen Sprachempfinden adäquate Lesefassung gelingen kann. Änderungen am Text ohne Absprache mit dem Autor gehört meiner Meinung nach zwar zum guten Vorgehen bei Sachtexten und hat sich darin auch seit Wikipedia allgemein bewährt und durchgesetzt. Eine ähnliche Vorgehensweise bei literarischen Texten hat aber keinerlei Vorbilder. Ich wüsste von keinem Roman, Gedicht, Erzählung oder ähnlichem, die auf diese Weise entstanden sind. Es gibt allenthalben Gedichtbände mit Gedichten verschiedener Autoren und auch die Bibel ist auf diese Art von Zusammenarbeit unterschiedlicher Autoren, jeder mit seinem eigenen Textbeitrag ohne Eingreifen von Mitautoren entstanden. In sofern betritt OfBi Neuland mit einem Konzept von Gemeinschaftsdichtung und gegenseitigem Verbessern. Dass das so funktioniert, müsste dann aber an der literarischen Qualität erkennbar sein. Ich gehe allerdings im Moment davon aus, dass es hinsichtlich der Lesefassung trotz zeitraubender Arbeit an Kriterien bisher kein durchgängig anwendbares Konzept gibt. Das zeigt sich unter anderem darin, dass trotz klarer Zielsetzung und Zeitvorgabe auch beim Markusprojekt die Lesefassung nur rudimentär vorhanden ist und der Studienfassung hinterher hinkt.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 19:26, 20. Mai 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Noch eine kurze Ergänzung als Klarstellung, um damit ein Missverständnis aufzuklären. Nachdem ich eine erste Lesefassung zu Genesis 1 eingestellt hatte, gab es eine Diskussion um Einheitlichkeit der Lesefassung angesichts verschiedener Autoren. Ich habe daraufhin angeboten, meine Lesefassungen zu löschen, um so diese Einheitlichkeit herbeiführen zu können. Einer solchen Löschung hat Olaf entschieden widersprochen mit dem Hinweis, er beabsichtige meine Lesefassung von Psalm 90 und Genesis 1 weiterzuführen. Bei Psalm 90 ist das inzwischen geschehen. Die dortigen Veränderungen Olafs sind inzwischen in einer neuen Lesefassung festgehalten. Die ursprüngliche Lesefassung ist als persönliche Fassung von Aaron auf der Seite verlinkt. Nach wie vor habe ich ähnlich wie hier bei Schlammwüste zu einem Wort eine eigene Auffassung, die nicht von der Mehrheit geteilt wird. nach wie vor halte ich Schutzhütte für eine zeitgemäße Alternative zu Zufluchtsort. Das stellt für mich aber kein Problem dar, weil ja meine Meinung dazu in der persönlichen Fassung und der Diskussion zu Psalm 90 hinreichend klargestellt ist. Bei dem Hickhack um Schlammwüste hatte ich auf ein ähnliches Vorgehen von Olaf wie bei Psalm 90 gewartet, nämlich dass eine Veränderung meines Textes im Zusammenhang der von ihm angekündigten gründlichen Überarbeitung geschieht. So zumindest hatte ich sein posting verstanden. &lt;br /&gt;
Zitat Olaf:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Zu der inhaltlichen Frage: Ich hatte noch nicht die Zeit, mir den sprachlichen Gesamtrhythmus von Norberts Fassung genauer anzuschauen, deshalb habe ich noch keinen Lösungsvorschlag. Mein inhaltliches Verständnis geht eher in die Richtung „Da war nichts als Nichtigkeit“ (was auch das Wortspiel Tohu-Wabohu ind Deutsche übertragen würde). Man müsste aber noch schauen, wie sich das in den Sprachduktus einfügt.&amp;quot; --Olaf 12:33, 12. Jul. 2013 (CEST) &lt;br /&gt;
Generell vermisse ich bei der Erstellung der Lesefassung ein Gesamtkonzept. Zu einigen Kapiteln existieren mehrere Lesfassungen, ohne dass es darüber zu einer fruchtbaren Diskussion über Vor- oder Nachteile der einzelnen Fassungen gekommen wäre. Stattdessen gibt es einen Verdrängungswettbewerb. Der begann, als Sebastian die Lesefassung Patricks von Psalm 1 ohne Rücksprache mit ihm ersetzt hat durch eine eigene. Ähnlich ist es auch hier bei Genesis 1 entgegen der Absprache mit Olaf über eine Weiterbearbeitung meiner vorläufigen Lesefassung gewesen. Das alles hat gar Nichts mit mir unterstellter Beleidigtheit zu tun. Wenn Arbeitsbedingungen unzumutbar sind, bin ich nicht beleidigt, sondern ziehe meine Schlüsse und suche nach Arbeitsbedingungen, die weniger chaotisch sind. Im übrigen wünsche ich euch, dass ihr von diesem Verdrängungswettbewerb wegkommt und euch auf die vielen Kapitel konzentriert, für die es noch überhaupt keine Lesefassung gibt. Allem voran wäre da das Markusprojekt mit den noch viel zu vielen Kapiteln ohne Lesefassung zu nennen. &lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 11:11, 30. Mai 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Fassung wurde verschoben, weil wir anderen mit etlichen von deinen Formulierungen nicht einverstanden waren, du aber gleichzeitig Probleme damit hattest, den Text ändern zu lassen. Auch Olaf hat das am Ende als die beste Lösung bezeichnet. Ich glaube, das war wahrscheinlich die einzige Lösung, auch da 1. Mose 1 ein Kapitel ist, das viele mit als erstes aufschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber grundsätzlich gesagt: &lt;br /&gt;
Ansonsten kann ich nur sagen: Ja, wir arbeiten zusammen an einem literarischen Werk. Dabei kommen wir immer näher zu dem Punkt, wo wir unsere Übersetzungen auch bewerten können. Damit werden wir in der Lage sein, die Übersetzungen per Mehrheitsentscheid zu &amp;quot;verabschieden&amp;quot;. Du hast natürlich insofern Recht, als wir eine gewisse Struktur und geordnete Vorgehensweise brauchen werden. Momentan ist aber noch nicht viel mehr möglich (oder nötig), als nach subjektiven Kriterien vorzugehen. Wie oben schon gesagt, fehlt uns bisher die Praxis. Ich selbst habe etwa bei Ps 1 und 2 Studienfassungen einfach ersetzt, weil sie nach meinem Urteil relativ flüchtig entstanden waren und meine eigenen Fassungen besser zu den Kriterien passten und bessere Übersetzungsentscheidungen trafen (ganz abgesehen von den Formulierungen). In anderen Fällen, wo meine eigene Übersetzung auch nicht ganz wasserdicht war, habe ich sie stattdessen auf eine Unterseite gestellt, sodass man später entscheiden kann, wie man mit den beiden Versionen umgeht. Ähnlich wie du war ich mir bei Ps 1 auch nicht sicher, ob die poetische Version wirklich genau das ist, was wir wollen, aber das erstmal sein lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sollten zwei Aspekte für den Moment im Gedächtnis behalten:&lt;br /&gt;
# Wir sind ein kleines Team und verlassen uns darauf, dass die Kapitel irgendwann einmal mit einer fruchtbaren Diskussion abgeschlossen werden können. Bevor das geschieht, gibt es niemanden, der ein letztes Wort spricht, und in Bearbeitungen im Wiki wird nur in besonderen Fällen eingegriffen. (Wenn aber eine längere Diskussion stattfindet und die Mehrzahl der Teilnehmer mit einer Lösung nicht einverstanden sind, dann ist das für mich so ein Fall.)&lt;br /&gt;
# Nichts geht verloren. Wenn mal jemand die Zeit hat und eine Übersetzung überprüft oder sonstwie in Richtung eines fertigen Zustands befördert, wird es auch Zeit geben, zwischen verschiedenen Versionen abzuwägen.  --[[Benutzer:Ben|Ben]] 01:46, 31. Mai 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@Ben Du schreibst: &amp;quot;Deine Fassung wurde verschoben, weil wir anderen mit etlichen von deinen Formulierungen nicht einverstanden waren, du aber gleichzeitig Probleme damit hattest, den Text ändern zu lassen.&amp;quot; Das stimmt so nicht. Ich war nur nicht einverstanden damit, dass ein einzelnes Wort im Text geändert wird ohne Konsens. Umgekehrt hatte ich erwartet, dass Olaf die beabsichtigte Bearbeitung und damit verbundenen gründlicheren Änderungen von Formulierungen meines Textes, wegen der er gegen eine Löschung meiner Fassung eingeschritten ist, in Angriff nimmt. Weshalb dies nicht geschehen ist, müsste man ihn fragen. Schade, dass du meine Erklärungen, mit denen ich ein Missverständnis aufklären wollte, so entstellst. Das Vorgehen Olafs bei Psalm 90 und meine Reaktion darauf wäre doch Hinweis genug, dass ich eine Bearbeitung und Veränderung meiner Texte sehr wohl begrüßt habe. Aber wenn es genehmer ist, mich als einen hinzustellen, der nicht gemeinsam an einer Sache arbeiten kann, dann sei das gegönnt. Die von mir angesprochenen Probleme sind allerdings mit meinem Verschwinden nicht automatisch auch weg, höchstens verdrängt.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 09:43, 31. Mai 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur noch eine Randbemerkung: Es wurde in die von mir gewählte Sprachgestaltung eingegriffen und ein Wort gelöscht und ersetzt mit der Behauptung, seine Bedeutung und Kontext seien hinlänglich durch Mehrheitsentscheid geklärt, obwohl die Diskussion über das Wort und dessen Kontext noch längst nicht abgeschlossen war und auch heute am 1. Juni 2014 noch nicht beendet ist. Wenn überhaupt in den Text der Lesefassung von jemandem eingegriffen werden sollte, dann doch nur nach hinlänglicher Klärung und Diskussion und wenn möglich im Konsens und nicht einfach so.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 14:46, 1. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, tut mir Leid, dass ich bisher nicht die Zeit für die geplante Arbeit an der Lesefassung gefunden habe. Ganz allgemein möchte ich außerdem  zwei Dinge nennen, die mir wichtig sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die Lesefassung ist wie die Studienfassung ein Gemeinschaftsprojekt. Sie wird darum niemals eine zugleich einheitliche und hoch künstlerische Sprache erreichen können. Glücklicherweise ist beides aber auch nicht das Haupt-Anliegen der überarbeiteten Kriterien. Ich begrüße es nun sehr, wenn Leute Vorschläge für moderne Formulierungen ausarbeiten. Hier können die persönlichen Fassungen eine wichtige Rolle spielen, denn wer viel Arbeit investiert und nicht möchte, dass andere etwas ändern, der kann seine Text gleichzeitig als persönliche Fassung einstellen, wo er nicht verändert wird. (In Ausnahmefällen habe ich früher auch schon für andere persönliche Fassungen erstellt, werde das aber nicht mehr tun, denn die Entscheidung darüber, ob man das möchte, liegt stets beim Autor selbst. Wenn etwas als Lesefassung einstellt, muss mit Änderungen rechnen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Es ist besser, wenn inhaltliche Änderungen zuvor auf der Diskussionsseite besprochen werden. Andererseits muss eine Korrektur von Fehlern auch ohne aufwändige Diskussion möglich sein. Im Fall von „Schlammwüste“ hatte ich es zunächst für eine reine inhatliche Fehlerkorrektur gehalten, bis mir aufging, dass Norbert eine Frage von mir an Sebastian schärfer gelesen hatte als sie gemeint gewesen war. Rückblickend würde ich also sagen, dass eine vorherige Diskussion besser gewesen wäre, aber das ohne diese Diskussion zu ändern, hätte auch mir passieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 15:08, 7. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine rein inhaltliche Fehlerkorrektur durchführen zu können, muss man selbst eine anerkannterweise richtige Lösung haben. Genau die fehlt aber bei tohuwabohu bis zum jetzigen Zeitpunkt, wie die Diskussion der letzten Tage darüber zeigt. Inzwischen habe ich den Text der perönlichen Fassung auf deinen Einwand hin -Zitat aus der Diskussion über tohuwabohu in der Studienfassung: &amp;quot;halte ich auch die Formulierung „Schlammwüste“ für stark missverständlich, weil ich dabei eher an Regenwetter oder Mülldeponien denke als an einen gemeinsamen Ursprung von Wasser und Land.&lt;br /&gt;
Andererseits wäre ich aber auch froh, wenn wir statt Sebastians „die Erde war noch nicht da“ etwas hätten, was sprachlich dichter am Urtext ist. (Einen Vorschlag hierzu habe ich ja mehrfach gemacht und oben noch einmal wiederholt.) Olaf 23:22, 7. Jun. 2014 (CEST)&amp;quot; Zitat Ende- geändert.&lt;br /&gt;
http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1/Pers%C3%B6nliche_Fassung_%28Aaron%29&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 14:21, 10. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sturm Gottes vs Geist Gottes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fußnote: Ben hat vorgeschlagen, wie er die FN formulieren würde: &amp;quot;&amp;lt;code&amp;gt;Ich würde viel eher am Anfang der Fußnote für die nötige Klarheit sorgen - und innerhalb eines Satzes erklären, dass die Offene Bibel von der geläufigen Übersetzung abweicht. Dem Leser schenkt das Klarheit, die er sich ansonsten zwischen den Zeilen zusammenlesen müsste. Mein Ratschlag für Fußnoten allgemein: Der erste Satz muss das Problem für den Laien verständlich darlegen, d.h. klären, warum die Fußnote überhaupt notwendig ist.&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube auch, dass das eine bessere Version der FN ist, denn aktuell thematisiert sie ja v.a., dass es im Christentum und Judentum zwei unterschiedliche Deutungstraditionen gibt, denen die Offene Bibel als konfessionell unabhängige Bibel neutral gegenübersteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuche also mal, so eine &amp;quot;Ben&#039;sche&amp;quot; FN zu verfassen, ändere aber nicht, bevor ich auch Olafs und Norberts Einverständnis habe. In die Beschreibung des &amp;quot;Geistes Gottes in der Bibel&amp;quot; verarbeitet habe ich (1) Preuß 1991: Theologie des Alten Testaments I; (2) Berlejung/Frevel &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;2006: Handbuch theologischer Grundbegriffe zum Alten und Neuen Testament; (3) Westermann 1978: Theologie des Alten Testaments in Grundzügen; (4) Schilling 1967: Geist und Materie in biblischer Sicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;oder: „Geist Gottes“, so die meisten Übersetzungen. Nach einer alten christlichen Tradition wird dieser Sturm/Geist Gottes oft mit der dritten Person der Dreieinigkeit identifiziert: dem Heiligen Geist (so z.B. schon [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel2616-6.htm Basilius, Hexaemeron 2,6]). Dass die biblischen Autoren hier diese Person gemeint haben, ist fast unmöglich: Das Verständnis des Geistes Gottes als einer eigenständigen Wesenheit findet sich deutlich erst in den Schriftrollen von Qumran und in den Schriften Philos; in der Bibel dagegen ist der Begriff „Geist Gottes“ eine abstrakte Bezeichnung für das Wirken Gottes: Der „Geist Gottes“ schenkt den Menschen Leben, wirkt inspirierend in Propheten und heilsam an seinem Volk Israel. Da hier keine dieser Funktionen im Blick ist, ist sehr wahrscheinlich ein „Sturm Gottes“ gemeint; s. auch [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1&amp;amp;von=2&amp;amp;bis=2#note_i FN i].&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:14, 24. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, ob nach einer alten christlichen Tradition hier die dritte Person der Dreieinigkeit zu verstehen ist, wäre allerdings nur tertiär zu klären. Primär geht es um die Frage der Übersetzung von ruach haelohim in der Studienfassung aber noch viel mehr in der Lesefassung, weil da Eindeutigkeit der Übersetzungsvariante ein muss ist (will man nicht auch hier mit reichlich Fußnoten arbeiten). Die klare Alternative und damit Fragestellung wäre dabei, übersetzen wir ruach haelohim mit Sturm Gottes, wie in der offiziellen Lesefassung geschehen oder mit Geist Gottes, wie das die persönliche Lesefassung vorschlägt. Dabei spielt sekundär eine nicht unerhebliche Rolle, dass die allgemein anerkannten Übersetzungen hier Geist Gottes gewählt haben. Das wäre aber nur dann ein wirklicher Konflikt, wenn aus ideologischen Gründen das Wort ruach haelohim von all diesen Übersetzern als Geist Gottes willkürlich übersetzt worden wäre, ohne dass es einen sprachlichen Anhaltspunkt dafür gibt. Tertiär erst stellt sich die Frage, inwieweit diese Entscheidung der Übersetzer für den Geist Gottes mit der christlichen Tradition zusammenhängt, in Vers 2 von Genesis 1 die dritte Person der Dreieinigkeit wirken zu sehen. Im weiteren müsste geklärt werden, welchen Stellenwert für die Übersetzungsentscheidung es hat, dass die neutestamentlichen jüdischen Ausleger den Sturm beziehungsweise Hauch mit dem Geist Gottes exegetisch in Verbindung bringen. Das macht Jesus so nach Johannes 20, wenn er den Hauch seines Atems mit dem Geist gleichsetzt und Petrus in der Pfingstpredigt, der den pfingstlichen Sturm und seine Folgen als prophetische Erfüllung der Ausgießung des Geistes Gottes nach Joel Kapitel 3 auslegt. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 09:20, 25. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe gerade, Ben hat sich ja auf die SF-FN bezogen, nicht auf die LF-FN. Erst lesen, dann schreiben, Sebastian!... :P&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
@Norbert: Warum soll das alles noch zu klären sein? Die Entscheidung, welcher Deutung zu folgen ist, ist Aufgabe der Studienfassung, nicht der Lesefassung. Und in der SF ist sie gefällt. Den Hinweis auf die alte Deutungstradition habe ich nur reingebracht, weil ich dachte, dass dir das wichtig ist (?) und weil das auch in Olafs FN betont war. Könnten wir gerne auch wieder rausnehmen; aber vielleicht ist die FN-Alternative ja ohnehin überflüssig, weil Ben ja von der SF sprach. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:49, 25. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olaf hat immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig die Lesefassungen -und dabei hat er die persönlichen Fassungen eingeschlossen- als Korrektiv für die Studienfassungen sind. Mit aus diesem Grund hat er sich entschieden dagegen ausgesprochen, dass ich meine Lesefassung von Genesis 1 (aus meiner Sicht um Streit zu vermeiden) wieder lösche. Der hier zutagegetretene Konflikt zwischen Lese- und Studienfassung ist demnach Teil des Wikikonzeptes. Bei dir klingt das aber ganz anders, mehr so wie ein Dekret Zitat: &amp;quot;Warum soll das alles noch zu klären sein? Die Entscheidung, welcher Deutung zu folgen ist, ist Aufgabe der Studienfassung, nicht der Lesefassung.&amp;quot; Zitat Ende Sobald endgültig klar ist, dass dieses Konzept von Olaf -nämlich der Interaktion zwischen Lese- und Studienfassung- nicht mehr gültig ist, werde ich meinem ursprünglichen Friedensplan folgen und meine unerwünschten Lesefassungen löschen. Dann ist endgültig Ruhe hier. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 09:28, 26. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie genau diese Rückwirkung von LF auf SF aussehen soll, wird demnächst zu klären sein. Aber in dem Fall ist das aber doch relativ klar: Das ist eine Frage nach der wissenschaftlich plausibelsten Deutung, auf die sowohl SF als auch LF verpflichtet sind. Und welches die wissenschaftlich plausibelste Deutung ist, wurde in diesem Fall schon in der Diskussion zur Studienfassung geklärt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich vermute, dass die Klärung der Frage nach der wissenschaftlich plausibelsten Deutung regelmäßig Aufgabe nicht der LF, sondern der SF sein wird - rein zeitlich gesehen, denn zuerst kommt die Studienfassung, dann die Lesefassung und beide sind auf die selbe wissenschaftlich plausibelste Deutung verpflichtet. Also muss die Frage nach der diesen beiden Fassungen zugrundeliegenden wissenschaftlich plausibelsten Deutung schon beim Erstellen der SF geklärt sein. Aber wie gesagt, das wird erst nach der Diskussion über die SF-Kriterien bei der Diskussion über den SF-+LF-Workflow ausdiskutiert werden, wie genau da der Zhg. ist. Bis dahin gilt: &amp;lt;code&amp;gt;Die Lesefassung und die Bibel in Leichter Sprache entstehen aus der Studienfassung&amp;lt;/code&amp;gt;.--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 23:12, 26. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut oder nicht gut. Ich warte jetzt noch das kommende WE ab und dann lösche ich alle persönlichen Fassungen bis auf Psalm 23 (der zusammen mit 2 Fassungen von Dorothe als Vorlage für Olafs Bearbeitung in leichter Sprache nützlich war) und Psalm 90, den Olaf zu einer Lesefassung weiterverarbeitet hat. Somit stünden diese beiden persönlichen Fassungen weiterhin als Vergleichsobjekt für die offiziellen Fassungen zur Verfügung. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 09:01, 27. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso denn das? --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 14:51, 27. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja ich dachte, es wäre villt nützlich für die Versionsgeschichte von Psalm 23 in Leichter Sprache und Psalm 90, wenn die persönlichen Fassungen, die als Vorlage zwar ausgedient haben, dennoch erhalten bleiben zum Vergleich. Aber wenn das unnötig erscheint, kann ich die ja auch löschen. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 10:49, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum du die anderen löschen willst. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 11:16, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht meine Art, an den Fassungen anderer etwas zu löschen. Höchstens würde ich auf der Diskussionsseite wie hier bei Genesis 1 &amp;quot;zu Sturm Gottes vs Geist Gottes&amp;quot; vorschlagen, die im Gegensatz zu allen christlichen Übersetzungen herausgearbeitete Bedeutung von ruach ha elohim zu löschen. Direkt löschen ohne vorherige Diskussion würde ich nur meine eigenen Fassungen. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 17:07, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum du deine anderen löschen willst. --[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 18:07, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hast du denn meinen edit gelöscht? Edit Aaron: Die christlichen Konfessionen folgen unabhängig von der Auslegung einzelner christlicher Exegeten der alten christlichen Tradition. Eine davon unabhängige Sichtweise unter Berücksichtigung der jüdischen Perspektive nennt man üblicherweise nicht konfessionell unabhängig (überkonfessionell) sondern interreligiös.&lt;br /&gt;
[[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 18:50, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Diskussionsbeitrag wurde von Aaron vermutlich versehentlich direkt auf der Kapitelseite geschrieben und wird nun hierhin verschoben: &amp;quot;Edit Aaron: Die christlichen Konfessionen folgen unabhängig von der Auslegung einzelner christlicher Exegeten der alten christlichen Tradition. Eine davon unabhängige Sichtweise unter Berücksichtigung der jüdischen Perspektive nennt man üblicherweise nicht konfessionell unabhängig (überkonfessionell) sondern interreligiös.&amp;quot; --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:33, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
Sorry, ist unter die falsche Überschrift gerutscht. Ich habe deinEdit hierher verschoben, weil Diskussion grundsätzlich hier stattfindet und nicht auf den Kapitelseiten. Ich tippe gerade einen Kommentar im Forum, kleinen Moment. --[[Benutzer:Wolfgang Loest|Wolfgang Loest]] 18:58, 28. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lasse den Prolog von Genesis 1 ungelöscht, weil er wie bei Jona 1 und Psalm 23 hilfreich zur Nachvollziehung der hier und im Forum inzwischen beendeten Diskussion über die Lesefassung von Genesis 1;1-2 nützlich sein kann. Die übrigen überflüssigen Verse von Genesis 1 lösche ich. [[Benutzer:-Aaron-|-Aaron-]] 12:20, 29. Jun. 2014 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überarbeitung durch Sebastian ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sebastian hat heute eine sehr große Überarbeitung der Studienfassung eingestellt. Vielen Dank dafür! Ich hatte noch nicht die Zeit, mirt die beeindruckende Arbeit inhaltlich genauer anzuschauen, möchte aber in einem wichtigen Punkt sehr schnell Feedback geben. Bei den extrem langen Fußnoten sehe ich mehrere Probleme:&lt;br /&gt;
1. Sie viel zu lang. Vom Umfang her entsprechen sie einem Kommentar.&lt;br /&gt;
2. Die Fußnoten fassen nicht einfach die wissenschaftlich vertretenen Positionen zusammen, sondern äußern massives Unverständnis für andere in der Wissenschaft vertretene Meinungen. Dies läuft der Identität der Offenen Bibel massiv entgegen.   &lt;br /&gt;
3. Es ist häufig von „Wir“ die Rede, ohne das wir uns gemeinsam für die dort vertretenen Thesen entschieden hätten. Das ärgert mich besonders, weil Sebastians Bearbeitung inhaltlich den Vorschlägen widerspricht, die ich hier auf der Diskussionsseite für Vers 1 gemacht habe.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Olaf|Olaf]] 20:28, 20. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hey Olaf, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst mal ist das ja noch im Werden und wie immer werde ich auch darüber noch mal drüber schauen, wenn ich das Kapitel durch habe. Wenn dir also jetzt etwas zu krass formuliert scheint, dann gehe einfach mal davon aus, dass ich das früher oder später sowieso noch beseitigen würde. Ich würde trotzdem gerne wissen, wo genau die Fußnoten (noch) derart massives Unverständnis für andere Meinungen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;wir&amp;quot; setze ich deshalb, weil das die offizielle Studienfassung ist. Das heißt, hinter ihr steht das ganze Team der Offenen Bibel und daher kann man da nur von &amp;quot;wir&amp;quot; sprechen. Wenn die Mehrheit der User bei Offene Bibel anderer Meinung sein solle, muss das natürlich raus, aber dafür ist ja die Diskussionsseite da - damit solche Fragen ausgehandelt werden. Aber bevor das ausdiskutiert werden kann, muss ja erst mal eine Version dastehen. Übrigens sehe ich auf der Diskussionsseite nicht mal deine Vorschläge für Vers 1; es sei denn, du fasst das „Wenham schlägt vier mögliche Deutungen vor“ als deine Vorschläge auf (?). Dagegen in der Frage Tohuwabohu habe ich mich sogar ganz bewusst an deinem Vorschlag orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, nicht ärgern, lieber Olaf... es ist ja alles gar nicht so gemeint :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Unabhängig davon muss ich aber jetzt mal sagen, dass ich ein „Ich habe mir X noch nicht genauer angeschaut, aber ich möchte gegen X trotzdem einwenden“ prinzipiell nicht besonders mag; auch, weil das jetzt schon häufiger vorgekommen ist und zu unnötigen Missverständnissen geführt hat.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 21:17, 20. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin jetzt den Rest des Tages auf ner Hochzeit. Aber meine Aufzeichnungen für Kap. 1 habe ich verpulvert; morgen kommen noch Gen 2,1-3. Ihr könnt aber ja trotzdem schon mal schauen, was ihr anders formulieren würdet, wenn ihr Lust habt.&lt;br /&gt;
Liebe Grüße, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 12:22, 21. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Olaf, zur Klärung möchte ich vorausschieben, dass Sebastian mir seine Lösung schon ausgiebig erklärt hat. Er ist auf der linguistischen Ebene sicher kompetenter als ich, aber er hat es geschafft, mir seine Lösung plausibel zu machen. Das andere ist, dass er sehr umfangreich geforscht hat. Er hat sogar Robert Holmstedt kontaktiert und ihm seine Bedenken geschildert. Deshalb vertraue ich seiner Interpretation, zumindest bis ich selbst die Stelle noch genauer erforschen kann - wobei mir Sebastians Forschungen sicher eine Starthilfe sein werden. Es handelt sich also nicht um einen Alleingang. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er unsere vorhergehende Diskussion ignoriert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist bedauerlich, dass du dich dabei übergangen gefühlt hast. Leider haben wir dich in letzter Zeit fast gar nicht im Chat angetroffen, was sicherlich zumindest teilweise an deiner familiären Situation liegt. :-) Andernfalls hättest du das sicherlich mitbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mal abgesehen von der Beobachtung, dass diese Fußnote natürlich zu lang ist - m.M.n. gehört das in den Kommentar, in der Fußnote kann man die klassische Übersetzung mit der vertretenen Deutung (meinetwegen auch mit allen vier möglichen) vergleichen und nach kurzem Abwägen eine begründete Entscheidung anbringen. Gegenargumente, linguistische Erklärungen und die angeschnittene Geschichte der Exegese müssen in den Kommentar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, mal abgesehen davon: Ich habe nicht den Eindruck, dass Sebastian andere Positionen in irgendeiner Weise unangemessen abgelehnt hat. In einem Fall (nämlich bei der Position Jennis) habe ich die Forderung nach einer Erklärung mit eingebaut, ansonsten finde ich sein Urteil ausgewogen. Das eigentliche Problem ist, dass Sebastian teilweise nicht so gut begründet, dass man ihm wirklich folgen kann. Konkret ist mir das bei den drei ersten syntaktischen Erklärungen (aber auch weiter unten) aufgefallen: Nur deine eigene Position wird auch an den Text herangetragen. Bei den anderen versteht man nur vage, wie sie sich unterscheiden, aber du vergisst, sie auf den Fall anzuwenden, wirst nicht konkret.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verständlichkeit variiert. Besonders am Anfang kommen gute, verständliche Beschreibungen (allerdings ohne die erwähnten Konkretionen), bei immer noch relativ komplizierter Sprache. Aber es ist ja auch ein komplexes Thema. Wäre da vielleicht Warnung erforderlich? Die meisten Leser haben ja von den Feinheiten von Syntax und Semantik keinen Begriff. Das kommt mir besonders, wenn du von &amp;quot;Referenten&amp;quot; und &amp;quot;monoreferenziell&amp;quot; sprichst. Ich verstehe das, aber ich habe die alten Sprachen auch als Teil meines Studiums in einem recht linguistischen Kontext gelernt und mich teilweise noch selbständig in weiterführende Literatur zur Semantik eingelesen. :-) Dennoch ist diese Fachsimpelei hier wohl notwendig. Vielleicht können wir zu den Grundlagen an irgendeinen Ort im Internet verweisen? Oder wir machen es ähnlich wie bei der Textkritik: Wir warnen, dass man die entsprechenden Kenntnisse braucht, um mitzukommen. Ich halte meine entwurfartige Zusammenfassung [[Benutzer:Ben/Studienfassung#Welchen_Kenntnisstand_setzen_die_Fu.C3.9Fnoten_beim_Leser_voraus.3F|&amp;quot;Welche nKenntnisstand setzen die Fußnoten beim Leser voraus?&amp;quot;]] jedenfalls für einen sehr guten Ausgangspunkt der Diskussion. Vielleicht schaffen wir ja mal eine Lexikonseite zur Wortsemantik? :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Dinge erklärst du sehr vorbildlich, etwa den Constructus. Das ist im Text sehr hilfreich. Man merkt aber, dass eine entsprechende Wiki-Seite von Nutzen wäre. (Du hast ja etliche jetzt extra dafür angelegt, was ich sehr vorbildlich finde.) Dagegen finde ich andere Sachen weniger gut erklärt, z.B. Holmstedts Position, wo du für die meisten Leser wohl zu dicht argumentierst. (Hast du von ihm eigentlich noch was gehört?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine letzte Bemerkung betrifft die Priesterquelle. Zunächst war mir aufgefallen, dass du hier einen relativ fortgeschrittenen theologischen Begriff nur per Abkürzung und ohne Erklärung einführst. Dann ist mir die Frage gekommen, ob Westermanns Stand der Urkundenhypothese im Fall von Gen 1 überhaupt noch der aktuelle ist? Denn es hat sich ja in den letzten 20 Jahren sehr viel auf dem Gebiet getan, leider bin ich mit der Materie (auch aus grundsätzlichen hermeneutischen Erwägungen) nicht besonders gut vertraut. (Es ist aber gut möglich, dass sich literarkritisch bei der Erschließung von Gen 1-2 dennoch wenig geändert hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber drittens kam ich zu dem Schluss: Die Argumentation verliert doch nicht an Wert, wenn du &amp;quot;P&amp;quot; einfach herauslässt, oder? Mit anderen Worten: Du könntest mit der Streichung der Erwähnung &amp;quot;P&amp;quot;s sowohl deinen Text als auch seine Komplexität kürzen, die Argumentation würde auch funktionieren, wenn du einfach nur vom Urtext sprichst, oder? Nochmal, mir geht es dabei vor allem um die Verständlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euch allen möchte ich jedenfalls für euer Engagement danken. :-) --[[Benutzer:Ben|Ben]] 15:07, 21. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Sebastian, hallo Ben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke für Eure schnellen Antworten mit Erläuterungen! Da ihr auf meine drei Haupt-Hinweise nicht eingeht, sondern nur auf eine Nebenbemerkung, habe ich wohl unglücklich formuliert. Ich hätte so formulieren sollen: „Ich bin beeindruckt, wie sorgfältig und umfangreich Sebastian gearbeitet hat. Leider kann ich seine inhaltliche und sprachliche Arbeit wegen Zeitmangel nicht angemessen würdigen. Es fallen mir jedoch sofort drei formale Probleme auf, die unbedingt zu lösen sind …“ Es tut mir Leid, dass mein Kommentar oben schroffer klang. Ich muss mir im Moment jede Minute für die Offene Bibel freischaufeln, deshalb formuliere ich weniger „ausgefeilt“ als früher. Wegen dieser Zeitnot ist es mir wichtig, dass ich ohne sorgfältige Analyse sämtlicher Details und ohne die Teilnahme am IRC bei der Offenen Bibel mitmachen kann. (Auch bei allen anderen potentiellen Mitwirkenden sollten wir von begrenzter Zeit ausgehen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich sehe, hat Sebastian die abwertenden Sätze inzwischen entfernt bzw. umformuliert. Danke dafür! Auch sind die Fußnoten inzwischen etwas kürzer – aber immer noch viel zu lang, da nur unwesentlich kürzer als die Studienfassung selbst. An dem „wir“ hat sich noch nichts geändert. Darin sehe ich ein Problem. (Mein Vorschlag: Durchgehend „ich“ im namentlich gekennzeichneten Kommentar, und die Fußnoten sehr stark gekürzt ohne „wir“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback zum Inhalt gebe ich morgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Grüße, [[Benutzer:Olaf|Olaf]] 08:30, 24. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Olaf,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerade dann ist es besonders schön zu sehen, dass du dir immer noch Zeit nimmst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht habe ich selbst ebenfalls unglücklich formuliert. Wenn ich deine Einwände nochmal durchgehe, bin ich der Meinung, dass ich die ersten beiden aufgegriffen habe. Bezüglich der Länge habe ich dir zugestimmt. Als ich meinen Vorschlag zu Inhalt und Struktur der Fußnote gegeben habe, hatte ich vielleicht ein, zwei kurze Absätze mit vielleicht max. einem Dutzend Sätzen im Sinn. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass forschungsgeschichtliche Ausflüge (z.B. wer was von wem übernommen hat) nur in wenigen Fällen relevant sind. (Gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass ich selbst häufig überlange Fußnoten liefere, was aber eher daran liegt, dass ich mir nicht die Zeit zum Kürzen nehme.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu deinem zweiten Einwand fehlen mir Beispiele, ich hatte Sebastian ja schon zunächst dagegen in Schutz genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;wir&amp;quot; empfinde ich ebenfalls als störend, aber vor allem, weil es so häufig ist. Ich würde in den meisten Fällen eine unpersönliche Formulierung empfehlen: &amp;quot;Weil ..., liegt es näher, dass...&amp;quot;, &amp;quot;es erscheint sinnvoll&amp;quot;, &amp;quot;...wirkt wahrscheinlicher&amp;quot; oder etwas in der Art. Argumente muss man ja nicht subjektiv gewichten, auch da kann man doch in den meisten Fällen objektiv vorgehen, und dann muss man eine objektive Beobachtung auch nicht subjektiv formulieren. Es lenkt nach meinem Empfinden ab, wenn der Autor eines anonymen Texts sich ständig selbst ins Spiel bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich doch einmal einer eigenen, subjektiven Einschätzung folge, lässt sich auch das meist unpersönlich formulieren. Nur bei inhaltlich relevanten Entscheidungen formuliere ich (aber selten) z.B. mit &amp;quot;nach Meinung des Übersetzers&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte das auch deshalb für sinnvoll, weil ja doch meist einer die Entscheidung für eine Interpretation nimmt und die anderen nur deren Plausibilität nachprüfen. Entsteht eine Entscheidung tatsächlich einmal nach einer Diskussion zwischen mehreren Teilnehmern, kann man immer noch so formulieren. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 11:32, 24. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Jetzt hab ich auch eine vorläufige Lesefassung erstellt, dass wir auch was haben, worüber wir reden können. Jetzt warte ich nur noch auf Olafs inhaltliches Feedback.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur ersten Fußnote macht doch am besten selbst mal einen Vorschlag. Eine Version à la &amp;quot;Es gibt die Deutung A; übersetzt würde sie lauten...; es gibt Version B; übersetzt würde sie lauten... - Am wahrscheinlichsten scheint uns Version X&amp;quot;, bei der die Fußnote zwar kurz wäre, aber der Leser in den Kommentar schauen müsste, um überhaupt erst die Fußnote richtig verstehen zu können, finde ich jedenfalls nicht sinnvoll (auch ganz allgemein halte ich es nicht für sinnvoll, längere Diskussionen einfach aus der Fußnote auszulagern und dem Kommentar aufzubürden, aber das gehört hier wohl nicht hierher). Und da ich aber nicht weiß, wie man das sonst eindampfen könnte, seid ihr jetzt an der Reihe :)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übrigens ist die Tohuwabohu-Fußnote jetzt genau so lang wie die erste; auch da weiß ich nicht, wie man das eindampfen könnte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dass Ben die Häufigkeit der &amp;quot;Wirs&amp;quot; so stört, muss wohl daran liegen, dass er das Kapitel noch gar nicht fertig gelesen hat (Ich hab das jedenfalls noch mal durchgecheckt und festgestellt, dass 3/4 der &amp;quot;Wirs&amp;quot; in den ersten 7 Fußnoten stehen). „Nach Meinung des Übersetzers“ halte ich definitiv für keine sinnvolle Alternative; das beißt sich mit der Konzeption der Offenen Bibel. Und die unpersönlichen Formulierungen sind schon häufiger angewendet worden, nur die Aussageabsicht, für die ich offenbar jeweils die &amp;quot;Wirs&amp;quot; gesetzt habe, lassen sie sich nicht verwenden. Wenn euch auch da was Kluges einfällt: Nur raus damit.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 01:27, 25. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, ich bin ja dumm. Zu &#039;&#039;tohuwabohu&#039;&#039; erstell ich einfach wieder einen Lexikoneintrag. Zack, problem gelöst :P&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Sebastian Walter|Sebastian Walter]] 10:52, 26. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich bzgl. &amp;quot;wir&amp;quot; nur auf die inzwischen ausgegliederte Fußnote in V. 1 bezogen. Ich glaube nicht, dass das meine Einwände schwächt. „Nach Meinung des Übersetzers“ war jedenfalls explizit eine Beispielformulierung, und explizit eine, die ich mir für Ausnahmefälle aufhebe, wo ich auch mal gegen die exegetische Mehrheit spreche. (Das tue ich nur in unbedeutenden Fällen, weil wir uns in den Übersetzungskriterien ja sicherheitshalber auf die Seite der Mehrheit schlagen.) Da habe ich auch schon mal die 1. Person Plural benutzt (z.B. [[Kolosser_1#note_ae|hier]]), aber eher aus Verlegenheit um eine bessere Lösung. Problematisch ist weniger, dass es einmal vorkommt, als die Häufigkeit, die hier zu dem Schluss führt, es wäre eine Konsensentscheidung. Aber da du Olaf und mich dazu eingeladen hast, es umzuformulieren, hängt es jetzt wirklich an den einzelnen Stellen, die ich mir ein zweites Mal durchlesen müsste. --[[Benutzer:Ben|Ben]] 13:28, 26. Sep. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendete Literatur zu Gen 1,1-2,3==&lt;br /&gt;
* Albright, William F. (1943): Review on „The Babylonian Genesis: The Story of Creation“, by Alexander Heidel, in: JBL 62/4. S. 1-11.&lt;br /&gt;
* Alter, Robert (1996): Genesis. Translation and Commentary. New York. &lt;br /&gt;
* Andersen, Francis I. (1995): What Biblical Scholars Might Learn from Emily Dickinson, in: Jon Davies/Graham Harvey/Wilfred G. E. Watson (Hgg.): Words Remembered, Texts Renewed. Essays in Honour of John F.A. Sawyer (=JSOT Sup 195). Sheffield.&lt;br /&gt;
* Arbez, Edward P. / John P. Weisengoff (1948): Exegetical Notes on Genesis 1:1-2, in: CBQ 10. S. 140-150.&lt;br /&gt;
* Atwell, James E. (2000): An Egyptian Source for Genesis 1, in: JTS 51/2. S. 441-477.&lt;br /&gt;
* Bandstra, Barry (2008): Genesis 1-11. A Handbook on the Hebrew Text. Waco.&lt;br /&gt;
* Bauks, Michaela (1997): Die Welt am Anfang. Zum Verhältnis von Vorwelt und Weltentstehung in Gen 1 und in der altorientalischen Literatur (=Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament 74). Neukirchen-Vluyn.&lt;br /&gt;
* Beauchamp, Paul (1969): Création et Séparation. Étude exégétique du chapitre premier de la Genèse (=Lectio Divina 201). Paris.&lt;br /&gt;
* Böttcher, Friedrich (1863): [http://archive.org/stream/neueexegetischk00btgoog#page/n7/mode/2up Neue exegetisch-kritische Aehrenlese zum Alten Testament. Erste Abtheilung, Genesis-2 Samuelis]. Leipzig.&lt;br /&gt;
* Clines, David J. A. (1968): [http://www.tyndalehouse.com/tynbul/library/TynBull_1968_19_03_Clines_ImageOfGodInMan.pdf The Image of God in Man], in: TB 19. S. 54-103.&lt;br /&gt;
* Cole, H. Ross (2003): [http://www.auss.info/auss_publication_file.php?pub_id=1048&amp;amp;journal=1&amp;amp;type=pdf The Sabbath and Genesis 2:1-3], in: AUSS 41/1. S. 5-12.&lt;br /&gt;
* Cole, H. Ross (2007): [http://www.auss.info/auss_publication_file.php?pub_id=1186&amp;amp;journal=1&amp;amp;type=pdf Genesis 1:14 - Translation Notes], in: AUSS 45/1. S. 63-67.&lt;br /&gt;
* Collins, Jack (1999): [http://faculty.gordon.edu/hu/bi/ted_hildebrandt/otesources/01-genesis/text/articles-books/collins_gen2discourse_wtj.pdf Discourse Analysis and the Interpretation of Gen 2:4-7], in: WTJ 61. S. 269-276.&lt;br /&gt;
* Dantinne, É. (1961): Création et séparation, in: Le Muséon 74. S. 441-51.&lt;br /&gt;
* Delitzsch, Franz (1887): [http://catalog.hathitrust.org/Record/008917798 Neuer Commentar über die Genesis]. Leipzig.&lt;br /&gt;
* Driver, S. R. (&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;1905): [http://archive.org/stream/bookofgenesisnot00drivuoft#page/n7/mode/2up The Book of Genesis. With Introduction and Notes]. London.&lt;br /&gt;
* Drouot, Sophie/Marie-Anne Lacome/Jean-Michel Poirier (2000): Gn 1,1-2,4a. Proposition d&#039;une traduction, in: Bulletin de littérature ecclésiastique 101/4. S. 367-382.&lt;br /&gt;
* Duchesne-Guillemin, Jacques (1982): [http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/crai_0065-0536_1982_num_126_3_13969 Genèse 1,2c, Ugarit et L´Égypte], in: Comptes rendus des séances de l´Académie des Inscriptions et Belles Lettres 126/3. S. 512-525.&lt;br /&gt;
* Ehrlich, Arnold B. (1908): [http://archive.org/stream/randglossenzurh00ehrlgoog#page/n6/mode/2up Randglossen zur Hebräischen Bibel. Textkritisches, Sprachliches und Sachliches. Bd 1: Genesis und Exodus]. Leipzig.&lt;br /&gt;
* Ember, Aaron (1905): [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527612.pdf The Pluralis Intensivus in Hebrew], in: AJSLL 21/4. S. 195-231.&lt;br /&gt;
* Fenton, T. L. (1984): „One Place“, &#039;&#039;mâqôm ´echâd&#039;&#039;, in Genesis I 9: Read &#039;&#039;miqwîm&#039;&#039;, „Gatherings“, in: VT 34/4. S. 438-445.&lt;br /&gt;
* Galling, Kurt (1950): Der Charakter der Chaosschilderung in Gen. i 2, in: ZThK 47. S. 145-157&lt;br /&gt;
* Ginzberg, Louis (2003): Legends of the Jews. Vol 1: Bible Times and Characters. From the Creation to Moses in the Wilderness. Philadelphia.&lt;br /&gt;
* Good, Edwin M. (2009): Genesis 1-11. Tales of the Earliest World. A New Translation and Essays. Stanford.&lt;br /&gt;
* Gross, Walter (1980): Syntaktische Erscheinungen am Anfang althebräischer Erzählungen: Hintergrund und Vordergrund, in: Congress Volume Vienna 1980 (=VT Sup 32). Leiden.&lt;br /&gt;
* Harper, William R. (1888): [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527459.pdf The Pentateuchal Question. I. Gen 1:1-12:5], in: Heb 5/1. S. 18-73.&lt;br /&gt;
* Heidel, Alexander (&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1951): [http://oi.uchicago.edu/pdf/misc_genesis.pdf The Babylonian Genesis. The Story of Creation]. Chicago / London. &lt;br /&gt;
* Holmstedt, Robert D. (2008): [http://www.academia.edu/676458/The_Restrictive_Syntax_of_Genesis_i_1 The Restrictive Syntax of Genesis i 1], in: VT 58. S. 56-67.&lt;br /&gt;
* Humbert, Paul (1964): Encore le Premier Mot de la Bible (A propos d´un article de M. Walther Eichrodt), in: ZAW 76/2. S. 123-131.&lt;br /&gt;
* Jenni, Ernst (1997): Erwägungen zu Gen 1,1 „am Anfang“, in: Ders.: Studien zur Sprachwelt des Alten Testaments. Herausgegeben von Beat Huwyler und Klaus Seybold. Stuttgart.&lt;br /&gt;
* Junker, Hubert (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1953): Genesis (=EB). Würzburg.&lt;br /&gt;
* Kaiser, Otto (1998): Der Gott des Alten Testaments. Theologie des Alten Testaments. Teil 2: Wesen und Wirken. Jahwe, der Gott Israels, Schöpfer der Welt und des Menschen (=UTB 2024). &lt;br /&gt;
* Kerr, Robert M. (2013): [https://www.academia.edu/4855579/Once_upon_a_time_Gn_1_1_reconsidered._Some_remarks_on_an_incipit_problem Once upon a time ... Gn 1:1 reconsidered. Some remarks on an incipit problem], in: KUSATU 15. S. 33-47.&lt;br /&gt;
* Koehler, Ludwig (1969): Die Grundstelle der Imago-Dei-Lehre, Genesis 1,26 (1948), in: Leo Scheffczyk (Hg.): Der Mensch als Bild Gottes. Darmstadt.&lt;br /&gt;
* König, Eduard (1900): [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/judaicaffm/content/titleinfo/3595589 Stilistik, Rhetorik, Poetik. in Bezug auf die biblische Litteratur komparativisch dargestellt]. Leipzig.&lt;br /&gt;
* König, Eduard (1919): Die Genesis. Eingeleitet, übersetzt und erklärt. Gütersloh.&lt;br /&gt;
* Kselman, John S. (1978): The Recovery of Poetic Fragments from the Pentateuchal Priestly Source, in: JBL 97/2. S. 161-173.&lt;br /&gt;
* Lewysohn, Ludwig (1858): [sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/1043079 Die Zoologie des Talmuds. Eine umfassende Darstellung d. rabbinischen Zoologie, unter steter Vergleichung d. Forschungen älterer u. neuerer Schriftsteller]. Frankfurt a.M.&lt;br /&gt;
* Lode, Lars (2002): [http://www.sil.org/resources/archives/41134 The Two Creation Stories in Genesis Chapters 1 to 3], in: JOTT 14. S. 1-52.&lt;br /&gt;
* Meek, Theophile J. (1938): Lapses of Old Testament Translators, in: JAOS 58/1. S. 122-129.&lt;br /&gt;
* Merlo, Paolo (2008): [http://www.academia.edu/493138/Alcune_note_sui_primi_versetti_della_Genesi_Gen_1_1-3_e_la_loro_ricezione_nel_prologo_giovanneo_-_in_FS_Penna_2008 Alcune note sui primi versetti della Genesi (Gen 1,1-3) e la ricezione nel prologo giovanneo], in: Nicola Ciola / Giuseppe Pulcinelli (Hgg.): Nuovo Testamento: Teologie in Dialogo Culturale. Scritti in onore di Romano Penna nel suo 70. compleanno (=Supplementi all Rivista Biblica 50. Bologna. &lt;br /&gt;
* Neville, Richard (2011): Differentiation in Genesis 1: An Exegetical Creation &#039;&#039;ex nihilo&#039;&#039;, in: JBL 130/2. S. 209-226.&lt;br /&gt;
* Orlinsky, Harry (1983): Enigmatic Bible Passages: The Plain Meaning of Genesis 1:1-3, in: BA 46/4. S. 207-209.&lt;br /&gt;
* Polak, Frank H. (2002): [http://www.academia.edu/899362/Poetic_style_and_parallelism_in_the_creation_account_Genesis_1.1-2.3_ Poetic Style and parallelism in the creation account (Genesis 1.1-2.3)], in: Yair Hoffman/Henning Graf Reventlow (Hgg.): Creation in Jewish and Christian Tradition (=JSOT Sup 319). Sheffield. &lt;br /&gt;
* Rechenmacher, Hans (2002): Gott und das Chaos. Ein Beitrag zum Verständnis von Gen 1,1-3, in: ZAW 114. S. 1-20.&lt;br /&gt;
* Rogland, Max (2007): [http://www.academia.edu/492276/_Text_and_Temple_in_Haggai_2_5_Zeitschrift_fur_die_alttestamentliche_Wissenschaft_119.3_2007_410-415 Text and Temple in Haggai 2,5], in: ZAW 119/3. S. 410-415.&lt;br /&gt;
* Rottzoll, Dirk U. (1991): Die Vorbedingungen für Gottes große „Auseinander-Schöpfung“. Eine vornehmlich syntaktische Untersuchung zum Prolog des priesterschriftlichen Schöpfungsberichts (Gen 1,1f), in: BZ 35. S. 247-256.&lt;br /&gt;
* Rudolph, David (2003): [http://www.academia.edu/1622531/Festivals_in_Genesis_1_14 Festivals in Genesis 1:14], in: TB 54/2. S. 23-40.&lt;br /&gt;
* Sasson, Jack M. (1992): [http://discoverarchive.vanderbilt.edu/handle/1803/3892 Time...to Begin], in: Michael Fishbane / Emanuel Tov (Hgg.): Sha´arei Talmon: Studies in the Bible, Qumran, and the Ancient Near East, presented to Shemaryahu Talmon. Winona Lake. S. 183-194.&lt;br /&gt;
* Scharbert, Josef (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1990): Genesis 1-11 (=NEB). Würzburg.&lt;br /&gt;
* Schellenberg, Annette (2011): Der Mensch, das Bild Gottes? Zum Gedanken einer Sonderstellung des Menschen im Alten Testament und in weiteren altorientalischen Quellen (=Abhandlungen zur theologie des Alten und Neuen Testaments 101). Zürich.&lt;br /&gt;
* Skinner, John (1910): [http://archive.org/stream/acriticalandexeg00skinuoft#page/n15/mode/2up A Critical and Exegetical Commentary on Genesis]. New York.&lt;br /&gt;
* Smith, J. M. Powis (1928): The Syntax and Meaning of Genesis 1:1-3, in: AJSLL 44/2. S. 108-115.&lt;br /&gt;
* Smith, Mark S. (2010): The Priestly Vision of Genesis 1. Minneapolis.&lt;br /&gt;
* Soggin, J. Alberto (1997): Das Buch Genesis. Kommentar. Darmstadt.&lt;br /&gt;
* Steinmann, Andrew E. (2002): [http://www.etsjets.org/files/JETS-PDFs/45/45-4/45-4-PP577-584_JETS.pdf {{hebr}}אחד{{hebr ende}} as an Ordinal Number and the Meaning of Genesis 1:5], in: JETS 45/4. S. 577-584.&lt;br /&gt;
* Speiser, E. A. (1964): Genesis. Introduction, Translation, and Noters (=AB 1). New York.&lt;br /&gt;
* Tigchelaar, Eiberg (2005): &#039;Lights Serving as Signs for Festivals&#039; (Genesis 1:14b) in Enûma Elisch and Early Judaism, in: George H. van Kooten (Hg.): The Creation of Heaven and Earth. Re-interpretations of Genesis 1 in the Context of Judaism, Ancient Philosophy, Christianity, and Modern Physics. Leiden/Boston.&lt;br /&gt;
* Vogels, Walter (2011): „And God created the Great &#039;&#039;Tanninim&#039;&#039; (Gn 1:21)“, in: Science et Esprit 63/3. S. 349-365.&lt;br /&gt;
* Weippert, Manfred (2004): [http://theolrel.unibas.ch/theologische-zeitschrift/fruehere-hefte-und-jahrgaenge/thz-60-2004/heft-thz-160-2004/ Schöpfung am Anfang oder Anfang der Schöpfung? Noch einmal zu Syntax und Semantik von Gen 1,1-3], in: ThZ 60/1. S. 5-22.&lt;br /&gt;
* Waltke, Bruce K. (1975-6): Creation account in Genesis 1:1-3, pt. 1-5, in: BS 132-133. &lt;br /&gt;
* Wenham, Gordon J. (1987): Genesis 1-15 (=WBC 1). Dallas.&lt;br /&gt;
* Westermann, Claus (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1983): Genesis. Kapitel 1-11 (=BKAT I/1). Neukirchen-Vluyn. &lt;br /&gt;
* van Wolde, Ellen (2009): [http://www.academia.edu/3311841/Why_the_Verb_bara_Does_Not_Mean_to_Create_in_Genesis_1.1-2.4a Why the Verb {{hebr}}ברא{{hebr ende}} Does Not Mean &#039;to Create&#039; in Genesis 1.1-2.4a], in: JSOT 34/1. S. 3-23.&lt;br /&gt;
* van Wolde, Ellen / Robert Rezetko (2011): [http://www.jhsonline.org/Articles/article_156.pdf Semantics and the Semantics of {{hebr}}ברא{{hebr ende}}: A Rejoinder to the Arguments advanced by B. Becking and M. Korpel], in: JHS 11.&lt;br /&gt;
* Wilson, Alfred M. (1890): [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527520.pdf The Particle {{hebr}}אֵת{{hebr ende}} in Hebrew. II], in: Heb 6/3. S. 212-224.&lt;br /&gt;
* Winther-Nielsen, Nicolai (1992): [http://www.sil.org/resources/archives/8835 &#039;&#039;In teh beginning&#039; of Biblical Hebrew discourse: Genesis 1:1 and the fronted time expression, in: Shin Ja J. Hwang / William R. Merrifield (Hgg.): Language in context: Essays for Robert Longacre] (=SIL Publications in Linguistics 107). Texas.&lt;br /&gt;
* Wünsche, August (1880/1): [http://archive.org/stream/bibliothecarabbi01wn#page/n7/mode/2up Bibliotheca Rabbinica 2: Der Midrasch Bereschit Rabba]. Leipzig.&lt;br /&gt;
* Zenger, Erich (1983): Gottes Bogen in den Wolken. Untersuchungen zu Komposition und Theologie der priesterschriftlichen Urgeschichte (=SBS 112). Stuttgart.&lt;br /&gt;
* Zewi, Tamar (2007): Parenthesis in Biblical Hebrew (=Studies in Semitic Languages and Linguistics 50). Leiden/Boston.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_1&amp;diff=22645</id>
		<title>Genesis 1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Genesis_1&amp;diff=22645"/>
		<updated>2015-12-04T09:01:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Bitte, keine Diskussion auf die Kapitelseite! + Vorlagenproblem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung liegt in Rohübersetzung vor}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung folgt später}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch:  [[Genesis 1/Persönliche Fassung (Norbert Göttig)]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Als Gott mit der Schöpfung von Himmel und Erde begann, {{L|2}} gab es die Erde noch gar nicht: Finsternis herrschte über dem Wasser und ein göttlicher Sturmwind&amp;lt;ref&amp;gt;Die meisten Übersetzungen haben hier „Geist Gottes“. Dieser wird nach einer alten christlichen Tradition häufig mit dem Heiligen Geist identifiziert (so z.B. schon [http://www.unifr.ch/bkv/kapitel2616-6.htm Basilius, Hexaemeron 2,6]). Im Judentum folgt man dieser Deutung nicht. Auch im Bibeltext selbst ist keine Anspielung auf das christliche, dreieinige Gottesbild nachweisbar. Dies schließt natürlich nicht aus, dass Christen aus anderen Gründen den Sturm/Geist als „Heiliger Geist“ deuten können.&amp;lt;/ref&amp;gt; fegte über die Fluten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|3}} Da sprach Gott: „Helligkeit soll entstehen!“ - und Helligkeit entstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|4}} Gott sah, dass die Helligkeit gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er teilte Helligkeit und Finsternis; die eine nannte er „Tag“ und die andere nannte er „Nacht.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|5}} Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein „Tag“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|6}} Dann sprach Gott: „Ein Schalenförmiges soll im Wasser entstehen und das Wasser teilen!“ - so geschah es auch. {{L|7}} Gott machte das Schalenförmige und teilte so das Wasser auf in das Wasser unterhalb des Schalenförmigen und das Wasser oberhalb des Schalenförmigen. {{L|8}} Gott nannte dieses Schalenförmige „Himmel“.&amp;lt;br /&amp;gt;Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein zweiter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|9}} Dann sprach Gott: „Das Wasser soll sich an einem Ort sammeln und Trockenes freigeben!“ - so geschah es auch. {{L|10}} Gott nannte dieses Trockene „Erde“, das gesammelte Wasser dagegen nannte er „Meer“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|11}} Und Gott sprach weiter: „Auf der Erde soll es grünen und blühen! Getreide soll wachsen, das Frucht trägt, und Bäume, die Früchte tragen!“ - so geschah es auch. {{L|12}} Die Erde grünte und blühte, und all die verschiedenen Arten von Getreide und Fruchtbäumen sprossten empor.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}}Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein dritter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|14}} Dann sprach Gott: „Lichter sollen am Himmel entstehen, um den Tag von der Nacht zu unterscheiden! Sie sollen Zeitmesser sein für Festzeit und Weltzeit! {{L|15}} Und Lichter sollen sie sein, um über der Erde zu leuchten!“ - so geschah es auch. {{L|16}} Gott machte die beiden großen Lichter: Das größere machte er für den Tag, das kleinere für die Nacht; außerdem die Sterne. {{L|17}} Er setzte sie an den Himmel, damit sie über der Erde leuchteten {{L|18}} - das eine bei Tag, das andere bei Nacht - und so den Tag von der Nacht unterschieden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|19}} Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein vierter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|20}} Dann sprach Gott: „Im Wasser sollen sich Schwärme von Lebewesen tümmeln und Vögel sollen am Himmel dahinfliegen!“ {{L|21}} Also schuf er die großen Meereslebewesen, das ganze Getümmel im Meer und all die verschiedenen Arten von Vögeln.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|22}} Er segnete sie mit den folgenden Worten: „Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf Erden vermehren!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|23}} Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein fünfter Tag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|24}} Dann sprach Gott: „Auch die Erde soll erfüllt sein von Lebewesen - von verschiedensten Arten von Vieh, Reptilien und wilden Tieren!“ - so geschah es auch. {{L|25}} Gott machte all die verschiedenen Arten von wilden Tieren, von Vieh und von Reptilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|26}} Und Gott sprach weiter: „Ich will einen mir ähnliche Stellvertreter auf Erden machen: Den Menschen! Er soll Herr sein über die Fische, die Vögel, das Vieh, die wilden Tiere und alle Reptilien!“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{L|27}} Gott schuf den Menschen als seinen Stellvertreter,&lt;br /&gt;
_ Als Stellvertreter Gottes schuf er ihn,&lt;br /&gt;
_ männlich und weiblich schuf er sie.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|28}} Er segnete sie mit den folgenden Worten: „Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die Erde! Unterwerft euch die Fische, die Vögel und alle Reptilien!“ {{L|29}} Und er fuhr fort: „Hiermit gebe ich euch alles fruchtbringende Getreide auf der ganzen Erde und alle Fruchtbäume! Sie sollen euch als Nahrung dienen. {{L|30}} Auch für alle wilden Tieren, alle Vögel und alle Reptilien - ja, für jedes Lebewesen - sollen die Pflanzen Nahrung sein!“ - so geschah es auch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|31}} Gott sah, dass alles, was er gemacht hatte, sehr, sehr gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde Abend und es wurde Morgen: Der sechste Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{S|1}} Als (nachdem, bevor) Gott begann (begonnen hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Syntax von Gen 1,1-3 wird in der Exegese sehr heftig diskutiert; s. den [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#Zur_Syntax_von_Gen_1.2C1-3 Exkurs zur Syntax von Gen 1,1-3].&amp;lt;/ref&amp;gt;, Himmel und Erde (die Welt)&amp;lt;ref&amp;gt;Der Merismus „Himmel und Erde“ ist im Hebräischen der Standard-Ausdruck für den Kosmos/das Universum; vgl. ad loc. Arbez/Weisengoff 1948, S. 146; Halévy 1893a, S. 28; Sasson 1992, S. 184; Scharbert 1990, S. 39; Soggin 1997, S. 23f.; Waltke 1975-6, S. 218; Wenham 1987; Westermann 1983, S. 140f.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu schaffen (teilen?&amp;lt;ref&amp;gt;Zu &#039;&#039;teilen&#039;&#039; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_b Anmerkung b].&amp;lt;/ref&amp;gt;), {{S|2}} war die Erde (- die Erde war)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;war die Erde (- die Erde war)&#039;&#039; - Deutet man die Syntax von Gen 1,1 wie hier, lassen sich Vv. 1-2 entweder auflösen als Nebensatz - Hauptsatz („Als Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen, war die Erde...“) oder V. 2 könnte als Parenthese gedeutet werden („Als Gott begann, Himmel und Erde zu schaffen - die Erde war... - sprach Gott:“). Beide Auflösungen sind gleichermaßen möglich; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_c Anmerkung c].&amp;lt;/ref&amp;gt; Null und Nichts (leer, sinnlos, zerstört?, chaotisch?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Null und Nichts (leer, sinnlos, zerstört?, chaotisch?)&#039;&#039; - Die Bedeutung des hebräischen &#039;&#039;tohu wabohu&#039;&#039; (hier: „Null und Nichts“; meist: „wüst und leer“) ist umstritten; s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_d Anmerkung d]. Nach unserer Auffassung ist die Wendung hier so zu verstehen, dass am Anfang von Gottes Schöpfungstat die Erde noch nicht existierte, sondern Gott zunächst das Meer verlagern muss, um den so entstehenden trockenen Boden dann zur „Erde“ machen zu können.&amp;lt;/ref&amp;gt;: (stattdessen) Dunkelheit [war] über der Oberfläche (dem Gesicht) der Tiefe (Urtiefe, Wasser)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Tiefe (Urtiefe, Wasser)&#039;&#039; - Im hebräischen &#039;&#039;tehom&#039;&#039; („Tiefe“) wollen einige Exegeten Überreste mythischer Vorstellungen entdecken und es entsprechend der Chaos-/Meeresgöttin Tiamat interpretieren. Und tatsächlich wird es häufiger in Kontexten verwendet, die zumindest mythisierende Sprache verwenden; es kann aber auch einfach für große Wassermassen stehen (beides gilt genau so für das folgende &#039;&#039;majim&#039;&#039; („Wasser“). Da meist angenommen wird, der Verfasser von Gen 1 würde das ganze Kapitel hindurch Entmythisierungsstrategien anwenden (s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_aa FN aa]), ist wahrscheinlich auch hier eher Letzteres der Fall.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ein Wind Gottes stürmte (der Atem Gottes wehte, ein starker Wind stürmte, der Geist Gottes schwebte)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;ein Wind Gottes stürmte (der Atem Gottes wehte, ein starker Wind stürmte, der Geist Gottes schwebte)&#039;&#039; - Heb. &#039;&#039;ruach haelohim&#039;&#039;. Das hebräische &#039;&#039;ruach&#039;&#039; ließe sich sowohl lesen als „Geist“, „Hauch“ oder „Wind“; &#039;&#039;elohim&#039;&#039; kann entweder „Gottes“ heißen oder aber superlativische Bedeutung haben. Diese Vieldeutigkeit hat dazu geführt, dass jede der oben angeführten Übersetzungsmöglichkeiten mehrfach vertreten wurden. Das stärkste Indiz für die richtige Deutung ist das Verb &#039;&#039;rachaf&#039;&#039;: Früher wurde es häufig mit „brütete“ oder „schwebte“ übersetzt, aber ebenso wie verwandte syrische (&#039;&#039;racheph&#039;&#039;) und ugaritische (&#039;&#039;rchp&#039;&#039;) Wörter (-&amp;gt; Etymologie) bezeichnet es wohl eigentlich eine schnelle Bewegung (vgl. Arbez/Weisengoff 1948, S. 148; Cassuto 2005, S. 25; Duchesne-Guillemin 1982, S. 513; Galling 1950, S. 153; Halévy 1893a, S. 28; König 1919, S. 140; Speiser 1964, S. 5) - in [[Deuteronomium 32#s11 |Dtn 32,11]] beschreibt es das „Flattern“ eines Adlers (vgl. dazu z.B. Rechenmacher 2002, S. 13); in [[Jeremia 23#s9 |Jer 23,9]] vermutlich das „Zittern“ der Knochen im Leib. Die Bedeutung „stürmen“ lässt sich mit diesem Wort vereinbaren (vgl. Beauchamp 1969, S. 172-86; NET &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039;; Rechenmacher 2002, S. 14; Smith 1928, S. 113; Soggin 1997, S. 22); „wehen“ oder „schweben“ jedoch nicht - und das weist stark in Richtung „Wind, Sturm“. Da weiterhin eine andere Bedeutung als „Gottes“ für &#039;&#039;elohim&#039;&#039; hier nicht sehr wahrscheinlich ist – bedenkt man, wie oft es sonst noch in Gen 1 in dieser Bedeutung steht – sollte man sich am ehesten für „Wind/Sturm Gottes“ entscheiden; so z.B. auch Bandstra 2008; Drouot et al. 2000; Good 2009; Merlo 2008; Wenham 1987; Westermann 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; über der Oberfläche (dem Gesicht) des Wassers (der Wasser).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|3}} Da&amp;lt;ref&amp;gt;Mit der hebräischen Verbform &#039;&#039;Wayyiqtol&#039;&#039; setzt in Vers 3 zum ersten Mal die Handlung ein; Vv. 1-2 geben Hintergrundinformationen. In der LF sollte man das besser ausdrücklich machen, z.B. durch die Einfügung eines solchen „Da“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sprach Gott: Helligkeit (Licht)&amp;lt;ref&amp;gt;Gen 1 wird u.a. beherrscht von folgendem Strukturprinzip: Gott ruft ein nur abstrakt bezeichnetes Etwas ins Sein, anschließend gibt er ihm einen Namen, unter dem es auch heute bekannt ist (etwa: „Helligkeit“ für „Tag“ und „Finsternis“ für „Nacht“; „etwas Schalenförmiges“ für „Himmel“, „etwas Trockenes“ für „Erde“ usw.; vgl. Good 2009, S. 12). In der Studienfassung haben wir versucht, dieses Muster stets ausdrücklich zu machen.&amp;lt;/ref&amp;gt; soll (wird) entstehen (sein, werden)! Da entstand (war, wurde) Helligkeit (Licht).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|4}} Gott sah, dass die Helligkeit (das Licht) gut war.&amp;lt;ref&amp;gt;W. „Gott sah die Helligkeit, dass gut“; zur Syntax s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Kommentar:Genesis_1#note_e Anmerkung e].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dann trennte (teilte, unterschied) Gott {zwischen}&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwischen&amp;quot;&amp;gt;{{hebr}}בֵּין{{hebr ende}} „zwischen“ wird im Hebräischen doppelt gesetzt, während es im Deutschen nur einmal gesetzt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Helligkeit (das Licht) {und} von (zwischen) der Finsternis (Dunkelheit). {{S|5}} Gott nannte (rief)&amp;lt;ref&amp;gt;Zenger 1983, S. 55 übersetzt: „Gott berief das Licht als Tag.“, da wegen der Konstruktion {{hebr}}קָרַא{{hebr ende}} + {{hebr}}לְ{{hebr ende}} „streng genommen [... keine] Benennung im üblichen Sinn“ (S. 55) vorliege. Das ist nicht der Fall; {{hebr}}קָרַא{{hebr ende}} + {{hebr}}לְ{{hebr ende}} wird in der Bibel sogar recht häufig als „Benennungsformel im üblichen Sinn“ verwendet; vgl. z.B. [[Genesis 16#s14 |Gen 16,14]]; [[Genesis 21#s31 |21,31]]; [[Genesis 31#s47 |31,47]]; [[Exodus 33#s7 |Ex 33,7]]; [[Richter 18#s12 |Ri 18,12]]; [[1Samuel 23#28 |1Sam 23,28]]; [[Jesaja 58#s12 |Jes 58,12]]; [[Jesaja 60#s14 |60,14]]; [[Jesaja 61#s3 |61,3]]; [[Jesaja 62#s12 |62,12]] u.ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Helligkeit (das Licht) „Tag“, die Finsternis (Dunkelheit) aber&amp;lt;ref&amp;gt;Struktur: Verb („Gott nannte“) - Nomen („die Helligkeit“) | Nomen („die Finsternis“) - Verb („nannte“). Für die Übersetzung irrelevante Topikalisierungsstrategie.&amp;lt;/ref&amp;gt; nannte (rief) er „Nacht“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein „Tag“ (der erste Tag)&amp;lt;ref&amp;gt;„Tag“ wird hier näher bestimmt durch die Zahl {{hebr}}אֶחָד{{hebr ende}} „eins“. Im Semitischen kann eine Aufzählungsreihe auch lauten: „Eins, zweitens, drittens...“, vgl. Speiser 1964, S. 6; diese Regel kennen z.B. auch König 1919 und Wenham 1987. Es ist aber gut möglich, dass diese Regel hier keine Anwendung findet und der Autor aus einem anderen Grund nicht das Ordnungszahlwort, sondern das Grundzahlwort verwendet: König 1919, S. 143f.; Sasson 1992, S. 191 und Steinmann 2002, S. 583f. gehen davon aus, dass der Sinn dieser beiden Worte der ist, dass Gott nach der Definition des Unterschieds von „Tag“ und „Nacht“ gleich noch ineins damit eine „zeitliche Ordnung“ ins Sein setzt und deshalb als Grundeinheit der Zeit nun auch die zeitliche Größe „Tag“ definiert: Es muss einmal Abend werden und einmal Morgen werden, dann ist die Zeitspanne von „einem Tag“ vergangen (vgl. ähnlich Westermann 1983, S. 155).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|6}} Dann sprach Gott: Ein Schalenförmiges (Gewölbe, Firmament)&amp;lt;ref&amp;gt;Im hebräischen Weltbild ist der Himmel ein festes Gefüge mit metallenem Charakter, das die überirdischen Wasserfluten zurückhält. Vgl. z.B. Soggin 1997, S. 33: „Man stellte [sich den Himmel] vor wie einen metallenen Deckel in Form einer Halbkugel, als umgekehrte Kuppel oder als eine metallene Glocke, wie sie bei Unterwasserarbeiten gebraucht wird; darunter konnte sich der Kosmos in Sicherheit entfalten, indem [er] vor den chaotischen Gewässern schützte.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vulgata übersetzte „Himmel“ mit &#039;&#039;firmamentum&#039;&#039; „etwas fest Gefügtes“ - dem Etymon für unser „Firmament.“ Traditionell wird es übersetzt mit „Gewölbe“ oder eben „Firmament“, was zwar schön und sehr treffend ist, aber das in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_j FN j] beschriebene Textmuster verschleiert. Der hebräische Ausdruck ist in unserem Kontext gerade deshalb ungewöhnlich, weil ein Begriff „aus dem Bereich der Metallurgie“ (van Wolde 2009, S. 9) auf den &#039;&#039;Himmel&#039;&#039; angewandt wird. Man sollte daher besser nicht mit einem geläufigen Begriff übersetzen. Die Übersetzung „schalenförmig“ stammt von Good 2009, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; soll (wird) inmitten des Wassers entstehen (sein, werden) und es soll ein Trenner zwischen Wasser und Wasser sein (es soll Wasser von Wasser trennen). [So geschah (war) es (auch:)&amp;lt;ref&amp;gt;Zenger 1983, S. 52f. will mit Steck das {{hebr}}וַיְהִי־כֵן{{hebr ende}} nicht lesen als Ausführungsformel, sondern als Überleitungsformel, die signalisiert, dass das von Gott Bestimmte im Folgenden in der Tat auch so geschieht; er will diese Funktion markieren durch eine Übersetzung mit „dementsprechend geschah es:...“. Zengers Ausführungen (S. 54-56) zeigen aber schon selbst, wie unwahrscheinlich das ist; nur an zwei der sieben Stellen lässt sich diese Interpretation problemlos durchhalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;]&amp;lt;ref name=&amp;quot;So geschah es&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Die meisten Exegeten folgen LXX und verschieben das {{hebr}}וַיְהִי־כֵן{{hebr ende}} vom Ende von V. 7 ans Ende von V. 6, da es auch sonst unmittelbar auf den Schöpfungsbefehl folgt; vgl. z.B. Westermann 1983, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{S|7}} Gott machte das Schalenförmige (Gewölbe, Firmament) und trennte (teilte, schied) [so] {zwischen}&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwischen&amp;quot; /&amp;gt; das Wasser {welches} unterhalb des Schalenförmigen (Gewölbes, Firmaments) {und zwischen} [vom] Wasser {welches} über dem Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament).&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich wohl als verbloser Satz zu interpretieren: „das Wasser, das unterhalb des Schalenförmigen [war/ist/sein würde] und das Wasser, das oberhalb des Schalenförmigen [war/ist/sein würde].“&amp;lt;/ref&amp;gt; {So geschah (war) es.}&amp;lt;ref name=&amp;quot;So geschah es&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|8}} Gott nannte das Schalenförmige (Gewölbe, Firmament) „Himmel“.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Die LXX ergänzt: „Gott sah, dass es gut war“. Die meisten Exegeten lehnen das ab, da die LXX in Gen 1 häufiger eine andere Textgestalt habe als M; im Falle von Vers 8 wird außerdem gern darauf hingewiesen, dass Gott seine Arbeit am Wasser ja am dritten Tag fortsetzt und folgerichtig erst dann gesagt werden könne, dass es gut sei (so schon BerR 4,6; auch Cassuto 2005, S. 31; Soggin 1997, S. 34 u.a). Wenham 1987 weist außerdem darauf hin, dass unter anderem das „Gott sah, dass es gut war“ genau sieben Mal im Text verwendet wird und dass dies wohl planvoll sei, da allgemein die Siebenzahl in der Struktur des Kapitels vorherrsche.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Man könnte nun argumentieren: Die Mehrzahl der Exegeten geht davon aus, dass die Strukturierung hin zur Siebentägigkeit erst zu einem recht späten Zeitpunkt der Textbearbeitung in den Text eingearbeitet wurde; man könnte deshalb davon ausgehen, dass die Version der LXX die ursprünglichere sei (und die LXX vielleicht sogar eine frühere Vorlage vorliegen hatte). Aber das würde dann nur auf einer textgeschichtlichen Spekulation basieren; deshalb sollte man auch hier besser Abstand von einer solchen Textänderung nehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein zweiter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|9}} Dann sprach Gott: Das Wasser (die Wasser) soll sich von unter dem Himmel [weg] an (zu … hin) einen Ort (Sammelplatz?)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Die LXX übersetzt συναγωγη „Sammelplatz“; einige Exegeten (Albright, Dahood, Hummel, König, Schedl u.a.) wollen daher {{hebr}}מַקוֹם{{hebr ende}} „Ort“ umpunktieren zu {{hebr}}מִקְוֶם{{hebr ende}} und dies lesen als {{hebr}}מִקְוֶה{{hebr ende}} „Ansammlung, Sammelbecken“ + enklitisches Mem. Nötig ist das nicht; συναγωγη ist eine durchaus sinnvolle und auch nicht unwahrscheinliche Übersetzung für {{hebr}}מַקוֹם{{hebr ende}} „Ort“ (vgl. Wenham 1987). Cassuto wendet außerdem ein, dass bei {{hebr}}מִקְוֶה{{hebr ende}} die Spezifizierung {{hebr}}אֶחָד{{hebr ende}} „ein“ keinen Sinn ergebe; aber das ist wohl nicht der Fall; {{hebr}}אֶחָד{{hebr ende}} kann auch einfach als unbestimmter Artikel verwendet werden. Bedenkenswert ist der Gedanke durchaus, da er an der Stelle Sinn machen würde. Der MT gibt aber genau so Sinn, so dass man den Text doch besser beibehalten sollte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fenton 1984 will sogar lesen: {{hebr}}מִקְוִים{{hebr ende}} „Sammelplätze“; das {{hebr}}אֶחָד{{hebr ende}} „ein“ dagegen will er als zu einer anderen hebräischen Version als der Übersetzungsvorlage der LXX gehörig streichen. Das ist zurückzuweisen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sammeln (gesammelt werden)&amp;lt;ref&amp;gt;Nifal kann theoretisch sowohl medial als auch passivisch gedeutet werden. Bandstra 2008, S. 60 z.B. übersetzt passivisch und geht davon aus, dass Subjekt des „Sammelns“ das „divine council“ sei, das in V. 26 impliziert sein soll. Es ist dort aber sehr wahrscheinlich nicht die Rede von einem „divine council“ (s. dort), daher ist entschieden die mediale Deutung als die weniger problematische vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Trockenes (das Festland) soll zum Vorschein kommen (erscheinen, sich zeigen). So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|10}} Gott nannte (rief) das Trockene (das Festland) „Erde“ und den Ort des Wassers nannte (rief) er „Meer“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass [es] gut [war].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|11}} Weiterhin sprach Gott: Die Erde soll auf Erden Grünes grünen lassen:&amp;lt;ref&amp;gt;Theoretisch ließe sich im MT auch ein Dreischritt lesen: „Die Erde soll grünen lassen: (1) Grünes, (2) Getreide und (3) Fruchtbäume“. Vermutlich ist aber {{hebr}}דֶּשֶׁא{{hebr ende}} &#039;&#039;Grünes&#039;&#039; als Oberbegriff von „Getreide“ und „Fruchtbäumen“ zu verstehen; vgl. z.B. Bandstra 2008, S. 65; Cassuto 2005, S. 40; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Samen tragendes Getreide (Pflanzen)&amp;lt;ref&amp;gt;Meist allgemein übersetzt als „Pflanzen“ oder „Kraut“. Hier ist es aber näher bestimmt dadurch, dass es {{hebr}}זֶרַע{{hebr ende}} tragen soll. Dies steht in der Bibel sehr eindeutig für Samen und Saatgut. Entsprechend wird es sich wohl auch hier sehr sicher um eine Nutzpflanzen handeln: {{hebr}}עֵשֶׂב מַזְרִיעַ זֶרַע{{hebr ende}} ist das „Frucht bringende Getreide“; {{hebr}}עֵץ פְּרִי{{hebr ende}} sind (unbestritten) die Fruchtbäume - Gott lässt zu Schöpfungsbeginn ausschließlich „sinnvolle“ Pflanzen sprießen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Ergänze mit Soggin 1997, S. 36; Westermann 1983, S. 110 vor {{hebr}}עֵצ{{hebr ende}} &#039;&#039;Bäume&#039;&#039; die Konjunktion {{hebr}}וְ{{hebr ende}} &#039;&#039;und&#039;&#039; (so auch viele Manuskripte), da sonst „Bäume“ in Apposition zu „Getreide“ stünde.&amp;lt;/ref&amp;gt; verschiedenste Arten von&amp;lt;ref&amp;gt;das i.d.R. mechanisch übersetzte „nach ihrer Art“ ist sehr wahrscheinlich adjektivisch als Ausdruck für „jeglicher Art“ bzw. „verschiedenste Arten von...“ zu verstehen; so zuletzt wieder Neville 2011, S. 216; ähnlich auch schon Driver 1905, S. 9. Sehr gut übersetzt es Speiser 1964 („various kinds“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Frucht tragenden Fruchtbäumen, {die} [deren Früchte] ihren Samen in sich haben. So geschah es.&lt;br /&gt;
{{S|12}} Die Erde lies Grünes grünen: verschiedenste Arten von Samen tragendem Getreide und verschiedenste Arten von Frucht tragenden Fruchtbäumen, {die} [deren Früchte] ihren Samen in sich haben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass es gut war (ist).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein dritter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|14}} Dann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Vv. 14-18&#039;&#039;: Für gewöhnlich geht man davon aus, dass die Funktion von Vv. 14-18 eine polemische ist: Der Autor von Gen 1 schreibt gegen die verbreitete Vorstellung an, die Himmelskörper seien göttliche oder göttergleiche Wesen und macht aus ihnen stattdessen „Lichter“, die er am Himmel „befestigt“. Von hier aus entdeckt man dann auch in V. 21 eine „Entmythologisierungsstrategie“: Die „Seeungeheuer“ sind keine mythischen Wesen mehr, sondern werden in einem Atemzug mit den anderen Geschöpfen Gottes genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendig ist das nicht: Cooley 2013 z.B. geht davon aus, dass es „zu &#039;&#039;keinem Zeitpunkt&#039;&#039; von der Bronzezeit bis zur Zeit des Zweiten Tempels der Fall gewesen sei, dass die Einwöhner der südlichen Levante die himmlichen Heerscharen &#039;&#039;nicht&#039;&#039; als beseelt und belebt verstanden.“ (Cooley 2014, S. 183) - auch nicht in Gen 1. Dass die Himmelskörper in V. 14 zunächst als „Lichter/Lampen“ bezeichnet werden, ließe sich auch einfach mit dem in [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_j FN j] beschriebenen Strukturprinzip, und es ist ja doch auffällig, dass der Autor von Gen 1 die mythischen Vorstellungen der „Urtiefe“ (V. 2), der den Himmel „beherrschenden“ Himmelskörper (Vv. 15f) und der „Seeungeheuer“ (V. 21) nicht ausschweigt, sondern gerade explizit in die Schöpfungserzählung aufnimmt. Dem folgend ließe sich das Anliegen von Vv. 14-18 auch so verstehen, dass der Abschnitt zwar durchaus noch von mythischen Vorstellungen geprägt ist und besagte „Wesen“ - Sonne, Mond, Sterne und Seeungeheuer - durchaus noch mythisch verstanden werden, aber eben bewusst als &#039;&#039;Gott untergebene Geschöpfe&#039;&#039; dargestellt werden sollen. Doch ist das eine Minderheitenmeinung; man sollte besser mit dem größten Teil der Exegeten von einem „Entmythologisierungsanliegen“ des Autors ausgehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; sprach Gott: Lichter sollen am Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot;&amp;gt;wohl zu lesen als epexegetische Constructus-Verbindung (also „am Schalenförmigen, d.h. am Himmel“); übersetze in der LF besser schlicht „Himmel“.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstehen (sein), um (so dass) {zwischen} den Tag {und} von (zwischen) der Nacht zu trennen (teilen, scheiden). Sie sollen als Zeichen für (und als)&amp;lt;ref&amp;gt;wohl explikatives Waw; siehe nächste Fußnote. vgl. auch Cassuto 2005, S. 44; Cole 2007; König 1919, S. 149; Speiser 1964, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Festzeiten (Jahreszeiten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}מוֹעֲדִים{{hebr ende}} ließe sich sowohl als Ausdruck für „Jahreszeiten“ als auch für „Festzeiten“ lesen. Die erste Lesart vertritt z.B. Soggin 1997. Die Reihung „Jahreszeiten, Tage und Jahre“ ist aber merkwürdig „chaotisch“; aus diesem Grunde sollte man wohl eher die zweite Lesart wählen (vgl. dazu auch Rudolph 2003, dessen Untersuchung ergibt, dass „the plural form of &#039;&#039;mô`êd&#039;&#039; means &#039;festivals&#039; one hundred percent of the time in the Torah.“ (S. 40)) - die Planeten sind Zeichen sowohl für die kultische als auch die weltliche Zeitordnung („Tage und Jahre“ ist wohl ein stehender Ausdruck für eine unbestimmte Zeitspanne; vgl. noch 1Sam 29,3 und 4Q385, Frg. 3 („Ich messe die Zeit / und verkürze Tage und Jahre.“).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Möglich wäre außerdem, nicht zu lesen als „Zeichen für Festzeiten...“, sondern als „Sie sollen dienen als Zeichen, als Festzeiten, als...“; so z.B. Tigchelaar 2005. Während aber einleuchtend ist, wie Planeten als „Zeichen“ dienen sollen (etwa als „Omen“), ist nicht ersichtlich, wie Planeten „als Jahreszeiten, Tage und Jahre“ dienen wollen; vorzuziehen ist daher wohl doch die traditionelle Übersetzungsweise&amp;lt;/ref&amp;gt; und für (als) Tage und Jahre dienen (sein) &lt;br /&gt;
{{S|15}} und sie sollen als Lichter&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Ehrlich 1908 schlägt die Textkorrektur von {{hebr}}למערת{{hebr ende}} zu {{hebr}}המערת{{hebr ende}} vor; {{hebr}}המערת{{hebr ende}} müsste dann als Subjekt des Satzes gelesen werden („Die Lichter am Himmel sollen dazu dienen, über der Erde zu leuchten.“), da sonst „das, wozu das Subjekt werden soll [=Lichter] sich [...] von dessen vorläufiger Beschaffenheit [=Lichter] durch nichts unterscheide[n würde]; vgl. Saadja.“ Das ist ein sehr sinnvoller Vorschlag; allerdings weist Wenham 1987 auf eine ähnliche Tautologie in [[Numeri 15#s39 |Num 15,39]] hin, so dass er wohl nicht nötig ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; am Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot; /&amp;gt; dienen (sein), um (so dass) über der Erde zu scheinen (leuchten). So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|16}} Gott machte die beiden großen Lichter: das größere (große)&amp;lt;ref&amp;gt;W. „das große Licht“, aber Adjektive mit Artikel dient im Hebräischen u.a. auch zur Wiedergabe des Komparativs; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; z.B. HKL III §308a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Licht zur Herrschaft (Beherrschung) über den Tag (am Tag)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;über den Tag (am Tag)&#039;&#039; + &#039;&#039;über die Nacht (zur Nacht)&#039;&#039; - Bandstra bezweifelt, dass „Tag“ und „Nacht“ Entitäten seien, die „beherrscht“ werden könnten und liest daher die Präpositionalphrase {{hebr}}בַּיּוֹם{{hebr ende}} nicht als „zur Herrschaft &#039;&#039;über&#039;&#039; den Tag...“, sondern so, dass sie „the range or domain over which rule is exercised“ (S. 79) angeben würden (also „zur Herrschaft &#039;&#039;bei&#039;&#039; Tag und &#039;&#039;bei&#039;&#039; Nacht“). Grammatisch ist das möglich; dann wäre aber zu fragen, wen Sonne und Mond denn dann beherrschen sollen, wenn nicht Tag und Nacht? Zum Anliegen der Aussage vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_aa FN aa]&amp;lt;/ref&amp;gt; und das kleinere Licht zur Herrschaft (Beherrschung) über die Nacht (zur Nacht); auch die Sterne&amp;lt;ref&amp;gt;Oder: „das kleinere Licht und die Sterne zur Herrschaft über die Nacht“  (nach [http://www.jstor.org/stable/pdfplus/527387.pdf?acceptTC=true Driver 1885, S. 33]: „Wenn hebräische Autoren einen Satz mit doppeltem Subjekt (oder Objekt) konstruieren, tun sie dies gewöhnlich - und sogar recht häufig -, indem sie den Satzteil, der eines der beiden Subjekte (oder Objekte) enthält, zu Ende führen und dann das zweite an diesen Satzteil anhängen.“ (meine Üs.))&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Beobachtung Drivers ist recht sicher richtig (ein deutliches Beispiel ist [[Numeri 16#s18 |Num 16,18]]: „Jedermann nahm seine Räucherpfanne ...; ebenso Moses und Aaron“ = „Jeder - unter anderem auch Moses und Aaron - nahm seine Räucherpfanne...“). Es ist uns aber keine Übersetzung bekannt, die so übersetzt; für Gen 1,16 wäre das also eine Minderheitenmeinung.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|17}} Gott setzte (gab) sie an (in) das Schalenförmige (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot; /&amp;gt;, damit (so dass) sie über der Erde schienen (leuchteten)&lt;br /&gt;
{{S|18}} und damit (so dass) sie über den Tag und die Nacht herrschten und damit (so dass) sie {zwischen} die Helligkeit (das Licht) {und} von (zwischen) der Finsternis (Dunkelheit) trennten (teilten, schieden).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass [es] gut [war]. &lt;br /&gt;
{{S|19}} Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein vierter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|20}} Dann sprach Gott: Das Wasser (die Wasser) soll schwärmen mit Schwärmen lebendiger Wesen (Seelen, Leben) und Vögel (fliegende Tiere)&amp;lt;ref&amp;gt;Schließt auch Insekten mit ein (DBL Hebrew 6416); Satzstruktur: Nomen - Verb; wohl wieder eine Topikalisierungsstrategie - Versteil 1 handelt von den „Schwärmen lebendiger Wesen“; von den „Vögeln“ dagegen handelt Versteil 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; sollen über der Erde unter (an)&amp;lt;ref&amp;gt;Ein etwas eigentümlicher Ausdruck, w.: „Auf/Über/An der Erde, auf/über/an dem Schalenförmigen des Himmels“. Da der Himmel als feste Barriere gedacht ist, kann hier nur „zwischen dem Gewölbe und der Erde“ gemeint sein; übersetze daher „unter dem Himmel“.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Schalenförmigen (Gewölbe, Firmament) des Himmels (, das der Himmel ist)&amp;lt;ref name=&amp;quot;epexegetisch&amp;quot; /&amp;gt; fliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: LXX ergänzt: „So geschah es“; ihr folgt z.B. Scharbert 1990, S. 40. Vergleiche aber dazu [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_t Fußnote t].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|21}} Gott erschuf die großen Meereslebewesen (Seeungeheuer, Seeschlangen, das Seeungeheuer)&amp;lt;ref&amp;gt;Mit den {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} werden sehr häufig mythische Meereswesen bezeichnet. BerR deutet sie auch hier als Behemoth und Leviathan, und es scheint tatsächlich so, dass v.a. {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} und Leviathan häufig synonym verwendet werden (der Plural wäre z.B. erklärbar als &#039;&#039;pluralis intensivus&#039;&#039;; „die Tanninim“ könnten dann übertragen werden etwa mit „das große Monster“ o.Ä. (vgl. z.B. Ember 1905, S. 202)). Hier aber werden die {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} wohl entmythisiert (allerdings vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_aa FN aa]): ebenso wie Sonne und Mond gehören auch sie zu Gottes Geschöpfen  (vgl. Vogels 2011). Man sollte {{hebr}}תַּנִּינִם{{hebr ende}} daher am Besten so unbestimmt übersetzen, wie das oben vorgeschlagen wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; und all die verschiedenen Lebewesen, die im Wasser schwärmen (wimmeln) und all die verschiedenen geflügelten Tiere&amp;lt;ref&amp;gt;so KBL3, S. 463 &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039;; wörtlich „Vögel des Flügels“; wohl attributive Constructus-Verbindung.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah, dass [es] gut [war]. &lt;br /&gt;
{{S|22}} Und Gott segnete sie folgendermaßen (indem er sprach)&amp;lt;ref&amp;gt;das Hebräische leitet des Öfteren Zitate mit mehreren Verba dicendi ein; in einer Übersetzung ins Deutsche kann das zweite Verb dann ohne Bedeutungsverlust gestrichen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Seid fruchtbar und vermehrt euch (werdet zahlreich)&amp;lt;ref&amp;gt;Wortspiel im Hebräischen: &#039;&#039;p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;rû ûr&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;vû&#039;&#039;. Möglicherweise als Hendiadyoin aufzufassen: „Seid höchst fruchtbar“ (so Wenham 1987). Das ließe sich sogar historisch erklären; im Alten Israel war offenbar die Ansicht verbreitet,  dass „das Fischgeschlecht sehr geil ist“ (so Lewysohn 1858, S. 355, zum Talmud).&amp;lt;/ref&amp;gt; und füllt das Wasser im Meer (in den Meeren), und die Vögel sollen sich über (auf, in) der Erde vermehren (zahlreich werden)!“ &lt;br /&gt;
{{S|23}} Es wurde (war) Abend und es wurde Morgen: Ein fünfter Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|24}} Dann sprach Gott: Die Erde soll verschiedenste Arten von Lebewesen hervorbringen: Verschiedenste Arten von Vieh, Reptilien (kriechende Tiere)&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Übersetzung mit „Reptilien“ vgl. die übernächste Fußnote.&amp;lt;br /&amp;gt;Im MT werden diese Reptilien in fünf verschiedenen Versen jeweils anders bezeichnet:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&lt;br /&gt;
! Vers || Hebräisch || Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 24 || {{hebr}}רֶמֶשׂ{{hebr ende}}|| Reptilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 25 || {{hebr}}כָּל-רֶמֶשׂ הָאֲדָמָה{{hebr ende}} || Alle Boden-Reptilien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 26 || {{hebr}}כָל-הָרֶמֶשׂ הָרֹמֵשׂ עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Alle Reptilien, die auf der Erde kriechen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 28 || {{hebr}}כָל-חַיָּה הָרֹמֶשֶׂת עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 30 || {{hebr}}כֹל רוֹמֵשׂ עַל-הָאָרֶץ{{hebr ende}} || Alles auf der Erde kriechende &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinndifferenzierend scheint das nicht zu sein, und es ist uns auch noch keine Auslegung untergekommen, die auf diese Merkwürdigkeit überhaupt eingegangen wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Westermann weist zumindest darauf hin, dass die Tierarten in V. 24 und V. 25 unterschiedlich und in unterschiedlicher Reihenfolge bezeichnet werden; er führt das aber darauf zurück, dass „der klassifizierende Zug, der sich durch Gn 1 hindurchzieht, den Schöpfungserzählungen ursprünglich fremd ist [... und] die hier genannten drei Arten der Landtiere nicht eine alte, fest geprägte und vorgegebene Gruppierung darstellen, sondern eher einen tastenden Versuch, die Fülle der Landtiere in Hauptarten zu gliedern.“ (S. 197). Aber mindestens das obige Phänomen scheint viel zu bewusst gestaltet, als dass diese Erklärung wirklich einleuchtend wäre; wahrscheinlich handelt es sich eher um eine stilistische Variation. Das selbe gilt wohl auch für die von Westermann genannte Reihenfolge der Nennung der Landtiere: (1) V. 24: Vieh - Reptilien - wilde Tiere; (2) V. 25: Wilde Tiere - Vieh - Reptilien; (3) V. 26: Vieh - wilde Tiere - Reptilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das einfachste wird wohl sein, es in der Lesefassung jedes Mal schlicht mit „Reptilien“ zu übersetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wilden Tieren&amp;lt;ref&amp;gt;Im MT ist an „Tiere“ ein „überflüssiges“ &#039;&#039;Waw&#039;&#039; angehängt, das wohl als (bedeutungsloses) paragogisches Waw aufzufassen ist; so z.B. Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Tieren des Feldes).&amp;lt;ref&amp;gt;Sg., da Kollektivnomen. So auch in den folgenden Versen. Zur „Gattung“ der bezeichneten Tiere vgl. Scharbert 1990, S. 44: „Von den verschiedenen Tiergattungen werden nur die für den Menschen wichtigsten und auffälligsten aufgezählt. Das mit „Vieh“ in der EÜ wiedergegeben Wort bezeichnet in H nicht nur die Haustiere, sondern alle größeren Säugetiere; die „Tiere des Feldes“ sind im AT in der Regel das jagdbare Wild; die „Kriechtiere“ sind die Landreptilien.“&amp;lt;/ref&amp;gt; So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|25}} Gott machte verschiedenste Arten von wilden Tieren (Tieren des Feldes), verschiedenste Arten von Vieh und all die verschiedenen Arten von Reptilien (kriechenden Tiere). Gott sah, dass [es] gut [war]. &lt;br /&gt;
{{S|26}} Weiterhin sprach Gott: Ich will (Wir wollen/werden, Lasst uns)&amp;lt;ref&amp;gt;Es gibt verschiedene Theorien, warum Gott hier im Plural spricht; die meisten werden gut von Clines 1968 wiederlegt. Eine gute Übersicht über die Positionen gibt Westermann 1983, S. 200f. Am meisten Anhänger hat heute wohl die Position, die im Plural einen &#039;&#039;plural deliberationis&#039;&#039; sieht (vergleichbar dem deutschen „Dann wollen wir mal X tun“ der Selbstermunterung; im Deutschen aber wahrscheinlich mehr der Umgangssprache zuzuordnen als im Hebräischen, daher keine gute Übersetzung. Übersetze: „Ich will“); vgl. Cassuto 2005, S. 55; Clines 1968, S. 68 (mit Einschränkung); JM §114; Junker 1953, S. 13; Koehler 1969, S. 9; König 1919, S. 154f.; Scharbert 1990, S. 44; Westermann 1983, S. 201. Ähnlich schon BerR: „Nach R. Ami berieth sich Gott mit seinem Herzen.“ (Üs. nach Wünsche 1881, S. 31)&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen (die Menschheit, Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;Das im Hebräischen häufige Wort für Mensch ist zugleich der Name des ersten Menschen Adam ({{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}}), hier wird es aber vermutlich nicht als Personenname, sondern als Gattungsbezeichnung verwendet, da im Folgevers mit Artikel auf das Wort Bezug genommen wird. {{Hebr}}אָדָם{{Hebr ende}} ist von dem Wort {{Hebr}}אֲדָמָה{{Hebr ende}} („Erdboden“) abgeleitet, das etwa in V. 25 verwendet wurde („Boden“). S.a. NET.&amp;lt;/ref&amp;gt; als mir (uns) ähnliches&amp;lt;ref&amp;gt;W. auf den ersten Blick: „als unsere Statue als unsere Ähnlichkeit“ (zu den Präpositionen vergleiche gut Clines 1968, S. 75f.; dass beide Präpositionen die selbe Bedeutung haben ist heute die Mehrheitsmeinung); meist wird das zweite Glied {{hebr}}כִּדְמוּתֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Ähnlichkeit“ so aufgefasst, dass es das erste Glied {{hebr}}בְּצַלְמֵנוּ{{hebr ende}} „als unsere Statue“ näher bestimmt; daher „uns ähnliches“ - vgl. Clines 1968, S. 70; Koehler 1969, S. 7f.; König 1919, S. 156; Schellenberg 2011, S. 82f.; Wenham 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildnis (Stellvertreter, Widerpart)&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} &#039;&#039;Bildnis&#039;&#039; wird in der Bibel v.a. dann verwendet, wenn von einer Statue nicht als &#039;&#039;bloßer&#039;&#039; Statue, sondern als &#039;&#039;wirkmächtiger Entität&#039;&#039; die Rede ist - v.a. im Zhg. mit Götzenbildern, die ein Götze sich als „Körper“ auserkoren hat. Entsprechend muss es dann wohl auch hier gedeutet werden; das Wort stellt den Menschen in eine Relation zu Gott: Der Mensch ist insofern {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} Gottes, als Gott &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; und &#039;&#039;durch ihn&#039;&#039; auf Erden wirkt (so z.B. auch Clines 1968, S. 88: „According to Genesis 1:26f. man is set on earth in order to be the representative there of the absent God who is nevertheless present by His image.“). So wird das Motiv dann ja auch im Neuen Testament aufgegriffen: Jesus ist „als Ebenbild des unsichtbaren Gottes die Erscheinung, die Sichtbarwerdung Gottes selbst.“ (Schlink 1969, S. 97). Gen 1 greift damit auf ein Motiv zurück, das man v.a. im Zhg. mit dem ägyptischen und babylonischen Königtum kennt: Dort ist es der König, der als „Bild Gottes“ auf Erden regieren soll. Die übliche Übersetzung mit „Bildnis“ macht das nicht klar; die am leichtesten verständliche Entsprechung dazu wäre wohl das alte „Stellvertreter Gottes“. Wenn darauf folgend auch noch betont wird, dass der Mensch nicht nur Stellvertreter Gottes, sondern sogar ein &#039;&#039;Gott ähnlicher&#039;&#039; Stellvertreter Gottes ist, stellt dies nur noch eine Steigerung der mit {{hebr}}צֶּלֶם{{hebr ende}} ausgedrückten, ohnehin schon engen Mensch-Gott-Relation dar.&amp;lt;br /&amp;gt;Für andere Übersetzungs- und Deutungsweisen vgl. Westermann 1983, der dazu einen elfseitigen Überblick über die Forschungsgeschichte bringt.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen! (Damit)&amp;lt;ref&amp;gt;Ob das Herrschen Sinn und Inhalt der Gottesebenbildlichkeit ist oder ob es sich nur sozusagen nebenbei daraus ergibt ist in der Forschung umstritten; „... machen, damit sie herrschen“ oder „... machen. Sie sollen herrschen“ ist beides gleich wahrscheinlich.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollen über die Fische {des Meers} und über die Vögel {des Himmels}&amp;lt;ref&amp;gt;Die Kollokationen „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ bezeichnen einfach nur „Fische“ und „Vögel“; „des Meeres/Himmels“ kann in der Übersetzung ausgespart werden&amp;lt;/ref&amp;gt; und über das Vieh und über die ganze Erde (alle wilden Tiere)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: „über die ganze Erde“ fügt sich hier recht schlecht in den Textzusammenhang; viele (z.B. Drouot et al. 2000, S. 369; Speiser 1964, S. 7 und Westermann 1983, S. 110) ergänzen daher {{hebr}}הית{{hebr ende}}, so dass der Text „Tiere des Feldes“ lauten würde. Alternativ könnte man deuten als Anakoluth und das Waw als Waw emphaticum lesen: „über die Fische, über die Vögel, über das Vieh - ja!, über die ganze Erde! - und über alle Reptilien, die auf der Erde kriechen.“ Von diesen beiden Möglichkeiten ist aber entschieden Variante 1 vorzuziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über alle auf der Erde kriechenden Reptilien (kriechenden Tiere) herrschen (knechten).&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Bedeutung von {{hebr}}רדה{{hebr ende}} &#039;&#039;herrschen&#039;&#039; ist umstritten. Es scheint einige Kognate (-&amp;gt;Etymologie) mit der Bedeutung „gehen, treten“ zu haben; daraus wird häufig die Grundbedeutung „niedertreten“ =&amp;gt; „gewaltsam beherrschen“ abgeleitet. Ingressiv hat es wohl die Bedeutung „unterjochen“ (s. z.B. Zorell 758); durativ listen die meisten Lexika schlicht „herrschen“ fügen dann aber hinzu, dass es auch dann den „Nebensinn des Unterdrückens“ (so z.B. KBL3, S. 1110) habe (vgl. ähnlich z.B. Alter 1996, S. 5; Westermann 1983, S. 222).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Exegeten wollen demgegenüber {{hebr}}רדה{{hebr ende}} sogar eine besonders sanfte Art des Leitens bedeuten lassen, so z.B. Zenger 1983, S. 91: „Das Wort bezeichnet eigentlich das Umherziehen des Hirten mit seiner Herde, der seine Herde auf gute Weide führt, der die Tiere gegen alle Gefahren schützt, sie vor Raubtieren verteidigt und die schwachen Tiere seiner Herde gegen die starken schützt und dafür sorgt, daß auch sie genügend Wasser und Nahrung finden.“ Gegen eine solche „sanfte“ Interpretation wendet aber neuerdings wieder überzeugend Schellenberg 2011 ein: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Gegen eine zu friedliche Interpretation spricht vorab das im gleichen Kontext gebrauchte Verb {{hebr}}כבש{{hebr ende}}, das - trotz gegenteiliger Beteuerungen v.a. von Lohfink und Koch - klar gewalttätig konnotiert ist [...]. Im Deutschen trifft man die Konnotation all der verschiedenen Verwendungszusammenhänge von {{hebr}}כבש{{hebr ende}} wohl am besten mit der Übersetzung „unterwerfen.“ Dass hinter den Herrschaftsaussagen von 1,26.28 nicht ein besonders friedliches Bild des Mensch-Tier-Verhältnisses stehen kann, zeigt auch die Reihe der dabei genannten Tiere: Sie umschliesst neben dem Vieh auch die Fische, die Vögel, das Kriechgetier und die wilden Tiere, die der Mensch weder „hüten“ noch „domestizieren“ kann.“ (S. 54f.)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund scheint uns die Bedeutung „knechten“ eigentlich wahrscheinlicher als das allgemeine „herrschens“. Dies noch mehr, da die Priesterschrift (zu der auch Gen 1 gehört) Gott darstellt als transzendenten und „&#039;&#039;absoluten&#039;&#039; Herrscher“ - sogar so sehr, dass er zwei Kapitel später sozusagen einfach mal die ganze Erde vernichten kann, weil ihm nicht passt, wie sie sich entwickelt hat. Wenn richtig ist, was wir eben zur Gottesebenbildlichkeit des Menschen geschrieben haben, legt sich {{hebr}}רדה{{hebr ende}} als ein Ausdruck einer absoluten (Gewalt-)Herrschaft gleich noch mal so nahe. Wir haben dennoch „herrschen“ als primäre Alternative angegeben, da diese Übersetzung am ehesten beiden Lagern gerecht werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{S|27}} Gott schuf den Menschen als&amp;lt;ref&amp;gt;wie V. 26 recht sicher Beth essentiae&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Bildnis (Widerpart, Stellvertreter),&lt;br /&gt;
_ als Gottes (göttliches) Bildnis (Widerpart, Stellvertreter) schuf er ihn,&lt;br /&gt;
_ männlich und weiblich&amp;lt;ref&amp;gt;Die beiden Termini zur Geschlechterdifferenzierung lassen sich auch auf Tiere anwenden; Scharbert 1990, S. 45 kommentiert daher, dass sie richtiger eigentlich mit „Männchen und Weibchen“ zu übersetzen wären. König 1919, S. 159 wählt diese Übersetzung dann auch tatsächlich. Da dies aber sehr unnatürlich klänge, sollte man die beiden Substantive in der LF doch besser als Adjektive übertragen.&amp;lt;/ref&amp;gt; schuf er sie.&amp;lt;ref&amp;gt;zur Struktur des Minigedichts vgl. Andersen 1995, S. 60; Cassuto 2005, S. 57; Polak 2002, S. 15; Kselman 1978, S. 165f.&amp;lt;br /&amp;gt; Kselman identifiziert noch weitere Minigedichte in Gen 1; Polak 2002 geht sogar davon aus, dass es sich beim gesamten ersten Kapitel der Genesis um Poesie handle. Bis auf V. 27 ist das eine starke Minderheitenmeinung; auch wir fassen daher nur diesen Vers als Poesie auf.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|28}} Dann segnete Gott sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch (werdet zahlreich)&amp;lt;ref&amp;gt;Wortspiel im Hebräischen: &#039;&#039;p&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;rû ûr&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;vû&#039;&#039;. Möglicherweise als Hendiadyoin aufzufassen: „Seid höchst fruchtbar“ (so Wenham 1987)&amp;lt;/ref&amp;gt;; füllt die Erde, unterwerft sie und herrscht über (unterjocht, macht euch Untertan)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Vokabel dient wohl ebenfalls (vgl. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_ba vgl. Fußnote ba]) zum Ausdruck der Gewaltherrschaft. Hier ist das sogar noch wahrscheinlicher: {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ folgt direkt auf {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft sie euch“. Zudem folgt direkt auf V. 28 V. 29: Die beiden Verse klären das Verhältnis des Menschen zu seiner Um- und Mitwelt. Die Pflanzen gibt Gott dem Menschen schon selbst (mit einem performativen Qatal: „Hiermit gebe ich euch“; s. dort) zu Eigen; Subjekt des Verbs ist Gott. Das Verhältnis von Mensch zu Welt und Tieren dagegen ist formuliert in Form eines Auftrags und Subjekt der Imperative ist der Mensch. Zudem - s. das obige Zitat Schellenbergs - ist Objekt der Imperative gerade nicht das „Vieh“, sondern die nicht domestizierbaren „Vögel, Fische und Reptilien“. Daher ist es sinnvoll, den Vers so zu verstehen, dass {{hebr}}רְדוּ{{hebr ende}} „herrscht/unterjocht“ ebenso wie {{hebr}}כִבְשֻׁהָ{{hebr ende}} „unterwerft“ und im Gegensatz zu {{hebr}}נָתַתִּי{{hebr ende}} „Ich gebe euch“ nicht durative, sondern terminative Bedeutung hat und man richtiger übersetzen muss mit „unterwerft euch die Erde und macht euch Fische, Vögel und alle Reptilien Untertan!“ - so auch gut BigS: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Zwingt nieder die Fische des Meeres“; Kirchentags-Übersetzung: „Füllt die Erde und bemächtigt euch ihrer. Bezwingt die Fische des Meeres...“; ähnlich auch Alter 1996 („hold sway“), Delitzsch 1887 („bezwingt die Erde und unterwerft euch...“); Good 2009 („subdue“); Speiser 1964 („subject“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Fische {des Meeres}, über die Vögel {des Himmels} und über alle Reptilien (alle Lebewesen, die auf der Erde kriechen)! &lt;br /&gt;
{{S|29}} Weiterhin sprach Gott: Hiermit (siehe) gebe ich euch&amp;lt;ref&amp;gt;Durch {{hebr}}הִנֵּה{{hebr ende}} &#039;&#039;siehe&#039;&#039; markiertes performatives Qatal (vgl. z.B. JM §112f; Nic §67) zum Ausdruck eines Sprechakts; es wird damit ausgedrückt, dass mit dem Moment der Äußerung das Geäußerte bereits Realität wird (vergleichbar z.B. mit: „Hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau.“). Vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Zenger 1983, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; euch alles Samen tragende Getreide&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Übersetzung „Getreide“ s. [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Genesis_1#note_x FN x]&amp;lt;/ref&amp;gt;, das auf der Oberfläche (dem Gesicht) der ganzen Erde [ist], und alle Bäume, die in ihren Baumfrüchten (Früchten des Baums) Samen tragen (samen). Sie sollen (werden) euch als (zur) Nahrung dienen (gehören, sein).&amp;lt;ref&amp;gt;Viele Exegeten halten für wahrscheinlich, dass in diesem Vers der Mensch als Vegetarier vorgestellt wird. Er wirkt auch tatsächlich so, allerdings hat Wenham 1987 ihn auf bedenkenswerte Weise kommentiert: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Genesis 1 &#039;&#039;verbietet&#039;&#039; nicht den Verzehr von Fleisch, und es ist gut möglich, dass der Verzehr von Fleisch schon seit der Zeit der Ursünde ins Auge gefasst ist. Der Herr stattete Adam mit Kleidung aus Fell aus (3,21). Abel hütete und opferte Schafe (4,2-4) und Noah unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren (7,2). Gispen könnte daher recht damit haben, wenn er vorschlägt, dass 9,3 nicht die nach-ursündliche Praxis des Fleischverzehrs &#039;&#039;einführt&#039;&#039;, sondern bloß &#039;&#039;billigt&#039;&#039;.“ (unsere Übersetzung)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{S|30}} Auch allen wilden Tieren (Tieren des Feldes), allen Vögeln {des Himmels} und allen Reptilien (allen Tieren, die auf der Erde kriechen) [, allem]&amp;lt;ref&amp;gt;Der Nebensatz „... das Lebensatem in sich hat (=das lebt)“ könnte sich sowohl nur auf die letzte Tiergruppe als auch auf alle drei Tiergruppen beziehen. Uns scheint letzteres wahrscheinlicher; in diesem Falle müsste man im Deutschen aber mit einem weiteren „allem“ neu einsetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in sich Lebensatem (lebenden Atem) hat (das lebt), [gebe ich (sollen sein)]&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Satz hat kein Verb; man muss daher aus dem vorangehenden Satz ein Verb als double duty-Prädikat ergänzen (-&amp;gt;Brachylogie). Die absolute Mehrheit ergänzt „ich gebe euch“; Bandstra 2008 schlägt aber vor: „sie sollen sein“ (=dienen). Das ist wahrscheinlich richtig: Vers 29 besteht aus zwei Sätzen: Im ersten &#039;&#039;gibt&#039;&#039; Gott dem Menschen die Pflanzen, im zweiten erklärt er, dass sie des Menschen Speise &#039;&#039;sein sollen&#039;&#039;. V. 30 steht parallel zum zweiten Satz und das letzte finite Verb ist nicht „ich gebe“, sondern „sie sollen sein“; zudem ist das folgende „So geschah es“ semantisch schwerlich kompatibel mit „Ich gebe ihnen die Pflanzen“ (Ehrlich 1908, S. 6 kommentiert es daher sogar mit „{{hebr}}ויהי כן{{hebr ende}} [„so geschah es“] kann an dieser Stelle nur so verstanden werden, dass sich der Mensch und alle lebenden Wesen nach erhaltener Erlaubnis gleich über ihre Mahlzeit hermachen.“). Man sollte daher besser mit Bandstra „sie sollen sein“ ergänzen. Dem steht auch der folgende Objekt-Marker {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht im Wege, da {{hebr}}אֶת{{hebr ende}} nicht nur Objekte, sondern bisweilen auch Subjekte markieren kann (vgl. z.B. Rogland 2007, S. 411; ähnlich z.B. auch schon [http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/1094428 HKL III §270a]; Wilson 1890, S. 221). Grammatisch möglich ist Bandstras Vorschlag allemal.&amp;lt;/ref&amp;gt; alle Pflanzen (Getreide?)&amp;lt;ref&amp;gt;Anders als in Vv. 11.29 ist {{hebr}}עֵשֶׂב{{hebr ende}} hier nicht durch {{hebr}} מַזְרִיעַ זֶרַע{{hebr ende}} näher bestimmt; man dürfte es daher hier anders als in den beiden obigen Versen als Oberbegriff für „Pflanzen“ und nicht als „Getreide“ verstehen müssen.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Nahrung [sein (dienen)]. So geschah (war) es. &lt;br /&gt;
{{S|31}} Gott betrachtete (sah), dass&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Verben des Wahrnehmens kann {{hebr}}הִנֵּה{{hebr ende}} wohl auch als emphatische Relativpartikel dienen; vgl. KBL3, S. 242; &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch JM §177i. S. auch [[Genesis 19#s28 |Gen 19,28]]: „Er sah, dass Rauch aufstieg.“; [[Genesis 22#s13 |22,13]]: „Er sah, dass ein Widder sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte.“; [[Exodus 3#s2 |Ex 3,2]]: „Er sah, dass der Busch im Feuer brannte“ (LUT) u.ö. Das &#039;&#039;Waw&#039;&#039; ist entweder als emphatisches Waw, als pleonastisches Waw oder als Satztrennungs-Waw zu interpretieren; s. Lexikon / [http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=%D7%95%D6%B0 Lemma {{hebr}}וְ{{hebr ende}}]. Der Teilsatz ist damit Gen 1,4 parallel strukturiert:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&lt;br /&gt;
! Gen 1,4 || Gen 1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{hebr}}וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת-הָאוֹר כִּי-טוֹב{{hebr ende}} || {{hebr}} וַיַּרְא אֱלֹהִים אֶת-כָּל-אֲשֶׁר עָשָׂה וְהִנֵּה-טוֹב{{hebr ende}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gott sah das Licht, dass es gut war. || Gott sah alles, was er gemacht hatte, dass es gut war.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;/ref&amp;gt; alles, was er gemacht hatte (machte), sehr gut war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde (war) Abend und es wurde (war) Morgen: Der sechste&amp;lt;ref&amp;gt;Für die Tage 2-5 werden zwar Ordnungszahlwörter verwendet; allerdings ohne Artikel. Ab Tag 6 dagegen wird auch noch der Artikel verwendet; vermutlich soll dies die Tage 6-7 besonders hervorheben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_23&amp;diff=21996</id>
		<title>Psalm 23</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Psalm_23&amp;diff=21996"/>
		<updated>2015-11-07T23:10:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Statusupdate&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Sehr gute Studienfassung}}&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch: [[Psalm 23 in leichter Sprache]]; [[Psalm 23/Persönliche Fassung (Dorothee Janssen)]]; [[Psalm 23/Persönliche Fassung (als Fließtext)]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}} Ein Davidspsalm. &lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Hirte – das ist (/unser GOTT/ER/).&lt;br /&gt;
Darum fehlt mir nichts:&lt;br /&gt;
{{L|2}} Auf saftigen Weiden lässt er mich ruhen&lt;br /&gt;
und führt mich zum Trinken an ruhige Bäche.&lt;br /&gt;
{{L|3}} Meine Lebenskraft bringt er zurück,&lt;br /&gt;
und er führt mich auf richtigen Pfaden,&lt;br /&gt;
um seinem Namen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
{{L|4}} Auch wenn ich durch das Tal des Todesschattens gehe,&lt;br /&gt;
fürchte ich keine Gefahr –&lt;br /&gt;
denn &#039;&#039;du&#039;&#039;, du bist bei mir.&lt;br /&gt;
Deine Keule und dein Stab geben mir Zuversicht. &lt;br /&gt;
{{L|5}} Du deckst vor mir einen Tisch,&lt;br /&gt;
direkt vor denen, die mich anfeinden.&lt;br /&gt;
Du hast meinen Kopf mit wohlriechendem Öl gesalbt,&lt;br /&gt;
und mein Becher ist randvoll gefüllt.&lt;br /&gt;
{{L|6}} Nichts außer Güte und Liebe wird mich verfolgen&lt;br /&gt;
an allen Tagen meines Lebens,&lt;br /&gt;
und so werde ich (/im Haus unseres GOTTES/in SEINEM Haus/) wohnen,&lt;br /&gt;
solange ich lebe.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}} Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
JHWH ist mein Hirte.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Zenger übersetzt in seinem Kommentar: „»Mein Hirte ist der Herr« (und niemand sonst)“ (Hossfeld/Zenger 1993, 153). Psalm 23 vergleicht Gottes Fürsorge mit der eines Hirten für seine Schafe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichts fehlt mir (wird mir fehlen)&amp;lt;ref&amp;gt;Freier formuliert: „Mir fehlt nie etwas“. Der Gedanke des „nie“ scheint durch die Formulierung mit Ipf. ausgedrückt zu werden (Vgl. LUT, REB, SLT, EÜ). Unter Umständen auch möglich: „Ich werde nicht fehlen“ i.S.v. „ich werde nicht verloren gehen“,vgl. 1Kön 17,14 („Das Öl soll nicht fehlen“); Jes 32,6 („Der Trank des Durstigen fehlt“); vgl. auch Dahood 1965, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{Par|Ezechiel|34|11}}{{Par|Psalm|78|52}}&lt;br /&gt;
{{S|2}} Er sorgt dafür (macht es möglich, erlaubt mir&amp;lt;ref&amp;gt;so Waltke 2010, S. 434&amp;lt;/ref&amp;gt;), dass ich mich auf Weiden mit saftigem Gras (grünen/frischen Wiesen/Auen/Weiden)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Constructus-Verbindung hier kann verschieden aufgelöst werden. Diese Übersetzung ist wörtlicher; s.a. NGÜ, GNB. &amp;lt;/ref&amp;gt; ausruhen (hinlegen, rasten) kann&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„Er sorgt dafür, dass ich mich ... ausruhen kann“&#039;&#039; Auf Hebräisch eine einzige Verbform im Hifil. Das Hifil drückt aus, dass JHWH hier dafür sorgt, dass etwas geschieht; also die Handlung ermöglicht. &amp;lt;br /&amp;gt;Wenn Schafe sich hinlegen und ausruhen, dann schlafen oder wiederkäuen sie. Das ist hier im Blick. Nur im Stehen fressen sie. vgl. Clines 2007, S. 70f.; vgl. auch NAB: „In green pastures you let me graze“&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{Par|Psalm|80|2}}{{Par|Ezechiel|34|14}}&lt;br /&gt;
Zu ruhigen (stillen) Gewässern (einem Gewässer, Gewässern der Rast, natürlichen Tränken, murmelnden Bächen)&amp;lt;ref&amp;gt;Gelegentlich wird dies verstanden i.S.v. „Wasser, an denen man rasten kann“ - so z.B. Deissler 1989: „Wasser der Rastplätze“; Nötscher 1959: „Wasser mit Ruheplätzen“; Zenger 1987: „Ruhe an Wassern“; Zuber 1986: „Wassern der Ruheplätze“. Dag. Ehrlich 1905, S. 60: „[... Der Ausdruck] ist weder Wasser der Erquickung [...], noch Wasser, an denen man ruhen kann, was doch alle Wasser sind. Der Ausdruck bezeichnet ruhige, nicht reissende Wasser. Denn tiefe, reissende Wasser scheuen die Tiere, namentlich Schafe, wenn sie das Maul zum Trinken oder auch nur den Fuss hineintun.“ Der Sinn von „gut trinkbarem Wasser“ legt sich auch deshalb nahe, weil der Halbvers parallel steht zu v. 2a, in dem es um schmackhaftes - d.h., „gut essbares“ - Gras geht; vgl. auch Clines 2007, S. 73. Die nächste deutsche Entsprechung ist daher vermutlich etwas wie „murmelnde Bächlein“ oder etwas Ähnliches.&amp;lt;/ref&amp;gt; führt er mich (wird er mich führen).{{Par|Psalm|105|41}} {{Par|Matthäus|11|28}}&lt;br /&gt;
{{S|3}} Meine Lebenskraft (meine Kehle, meinen Lebensatem, mein innerstes Wesen, mich selbst)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort {{Hebr}}נֶפֶשׁ{{Hebr ende}} bezeichnet den Atem eines Lebewesens, die Kehle, mit der man atmet, sowie die grundsätzliche Lebenskraft/Lebendigkeit/Vitalität, den Personenkern. Die traditionelle Übersetzung „Seele“ erinnert an einen vermeintlichen Körper-Seele-Gegensatz, an den im hebräischen Urtext überhaupt nicht gedacht ist. (Vgl. [http://www.bibelwissenschaft.de/nc/wibilex/das-bibellexikon/details/quelle/WIBI/referenz/24713/ Wibilex.de, Art. „Leben“], und Gesenius, Art. {{Hebr}}נֶפֶשׁ{{Hebr ende}}). Im Kontext dieses Psalms ließe sich das Wort sowohl auf Bildebene ( „Meine Kehle erfrischt er.“) als auch auf Sachebene („Mein innerstes Wesen erneuert er.“) übersetzen. Die gewählte Formulierung („Meine Lebenskraft bringt er zurück“) ist sowohl für die Bildebene als auch für die Sachebene offen.&amp;lt;/ref&amp;gt; bringt er zurück (wird er erneuern, erfrischt er)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einheitsübersetzung hat: „Er stillt mein Verlangen.“ E. Zenger schlägt in seinem Kommentar als Alternative hierzu vor: „Er stellt meine Lebenskraft wieder her.“ (Hossfeld/Zenger 1993, 153)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Er führt mich (wird mich führen) auf richtigen Pfaden (Pfaden der Gerechtigkeit){{Par|Psalm|5|9}} {{Par|Jeremia|23|3}}&lt;br /&gt;
zur [Wahrung] seines Namens (guten Rufs).{{Par|Exodus|3|14}} {{Par|Jesaja|48|9}}&lt;br /&gt;
{{S|4}} Auch wenn ich durch (in) das Tal des Todesschattens (das von tödlicher Gefahr überschattete Tal, das extrem finstere Tal)&amp;lt;ref&amp;gt;Wir folgen den meisten wissenschaftlichen Kommentaren mit der wörtlichen Übersetzung „Tal des Todesschattens“. Gemeint ist vermutlich ein Tal mit lebensgefährlich tiefem Schatten (Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;1989, 339) bzw. ein Tal, auf dem ein Schatten von Todesgefahr liegt (Clines 2007, 76). Eine andere etymologische Ableitung des hebräischen Textes ergäbe die Übersetzung „Tal der extremen Dunkelheit“.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehe (gehen werde/muss/sollte, gerate&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Ehrlich 1905, S. 60: „{{hebr}}ילך{{hebr ende}} kann nur ein Hingehen oder Hineingehen, nicht aber eine Bewegung innerhalb gegebener Grenzen bezeichnen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;),{{Par|Ijob|2|21}} {{Par|Jer|2|6}} {{Par|Jesaja|9|1}}&lt;br /&gt;
fürchte (werde ich fürchten) ich keine Gefahr (Unheil, Übel, Unglück, nichts Böses, das Böse nicht, den Bösen nicht&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Sabottka 1972, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;),{{Par|Jesaja|41|10}} {{Par|Jesaja|43|1}}&lt;br /&gt;
denn du [bist] bei mir.{{Par|Exodus|3|14}}&lt;br /&gt;
Deine Keule (Rute, Knüppel, Stock) und dein Stab&amp;lt;ref&amp;gt;{{hebr}}שֵבֶט{{hebr ende}} und {{hebr}}מִשעֶנֶת{{hebr ende}} werden in der Regel verstanden als Keule zur Abwehr wilder Tiere und als Hirtenstab als Gehhilfe oder zur Unterstützung der Schafe bei schwierigen Wegstellen; vgl. z.B. Briggs 1906, S. 209; Deissler 1989, S. 97; Nötscher 1959, S. 44; Zenger 1987, S. 229. Vermutlich sind aber sowohl Stab als auch Keule als Waffen zu verstehen; zum Waffenpaar „Stab und Keule“ vgl. die Diskussion der Hirtenkeule in der [http://www.bible-orient-museum.ch/bodo/details.php?bomid=18148 BODO-Datenbank]. Vgl. außerdem die Artikel zu [http://www.otw-site.eu/KLY/vbf.pdf {{hebr}}שֵבֶט{{hebr ende}}] und [http://www.otw-site.eu/KLY/mvon.pdf {{hebr}}מִשעֶנֶת{{hebr ende}}] in der {{hebr}}כלי{{hebr ende}}-database.&amp;lt;/ref&amp;gt; {sie} geben mir Zuversicht (trösten/beruhigen mich, werden mir Zuversicht geben)&amp;lt;ref&amp;gt;In den Kommentaren wird als Übersetzung „Mut geben“ (Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;1989, 334) oder „Zuversicht geben“ (Hossfeld/Zenger 1993, 153) vorgeschlagen. Denkt man die Hirtenmetapher zu Ende, dann passt in Bezug auf Schafe (vgl. 1b) „beruhigen“ oder „beschwichtigen“ besser als der auf Menschen bezogene Begriff „trösten“ (vgl. NET Ps 23,4, Fußnote 1). &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
{{S|5}} Du deckst (bereitest vor, wirst decken) vor mir einen Tisch (eine Matte, ein Festmahl)&amp;lt;ref&amp;gt;zu {{hebr}}שוּלחָנ{{hebr ende}} wird häufig - ausgehend von kulturgeschichtlichen und etymologischen Erwägungen - kommentiert, dass das Wort eigentlich „Ledermatte“ bedeute und es kulturgeschichtlich auch dies bedeuten müsse (vgl. z.B. Briggs 1906, S. 212; Clines 2007, S. 77; ähnlich Terrien 2003, S. 241). Unter Umständen ist dies aber auf eine falsche Etymologie zurückzuführen (so Dahood 1965, S. 147; ähnlich Terrien 2003, S. 241) und {{hebr}}שוּלחָנ{{hebr ende}} kann durchaus (auch) „Tisch“ bedeuten, wenn auch der Kontext hier eine Ledermatte doch als die näherliegende Alternative erscheinen lässt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unabhängig davon wird es auch gelegentlich gelesen als Metonymie für das auf dem Tisch / auf der Ledermatte bereitete Festmahl (so etwa Clines 2007, S. 77; Waltke 2010, S. 442), was zwar wohl die beste Übersetzungsweise, aber keine wörtliche Übersetzung wäre, so dass wir es hier nur als Übersetzungsalternative listen und für die Lesefassung empfehlen können.&amp;lt;/ref&amp;gt;,{{Par|Psalm|78|19}}&lt;br /&gt;
direkt vor (gegenüber von) meinen Feinden&amp;lt;ref&amp;gt;Während das Verb, von dem dieses Wort abgeleitet ist, speziell die Feindseligkeit der Gegner betont, ist das Wort {{Hebr}}צֹרֵר{{Hebr ende}} ein Kollektivbegriff für persönliche Feinde.&amp;lt;/ref&amp;gt; (meines Feindes&amp;lt;ref&amp;gt;pluralis maiestatis / intensitatis; so Sabottka 1972, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
Du hast (salbst) meinen Kopf mit Öl (Olivenöl, Fett) gesalbt (erfrischt, eingefettet)&amp;lt;ref&amp;gt;Hier ist keine kultische Salbung gemeint, dagegen spricht schon das verwendete Verb ({{Hebr}}דָשַׁן{{Hebr ende}} statt sonst {{Hebr}}מָשָׁח{{Hebr ende}}). Die Betonung liegt eher auf seiner häufigen Grundbedeutung „erfrischen“, sonst auch „einfetten“. Dabei handelt es sich wohl um eine hebräische Sitte, nach der der Gastgeber seinem Gast den Kopf einölt (vgl. Briggs 1906, S. 210; Deissler 1989, S. 98; Zenger 1987, S. 231). &amp;lt;/ref&amp;gt;{{Par|Psalm|133|2}}&lt;br /&gt;
Mein Becher [ist] randvoll (fließt über)&amp;lt;ref&amp;gt;„randvoll (fließt über)“ ist wörtlich eigentlich ein Substantiv: „Mein Becher [ist] Überfluss“; der Einsatz von Substantiven als Adjektiven ist aber ganz gewöhnlich im Hebräischen; s. z.B. [http://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/141._The_Noun-clause#GHGpar-141-c GKC §141c].&amp;lt;/ref&amp;gt;.{{Par|Psalm|116|13}}&lt;br /&gt;
{{S|6}} Nur (ja, nichts als)&amp;lt;ref&amp;gt;An dieser Stelle kann das Wort sowohl bekräftigend als auch einschränkend verstanden werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Güte (Gutes) und Liebe (Gnade) werden mir folgen (verfolgen mich)&lt;br /&gt;
[an] allen Tagen meines Lebens,&lt;br /&gt;
und (und dann, und so) ich werde wohnen (halte mich auf, werde [immer wieder]&amp;lt;ref&amp;gt;nach Knauf 2001, S. 556.&amp;lt;/ref&amp;gt; zurückkehren)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Konsonanten des hebräischen Textes lassen sich entweder deuten als „und ich werde zurückkehren“ (so die masoretischen Handschriften) oder als „und ich werde wohnen“ (ähnlich die Septuaginta: „und mein Wohnen“). Vgl. Hossfeld/Zenger 1993, 153, und Kraus &amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;1989, 334.&amp;lt;/ref&amp;gt; im (ins) Haus JHWHs&lt;br /&gt;
für die Länge meiner Tage.{{Par|Psalm|5|8}}{{Par|Psalm|61|5}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Hilfe:Status&amp;diff=21879</id>
		<title>Hilfe:Status</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Hilfe:Status&amp;diff=21879"/>
		<updated>2015-11-07T19:38:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Qualität]][[Kategorie:Autorenhilfe]]&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Siehe auch die Seiten [[Qualitätssicherung]], [[Vorlage:Checkliste_Studienfassung|Checkliste Studienfassung]],  [[Vorlage:Checkliste_Lesefassung|Checkliste Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Status &#039;&#039;[[Vorlage:Ungeprüfte Studienfassung|Ungeprüfte Studienfassung]]&#039;&#039; unterscheidet sich nur dadurch von dem Status &#039;&#039;[[Vorlage:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]]&#039;&#039;, dass er markiert, dass &#039;&#039;&#039;alle Verse des betreffenden Kapitels übersetzt&#039;&#039;&#039; sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Lesefassung&#039;&#039;&#039; eines Textes darf erst bearbeitet werden, wenn der Text den Status &#039;&#039;[[Vorlage: Lesefassung kann erstellt werden| Lesefassung kann erstellt werden]]&#039;&#039; hat. Wenn dir ein Kapitel oder ein Teilabschnitt weit genig fortgeschritten erscheint, aber kein entsprechender Status gesetzt ist, melde dich bitte bei einem [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Status &#039;&#039;[[Vorlage:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039; oder höher darf erst verliehen werden, wenn die Einhaltung der Qualitätskriterien auf einer &#039;&#039;&#039;[[Vorlage:Checkliste_Studienfassung|Checkliste]]&#039;&#039;&#039; auf der entsprechenden Kapitel-Diskussionsseite verzeichnet wurde (S. dazu [[Die_Offene_Bibel:Qualitätssicherung#Ablauf_der_Qualit.C3.A4tssicherung|Ablauf der Qualitätssicherung]].).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diese Kriterien gelten nicht nur für ganze Kapitel, sondern dürfen auch auf &#039;&#039;&#039;einzelne Textabschnitte&#039;&#039;&#039; angewandt werden. Wenn also die Perikope Hesekiel 15,7-13 die Qualitätskriterien erfüllt, aber das Kapitel Hesekiel 15 noch nicht ganz übersetzt wurde, dann darf die Hesekiel 15,7-13 etwa den Status &#039;&#039;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|Verse 7-13}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden|Verse 7-13}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039; oder höher erhalten, während der Rest des Kapitels weiterhin den Status &#039;&#039;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039; hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Symbol ||  Bedeutung &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Kann-erstellt-werden.png|verweis=:Kategorie:Studienfassung kann erstellt werden]] || &#039;&#039;&#039;Studienfassung kann erstellt werden&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen einer ersten Übersetzung eingeladen, die später als Grundlage für Verbesserungen dient. Auch Übersetzungen von einzelnen Versen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Status wird automatisiert vergeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:SF_in_Arbeit.png|verweis=:Kategorie:Studienfassung in Arbeit]] || &#039;&#039;&#039;Studienfassung in Arbeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Studienfassung in Arbeit]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:SF_ungeprüft.png|verweis=:Kategorie:ungeprüfte Studienfassung]] || &#039;&#039;&#039;Ungeprüfte Studienfassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, aber noch nicht mit den [[Übersetzungskriterien]] abgeglichen und nach den Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Ungeprüfte Studienfassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung (vollständig übersetzt)|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:SF_zuverlässig.png|verweis=:Kategorie:zuverlässige Studienfassung]] || &#039;&#039;&#039;Zuverlässige Studienfassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Zuverlässige Studienfassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:sehr gut.png|verweis=:Kategorie:sehr gute Studienfassung]] || &#039;&#039;&#039;Sehr gute Studienfassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit allen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Sehr gute Studienfassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Folgt-später.png|verweis=:Kategorie:Lesefassung folgt später]] || &#039;&#039;&#039;Lesefassung folgt später&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Lesefassung folgt später]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Lesefassung folgt später|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:kann-erstellt-werden.png|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden]] || &#039;&#039;&#039;Lesefassung kann erstellt werden&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Studienfassung ist ausgereift genug, dass eine vorläufige Lesefassung erstellt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Lesefassung kann erstellt werden]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:LF_ungeprüft.png|verweis=:Kategorie:ungeprüfte Lesefassung]] || &#039;&#039;&#039;Ungeprüfte Lesefassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, aber noch nicht mit den [[Übersetzungskriterien]] abgeglichen und nach den Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Ungeprüfte Lesefassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:ungeprüfte Lesefassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:LF_zuverlässig.png|verweis=:Kategorie:zuverlässige Lesefassung]] || &#039;&#039;&#039;Zuverlässige Lesefassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Zuverlässige Lesefassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:zuverlässige Lesefassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:sehr gut.png|verweis=:Kategorie:sehr gute Lesefassung]] || &#039;&#039;&#039;Sehr gute Lesefassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit allen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Sehr gute Lesefassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:sehr gute Lesefassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Überpr.png|verweis=Kategorie:Überprüfung angefordert]] || &#039;&#039;&#039;Überprüfung angefordert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Einem Nutzer ist ein größeres Problem in der Übersetzung aufgefallen und hat es auf der Diskussionsseite vermerkt. Vor der Klärung und Lösung dieses Problems ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Überprüfung angefordert]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Überprüfung angefordert|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21874</id>
		<title>Vorlage:Lesefassung kann erstellt werden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21874"/>
		<updated>2015-11-07T19:25:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Kategorie angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status lf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:kann-erstellt-werden.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden]][[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der}} Lesefassung kann erstellt werden]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Lesefassung kann erstellt werden]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; - &#039;&#039;Wer möchte, ist zum Einstellen einer ersten Übertragung in die Lesefassung eingeladen, die später als Grundlage für Verbesserungen dient ([[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Weitere Bibelstellen zum Übertragen]]). Auf der [[Diskussion:{{PAGENAME}}|Diskussionsseite]] ist Platz für Rückfragen und konstruktive Anmerkungen.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung]]&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:kann-erstellt-werden.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Lesefassung kann erstellt werden]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage wird von Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt, wenn die Studienfassung ausreichende Qualität für die Erstellung der Lesefassung aufweist. Dieser Status wird dabei unabhängig vom Status der Studienfassung verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es empfiehlt sich, gleichzeitig auch die Vorlage [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite einzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgender Text sollte ganz oben auf der Seite zu stehen kommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels alle Kriterien erfüllt, dann können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lesefassung folgt später}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lesefassung folgt später}}&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden|Vers 1-9 und 13-19}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21871</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Lesefassung kann erstellt werden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21871"/>
		<updated>2015-11-07T19:22:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kann-erstellt-werden.png|right|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben in Teilabschnitten eine Studienfassung, die gut genug ist, um die Übersetzung der Lesefassung zu starten. Bitte schaue in die [[Übersetzungskriterien]] und lege einfach los.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei die Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|...}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, dass alle Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Lesefassung kann erstellt werden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21869</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Lesefassung kann erstellt werden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21869"/>
		<updated>2015-11-07T19:20:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kann-erstellt-werden.png|right|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben in Teilabschnitten eine Studienfassung, die gut genug ist, um die Übersetzung der Lesefassung zu starten. Bitte schaue in die [[Übersetzungskriterien]] und lege einfach los.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|...}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, dass alle Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Lesefassung kann erstellt werden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21866</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21866"/>
		<updated>2015-11-07T19:15:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: /* Teil-Kapitel mit diesem Status */ typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kann-erstellt-werden.png|right|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben eine Studienfassung, die gut genug ist, um die Übersetzung der Lesefassung zu starten. Bitte schaue in die [[Übersetzungskriterien]] und lege einfach los.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn das Kapitel komplett in die Lesefassung übersetztwurde, und das auf der Diskussionsseite dokumentiert wurde, dann folgt der nächsthöhere Status: [[:Kategorie:Ungeprüfte  Lesefassung|Ungeprüfte Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil-Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält nur ganze Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Kleinere Abschnitte mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_kann erstellt werden|Ein Teil der Lesefassung kann erstellt werden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21865</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21865"/>
		<updated>2015-11-07T19:14:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Link auf Teilkategorie&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kann-erstellt-werden.png|right|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben eine Studienfassung, die gut genug ist, um die Übersetzung der Lesefassung zu starten. Bitte schaue in die [[Übersetzungskriterien]] und lege einfach los.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn das Kapitel komplett in die Lesefassung übersetztwurde, und das auf der Diskussionsseite dokumentiert wurde, dann folgt der nächsthöhere Status: [[:Kategorie:Ungeprüfte  Lesefassung|Ungeprüfte Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil-Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält nur ganze Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Kleinere Abschnitte mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_kann erstellt werden|Ein Teil der Lesefassung kann erstellt werden]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Lesefassung&amp;diff=21860</id>
		<title>Vorlage:Zuverlässige Lesefassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Lesefassung&amp;diff=21860"/>
		<updated>2015-11-07T19:04:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status lf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:LF zuverlässig.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]][[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Lesefassung ist zuverlässig|Zuverlässige Lesefassung}}]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; - &#039;&#039;Die meisten [[Übersetzungskriterien]] und Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] sind erfüllt. Die Studienfassung erfüllt bereits diese Kriterien, und die Lesefassung ist ebenfalls auf einem sehr guten Weg. Weitere Verbesserungen und kritische Anmerkungen (siehe [[Diskussion:{{Seitenname}}|Diskussionsseite]]) sind erwünscht.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:LF zuverlässig.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt werden, wenn die Studienfassung zumindest den Status [[Vorlage:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]] trägt und auch die Lesefassung die meisten Kriterien erfüllt: Die Lesefassung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels die meisten Kriterien erfüllt, können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung dafür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Lesefassung|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Lesefassung&amp;diff=21859</id>
		<title>Vorlage:Zuverlässige Lesefassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Lesefassung&amp;diff=21859"/>
		<updated>2015-11-07T19:02:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Kategorie angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status lf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:LF zuverlässig.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]][[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Lesefassung ist zuverlässig|Zuverlässige Lesefassung}}]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; - &#039;&#039;Die meisten [[Übersetzungskriterien]] und Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] sind erfüllt. Die Studienfassung erfüllt bereits diese Kriterien, und die Lesefassung ist ebenfalls auf einem sehr guten Weg. Weitere Verbesserungen und kritische Anmerkungen (siehe [[Diskussion:{{Seitenname}}|Diskussionsseite]]) sind erwünscht.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;[[Kategorie:Geprüfte Studienfassung {{#if: {{{1|}}}|(Teil-Kapitel)}}]]&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:LF zuverlässig.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt werden, wenn die Studienfassung zumindest den Status [[Vorlage:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]] trägt und auch die Lesefassung die meisten Kriterien erfüllt: Die Lesefassung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels die meisten Kriterien erfüllt, können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung dafür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Ungeprüfte Lesefassung}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Lesefassung|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21857</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Lesefassung ist zuverlässig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21857"/>
		<updated>2015-11-07T18:57:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:LF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung]]&lt;br /&gt;
Sammlung der Kapitel &#039;&#039;&#039;mit Textabschnitten&#039;&#039;&#039; in der Lesefassung die die Übersetzungskriterien erfüllen und mit einigen Standards der Qualitätssicherung abgesichert wurden. Verbesserungen sind noch zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Lesefassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] darf dieser Status nur vergeben werden, wenn der Status Lesefassung in Arbeit für den jeweiligen Textabschnitt vorliegt. Im Zweifelsfall melde dich bei einem  [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Lesefassung in Arbeit|Lesefassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_erstellt_aber_ungepr%C3%BCft&amp;diff=21856</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Lesefassung ist erstellt aber ungeprüft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_erstellt_aber_ungepr%C3%BCft&amp;diff=21856"/>
		<updated>2015-11-07T18:53:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:LF ungeprüft.png|right|verweis=:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung]]&lt;br /&gt;
Sammlung der Kapitel &#039;&#039;&#039;mit Textabschnitten&#039;&#039;&#039;, die in der Lesefassung übersetzt, aber ungeprüft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] darf dieser Status nur vergeben werden, wenn der Status Lesefassung in Arbeit für den jeweiligen Textabschnitt vorliegt. Im Zweifelsfall melde dich bei einem  [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Lesefassung in Arbeit|Lesefassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung|Ungeprüfte Lesefassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21855</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist sehr gut</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21855"/>
		<updated>2015-11-07T18:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Müdigkeitsfehler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Sehr gut.png|right|verweis=:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Sammlung der Kapitel &#039;&#039;&#039;mit Textabschnitten&#039;&#039;&#039;, die in der &#039;&#039;&#039;Studienfassung als abgeschlossen gelten können&#039;&#039;&#039; und bereit für eine Übertragung in die Lesefassung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, dass alle Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21854</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist sehr gut</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21854"/>
		<updated>2015-11-07T18:51:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:LF ungeprüft.png|right|verweis=:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Sammlung der Kapitel &#039;&#039;&#039;mit Textabschnitten&#039;&#039;&#039;, die in der &#039;&#039;&#039;Studienfassung als abgeschlossen gelten können&#039;&#039;&#039; und bereit für eine Übertragung in die Lesefassung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, dass alle Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Ungepr%C3%BCfte_Lesefassung&amp;diff=21849</id>
		<title>Vorlage:Ungeprüfte Lesefassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Ungepr%C3%BCfte_Lesefassung&amp;diff=21849"/>
		<updated>2015-11-07T18:34:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Test für Teilkategorie&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status sf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:LF ungeprüft.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung]][[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Lesefassung ist erstellt aber ungeprüft|Ungeprüfte Lesefassung}}]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung|Ungeprüfte Lesefassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; - &#039;&#039;Eine erste Übersetzung aus dem Urtext ist komplett und kann weiter verbessert und geprüft werden. Auf der [[Diskussion:{{Seitenname}}|Diskussionsseite]] ist Platz für Verbesserungsvorschläge, konstruktive Anmerkungen und zum Dokumentieren der Arbeit am Urtext.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:LF ungeprüft.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung|Ungeprüfte Lesefassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf auf Kapitel-Seiten eingefügt werden, bei denen jeder Vers der Lesefassung komplett, aber noch ungeprüft ist. Dazu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Ungeprüfte Lesefassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_zum_Anschauen_und_Verfeinern&amp;diff=21845</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung zum Anschauen und Verfeinern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_zum_Anschauen_und_Verfeinern&amp;diff=21845"/>
		<updated>2015-11-07T18:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:LF ungeprüft.png|right|verweis=:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben eine vollständige Lesefassung, die noch nicht auf Übereinstimmung mit den [[Übersetzungskriterien]] und den Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] geprüft wurde.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn die Kriterien weitgehend erfüllt sind und die noch ausstehenden Aufgaben auf der Diskussionsseite dokumentiert sind, dann folgt der nächsthöhere Status (geprüfte und verbesserte Kapitel): [[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil-Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält nur ganze Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Kleinere Abschnitte mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_erstellt aber ungeprüft|Ein Teil der Lesefassung ist erstellt aber ungeprüft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Benutzer:Sebastian_Walter/OfBi-Treffen&amp;diff=21844</id>
		<title>Benutzer:Sebastian Walter/OfBi-Treffen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Benutzer:Sebastian_Walter/OfBi-Treffen&amp;diff=21844"/>
		<updated>2015-11-07T18:10:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: /* Umsetzung des neuen Statussystems */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Liebe Mitbibler, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Olaf schon angekündigt hat: In etwas mehr als einem Monat steht das OfBi-Treffen bevor. Die Vordiskussionen zu den Themen, über die wir gerne sprechen wollen, sind auf der ganzen Seite verteilt und unser Update der Seite hat einige der dazugehörigen Beiträge auch noch zerhauen (z.B. werden auf Blogseiten keine Bilder mehr angezeigt).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich will daher gerne einmal zusammentragen, was worüber bisher diskutiert worden ist, damit jeder auf dem selben Stand ist und sich evt. schon im Vorfeld mal ein paar Gedanken machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Qualitätssicherung Lesefassung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Qualitätssicherung der Lesefassung haben wir schon beim letzten Vereinstreffen kurz geredet. Allerdings nur 20 min lang; v.a. darüber werden wir auf diesem OfBi-Treffen wohl noch mal länger reden müssen. Ich gebe mal wieder, was ich schon [http://offene-bibel.de/blog/sebastian_walter/ergebnisse_des_ofbi-treffens_2014 bei der Zfsg. des letzten Treffens] referiert habe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Auch für die LF soll es dereinst mal eine Qualitätstabelle wie für die SF geben. Wir haben einen ersten Entwurf erarbeitet; haben das aber fast nur so gemacht, dass wir in 20 min die Übersetzungskriterien der LF in Checklistenform umformuliert haben. Hier wird es recht sicher noch zu Feinjustierungen kommen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (A) Sind alle Verse der LF übersetzt? &lt;br /&gt;
* (B) Kommuniziert die LF die Anliegen des Urtextes, wie sie in der SF gedeutet werden? Wurde sie, um dies zu überprüfen, noch einmal mit der SF abgeglichen?&lt;br /&gt;
* (C) Sind in der Übersetzung inhaltlich Genauigkeit + Verständlichkeit =&amp;gt; angenehme (Vor-)lesbarkein =&amp;gt; Wörtlichkeit richtig gewichtet? &lt;br /&gt;
* (D) Wurde biblisch-theologische Fachsprache getilgt, wo das möglich ist? Ist gleichzeitig der kulturelle Kontext noch sichtbar?&lt;br /&gt;
* (E) Sind die für das Verständnis des Textes wichtigen Informationen in Fußnoten erläutert? Lassen sich Fußnoten tilgen?&lt;br /&gt;
* (F) Sind die Sinnabschnitte so übersetzt, dass sie aus sich selbst heraus verständlich sind? &lt;br /&gt;
* (G) Haben die Sinnabschnitte Überschriften, die die Anliegen des Urtextes angemessen zu kommunizieren helfen? &lt;br /&gt;
* (H) Ist die Übersetzung in dem Stil und der Gattung übertragen, die die Anliegen des Urtextes am angemessensten kommunizieren? Falls es sich um ein Gebet oder einen Segenstext handelt: Ist er (unter Berücksichtigung der anderen Kriterien) so übersetzt, dass er gebetet oder als Segen gesprochen werden kann? Falls es sich um einen poetischen Text handelt: Wurde er in gehobener Sprache formuliert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Olafs Notizen steht noch &amp;quot;(I) Sind Abweichungen von den etablierten Versgrenzen ausreichend begründet&amp;quot;, aber ich wüsste nicht, wo eine solche Begründung ihren Ort haben sollte. Verstehe ich diesen Punkt falsch, Olaf? Würdest du bei Abweichungen von den Versgrenzen eigens Erläuterungen in die LF einfügen wollen? Haben wir das auf dem Treffen besprochen? Ich kann mich gar nicht erinnern :)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neue Startseite==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Startseitenentwurf von Patrick, der aktuell auf der [http://offene-bibel.de/startseite Startseite] zu bewundern ist, [http://offene-bibel.de/comment/4655#comment-4655 hat Ben eine sehr lange Antwort verfasst]. Das war der Anstoß für eine längere Diskussionen und vielen Beispielen dafür, wie eine Startseite aussehen könnte. Ich hänge die Bilder einfach mal in chronologischer Reihenfolge an, ohne etwas zu den dahinterstehenden Gedanken zu sagen. Vom letzten Entwurf (dem von Tobias, s. auch [http://217.160.135.249/startseite/ hier]) waren zumindest Ben und ich recht begeistert. Patrick und Dreifach haben dann ausgemacht, sich einmal zu zweit daran zu setzen und ab dieser Absprache ist auch diese Diskussion eingeschlafen. Ob die beiden jetzt vielleicht noch einen siebten Entwurf haben, weiß ich nicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier also stehen wir.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Sebastian 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:OfBi-Konzept.jpg|links|500px|Sebastian 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sebastian 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Startseiten-Mockup_Sebastian_2.png|500px|Sebastian 2]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sebastian 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:OfBi-Startseiten-Mockup.png|500px|Sebastian 3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sebastian 4:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:OfBi-Startseiten-Mockup_(1).png|500px|Sebastian 4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ben:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:OfBi-Startseiten-Mockup_Ben.png|500px|Ben]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tobias:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Startseitenentwurf_Tobias.png|500px|Dreifach]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Neues Logo==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer von euch wusste, dass unser Logo ein offenes Buch darstellen soll? Ich wusste es, deswegen habe ich darin auch immer ein offenes Buch gesehen. Im letzten Jahr haben wir aber von einigen Seiten gehört, dass unser Logo auf sie wie ein Schild oder ein Wappen wirke und damit gerade den Gegensatz der OfBi-Intention ausdrücke, nämlich Abwehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach hat sich daher mal dran gesetzt und einen Neuentwurf für das Logo vorgelegt (erstes Bild), dessen Idee ich in drei weitere Varianten durchgespielt habe:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neues_Logo_Entwurf_1.png|links|300px|Sebastian 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neues_Logo_Entwurf_2.png|300px|Sebastian 2]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neues_Logo_Entwurf_3.png|300px|Sebastian 3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neues_Logo_Entwurf_4.png|300px|Sebastian 4]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Rückmeldungen kamen bisher. Die erste war von Patrick; ich zitiere: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Von der Idee her finde ich die Logos nicht schlecht. Die Klammern spielen auf unsere Syntax an und verbinden Logo mit Text.&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Sachen:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;code&amp;gt;ich nehme den Text als &amp;quot;ffene&amp;quot; wahr und nicht als &amp;quot;offene&amp;quot;. Ich muss dann eher rückwärts überlegen (was könnte das heißen, ah, &amp;quot;offene&amp;quot;, da fehlt also ein &amp;quot;o&amp;quot;, was könnte wohl für das &amp;quot;o&amp;quot; stehen, vermutlich die Klammern).&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;code&amp;gt;Es fehlt noch was, damit die Logos wirklich gut aussehen und nicht nach irgendwie zusammengebastelt. Ich könnte aber auch nicht so richtig sagen, was...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere mögliche Variante wäre vielleicht diese hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neues_Logo_Entwurf_5.png|links|300px|Sebastian 1]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite kam von Md; ich zitier wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;code&amp;gt;Aber (ich sag&#039;s offen) einer der Gründe [, dass ich hier hängen geblieben bin,] war das alte Logo, das auf mich einladend wirkte: modern, dynamisch, engagierend, diskret christlich, einfach ... und offen. Ich muß aber zugeben, daß meine Assoziation nicht die eines offenen Buchs war, sondern die eines (modernen, mit einem Kreuz gekennzeichneten) Gebäudes oder Messestands.&amp;lt;br /&amp;gt;Anders gesagt: Das alte Logo hat für mich das Gefühl der Offenheit vermittelt, während das neue Logo eher die Idee der Offenheit zu kommunizieren versucht. Aber ist vielleicht nur mein subjektives Empfinden ...&amp;lt;/code&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier stehen wir hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung des neuen Statussystems==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie einige wahrscheinlich schon wissen, haben wir letztes Jahr das Statussystem überarbeitet. Die Status werden nun für jede Fassung gesondert vergeben; es gibt für jede Fassung einen &amp;quot;Null-status&amp;quot;, zwei bzw. drei Zwischenstatus, einen Final-Status und schließlich den &amp;quot;Überprüfung-angefordert&amp;quot;-Status. Auch die Symbole für diese Status sind bereits relativ fix:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Symbol ||  Bedeutung &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Kann-erstellt-werden.png|verweis=:Kategorie:Studienfassung kann erstellt werden]] || &#039;&#039;&#039;Studienfassung kann erstellt werden&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen einer ersten Übersetzung eingeladen, die später als Grundlage für Verbesserungen dient. Auch Übersetzungen von einzelnen Versen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Studienfassung kann erstellt werden]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Studienfassung kann erstellt werden|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:SF_in_Arbeit.png|verweis=:Kategorie:Studienfassung in Arbeit]] || &#039;&#039;&#039;Studienfassung in Arbeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Studienfassung in Arbeit]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:SF_ungeprüft.png|verweis=:Kategorie:ungeprüfte Studienfassung]] || &#039;&#039;&#039;Ungeprüfte Studienfassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, aber noch nicht mit den [[Übersetzungskriterien]] abgeglichen und nach den Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Ungeprüfte Studienfassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung (vollständig übersetzt)|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:SF_zuverlässig.png|verweis=:Kategorie:zuverlässige Studienfassung]] || &#039;&#039;&#039;Zuverlässige Studienfassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Zuverlässige Studienfassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:sehr gut.png|verweis=:Kategorie:sehr gute Studienfassung]] || &#039;&#039;&#039;Sehr gute Studienfassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit allen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Sehr gute Studienfassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Folgt-später.png|verweis=:Kategorie:Lesefassung folgt später]] || &#039;&#039;&#039;Lesefassung folgt später&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Lesefassung folgt später]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Lesefassung folgt später|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:kann-erstellt-werden.png|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden]] || &#039;&#039;&#039;Lesefassung kann erstellt werden&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Studienfassung ist ausgereift genug, dass eine vorläufige Lesefassung erstellt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Lesefassung kann erstellt werden]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:LF_ungeprüft.png|verweis=:Kategorie:ungeprüfte Lesefassung]] || &#039;&#039;&#039;Ungeprüfte Lesefassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, aber noch nicht mit den [[Übersetzungskriterien]] abgeglichen und nach den Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Ungeprüfte Lesefassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:ungeprüfte Lesefassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:LF_zuverlässig.png|verweis=:Kategorie:zuverlässige Lesefassung]] || &#039;&#039;&#039;Zuverlässige Lesefassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Zuverlässige Lesefassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:zuverlässige Lesefassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:sehr gut.png|verweis=:Kategorie:sehr gute Lesefassung]] || &#039;&#039;&#039;Sehr gute Lesefassung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit allen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Sehr gute Lesefassung]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:sehr gute Lesefassung|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Überpr.png|verweis=Kategorie:Überprüfung angefordert]] || &#039;&#039;&#039;Überprüfung angefordert&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Einem Nutzer ist ein größeres Problem in der Übersetzung aufgefallen und hat es auf der Diskussionsseite vermerkt. Vor der Klärung und Lösung dieses Problems ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Informationen zur [[Vorlage:Überprüfung angefordert]]&lt;br /&gt;
* Liste aller [[:Kategorie:Überprüfung angefordert|Kapitel mit diesem Status]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechendes würde dann auch für die Leichte Sprache gemacht werden müssen, aber über die werden wir ja auf dem Treffen wohl nicht sehr viel diskutieren, da Dorothee verhindert sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was noch fehlt, ist vor allem dies: Es ist noch ungeklärt, wie genau diese Symbole (und Texte?) auf den Kapitelseiten platziert werden sollen, daher konnten wir dies bisher noch nicht umsetzen. Denn die Trennung von SF- und LF-Status und außerdem die Entscheidung, die Status von nun an auch gezielter nicht nur für ganze Kapitel, sondern für einzelne &#039;&#039;Abschnitte&#039;&#039; zu vergeben, hat einen starken Anstieg der Kapitelstatus zur Folge. Ein Beispiel, das ich schon mal gegeben habe: Nach diesem neuen Statussystem müssten für Lk 1 5 verschiedene Status vergeben werden:  &lt;br /&gt;
* LF 1-45.56-72: folgt später&lt;br /&gt;
* LF 46-55: ungeprüft&lt;br /&gt;
* SF 1-12.32: ungeprüft&lt;br /&gt;
* SF 13-31.33-45.56-72: kann erstellt werden&lt;br /&gt;
* SF 46-55: zuverlässig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nach &amp;quot;alter&amp;quot; Manier einfach all diese 5 Status an den Kapitelseitenkopf platzieren würde, hätte man erst mal eine ganze Bildschirmseite lang Statusangaben, bevor man zur Übersetzung kommen würde. Ich habe daher den noch weitergehenden Vorschlag gemacht, auch die Kapitelseiten ein wenig aufzuräumen (was ich [http://offene-bibel.de/comment/4780#comment-4780 schon mal] vorgeschlagen hatte) und umzubauen. Ich habe dafür diesen Mockup gebastelt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kapitelseitenentwurf_Sebastian.png|500px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ben fand es gut, Olaf fand es gut, aber zu dezent, hat dies aber leider nicht näher ausgeführt. Bis hierhin ist die Diskussion gediehen und dann eingeschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall müssten wir also auf dem Treffen über die Art und Weise der Platzierung der Status auf der Kapitelseite diskutieren; vielleicht sogar auch über das Layout der Kapitelseiten selbst, was aber ein recht großes Thema sein könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Themen==&lt;br /&gt;
Es sind für das Treffen auch weitere Themen vorgeschlagen worden, zu denen es bisher noch keine Vordiskussionen gab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wir hatten einmal angedacht, neue Mitarbeiter zu gewinnen, indem wir gezielt zu Leitern von Uni-Sprachkursen für Hebräisch, Aramäisch, Griechisch und Latein anschreiben und anfragen, ob sie in ihren Kursen nicht speziell Bibelkapitel übersetzen wollen, die auf OfBi noch unübersetzt sind. Weiter als bis zu diesem bloßen Vorschlag sind die Überlegungen noch nicht gediehen, aber für das Markusprojekt hatten wir einmal eine ähnliche Idee, gezielt Bibeldozenten anzuschreiben, und haben dort eine [http://offene-bibel.de/wiki/Markusprojekt/Fakult%C3%A4ten#Theologische_Fachschaften.2C_Hochschulen.2C_Seminare... Liste mit möglichen Kontakten zu Hochschulen u.Ä.] zusammengetragen.&amp;lt;br /&amp;gt;Md hat außerdem vorgeschlagen, speziell bei pensionierten Theologen anzufragen. Gibt es da eine Möglichkeit, gezielt diese Zielgruppe anzusprechen? Sind sie überhaupt schon jetzt eine naheliegende Zielgruppe (da in dieser Generation ja noch &#039;&#039;relativ&#039;&#039; wenige technisch versiert sind)? All das könnten und sollten wir uns mal gemeinsam durch den Kopf gehen lassen.&lt;br /&gt;
* Wir sind eingeladen worden, uns am Katholikentag zu beteiligen. Meines Wissens steht Wolfgang mit Dieter Bauer von der Deutschen Bibelgesellschaft in Kontakt und weiß evt. schon mehr als ich. Vielleicht müssen wir hierüber reden; ich weiß noch nicht, ob die beiden schon etwas miteinander besprochen haben. &lt;br /&gt;
* 2017 steht das Lutherjubiläum bevor. Vielleicht könnten wir zu diesem Datum ein neues Projekt hinkriegen, z.B. gezielt den Römerbrief übersetzen oder Bibelkommentare von Luther auf OfBi einzubinden. Hierzu könnten wir Vorschläge sammeln und über die Machbarkeit diskutieren.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21843</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist sehr gut</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21843"/>
		<updated>2015-11-07T18:04:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Sehr gut.png|right|verweis=:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Sammlung der Kapitel &#039;&#039;&#039;mit Textabschnitten&#039;&#039;&#039;, die in der &#039;&#039;&#039;Studienfassung als abgeschlossen gelten können&#039;&#039;&#039; und bereit für eine Übertragung in die Lesefassung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, dass alle Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21842</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Lesefassung ist sehr gut</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_sehr_gut&amp;diff=21842"/>
		<updated>2015-11-07T18:04:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Sehr gut.png|right|verweis=:Kategorie:Sehr gute Lesefassung]]&lt;br /&gt;
Sammlung der Kapitel &#039;&#039;&#039;mit Textabschnitten&#039;&#039;&#039;, die in der &#039;&#039;&#039;Lesefassung als abgeschlossen gelten können&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Lesefassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Lesefassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, dass alle Arbeitsschritte der Lesefassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WICHTIG: Von anderen Statusvorlagen abweichend darf der vorige Status in diesem Fall nicht entfernt werden (s.o.), sofern er für die übrigen Verse weiter gilt. Für den Rest des Kapitels muss mindestens ein weiterer Status bestehen, etwa [[:Kategorie:Lesefassung in Arbeit|Lesefassung in Arbeit]] oder ggfs. höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_folgt_sp%C3%A4ter&amp;diff=21841</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung folgt später</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_folgt_sp%C3%A4ter&amp;diff=21841"/>
		<updated>2015-11-07T17:55:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Folgt-später.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Lesefassung folgt später]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Lesefassung folgt später|Lesefassung folgt später]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe [[Übersetzungskriterien]] und [[Qualitätssicherung]] Wir bitten um Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21840</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_kann_erstellt_werden&amp;diff=21840"/>
		<updated>2015-11-07T17:52:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kann-erstellt-werden.png|right|verweis=:Kategorie:Lesefassung kann erstellt werden|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben eine Studienfassung, die gut genug ist, um die Übersetzung der Lesefassung zu starten. Bitte schaue in die [[Übersetzungskriterien]] und lege einfach los.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Lesefassung kann erstellt werden}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn das Kapitel komplett in die Lesefassung übersetztwurde, und das auf der Diskussionsseite dokumentiert wurde, dann folgt der nächsthöhere Status: [[:Kategorie:Ungeprüfte  Lesefassung|Ungeprüfte Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Sehr_gute_Lesefassung&amp;diff=21833</id>
		<title>Kategorie:Sehr gute Lesefassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Sehr_gute_Lesefassung&amp;diff=21833"/>
		<updated>2015-11-07T17:35:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sehr gut.png|right|verweis=:Kategorie:Sehr gute Lesefassung]] &#039;&#039;&#039;Ein Kapitel mit diesem Status erfüllt alle Übersetzungskriterien. Bearbeitungen sind in der Regel nur notwendig, wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, oder sich die Sprache weiterentwickelt hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf diesen Status gesetzt werden, wenn die Studienfassung den [[Übersetzungskriterien]] und den Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] entspricht. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil-Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält nur ganze Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Kleinere Abschnitte mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_sehr_gut|Ein Teil der Lesefassung ist sehr gut]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Zuverl%C3%A4ssige_Lesefassung&amp;diff=21829</id>
		<title>Kategorie:Zuverlässige Lesefassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Zuverl%C3%A4ssige_Lesefassung&amp;diff=21829"/>
		<updated>2015-11-07T17:00:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:LF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Übersetzung dieser Kapitel ist vollständig, erfüllt die Übersetzungskriterien und wurde mit einigen Standards der Qualitätssicherung abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.  &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald die Kriterien vollständig erfüllt sind, folgt der nächsthöhere Status: [[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teil-Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält nur ganze Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Kleinere Abschnitte mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Ein_Teil_der_Lesefassung_ist_zuverlässig|Ein Teil der Lesefassung ist zuverlässig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_zum_Anschauen_und_Verfeinern&amp;diff=21826</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung zum Anschauen und Verfeinern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_zum_Anschauen_und_Verfeinern&amp;diff=21826"/>
		<updated>2015-11-07T16:55:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:LF ungeprüft.png|right|verweis=:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben eine Lesefassung, die noch nicht auf Übereinstimmung mit den [[Übersetzungskriterien]] und den Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] geprüft wurde.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn die Kriterien weitgehend erfüllt sind und die noch ausstehenden Aufgaben auf der Diskussionsseite dokumentiert sind, dann folgt der nächsthöhere Status (geprüfte und verbesserte Kapitel): [[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_zum_Anschauen_und_Verfeinern&amp;diff=21825</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung zum Anschauen und Verfeinern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_zum_Anschauen_und_Verfeinern&amp;diff=21825"/>
		<updated>2015-11-07T16:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:SF ungeprüft.png|right|verweis=:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die folgenden Seiten haben eine Lesefassung, die noch nicht auf Übereinstimmung mit den [[Übersetzungskriterien]] und den Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] geprüft wurde.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt ist die Prüfung und Verbesserung geschieht mit Hilfe der Vorlage [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]] auf der zugehörigen Diskussionsseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei einen obsoleten Status entfernt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Ungeprüfte Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wenn die Kriterien weitgehend erfüllt sind und die noch ausstehenden Aufgaben auf der Diskussionsseite dokumentiert sind, dann folgt der nächsthöhere Status (geprüfte und verbesserte Kapitel): [[:Kategorie:Zuverlässige Lesefassung|Zuverlässige Lesefassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Sehr_gute_Lesefassung&amp;diff=21815</id>
		<title>Vorlage:Sehr gute Lesefassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Sehr_gute_Lesefassung&amp;diff=21815"/>
		<updated>2015-11-07T16:33:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status sf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Sehr gut.png|right|40px||verweis=:Kategorie:Sehr gute Lesefassung]][[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Lesefassung ist sehr gut|Sehr gute Lesefassung}}]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039; - &#039;&#039;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit allen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert. Weitere Verbesserungen dürfen jedoch nach entsprechender Dokumentation auf der [[Diskussion:{{Seitenname}}|Diskussionsseite]] vorgenommen werden.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sehr gut.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Sehr gute Lesefassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung|Sehr gute Lesefassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt werden, wenn die Lesefassung den [[Übersetzungskriterien]] und den Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] vollständig entspricht. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Sehr gute Lesefassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Lesefassung|Checkliste Lesefassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels die meisten Kriterien erfüllt, dann können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden}}&lt;br /&gt;
{{Sehr gute Lesefassung|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lesefassung kann erstellt werden}}&lt;br /&gt;
{{Sehr gute Lesefassung|Vers 1-9 und 13-19}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Sehr gute Lesefassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Lesefassung_folgt_sp%C3%A4ter&amp;diff=21809</id>
		<title>Vorlage:Lesefassung folgt später</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Lesefassung_folgt_sp%C3%A4ter&amp;diff=21809"/>
		<updated>2015-11-07T16:27:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Bessere Beschreibung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status sf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Folgt-später.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Lesefassung folgt später]][[Kategorie:Lesefassung folgt später]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Lesefassung folgt später|Lesefassung folgt später]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe [[Übersetzungskriterien]] und [[Qualitätssicherung]] Wir bitten um Geduld.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Lesefassung_folgt_sp%C3%A4ter&amp;diff=21806</id>
		<title>Vorlage:Lesefassung folgt später</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Lesefassung_folgt_sp%C3%A4ter&amp;diff=21806"/>
		<updated>2015-11-07T16:25:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status sf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Folgt-später.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Lesefassung folgt später]][[Kategorie:Lesefassung folgt später]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Lesefassung folgt später|Lesefassung folgt später]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Die Studienfassung ist noch nicht gut genug, dass eine Lesefassung erstellt werden kann. Siehe [[Übersetzungskriterien]] und [[Qualitätssicherung]] Wir bitten um Geduld.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Studienfassung&amp;diff=21799</id>
		<title>Vorlage:Zuverlässige Studienfassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Studienfassung&amp;diff=21799"/>
		<updated>2015-11-07T16:19:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status sf&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:SF zuverlässig.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]][[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig|Zuverlässige Studienfassung}}]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die [[Übersetzungskriterien]] und wurde mit einigen Standards der [[Qualitätssicherung]] abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:SF zuverlässig.png|right|40px|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt werden, wenn die Studienfassung vollständig ist, den [[Übersetzungskriterien]] entspricht und mit einigen Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] abgesichert wurde. Verbesserungen sind aber noch zu erwarten. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels die meisten Kriterien erfüllt, dann können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-9 und 13-19}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21794</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21794"/>
		<updated>2015-11-07T16:11:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Änderung 21780 von Wolfgang Loest (Diskussion) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:SF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die Kapitel in dieser Kategorie enthalten einen Text-Abschnitt, dessen Übersetzung schon weit fortgeschritten ist. Eine Lesefassung kann bereits erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von anderen Statusvorlagen abweichend muss der Status [[:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung|Ungeprüfte Studienfassung]] bei diesem Status nicht entfernt werden, weil er für die übrigen Verse weiter gilt. Ist das Kapitel noch nicht ganz übersetzt und war bisher kein Status vorhanden, sollte für den Rest des Kapitels zusätzlich der Status [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] gesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald die Kriterien vollständig erfüllt sind, folgt der nächsthöhere Status: [[:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|Sehr gute Studienfassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_in_Arbeit&amp;diff=21789</id>
		<title>Kategorie:Lesefassung in Arbeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Lesefassung_in_Arbeit&amp;diff=21789"/>
		<updated>2015-11-07T16:04:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Durch die Trennung der Statusse von Lese- und Studienfassung ist diese Kategorie in die KategorieUpdate des Statussystems. Sehr gute Studienfassung aufgegangen, auch wenn der Titel mit Lesefassung etwas anderes nahelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Sehr gute Studienfassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21780</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21780"/>
		<updated>2015-11-07T15:47:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Kategorie: Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Studienfassung&amp;diff=21773</id>
		<title>Vorlage:Zuverlässige Studienfassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Studienfassung&amp;diff=21773"/>
		<updated>2015-11-07T15:34:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status sf&amp;quot;&amp;gt;[[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig|Zuverläassige Studienfassung}}]][[Datei:SF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Die meisten [[Übersetzungskriterien]] und Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] sind erfüllt. Auch wenn weitere Verbesserungen notwendig sind (siehe [[Diskussion:{{Seitenname}}|Diskussionsseite]]), kann bereits eine vorläufige Lesefassung erstellt werden.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:SF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt werden, wenn die Studienfassung den meisten [[Übersetzungskriterien]] und den meisten Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] entspricht. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels die meisten Kriterien erfüllt, dann können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-9 und 13-19}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_52&amp;diff=21768</id>
		<title>Jesaja 52</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Jesaja_52&amp;diff=21768"/>
		<updated>2015-11-07T14:22:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Test für Kategorien des Statussystems (jetzt hat das Kapitel wieder den korrekten Status)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 13-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch: [[Jesaja 53/Persönliche Fassung (Sebastian Walter)]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesefassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{L|1}}&lt;br /&gt;
{{L|2}}&lt;br /&gt;
{{L|3}}&lt;br /&gt;
{{L|4}}&lt;br /&gt;
{{L|5}}&lt;br /&gt;
{{L|6}}&lt;br /&gt;
{{L|7}}&lt;br /&gt;
{{L|8}}&lt;br /&gt;
{{L|9}}&lt;br /&gt;
{{L|10}}&lt;br /&gt;
{{L|11}}&lt;br /&gt;
{{L|12}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|13}} „Siehe:&lt;br /&gt;
Mein Getreuer –&lt;br /&gt;
Erfolgreich wird er sein.&lt;br /&gt;
Hoch erhöht.&lt;br /&gt;
Erhaben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{L|14}} &#039;&#039;– So viele Menschen erstarrten einst&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Vor Entsetzen über dich –&#039;&#039;&lt;br /&gt;
So entstellt war sein Aussehen&lt;br /&gt;
Unmenschlich&lt;br /&gt;
Und seine Gestalt&lt;br /&gt;
So ungleich einem Menschenkind:&lt;br /&gt;
{{L|15}} Eben so sehr wird er aufschrecken&lt;br /&gt;
So viele Völker&lt;br /&gt;
Und es werden verstummen&lt;br /&gt;
Könige&lt;br /&gt;
Vor&lt;br /&gt;
Ihm.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn&lt;br /&gt;
Was ihnen nicht erzählt worden ist,&lt;br /&gt;
Das werden sie sehen.&lt;br /&gt;
Was sie nicht gehört haben,&lt;br /&gt;
Das werden sie verstehen.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Studienfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{S|1}}&lt;br /&gt;
{{S|2}}&lt;br /&gt;
{{S|3}}&lt;br /&gt;
{{S|4}}&lt;br /&gt;
{{S|5}}&lt;br /&gt;
{{S|6}}&lt;br /&gt;
{{S|7}}&lt;br /&gt;
{{S|8}}&lt;br /&gt;
{{S|9}}&lt;br /&gt;
{{S|10}}&lt;br /&gt;
{{S|11}}&lt;br /&gt;
{{S|12}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|13}} „Siehe ({Siehe})&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Siehe&#039;&#039; übersetzt die hebräischen Fokuspartikel {{hebr}}הִנֵּה{{hebr ende}}, die das Hebräische häufig setzt, wo das Deutsche keine Fokuspartikel setzen würde. Hier ist ihre Funktion wohl nur, den Beginn des Abschnitts Jes 52,13-53,12 zu markieren (vgl. z.B. Gentry 2007, S. 26) und könnte in der LF ohne Bedeutungsverlust ausgespart werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;, mein Getreuer (Diener, Knecht, Sklave)&amp;lt;ref&amp;gt;Das hebräische Wort {{Hebr}}עַבְדִּי{{Hebr ende}} kann sowohl Sklaven bezeichnen als auch hochgestellte Persönlichkeiten (etwa im Dienst eines Königs) und Propheten (Gottesdiener). Zur Übersetzung mit „Getreuer“ siehe Schmidt 2013, S. 115.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gibt zahlreiche verschiedene Thesen zur Person des Dieners/Getreuen. Im Neuen Testament werden Jes 52,13–53,12 auf Jesus Christus bezogen. Andere Deutungen sind: Das jüdische Volk, die kleine Gruppe der Frommen inmitten der Unfrommen, ein konkreter einzelner Mensch, der Messias, Jeremia, Mose. (Vgl. Berlin/Brettler 2004, S. 891)&amp;lt;br/&amp;gt;Für die Interpretation des Textes ist die Festlegung auf eine bestimmte Deutung nicht notwendig (Schmidt 2013, S. 119-120).&amp;lt;/ref&amp;gt; wird Erfolg haben (klug handeln, verständig sein),&lt;br /&gt;
erhöht wird er sein, erhoben und sehr erhaben.&lt;br /&gt;
{{S|14}} Wie viele Menschen über dich (ihn)&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Textkritik&#039;&#039;&#039;: Einige hebräische Handschriften lesen &#039;&#039;ihn&#039;&#039;, andere &#039;&#039;dich&#039;&#039;. Die Lesart &#039;&#039;dich&#039;&#039; ist  besser bezeugt. Da dieser Perspektivwechsel den Text sperriger macht, wurde vermutlich in den übrigen Handschriften zu &#039;&#039;ihm&#039;&#039; geändert (Schmidt 2013, S. 225). Es ist die einzige Stelle in diesem Text, an dem JHWH den Diener anspricht und nicht über ihn redet (Schmidt 2013, S. 225) – sofern man den Personenwechsel nicht als bedeutungslose und unübersetzbare Eigenheit der hebräischen Sprache deutet (Kaiser 1959, S. 85f; North 1963, S. 227; Nyberg 1942, S. 48; [http://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/144 vgl. GKC §144p]).&amp;lt;/ref&amp;gt; entsetzt waren!&lt;br /&gt;
So entstellt im Vergleich zu einem [gewöhnlicher] Mann (Mensch)&amp;lt;ref name=&amp;quot;generisches_maskulinum&amp;quot;&amp;gt;[[generisches Maskulinum]]&amp;lt;/ref&amp;gt; war sein Aussehen,&lt;br /&gt;
seine Gestalt im Vergleich zu einem Menschenkind (einem Sohn&amp;lt;ref name=&amp;quot;generisches_maskulinum&amp;quot; /&amp;gt; eines Menschen).&amp;lt;ref&amp;gt;Vers 14bc wird in der wissenschaftlichen Literatur verschieden in das Satzgefüge des Textes eingeordnet. Unsere Übersetzung folgt Schmidt 2013, 224. Es sind aber auch andere Deutungen möglich. Die meisten verstehen Vers 14bc als Einschub; dann wäre zu übersetzen: &#039;&#039;Ebensosehr, wie viele über dich (ihn) entsetzt waren – so entstellt  … war sein Aussehen … – ebensosehr wird er viele Völker aufschrecken.&#039;&#039; Andere übersetzen die Abfolge {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} - {{hebr}}כן{{hebr ende}} - {{hebr}}כן{{hebr ende}} als &#039;&#039;Ebensosehr - ebensosehr - ebensosehr&#039;&#039; (Bartélemy 1986, 386; Gentry 2007, S. 26; Schenker 2001, 67): &#039;&#039;Ebensosehr, wie viele über dich (ihn) entsetzt waren, ebenso entstellt  … war sein Aussehen …, ebensosehr wird er viele Völker aufschrecken.&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diskutiert wird auch, ob die Textüberlieferung an dieser Stelle fehlerhaft ist. Dann wäre entweder 14bc hinter Vers 53,2 zu verschieben (BHS, Blenkinsopp 2002, Westermann 1966) oder  {{hebr}}כן{{hebr ende}} &#039;&#039;ebenso&#039;&#039; nach {{hebr}}כִּי{{hebr ende}} &#039;&#039;denn&#039;&#039; zu korrigieren: &#039;&#039;So viele Menschen waren über dich (ihn) entsetzt, denn … denn …&#039;&#039; (Barré 2000, S. 25; Ziegler 1958, S. 173; so schon Duhm). Da sich diese Vermutungen eines ursprünglich anderen Textes nicht überprüfen lassen, müssen sie jedoch als sehr unsicher eingeordnet werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{S|15}} So sehr wird er viele Völker (Leute) aufschrecken (er wird viele Völker besprengen/verwundern; viele Völker werden verwundert/erregt/erfreut sein über ihn; viele Völker verachten ihn)&amp;lt;ref&amp;gt;Die genaue Übersetzung dieser Stelle ist unklar. Der Urtext hat hier das Wort {{Hebr}}יַזֶּה{{Hebr ende}} (besprengen), was in diesem Zusammenhang nicht viel Sinn ergibt. Die griechische Übersetzung LXX hat θαυμάσονται (&#039;&#039;sie staunen&#039;&#039;).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kontext legt die Aussageabsicht nahe, dass &#039;&#039;viele Völker&#039;&#039; von dem &#039;&#039;erfolgreichen&#039;&#039; (V. 13) Menschen Notiz nehmen – ebenso wie die Könige.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Übersetzung des Wortes werden vier Lösungen diskutiert: (i) Es wird ein dem arab. &#039;&#039;nazâ&#039;&#039; analoges {{hebr}}נזה{{hebr ende}} II &#039;&#039;aufspringen machen&#039;&#039; angesetzt, das dann entweder &#039;&#039;bewundern, verwundert sein über&#039;&#039; (was mit LXX zusammenstimmen würde: θαυμάσονται &#039;&#039;sie staunen&#039;&#039;) oder &#039;&#039;aufschrecken&#039;&#039; heißen soll (der häufigste Alternativvorschlag, z.B. Blenkinsopp 2002, Childs 2001, Oswalt 1998, Watts 1987 u.a.) - allerdings ist hiergegen eingewendet worden, dass das arab. &#039;&#039;nazâ&#039;&#039; gar nicht die Bedeutung „verwundert sein“ habe, vgl. z.B. Gentry 2007, S. 27; Smith 2009, S. 440. (ii) Man emendiert nach {{hebr}}יִרְגְּזוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;sie werden erstaunt sein&#039;&#039; (Westermann 1966), aber eigentlich bedeutet {{hebr}}רגז{{hebr ende}} gar nicht „erstaunt sein“, sd. „erregt sein, unruhig sein“; vgl. &#039;&#039;ad loc.&#039;&#039; auch Ges18, S. 798. Außerdem ist (iii) vorgeschlagen worden, zu emendieren nach {{hebr}}יִזְהוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;sie werden sich freuen&#039;&#039; (Barré 2000, S. 10f.) - allerdings ist dieses Wort ein wenig unsicher - oder (iv) nach {{hebr}}יִבְזֻהוּ{{hebr ende}} &#039;&#039;sie verachten&#039;&#039; (vgl. BHS). Trotz Widersprüchen ist die erste Lösung (a) die verbreitetste und (b) die unproblematischste, weshalb auch wir ihr hier den Vorzug gegeben haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
über ihn (ihm gegenüber) werden Könige ihren Mund verschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;„Den Mund verschließen“ ist wohl als Geste der Verehrung zu verstehen; vgl. [[Ijob 29#s9 |Ijob 29,9]]; [[Ijob 40#s4 |40,4]] (; [[Micha 7#s16 |Mic 7,16]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn was ihnen nicht erzählt worden ist – sie werden es sehen (dann gesehen haben),&lt;br /&gt;
und was sie nicht gehört haben – sie werden es verstehen (dann verstanden haben).“ &amp;lt;ref&amp;gt;Vers 15 ist hier als prophetisches Perfekt übersetzt (vgl. Childs 2001, S. 407); alternativ möglich: Futur II. Eine weitere Übersetzungmöglichkeit ist: „so sehr schreckt er [nun] … auf, denn … sie haben es gesehen … sie haben es verstanden“.&amp;lt;/ref&amp;gt; {{Par|Römer|15|21}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Bemerkungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitelseite Fuß}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Studienfassung&amp;diff=21767</id>
		<title>Vorlage:Zuverlässige Studienfassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Zuverl%C3%A4ssige_Studienfassung&amp;diff=21767"/>
		<updated>2015-11-07T14:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{ {{#if:{{#varexists:_hat_status}}|Nichts|Navileiste oben}} }} {{#if: {{{1|}}}|{{Setze Status|{{#varexists:_hat_status}} }} }}&amp;lt;div class=&amp;quot;status&amp;quot;&amp;gt;[[Kategorie:{{#if: {{{1|}}}|Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig|Zuverläassige Studienfassung}}]][[Datei:SF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Status{{#if: {{{1|}}}|&amp;amp;nbsp;von {{{1|}}} |{{#vardefine:_hat_status|1}} }}: [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&#039;&#039;Die meisten [[Übersetzungskriterien]] und Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] sind erfüllt. Auch wenn weitere Verbesserungen notwendig sind (siehe [[Diskussion:{{Seitenname}}|Diskussionsseite]]), kann bereits eine vorläufige Lesefassung erstellt werden.&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:SF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]] &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorlage darf nach Absprache mit den Qualitätsmoderatoren auf einer Kapitelseite eingefügt werden, wenn die Studienfassung den meisten [[Übersetzungskriterien]] und den meisten Standards der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] entspricht. Hierzu kopiert man folgenden Text ganz oben auf die Seite:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine obsolete andere Status-Vorlage muss dabei natürlich entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte noch ausstehen (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nur ein Teil des Kapitels die meisten Kriterien erfüllt, dann können auch kürzere Textabschnitte mit diesem Status markiert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Versabgrenzung wissenschaftlich vertretbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall folgt die Vorlage für den Textabschnitt der allgemeinen Angabe für das Kapitel, also z.B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Studienfassung in Arbeit}}&lt;br /&gt;
{{Zuverlässige Studienfassung|Vers 1-9 und 13-19}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übersicht der momentan markierten Seiten gibt es hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung]]&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_erf%C3%BCllt_die_meisten_Kriterien&amp;diff=21765</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_erf%C3%BCllt_die_meisten_Kriterien&amp;diff=21765"/>
		<updated>2015-11-07T14:11:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21764</id>
		<title>Kategorie:Ein Teil der Studienfassung ist zuverlässig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kategorie:Ein_Teil_der_Studienfassung_ist_zuverl%C3%A4ssig&amp;diff=21764"/>
		<updated>2015-11-07T14:10:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wolfgang Loest: Update auf neues Statussystem&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:SF zuverlässig.png|right|verweis=:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|margin:0]]&lt;br /&gt;
Die Kapitel in dieser Kategorie enthalten einen Text-Abschnitt, dessen Übersetzung schon weit fortgeschritten ist. Eine Lesefassung kann bereits erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Textabschnitt eines Kapitel kann auf diesen Status gesetzt werden, indem man ganz oben folgenden Text einfügt (und dabei den Status des Gesamtkapitels stehen lässt):&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Studienfassung in Arbeit}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|Vers …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enthält ein Kapitel mehrere separate Abschnitte mit demselben Teilstatus, kommt stattdessen diese Vorlage zum Einsatz:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Zuverlässige Studienfassung|Vers …–… und …–…}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Die Offene Bibel:Qualitätssicherung|Qualitätssicherung]] unterliegt dieser Status der Genehmigung durch einen [[Qualitätssicherung#Qualit.C3.A4tsmoderatoren|Qualitätsmoderator]]. Vor dem Einfügen dieser Vorlage muss auf zugehörigen Diskussionsseite dokumentiert sein, welche Arbeitsschritte der Studienfassung erfolgreich durchgeführt wurden (in der [[Vorlage:Checkliste Studienfassung|Checkliste Studienfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von anderen Statusvorlagen abweichend muss der Status [[:Kategorie:Ungeprüfte Studienfassung|Ungeprüfte Studienfassung]] bei diesem Status nicht entfernt werden, weil er für die übrigen Verse weiter gilt. Ist das Kapitel noch nicht ganz übersetzt und war bisher kein Status vorhanden, sollte für den Rest des Kapitels zusätzlich der Status [[:Kategorie:Studienfassung in Arbeit|Studienfassung in Arbeit]] gesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sobald die Kriterien vollständig erfüllt sind, folgt der nächsthöhere Status: [[:Kategorie:Sehr gute Studienfassung|Sehr gute Studienfassung]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Hilfe:Status]], [[Übersetzungskriterien]], [[Übersetzungs-F.A.Q.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplette Kapitel mit diesem Status ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achtung&#039;&#039;&#039;, diese Kategorie enthält keine ganzen Kapitel. &amp;lt;u&amp;gt;Ganze Kapitel mit diesem Status&amp;lt;/u&amp;gt; sind hier zu finden: [[:Kategorie:Zuverlässige Studienfassung|Zuverlässige Studienfassung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wolfgang Loest</name></author>
	</entry>
</feed>